Kategorie: Frankreich

  • Bauernproteste in Frankreich: Auto rast in Straßensperre – mindestens ein Toter

    Bauernproteste in Frankreich: Auto rast in Straßensperre – mindestens ein Toter

    Bei einer Straßenblockade im Rahmen der Bauernproteste in Pamiers in der Ariège wurden eine Person getötet und zwei verletzt, nachdem ein Auto versucht hatte, die Blockade zu durchbrechen.

    Am Dienstag, 23. Januar, kam es in Pamiers (Departement Ariège) gegen 5.45 Uhr zu einem dramatischen Unfall an einer Bauernblockade auf der RN20 im Abschnitt Toulouse-Foix in Höhe der Brücke über die RD119.

    Nach Angaben von Romain Deloustal, Präsident der „Jeunes agriculteurs (JA) d’Occitanie“, gegenüber der Zeitung La Dépêche du Midi, „durchbrach ein ‚Rammbockauto‘ die Sperre. Die Bilanz ist dramatisch mit mindestens einem Toten und zwei Schwerverletzten, die Mitglieder der Gewerkschaft FDSEA und der JA sind“. Die Opfer sollen aus dem Dorf Saint-Félix-de-Tournegat in der Ariège stammen.

    Eine Information, die einige Minuten später von Arnaud Rousseau, dem Präsidenten der Gewerkschaft FNSEA, auf dem Sender RMC bestätigt wurde: „Eine Frau ist heute Morgen an der Blockade in Pamiers in der Ariège gestorben, ihr Mann und ihre Tochter wurden verletzt (…) Diese Art von Drama ist schwer zu ertragen“, fügte er hinzu.

    Nach Informationen der Zeitung Dépêche du Midi wollte ein Auto die Blockade durchbrechen, die am Montagmittag von den Landwirten errichtet worden war. Das Fahrzeug mähte die drei Personen nieder, als es die Sperre aus Strohballen durchbrach. Der Wagen geriet dann unter einen landwirtschaftlichen Anhänger. An Bord des Amok-Fahrzeugs befanden sich ein Fahrer und zwei Mitfahrer, die nach dem Vorfall zu fliehen versuchten. Sie sollen von den Landwirten festgehalten worden sein, bevor sie von der Polizei verhaftet und anschließend in Polizeigewahrsam genommen wurden.

    13 Polizisten und 20 Gendarmen wurden mobilisiert und ein Einsatzzentrum des Departements in der Präfektur der Ariège eingerichtet. Eine Zelle für psychologische Unterstützung wurde vor Ort eingerichtet. Der Präfekt des Departements Ariège begab sich an den Ort des Geschehens.

    Die Straßensperre wurde inzwischen von den Landwirten aufgehoben.

  • Paris: Prozess gegen Helfer des Attentäters des Anschlags in Trèbes und Carcassonne von 2018 eröffnet

    Paris: Prozess gegen Helfer des Attentäters des Anschlags in Trèbes und Carcassonne von 2018 eröffnet

    Niemand in Frankreich hat Arnaud Beltrame vergessen, den Gendarmen, der von einem Terroristen im März 2018 im Super U in Trèbes (Departement Aude) getötet wurde, nachdem er den Platz einer Geisel eingenommen hatte. Der Prozess wurde am Montag, dem 22. Januar, vor dem Pariser Schwurgericht eröffnet.

    Für seine Familie ist er ein Held, dem sie vor allem Respekt zollen will. Und sie wissen, dass die von Arnaud Beltrame getroffenen Entscheidungen während der Anhörungen kritisch zur Sprache kommen werden. Am Morgen des 23. März 2018 tötete der 26-jährige Radouane Lakdim, der als radikalisierter Gefährder eingestuft war, in Trèbes und Carcassonne vier Menschen und verletzte zwei weitere schwer. In Trèbes (Aude) nahm der Terrorist in einem Supermarkt der Handelskette Super U eine Kassiererin als Geisel. Ohne auf die Befehle seiner Vorgesetzten zu warten, nahm Arnaud Beltrame mit dem Täter Kontakt auf. Er überzeugte den Terroristen, den Platz der Geisel einnehmen zu dürfen, die junge Frau wurde freigelassen. Doch einige Stunden später sollte Radouane Lakdim den Gendarmen töten, bevor er selbst von einem Einsatzkommando erschossen wurde.

    Die Initiative Arnaud Beltrames überraschte damals seinen Vorgesetzten, aber auch dieser spricht heute von einer heroischen Tat. Auf der Anklagebank sitzen sieben Angehörige des Terroristen, seine radikalisierte Ex-Freundin, Waffenlieferanten und Helfer.

  • Drogenhandel: Französischer Innenminister Gérald Darmanin lobt seine Ergebnisse

    Drogenhandel: Französischer Innenminister Gérald Darmanin lobt seine Ergebnisse

    Bei einem Besuch in Créteil (Departement Val-de-Marne) lobte der französische Innenminister seine Bilanz im Kampf gegen den Drogenhandel. Die Drogenhändler wenden inzwischen jedoch neue Methoden an, die schwieriger zu bekämpfen sind. In dem Krieg, den er nach eigenen Angaben gegen den Drogenhandel führt, freute sich der französische Innenminister Gérald Darmanin über „Rekordergebnisse“, als er am Sonntag, dem 21. Januar, nach Créteil (Val-de-Marne) reiste. „Wir erreichen nicht nur weiterhin weitere Beschlagnahmungen, sondern auch die Festnahme von Drogenhändlern. Im Jahr 2023, dem absoluten Rekordjahr, wurden 36.429 Drogenhändler auf dem nationalen Territorium festgenommen“, erklärte er. Innerhalb von drei Jahren wurden 1.000 von insgesamt über 4.000 bekannten Drogen-Handelspunkte beseitigt. Die Behörden sehen sich nun jedoch mit anderen, schwieriger zu bekämpfenden Methoden der Händler konfrontiert, wie zum Beispiel der Lieferung von Drogen direkt in die Wohnung der Konsumenten. Géral…

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  • Protest der französischen Landwirte: Die Bewegung gewinnt an Boden

    Protest der französischen Landwirte: Die Bewegung gewinnt an Boden

    Auch am Montag, dem 22. Januar, lässt der Protest der Landwirte im Südwesten Frankreichs nicht nach und könnte sich sogar während der Woche weiter ausweiten. Die Gewerkschaft der Landwirte FNSEA kündigt zahlreiche Aktionen in ganz Frankreich an, darunter auch die Blockade von Autobahnen. Manche von ihnen haben gerade eine vierte Nacht im Freien verbracht. Südlich von Toulouse (Departement Haute-Garonne) blockierten die Landwirte am Montag, dem 22. Januar, noch immer die Autobahn A64. Sie sind wütend und fordern eine Vereinfachung der Regeln und eine bessere Bezahlung. „Heute liege ich bei etwa 700-800 Euro im Monat. Es gibt Monate, in denen ich nur 400 Euro verdiene, und es gibt Monate, in denen ich gar nichts verdiene, um meine Kredite bezahlen zu können“, sagte Jérémie Roquebert, Getreidebauer in Auterive (Departement Haute-Garonne). Zu restriktive NormenSeit Beginn der Blockade wurde eine Umleitung auf der A64 eingerichtet. Für die Autofahrer ist die Fahrt jetzt länger, aber einige …

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  • Landwirte: Protestbewegung breitet sich in Europa aus

    Landwirte: Protestbewegung breitet sich in Europa aus

    Frankreich und Deutschland sind nicht die einzigen Länder in Europa, die den Unmut ihrer Landwirte zu spüren bekommen. Auch in den Niederlanden, Polen und Rumänien protestieren die Bauern.

    Die Wut der Landwirte ist in der ganzen Europäischen Union zu spüren. Weniger als fünf Monate vor den Europawahlen ist das Thema Landwirtschaft überall präsent. Die Forderungen der Landwirte sind zwar von Land zu Land unterschiedlich, aber alle haben denselben Mittelpunkt: die von Brüssel erlassenen Normen. Am vergangenen Donnerstag protestierten rumänische Landwirte gegen vermeintlich unlauteren Wettbewerb aus der Ukraine, die sie beschuldigen, die Preise für ihr Getreide zu drücken. Auch in Polen, Ungarn, der Slowakei und Bulgarien herrscht große Verärgerung über die Entscheidung der EU, ukrainisches Getreide zu importieren.

    Deutsche Landwirte mobilisieren seit drei Wochen massiv.
    In Deutschland sind die Proteste der Landwirte seit drei Wochen sehr massiv. Sie protestieren gegen die Reform ihres Steuervorteils für Agrardiesel. Eine Warnung für die Politiker kam bereits im Juni 2022 aus den Niederlanden.

    Die Bewegung könnte sich in den kommenden Monaten auf Italien und Spanien ausweiten.

  • Airbus gründet mit AiBT eine eigene Fluggesellschaft

    Airbus gründet mit AiBT eine eigene Fluggesellschaft

    Airbus ist weltweit bisher als Flugzeughersteller bekannt, doch seit kurzem ist das Unternehmen auch als Fluggesellschaft tätig. Die neue Fluggesellschaft mit Sitz in Toulouse heißt Airbus Beluga Transport (AiBT) und ist ausschließlich auf den Transport von großvolumiger Fracht ausgerichtet.

    Es ist eine Fluggesellschaft, mit der Sie nie fliegen werden, und das aus gutem Grund, denn sie akzeptiert keine Passagiere an Bord ihrer Flugzeuge. Seit November letzten Jahres verfügt Airbus Beluga Transport (AiBT), so der Name des Unternehmens, über eine Luftverkehrsbetreiber-Lizenz. Das Unternehmen ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Airbus und befördert ausschließlich übergroße Fracht im Auftrag von Industrieunternehmen. Die Flotte der AiBT besteht aus mehreren Beluga-Transportern der älteren Generation (ST), die vor der Einführung des Beluga XL für den Transport von Flugzeugteilen zwischen den verschiedenen Standorten des Flugzeugherstellers eingesetzt wurden.

    Derzeit verfügt AiBT über drei Beluga ST. Ein vierter und ein fünfter wird diese Jahr folgen. Der imposante Frachtraum mit einem Durchmesser von 7 m und einer Länge von 37 m ermöglicht den Transport von sperriger Fracht mit einem Gewicht von bis zu 40 Tonnen.

    Die neue Fluggesellschaft beschäftigt derzeit etwa sechzig Mitarbeiter, darunter etwa zwanzig Piloten. Ihr Hauptsitz befindet sich in der Nähe des Flughafens Toulouse-Blagnac, aber ihre operative Flugzeugbasis befindet sich am Flughafen Francazal, erklärt Benoît Lemonnier, Generaldirektor von AiBT. In Francazal bereiten die Bodenteams die Belugas auf ihre neuen Missionen vor, insbesondere im Hinblick auf das Be- und Entladen von Transportpaletten sowie die Verwaltung und Wartung des Flugzeugs.

    Das junge Unternehmen Airbus Beluga Transport wird nicht sofort lange und komplexe Flüge rund um die Welt durchführen, die mehrere Zwischenlandungen erfordern. Ihre ersten Missionen werden sich auf das Airbus-Netzwerk konzentrieren oder Ziele, die weniger als vier Flugstunden von Toulouse entfernt sind. „Es ist sehr wichtig (…), dass unsere Flugbesatzungen und Bodenteams Erfahrungen mit kurzen Flügen sammeln. Dieser Ansatz ermöglicht es AiBT, seine internen Verfahren zu testen und insbesondere die neuen Piloten zu schulen“, erklärt Benoît Lemonnier.

    Bisher diente die Beluga ST hauptsächlich dazu, Hubschrauber und Satelliten von Airbus an seine Kunden zu liefern. Um ihr Geschäft anzukurbeln, möchte die neue Fluggesellschaft logischerweise ihren Katalog erweitern. Sie will andere Arten von Hubschraubern, Containern, aber auch Flugzeugmotoren transportieren.

    Das neue Geschäft kommt für Airbus zu einem günstigen Zeitpunkt. Nach der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022 verzeichnete Antonow, die Frachttransport in Übergröße betreibt, einen deutlichen Rückgang ihrer Frachtaktivitäten. Die Zerstörung der Antonow An-225, des größten Frachtflugzeugs der Welt mit sechs Triebwerken, durch die russische Armee war ein schwerer Schlag für das Unternehmen. Das Unternehmen war damals gezwungen, sich auf dem Flughafen Leipzig/Halle in Deutschland niederzulassen, um seinen Betrieb so gut wie möglich fortzusetzen.

  • Trüffel: Schwarzes Gold aus der Provence

    Trüffel: Schwarzes Gold aus der Provence

    Der schwarze Trüffel ist ein seltener Pilz und ein Luxuslebensmittel. Um ihn aufzuspüren, ist die Hilfe eines trainierten Hundes erforderlich. Die Mühe lohnt sich, denn sein Geschmack begeistert seit Jahrhunderten die Gaumen von Feinschmeckern. Auf den Tischen der Gourmets des Departements Var ist e…

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  • Französischer Außenminister Stéphane Séjourné: Meine Legasthenie hat keinerlei Auswirkungen auf meine Arbeit

    Französischer Außenminister Stéphane Séjourné: Meine Legasthenie hat keinerlei Auswirkungen auf meine Arbeit

    Kaum war Stéphane Séjourné zum Leiter des Außenministerium ernannt worden, wurde er in den sozialen Netzwerken wegen seiner Französischfehler verspottet. In einem Interview spricht er über seine Legasthenie. Der französische Chefdiplomat spricht über seine Legasthenie. In einem Gespräch mit der Zeitung Le Parisien ging der neue französische Außenminister Stéphane Séjourné auf die Kritik und den Spott ein, der ihm in den letzten Tagen wegen seiner Französischfehler und seiner Aussprachefehler entgegengebracht wurde. „Sehr jung wurde bei mir eine sehr starke Legasthenie diagnostiziert“, erinnerte er sich in der Tageszeitung und sprach von erheblichen Schwierigkeiten, die ihn bis nach seinem 20. Geburtstag begleiteten. „Vor fünfzehn Jahren hätte ich die Diskussion, die ich gerade mit Ihnen führe, nicht führen können“, sagte Séjourné und gestand ein, dass es für ihn lange Jahre Arbeit gebraucht habe, um seine „mündlichen Mängel“ loszuwerden. Auch als Minister können in „Momenten der Müdigk…

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  • Demografie: Die neue Volkszählung in Frankreich wurde gestartet

    Demografie: Die neue Volkszählung in Frankreich wurde gestartet

    Der Startschuss für die zwanzigste jährliche Volkszählungskampagne des französischen Statistikamtes Insee ist gefallen.

    Wenn ein Beamter des Insee an Ihre Tür klopft, gehören Sie zu den fünf Millionen Haushalten, die in diesem Jahr gezählt werden. Ihnen wird ein Fragebogen zugeschickt oder persönlich übergeben. Sie müssen Ihre persönlichen Daten angeben, wie Alter, Geschlecht, Beschäftigung oder auch die Art der bewohnten Wohnung. „Es ist interessant, die Anzahl der Wohnungen in Frankreich und das Ausstattungsniveau der Wohnungen zu kennen, um über die öffentliche Wohnungspolitik nachdenken zu können“, sagt Gérard-François Dumont, Demograf, Geograf und Professor an der Universität Paris-Sorbonne, gegenüber dem Sender France 2.

    Die Statistiken sind nicht nur für Forscher, sondern auch für die Kommunalverwaltungen nützlich. „Wenn man alle Berufswege der in einer Region lebenden Personen zusammenzählt, hilft das, über die Verbesserung der öffentlichen Verkehrsmittel nachzudenken, es ist extrem nützlich für die Bürgermeister“, präzisiert Gérard-François Dumont. Die Volkszählung bleibt anonym, ist aber verpflichtend. Sie dauert im Durchschnitt etwa 15 Minuten.

  • Justiz: Spezialabteilung untersucht mysteriöses Verschwinden der Familie Méchinaud in 1972

    Justiz: Spezialabteilung untersucht mysteriöses Verschwinden der Familie Méchinaud in 1972

    Es wurde schon oft versucht, das Verschwinden eines Ehepaars und seiner beiden Kinder in der Nähe von Cognac in der Charente nach einer Weihnachtsfeier bei Freunden im Jahr 1972 zu klären.

    Es handelt sich um einen Fall, der mehr als ein halbes Jahrhundert alt ist. Die Ermittlungen zum Verschwinden der Familie Méchinaud, einer der ältesten Kriminalfälle Frankreichs, wurde in die Abteilung „Cold Cases“ verwiesen. Eine spezielle Abteilung, die sich mit Serienverbrechen oder ungeklärten Verbrechen befasst. Am 5. Dezember 2023 wurde der Fall Méchinaud an eine spezialisierte Richterin verwiesen.

    Dieses vielleicht größte juristische Rätsel Frankreichs betrifft das Verschwinden einer ganzen Familie, eines Ehepaars und seiner beiden Kinder, in der Nähe von Cognac am Weihnachtstag 1972. Seitdem wurden zahlreiche Hypothesen aufgestellt – Sturz des Autos in die Charente, erweiterter Selbstmord, Ermordung durch Dritte oder freiwillige Abreise ins Ausland -, aber keine Beweise oder Indizien haben es jemals möglich gemacht, eine dieser Hypothesen zu erhärten.

    Weniger als vier Kilometer trennten das Haus der Méchinauds von dem Ort, an dem sie mit Freunden den Weihnachtsfeiertag verbracht hatten. Nachdem sie spät am Abend die Feier verlassen hatten, scheint sie niemand mehr gesehen zu haben. Als die örtliche Gendarmerie mehrere Tage später auf die Abwesenheit der Familie aufmerksam gemacht wurde, schien das Haus in Ordnung zu sein. Das Weihnachtsessen stand noch im Kühlschrank. Von der verschwundenen Familie fehlte jedoch jede Spur. Trotz mehr als fünfzig Jahren vergeblicher Suche und Ermittlungen hat die Justiz offensichtlich immer noch die Hoffnung, das Rätsel zu lösen.