Kategorie: À la une

  • Iran: Inzwischen sind sieben Franzosen dort inhaftiert

    Iran: Inzwischen sind sieben Franzosen dort inhaftiert

    Sieben Franzosen oder französisch-iranische Doppelstaatsbürger, darunter die Forscherin Fariba Adelkhah, Benjamin Brière oder auch Cécile Kohler und Jacques Paris, werden derzeit im Iran festgehalten. Außenministerin Catherine Colonna fordert „ihre sofortige Freilassung“. Die Spannungen zwischen Paris und Teheran erreichten am Samstag, dem 12. November, ihren Höhepunkt, nachdem die französische Aussenministerin bekannt gegeben hatte, dass zwei weitere Franzosen im Iran festgehalten werden. Frankreich spricht von einer „Erpressung“ durch die Islamische Republik. Gleichzeitig traf am Freitag Präsident Emmanuel Macron vier iranische Dissidentinnen und riskierte damit, die Behörden in Teheran noch mehr zu verärgern. Bisher sprach Paris von fünf Franzosen in iranischen Gefängnissen. Am Samstag meldete Aussenministerin Catherine Colonna jedoch, dass die Liste um zwei Personen, deren Identität noch nicht bekannt gegeben wurde, erweitert werden müsse. „Wir hatten Bedenken wegen zwei weiteren L…

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  • Frankreich: Ansturm auf die Tankstellen am Wochenende – bevor die Rabatte wieder sinken

    Frankreich: Ansturm auf die Tankstellen am Wochenende – bevor die Rabatte wieder sinken

    Ab nächsten Mittwoch werden die Rabatte der Regierung und des TotalEnergies-Konzerns verringert. Mit langen Warteschlangen und leeren Tankstellen ist am Wochenende zu rechnen.

    Ab Mittwoch, dem 16. November, wird der staatliche Rabatt von 30 auf 10 Cent und der Rabatt von TotalEnergies von 20 auf 10 Cent gesenkt. Benzin und Diesel werden also deutlich teurer. Am Wochenende des 12. und 13. November riskieren die Tankstellen in Frankreich von Autofahrern gestürmt zu werden, die ihren Tank nochmal füllen wollen, bevor die Preise wieder steigen.

    Ende des Rabatts von 18 Cent
    Zur Erinnerung: Der Rabatt der Regierung betrug ursprünglich 18 Cent pro Liter Kraftstoff. Am 1. September wurde er bis zum 1. November auf 30 Cent erhöht. Danach hat der Staat beschlossen, den Rabatt um zwei Wochen zu verlängern und erst ab Dienstag, dem 15. November, wieder nach unten zu korrigieren.

    Der Sender TF1 warnt, dass die Situation vor allem in den Regionen Île-de-France, Auvergne-Rhône-Alpes und Centre-Val de Loire „angespannt“ sein wird.

    Nach dem 31. Dezember wird der Rabatt auf Kraftstoffe sehr wahrscheinlich durch eine gezieltere Unterstützung für diejenigen, die am meisten fahren müssen, ersetzt werden. Bisher ist der Rabatt für Privatpersonen und Gewerbetreibende gleich hoch. Wirtschaftsminister Bruno Le Maire hat sich diesbezüglich sehr klar geäußert: „Ab 1. Januar wird es keinen allgemeinen Rabatt auf Kraftstoffe mehr geben“, und fügte hinzu: „Jeder wird verstehen, dass wir nicht endgültig eine Maßnahme beibehalten können, die ein Anreiz zum Verbrauch von Kraftstoff, also fossilen Energieträgern, ist und eine Subvention für fossile Energieträger darstellt“.

    Im Jahr 2022 hat der Treibstoffrabatt den Staat 7,5 Milliarden Euro gekostet.

  • Lille: 2 Gebäude stürzen mitten im Stadtzentrum in sich zusammen

    Lille: 2 Gebäude stürzen mitten im Stadtzentrum in sich zusammen

    Zwei Gebäude stürzten am frühen Samstagmorgen in einer zentralen Einkaufsstraße in Lille ein, glücklicherweise noch bevor die Geschäfte geöffnet hatten. Die umliegenden Gebäude wurden ebenfalls evakuiert.

    Die Bürgermeisterin der Stadt Lille, Martine Aubry, sagte der Nachrichtenagentur AFP, zunächst dass am Samstagmorgen im Stadtzentrum von Lille ein Gebäude eingestürzt sei, ohne dass jemand zu Schaden gekommen sei. Später wurde bekannt, dass es sich um zwei Gebäude handelt, die bereits in der Nacht vorsichtshalber evakuiert wurden. „Ein Jugendlicher kam um 3.00 Uhr morgens nach Hause und stellte fest, dass die Wand des Gebäudes verzogen war“, sagte die Bürgermeisterin. Die Feuerwehr beschloss daraufhin, die Gebäude zu evakuieren, da sie der Meinung war, dass ein „echtes Risiko“ bestand, so Aubry.

    Und tatsächlich stürzten die Gebäude am frühen Morgen ein, zum Glück jedoch noch bevor die Geschäfte geöffnet wurden. Die umliegenden Gebäude wurden ebenfalls evakuiert, wie die Bürgermeisterin der Stadt erklärte.

    „Ich hatte die Angst meines Lebens“
    Feuerwehrleute sind im Einsatz, um den Schutt wegzuräumen, begleitet von Polizisten, die die Umgebung sichern, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichten. Die Feuerwehrleute suchen noch immer nach mögliche Opfern. Auch Krankenwagen des Rettungsdienstes SAMU waren vor Ort. „Wir hörten ein Geräusch, das einige Sekunden dauerte, zunächst ganz leise. Wir dachten, es sei das Gerüst, das umfällt“, berichtete Ludovic Ficher, der in einem benachbarten Gebäude arbeitet. „Als wir merkten, dass das ganze Gebäude einstürzte, sind wir alle weggerannt“, fügte er hinzu. „Ich hatte die Angst meines Lebens“.

  • Gesundheitsminister François Braun: „Alle zehn Minuten stirbt in Frankreich ein Mensch an Covid“

    Gesundheitsminister François Braun: „Alle zehn Minuten stirbt in Frankreich ein Mensch an Covid“

    In einem Interview mit der Zeitung Le Parisien ruft Gesundheitsminister François Braun zur Vorsicht auf und spricht von einer potenziellen neuen epidemischen Welle, die „früher oder später“ nach Frankreich kommen könnte. Gesundheitsminister François Braun warnt die Franzosen vor einer Lockerung des Kampfes gegen Covid-19 trotz einer „seit drei Wochen eher ruhigen“ epidemischen Situation. In einem Interview mit der Zeitung Le Parisien warnt der Gesundheitsminister: „Früher oder später könnte eine neue Welle kommen“. „Alle zehn Minuten stirbt in Frankreich ein Mensch an Covid“, mahnt François Braun und erinnert daran, dass die Regeln für die Isolierung positiv getesteter Personen in Frankreich immer noch gelten. Während alle Indikatoren wie Ansteckungen oder Krankenhauseinweisungen rückläufig sind, sinkt die Inzidenzrate laut der letzten wöchentlichen Bilanz von Santé publique France „deutlich langsamer“. Der Gesundheitsminister weist mahnend darauf hin, dass die Impfungen fortgesetzt we…

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  • Ukraine-Krieg: Macron „begrüßt die Rückkehr Chersons zur Ukraine“ als wichtigen Schritt

    Ukraine-Krieg: Macron „begrüßt die Rückkehr Chersons zur Ukraine“ als wichtigen Schritt

    Die ukrainische Armee gab am Freitag, dem 11. November bekannt, dass sie nach dem Rückzug des russischen Militärs in Cherson einmarschiert sei. Dies ist ein weiterer schwerer Rückschlag für Moskau nach der bald neunmonatigen Invasion in der Ukraine. Sowohl Emmanuel Macron als auch Wolodymyr Selenskij begrüßten den Etappensieg. Der französische Präsident Emmanuel Macron begrüßte am Freitag, dem 11. November, „die Rückkehr von Cherson zur Ukraine, ein wichtiger Schritt zur vollständigen Wiederherstellung ihrer souveränen Rechte“, nachdem die wichtige Stadt im Süden der Ukraine von Kiewer Truppen zurückerobert wurde.

    „Frankreich wird an der Seite der Ukrainerinnen und Ukrainer bleiben“, fügte der französische Präsident auf Twitter in französischer und ukrainischer Sprache hinzu. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij sprach von einem historischen Tag: „Heute ist …

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  • Paris: Wegen Vergewaltigung eines 15-Jährigen inhaftierter Priester ist HIV-positiv

    Paris: Wegen Vergewaltigung eines 15-Jährigen inhaftierter Priester ist HIV-positiv

    Der Priester, der wegen der Betäubung und Vergewaltigung eines 15-Jährigen in einem Hotel in Paris inhaftiert wurde, gibt an, HIV-positiv zu sein und ungeschützten Geschlechtsverkehr gehabt zu haben.

    Ein Priester wurde festgenommen und sitzt seit einer Woche in Paris im Gefängnis, weil er einen 15-jährigen Minderjährigen vergewaltigt haben soll.

    Der Priester heißt Yannick Poligné. Er ist laut der Zeitung Ouest-France Pfarrer der Pfarrei Saint-Louis-Marie en Brocéliande in Montfort-sur-Meu im Département Ille-et-Vilaine in der Bretagne. Er wurde 1999 zum Priester geweiht und ist seitdem immer in der Bretagne tätig. Poligné ist 52 Jahre alt und war der Polizei bis dato unbekannt.

    Der Priester nahm über Grindr, einer App für homosexuelle Begegnungen, Kontakt zu dem Teenager auf. Er versichert, dass der junge Mann auf der App angegeben hatte, 18 Jahre alt zu sein. Die beiden Männer trafen sich, um etwas zu trinken und gingen dann in ein Pariser Hotel. Der Abbé gibt an, dass er den jungen Mann nicht nach seinem Alter gefragt habe.

    Der Priester ist HIV-positiv. Er reiste wohl regelmäßig nach Paris, um sich mit einer Dreifach-Therapie behandeln zu lassen. Er nutzte seine Aufenthalte in der Hauptstadt, um sexuelle Kontakte und Treffen zu haben, wie erl aut dem Sender RTL gegenüber den Ermittlern zugab. Die Ermittler suchen nun nach möglichen weiteren Opfern.

    Der Pfarrer gab gegenüber den Ermittlern ausserdem zu, dass er mit dem Jugendlichen ungeschützten Sex gehabt habe, obwohl er HIV-positiv ist. Im Polizeigewahrsam erklärte er, dass er der Ansicht ist, dass seine Behandlung die Viruslast und das Übertragungsrisiko erheblich reduziert habe.

    Darüber hinaus wird der Priester verdächtigt, dem Teenager mehrere Drogen verabreicht zu haben, um ihn gefügig zu machen. Neben der schweren Vergewaltigung wird der Priester aufgrund seiner HIV-Infektion auch wegen Gefährdung des Lebens Dritter angeklagt.

  • Die Ocean Viking in Toulon angekommen – die 230 Migranten werden auf neun europäische Länder verteilt

    Die Ocean Viking in Toulon angekommen – die 230 Migranten werden auf neun europäische Länder verteilt

    Frankreich lässt am Freitag „ausnahmsweise“ im Militärhafen von Toulon das humanitäre Schiff ‚Ocean Viking‘ mit 230 aus Seenot geretteten Migranten an Bord vor Anker gehen. Das Schiff stand in den vergangenen Tagen im Mittelpunkt eines Streits mit Italien, das seine Aufnahme abgelehnt hat. Es ist eine Premiere für Frankreich. Das humanitäre Schiff ‚Ocean Viking‘ traf am Freitag, dem 11. November, im Militärhafen von Toulon ein. Es hatte 230 Migranten an Bord, die im Mittelmeer gerettet worden waren. Die Aufnahme des Schiffes führte zu heftigen Spannungen mit Italien und löst in Frankreich eine neue Polemik über das Thema Einwanderung aus. Nach drei Wochen Irrfahrt auf der Suche nach einem sicheren Hafen in Italien legte die ‚Ocean Viking‘, ein von der NGO SOS Méditerranée gechartertes Ambulanzschiff, in Toulon an, „ausnahmsweise“ und aufgrund „der Pflicht zur Menschlichkeit“, wie der französische Innenminister Gérald Darmanin am Donnerstag bekannt gab.

    https://www.youtube.com/watch?v…

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  • Energiesparen: Ab jetzt dürfen Beamte auf der Autobahn nicht schneller als 110 km/h fahren

    Energiesparen: Ab jetzt dürfen Beamte auf der Autobahn nicht schneller als 110 km/h fahren

    Beamte im öffentlichen Dienst müssen in Frankreich ab sofort ihre Geschwindigkeit auf 110 km/h auf Autobahnen und 100 km/h auf Schnellstraßen beschränken. Das ist eine der Maßnahmen des Plans zur Energieeinsparung, den die Regierung letzten Monat vorgestellt hat. Die Regierung will den Gesamtenergieverbrauch des Landes bis 2024 im Vergleich zu 2019 um 10% senken. Ihr am 6. Oktober vorgestellter Sparplan sieht unter anderem eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h auf Autobahnen und 100 km/h auf Schnellstraßen vor … eine Maßnahme, die auf „öffentliche Bedienstete, die ihr Dienstfahrzeug bei nicht dringenden beruflichen Fahrten nutzen“ beschränkt ist. Dies betrifft fast zweieinhalb Millionen Beamte. Wer seine Geschwindigkeit auf Autobahnen um 20 km/h reduziert, kann seinen Kraftstoffverbrauch um 20% und seine CO2-Emissionen um 25% senken. „Es handelt sich nur um ein paar zusätzliche Minuten pro Fahrt. Die zusätzliche Zeit für die Durchführung der Fahrten, ist in der Arbeitszeit enthalten“, erklärt das Ministerium für den Energiewandel. Die Beamten sind allerdings nicht verpflichtet, den Fuß vom Gas zu nehmen. „Diese Maßnahmen sollen Anreize schaffen. Es geht nicht darum, einen Polizisten hinter jeden unserer Beamten zu stellen, sondern darum, ein Beispiel zu geben“, hatte das Ministerium für den öffentlichen Dienst bereits am Mittwoch, dem 5. Oktober, ausführlich dargelegt. Parallel dazu wird die Einführung von Schulungen zum umweltbewussten Fahren beschleunigt, „für alle freiwilligen öffentlichen Bediensteten, um ihnen zu helfen, eine sparsamere Fahrweise für ihre beruflichen und privaten Fahrten anzunehmen“. Laut einer Umfrage der Zeitung Le Parisien, die anlässlich der Cop 27 veröffentlicht wurde, sind fast 7 von 10 Franzosen bereit, angesichts des Klimawandels mit 110 km/h auf der Autobahn zu fahren.
  • Schwarzer Donnerstag im Pariser Nahverkehr – Metro steht aufgrund eines Streiks fast still

    Schwarzer Donnerstag im Pariser Nahverkehr – Metro steht aufgrund eines Streiks fast still

    Der Verkehr in Paris wird an diesem Donnerstag aufgrund eines eintägigen Streiks bei der RATP und eines Aufrufs der CGT zu einer branchenübergreifenden Streikmobilisierung stark beeinträchtigt sein. Bei den U-Bahnen werden nur die vollautomatisierten Linien normal funktionieren, wobei mit überfüllten Zügen gerechnet werden musss.

    Aufgrund eines Streiks, zu dem alle Gewerkschaften der RATP aufgerufen haben, wird am Donnerstag, dem 10. November, in Paris kaum eine U-Bahn fahren. Es wird erwartet, dass der Streik sehr gut befolgt sein wird, während in anderen Bereichen, die nur von der CGT zur Arbeitsniederlegung aufgefordert wurden, eine schwächere Streikwelle zu erwarten ist.

    Nur die vollautomatisierten Linien 1 und 14 der RATP werden normal fahren, allerdings mit einem „Überfüllungsrisiko“. Fünf Linien werden vollständig geschlossen (2, 8, 10, 11 und 12), die anderen fahren nur zu Spitzenzeiten, mit einem stark eingeschränkten Service.

    Die RATP fordert alle, für die es möglich ist, auf, zu Hause zu bleiben und aus dem Homeoffice zu arbeiten. Auf der RER Linie A wird die Situation nicht besser sein, da im Durchschnitt nur einer von drei Zügen fahren wird. Auf der RER B wird die Frequenz bei einem von zwei Zügen liegen.

    Bei der SNCF hingegen wird der Streik, zu dem die Gewerkschaft CGT-Cheminots aufgerufen hat, weit weniger beachtet werden. Der Verkehr auf den TGV-Zügen wird normal und auf den Intercités nur leicht beeinträchtigt sein. Zur grossen Erleichterung der Reisenden, steht doch wieder ein verlängertes Wochenende bevor.

    Auf den TER-Linien werden im Durchschnitt neun von zehn Zügen fahren. In der Île-de-France allerdings ist auf einigen Transilien-Linien mit Störungen zu rechnen.

    Die Gewerkschaften CGT, FO, Unsa, Solidaires haben bei der RATP zu den Streiks aufgerufen, um Lohnerhöhungen und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu fordern.

    Die RATP leidet wie andere Unternehmen des Verkehrssektors aufgrund von Einstellungsschwierigkeiten unter einer chronischen Unterbesetzung und unter einem explosionsartigen Anstieg des Krankenstandes, insbesondere wegen an Covid erkrankten Busfahrern.

    Einstellungen neuer Mitarbeiter werden nach seinem Amtsantritt „das erste Thema auf dem Tisch“ sein, betonte Ex-Premierminister Jean Castex bei seiner Anhörung am Dienstag vor dem Senat. Er versprach neue Gehaltsverhandlungen ab Dezember.

    Die Beschäftigten der RATP erhielten nach Angaben der Geschäftsleitung in diesem Jahr eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 5,2%.

    Ein weiterer Grund für den Streik ist die bevorstehende Rentenreform, die eine mögliche Heraufsetzung des gesetzlichen Rentenalters und das Ende von Sonderregelungen vorsieht.

    Zum frühen Nachmittag hat die CGT zu Demonstrationen in Paris und andernorts aufgerufen.

  • Route du Rhum: Am Mittwoch startet das grosse Einhandseglerrennen

    Route du Rhum: Am Mittwoch startet das grosse Einhandseglerrennen

    Das Segelrennen Route du Rhum sollte ursprünglich am Sonntag, dem 6. November, starten, wurde aber aufgrund schlechter Wetterbedingungen verschoben.

    Nun geht es aber wirklich los. Mittwoch um 14.15 Uhr gibt die Rennleitung den Startschuss für die über 130 Teilnehmer für die Strecke Saint-Malo (Ille-et-Vilaine) nach Pointe-à-Pitre im französischen Überseedepartement Guadeloupe.

    Das Wetter sollte freundlich sein
    Heute verlassen 138 Boote den Hafen von Saint-Malo. Die Startlinie liegt vor der Küste von Dinard (Ille-et-Vilaine). Der Start am heutigen Mittwoch wird bei gutem Wetter erfolgen, es soll sogar etwas Sonne geben. Hunderttausende Zuschauer haben die Boote in den vergangenen Tagen bewundern können.

    „Wir sind mitten in der globalen Erwärmung“ Die Seglerin und Europaabgeordnete Catheriner Chabaud äußert sich zu den tropischen Tiefdruckgebieten, mit denen die Skipper der Route du Rhum 2022 zu kämpfen haben werden.

    24 Jahre nach ihrer letzten Teilnahme an einer Route du Rhum geht Catherine Chabaud erneut mit ihrer berühmten „roten Zigarre“ an den Start. Die Europaabgeordnete, die Gründungsmitglied der Plattform Ozean und Klima ist, will ihre Einhand-Transatlantikfahrt nutzen, um wichtige Botschaften zu verbreiten.

    Nach dem letzten Briefing der Skipper sprach Catherine Chabaud mit dem Sender France 3. Die 59-jährige Seglerin, eine der sieben Frauen, die an dem Rennen teilnehmen, kommt sehr schnell auf das Thema Klima und globale Erwärmung zu sprechen:

    „Sie haben es gehört, man hat es uns gerade bei der Wettervorhersage gesagt: Der Ozean ist zwei Grad wärmer, als er zu dieser Jahreszeit sein sollte! Das führt dazu, dass wir tropische Tiefdruckgebiete erleben, die recht heftig sind.“

    Der Ozean erwärmt sich in der Tiefe
    Für die berühmte Skipperin, die damals als erste Frau eine Einhand-Weltumsegelung beendet hat, gibt es keinen Zweifel: „Ich weiß, dass die Störungen und die brutalen Bedingungen, die wir am Sonntag hätten haben können (wenn der ursprüngliche Start beibehalten worden wäre), auf die Erwärmung des Ozeans in der Tiefe zurückzuführen sind. Wir sind mitten im Thema Klimawandel!“.

    Heute ist Catherine Chabaud auch politisch engagiert. Im Jahr 2015 war sie während der COP 21 Frankreichs Botschafterin für das Meer. Inzwischen wurde sie 2019 zur Europaabgeordneten gewählt und engagiert sich weiter für das Klima.

    „Am Montag war der Start der COP 27, ich habe seit der COP 21 an allen teilgenommen. Wenn ich nicht bei der Route du Rhum am Start gewesen wäre, wäre ich jetzt in Sharm el Sheikh“.

    Den Menschen auf der Erde helfen, die Dringlichkeit des Handelns zu verstehen
    Catherine Chabaud wird ab heute auf ihrem Boot, einem Mono-Rumpf, der berühmten „roten Zigarre“, unterwegs sein. Eine andere Art, Botschaften zu vermitteln:

    „Ich freue mich darauf, wieder in die großen Weiten einzutauchen, und darüber denke ich viel nach. Ich denke an die Sternennächte und an unsere Beziehung zum Universum. Wenn es den Menschen auf der Erde helfen kann, zu verstehen, dass sie dringend etwas tun müssen, dann bin ich auf jeden Fall dafür da“.

    Catherine Chabaud am 09. Novemer 2022, kurz vor dem Start der Route du Rhum