Kategorie: Grand Est

  • Strassburg und die Palästina-Partnerschaft: Politisches Signal oder diplomatischer Eklat?

    Strassburg und die Palästina-Partnerschaft: Politisches Signal oder diplomatischer Eklat?

    Was als Geste internationaler Solidarität gedacht war, entfacht nun eine hitzige Debatte: Die Entscheidung der Straßburger Bürgermeisterin Jeanne Barseghian, die elsässische Metropole mit dem palästinensischen Flüchtlingslager Aïda im Westjordanland zu verschwisterten, schlägt hohe Wellen – politisch, symbolisch und gesellschaftlich. Denn mit der neuen Partnerschaft kam gleichzeitig das Ende eines anderen Bündnisses: Die Städtefreundschaft mit der israelischen Stadt Ramat Gan wurde ausgesetzt. Diese zeitliche Koinzidenz sorgt für heftige Kritik. Symbolik mit Sprengkraft Die Bürgermeisterin, Mitglied der französischen Grünen, empfing kürzlich eine Delegation aus dem Lager Aïda und nahm dabei auch Geschenke entgegen: einen traditionellen Keffieh sowie eine historische Landkarte Palästinas – aus einer Zeit vor der Gründung Israels. Für viele bloß diplomatischer Usus, für andere ein politischer Affront. Vertreter der jüdischen Gemeinde sowie Oppositionspolitiker warfen Barseghian vor, mit …

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  • Von Saint-Avold nach Verdun – unterwegs zwischen Erinnerungen, Genuss und Geschichte

    Von Saint-Avold nach Verdun – unterwegs zwischen Erinnerungen, Genuss und Geschichte

    Zwischen sanften Hügeln, stillen Dörfern und jahrhundertealten Gedenkstätten verläuft eine Route, die mehr ist als nur eine Fahrt – sie ist eine Begegnung mit der Vergangenheit, ein Eintauchen in die Seele Lothringens. Wer sich auf den Weg von Saint-Avold nach Verdun macht, erlebt nicht nur eine wunderschöne französische Landschaft, sondern auch eine der geschichtsträchtigsten Regionen […]

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  • Verbotene Lieferflüge: Wie Drogen und Handys per Drohne ins Gefängnis kamen

    Verbotene Lieferflüge: Wie Drogen und Handys per Drohne ins Gefängnis kamen

    Ein düsteres Netzwerk von Hightech-Schmugglern ist aufgeflogen: Über Monate hinweg wurden Insassen der Justizvollzugsanstalt Mulhouse-Lutterbach mit Drogen, Mobiltelefonen und anderen illegalen Gegenständen versorgt – per Drohne. Was klingt wie ein Thriller aus dem Fernsehen, war für die Beteiligten ein gut organisiertes Geschäft mit festen Rollen und klaren Abläufen. Jetzt wurde das Netzwerk zerschlagen. Am Montag, dem 26. Mai, meldete die Staatsanwaltschaft Mulhouse einen großen Ermittlungserfolg: Drei Männer wurden angeklagt wegen Drogenbesitzes und -handels, unerlaubter Übergabe an Gefangene sowie Bildung einer kriminellen Vereinigung. Sie sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Die Dimensionen des Falls sind beachtlich. Der zentrale Punkt: Der Drohnenpilot, der nicht nur in Mulhouse aktiv war, sondern mutmaßlich auch in vielen anderen Gefängnissen in ganz Frankreich operierte. Der Mann ließ sich pro Flug zwischen 200 und 300 Euro bezahlen. Ein lukrativer Nebenverdienst – wenn man …

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  • Das Tal der Burgen – Zeitreise entlang der Meuse

    Das Tal der Burgen – Zeitreise entlang der Meuse

    Manchmal reicht ein kurzer Blick auf eine Karte, um Lust auf ein echtes Abenteuer zu bekommen. Wer den Finger über den Lauf der Meuse gleiten lässt, entdeckt eine Region voller Geheimnisse, Geschichten und gewaltiger Mauern: die Vallée de la Meuse – das Tal der Burgen. Diese Ecke Frankreichs hat mehr zu bieten als grüne Hügel […]

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  • Magische Museumsnacht: Wie Straßburg am 17. Mai zum kulturellen Abenteuerspielplatz wurde

    Magische Museumsnacht: Wie Straßburg am 17. Mai zum kulturellen Abenteuerspielplatz wurde

    Am Samstagabend, dem 17. Mai 2025, hat sich Straßburg von seiner kreativsten Seite gezeigt – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes bei Nacht. Die europäische Museumsnacht verwandelte die Stadt in ein riesiges, leuchtendes Kaleidoskop aus Kunst, Geschichte und Begegnung. Ganze 14 Kultureinrichtungen …

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  • Raserei auf zwei Rädern: Gendarm bei nächtlichem Motorrad-Rodéo in Neuves-Maisons schwer verletzt

    Raserei auf zwei Rädern: Gendarm bei nächtlichem Motorrad-Rodéo in Neuves-Maisons schwer verletzt

    Die Stille des Freitagabends in Neuves-Maisons wurde am 16. Mai 2025 gegen 21:30 Uhr jäh durchbrochen – und zwar nicht von einem gewöhnlichen Motorenlärm, sondern von der Gewalt eines urbanen Dramas. Ein 24-jähriger Gendarm wurde bei einem Einsatz gegen einen gefährlichen Motorradfahrer schwer verletzt. Der Vorfall: eine erschütternde Mischung aus Rücksichtslosigkeit, Flucht und blanker Gewalt. Was war passiert? Der Gendarm hatte versucht, einen Motorradfahrer zu stoppen, der durch riskante Fahrmanöver auffiel – vermutlich Teil eines illegalen Straßenrennens. Der Fahrer, anfangs noch zögerlich, beschleunigte plötzlich und rammte den Beamten mit einer geschätzten Geschwindigkeit von 50 km/h frontal. Der junge Gendarm wurde zu Boden geschleudert, erlitt schwere Frakturen am Bein und musste notoperiert werden. Lebensgefahr bestand keine, doch allein die Schwere der Verletzungen spricht Bände über die Brutalität der Tat.

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  • Meuse – Wo Geschichte, Natur und Genuss Hand in Hand gehen

    Meuse – Wo Geschichte, Natur und Genuss Hand in Hand gehen

    Versteckt zwischen den sanft geschwungenen Hügeln Lothringens und den stillen Windungen des Flusses gleichen Namens liegt ein Schatz, den viele übersehen – das Département Meuse. Kein lautes Getöse, keine überfüllten Boulevards, sondern leise Töne und tiefe Eindrücke. Wer hierherkommt, sucht nicht den Trubel, sondern Entdeckungen mit Seele. Warum also nicht einmal dorthin reisen, wo Frankreich […]

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  • Coq au Riesling mit Perlzwiebel-Konfit & Trüffel-Pommes Soufflées

    Coq au Riesling mit Perlzwiebel-Konfit & Trüffel-Pommes Soufflées

    Ein Klassiker im weißen Gewand – aromatisch, samtig und wunderbar texturiert. 🥂 Einleitung: Vergiss den dunklen Rotweinsud – heute trägt der Hahn Weiß. In dieser modernen Interpretation des Coq au Vin wird das Geflügel in einem feinen Riesling geschmort. Der aromatische Weißwein bringt Frische, währ…

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  • ESC 2025 in Basel: Musik, Magie – und mittendrin die Debatte um Israel

    ESC 2025 in Basel: Musik, Magie – und mittendrin die Debatte um Israel

    Der Countdown läuft: Am 17. Mai 2025 wird die St. Jakobshalle in Basel zum Zentrum Europas. Oder besser gesagt – der musikalischen Seele Europas. Der Eurovision Song Contest kehrt zurück in die Schweiz, nachdem Nemo 2024 mit dem Song „The Code“ triumphierte. Nun hat Basel das Zepter in der Hand – und die Erwartungen sind hoch.

    Schon die Wahl der Gastgeberstadt war ein Statement: Nicht Zürich, nicht Genf, nicht Bern – sondern Basel. Eine Stadt, die durch ihre Lage im Dreiländereck – Frankreich, Deutschland und der Schweiz – ein Sinnbild für kulturellen Austausch ist. Zwischen Rhein, Museen und moderner Architektur entsteht ein Eurovision-Mekka. Public Viewings im Stadion, Fan-Zonen in der Stadt, internationale Beats auf Schweizer Boden – klingt nach einem Fest, oder?


    Die Bühne steht – aber wer steht drauf?

    37 Länder schicken ihre musikalischen Vertreter in den Wettbewerb. Das Line-Up ist so bunt wie eh und je. Klar qualifiziert für das Finale sind die „Big Five“ – Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und das Vereinigte Königreich – plus die Schweiz als Gastgeber. Aber wer sind die heimlichen Favoriten?

    Da wäre zum Beispiel Schweden. Das Trio KAJ mit ihrem schwedisch-spaßigen Titel „Bara Bada Bastu“ sorgt bereits jetzt für Ohrwurmpotenzial. Österreich schickt den charismatischen JJ mit „Wasted Love“ ins Rennen – ein Song, der mit seiner Mischung aus Elektropop und Herzschmerz definitiv Chancen hat. Und Deutschland? Hier bleibt es spannend – erste Proben haben für gemischte Reaktionen gesorgt, aber Überraschungen sind beim ESC ja keine Seltenheit.


    Ein charmantes Trio am Mikro

    Für Stimmung und Glanz auf der Bühne sorgen Michelle Hunziker, Hazel Brugger und Sandra Studer. Ein Dreiergespann mit Schlagfertigkeit, Charme und Erfahrung. Die Halbfinale am 13. und 15. Mai werden von Brugger und Studer moderiert, Hunziker stößt beim großen Finale dazu. Die Chemie zwischen den drei Moderatorinnen? Vielversprechend.

    Was neben den Shows passiert, ist mindestens genauso spannend: Das Eurovision Village lädt Fans zur Party im Herzen der Stadt, im EuroClub feiern die Künstler – und in der „Eurovision Street“ pulsiert das Leben. Es ist das, was den ESC so besonders macht: Er ist nicht nur ein Wettbewerb – er ist ein Festival der Kulturen.


    Zwischen Musik und Meinung

    So ausgelassen die Stimmung auch ist – der ESC 2025 ist nicht frei von Kontroversen. Besonders die Teilnahme Israels sorgt für Spannungen. Vor dem Hintergrund des aktuellen Konflikts im Gazastreifen regen sich Stimmen, die einen Ausschluss fordern. Die EBU hält dagegen: Der Wettbewerb soll unpolitisch bleiben. Ein Anspruch, der bei vielen längst als illusorisch gilt.

    Und dann wäre da noch die Entscheidung, auf der Bühne nur noch nationale Flaggen zuzulassen. Für viele Fans – vor allem aus der LGBTQ+-Community – ein Affront. Denn der ESC war für sie stets ein Raum der Sichtbarkeit. Ein sicherer Hafen. Warum jetzt diese Einschränkung?

    Die Debatte ist hitzig. Auf Social Media überschlagen sich die Kommentare. Und mittendrin bleibt die Frage: Wie politisch darf, wie politisch muss ein Musikwettbewerb sein?

    Die Show hinter der Show

    Was den ESC aber ausmacht – das sind die Geschichten abseits der Bühne. Die Künstler, die zum ersten Mal vor einem Millionenpublikum stehen. Die Fans, die von überall her anreisen. Die Outfits, die provozieren. Die Töne, die verbinden. Wer je bei einem Eurovision-Finale dabei war, weiß: Es ist mehr als nur Musik. Es ist ein Gefühl.

    In Basel trifft europäischer Zusammenhalt auf Schweizer Präzision. Während die Kameras surren, die Lichter blitzen und die Beats donnern, passiert etwas Unverwechselbares – ein Kontinent feiert sich selbst. Mit all seinen Widersprüchen.


    Finale mit Spannung – und Seele

    Am 17. Mai 2025 geht’s um alles. Wer gewinnt? Wer wird gefeuert? Wer berührt wirklich? So viel ist sicher: Der ESC 2025 wird uns überraschen. Mit Klängen, mit Stimmen – und vielleicht mit einem Moment, der in Erinnerung bleibt.

    Und mal ehrlich: Gibt es ein besseres Zeichen für ein friedliches Miteinander als ein Songwettbewerb, bei dem Menschen verschiedenster Kulturen gemeinsam feiern – trotz aller Unterschiede?

    Von Andreas M. B.

  • Ein neuer Pfeiler europäischer Sicherheit: Der französisch-polnische Vertrag von Nancy

    Ein neuer Pfeiler europäischer Sicherheit: Der französisch-polnische Vertrag von Nancy

    Am 9. Mai 2025, einen Tag vor dem Treffen der wichtigsten Regierungschefs Europas in Kiew, unterzeichneten Frankreich und Polen in Nancy einen umfassenden Vertrag über verstärkte Zusammenarbeit und Freundschaft. Dieses Abkommen markiert einen bedeutenden Schritt in der bilateralen Beziehung beider Länder und spiegelt die sich wandelnde Sicherheitsarchitektur Europas wider. Strategische Neuausrichtung in Zeiten geopolitischer Unsicherheit Der Vertrag von Nancy kommt in einer Phase erhöhter geopolitischer Spannungen, insbesondere durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine und die Unsicherheiten bezüglich des Engagements der USA in Europa. Polen, das 4,12 % seines Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgibt – der höchste Anteil innerhalb der NATO –, sucht nach zusätzlichen Sicherheitsgarantien. Frankreich, als einzige Atommacht der Europäischen Union, bietet mit diesem Vertrag eine engere sicherheitspolitische Zusammenarbeit an. Die darin enthaltene Klausel zur gegenseitigen Unterstütz…

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