Kategorie: Frankreich

  • Departement Yvelines: Lehrer eines Gymnasiums fühlen sich bedroht

    Departement Yvelines: Lehrer eines Gymnasiums fühlen sich bedroht

    Seit einigen Tagen ist eine Lehrerin des Gymnasiums Zielscheibe heftiger Kritik geworden, nachdem sie ihren Schülern ein Gemälde aus dem 17. Jahrhundert gezeigt hatte, auf dem fünf Musen nackt zu sehen sind. Die Situation eskaliert immer mehr.

    Ein Gemälde eines Meisters aus dem 17. Jahrhundert, auf dem nackte Nymphen dargestellt sind, sorgt für großen Ärger. Dieses Gemälde wurde einer sechsten Klasse von einer Französischlehrerin in einem Collège in Issou im Departement Yvelines gezeigt. Drei Schüler weigerten sich, das Bild anzusehen und zeigten sich schockiert. Sie hätten dies als einen Akt der Aggression gegen ihre Religion aufgefasst. „In ihrer Religion ist es nicht erlaubt, nackte Frauen zu zeigen. Sie haben gesagt, dass die Lehrerin die Muslime in der Klasse provoziert hat“, sagt eine Schülerin der Schule gegenüber Franceinfo.

    „Wir verhandeln weder über die Autorität des Lehrers noch über die Autorität unserer Regeln und Werte“.
    Die Lehrkräfte machten am Freitag von ihrem Arbeitsverweiderungsrecht Gebrauch. Die Affäre um das Gemälde sei nur ein Tropfen auf den heißen Stein in einer Reihe von Problemen sagen sie. Der französische Bildungsminister Gabriel Attal besuchte am Montagnachmittag das Gymnasium und kündigte die Einstellung dreier spezialisierter Betreuer und einer Aufsichtsperson an. Attal sagt: „In der französischen Schule wird weder die Autorität des Lehrers noch die Autorität unserer Regeln und Werte verhandelt.“

  • Atomkraft: Emmanuel Macron bekräftigt Frankreichs Engagement für die Kernenergie

    Atomkraft: Emmanuel Macron bekräftigt Frankreichs Engagement für die Kernenergie

    Emmanuel Macron bekräftigte erneut die Unterstützung Frankreichs in Bezug auf die Kernenergie. Der „Plan France 2030“, ein im Jahr 2021 eingeführter Finanzierungsplan für Innovationen, war am Montag, dem 11. Dezember, Gegenstand einer Zwischenbilanz von Präsident Emmanuel Macron in Toulouse. Unter den hervorgehobenen Entwicklungsschwerpunkten wurde ein besonderer Schwerpunkt auf die Kernenergie gelegt. Die Rolle des Atomstroms wird immer mehr in den Mittelpunkt der Debatten gerückt, um eine kohlenstofffreie, kostengünstigere Energie zu entwickeln. Die Forschung rund um die Kernfusion, die eine Stromproduktion in großen Mengen mit wenig radioaktiven Abfällen ermöglichen würde, wird neben anderen Technologien, darunter etwa supraleitende Magnete, an prominenter Stelle angesiedelt. Der französische Präsident wollte in Toulouse die Prioritäten des Handelns in Frankreich neu setzen. Beobachter, darunter auch Wirtschaftswissenschaftler, hatten dem Plan France 2030 vorgeworfen, die staatliche…

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  • Bayonne: Mann mit neun Messerstichen getötet

    Bayonne: Mann mit neun Messerstichen getötet

    Ein etwa 30-jähriger Mann wurde am Dienstagmorgen in Bayonne tot aufgefunden, sein Körper war mit mehreren Messerstichen übersät.

    Am Dienstagmorgen wurde in Bayonne der leblose Körper eines Mannes entdeckt, der mit neun Messerstichen getötet worden war. Der Körper lag auf den Marine-Alleen, berichtet der Sender France bleu Pays basque. Ein Passant hatte die Leiche entdeckt.

    Bei dem Opfer handelt es sich um einen etwa 30-jährigen Mann mit französischer Staatsangehörigkeit und afghanischer Herkunft. Nach ersten Erkenntnissen wurde er brutal geschlagen, erhielt neun Messerstiche und starb dann an den Folgen seiner Verletzungen.

    Die Tat soll sich in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden ereignet haben. Neben der Polizei begab sich auch der Staatsanwalt von Bayonne an den Fundort der Leiche, der auch der Tatort sein könnte.

    Die Staatsanwaltschaft Bayonne leitete eine Untersuchung wegen Mordes ein.

    Die Kriminalpolizei von Bayonne ist mit den Ermittlungen betraut und hat wenige Stunden nach dem Fund der Leiche auf einem Parkplatz der Industrie- und Handelskammer einen Verdächtigen festgenommen. „Es handelt sich um einen jungen Mann, der wie das Opfer afghanischer Herkunft und 25 Jahre alt ist“, erklärte der Staatsanwalt von Bayonne, Jérôme Bourrier, gegenüber dem Sender France Bleu Pays Basque. Der Verdächtige ist den Behörden außerdem wegen islamistischer Radikalisierung bekannt, wie der Sender France Bleu Pays Basque aus Polizeikreisen erfuhr.

    Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungen sollen die beiden Männer, die am selben Ort arbeiteten, am Abend vor der Tat einen heftigen Streit gehabt haben.

  • Alpes-Maritimes: Mieter wegen „schlechten Betragens“ aus ihren Wohnungen geworfen

    Alpes-Maritimes: Mieter wegen „schlechten Betragens“ aus ihren Wohnungen geworfen

    Der Vermieter von Sozialwohnungen ‚Côte d’Azur Habitat‘ kann Mieter aus ihren Wohnungen werfen, wenn ihnen schlechtes Betragen und Sachbeschädigungen nachgewiesen werden oder es zu strafrechtlichen Verurteilungen kommt.

    In Nizza (Departement Alpes-Maritimes) weist ein Sozialvermieter einige seiner Mieter aus ihren Wohnungen. Der Sozialvermieter Côte d’Azur Habitat bekämpft wilde Müllkippen und schickt regelmäßig Kontrolleuere vor Ort. Ein solcher Kontrolleur erstellt Untersuchungsberichte und beobachtet juristische und streitige Verfahren. Sein Alltag ist geprägt von Nachbarschaftskonflikten, Hausbesetzungen und Auseinandersetzungen. Solche Rückmeldungen sind für Côte d’Azur Habitat, den größten sozialen Vermieter des Departements Alpes-Maritimes, unerlässlich. Einmal im Monat ziehen die Außendienstmitarbeiter Bilanz über ihre Ermittlungen.

    Eine verschärfte Hausordnung
    Die Hausordnung wurde kürzlich verschärft. „Wir erklären darin, dass beim geringsten Verstoß gegen einen Artikel in der Hausordnung ein Verfahren eingeleitet wird“, sagt Anne-Marie Camera, Leiterin der Verwaltung bei Côte d’Azur Habitat. Jede strafrechtliche Verurteilung eines Mieters oder einer Person, die mit ihm in der Wohnung lebt, kann zu einer Zwangsräumung der Sozialwohnung führen. Zuvor lädt der Vermieter den Mieter zu einem Gespräch vor, wobei ein Polizeikommissar anwesend ist. Soziale Vereine kritisieren allerdings, dass diese Zwangsräumungen anstehende Probleme nur verlagern.

  • Einwanderungsgesetz: Regierung bringt den Text in die Gemischte Paritätische Kommission des Parlaments

    Einwanderungsgesetz: Regierung bringt den Text in die Gemischte Paritätische Kommission des Parlaments

    Regierungssprecher Olivier Véran gab nach der Sitzung des Ministerrats am 12. Dezember bekannt, dass die Regierung entschieden habe, das umstrittenen neue Einwanderungsgesetz, das in der Nationalversammlung schon vor der ersten Lesung scheiterte, nun einer gemischten paritätischen Kommission des Parlaments vorzulegen. Die Regierung wird eine gemischte paritätische Kommission (CMP) einberufen, dies kündigte Regierungssprecher Olivier Véran am Dienstag, dem 12. Dezember, nach der Sitzung des Ministerrats an. In einer CMP treffen sich sieben Abgeordnete und sieben Senatoren hinter verschlossenen Türen und versuchen, sich auf einen Entwurf zu einigen, bevor der Gesetzestext wieder ins Parlament geht. Bei einem Besuch in einer Polizeistation in Maisons-Alfort (Departement Val-de-Marne) sagte der Innenminister, „ich bedauere, dass wir Zeit verlieren, um die Franzosen zu schützen. Wir brauchen dieses neue Gesetz und ich möchte, dass es schnell verabschiedet wird“. Der Präsident des ultrarech…

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  • Unwetter: Weiler in Savoyen nach Felssturz evakuiert

    Unwetter: Weiler in Savoyen nach Felssturz evakuiert

    In Saint-Michel-de-Maurienne in Savoyen löste sich in der Nacht von Sonntag auf Montag, den 11. Dezember, ein riesiger Felsbrocken vom Berg. Rund 20 Personen mussten evakuiert werden.

    In Saint-Michel-de-Maurienne in Savoyen stürzten riesige Felsblöcke nur wenige Dutzend Meter von Wohnhäusern entfernt von den Berghängen herab. Der Felssturz ereignete sich in der Nacht von Sonntag auf Montag, den 11. Dezember. 100 bis 150 Kubikmeter Gestein lösten sich und stürzten mit einem gewaltigen Krachen das Massiv hinunter. Der Bürgermeister kann es immer noch nicht fassen. „Gegen 4 Uhr morgens hörten die Anwohner einen lauten Knall, das war der Felssturz, der stattgefunden hat. Große Felsbrocken kamen zu und herabgestürzt“, erzählt Gaëtan Mancuso, Bürgermeister der kleinen Gemeinde.

    Zuflucht in Unterkünften
    Es wurde angeordnet, den Ort zu räumen, da weitere Felsbrocken herabzufallen drohten. Etwa 20 Bewohner verließen eilig ihre Wohnungen und Häuser und suchten Zuflucht in den Unterkünften der Gemeinde. Sie hatten nur wenige Minuten Zeit, um persönliche Gegenstände einzupacken, bevor sie sich auf den Weg machten. Am Dienstagmorgen beobachteten Spezialteams und Geologen den Berg, um das Risiko weiterer Abstürze einzuschätzen. Derzeit wird eine Diagnose erstellt, bevor Sicherungsmaßnahmen durchgeführt werden können. Die Bewohner wissen nicht, wann sie wieder in ihre Häuser zurückkehren können.

  • Morbier, Raclettekäse, Tomme du Jura: Zahlreiche Käsesorten wegen E-Coli-Bakterien zurückgerufen

    Morbier, Raclettekäse, Tomme du Jura: Zahlreiche Käsesorten wegen E-Coli-Bakterien zurückgerufen

    Vorsicht bei den Käsesorten Morbier, Tomme du Jura oder Raclettekäse: Viele Chargen werden wegen des Vorhandenseins von Escherichia Coli Bakterien dringend zurückgerufen. Warnungen vor Eschirichia Coli. Dieses Bakterium, das dafür bekannt ist, bei Menschen Bauchschmerzen und Durchfall zu verursachen, wurde in mehreren Käsechargen in Frankreich nachgewiesen. Die Gesundheitsbehörden rufen mehrere Chargen der Käsesorten Morbier, Tomme du Jura und Raclettekäse zurück. Sie wurden in ganz Frankreich verkauft. Diese Sorten sind betroffen: Morbier AOP sélection maison Monts et TerroirsGTIN-NR.: 93048971002326Los-Nr.: alle LoseVerbrauchsdatum: zwischen dem 21.11.2023 und dem 01.02.2024. Morbier AOP PrestigeGTIN-NR.: 93048971007581Nr. der Partie: alle PartienVerbrauchsdatum: zwischen dem 21.11.2023 und dem 08.01.2024 Morbier AOP Rohmilch dégagementGTIN-NUMMER: 93048971005822Nr. der Partie: alle PartienVerbrauchsdatum: zwischen dem 22.11.2023 und dem 31.01.2024 Morbier AOP RohmilchGTIN-NR.: 93048…

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  • „Die Stimme hat es mir befohlen“: 3-jähriger Junge vom eigenen Vater erdrosselt

    „Die Stimme hat es mir befohlen“: 3-jähriger Junge vom eigenen Vater erdrosselt

    Ein dreijähriges Kind starb in Publier in der Region Haute-Savoie. Der Vater wurde verhaftet und in Polizeigewahrsam genommen. Es wurde eine Untersuchung wegen schweren Totschlags eingeleitet.

    Der leblose Körper eines dreijährigen Jungen wurde am Montag, dem 11. Dezember, auf einem Parkplatz in Publier in Hochsavoyen am Genfer See gefunden. Als die Feuerwehr am Tatort eintraf, befand sich sein Vater an der Seite des toten Kindes.

    Auf dem Weg zum Kindergarten am Montagmorgen hatte der Vater seinen Sohn erwürgt. Er erklärte, er sei „von einer Stimme geführt worden“, schrieb die Zeitung Le Dauphiné Libéré. Nach seiner schrecklichen Tat alarmierte der Vater selbst die Rettungskräfte.

    Der Mann wurde sofort verhaftet und in Polizeigewahrsam genommen. Die Staatsanwaltschaft von Thonon-les-Bains leitete eine Untersuchung wegen schweren Totschlags ein.

    Über die Familie des Kindes, insbesondere die Mutter, sind bisher keine Informationen bekannt geworden.

    Im Kindergarten des Jungen wurde psychologische Betreuung für die Mitschüler des Kindes und die Betreuer eingerichtet.

  • Marseille: Schauspieler Dylan Robert wegen Mordes angeklagt und in Untersuchungshaft genommen

    Marseille: Schauspieler Dylan Robert wegen Mordes angeklagt und in Untersuchungshaft genommen

    Er wird verdächtigt, den Roller des Killerkommandos, das 2021 in Marseille einen 14-jährigen Jungen tötete, gefahren zu haben und am Drogenhandel beteiligt gewesen zu sein.

    Der Schauspieler Dylan Robert, der 2019 mit dem César für den besten männlichen Nachwuchsschauspieler ausgezeichnet wurde, wurde im November 2023 wegen „Mordes“ angeklagt und in Untersuchungshaft genommen, wie Franceinfo am Dienstag, dem 12. Dezember, unter Berufung auf eine Justizquelle meldete und bestätigte damit einen Bericht der Zeitung Le Monde. Der 23-jährige Schauspieler wird verdächtigt, in den Mord an dem Teenager Rayanne in Marseille (Departement Bouches-du-Rhône) im Jahr 2021 verwickelt zu sein.

    Dylan Robert wird verdächtigt, am 18. August 2021 den Motorroller gefahren zu haben, von dem aus der Täter den 14-jährigen Jugendlichen in der Cité des Marronniers im 14. Arrondissement von Marseille ermordet hatte. An jenem Abend schoss der Beifahrer mit einem Sturmgewehr auf einen Ort am Eingang der Siedlung, an dem Drogen verkauft wurden. Die Schüsse trafen den 14-jährigen Rayanne, der kurz nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus verstarb. Nach Angaben seiner Familie war er in der Nähe seiner Wohnung ein Sandwich kaufen gegangen, als die Verdächtigen auf ihn schossen.

    Zwei weitere Minderjährige waren an diesem Abend ebenfalls durch die Schüsse verletzt worden: ein weiterer 14-jähriger Jugendlicher und ein 8-jähriges Kind.

    Dylan Robert war bereits Ende Januar 2022 wegen gewalttätiger Raubüberfälle zu dreißig Monaten Haft verurteilt worden. Damals befand er sich seit Februar 2021 unter richterlicher Aufsicht, nachdem er wegen zwei Fällen von bewaffnetem Raubüberfall im Jahr 2017 und weiteren gewalttätigen Raubüberfällen 13 Monate in Untersuchungshaft verbracht hatte.

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  • „Atmosphärische Flüsse“: Bis Mittwoch starke Regenfälle in großen Teilen Frankreichs

    „Atmosphärische Flüsse“: Bis Mittwoch starke Regenfälle in großen Teilen Frankreichs

    „Atmosphärische Flüsse“ ist eine Bezeichnung für 400 bis 600 km breite und bis zu mehrere tausend km lange Bänder feuchtigkeitsgesättigter Luft aus den Äquatorialregionen in ca. 1 bis 2,5 km Höhe.

    Ein „atmosphärischer Fluss“ breitet sich seit Sonntag über Frankreich aus und wird voraussichtlich bis Mitte dieser Woche in mehreren Regionen zu starken Niederschlägen führen.

    Das Wetterphänomen soll bis Mittwoch, dem 13. Dezember, andauern. Am Dienstag, dem 12. Dezember, wurden zehn Departements von Météo-France auf Warnstufe Orange für starke Regenfälle und Hochwasser gesetzt.

    Der in Frankreich auch als „Rhumexpress“ bezeichnete „atmosphärische Fluss“ zeichnet sich durch eine große Masse warmer und feuchter Luft aus. Wie La Chaîne Météo erklärt, handelt es sich bei dieser Masse um ein schmales, aber „im Durchschnitt 200 bis 400 km langes Band“.

    Diese feuchte Luft kommt aus wärmeren Regionen und dringt bis in unsere gemäßigten Regionen vor, wo sie sich in starken Regen verwandelt.

    In diesem Streifen, der durch Zentralfrankreich verläuft, ist also mit intensiven Niederschlägen zu rechnen. Diese Regenfälle könnten Hochwasser in den Flüssen auslösen. Laut La Chaîne météo kann es im Zentralmassiv „lokal mehr als 100 Liter / m2“ Regen geben. „In den Alpen kommen zu diesen hohen Regenmengen, die den Niederschlägen von fast einem Monat entsprechen, noch etwa 30 Liter hinzu, die durch das Schmelzen der Schneedecke unterhalb von 2.200 m entstehen“, warnte Météo-France bereits am Sonntag, dem 10. Dezember.