Kategorie: Grand Est

  • Emmanuel Macron besucht überraschend die Gemeinde Augy im Département Yonne

    Emmanuel Macron besucht überraschend die Gemeinde Augy im Département Yonne

    Der französische Präsident Emmanuel Macron hat am Dienstag, den 4. März, eine unangekündigte Stippvisite in Augy, einer kleinen Gemeinde nahe Auxerre im Département Yonne, unternommen. Die Reise war nicht offiziell angekündigt, und selbst der Bürgermeister von Augy, Nicolas Briolland (DVG), zeigte sich überrascht. „Ich hatte nicht erwartet, ihn hier zu sehen. Man hatte uns gebeten, einige Leute für ein Gespräch mit seinem ‚Territorien-Berater‘ zusammenzubringen – und dann war es schließlich er selbst, der kam“, erklärte Briolland gegenüber Ici Auxerre (ehemals France Bleu). Ein kurzer, aber symbolträchtiger Besuch Während seines kurzen Aufenthalts schlenderte Macron durch die Straßen des Dorfes, sprach mit Geschäftsleuten und Bewohnern und besuchte die örtliche Maison France Services, ein staatlich gefördertes Zentrum zur Erleichterung administrativer Angelegenheiten für Bürger. Der gesamte Besuch dauerte nur wenige Stunden, doch für die Anwesenden war er ein wichtiges Signal. Der Bürg…

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  • Dijon: Zweiter Brand in Bibliothek – Polizei verstärkt Präsenz im Viertel Grésilles

    Dijon: Zweiter Brand in Bibliothek – Polizei verstärkt Präsenz im Viertel Grésilles

    Ein Gebäude geht in Flammen auf – und das schon zum zweiten Mal in nur 15 Tagen. Die Mediathek Champollion in Dijon ist erneut Ziel eines Brandanschlags geworden. Die Behörden vermuten einen kriminellen Hintergrund, möglicherweise im Zusammenhang mit Drogenhandel. Die Reaktion? Verstärkte Polizeipräsenz und ein klares Signal des Staates: Das darf nicht so weitergehen.

    Ein Viertel im Ausnahmezustand

    Die Nacht von Samstag auf Sonntag brachte erneut Schrecken über das Viertel Grésilles. Der Brand in der Mediathek zerstörte 200 Quadratmeter des ersten Stockwerks – ein schwerer Schlag für die lokale Gemeinschaft. Bereits Mitte Februar hatte ein Feuer denselben Ort heimgesucht. Nun laufen die Ermittlungen wegen vorsätzlicher Brandstiftung.

    Der regionale Präfekt Paul Mourier besuchte am Sonntagabend gemeinsam mit Dijons Bürgermeisterin Nathalie Koenders den Tatort. Seine Botschaft war eindeutig: „Was hier passiert, ist ernst.“ Die Polizei geht davon aus, dass die Brände mit dem Drogenhandel in Verbindung stehen – ein gefährliches Spiel mit Feuer, im wahrsten Sinne des Wortes.

    Doch warum gerade die Mediathek? Laut Mourier sind solche Angriffe oft eine direkte Reaktion auf verstärkte Polizeieinsätze. „Wenn die Polizei Druck macht, kommt es zu Gegenreaktionen. Doch das zeigt nur, dass unsere Maßnahmen wirken – und wir werden nicht nachlassen.“

    CRS-Einheiten im Einsatz – der Staat setzt ein Zeichen

    Die Antwort der Behörden kam prompt. Eine Einheit der Bereitschaftspolizei CRS 83 wurde in Grésilles stationiert. 30 Beamte werden die kommenden Tage im Viertel verstärkt patrouillieren – vor allem nachts. Sie sollen Autos und Passanten kontrollieren, Drogengeschäfte unterbinden und die kriminellen Netzwerke stören.

    Präfekt Mourier betonte die Entschlossenheit des Staates: „Die Menschen hier leiden unter den Machenschaften der Dealer. Sie haben Angst, sie fühlen sich unsicher. Doch das ist unser Land, unsere Stadt – und wir werden nicht zulassen, dass Kriminelle sie beherrschen.“

    Auch Bürgermeisterin Koenders verschärft die Sicherheitsmaßnahmen. Neben der städtischen Polizei, die bereits jeden Abend im Einsatz ist, wurden private Sicherheitskräfte engagiert, um öffentliche Gebäude – darunter die Mediathek – zu schützen. Eine klare Botschaft: Die Stadt wird nicht tatenlos zusehen.

    Ein Stadtviertel zeigt Solidarität

    Die wiederholten Angriffe auf die Mediathek haben die Bevölkerung erschüttert. Die Menschen in Grésilles sind wütend, besorgt – aber auch entschlossen, sich nicht einschüchtern zu lassen. Deshalb organisiert die Stadtverwaltung am Montag um 17:30 Uhr eine Solidaritätskundgebung vor der Mediathek. „Wir wollen ein Zeichen setzen – für unsere Stadt, für unsere Gemeinschaft, gegen diese sinnlose Gewalt“, heißt es aus dem Rathaus.

    Bürgermeisterin Koenders wird anwesend sein, ebenso wie zahlreiche Mitarbeitende des öffentlichen Dienstes, die sich für das kulturelle Leben der Stadt einsetzen. Sie alle verbindet die gleiche Frage: Wie konnte es soweit kommen?

    Ein Viertel zwischen Hoffnung und Angst

    Grésilles ist kein einfacher Stadtteil. Wie viele Viertel in französischen Großstädten kämpft es mit sozialen Herausforderungen – und dem Einfluss von Drogenbanden. Doch es ist auch ein Viertel voller Leben, voller Menschen, die sich für eine bessere Zukunft engagieren. Die Mediathek Champollion steht symbolisch für diesen Kampf. Sie ist nicht nur ein Gebäude, sondern ein Ort des Wissens, der Begegnung, der Hoffnung.

    Zwei Brände in zwei Wochen – das ist eine Attacke auf die gesamte Gemeinschaft. Doch die Reaktion ist eindeutig: Der Staat, die Stadt und die Bürger von Dijon werden sich nicht beugen. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die verstärkten Sicherheitsmaßnahmen Wirkung zeigen. Eines steht jedoch fest: Die Menschen in Grésilles werden nicht schweigen – sie stehen auf für ihr Viertel.

    Autor: C. Hatty

  • Mulhouse: Mann nach Morddrohungen auf Markt festgenommen

    Mulhouse: Mann nach Morddrohungen auf Markt festgenommen

    Ein 35-jähriger Mann wurde am Donnerstagnachmittag auf einem Markt in Mulhouse (Haut-Rhin) festgenommen, nachdem er Passanten mit dem Tod bedroht hatte. Der Vorfall ereignete sich an einem Ort, an dem nur wenige Tage zuvor – am 22. Februar – ein tödlicher Anschlag verübt wurde.

    Drohungen auf dem Markt

    Laut Ermittlungsquellen soll der Mann lautstark angekündigt haben, Menschen zu töten, indem er ihnen die Kehle durchschneidet. Er schrie zudem, dass er seine Medikamente nicht genommen habe und sich in einer psychischen Ausnahmesituation befinde. Die städtische Polizei griff schnell ein und nahm ihn in Gewahrsam.

    Keine Waffen gefunden

    Bei der Durchsuchung des Mannes fanden die Beamten keinerlei gefährliche Gegenstände. Dennoch löste sein Verhalten bei den Marktbesuchern erhebliche Beunruhigung aus. Angesichts der jüngsten Ereignisse in Mulhouse, insbesondere des tödlichen Angriffs vom 22. Februar, waren die Anwesenden besonders sensibilisiert.

    Wer ist der Festgenommene?

    Der Mann ist bosnischer Staatsbürger und befindet sich legal in Frankreich. Er ist der Justiz bereits bekannt – Einzelheiten zu seinen vorherigen Delikten wurden jedoch nicht öffentlich gemacht. Nach seiner Festnahme wurde eine psychiatrische Untersuchung angeordnet, um seinen Geisteszustand zu beurteilen.

    Hintergrund: Ein angespannte Lage in Mulhouse

    Die Ereignisse in Mulhouse stehen in einem beunruhigenden Kontext: Erst vor wenigen Tagen ereignete sich dort ein Anschlag, bei dem eine Person ums Leben kam. Auch wenn es aktuell keine Hinweise auf eine direkte Verbindung zwischen den beiden Vorfällen gibt, sorgt dies für eine angespannte Atmosphäre in der Stadt.

    Welche weiteren Maßnahmen gegen den 35-Jährigen ergriffen werden, hängt nun von den Ergebnissen der psychiatrischen Untersuchung ab.

    Von C. Hatty

  • Tim und Struppi auf Rädern – Eine Reise durch die Automobilwelt von Hergé

    Tim und Struppi auf Rädern – Eine Reise durch die Automobilwelt von Hergé

    Ein Besuch im Musée National de l’Automobile MNA in Mülhausen ist für Autofans ohnehin ein Muss. Doch 2025 gibt es einen besonderen Grund, sich auf den Weg nach Frankreich zu machen: Vom 5. April bis 11. November findet dort eine einzigartige Ausstellung statt, die sich den legendären Fahrzeugen aus den Abenteuern von Tim und Struppi […]

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  • Sciences Po Strasbourg: Studenten blockieren Gebäude aus Protest gegen Partnerschaft mit israelischer Universität

    Sciences Po Strasbourg: Studenten blockieren Gebäude aus Protest gegen Partnerschaft mit israelischer Universität

    Seit dem 24. Februar ist das Gebäude des Cardo, Sitz von Sciences Po Strasbourg, blockiert. Der Grund: Studierende protestieren gegen die Partnerschaft des Instituts mit der privaten Reichman-Universität nahe Tel Aviv. Damit wollen sie auf eine mutmaßliche Verbindung der Hochschule zur israelischen Politik in Gaza aufmerksam machen.

    Die Blockade ist kein spontaner Akt – sie ist das Resultat monatelanger Bemühungen, die laut den Protestierenden bislang auf taube Ohren gestoßen sind.

    „Wir haben alles versucht“

    „Die meisten hier verstehen das und unterstützen uns“, erklärt eine beteiligte Studentin. Sie betont, dass viele zwar grundsätzlich gegen eine Blockade seien, aber nach einer Erklärung oft einsehen, warum es dazu gekommen ist. „Wir haben E-Mails geschrieben, Petitionen gesammelt, versucht, mit der Universitätsleitung zu sprechen – nichts hat geholfen. Das hier war der letzte Ausweg.“

    Seit Wochen gibt es an der Universität Diskussionen über die Partnerschaft mit der Reichman-Universität, die von Kritikern als problematisch angesehen wird. Doch vonseiten der Hochschulleitung gab es bislang keine Reaktion, die die Studierenden zufriedenstellt.

    Kritik an der Universitätsleitung

    Nicht nur Studierende, sondern auch einige Dozenten zeigen Verständnis für den Protest. Vincent Dubois, einer der unterstützenden Lehrenden, sieht die Verantwortung klar bei der Universitätsleitung. „Sie hat sich der Debatte verweigert und sogar eine Versammlung von Forschenden und Verwaltungspersonal verhindert. Das hat den Rückhalt für die Bewegung eher gestärkt als geschwächt.“

    Die Hochschulleitung hält dagegen. Michel Deneken, Präsident der Universität, verteidigt die Partnerschaft und kritisiert die Proteste scharf. „Das ist ein komplett ideologisierter, instrumentalisierter Protest. Warum blockiert man nicht für die Rechte der Uiguren oder afghanischer Frauen?“, fragt er rhetorisch. Eine Auflösung der Blockade will er „in guter Abstimmung mit den Behörden“ erreichen.

    Ein wiederkehrender Konflikt

    Der Protest gegen die Kooperation mit der israelischen Universität schwelt bereits seit Juni letzten Jahres. Anfang Februar war der Cardo bereits blockiert, doch nach einer schrittweisen Öffnung blieben die Lehrveranstaltungen dennoch im Online-Format.

    Auch im Januar gab es eine Blockade, damals verbunden mit dem Rücktritt von fünf Lehrenden aus dem Hochschulrat. Die derzeitige Aktion zeigt, dass der Konflikt noch lange nicht beigelegt ist. Die große Frage bleibt: Wird die Universitätsleitung auf die Forderungen eingehen oder wird die Situation weiter eskalieren?

    Von C. Hatty

  • Burgund modern interpretiert: Burgundische Wein-Sabayon mit schwarzer Johannisbeere

    Burgund modern interpretiert: Burgundische Wein-Sabayon mit schwarzer Johannisbeere

    Die französische Region Burgund steht für Tradition, Eleganz und herausragende Weine. Von den berühmten Pinot-Noir- und Chardonnay-Weinen über den unvergleichlichen Dijon-Senf bis hin zu Cassis, der schwarzen Johannisbeere – Burgund ist eine Region voller kulinarischer Schätze. Während Klassiker wie…

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  • Burgund modern interpretiert: Vegetarischer Coq au Vin mit Portobello-Pilzen

    Burgund modern interpretiert: Vegetarischer Coq au Vin mit Portobello-Pilzen

    Burgund ist eine der berühmtesten kulinarischen Regionen Frankreichs, bekannt für ihre rustikale und tief aromatische Küche. Eines der ikonischsten Gerichte ist Coq au Vin, ein Huhn, das stundenlang in einer reichhaltigen Rotweinsauce mit Speck, Pilzen und Zwiebeln geschmort wird. Doch was, wenn wir…

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  • Burgund modern interpretiert: Jakobsmuscheln à la Bourguignonne

    Burgund modern interpretiert: Jakobsmuscheln à la Bourguignonne

    Die französische Region Burgund ist weltbekannt für ihre kulinarischen Schätze – von edlen Weinen bis hin zu traditionellen Gerichten wie Boeuf Bourguignon, Coq au Vin und Escargots à la Bourguignonne. Letztere, die berühmten Weinbergschnecken in Knoblauch-Kräuter-Butter, sind eine wahre Delikatesse…

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  • Burgund modern interpretiert: Burgunder-Schnecken-Ravioli mit Trüffelschaum

    Burgund modern interpretiert: Burgunder-Schnecken-Ravioli mit Trüffelschaum

    Die französische Küche ist ein lebendiges Erbe, das sich stetig weiterentwickelt. Besonders das Burgund, eine Region, die für ihre reichen, erdigen Aromen und die enge Verbindung von Wein und Kulinarik bekannt ist, bietet eine beeindruckende Basis für moderne Interpretationen. Ein klassisches Gerich…

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  • Messerangriff in Mulhouse: Update

    Messerangriff in Mulhouse: Update

    Am Samstagnachmittag, dem 22. Februar 2025, ereignete sich in der elsässischen Stadt Mulhouse ein tragischer Messerangriff, der die französische Nation erschütterte. Ein 37-jähriger Mann attackierte mehrere Personen auf einem belebten Marktplatz, was zu einem Todesopfer und mehreren Verletzten führte.

    Ablauf des Angriffs

    Gegen 15:40 Uhr begann der Täter, bewaffnet mit einem Messer und einem Schraubenzieher, wahllos auf Passanten und Polizisten einzustechen. Der Angriff ereignete sich in unmittelbarer Nähe des überdachten Kanalmarktes, während eine Demonstration zur Unterstützung der Demokratischen Republik Kongo stattfand. Der Angreifer rief dabei mehrfach „Allahu Akbar“.

    Ein 69-jähriger portugiesischer Staatsbürger, der versuchte, den Angreifer zu stoppen, erlitt dabei tödliche Verletzungen. Zwei Polizisten wurden schwer verletzt: Einer erlitt eine Stichwunde im Halsbereich, der andere wurde im Brustbereich getroffen. Drei weitere Beamte erlitten leichtere Verletzungen. Der Täter wurde noch am Tatort von der Polizei festgenommen.

    Hintergrund des Täters

    Der Angreifer wurde als Brahim Abdessemed identifiziert, ein 37-jähriger algerischer Staatsbürger, geboren am 20. April 1987 in Batna, Algerien. Er war den französischen Sicherheitsbehörden bekannt und im Verzeichnis für die Prävention von Terrorismus-Radikalisierung (FSPRT) registriert. Im Dezember 2023 war er wegen Verherrlichung des Terrorismus zu sechs Monaten Haft verurteilt worden, nachdem er ein Video veröffentlicht hatte, in dem er Muslime zum bewaffneten Kampf aufrief.

    Trotz einer bestehenden Ausweisungsverfügung (OQTF) konnte Abdessemed nicht abgeschoben werden, da Algerien seine Rückführung mehrfach verweigerte. Seit Juni 2024 stand er unter gerichtlicher Aufsicht und litt zudem unter psychischen Problemen.

    Reaktionen und Ermittlungen

    Präsident Emmanuel Macron verurteilte die Tat scharf und bezeichnete sie als „islamistischen Terrorakt“. Er sprach den Familien der Opfer sein tiefes Mitgefühl aus und betonte die Entschlossenheit der Nation, gegen solche extremistischen Handlungen vorzugehen. Innenminister Bruno Retailleau kündigte an, noch am Abend nach Mulhouse zu reisen, um sich ein Bild der Lage zu machen und mit den örtlichen Behörden zu sprechen.

    Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen, um die genauen Hintergründe der Tat zu klären. Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Effektivität der Überwachungs- und Abschiebepolitik auf, insbesondere im Umgang mit bekannten Gefährdern. Die Diskussion über notwendige Reformen in diesen Bereichen dürfte in den kommenden Tagen an Intensität gewinnen.

    Autor: C.H.