Kategorie: Grand West

  • In 127 Gemeinden des Departements Seine-et-Marne wurde die Wassernutzung eingeschränkt

    In 127 Gemeinden des Departements Seine-et-Marne wurde die Wassernutzung eingeschränkt

    Der Präfekt des Departements erließ einen Erlass, in dem die Einwohner u. a. aufgefordert wurden, die Bewässerung der Gärten und die Reinigung der Autos einzuschränken. 127 Gemeinden im Departement Seine-et-Marne sind von Maßnahmen zur Überwachung der Wassernutzung betroffen, berichtet France Bleu Paris. Der Präfekt des Departements hat einen Erlass veröffentlicht, der für alle diese Gemeinden Einschränkungsmaßnahmen vorschreibt. Mangels Regen hat der Grundwasserspiegel in Champigny im Departement Seine-et-Marne die Warnschwelle unterschritten. „Seit November ist die Niederschlagsmenge im gesamten Departement Seine-et-Marne unter dem Durchschnitt. Die jüngsten Regenfälle werden nur zu einem vorübergehenden Anstieg der Wasserstände der Flüsse und des Grundwassers führen“, erklärte der Präfekt des Departements in einer Pressemitteilung. Seiner Meinung nach könnte sich die Situation noch verschlechtern, da alle Grundwasserspiegel und Flüsse des Departements „im Vergleich zu den Vorjahren …

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  • Dordogne: Wegen Dürre produzierten die Staudämme in 2022  38% weniger Strom

    Dordogne: Wegen Dürre produzierten die Staudämme in 2022 38% weniger Strom

    „An einem Flusslauf wie der Dordogne ist es das erste Mal, dass so niedrige Schwellenwerte erreicht werden“, erklärt ein EDF-Staudammverantwortlicher gegenüber dem Sender France Bleu Périgord.

    Aufgrund der sehr starken Trockenheit im Jahr 2022 produzierten die 28 Staudämme im Tal der Dordogne 38% weniger Strom als üblich, berichtet der Sender France Bleu Périgord. Normalerweise produzieren diese Wasserkraftwerke, die von dem Stromversorger EDF betrieben werden, 2,6 Terawattstunden Energie, diese Zahl sank 2022 auf 1,6 TWh.

    Dieses niedrige Produktionsniveau muss als historisch bezeichnet werden. „An einem Wasserlauf wie der Dordogne ist es das erste Mal, dass wir so niedrige Wasserstände registrieren“, erklärte Gérard Garigues, der Verantwortliche für den EDF-Damm Tuilières in Saint-Capraise-de-Lalinde an der Dordogne, gegenüber dem Sender France Bleu.

    Das lässt ein kompliziertes Jahr 2023 befürchten, aber die EDF gibt sich beruhigend und spricht von einem „vorsichtigen Management“, um die Dämme wieder zu füllen. „Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass wir es nicht schaffen werden, die Staudämme bis zum 1. Juli 2023 wieder zu füllen“, versichert der Direktor von EDF Hydro Dordogne, Vincent Marmonier.

  • Vermisstes Paar Leslie und Kevin: Zwei Leichen in der Charente-Maritime gefunden

    Vermisstes Paar Leslie und Kevin: Zwei Leichen in der Charente-Maritime gefunden

    Zwei Leichen wurden im Departement Charente-Maritime entdeckt, wie FranceInfo am Samstag, dem 4. März, berichtete. Die beiden Leichen wurden bei Suchaktionen entdeckt, die in der Gegend organisiert wurden, um das seit November letzten Jahres im Departement Deux-Sèvres vermisste Paar zu finden. Drei Verdächtige wurden im Laufe der Woche festgenommen. Gegen einen von ihnen inzwischen wurde Anklage wegen Mordes erhoben.

    Zwei Leichen wurden von der Gendarmerie in der Charente-Maritime gefunden, wie FranceInfo am frühen Nachmittag des 4. März aus einer mit den Ermittlungen vertrauten Quelle erfuhr.

    Eine erste Leiche, ein Mann, wurde am Freitagnachmittag in Puyravault entdeckt, die zweite, eine Frau, am Samstag, sieben Kilometer weiter in einem Weiler namens Les Haies, der zur Gemeinde Virson gehört. Sie sollen zur Begutachtung an das Institut de recherche criminelle de la Gendarmerie nationale in Pontoise (Île-de-France) überführt werden.

    Seit Freitag, dem 3. März, suchte die Gendarmerie gezielt nach den Leichen von Leslie und Kévin, einem Paar, das seit der Nacht vom 25. auf den 26. November in Deux-Sèvres vermisst wurde. Ein enger Suchradius konnte dank der Erkenntnisse aus den Vernehmungen der drei Verdächtigen, die sich seit Dienstag, dem 28. Februar, in Polizeigewahrsam befinden, abgesteckt werden.

    Ein Verdächtiger, Nathan B. aus Puyravault, wurde am Freitagabend von der Staatsanwaltschaft Poitiers in Untersuchungshaft genommen. Der 22-jährige Mann war am Mittwoch festgenommen und wegen „Mordes“, „Entführung und Freiheitsberaubung“ sowie „Veränderung des Tatorts“ angeklagt worden.

    Ein erster Mann, Tom B., ein Freund des vermissten Paares, wurde am Donnerstag angeklagt und ebenfalls in Untersuchungshaft genommen. Am Samstag sollte ein dritter Verdächtiger nach seiner Verhaftung durch die Gendarmerie von Niort (Deux-Sèvres) einem Untersuchungsrichter vorgeführt werden.

  • Umwelt: Eine Fabrik recycelt gebrauchte Textilien

    Umwelt: Eine Fabrik recycelt gebrauchte Textilien

    Die Textilindustrie ist für 4 % aller Treibhausgasemissionen verantwortlich. Daher recycelt das Unternehmen Renaissance Textile gebrauchte Stoffe und bringt sie wieder in den Umlauf.

    Frisch gewaschene und gebügelte Krankenschwestern- und Arztkittel. Jedes Jahr durchlaufen 3.700 Tonnen Wäsche die Wäscherei des Krankenhauses in Nantes (Loire-Atlantique). Doch seit September 2022 werden selbst beschädigte Kleidungsstücke nicht mehr weggeworfen. Die Kleidung wird nun sortiert, um sie zu recyceln. Dank dieser Aktion hat das Krankenhaus bereits 15 Tonnen Stoff recycelt und seinen CO2-Fußabdruck um ein Zehntel reduziert.

    Kleidung wird zu Fasern verarbeitet
    150 km entfernt hat das Unternehmen Renaissance Textile eine Lösung gefunden, um der Arbeitskleidung ein zweites Leben zu geben. Die Kleidung wird zunächst zerschnitten und dann zu Fasern verarbeitet. 85 % des Materials werden auf diese Weise zurückgewonnen und wiederverwertet. Mit 4.000 Tonnen recycelter Kleidung pro Jahr können 12.000 Tonnen Kleidung hergestellt werden. Dabei handelt es sich sowohl um eine wirtschaftliche als auch um eine ökologische Herausforderung. Durch das Recycling in Frankreich kann die Textilbranche, die heute zu 80 % in Asien fertigen lässt, wieder nach Frankreich geholt werden. Innerhalb von drei Jahren sollen drei weitere Produktionslinien entstehen und 110 Arbeitsplätze geschaffen werden.

  • Mayenne: Rentnerehepaar ruft 6 Tage lang vergeblich den Notarzt – die Frau stirbt

    Mayenne: Rentnerehepaar ruft 6 Tage lang vergeblich den Notarzt – die Frau stirbt

    Ein 77-jähriger Mann erstattet in Château-Gontier-sur-Mayenne (Mayenne) Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung, nachdem seine 80-jährige Frau gestorben ist. Der Mann behauptet, dass trotz wiederholter Anrufe bei der Notfallnummer niemand gekommen sei, um seiner Frau zu helfen. Die Gendarmerie von Château-Gontier-sur-Mayenne (Mayenne) hat eine Untersuchung wegen unterlassener Hilfeleistung eingeleitet, wie der Sender France Bleu Mayenne am Mittwoch, dem 01. März, berichtete. Bereits am 2. Januar starb eine 80-jährige Frau im Krankenhaus von Laval aufgrund einer Infektion ihres Herzschrittmachers. Ihr 77-jähriger Ehemann klagt nun an, dass sich die Rettungskräfte zu spät um sie gekümmert hätten. Er erstattete Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung für eine Person in Gefahr. Der Vorfall wurde dem Sender France Bleu Mayenne von der Staatsanwaltschaft in Laval bestätigt. Am Morgen des 14. Dezember 2022 wachte Alice Goulet mit Fieber auf und war sehr schwach, wie der Sender berichtet. …

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  • Delfinsterben: An französischen Stränden könnten 2023 möglicherweise Tausende von Tieren stranden

    Delfinsterben: An französischen Stränden könnten 2023 möglicherweise Tausende von Tieren stranden

    Laut dem Umweltverband Liga für Vogelschutz (LPO) wurden seit Beginn des Winters bereits fast 400 Delfine an der französischen Küste tot aufgefunden. Die Organisation kritisiert die Untätigkeit der Regierung angesichts eines Problems an, das die Art bedrohen könnte.

    Seit Beginn des Jahres 2023 schockieren Bilder von toten Delfinen an französischen Stränden. „Für den Winter 2022-2023 zeigt die Verfolgung der Meldungen von Kleinwalstrandungen im Atlantik einen beispiellosen Anstieg der Sterblichkeit“, wobei in dieser Wintersaison bereits 377 Strandungen gezählt wurden, so die Liga für Vogelschutz (LPO), die ein Ende der Fischerei im Golf von Biskaya fordert.

    „Nachdem wir an alle Türen geklopft haben, stellen wir fest, dass Frankreich bei kleinen Maßnahmen bleibt, die es nicht ermöglichen, diese erschreckende Sterblichkeit zu beenden“, sagt der Präsident der LPO Allain Bougrain-Dubourg gegenüber der Zeitung La Dépêche du Midi. „Die Zahl könnte am Ende der Saison auf über 10.000 tote Delfine ansteigen“, erklärt er.

    Nur 20 % der toten Tiere werden an Stränden angespült und die meisten Kadaver weisen Spuren von Fischereigeräten auf, so die Beobachtungsstelle Pelagis des CNRS, die schätzt, dass sich jährlich zwischen 5.000 und 10.000 Kleinwale in französischen Gewässern in den Netzen von Fischerbooten verfangen, wo sie jämmerlich ersticken.

    Die Maßnahmen, die zur Eindämmung dieses Delphin-Massensterbens angewandt werden, wie etwa akustische Signale – die an den Netzen befestigt werden, um Delfine von den Fischerbooten fernzuhalten – oder Kameras an Bord reichen nach Ansicht der LPO nicht aus.

    Im Golf von Biskaya sind laut dem französischen TV-Sender TF1 Info bereits 100 der 500 Boote, die dort täglich auf Fischfang sind, mit Kameras oder akustischen signalsystemen ausgestattet. Aber: Das Problem ist, dass es bisher nicht wissenschaftlich und statistisch nachgewiesen werden konnte, ob solche Geräte tatsächlich wirksam sind.

    Zusammen mit 25 anderen Umweltverbänden hatte die LPO bereits 2019 auf europäischer Ebene Klage gegen Frankreich eingereicht. Nun hat sie an den EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevicius geschrieben und ihn aufgefordert, den Gerichtshof der Europäischen Union in dieser Sache anzurufen.

    Die Tierschutzorganisation LPO stützt sich auf eine am 9. Februar veröffentlichte Stellungnahme des Internationalen Rates für Meeresforschung (Ciem), in der dieser seine Empfehlung bekräftigt, die Fischerei im Golf von Biskaya für einige Wochen zu unterbrechen. Eine solche Maßnahme wird von den industriellen Fischern entschieden abglehnt.

    Nach Meinung des LPO-Präsidenten Allain Bougrain-Dubourg muss die Einstellung der Fangzeiten mit Entschädigungen für die Fischer einhergehen. „Aber Emmanuel Macron stellt sich gegenüber der Wissenschaft, dem Recht, der Vernunft und der öffentlichen Meinung taub“.

  • Lebenswerteste Städte und Dörfer in Frankreich im Jahr 2023

    Lebenswerteste Städte und Dörfer in Frankreich im Jahr 2023

    Das Journal du Dimanche veröffentlicht die Top 500 der Städte und Dörfer, in denen es sich in Frankreich am besten leben lässt. Für die Erstellung dieser Rangliste wurden fast 200 Kriterien zu Grunde gelegt.

    Wo lässt es sich in Frankreich gut leben? Es ist schwierig, objektiv zu bleiben und eine zuverlässige Antwort zu geben. Jeder hat zwangsläufig eine persönliche Antwort: Zum Beispiel das Dorf oder das Viertel, in dem man sein Berufs- oder Privatleben aufgebaut hat, oder der ideale Ort für den Urlaub.

    Die Vereinigung „Villes et villages où il fait bon vivre“ (Städte und Dörfer, in denen es sich gut leben lässt) hat 198 Kriterien in zehn Kategorien aufgestellt, um die 34.820 Gemeinden Frankreichs zu klassifizieren, jetzt schon zum vierten Mal. Das Journal du Dimanche veröffentlicht die Top 500 der Städte und die Top 500 der Dörfer, die in ihrer jeweiligen Rangliste an der Spitze stehen.

    Laut der Rangliste ist Angers die Stadt, in der man in Frankreich am besten lebt. Sie liegt vor den drei baskischen Städten Bayonne, Biarritz und Anglet sowie La Rochelle. Unter den Top 10 befinden sich Lorient, Annecy, Rennes, Brest und Le Mans. Paris belegt nur Platz 91.

    Bei den Top-500 der Dörfer hat das Baskenland mit dem ersten Platz von Guéthary die Nase vorn. Die weiteren Top 5 sind Epron (Calvados), Martinvast (Manche), Peltre (Moselle) und Authie (Calvados). Die Top 10 werden durch Saint-Quay-Perros (Côtes d’Armor), Mazères-Lezons und Buros (Pyrénées-Atlantiques), Cambes-en-Plaine (Calvados) und Marcellaz-Albanais (Haute-Savoie) vervollständigt.

    Wie werden die Ranglisten erstellt?
    Die Vereinigung „Städte und Dörfer, in denen es sich gut leben lässt“ hat 198 Kriterien ausgewählt: 167 stammen vom französischen Statistikamt Insee und 31 von verschiedenen offiziellen Stellen (Innenministerium, Arcep, Copernicus usw.). Die Kriterien sind in zehn Kategorien unterteilt: Lebensqualität, Sicherheit, Gesundheit, Verkehr, Einkaufsmöglichkeiten, Umweltschutz, Bildung, Solidarität, Sport und Freizeit und Attraktivität der Immobilien.

  • Paar wird Opfer von „Hausbesetzern“ und will nun Frankreich verlassen

    Paar wird Opfer von „Hausbesetzern“ und will nun Frankreich verlassen

    Monatelang lieferte sich ein Ehepaar in den Vierzigern einen Rechtsstreit mit den Mietern seines Hauses, die nicht ausziehen wollten. Das Gericht hat ihnen zwar Recht gegeben, doch die Besitzer sind entmutigt: unbezahlte Mieten, Schäden, die repariert werden müssen, körperliche Auseinandersetzungen… 

    „Mein Mann und ich überlegen, ob wir unseren gesamten Besitz verkaufen und in ein anderes Land ziehen sollen“, sagte Audrey Oberweis der Zeitung Le Figaro.

    Um die Erschöpfung der 40-Jährigen aus der Vendée zu verstehen, muss man ins Jahr 2019 zurückgehen. Damals kaufte das Paar ein Restaurant. Um den Kredit zurückzuzahlen und ein festes Einkommen zu generieren, vermieteten sie ihr Haus und bauten eine Wohnung über dem Restaurant aus. Das Paar fand auch bald Mieter; „Leute, die uns empfohlen wurden“. Zunächst läuft alles gut, doch 2021 eskaliert die Situation, als die Eigentümer beschließen, die Immobilie zum Verkauf anzubieten.

    Die Mieter werden durch einen persönliche übergebenen Brief informiert. Die Familie, die in den Räumlichkeiten lebt, ist jedoch ganz anderer Meinung und beginnt im wahrsten Sinne des Wortes ein Armdrücken. „Der Mann wurde wütend, begann uns zu beschimpfen und schlug mich dann mit der Faust“, beschreibt Audrey die Situation.

    Ein Rechtsstreit folgte dem anderen, aber für den Geschmack der Eigentümer viel zu langsam. Erst im Oktober 2022 wird eine Entscheidung getroffen. Aber es hilft nichts: Die Mieter, die Audrey als „professionelle Hausbesetzer“ bezeichnet, sind immer noch nicht bereit, auszuziehen. Das finanziell erschöpfte Gastronomenpaar ist sogar gezwungen, eine Mitarbeiterin zu entlassen.

    Mehr als 15.000 € für Renovierungsarbeiten
    Die Situation verbessert sich erst am 17. Oktober 2022. Das Ehepaar organisiert eine Demonstration vor der Präfektur der Vendée. Acht Tage später sind die Mieter draußen. Aber das Gesetz verlangt: Eigentümer dürfen erst zwei Monate später, in diesem Fall also am 28. Dezember 2022, wieder in das Haus.

    Dann findet das Ehepaar sein Haus in einem erbärmlichen Zustand vor: Nagetiere, Katzenurin und -kot, beschädigte Wände… Das Ehepaar ist deprimiert angesichts des Ausmaßes der Reparaturarbeiten, die durchgeführt werden müssen. Der Schaden wird auf 15.000 € geschätzt. Hinzu kommen 3.000 € für die Reinigung durch eine Firma und 7.000 € für Möbel, die auf dem Wertstoffhof entsorgt werden mussten.

    Das Paar hofft, sein Haus im März verkaufen zu können, ist jedoch von der Langsamkeit der französischen Justiz „angewidert“. Das geht so weit, dass sie Frankreich verlassen und sich in einem anderen Land niederlassen wollen.

  • Gironde: „Le Signal“ in Soulac-sur-Mer – Symbol für die Erosion der französischen Atlantikküste

    Gironde: „Le Signal“ in Soulac-sur-Mer – Symbol für die Erosion der französischen Atlantikküste

    Am Freitag, dem 3. Februar, wurde mit dem Abriss von „Le Signal“ begonnen, einem von der Erosion der Küste bedrohten Gebäude in Soulac-sur-Mer im Departement Gironde. Es wird zu einem Symbol für die Auswirkungen des Klimawandels.

    In Soulac-sur-Mer (Gironde) begann am Freitag, dem 3. Februar, der Abriss des Hochhauses „Le Signal“, ein Zeichen für die an Frankreichs Küsten eintretende Erosion. Die Küstenlinie hat sich im Laufe der letzten Jahre immer mehr zurückgezogen. Die Anwohner mussten mit ansehen, wie sich die Landschaft veränderte. In den 1960er Jahren war „Le Signal“ noch 200 Meter von der Küste entfernt. Im Jahr 2014 versetzten ihm die Stürme den Todesstoß. Die 75 enteigneten Familien mussten fünf Jahre auf eine Entschädigung warten. In der Gegend bricht die Erosion alle Rekorde. Bäume stürzen auf den Strand. Die Küste ist nicht mehr geradlinig.

    Anwohner in der Warteschleife
    „Wir sehen jedes Jahr einen Rückgang von 6-8 Metern, es geht also wirklich sehr schnell“, beschreibt der Ozeanograf Vincent Mazeiraud die Situation auf France Télévisions. Der Klimawandel verstärkt das Phänomen der Erosion. Mindestens 20 % der französischen Küste sind betroffen, darunter die Atlantikküste, das Mittelmeer und die Normandie, wo die Klippen an vorderster Front stehen. Die Anwohner wissen, dass ihr bisheriges Leben auf der Kippe steht. So muss zum Beispiel ein Campingplatz am Meer verlegt werden…

  • Bürgermeister: Küstengemeinden dürfen nicht allein für die Folgen des Klimawandels zahlen müssen

    Bürgermeister: Küstengemeinden dürfen nicht allein für die Folgen des Klimawandels zahlen müssen

    Für Yannick Moreau, Präsident des nationalen Verbands der Küstenbürgermeister, wirft die Zerstörung eines Gebäudes am Strand in der Gironde, das ein Symbol für die Bedrohung der Bebauung an den Küsten Frankreichs ist, die Frage nach öffentlichen Investitionen angesichts der Folgen des Klimawandels auf. Die Küstengemeinden, dürfen nicht „allein für die Folgen des Klimawandels zahlen müssen“, sagte Yannick Moreau, Präsident des nationalen Verbands der Küstenbürgermeister, am Freitag, dem 3. Februar, auf Franceinfo. An diesem Freitag soll „Le Signal“, ein Gebäude am Strand von Soulac-sur-Mer (Gironde), das von der Küstenerosion bedroht ist, abgerissen werden. Das Gebäude ist ursprünglich 200 Meter vom Ufer entfernt gebaut worden, 56 Jahre später ist es nur noch rund 20 Meter vom Meer entfernt. „Die Düne ist allein durch den Sturm Xynthia im Jahr 2010 um 30 Meter zurückgewichen“, erklärt Yannick Moreau. Laut dem Bürgermeister von Les Sables-d’Olonne (Vendée) ist das Gebäude in der Gironde …

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