Kategorie: Nordost

  • Zwei neue Atomreaktoren in Gravelines (Nord) geplant

    Zwei neue Atomreaktoren in Gravelines (Nord) geplant

    Das größte Kraftwerk Westeuropas steht in Gravelines im Norden Frankreichs. Vielleicht werden dort bald zwei neue, leistungsstärkere EPRs gebaut. Was denken die Menschen vor Ort darüber?

    In Gravelines (Nordfrankreich) gibt es bereits sechs Atomreaktoren und vielleicht bald noch zwei weitere. Zwei viel leistungsstärkere EPRs, die nur wenige Kilometer von Wohngebieten entfernt sind. „Ich weiß nicht, was wir ohne das Kraftwerk machen würden, also ist es vielleicht normal, dass es sich so entwickelt“, sagt eine Anwohnerin gegenüber France 2. Seit seinem Bau vor 40 Jahren hat das Kraftwerk 4 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben an die lokalen Gebietskörperschaften gezahlt.

    15.000 Arbeitsplätze sind mit dem EDF-Standort verbunden.
    Ein Teil davon kommt der Stadt Gravelines und ihrer Infrastruktur zugute. Insgesamt sind in der Region 15.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt mit dem EDF-Standort verbunden. Zum Beispiel bei ADF, einem Ingenieur- und Wartungsunternehmen mit 100 Beschäftigten, das seine Tätigkeit mit dem Bau der zwei neuen EPR ausweiten möchte. Einige Anwohner äußern sich jedoch besorgt über die neuen, wesentlich leistungsstärkeren Reaktoren. Wenn das Projekt tatsächlich verwirklicht wird, könnte der erste EPR-Reaktor im Jahr 2035 in Betrieb gehen.

  • Jean Castex kündigt Investitionsplan zur Dekarbonisierung der Industrie an

    Jean Castex kündigt Investitionsplan zur Dekarbonisierung der Industrie an

    Immer mehr Industrieunternehmen versuchen, den durch ihre Tätigkeit verursachten CO2-Fußabdruck zu reduzieren, so auch die alteingesessenen Fabriken von ArcelorMittal in Dünkirchen (Nordfrankreich). Als Jean Castex am Freitag, dem 4. Februar, einen Standort von ArcelorMittal in Dünkirchen (Nord) besuchte, kündigte er einen Investitionsplan für die nächsten fünf Jahre in Höhe von 5,6 Milliarden Euro an, „um unsere Industrie zu dekarbonisieren“. Fünf Milliarden Euro sollen für Innovationen an Industriestandorten bereitgestellt werden. Die restlichen 600 Millionen Euro sollen für die Suche nach neuen, umweltfreundlicheren Technologien verwendet werden. Die drei wichtigsten Sektoren, die von diesem Investitionsplan betroffen sind, sind die Chemie, die Metallurgie und die Herstellung von Werkstoffen. Sie sind für 72% der Treibhausgasemissionen verantwortlich. ArcelorMittal will den Investitionsplan nutzen, um aus der Kohle auszusteigen und auf Wasserstoff umzustellen. …

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  • Insgesamt fast eine Tonne Kokain bei drei Zolloperationen in Le Havre beschlagnahmt

    Insgesamt fast eine Tonne Kokain bei drei Zolloperationen in Le Havre beschlagnahmt

    Die Drogen waren in Containern oder Lastwagen aus Chile und Brasilien versteckt, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Erklärung des Wirtschaftsministeriums hervorgeht. Die Zollbeamten in Le Havre haben zwischen Samstag, 29. Januar, und Dienstag, 1. Februar, fast eine Tonne Kokain im Hafen von Le Havre (Seine-Maritime) abgefangen, wie das Wirtschafts- und Finanzministerium am Freitag, dem 4. Februar, in einer Pressemitteilung bekannt gab. Die Drogen waren in Containern und Lastwagen versteckt, die aus Chile, Brasilien und Guadeloupe kamen. Eine erste Beschlagnahme von 109 Kilogramm erfolgte am Samstag, als der Zoll einen Container kontrollierte, der angeblich Schieferplatten aus Brasilien transportierte. Zwei Tage später entdeckte dieselbe Zollbrigade 291 Kilogramm Kokain, das zwischen Altreifen in sieben Containern versteckt war, die aus Saint-Martin in Guadeloupe angekommen waren. Am Dienstag schliesslich wurden auf der Autobahn A29 575 Kilogramm Drogen in Säcken mit Bierhefe beschlagnahmt. Der Lastwagen stammt aus Brasilien. Insgesamt wurden in Le Havre somit in weniger als einer Woche 975 Kilogramm Kokain beschlagnahmt. Bereits Ende Dezember wurden sechs Personen in Untersuchungshaft genommen, nachdem mehr als eine Tonne Kokain in einem Container im Hafen von Le Havre beschlagnahmt worden war. Und auch Anfang Dezember sind 1,5 Tonnen Kokain in einem Container entdeckt worden, der sich im Transit durch den Hafen befand.
  • Calais: 15 Polizisten nach Zusammenstößen mit Migranten ins Krankenhaus eingeliefert

    Calais: 15 Polizisten nach Zusammenstößen mit Migranten ins Krankenhaus eingeliefert

    Etwa 100 Migranten griffen laut einer Polizeiquelle die Ordnungskräfte mit „mit Steinen gefüllten Säcken“ an.

    Mindestens 15 Polizisten wurden am Donnerstag, 30. Dezember, nach Zusammenstößen mit Migranten in Calais (Pas-de-Calais) ins Krankenhaus eingeliefert, wie France Bleu Nord unter Berufung auf eine Polizeiquelle berichtete.

    Gegen 10 Uhr am Donnerstag Morgen kam es bei einer Räumungsaktion zu Auseinandersetzungen zwischen sechzig CRS (Compagnies Républicaines de Sécurité) und Gendarmen und etwa hundert Migranten in Calais, in der Transmarck-Zone, wo Exilanten versuchten, auf Lastwagen zu steigen, um nach England zu gelangen. Die Sicherheitskräfte, die das Gebiet absicherten, gaben an, angegriffen worden zu sein. Laut einer Polizeiquelle war der Angriff von „unerhörter Gewalt“.

    Ein CRS berichtete, dass die Migranten „Säcke mit Steinen und Schotter in ihren Zelten hatten“. Augenzeugen beschrieben „eine Kriegsszene“ mit Migranten, die Steine warfen, und CRS, die mit Tränengas und Schüssen antworteten.

    Mit Prellungen und Wunden ins Krankenhaus eingeliefert.
    Laut „Auberge des Migrants“, einer Organisation, die die Flüchtlinge unterstützt, waren die Migranten „sehr wütend“, da die Polizisten sie daran hinderten, Sachen aus ihren Zelten zu holen.

    Mindestens fünfzehn CRS wurden laut einer Polizeiquelle mit Prellungen und Wunden ins Krankenhaus eingeliefert. Mehrere Migranten wurden bei der Auseinandersetzung ebenfalls verletzt, die genaue Zahl ist unbekannt.

    Die Räumungsaktion wurde am späten Vormittag beendet. In einer Erklärung verurteilte der Präfekt des Departements Pas-de-Calais „diese Gewalttätigkeiten aufs Schärfste und unterstützt die verletzten Polizisten und Gendarmen voll und ganz“.

    Die Compagnies Républicaines de Sécurité (CRS; deutsch Republikanische Sicherheitskompanien) sind ein kasernierter Verband der Police nationale Frankreichs, deren Einsatzgebiete mit denen der Bereitschaftspolizei in Deutschland vergleichbar sind. Sie werden vor allem zur Absicherung von Demonstrationen und Großveranstaltungen eingesetzt.

    Lesen Sie auch: Immigration: De Ton zwischen Frankreich und Großbritannien wird rauher

  • Covid-19-Impfung: Immer mehr Verweigerer wagen den Schritt

    Covid-19-Impfung: Immer mehr Verweigerer wagen den Schritt

    In Frankreich haben sechs Millionen Erwachsene noch immer keine Impfung gegen Covid-19 erhalten. Angesichts der Ankunft der Omikron-Variante und der Aussicht auf den Impfpass haben sich einige Impfverweigerer nun doch dazu durchgerungen, sich impfen zu lassen. In einem Impfzentrum in Douai (Nordfrankreich) wartete Sandrine bis zum fünften Schwangerschaftsmonat, bevor sie ihre erste Impfung gegen Covid-19 erhielt. „Ich hatte Zweifel, weil wir nicht genug Erfahrung mit dem Impfstoff haben, was er in den kommenden Jahren mit den Babys macht (…), deshalb hatte ich ein bisschen Angst“, sagte die werdende Mutter, die von ihrer Hebamme überzeugt wurde, gegenüber France Télévisions. In diesem Impfzentrum gab es bis Freitag, den 17. Dezember, nur zehn Erstimpfungen pro Tag. Erst die Ankündigung zu dem geplanten Impfpass überzeugte auch die letzten Zögerlichen, den Schritt zur ersten Dosis zu wagen. Am Morgen des 20. Dezember meldeten sich in dem Impfzentrum fünfzig Patienten, um ihre erste S…

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  • Verärgerte französische Fischer bedrohen britische Importe

    Verärgerte französische Fischer bedrohen britische Importe

    Die Fischer in Nordfrankreich haben damit gedroht, britische Importe zu verhindern, um den Druck auf London zu erhöhen, ihnen mehr Fischerei-Lizenzen für britische Gewässer zu erteilen. Großbritannien stimmte am Samstag der Erteilung von 23 weiteren Lizenzen an französische Fischer zu, ein Schritt, der darauf abzielt, die Spannungen zwischen den Nachbarländern abzubauen. Frankreich und Grossbritannien befinden sich in dieser Frage bereits seit sechs Monaten in meinem heftigen Streit. Frankreich ist der Ansicht, dass es Anspruch auf rund 80 weitere britische Fischerei-Lizenzen hat, und eine Gruppe, die die Fischer im wichtigen Hafen von Boulogne-sur-Mer und anderen Orten entlang der Nordküste vertritt, erklärte am späten Samstag, dass sie Proteste starten werde. Lesen sien auch: Brexit-Fischereistreit: Ministerin sichert französischen Fischern “Fortsetzung des Kampfes” zu „Proteste müssen erwartet werden … Proteste, die sich gegen britische Importe richten werden“, kündigte der lokale…

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  • Covid-19: 18 Fälle der kongolesischen Variante in Nordfrankreich festgestellt

    Covid-19: 18 Fälle der kongolesischen Variante in Nordfrankreich festgestellt

    Nachdem vor einigen Tagen die ersten Fälle der Omikron-Variante in Frankreich entdeckt wurden, wurden zwischen Mitte Oktober und Ende November auch 18 Fälle der kongolesischen Variante in Frankreich nachgewiesen, so eine Meldung von La Voix du Nord. Frankreich hat seine ersten positiven Fälle der kongolesischen Variante, auch B.1.640 genannt, offiziell gemeldet. Zwischen Mitte Oktober und Ende November wurden in Nordfrankreich 18 Fälle nachgewiesen, wie die Zeitung La Voix du Nord berichtet und die lokale Gesundheitsbehörde Hauts-de-France bestätigt. Im Norden wurden zwei Cluster festgestellt: einer in einer Gesundheitseinrichtung, in der 11 Personen positiv auf die Covid-19-Variante B.1.640 getestet wurden. Der zweite Cluster betraf 7 Personen aus einer Familie. Die kongolesische Variante tauchte im Oktober zum ersten Mal in Frankreich auf. Ein Reisender, der aus dem Kongo zurückgekehrt war, war positiv auf diese neue Variante des Coronavirus getestet worden. „Ein erhebliches Übertrag…

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  • Covid-19: Schulschließungen und Absagen von Veranstaltungen im Norden

    Covid-19: Schulschließungen und Absagen von Veranstaltungen im Norden

    Am Montag, dem 6. Dezember, findet ein Verteidigungsrat zur Gesundheit statt, und die von der Regierung geplanten neuen Maßnahmen sollen am Abend bekannt gegeben werden. Herlies, im Departement Nord, stöhnt unter einer außer Kontrolle geratenen epidemischen Situation. Da in der Schule der Stadt fünf von neun Klassen geschlossen sind und neun von 28 Gemeindebediensteten krankgeschrieben sind, hat der Bürgermeister zu einer radikalen Maßnahme gegriffen. „In den letzten Tagen ist die Rate der positiv getesteten Kinder stetig gestiegen, daher habe ich die Entscheidung getroffen, unsere Schule zu schließen“, erklärte Bernard Debeer, parteiloser Bürgermeister von Herlies, in den sozialen Netzwerken der Stadt. 225 Kinder ohne SchuleDie Entscheidungen des Bürgermeisters lauten: Absage des Weihnachtsmarkts, Schließung von Klassen und Schließung der öffentlichen Räume der Stadt. „Es ist schade, wir wollten wirklich den Weihnachtsmarkt machen, aber ich denke, dass diese Entscheidung wirklich die …

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  • Schiffbruch in Calais: Junger Migrant beschuldigt die französischen und britischen Behörden

    Schiffbruch in Calais: Junger Migrant beschuldigt die französischen und britischen Behörden

    Was geschah wirklich während des Schiffbruchs in Calais, der 27 Migranten das Leben kostete? Zum ersten Mal sagt einer der beiden Überlebenden aus. Er behauptet, dass trotz mehrerer Anrufe bei den französischen und britischen Behörden zunächst niemand gekommen sei, um sie zu retten.

    Einige Tage nach dem tödlichsten Unfall eines Migrantenbooten im Ärmelkanal, bei dem 27 Menschen ertranken, berichtet ein Mann, der behauptet, einer der Überlebenden zu sein, von seinen Erlebnissen. Ihm zufolge hätten Passagiere in Not die französische und die britische Polizei um Hilfe gerufen, doch diese hätten sich geweigert, einzugreifen. „Wir haben unseren Standort an die französische Polizei geschickt, und die haben gesagt, dass wir uns in britischen Gewässern befinden. Also haben wir die britische Polizei angerufen, damit sie uns helfen, und sie haben gesagt: ‚Rufen Sie die französische Polizei’“. So seine Aussage gegenüber dem Sender France 2

    Die französische Marine dementiert.
    Die Situation an Bord sei, so der Zeuge, kurz nach diesem Anruf katastrophal geworden. „Die Leute haben die Hoffnung verloren, und wir begannen langsam zu sinken“, erzählt er. Für die Marine, die regelmäßig bei Rettungsaktionen zum Einsatz kommt, ist es völlig unmöglich, dass eine Hilfeleistung verweigert wurde. „Es geht hier um die Rettung und Erhaltung des Lebens im Meer. Es ist offensichtlich, dass auf beiden Seiten des Ärmelkanals die Koordination funktioniert und dass es keine solchen Spiele gibt“, kommentierte Kapitän Eric Lavaud, der Sprecher der Marine, die Situation. Eine Untersuchung ist im Gange.

  • Überschwemmungen im Norden: Die Gemeinde Merville steht unter Wasser

    Überschwemmungen im Norden: Die Gemeinde Merville steht unter Wasser

    In der Nacht von Montag auf Dienstag, 30. November, kam es in den Regionen Nord und Pas-de-Calais aufgrund von Überschwemmungen erneut zu Evakuierungen. Das Hochwasser hält an und der Wasserstand erreicht in einigen Gemeinden, wie in Merville, alarmierende Werte.

    In Merville (Nordfrankreich) sind der Fluss und die Straße eins geworden. In Flandern häufen sich seit Sonntag, dem 29. November, die Überschwemmungen. Das Lager von Philippe Devogel, einem Getränkegroßhändler, steht unter Wasser. „Gestern hatten wir schon einen großen Teil in Sicherheit gebracht, und heute Nacht ist der Pegel nochmals so stark gestiegen, dass es heute Morgen eine böse Überraschung gab“, erzählt er einem Team von France 2. Im Moment ist es schwierig, die Schäden zu beziffern, die Priorität des Getränkehändlers ist es, so viele Waren wie möglich zu retten.

    Warnung vor Hochwasser und Überschwemmungen
    Ein paar Meter weiter kann man die Straße nur noch mit einem Boot befahren. Seit Montagabend versorgen die technischen Dienste des Rathauses isolierte Bewohner mit Lebensmitteln. „Wir fahren mit einem Boot und Sandsäcken los und versuchen, der Bevölkerung zu helfen“, erklärt Yannick Dubois, der im Rathaus für den Unterhalt der Straßen zuständig ist. Nachdem das Hochwasser zunächst die flussaufwärts gelegenen Gemeinden betroffen hatte, breitet es sich nun auch in Merville aus. In den Departements Nord und Pas-de-Calais herrscht noch bis heute Abend Warnstufe Orange für Hochwasser und Überschwemmungen.