Derzeit ziehen heftige Gewitter über Korsika hinweg. 3 Menschen starben auf einem Campingplatz und Seenotrettungsdienste haben viele Einsätze.
Die heftigen Gewitter, die seit Dienstag den Mittelmeerraum heimsuchen, forderten am Donnerstag auf einem Campingplatz auf Korsika drei Tote und mehr als zehn Verletzte. Sie führten auch zu zahlreichen Rettungsaktionen auf See und „mehreren Verletzten“ an der Westküste der Insel.
Drei Menschen starben am Donnerstagmorgen, als ein Baum auf ihren Bungalow auf dem Campingplatz Le Sagone (Südkorsika) stürzte. Nach Angaben der Präfektur wurden zehn weitere Personen verletzt. Bei den Toten soll es sich um ein 13-jähriges Mädchen und eine 72-jährige Frau handeln. Über die Identität der dritten Person liegen noch keine Informationen vor.
Orages en #Corse du Sud – point à 10h30 Bilan provisoire : 2 personnes décédées – une jeune fille de 13 ans et une femme de 72 ans, 12 blessés dont un en urgence absoluehttps://t.co/tBWVLE0Zjb
— Préfet de Corse, préfet de Corse-du-Sud (@Prefet2A) August 18, 2022
Etwa 20 Einsätze meldet die Feuerwehr am Donnerstagmorgen, zahlreiche von herabgefallenen Ästen unterbrochene Strassen und mehreren Rettungsaktionen von Seglern aus dem Meer, insbesondere in Capo di Feno, in der Nähe von Ajaccio.
„Zwischen 60 und 70 Seenot-Operationen im Gange“ Nach Angaben der Präfektur des Meeres sind derzeit „zwischen 60 und 70 Operationen auf See oder an der Küste“ Korsikas im Gange, in dem „Sektor Westkorsika, Calvi, Balagne und ein wenig am Cap Corse“. „Die große Mehrheit dieser Operationen betrifft Strandungen, umgekippte oder in Seenot geratene Boote“, erklärte ein Sprecher der Seepräfektur gegenüber der Agentur AFP und berichtet von „mehreren Verletzten auf den Booten“. Angesichts des Zustands des Meeres und des Wetters konnten die Rettungsboote erst vor kurzem auslaufen. Rettungshubschrauber konnten wegen des starken Windes nicht fliegen. Die Wetterlage beginnt sich inzwischen etwas zu bessern, so dass viele Einsätze in den nächsten Stunden auf die Rettungskräfte zukommen. Das meldete die Seepräfektur am Donnerstag um 10.00 Uhr.
Une ligne d'#orages forts particulièrement organisée va aborder l'Ouest #Corse dans les minutes qui viennent. De violentes rafales de vent, un foudroiement intense, et une forte activité pluvieuse donnant lieu à des cumuls conséquents en peu de temps, sont attendus. pic.twitter.com/SR7mRqpjIU
Der französische Wetterdienst Météo-France hatte Korsika bis Donnerstagmorgen 11.00 Uhr auf die Warnstufe Orange gesetzt und vor „starken Gewittern an der Westküste mit sehr starken Windböen“ gewarnt. „Eine außergewöhnliche Böe von 224 km/h wurde an der Station Marignana (ca. 30 km von Sagone entfernt) an einem exponierten Teil der Westküste der Insel gemessen“, teilte Météo France um 8:30 Uhr auf seinem Twitter-Account mit. Die Warnung wurde nun aufgehoben.
Nachdem Frankreich schon in den letzten Tagen von heftigen Gewittern heimgesucht wurde, hat Meteo France erneut drei Departements auf die Warnstufe Orange gesetzt.
Nachdem heftige Gewitter über das Land gezogen waren, hob Meteo France die Warnstufe Orangen für viele Departements auf. Jetzt wurden allerdings mdie beiden Departements von Korsika auf die Warnstufe Orange für Gewitter gesetzt und in den Pyrénées-Atlantiques herrscht am Donnerstag, dem 18. August, weiterhin die Warnstufe Orange für Starkregen und Überschwemmung.
Die Unwetter werden am Donnerstag im Baskenland weiter andauern. Im Laufe des Tages wird es jedoch zu Wetterberuhigungen kommen. Laut Météo France „werden trotzdem weiterhin Schauer, die in 24 Stunden (zwischen Mittwochabend und Donnerstagabend) meist zwischen 70 und 100 Liter auf den m2 bringen“.
Auch auf dem Meer rund um Korsika werden heftige Gewitter mit starken Windböen erwartet. Die West- und Nordküste der Insel könnten besonders betroffen sein. „Korsika muss eine intensiven Gewitterepisode, begleitet von Hagel, intensivem Regen und heftigen Sturmböen, erwarten“, berichtete Meteo France. Am Donnerstagmorgen wurden bereits Windgeschwindigkeiten von mehr als 220 km/h gemeldet.
Une ligne d'#orages forts particulièrement organisée va aborder l'Ouest #Corse dans les minutes qui viennent. De violentes rafales de vent, un foudroiement intense, et une forte activité pluvieuse donnant lieu à des cumuls conséquents en peu de temps, sont attendus. pic.twitter.com/SR7mRqpjIU
#Corse Une rafale exceptionnelle 224 km/h vient d'être mesurée à la station de Marignana sur une partie exposée de la côte ouest, 131 km/h à Ajaccio ! La #Corse passe en #vigilanceOrange immédiatement ! Soyez prudents, également pour autres aléas liés aux #orages.
Gewitter über der Osthälfte Frankreichs Auch wenn sie weniger intensiv sein werden, werden den ganzen Nachmittag über Gewitter über der östlichen Hälfte des Landes erwartet, von Metz über Chalon-sur-Saône bis Gap im Süden. Im restlichen Frankreich ist der Himmel am Donnerstag bedeckt und regnerisch, auch in der Region Okzitanien.
Die lokalen Behörden auf Korsika haben strenge Einschränkungen für den Wasserverbrauch angekündigt und die Einwohner gewarnt, dass es „in 25 Tagen kein Wasser mehr geben wird, wenn der Verbrauch so weitergeht wie bisher“.
Die Flüsse sind auf Rinnsale geschrumpft, die Vegetation stirbt ab und im nördlichen Teil Korsikas sind Waldbrände ausgebrochen, was die lokalen Behörden von Haut-Corse dazu veranlasst hat, strenge neue Regeln einzuführen.
Wenn sich die Vorhersagen von Météo France bestätigen, wird die Region in den nächsten fünfzehn Tagen nur sehr wenig oder gar keinen Regen erleben.
Fast in ganz Frankreich gelten schon gewisse Wassereinschränkungen, aber die lokalen Behörden sind befugt, bei Bedarf darüber hinaus zusätzliche Beschränkungen zu verhängen.
„Ohne eine gemeinsame Anstrengung wird eine schwere Krise unvermeidlich sein“, warnte der Präfekt von Haute-Corse, François Ravier, am Dienstag, dem 2. August, in einer Twitter-Mitteilung.
„Wenn wir den Wasserverbrauch in diesem Tempo beibehalten, wird es angesichts der zu erwartenden Wetterentwicklung in 25 Tagen kein Wasser mehr geben!“
#Secheresse2022 ⚠️ @Prefet2B appelle à la mobilisation citoyenne de tous : Si nous continuons à ce rythme de consommation d’eau, compte tenu des évolutions météorologiques attendues, il n’y aura plus d’eau dans 25 jours ! Renforcement des contrôles ➡️ https://t.co/PBIa8rfb6Ppic.twitter.com/aGtW90kB0a
Aufgrund dieser Situation haben die lokalen Behörden die nördliche Hälfte Korsikas wegen der Dürre in „verstärkte Alarmbereitschaft“ versetzt.
Alle Verbraucher – unabhängig davon, ob sie Wasser aus dem Wasserhahn oder aus anderen Quellen (Quellwasser oder Regenwasser) verwenden – sind aufgerufen, ihren Verbrauch zu senken, indem sie sich an die nachstehenden Vorschriften halten:
Die Bewässerung von Gärten oder Sportplätzen ist nur noch alle 36 Stunden erlaubt – auch wenn Quellwasser oder Brunnenwasser verwendet wird.
Für Haushalte ist Folgendes ab sofort komplett verboten:
Waschen von Fahrzeugen außerhalb von professionellen Waschanlagen mit Wassersparern (außer bei professionellen Fahrzeugen, die sanitären oder technischen Anforderungen unterliegen)
Befüllen von privaten Swimmingpools für den Familiengebrauch nach dem Entleeren sowie zusätzliches Befüllen
Waschen von Booten (mit Ausnahme von Booten, die sanitären oder technischen Anforderungen unterliegen)
Bewässerung von Rasenflächen, öffentlichen und privaten Grünflächen und Freizeitgärten durch Besprengen
Waschen oder Bewässern von Terrassen und Privatwegen
Die folgenden Tätigkeiten sind zwischen 8 Uhr morgens und 20 Uhr abends verboten:
Bewässerung von Rasenflächen, öffentlichen und privaten Grünflächen und Erholungsgärten mit Tropfbewässerungssystemen
Bewässerung von Sportplätzen, Golfplätzen, Gärtnereien und öffentlichen Gärten
Das Waschen öffentlicher Straßen
Die öffentliche Bekanntmachung schloss mit der Aufforderung an die Bevölkerung, den derzeitigen Verbrauch sofort zu senken oder eine „schwere Krisensituation zu riskieren, die innerhalb von 25 Tagen eintreten wird“.
„Das Besondere an diesem Feuer ist, dass es für die Feuerwehr in einem schwierigen Gebiet völlig unzugänglich ist“, erklärt ein Sprecher der Feuerwehr. Häuser oder Wirtschaftsbetriebe seien derzeit nicht gefährdet.
Ein Feuer, das seit Montag bereits 450 Hektar Vegetation rund um die Gemeinde Santo-Pietro-di-Tenda in Nord-Korsika verbrannt hat, ohne jedoch Wohnhäuser zu bedrohen, gilt am Dienstagmorgen als „stabil“ aber mit bestehenden Glutnestern, wie ein Sprecher der Feuerwehr gegenüber der Agentur AFP sagte.
Dieses Feuer startete am Montagabend gegen 19.30 Uhr etwa 20 km von Saint-Florent entfernt, einem Dorf am Meer, das in der Sommersaison bei Touristen sehr beliebt ist.
„Man kann nicht sagen, dass das Feuer gelöscht ist, aber die Ränder sind deutlich rückläufig“, hatte Oberstleutnant Thierry Nutti, Bereitschaftsoffizier der Feuer- und Rettungsleitstelle des Departements (Codis), nach 56 Löschflügen der eingesetzten Hubschrauber, 60 Einsätzen von Löschflugzeugen vom Typ Pelican berichtet.
Nach einer „eher ruhigen“ Nacht mit sehr günstigen Wetterbedingungen, insbesondere Temperaturen, die auf 20-22 Grad Celsius sanken, und einer Luftfeuchtigkeit von über 50%, war das Feuer am Dienstagmorgen „stabil“, mit einigen Glutstellen, die weiterhin vom Dorf Santo-Pietro-di-Tenda aus sichtbar sind.
Ein Löschfahrzeug mit panzerähnlichem Raupenantrieb wird versuchen, „einen Zugang zu Land zu schaffen“, um so nah wie möglich an das Feuer heranzukommen.
Bereits am Samstag waren mehrere Waldgebiete im Norden Korsikas wegen akuter Brandgefahr gesperrt worden. Auch das betroffene Gebiet galt als gefährdet.
Etwa 50 Haiarten leben im Mittelmeer. Manchmal verirren sie sich sogar bis direkt an die Küsten, wie das Weibchen, das im April in Marseille gefilmt wurde. Die Angst vor Haien ist in der kollektiven Vorstellungswelt tief verwurzelt. Experten erklären jedoch, dass es dafür keinen Grund gibt.
Das letzte Exemplar, das im April 2019 in französischen Mittelmeergewässern gesichtet wurde, war ein weiblicher Blauhai. Sie war trächtig und hatte sich für einige Tage in den Hafen von L’Estaque in Marseille zurückgezogen.
Der Blauhai, auch Blaue-Haut-Hai genannt, wird regelmäßig im Mittelmeer – auch vor den Küsten Frankreichs – gesichtet. „Vor allem im Sommer gibt es Tausende von Blauhaien vor der Küste“, erklärt Nicolas Ziani, Meeresbiologe und Gründer der Groupe phocéen d’études des requins gegenüber France 3.
„Sie bleiben an der Oberfläche, weil sie sehr empfindlich auf die Wassertemperatur und die Sonne reagieren. Man sieht sie in den Häfen und Buchten. Sie kommen in die Küstengewässer, um nach Nahrung zu suchen oder zu gebären. Jeden Sommer sieht man einen von ihnen in einem Hafen. Der Blauhai ist ein Opportunist, er wird von essbarem Müll angezogen“.
Ungefährlich für den Menschen Der Blauhai ist für den Menschen ungefährlich. Das gilt für die meisten der 50 im Mittelmeer nachgewiesenen Arten, von denen die große Mehrheit ihren Lebensraum in der Tiefe nie verlässt. Einige Haie leben in einer Tiefe von bis zu 4.000 Metern.
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch jemals ein Exemplar von ihnen zu Gesicht bekommt, ist gering. Die anderen, an der Meeresoberfläche lebenden Haiarten, werden von Experten als harmlos eingestuft und bewegen sich in der Regel sehr weit von der Küste entfernt im offenen Meer.
Der einzige für den Menschen gefährliche Hai ist der Weiße Hai, und der ist so gut wie ausgestorben, nur in der Adria gibt es noch ein paar vereinzelte Exemplare. Im Jahr 2012 glaubte man, einen an der französischen Küste gesehen zu haben, aber es handelte sich um einen Mako-Hai und der ernährt sich nur von großen Fischen.
Der Mako gehört zur Familie des Weißen Hais. Ein Prachtexemplar wurde von dem Taucherbiologen und Unterwasserfotografen Anthony Leydet eingefangen, der den Schnappschuss, der in den Gewässern des Nationalparks Calanques in der Nähe von Marseille aufgenommen wurde, auf seinem Instagram-Account geteilt hat:
Die Haifischpopulation im Mittelmeer wird auf etwa 500 Tiere geschätzt. Unter ihnen gibt eine sehr große Vielfalt. Die meisten werden nicht größer als zwei Meter.
In der Tiefsee leben auch größere Exemplare wie der großäugige Fuchshai, der Hammerhai oder der Riesenhai, ein völlig harmloser, wenn auch beeindruckender Plankton fressender Riese mit einer Länge von 10 Metern.
Mako, Heringshai, Weißer Hai, Bullenhai, Grimmiger Hai, Blauhäutiger Hai, Hammerhai, Grauer Hai, Dornhai, Gemeiner Zentriner, Gemeiner Kummerhai, Gemeiner Engelhai – diese 12 Arten aus dem Mittelmeer stehen auf der weltweiten Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten, die von Experten der International Union for Conservation of Nature (IUCN) erstellt wurde.
Der Verein Longitude 181, der seit 2002 Sensibilisierungsmaßnahmen für die breite Öffentlichkeit durchführt, hat ein Poster mit den schützenswerten Arten des Mittelmeers veröffentlicht:
Laut IUCN sind die Populationen von Blauhai, Gewöhnlichem Hammerhai, Weißem Hai, Schwarzem Hai und Gewöhnlichem Kummerhai zwischen 2007 und 2016 stark zurückgegangen.
Dafür sind mehrere Faktoren verantwortlich, vor allem der Beifang in Netzen, Plastikmüll und die Schädigung ihres natürlichen Lebensraums durch den Menschen. Auch die langsame Fortpflanzung einiger Arten wirkt sich gegen sie aus. Weibchen des Weißen Hais erreichen ihre Geschlechtsreife erst mit 12 Jahren, sie bekommen nur wenige Junge und die Tragezeit dauert zwischen 7 Monaten und 2 Jahren.
„Der Klimawandel und seine Auswirkungen auf das marine Ökosystem führen ebenfalls zu Veränderungen der Umwelt, die die Art bedrohen, indem sie die Verteilung der Populationen sowie die ihrer Beutetiere beeinflussen“, mahnt der WWF, der sich weltweit für das Überleben der Haie einsetzt. Im Mittelmeer sind 16 von 32 Arten einem hohen Aussterberisiko ausgesetzt, also die Hälfte!
Ein schlechter Ruf Der Hai ist unbeliebt und es fällt schwer, Mitgefühl der breiten Öffentlichkeit für ihn zu wecken. Die Pappmaché-Kiefer des Film-Hais von Steven Spielberg haben Badegäste auf der ganzen Welt nachhaltig traumatisiert. Seit 1975 hält sich die Angst vor dem vermeintlichen Menschenfresser hartnäckig. Dabei sollen seit dem Mittelalter nicht mehr als 100 Angriffe auf Menschen im Mittelmeer gezählt worden sein. In Frankreich wurden in überhaupt nur fünf Angriffe gezählt. Der letzte Hai-Angriff fand 1989 in italienischen Gewässern bei einer Unterwasserjagd statt. Der Hai wurde durch die Nervosität und Verletzungen der Fische angelockt.
Ein Schüchterner Bursche Bei einer zufälligen Begegnung mit einem Menschen ist es meist der Hai, der von beiden am meisten Angst hat. Der Hai ist scheu. 2012 wurde ein 5-Meter-Hai gesehen, der um ein Boot herumschwamm, als man sich ihm näherte, floh er. Beim Anblick eines Menschen suchen die meisten Haie ihr Heil in der Flucht. „Er interessiert sich nicht für den Menschen, es sei denn, er wird mit blutenden Fischen im Wasser geködert“, betont der Biologe Nicolas Ziani gegenüber France 3.
Dennoch Tauchern und Schwimmern, die einem Hai begegnen, empfohlen, sich nicht zu nähern und nicht zu versuchen, den Hai zu berühren. Dies könnte ein Abwehrverhalten auslösen. Man weiß nie, wie ein Hai reagiert, wenn er gestresst oder verletzt ist.
Regulatoren für andere Arten Wer einen Hai in den Küstengewässern der französischen Mittelmeerregionen beobachtet, sollte die Behörden und Tierschutzorganisationen alarmieren, da Haie für die Erhaltung der marinen Ökosysteme unerlässlich sind.
„Sie sind endständige Raubtiere, sie fressen kranke und tote Tiere. Sie sind Schlüsselregulatoren für andere Arten“, sagt Nicolas Ziani, „man muss sie respektieren“.
Bei seiner Reise nach Korsika am Freitag, dem 22. Juli, sagte Innenminister Gérald Darmanin, er wolle das organisierte Verbrechen bekämpfen, um zu verhindern, „dass Korsika zur Drogendrehscheibe im Mittelmeerraum wird“.
Im Kampf gegen das organisierte Verbrechen kündigte Gérald Darmanin, der am Freitag, dem 22. Juli, nach Korsika reiste, eine Verstärkung der polizeilichen und gerichtlichen Mittel an. „Für den Beginn des neuen Schuljahres im September […] werden die Pläne zur Verstärkung vorliegen und wir werden viel mehr Ermittler und Kriminalpolizei, einsetzen können, um den Richtern bei den Ermittlungen auf der Insel Korsika und in Marseille zu helfen“, erklärte der Innenminister. Das erklärte Ziel der Regierung ist es, zu verhindern, dass die Insel zu einer Drehscheibe für Drogen im Mittelmeerraum wird.
Die Kontrollen in den Häfen von Nizza (Alpes-Maritimes) und Marseille (Bouches-du-Rhône) sollen ebenfalls verstärkt werden. Für Beobachter ist eine neue Art der Einflussnahme der M…
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Jean-Christophe Mocchi, Sohn des ehemaligen Bürgermeisters von Propriano, Emile Mocchi, wurde am Freitagabend erschossen, als er auf der Terrasse eines Restaurants saß.
Der Unternehmer wurde am Freitag, dem 24. Juni, in Propriano (Corse-du-Sud) erschossen, wie France Bleu RCFM berichtet. Jean-Christophe Mocchi wurde gegen 21.25 Uhr erschossen, als er sich auf der Terrasse eines Restaurants im Viertel Quatrina niederließ.
Auf den 56-jährigen Unternehmer, Sohn des ehemaligen Bürgermeisters von Propriano, Emile Mocchi, war bereits am 8. Oktober 2021 in Olmeto-plage ein Attentat verübt worden. Damals wurde er am Arm und am Bein von kugeln getroffen, als er mit seinem Motorrad unterwegs war, um nach Hause zu fahren.
Einige Monate zuvor, im Juni 2021, war seine Baustofffirma Ziel eines Brandanschlags geworden, der aber nur leichte Schäden verursachte.
Ein Besuch auf Korsika kann sich ohne Auto schnell als schwierig erweisen. Doch angesichts explodierender Preise bei den klassischen Autovermietern und eines begrenzten Fuhrparks entscheiden sich immer mehr Urlauber für die Anmietung von Fahrzeugen von Privatpersonen.
Die île de beauté (Insel der Schönheit) zieht jedes Jahr Millionen von Touristen an, die es kaum erwarten können, die berühmten Landschaften zu erkunden. Doch ohne eigenes Fahrzeug kann die Reise zu einer Tortur werden. Ein Problem sind die Preise der Autovermieter, die seit Covid-19 mächtig in die Höhe geschnellt sind. Laut dem Sender France 3 Corse wurde der Fahrzeugpark der klassischen Autovermieter um 30% reduziert.
Ein Umstand, der die Rechnung für Urlauber schnell drastisch in die Höhe treiben kann, weshalb inzwischen immer mehr von ihnen die Autovermietung zwischen Privatpersonen bevorzugen. „Wenn man ein Auto bei einem professionellen Anbieter mietet, liegt man bei über 1.000 Euro pro Woche. Hier liegt man bei 250 Euro“, erklärt ein Touristenpaar, das sich für das Fahrzeug eines Einheimischen entschieden hat, gegenüber France 3. Bei einem Unfall oder einer Panne springt die Versicherung des Vermieters ein, sodass für die Nutzer keine zusätzlichen Versicherungskosten anfallen. Diverse Plattformen, die Fahrzeuge von Privatpersonen anbieten, bieten gleichzeitig auch die notwendigen Zusatzversicherungen für Schäden an den gemieteten Fahrzeugen.
Die wirtschaftliche Attraktivität brachte eine steigende Begeisterung für diese Art der Autoanmietung. Die Zahl der spezialisierten Online-Plattformen explodiert (Ouicar, Zecar, Getaround, Roadstr…) und die Zahl der Privatvermieter wächst stetig. „Ich bin bis Mitte Juni ausgebucht, ich habe noch zwei Wochen im Juli frei und ich denke, dass ich im August ausgebucht sein werde“, freut sich Didier Thébaud, ein privater Vermieter. Die Gelegenheit für den 40-Jährigen, sein Auto aus der Garage zu holen und den Sommer über sein Taschengeld aufzubessern.
Emmanuel Macron bedauerte am Montag auf France Inter, dass sich Politiker bei einer Demonstration in Ajaccio auf Korsika zu Ehren von Yvan Colonna an der Spitze des Protestzuges gestellt hatten.
„Was ich an diesem Wochenende gesehen habe, ist inakzeptabel“, kommentierte Emmanuel Macron am Montag, den 4. April, auf France Inter, einen Tag nach der Gewalttätigkeiten während einer Demonstration in Ajaccio auf Korsika zu Ehren von Yvan Colonna. Es kam zu heftigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizeikräften.
Der scheidende Präsident bedauerte, dass sich Politiker an der Spitze des Demonstrationszuges positioniert hatten, und erklärte, dass es „keine Diskussion mit Leuten geben wird, die sich so verhalten“. Gilles Simeoni, der Präsident des Exekutivrats von Korsika, war bei der Demonstration am Sonntag in Ajaccio anwesend.
Emmanuel Macron, der für seine Wiederwahl kandidiert, versichert, dass er seine Linie in Bezug auf Korsika „nicht geändert“ habe. Er antwortete auf die Frage …
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Neue Proteste zum Gedenken an den vor zwei Wochen verstorbenen Yvan Colonna eskalierten und drohen die Aufnahme der angekündigten Gespräche mit der Regierung über eine mögliche Autonomie für die Insel zu verzögern.
In Korsika bleiben die Spannungen auch zwei Wochen nach dem Tod von Yvan Colonna hoch. Am Sonntag, 3. April, fand in Ajaccio (Südkorsika) eine Demonstration zu Ehren des Unabhängigkeitskämpfers Yvan Colonna statt, der nach einem Angriff durch einen Mitgefangenen Anfang März ins Koma gefallen war.
Die Proteste mündeten in gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Die Polizei berichtete am Montag von 15 Verletzten unter den Demonstranten, von denen acht ins Krankenhaus eingeliefert wurden, aber nicht in Lebensgefahr schweben. Bei den Auseinandersetzungen wurden auch 12 Sicherheitskräfte leicht verletzt.
Zur gleichen Zeit versammelten sich nach Angaben der Polizei etwa 60 Personen friedlich vor der CRS-Kaserne (Compagnies Républicaines de Sécurité) in Furiani bei Bastia. Mehr als 500 Personen hatten bereits eine Woche zuvor, am Sonntag, den 27. März, vor dieser Kaserne demonstriert.