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  • Covid-19: EU empfiehlt zweite Auffrischungsdosis für über 60-Jährige

    Covid-19: EU empfiehlt zweite Auffrischungsdosis für über 60-Jährige

    In Frankreich wird den über 60-Jährigen bereits seit April eine vierte Dosis angeboten. Die Europäische Kommission und die Gesundheitsagenturen der Europäischen Union haben am Montag, dem 11. Juli, angesichts des derzeitigen starken Wiederaufflammens der Covid-19-Fälle eine zweite Auffrischung der Impfungen für alle über 60-Jährigen empfohlen. „Ich rufe die Mitgliedstaaten auf, allen über 60-Jährigen und gefährdeten Personen unverzüglich eine zweite Auffrischungsimpfung anzubieten, und ich rufe alle in Frage kommenden Personen auf, sich zur Impfung einzufinden“, sagte die EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Die Empfehlung gilt natürlich auch für gefährdete Personen, wie das Europäische Zentrum für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) in einer gemeinsamen Erklärung klarstellten. Derzeit steht die zweite Auffrischungsimpfung in Frankreich immungeschwächten Personen, seit März über 80-Jährigen und seit April über 60-Jährige…

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  • Hitzewelle: Was ist eine Hitzekuppel?

    Hitzewelle: Was ist eine Hitzekuppel?

    Am Montag, 11. Juli, begann die neue Hitzewelle in Frankreich. Von der Garigliano-Brücke in Paris aus erklärt die Journalistin Myriam Seurat, warum so hohe Temperaturen erwartet werden, und geht insbesondere auf das Phänomen der sogenannten „Hitzekuppel“ ein.

    Am Montag, dem 11. Juli, begann die neue Hitzewelle im Hexagon. „Es beginnt mit den südlichen Regionen“, erklärt die Journalistin Myriam Seurat, die von der Pont du Garigliano (Paris) berichtet. „Die allgemeine Situation ist einfach: Wir erleben derzeit eine antizyklonale Blockadewirkung. Unser Hochdruckgebiet ist derzeit zwischen zwei Tiefdrucksystemen eingeklemmt: eines über Nordeuropa und eines über Osteuropa“, erläutert die Journalistin.

    „Hoher Druck, der eine Glocke bildet“.
    „Ergebnis: Es wird sich eine Wärmekuppel bilden. (…) Das sind Hochdruckgebiete, die wie eine Glocke geformt sind. (…) Die Wärme, die vom Boden in die Atmosphäre abfließen sollte, bleibt stecken und sinkt wieder in die unteren Schichten ab, und die Temperaturen werden sich weiter erwärmen. Jeden Tag werden wir zwei bis drei Grad mehr haben“, erklärt die Journalistin. Für Dienstag, den 12. und Mittwoch, den 13. werden in Teilen Frankreichs sehr hohe Temperaturen erwartet.

  • Hitze und Dürre: Das Azorenhoch hat sich enorm ausgedehnt

    Hitze und Dürre: Das Azorenhoch hat sich enorm ausgedehnt

    Die Iberische Halbinsel ist seit über 1.000 Jahren nicht mehr so trocken gewesen. Amerikanische Forscher haben nun aufgezeigt, dass dies eine Folge der Ausweitung des Azorenhochs ist.

    Dürre und Hitze treffen Spanien und Portugal mit voller Wucht. Und wir wissen jetzt warum. Das Azorenhoch ist eine Zone, in der der Luftdruck überdurchschnittlich hoch ist.

    Es befindet sich in der Umgebung der gleichnamigen Inselgruppe im Atlantik und spielt eine wichtige Rolle für das Wetter in ganz Westeuropa, indem es insbesondere die Regenfälle in den Norden des Kontinents lenkt.

    Als amerikanische Forscher die Veränderungen des Luftdrucks in diesem Gebiet in den letzten 1.200 Jahren untersuchten, stellten sie fest, dass das Hochdruckgebiet vor allem in den letzten 200 Jahren dazu neigt, sich zu vergrößern. Mit anderen Worten: seit dem Beginn der industriellen Revolution. Sie stellen auch einen Zusammenhang mit dem Anstieg der Treibhausgasemissionen in diesem Zeitraum her.

    Welche konkreten Folgen hat das?
    Der Zusammenhang zwischen der Ausweitung dieses Hochdruckgebiets und der aktuellen Dürre wurde mit dem allgemeinen Trend hergestellt, dass die Regenmenge in Spanien und Portugal vor allem im Winter abnimmt. Dieser historische Trend hat sich seit 1950 stärker ausgeprägt. Um zu ihren Schlussfolgerungen zu gelangen, kombinierten die Forscher verschiedene Messungen: Wetteraufzeichnungen, Computersimulationen, aber auch die Untersuchung von Stalagmiten in einer portugiesischen Höhle. Durch die Beobachtung der Chemie dieser mineralischen Säulen ist es möglich, Dürreperioden oder starke Regenfälle über mehrere Jahrhunderte in der Vergangenheit zu belegen. Eine weitere Schlussfolgerung dieser amerikanischen Studie, die in Nature Geoscience veröffentlicht wurde, ist, dass die Höhe der Niederschläge bis zum Ende des Jahrhunderts in Spanien und Portugal um weitere 10 bis 20% sinken wird. Die zunehmende Trockenheit könnte den Olivenanbau in Südspanien sowie den Weinanbau und Gemüseanbau stark gefährden.

    Die Vergrösserung des Azorenhochs hat zum jetzigen Zeitpunkt keinen großen Einfluss auf Frankreich oder andere europäische Länder. Insgesamt werden im Norden Frankreichs etwas trockenere Sommer und etwas feuchtere Winter erwartet. Dramatisch wird es aber für die Iberische Halbinsel, die immer trockener wird, oder sogar Großbritannien, wo es im Winter immer stärker regnen könnte.

  • Als Emmanuel Macron einen Deal mit Uber machte…

    Als Emmanuel Macron einen Deal mit Uber machte…

    Eine Untersuchung des ICIJ (Internationales Netzwerk investigativer Journalisten) hat aufgedeckt, dass der damalige Wirtschaftsminister Emmanuel Macron im Jahr 2015 Uber dabei half, sich in Frankreich zu etablieren. Ende Juni 2015 blickt der Chef von Uber, Travis Kalanick, besorgt auf die Situation in Frankreich, dem ersten Land ausserhalb der USA, in das Uber sein Geschäft exportiert hatte. Uber war Mitte 2015 Gegenstand zahlreicher Untersuchungen in Frankreich, sowohl in strafrechtlicher als auch in steuerlicher Hinsicht. Es kam zu heftigen Auseinandersetzungen mit den Taxifahrern. Hauptgrund war das von Uber entwickelte Angebot „Pop“, das es jedermann ermöglicht, sich als Fahrer zu melden, um sein Taschengeld aufzubessern. Um den Zorn der französischen Taxifahrer zu besänftigen, kündigte der damalige Präsident François Hollande an, Uber in Frankreich auflösen zu wollen. Macrons WohlwollenIn diesem Kontext wendet sich die amerikanische Firma an den Wirtschaftsminister und trifft bei …

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  • Starke Hitze: Vorsicht beim Baden

    Starke Hitze: Vorsicht beim Baden

    Achtung: Aufgrund der hohen Temperaturen steigen die Risiken beim Baden.  Opfer der Hitze sind nicht unbedingt die, die einen Hitzeschlag erleiden. Die Hitze greift jeden an, daher ist das Baden in der prallen Sonne nicht ratsam und in einigen überwachten Bereichen sogar verboten. In seinen acht Berufsjahren hat der Bademeister in dem Bericht des senders France 2 schon einige Ertrinkungsfälle erlebt. Aufgrund der Hitzewelle befürchten die Rettungsdienste jetzt noch mehr Unfälle. Vorsicht sollte man während der heißesten Stunden insbesondere bei sportlichen Aktivitäten – auch im Wasser – walten lassen. „Machen Sie keinen Sport zwischen zwölf und sechzehn, siebzehn Uhr. Das ist sehr gefährlich“, sagt ein Experte gegenüber France 2. Zu den Regionen, die am stärksten betroffen sein werden, gehört der Südwesten und insbesondere die Gegend um Toulouse (Haute-Garonne). Im Laufe der Woche werden dort Spitzenwerte von vierzig Grad im Schatten erwartet. Wer in unbewachten Gewässern badet, m…

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  • Klimawandel und Waldbrände: Frankreich braucht mehr Feuerwehrleute

    Klimawandel und Waldbrände: Frankreich braucht mehr Feuerwehrleute

    Der Präsident des nationalen Feuerwehrverbands, Grégory Allione, befürchtet, dass es aufgrund der derzeitigen Hitzewellen zu einem Anstieg der Brände kommen wird. Nach mehreren Tagen mit zahlreichen Bränden in Frankreich, insbesondere in den Cevennen, „wird die Hitzewelle diese Woche noch eins drauflegen“, zeigt sich Grégory Allione, Präsident des nationalen Feuerwehrverbands Frankreichs, am Montag, dem 11. Juli, auf France Inter besorgt. Meteo France sagt für diese Woche starke Hitze in ganz Frankreich voraus. Am Montag können die Temperaturen im Departement Lot oder auch in den Landes auf bis zu 39 Grad steigen. „Das ist der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Derzeit gibt es bereits überall Feuerausbrüche“, erklärt der Feuerwehrchef. Grégory Allione spricht sich dafür aus, „mehr Leute einzustellen“ und „einen Gang höher zu schalten“. In Frankreich gibt es derzeit 42.000 Berufsfeuerwehrleute und 198.000 Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren. „Das Ziel muss sein, dass wir im Jahr 2027 mindestens 250.000 freiwillige Feuerwehrleute haben“. Seiner Meinung nach kommt „die globale Erwärmung nicht 2030 oder 2050, sondern jetzt“.
  • Umstrittener Pariser Polizeipräfekt Didier Lallement wird am 20. Juli aus dem Amt scheiden

    Umstrittener Pariser Polizeipräfekt Didier Lallement wird am 20. Juli aus dem Amt scheiden

    Die Regierung wird seinen Rücktritt voraussichtlich am 20. Juli nach der Kabinettssitzung bekannt geben. Der Pariser Polizeipräfekt Didier Lallement wird am 20. Juli aus seinem Amt scheiden, wie Franceinfo am Montag, 11. Juli, unter Berufung auf die Pariser Polizeipräfektur meldet. Vorfälle im Stade de France: „Die Dinge wurden schlecht vorbereitet“, meint der Vorsitzende des Untersuchungsausschusses des Senats nach der Anhörung von Didier Lallement. Der Abgang des Polizeipräfekten soll von der Regierung am 20. Juli im Anschluss an die Kabinettssitzung bekannt gegeben werden. Ein Nachfolger soll unmittelbar ernannt werden. Didier Lallement erreichte im August letzten Jahres bereits die Altersgrenze von 65 Jahren, doch sein Mandat wurde mit einer Ausnahmeregelung um zwei Jahre verlängert. Didier Lallement, der vor etwas mehr als drei Jahren, am 21. März 2019, an die Spitze der Pariser Polizeipräfektur trat, stand seither oft im Mittelpunkt von Polemiken, wie etwa während des Lockdowns, …

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  • Inflation: Verkehrsminister fordert Autobahngesellschaften bei den Gebühren „zu einer Geste auf“

    Inflation: Verkehrsminister fordert Autobahngesellschaften bei den Gebühren „zu einer Geste auf“

    Da diese Jahr etwa 80% der Franzosen planen, mit dem Auto in den Urlaub zu fahren, fordert Clément Beaune die Autobahngesellschaften auf, „eine Geste zu machen“. Für viele Franzosen ist es jetzt Zeit für den langersehnten Urlaub, und der kann teuer werden. Ein Grund dafür ist die Inflation, die nicht nur die Kraftstoffpreise, sondern auch die Mautgebühren für die Autobahnen in die Höhe getrieben hat. Um diesen Schwierigkeiten entgegenzuwirken, forderte Verkehrsminister Clément Beaune die Autobahngesellschaften auf, den Franzosen mit „einer Geste“ zu helfen. In einem Interview mit der Zeitung Le Parisien vom Sonntag, dem 10. Juli, bekräftigte der Minister seinen Willen, die Kosten für die Franzosen zu senken, die regelmäßig ihr Auto nutzen müssen, insbesondere derjenigen, die es während ihres Urlaubs nutzen werden. „Wir werden alle an einen Tisch bringen, um über Maßnahmen nachzudenken“, erklärte der Minister. Clément Beaune rief auch die Autobahngesellschaften dazu auf, bei den Mautgeb…

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  • Rattenplage in Paris: Die Nager erobern die französische Hauptstadt

    Rattenplage in Paris: Die Nager erobern die französische Hauptstadt

    Eine eher erstaunliche Debatte prägte den Pariser Stadtrat am Donnerstag, dem 7. Juli: die Verbreitung von Ratten in der Stadt. Was die Sitzung jedoch vor allem prägte, war die besondere Stellungnahme einer Vertreterin der Parti Animaliste (Tierpartei).

    Duchka Markovic, Vertreterin der Parti Animaliste (Tierpartei) im Pariser Stadtrat, überraschte alle mit ihrer Reaktion während einer Debatte über die Belästigung durch Ratten in der Hauptstadt. Zwar räumte sie zunächst ein, dass „die Anwesenheit von Ratten ein Problem darstellen kann, wenn sie sich in unseren Wohnungen oder Kellern aufhalten“, doch dann verteidigte sie die Nager, indem sie daran erinnerte, dass man sie nicht als „Ratten“, sondern als „Surmulots“ bezeichnen sollte.

    Weltweit gibt es mehrere Rattenarten, in Paris ist die „rattus norvegicus“, die entweder als „braune Ratte“ oder „Surmulot“ bezeichnet wird, das grosse Problem. Die Tierschützerin erklärte, dass die Bezeichnung „Ratte“ einen negativen Beigeschmack habe und an eine der schlimmsten Geißeln der Menschheit erinnere: die „schwarze Ratte“, die über Jahrhunderte die Pest in Europa verbreitete.

    Die Tierschützerin Douchka Markovic schloss mit einem Plädoyer für ein Zusammenleben mit Ratten, die „Helfer bei der Abfallkontrolle“ seien. Sie ermutigte die Stadt sogar, „sie besser kennenlernen, um effektive und ethische Methoden zu finden“.

    Der Oppositionspolitiker Paul Hatte bewertete diesen Beitrag als „verrückt“. Die Stadtrats-Debatte wurde seitdem zum Gespött in den sozialen Netzwerken und einige Internetnutzer übernahmen den Spitznamen „Surmulot“.

  • Brandgefahr: Traditionelles Feuerwerk zum 14. Juli in vielen Städten abgesagt

    Brandgefahr: Traditionelles Feuerwerk zum 14. Juli in vielen Städten abgesagt

    Da sich die Brände in Frankreich häufen, haben bereits mehrere Bürgermeister die für den Nationalfeiertag am 14. Juli geplanten Feuerwerke in ihren Gemeinden abgesagt.

    In Alès (Gard) wäre die Party fast in einem Drama geendet. Am Samstagabend, dem 9. Juli, wurden Böller abgefeuert, die zahlreiche kleine Brände verursachten. Durch den Wind angefacht, breitete sich das Feuer immer weiter aus und bedrohte sogar Häuser. Es gab keine Opfer, aber 5.000 Quadratmeter gingen in Rauch auf. Am Sonntag, dem 10. Juli, stand der stellvertretende Bürgermeister auf der noch heißen Asche und wurde wütend: „Verantwortungslose Menschen haben Feuerwerkskörper geworfen, obwohl dies strengstens verboten war“.

    Die Stadtverwaltung von Nîmes hat entschieden.
    Sollte das traditionelle Feuerwerk am 14. Juli im Departement Gard, wo immer wieder Brände ausbrechen und die Brandgefahr durch die neue Hitzewelle noch zunehmen wird, beibehalten werden? Die Stadtverwaltung in Nîmes hat entschieden: Es kommt nicht in Frage, auch nur das geringste Risiko einzugehen. In ganz Südfrankreich, das nächste unter der neuen Hitzewelle schwitzen wird, haben sich viele weitere Gemeinden ebenfalls dafür entschieden, auf das Feuerwerk zum Nationalfeiertag zu verzichten.