Kategorie: Nordost

  • Calais: Migranten wollen um jeden Preis nach England (Video)

    Calais: Migranten wollen um jeden Preis nach England (Video)

    Von Calais an der nordfranzösischen Küste aus werden Tag und Nacht illegale Überfahrten über den Ärmelkanal organisiert. Menschen, die sich der Gefahr bewusst, aber auf der Suche nach einem hoffentlich besseren Leben sind, haben nur eine einzige Hoffnung: Sie wollen nach England gelangen. Um die illegale Einwanderung zu bekämpfen, unterzeichneten Paris und London im Jahr 2003 das Abkommen von Le Touquet. Seitdem hat sich die Situation verschärft, der Brexit wurde beschlossen und das Abkommen scheint nicht mehr angemessen zu sein.

    In Lille gibt es ein Zentrum, das Flüchtlinge am Wochenende aufnimmt, um ihnen „eine Atempause“ zu verschaffen. Mehr als 2.200 Menschen haben von der Hilfe profitiert, die der Verein Migraction 59 anbietet. Sophie Djigo, die Gründerin des Kollektivs, erklärt, wie sie auf die Idee kam, etwas zu unternehmen.

  • Bei Polizeieinsatz in Rennes wird eine Frau getötet und ein Mann angeschossen

    Bei Polizeieinsatz in Rennes wird eine Frau getötet und ein Mann angeschossen

    Bei dem Einsatz, der in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch stattfand, soll auch ein Polizist verletzt worden sein, der nicht in Lebensgefahr schwebt.

    Es war eine Polizeioperation auf der Umgehungsstraße von Rennes, deren Ziel es war, Verdächtige im Zusammenhang mit einem Drogenhandel in Rennes festzunehmen, wie der Sender RMC berichtet. Die Operation ging jedoch ziemlich schief…

    In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch führte ein Polizeiteam der BRI (Brigade de recherche et d’intervention) einen Drogeneinsatz durch, der außer Kontrolle geriet: Gegen 1.15 Uhr wollten die Polizisten die Insassen eines Fahrzeugs festnehmen, aber der Fahrer des Wagens fuhr auf die Beamten zu. Daraufhin haben diese das Feuer eröffnet, berichtet der Sender RMC, und einen der Insassen, einen 26-jährigen Mann, am Arm getroffen. Gleichzeitig soll eine 22-jährige Passagierin, die laut der Zeitung Ouest France auf dem Rücksitz saß, einen Schuss in die Brust erhalten haben. Die junge Frau überlebte die Verletzung nicht.

    Auch die Polizei hatte einen Verletzten zu beklagen. Ein Beamter wurde durch das Fahrzeug der Verdächtigen verletzt. Der Polizist wurde mit Schmerzen im Rücken und im Knie in ein Krankenhaus eingeliefert.

    Die IGPN (Inspektion der Polizei) wird den Einsatz untersuchen, der Fahrer des Fahrzeugs wurde in Polizeigewahrsam genommen.

  • Martyrium: Zehn Geschwister werden von ihren Eltern misshandelt

    Martyrium: Zehn Geschwister werden von ihren Eltern misshandelt

    Am Dienstag, 30. August, entdeckten die Polizeikräfte in einem Haus in Noyelles-sous-Lens (Pas-de-Calais) eine Horrorszene. Zehn Geschwister hatten offensichtlich ein wahres Martyrium durchlebt, zwei der jüngsten Geschwister waren an ihren Hochstuhl gefesselt. Die Eltern wurden unter gerichtliche Aufsicht gestellt.

    In einem Haus in Noyelles-sous-Lens (Pas-de-Calais) entdeckte die Polizei zwei Kinder im Alter von zwei und fünf Jahren, die an ihren Hochstuhl gefesselt waren und unter erbärmlichen hygienischen Bedingungen lebten. Der 24-jährige Älteste der insgesamt zehn Geschwister, hatte Alarm geschlagen. Es ist schwer zu verstehen, wie eine solche Situation so lange unbemerkt bleiben konnte. „Die meisten der Kinder gingen zur Schule“, erklärt Martine Brousse, Vorsitzende des Vereins „La Voix de l’Enfant“ (Die Stimme des Kindes).

    Die Eltern werden im kommenden Januar vor Gericht gestellt.
    „Es gibt eine Verpflichtung für jeden Berufstätigen, auch für einen Arzt, ein Kind in Gefahr, ein misshandeltes Kind zu melden“, fährt Martine Brousse fort. Die Eltern, die der Gewalt und Vernachlässigung verdächtigt werden, wurden unter gerichtliche Aufsicht gestellt. Sie werden im kommenden Januar vor Gericht gestellt. Ihre sieben noch minderjährigen Kinder wurden vorläufig vom Jugendamt in Obhut genommen.

  • Energiepreise: Zwei Glashütten müssen Kurzarbeit anmelden

    Energiepreise: Zwei Glashütten müssen Kurzarbeit anmelden

    Die steigenden Energiepreise haben bereits direkte Auswirkungen auf einige Unternehmen in Frankreich. Die Kristallglasfabrik Arc im Departement Pas-de-Calais und die Glasfabrik Duralex im Departement Loiret kündigten beide an, einen Teil ihrer Beschäftigten vorübergehend in Kurzarbeit zu schicken.

    Der Anstieg der Energiepreise hat die Kristallglasfabrik Arc in Arques (Pas-de-Calais) in Schwierigkeiten gebracht. „Zwischen 2021 und 2022 steigt die Gasrechnung für Arc in Frankreich von 19 Millionen auf 75 Millionen Euro“, erklärt Guillaume Rabel-Suquet, Kommunikationsdirektor von Arc France. Mit einer vierfach höheren Gasrechnung ist es für das Unternehmen unmöglich, ihre Produktion im gewohnten Umfang aufrechtzuerhalten. Die Kristallglasfabrik verwendet zur Herstellung ihrer Gläser Öfen, die auf über 1300 °C erhitzt werden.

    Auch das Unternehmen Duralex ist betroffen
    Man kann diese gasbetriebenen Öfen nicht von einem Tag auf den anderen abschalten. In der Not entschied sich das Unternehmen dafür, 1.600 seiner 4.600 Beschäftigten zwei Tage pro Woche in Kurzarbeit zu schicken. Angesichts der Inflation ein harter Schlag für die Belegschaft. Eine weitere historische Glasfabrik, die in Schwierigkeiten steckt, ist das Unternehmen Duralex in La Chapelle-Saint-Mesmin (Loiret). Sie wird ihren Ofen im Winter auf Standby schalten. Ab November werden keine Gläser oder Teller mehr vom Band laufen: Kurzarbeit. Die Produktion soll erst im Februar 2023 wieder aufgenommen werden, aber der Spezialist für gehärtetes Glas behauptet, über ausreichende Rücklagen und Vorräte zu verfügen, um seine Tätigkeit fortzusetzen zu können.

  • Mann entzieht sich einer Kontrolle und wird von der Polizei erschossen

    Mann entzieht sich einer Kontrolle und wird von der Polizei erschossen

    Der Vorfall ereignete sich in der Nacht von Montag auf Dienstag, dem 30. August, in Neuville-en-Ferrain im Département Nord, in der Nähe von Tourcoing.

    Ein Mann wurde am Steuer eines Autos in der Nacht von Montag auf Dienstag, 30. August, in Neuville-en-Ferrain (Nord), in der Nähe von Tourcoing, während einer Kontrolle von der Polizei erschossen, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Polizeikreisen erfuhr. Der Mann, der laut Polizeibericht gegen 3 Uhr bei dem Versuch, eine Polizeikontrolle zu durchbrechen, einen Polizisten angefahren hatte, wurde von einem Schuss in die Brust getroffen und verstarb kurz darauf.

    Nach ersten Angaben der Polizei wollte eine Streife der Kriminalitätsbekämpfungsbrigade in der Gemeinde an der Grenze zu Belgien ein Auto kontrollieren, das „mit ausgeschaltetem Licht“ auf einem Bürgersteig geparkt war. Als sich die Polizisten näherten, soll der Fahrer losgefahren sein und einen der Beamten gerammt haben. Der Beamte, der leicht verletzt wurde, eröffnete daraufhin das Feuer und gab einen Schuss ab, der den Fahrer in die Brust traf.

    Auch die Rettungsmassnahmen, die zunächst von der Polizei und dann von den herbeigerufenen Rettungsdiensten durchgeführt wurden, konnten den Tod des angeschossenen Fahrers nicht verhindern. Der Beifahrer des Wagens wurde verhaftet und in Polizeigewahrsam genommen.

  • Katastrophale Ernte 2022: Droht uns eine Kartoffelknappheit?

    Katastrophale Ernte 2022: Droht uns eine Kartoffelknappheit?

    Nach Angaben der Landwirte wird die Kartoffelernte 2022 in Frankreich katastrophal ausfallen. Die Dürre hat die nationale Produktion schwer mitgenommen. Und Frankreich ist weltweit einer der grössten Exporteure von Kartoffeln.

    Es ist eine schlimmer Situation für Tausende von Erzeugern. In Frankreich kündigt sich das Jahr 2022 als eines der schlimmsten – wenn nicht sogar das schlimmste – Kartoffeljahr des Jahrhunderts an. Von vielen Landwirten wird die diesjährige Ernte als „katastrophal“ bezeichnet. Dies wird nicht nur in den Supermarktregalen, sondern auch in Gastronomiebetrieben nicht unerhebliche Auswirkungen haben.

    In einer am Freitag, dem 26. August veröffentlichten Pressemitteilung erklären Kartoffelbauern, dass dies alles eine Folge der historischen Trockenheit ist, die Frankreich in den letzten Monaten heimgesucht hat: „Die sich abzeichnende katastrophale Ernte […] ist das Ergebnis der extremen Hitze, die mit einer starken Trockenheit korreliert, die die Entwicklung der Knollen buchstäblich gestoppt hat. Weder Niederschläge noch günstigere Temperaturen in naher Zukunft können diesen Trend noch umkehren“.

    In Frankreich litten die Erzeuger in der Region Hauts-de-France unter den ungewöhnlich hohen Temperaturen. Dort allein wachsen 64% der nationalen Kartoffelproduktion heran.

    Nach Angaben der Union nationale des producteurs de pommes de terre (UNPT) könnten in Frankreich fast 1,5 Millionen Tonnen Kartoffeln verloren gehen. Die Produktion könnte somit einen Rückgang um mindestens 20% gegenüber dem Durchschnitt der letzten 20 Jahre aufweisen.

    Für die Kartoffelbauern könnte dies nach ersten Schätzungen einen Verlust von mindestens 200 Millionen Euro bedeuten. Dieser Verlust ist umso bedenklicher, als die französische Kartoffelbranche der weltweit größte Exporteur von frischen Kartoffeln ist. Unter normalen Umständen werden jedes Jahr 8 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet. Nicht weniger als 16.000 Landwirte sind auf die Produktion des Lieblingsgemüses der Franzosen und der Deutschen spezialisiert.

    Vertreter der Landwirte wünschen sich eine grössere Unterstützung des Staates: „Die UNPT ruft ab sofort zu einer Aufwertung der an die Erzeuger gezahlten Preise und einer besseren Verteilung des Mehrwerts insbesondere mit den großen Handelsketten auf, zu einer vertraglichen Lockerung der von den Erzeugern zugesagten Mengen und zur raschen Einleitung von Überlegungen über die Einführung einer außergewöhnlichen staatlichen Beihilferegelung zur finanziellen Unterstützung der Erzeuger und als Anreiz für die Fortsetzung der Produktion“.

    Die meisten betroffenen Landwirte meinen, dass die Kartoffeln der Ernte 2022 größtenteils unter dem starken Wassermangel leiden. Die Folge: Die Knollen sind ungewöhnlich klein. Das kann sich auf die so beliebten Pommes Frites auswirken: Sie werden wohl kürzer werden. Das treibt den Fast-Food-Ketten die Sorgenfalten auf die Stirn.

    Bereits 2018 hatte die Branche eine besonders schwierige Ernte zu verkraften. Das Unternehmen McCain hatte damals angekündigt, die Größe seiner Pommes Frites um fast zwei Zentimeter zu reduzieren.

    Die Ernte 2022 hat noch nicht richtig begonnen – man wird also abwarten müssen…

  • Sänger Marc Rebillet beleidigt Emmanuel Macron bei Festival in Le Touquet

    Sänger Marc Rebillet beleidigt Emmanuel Macron bei Festival in Le Touquet

    Emmanuel Macron tauchte am Samstag, 27. August, als Überraschungsgast beim Music Beach Festival in Le Touquet auf. Der Präsident wurde von dem Sänger Marc Rebillet öffentlich beleidigt.  Nach seinem offiziellen Besuch in Algerien beschloss Emmanuel Macron, in Le Touquet, wo er eine Wohnung besitzt, für ein letztes Wochenende vor Beginn des neuen Schuljahres einen Zwischenhalt zu machen. Inmitten der Menschenmenge wurde er am Samstag, dem 27. August, bei den Konzerten des Touquet Music Beach Festivals gesichtet.

    Wenige Minuten vor seiner Ankunft war der Präsident der Republik Zielscheibe beleidigender Äußerungen, die der französisch-amerikanische Künstler Marc Rebillet auf der Bühne von sich gab. Wer genau ist dieser Sänger? Ein Leben zwischen Frankreich und den USAMarc Rebillet ist der Sohn eines Franzosen und einer Amerikanerin, die sich in Paris kennengelernt haben. „Meine Mutter war Touristin, sie fragte ihn nach der Uhrzei…

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  • Migration: Fast 7.000 Migranten haben seit Anfang August den Ärmelkanal überquert

    Migration: Fast 7.000 Migranten haben seit Anfang August den Ärmelkanal überquert

    Seit Anfang August haben bereits fast 7.000 Migranten den Ärmelkanal von Frankreich nach Grossbritannien überquert. Allein am Donnerstag, dem 25. August, waren es etwa 500 Menschen. Sie überquerten den Kanal in der Hoffnung, das Vereinigte Königreich zu erreichen, um dort ein besseres Leben führen zu können.

    Schon bei Tagesanbruch fliegen Polizisten mit einem kleinen Flugzeug über die Kanalküste. Sie halten Ausschau nach den kleinsten Spuren einer sich anbahnenden Überfahrt, an den Stränden oder in den Dünen Nordfrankreichs. Nach einigen Minuten Flugzeit entdecken sie in der Nähe von Dünkirchen eine Gruppe von Migranten. Die Polizisten melden die Position und machen einige Aufnahmen. Etwa dreißig Personen scheinen auf etwas oder jemanden zu warten. „Das Ziel ist es, den Schleuser zu stoppen, wenn er das Boot bringen will“, erklärt ein Polizist in der Reportage von Franceinfo. Am Boden übernehmen dann Gendarmen die Aufgabe, die Abfahrt des Bootes zu verhindern. Nicht alle Versuche können jedoch rechtzeitig gestoppt werden.

    Lesen Sie auch: Immer mehr Migranten überqueren Ärmelkanal – französische Rettungsdienste unter Druck

    Lebensbedingungen verschlechtern sich.
    Meistens lässt die französische Marine die Migranten, die bereits auf See sind, ihre Route fortsetzen und greift nur ein, wenn das Boot eine Panne hat oder Schiffbruch erleidet. Während des Sommers nahmen die Versuche, den Ärmelkanal zu überqueren, aufgrund der günstigen Wetterbedingungen zu. Allein am Montag, dem 22. August, sollen nach Angaben der britischen Behörden fast 1.300 Personen den Ärmelkanal überquert haben. Die Migranten sind entschlossen, nach Großbritannien zu gelangen und die unmenschlichen Lager in der Umgebung von Calais (Pas-de-Calais) zu verlassen. Mehreren Hilfsorganisationen zufolge verschlechtern sich in diesen Lagern die Lebensbedingungen zunehmend. Vor einem dieser Schlafplätze haben die Behörden unter anderem Felsen aufgetürmt, um die Verteilung von Wasser und Lebensmitteln zu verhindern. Seit Anfang des Jahres haben fast 23.000 Menschen den Ärmelkanal überquert.

  • Französische Europaabgeordnete fordern Maßnahmen gegen britische Abwassereinleitungen im Ärmelkanal

    Französische Europaabgeordnete fordern Maßnahmen gegen britische Abwassereinleitungen im Ärmelkanal

    Bilder von Rohren, aus denen ungeklärte Abwässer in den Ärmelkanal fließen, haben nicht nur im Vereinigten Königreich Empörung ausgelöst, sondern auch in Frankreich.

    Die Entscheidung der britischen Regierung nach dem Brexit, Abwasserunternehmen unter bestimmten Umständen zu erlauben, ungeklärtes Abwasser in Flüsse und das Meer einzuleiten, hat zu immer mehr Umweltskandalen geführt. Immer mehr Strände wurden als zu verschmutzt zum Baden gesperrt.

    Die Verschmutzung des Ärmelkanals betrifft aber auch Frankreich, und drei französische Europaabgeordnete haben nun die Europäische Kommission aufgefordert, Maßnahmen zum Schutz der gemeinsamen Gewässer des Ärmelkanals zu ergreifen.

    Drei Europaabgeordnete – darunter Frankreichs ehemaliger Europaminister – haben eine Erklärung veröffentlicht, in der sie das Vereinigte Königreich beschuldigen, sowohl seine Post-Brexit-Verpflichtungen als auch UN-Konventionen zu verletzen, indem die Einleitung von Abwässern in gemeinsame Gewässer zugelassen wird.

    „Der Ärmelkanal und die Nordsee sind keine Müllhalden“, sagte Stéphanie Yon-Courtin, Mitglied des EU-Fischereiausschusses und Regionalrätin der Normandie.

    „Wir können nicht hinnehmen, dass die Umwelt, die Wirtschaftstätigkeit unserer Fischer und die Gesundheit unserer Bürger durch die wiederholte Nachlässigkeit des Vereinigten Königreichs bei der Bewirtschaftung seiner Abwässer ernsthaft gefährdet werden.“

    Ihr Kollege Pierre Karleskind, Vorsitzender des Fischereiausschusses des Europäischen Parlaments, äusserte sich so: „Wir können nicht akzeptieren, dass das Vereinigte Königreich seine beim Brexit eingegangenen Umweltverpflichtungen nicht einhält und die Anstrengungen der Europäer der letzten zwanzig Jahre gefährdet.“

    Natalie Loiseau, die Europaministerin unter Emmanuel Macron war, bevor sie Europaabgeordnete für die Macron-Partei LREM wurde, sagt: „Die Verletzung des Grundsatzes der Übernahme des Umweltschutzniveaus, der in dem Handelsabkommen mit dem Vereinigten Königreich vorgesehen ist, erfordert eine Antwort der Kommission.“

    Die britische Regierung reagierte nicht direkt auf die Kritik der französischen EU-Abgeordneten, aber ein Sprecher sagte der BBC: „Das neue Umweltgesetz hat unsere Gesetze zur Wasserqualität noch stärker gemacht als zu Zeiten der EU, von Zielen zur Bekämpfung der Nährstoffverschmutzung bis hin zu neuen Befugnissen zur Bekämpfung von Schadstoffen in unseren Gewässern. Wir haben die Wasserunternehmen verpflichtet, die Häufigkeit und das Volumen von Einleitungen aus Regenüberläufen zu reduzieren, und wir haben die Wasserunternehmen verpflichtet, neue Überwachungsgeräte zu installieren, die alle Abwassereinleitungen in Echtzeit melden.“

  • Umwelt: Hunderte von Häusern an den französischen Küsten bedroht

    Umwelt: Hunderte von Häusern an den französischen Küsten bedroht

    Das Meer knabbert immer mehr die französischen Küsten an. Welche Zukunft haben Häuser in den bedrohten Gebieten?

    Im Baskenland bedroht die Küstenerosion kurzfristig 530 Wohnhäuser und 40 Geschäfte. Und das ist kein Einzelfall: In Frankreich gibt es keine Küstenregion, die von diesem Phänomen verschont bleibt. Zu nennen sind die Bretagne, die Normandie und die Region Hauts-de-France. Das alles ist das Ergebnis menschlicher Aktivitäten und der Auswirkungen des Klimawandels, insbesondere des Anstiegs des Meeresspiegels.

    Um notwendige Massnahmen in den betroffenen Gebiete zu ermöglichen, sieht das Gesetz „Klima und Resilienz“ neue Regelungen für Wohnhäuser vor. Wenn Sie Eigentümer oder Mieter an der Küste sind, könnte sich für Sie in Zukunft einiges ändern. Zunächst sollten Sie nachschauen, ob Sie in einer der 126 Gemeinden auf der Liste leben, die im Dekret vom 29. April 2022 veröffentlicht wurde. Die betroffenen Gemeinden haben jetzt vier Jahre Zeit, um eine Kartierung des Rückgangs der Küstenlinie zu erstellen.

    Wozu wird diese Kartografie dienen?
    Sie wird Aufschluss darüber geben, welche Gebiete in welchem Zeitraum von Erosion bedroht sind. In den Gebieten, die in den nächsten 30 Jahren gefährdet sind, darf nicht mehr gebaut werden. Wenn Sie in einem Gebiet bauen möchten, das in 30 bis 100 Jahren gefährdet sein könnte, müssen Sie die für einen Abriss des Gebäudes erforderliche Summe bei der Caisse des dépôts hinterlegen.

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Gebietskörperschaften und der Staat ein Vorkaufs- und Enteignungsrecht haben werden. Es ist jedoch fraglich, ob sie die finanziellen Mittel werden aufbringen können, um dieses Recht auszuüben. In einigen der betroffenen Gebiete sind die Immobilien manchmal mehrere Millionen Euro wert… Zwar sieht das Gesetz eine Neubewertung der Immobilien für den Erwerb durch die öffentliche Hand vor, aber es wurde keine Formel für die Berechnung angegeben. Und die Frage der Umsiedlung von enteigneten Personen wird auch nicht behandelt.

    Für Mieter wird mit der Verordnung ein realer Anpassungsmietvertrag eingeführt, der eine vorzeitige Kündigung ermöglicht, wenn eine Gefahr durch Erosion unmittelbar bevorsteht. Im Moment geht es dem Staat jedoch darum, die wirtschaftlichen Aktivitäten in den bedrohten Gebieten aufrechtzuerhalten.

    Währenddessen schreitet das Meer weiter voran.