Kategorie: Frankreich

  • Chlordecon-Skandal: Verantwortung des französischen Staates von der Nationalversammlung anerkannt

    Chlordecon-Skandal: Verantwortung des französischen Staates von der Nationalversammlung anerkannt

    Die Nationalversammlung stimmte bereits am Donnerstag, dem 29. Februar, für einen Text, in dem die Verantwortung des französischen Staates für den Chlordecon-Skandal auf den Antillen anerkannt wird. Das Pestizid war bis 1993 auf den Bananen-Plantagen der französischen Antillen zugelassen.

    Auf den französischen Antillen hat der Gesundheitsskandal um Chlordecon jetzt einen Schuldigen. Die Nationalversammlung stimmte am Donnerstagabend, dem 29. Februar, in erster Lesung für einen Text, der die Verantwortung des französischen Staates für den Einsatz dieses Pestizids anerkennt. Die karibischen Abgeordneten, die das Gesetz eingebracht hatten, bezeichneten die Abstimmung als historisch. „Diese Anerkennung der Verantwortung öffnet die Tür für Reparationen, aber auch die Tür für eine juristische Aufarbeitung“, sagt Johnny Hajjar, Abgeordneter der Progressiven Partei von Martinique.

    Die Französischen Antillen bestehen aus den Französischen Überseegebieten Guadeloupe, Martinique, Saint-Barthélemy und Saint-Martin. Sie sind ein Teil der sogenannten Kleinen Antillen.

    In den USA seit 1975 verboten.
    Dem von den Abgeordneten angenommen Text zufolge muss Frankreich nun alle notwendigen Maßnahmen unternehmen, das verseuchte Land zu säubern und die Opfer zu entschädigen. Für Umweltverbände geht der Text allerdings nicht weit genug. Das in den USA bereits 1975 verbotene Pestizid Chlordecon, das auf Bananenplantagen eingesetzt wurde, war auf den Antillen vom französischen Staat bis 1993 zugelassen.

    Um in Kraft treten zu können, muss der Gesetzentwurf jetzt noch vom Senat verabschiedet werden.

  • Überbelegung in französischen Gefängnissen: So darf man nicht mit Menschen umgehen…

    Überbelegung in französischen Gefängnissen: So darf man nicht mit Menschen umgehen…

    „Das Gesetz will, dass man bestraft, aber ein anderer Teil des Gesetzes sagt, dass das Gefängnis zur Wiedereingliederung dienen soll“, erinnert Dominique Simonnot, Kontrolleurin des Strafvollzugs in Frankreich.

    Dominique Simonnot, Generalkontrolleurin der französischen Gefängnisse, sagte am 1. März auf dem Sender France Inter, die Überbelegung der Gefängnisse in Frankreich sei „katastrophal“. Nach den vom Justizministerium veröffentlichten Zahlen erreichte die Zahl der Häftlinge am 1. Februar mit 76.258 inhaftierten Personen einen neuen Rekord, was einem Anstieg von satten 5,5% im Jahresvergleich entspricht. In den Haftanstalten Frankreichs stieg die durchschnittliche Belegungsrate auf 147,7%, wobei viele Menschen gezwungen sind, auf einer Matratze auf dem Boden zu schlafen. „Es liegen mehr als 3.000 Matratzen auf dem Boden“, empörte sich Dominique Simonnot.

    Die Generalkontrolleurin der französischen Gefängnisse gab bekannt, sie habe „einen Brief von einem 82-jährigen Häftling erhalten, der schrieb, dass er auf dem Boden auf einer Matratze schläft, inmitten von Kakerlaken und Bettwanzen“. „Ist das eine Art der Bestrafung?“, fragt sie.

    Dominique Simonnot versichert, sie verstehe sehr wohl, „dass man ins Gefängnis geht, wenn man kriminelle Handlungen begangen hat“. Sie fragt sich jedoch, ob dies die richtigen „Wege sind, Menschen einzusperren“. „Das Gesetz will, dass man bestraft, aber ein anderer Teil des Gesetzes besagt, dass das Gefängnis der Wiedereingliederung dienen soll“, erinnert die Generalkontrolleurin der Gefängnisse. Sie ist der Ansicht, dass „unter diesen Bedingungen, in den französischen Haftanstalten, dies unmöglich ist“. Dominique Simonnot fordert die Regierung daher auf, dringend „zu handeln und die Dinge in die Hand zu nehmen“.

  • Editorial: „Französischlernen à la Cool: Eine Sprachparty mit Baguette und Beret!“

    Editorial: „Französischlernen à la Cool: Eine Sprachparty mit Baguette und Beret!“

    Oh là là! Wer hat gesagt, Französisch zu lernen müsse so steif wie ein alter chapeau claque sein? Es ist Zeit, das Ganze aufzumischen und die Kunst des Französischlernens auf eine ganz neue Ebene zu heben. Schnallt euch an, Leute, hier sind ein paar frische und freche Tipps, wie ihr die Sprache der Liebe rocken könnt!

    1. Kulturelles Rendezvous:

    Vergesst die staubigen Grammatikbücher! Taucht ein in die kulturelle Bonanza Frankreichs. Knallt einen französischen Film rein, lauscht den neuesten Tunes aus der Grande Nation oder stöbert durch französische Comics. Wenn ihr schon Französisch lernt, warum nicht mit Stil?

    2. Sprach-Blind Date:

    Schmeißt euch ins sprachliche Dating-Game! Schnappt euch ’ne Sprachaustausch-App und findet einen Franzosen oder eine Französin, der oder die eure Sprache lernen will. Smalltalk über Croissants und Café au Lait – klingt nach einer guten Zeit, oder?

    3. Party mit den Worten:

    Okay, okay, formale Sprachkurse können nützlich sein. Aber wer sagt, dass das nicht auch ’ne Party sein kann? Findet einen Kurs mit einem Lehrer, der so cool ist wie ein Eisbecher im Sommer. Grammatik wird plötzlich zur Hip-Hop-Session – und ihr seid die Stars.

    4. Digitale Sprach-Smoothies:

    Apps sind nicht nur für Candy Crush da! Schmeißt euch auf Sprachlern-Apps und surft durch die Wellen der Konversation. Spiele, Challenges und alles, was das Lernen wie ein Spiel aussehen lässt – eure Sprachkenntnisse werden aufblühen wie ein französischer Garten im Frühling.

    5. Frankreich-Abenteuer:

    Zeit, den Koffer zu packen und nach Frankreich zu jetten! Das ist wie ein Sprachunterricht deluxe. Plötzlich seid ihr umgeben von Baguettes, Wein und Leuten, die nur „Oui, oui!“ sagen. Der beste Weg, die Sprache zu lernen, ist, sie zu leben – und dazu gehört auch, mal mit einem französischen Bäcker über das Wetter zu plaudern.

    C’est clair: Das Geheimnis ist nicht, wie viele Vokabeln ihr kennt, sondern wie viel Spaß ihr dabei habt. Also, schnappt euch euer virtuelles Baguette und macht euch auf den Weg, die Sprache der Liebe zu erobern. Bonne chance, mes amis! 🇫🇷💃

  • Ab welchem Einkommen gilt man in Frankreich als reich?

    Ab welchem Einkommen gilt man in Frankreich als reich?

    Ab welchem Einkommen gilt man in Frankreich als reich? Diese Frage interessiert die Organisation „Observatoire des inégalités“, die auch eine Antwort präsentiert.

    Wenn ich einmal reich wäre! Das sang Ivan Rebroff 1986, der Song ist auch heute noch wohlbekannt. Auch wenn der Begriff Reichtum vielen Menschen als sehr subjektiv erscheinen mag, bemüht sich die Organisation Observatoire des inégalités seit Jahren, Armut und Reichtum der Franzosen objektiv zu berechnen. Die Organisation gibt die Möglichkeit, sein Gehalt auf ihrer Website anzugeben, um zu erfahren, wo man im Vergleich zum nationalen Durchschnitt steht.

    7-8% der Bevölkerung in Frankreich gelten als reich.
    Laut der Organisation, die bei ihrer Berechnungsmethode mögliche regionale Unterschiede nicht berücksichtigt, gilt in Frankreich als reich, wer monatlich mindestens 3.860 Euro netto verdient. Das sind zwischen 7 und 8 % der Bevölkerung in Frankreich. „Dieser Betrag berücksichtigt das gesamte von dieser Person angegebene Einkommen nach Abzug der Einkommenssteuer“, erklärt Louis Maurin, Direktor des Observatoire des inégalités, gegenüber der Zeitung Le Figaro.

    Für eine(n) Alleinerziehende(n) mit einem Kind unter 14 Jahren liegt der Betrag der Reichtumsgrenze bei 5.018 Euro netto. Für ein Paar ohne Kinder liegt sie bei 5.790 Euro; für ein Paar mit einem Kind unter 14 Jahren steigt sie auf 6.948 Euro. Noch höher geht es für ein Paar mit zwei Kindern über 14 Jahren mit 9.650 Euro. Schließlich gilt ein Paar mit drei Kindern, von denen eines unter 14 Jahren ist, ab 10.808 Euro als reich.

  • Haute Couture: Sechs Verdächtige im Zusammenhang mit dem Diebstahl der Balmain-Kollektion festgenommen

    Haute Couture: Sechs Verdächtige im Zusammenhang mit dem Diebstahl der Balmain-Kollektion festgenommen

    Im September 2023 wurden einzigartige Stücke aus der aktuellen Balmain-Kollektion von bewaffneten Männern entwendet. Sechs Verdächtige wurden jetzt nach fünfmonatigen Ermittlungen festgenommen.

    Sechs Verdächtige haben das Haus Balmain, eines der renommiertesten französischen Modehäuser, überfallen. Am 16. September 2023 traf die aus New York (USA) stammende Balmain-Kollektion am Flughafen Roissy Charles-de-Gaulle ein. In einem unmarkierten Lieferwagen verließ die wertvolle Fracht im Wert von 500.000 Euro den Flughafen in Richtung Paris. Auf einer Autobahnauffahrt wurde der Transporter von einem grauen Renault gerammt und zum Anhalten gezwungen, der ihm offensichtlich gefolgt war.

    Einzigartige Stücke, die nicht weiterverkauft werden können
    Drei vermummte und bewaffnete Männer stießen den Fahrer des Lieferwagens zu Boden und raubten den Wagen aus. Der Expressüberfall dauerte weniger als zwei Minuten. Olivier Rousteing, künstlerischer Leiter von Balmain, erhält die schlimme Nachricht zehn Tage vor seiner Modenschau. Nach fünfmonatigen Ermittlungen konnten dann im Januar 2024 sechs Verdächtige mithilfe von abgehörten Telefongesprächen festgenommen werden. Die für den einmaligen Gebrauch geschaffenen Stücke waren unmöglich zu verkaufen. Wegen schweren Diebstahls drohen den sechs Angeklagten sieben Jahre Haft und eine Geldstrafe von 100.000 Euro.

  • Was bietet „Kevin Speed“ – ab 2028 neuer Konkurrent der SNCF auf dem französischen Schienennetz?

    Was bietet „Kevin Speed“ – ab 2028 neuer Konkurrent der SNCF auf dem französischen Schienennetz?

    Am Donnerstag, dem 29. Februar, unterzeichnete das Eisenbahnunternehmen „“Kevin Speed“ eine Vereinbarung mit der Betreiberin des französischen Schienennetzes SNCF Réseau. Die neue Gesellschaft will ihre Züge ab 2028 in Frankreich verkehren lassen. Ein ehrgeiziges Projekt für diesen neuen Konkurrenten der SNCF, der den Zugreisenden ein anderes Modell anbieten will.

    Neue Züge kommen ab 2028 in den französischen Bahnhöfen an. Das Unternehmen Kevin Speed wird mit seinem Ilisto-Dienst der SNCF Konkurrenz machen und Züge zu „erschwinglichen“ Preisen anbieten, um Großstädte wie Lille, Straßburg oder Lyon, aber auch Zwischenbahnhöfe zu bedienen. Am Donnerstag, dem 29. Februar, unterzeichnete das neue Unternehmen eine Vereinbarung mit SNCF Résau über zehn Jahre Nutzung des Schienennetzes.

    Kevin Speed ist ein Unternehmen, das 2021 von Laurent Fourtune, einem Kenner des öffentlichen Verkehrs und über acht Jahre lang Mitarbeiter der RATP, gegründet wurde. Sein Slogan: „Hochgeschwindigkeit für alle, jeden Tag“. Kevin Speed will die französischen Regionen mit Zügen, die zwischen TGV und Intercity liegen, „schneller und öfter“ bedienen.

    Keine Reservierung mehr nötig
    Die neue Bahngesellschaft verspricht, dass „je mehr man reist, desto weniger zahlt man. Mit den attraktiven Preisen, die wir geplant haben, werden unsere Züge immer ausgelastet sein“. Das beruhigt die Investoren. Kunden werden je nach den durchgeführten Reisen abgerechnet. Es wird als keine Reservierungen mehr geben und der versprochene Preis soll bei 3 bis 5 Euro pro 100 km liegen.

    Laut dem neuen Konkurrenten der SNCF soll dieses Modell dem heutigen Lebensstil und dem Aufkommen der Telearbeit besser gerecht werden. „Mit der Praxis der Telearbeit und dem Wunsch, weit weg von sehr großen Städten zu leben, entwickelt sich das „Commuting“ schneller asl bisher. Commuting bedeutet, dass man häufig reist, um seinen Wohn- und Arbeitsort bzw. seine Wohnorte miteinander zu verbinden. Das bisherige Angebot an Zügen oder Bussen ist daran aber noch schlecht angepasst – zu geringe Frequenz, viel zu teure Abonnements – und „beschränkt diese neue Lebensweise auf diejenigen, die sich das auch leisten können“, erklärt das Unternehmen, das das offensichtlich ändern will.

    Ein verlockendes Projekt, das SNCF Réseau und den französischen Verkehrsminister Patrice Vergriete überzeugen konnte, der bei der Unterzeichnung des wichtigen Vertrags anwesend war, der das Unternehmen dazu berechtigen wird, auf den französischen Eisenbahnlinien zu fahren. Kevin Speed muss jedoch jetzt noch die Zustimmung der Autorité de Régulation des Transports (ART) einholen und wird neue Züge von Alstom kaufen müssen.

    Der Zughersteller Alstom hat derzeit ein volles Auftragsbuch und die Lieferung eines solchen neuen Zugmodells könnte einige Zeit in Anspruch nehmen. Da die Herstellung von Triebzügen etwa vier Jahre dauert, scheint der von Kevin Speed angekündigte Termin für die Inbetriebnahme kaum erreichbar zu sein.

    Was die Finanzierung angeht, muss das Unternehmen noch eine beträchtliche Kapitalbeschaffung durchführen, da ein Projekt dieser Größenordnung sehr teuer werden könnte. Im vergangenen Sommer hatte das Unternehmen angekündigt, dass es bisher 4 Millionen Euro eingeworben habe, wenn das nicht erheblich mehr wird, könnte sich die Ankunft der neuen Züge in den französischen Bahnhöfen noch eine Weile verzögern.

  • Wie hoch ist der Anteil von Textilien der sogenannten Fast Fashion an der Umweltverschmutzung?

    Wie hoch ist der Anteil von Textilien der sogenannten Fast Fashion an der Umweltverschmutzung?

    Der französische Umweltminister Christophe Béchu arbeitet an Gesetzesvorschlägen, um die Umweltauswirkungen von Fast-Fashion-Textilien zu verringern.

    Der Minister für den ökologischen Übergang, Christophe Béchu, traf am Montag, 4. März, mit Vertretern der Textilindustrie zusammen, um sich mit ihnen über die Herausforderungen einer nachhaltigeren Mode auszutauschen. Es scheint dringend notwendig, der Fast Fashion entgegenzuwirken, denn aus Fast Fashion ist Ultra Fast Fashion geworden, mit noch kurzlebigeren Kollektionen, einem noch aggressiveren Marketing und Billigkollektionen, die per Flugzeug aus Asien kommen. Die Bekleidungswebsite Shein zum Beispiel bietet jedes Jahr 900 Mal mehr Artikel an als ein traditionelles Bekleidungsgeschäft, das dem Zyklus der Jahreszeiten folgt. Ein ökologischer und wirtschaftlicher Irrweg.

    Der Textilsektor ist inzwischen für 10% der Treibhausgasemissionen verantwortlich, das ist mehr als die Auswirkungen des Flugverkehrs und des Schiffsverkehrs zusammengenommen. Bei diesem Tempo könnte der Textilsektor im Jahr 2050 bereits 26% der weltweiten Treibhausgasemissionen ausmachen. Es ist klar, dass das mit den Klimazielen unvereinbar ist. Die Lebensdauer unserer Kleidung ist immer kürzer, und das ist nicht nur ein Problem der CO2-Emissionen.

    Die Lebensdauer unserer Kleidung hat sich innerhalb von 15 Jahren um ein Drittel verkürzt, jeder Franzose wirft im Durchschnitt 12 kg Kleidung pro Jahr weg. Und das sind viele Ressourcen, die verschwendet werden. Der Anbau von Baumwolle ist einer der pestizidintensivsten der Welt. Baumwolle ist ausserdem die Kulturpflanze mit dem drittgrößten Wasserverbrauch, nach Reis und Weizen. Um ein einfaches T-Shirt zu produzieren, sind rund 2.700 Liter Wasser nötig, für einen Pullover benötigt man ca. 4.400 Liter. Insgesamt sind 20 % der weltweiten Wasserverschmutzung auf das Färben und Verarbeiten von Textilien zurückzuführen.

    Der von der Abgeordneten Anne-Cécile Violland eingebrachte Gesetzestext, der diese Woche im Ausschuss der Nationalversammlung behandelt wird, schlägt vor, die Werbung für Fast-Fashion-Marken zu regulieren, insbesondere Influencer-Videos, die zu Impulskäufen anregen. Der Gesetzentwurf schlägt auch einen ökologischen Malus von bis zu 10 Euro pro Artikel für Plattformen vor, deren Billigkollektionen sich zu schnell erneuern. Die Schwierigkeit wird darin bestehen, dieses „zu schnell“ zu definieren und eventuelle Strafen durchzusetzen.

    Ein anderer Gesetzesvorschlag der französischen Republikaner sieht eine finanzielle Strafe erst ab einer Schwelle von 1.000 neuen Modellen pro Tag vor. Mehrere Umweltverbände sind jedoch der Ansicht, dass die Maluszahlungen alle Marken betreffen sollten, die mehr als 5.000 neue Kleidungsstücke pro Jahr auf den Markt bringen, um der Fast Fashion in Frankreich bald ein Ende zu setzen.

  • Elsass: Das wunderbare Schauspiel der Mandelblüte

    Elsass: Das wunderbare Schauspiel der Mandelblüte

    Die Mandelbäume in Mittelwihr auf dem sogenannten Mandelberg (Department Haut-Rhin), stehen seit Ende Februar in voller Blüte. Sie wurden zum Teil vor über hundert Jahren gepflanzt und stellen ein einzigartiges Kulturerbe im Elsass dar.

    Die Blüten der Mandelbäume machen die Schönheit des Hügels von Mittelwihr, der auch Mandelberg genannt wird, aus. Als Vorboten des Frühlingsanfangs blühten die kleinen weißen Blüten dieses Jahr bereits Ende Februar, also etwas früher als im Jahr 2023. Zahlreiche Menschen kamen, um sich an diesem wunderschönen, vergänglichen Anblick zu erfreuen. „Es ist das erste Mal, dass wir sie sehen, wir finden sie einfach zu schön mit dieser rosa Farbe. Es ist unglaublich!“, sagt ein junges Mädchen auf dem Sender France 2. Den Passanten wird sogar eine Verkostung angeboten.

    „Ein Erbe, das es zu bewahren gilt“
    Etwa zwanzig elsässische Winzer teilen sich dieses einzigartige Terroir, das einzige im Elsass, in dem diese Baumsorte zu finden ist. Einige dieser Mandelbäume wurden schon vor mehr als hundert Jahren gepflanzt. Von Generation zu Generation werden die Bäume gepflegt. „Es ist ein Erbe, das gepflegt und erhalten werden muss“, sagt Thibault Specht, Winzer in Mittelwihr. Der Ursprung dieser Mandelbäume soll sogar mehrere tausend Jahre zurückliegen. Der Legende nach wurden Säcke mit Mandelbaumsamen von Bauern gefunden, die Karl der Große wohl absichtlich zurückgelassen hatte.

    Der Mandelberg ist eine bekannte Weinlage in der Region Mittelwihr im Elsass, Frankreich. Die Weinlage liegt in der Nähe der Stadt Colmar und gehört zum Weinbaugebiet Alsace Grand Cru. Hier werden hochwertige Weine produziert, insbesondere Weißweine, die oft aus den Rebsorten Riesling, Gewürztraminer, Pinot Gris und Muscat hergestellt werden.

    Der Boden des Mandelbergs besteht hauptsächlich aus Kalkstein, was den Weinen eine besondere Mineralität und Finesse verleiht. Die Lage profitiert auch von einer günstigen Hangausrichtung, die eine gute Sonneneinstrahlung ermöglicht und somit optimale Bedingungen für den Weinbau schafft.

    Die Elsass-Weine, insbesondere diejenigen aus renommierten Lagen wie dem Mandelberg, sind für ihre Vielfalt, Frische und Eleganz bekannt. Weinliebhaber schätzen die charakteristischen Aromen und die Komplexität, die diese Weine oft aufweisen.

  • Alpes-Maritimes: Lawinenwarnung nach starken Schneefällen

    Alpes-Maritimes: Lawinenwarnung nach starken Schneefällen

    Der Schnee, der in den vergangenen Tagen in großen Mengen gefallen ist, weckt die Besorgnis vor Lawinen. Das Lawinenrisiko ist maximal, wie zum Beispiel in den Südalpen in Auron.

    In Auron (Departement Alpes-Maritimes) lagen am Montag, 4. März, in den frühen Morgenstunden 1,80 Meter Neuschnee. Es war unmöglich, das Skigebiet in diesem Zustand für die Skitouristen zu öffnen. Pistenarbeiter mit Schneekanonen wurden herbeigeholt. „Wir bereiten eine Sprengladung vor, die wir den Hang hinunterschicken und einen Lawinenabgang auslösen, um das Skigebiet zu sichern.“ Sie werfen den Sprengstoff von Hand ab, eine präzise und gefährliche Arbeit. Es gibt in der Region 22 spezialisierte Pistenarbeiter, die an strategischen Stellen eingesetzt werden.

    In schwer zugänglichen Gebieten können sie auch ihre Schneekanone einsetzen. Überall im Skigebiet sind Explosionsgeräusche zu hören. Am Montag wurden 34 Schüsse abgegeben. Die Lawinengefahr war mit Stufe vier von fünf sehr groß. Am Montag waren in Auron nur zwölf von 43 Pisten geöffnet. Die Skifahrer sind vorsichtig und froh, dass der Schneefall am späten Vormittag aufhört und die Sonne wieder scheint.

  • Zugunglück von 2015: Der Prozess einer vergessenen Katastrophe

    Zugunglück von 2015: Der Prozess einer vergessenen Katastrophe

    Am Tag nach den Anschlägen vom 13. November wurde die Entgleisung eines TGV-Testzuges im Elsass, bei der 11 Menschen getötet und 42 weitere verletzt wurden, von den Nachrichten kaum beachtet. Am Montag, dem 4. März, wurde in Paris der Prozess eröffnet. Die Katastrophe schien unmöglich, ein TGV konnt…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…