Autor: Nachrichten

  • Paris: Junger Mann tot auf den Schienen der Metro aufgefunden.

    Paris: Junger Mann tot auf den Schienen der Metro aufgefunden.

    Zu Betriebsbeginn der Pariser Metro am frühen Samstagmorgen wurde eine verkohlte Leiche gefunden. Eine Untersuchung soll die genaue Todesursache und das Alter des Opfers ermitteln.

    Ein junger Mann wurde in der Nacht von Freitag auf Samstag tot auf den Metroschienen der Linie 6 in Paris aufgefunden. Dies berichtete Franceinfo unter Berufung auf eine Polizeiquelle und bestätigte damit einen Bericht der Zeitung Le Parisien. Der Körper, der um 5.45 Uhr bei Betriebsbeginn entdeckt wurde, war neben einer Zugschiene zwischen den Stationen Pasteur und Sèvres-Lecourbe im fünfzehnten Arrondissement eingeklemmt.

    Gegen 1 Uhr nachts musste die Stadtpolizei in der Nähe des Fundorts der Leiche eingreifen, da zwei Personen in ein verlassenes Gebäude eindringen wollten. Die beiden Personen kletterten über die Absperrungen der U-Bahn und flohen über die Gleise. Trotz einer sofort eingeleiteten Suchaktion und Verstärkung durch die Nationalpolizei wurden die beiden Jugendlichen nicht gefunden und nur wenige stunden später entdeckte dann der Fahrer eines Metro-Zuges die verkohlte Leiche.

    Die laufenden Ermittlungen müssen allerdings erst noch klären, ob es sich bei dem gefundenen Körper tatsächlich um einen der beiden geflüchteten Jugendlichen handelt und ob das Opfer, wie die ersten Hinweise vermuten lassen, durch einen Stromschlag starb.

    Laut Aussage der Stadtverwaltung halten sich in dem verlassenen Gebäude und der Umgebung der Gleise oft unbegleitete minderjährige Flüchtlinge auf.

  • Affenpocken: Angesichts des Anstiegs der Fälle löst die WHO höchste Alarmstufe aus

    Affenpocken: Angesichts des Anstiegs der Fälle löst die WHO höchste Alarmstufe aus

    Die Affenpocken sind in Frankreich und der ganzen Welt weiter auf dem Vormarsch. Angesichts der steigenden Fallzahlen hat die WHO am Samstag, dem 23. Juli, die höchste Alarmstufe ausgelöst. Die Weltgesundheitsorganisation hat am Samstag, dem 23. Juli, ihre höchste Alarmstufe ausgelöst, um zu versuchen, den Ausbruch der Affenpocken einzudämmen. „Ich habe beschlossen, einen gesundheitspolitischen Notfall von internationaler Tragweite auszurufen“, sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus auf einer Pressekonferenz und erklärte, dass das Risiko in Europa besonders hoch ist. Dr. Tedros erklärte auch, dass der Expertenausschuss der WHO weiterhin uneins darüber sei, ob tatsächlich die höchste Alarmstufe ausgelöst werden sollte. Letztendlich sei es aber Sache des Generaldirektors, eine solche Entscheidung zu treffen. „Es ist ein Aufruf zum Handeln“, betonte Mike Ryan, Leiter der WHO-Notfallabteilung, und sagte, er hoffe, dass dies zu einem gemeinsamen Vorgehen gegen die Krankheit führen werde. Seit Anf…

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  • Globale Erwärmung: In der Camargue zerstört Salz die Weinberge in einem nie zuvor beobachteten Ausmaß

    Globale Erwärmung: In der Camargue zerstört Salz die Weinberge in einem nie zuvor beobachteten Ausmaß

    In der Camargue vernichtet die globale Erwärmung einen Teil der Weinreben, die hier auf dem Sand wachsen. Und sie sind nicht die einzigen Opfer des Salzes, das immer stärker an die Oberfläche kommt: Auch die Bäume leiden.

    „Dieser Weinberg war bis vor eineinhalb Jahren noch voll in Betrieb. Jetzt ist alles tot, es ist zu einem Friedhof geworden“, beklagt Gilles Bardon, ein Winzer in der Nähe von Aigues-Mortes in der Petite Camargue gegenüber Franceinfo. Seine Weinstöcke wachsen im Sand. Sie produzieren seit Generationen Grauwein und sind nun vom Salz bedroht, das an die Oberfläche aufsteigt. „Wir sind in der Camargue und Salz gab es schon immer“, sagt der Winzer.

    „Historisch gesehen kennen wir die Probleme mit Salz. Andererseits hat man noch nie ein solches Ausmaß gesehen. Es kam blitzartig.“ (Gilles Bardon, Winzer gegenüber franceinfo)

    Das Syndikat zur Erhaltung und Förderung der Sandweine stellt seit einem Jahr immer grössere Schäden fest. Man schätzt, dass mittlerweile 600 Hektar betroffen sind. Und nicht nur die Weinberge leiden unter dem Salzüberschuss: Das Camargue-Forschungszentrum La Tour du Valat weist auch auf Schwierigkeiten für die Bäume hin: Viele von ihnen sterben ebenfalls ab. Nicolas Beck, der für das Forschungszentrum arbeitet, hat Salzmessungen vorgenommen und die Konzentrationen sind spektakulär: „In den Jahren 2012, 2013, 2014 lagen wir bei einem Maximum von zehn Gramm Salz pro Liter Wasser. Aktuell liegen wir bei über 66 Gramm. Wir haben also innerhalb von fünf Jahren den doppelten Salzgehalt im Wasser. Wir stellen eine Veränderung fest, insbesondere durch das Absterben der großen Bäume“.

    Auswirkung des „Klimawandels“
    Die derzeitige Situation ist das Ergebnis eines unterirdischen Tauziehens zwischen Süß- und Salzwasservorkommen. Normalerweise wird das Salz in der Tiefe gehalten, aber es regnet nicht mehr genug, um ausreichenden Druck des Süßwassers zu gewährleisten. „Die Hauptursache ist die Klimaveränderung“, sagt Cédric Santucci von der Landwirtschaftskammer des Departements Gard gegenüber Franceinfo. „Wir beobachten eine Regenknappheit, vor allem im Frühjahr. Wir hatten im Frühjahr sonst immer ein paar Brunnen, jetzt haben wir kaum noch einen. Intensivere Hitze bringt zwangsläufig mehr Verdunstung. Das ist der Hauptgrund für unsere Probleme“.

    Eine Beobachtungsstelle wurde eingerichtet, um das Phänomen zu bewerten und zu versuchen, künstlich mehr Wasser zuzuführen.

  • Korsika: Gérald Darmanin verspricht Massnahmen gegen die Mafia

    Korsika: Gérald Darmanin verspricht Massnahmen gegen die Mafia

    Bei seiner Reise nach Korsika am Freitag, dem 22. Juli, sagte Innenminister Gérald Darmanin, er wolle das organisierte Verbrechen bekämpfen, um zu verhindern, „dass Korsika zur Drogendrehscheibe im Mittelmeerraum wird“. Im Kampf gegen das organisierte Verbrechen kündigte Gérald Darmanin, der am Freitag, dem 22. Juli, nach Korsika reiste, eine Verstärkung der polizeilichen und gerichtlichen Mittel an. „Für den Beginn des neuen Schuljahres im September […] werden die Pläne zur Verstärkung vorliegen und wir werden viel mehr Ermittler und Kriminalpolizei, einsetzen können, um den Richtern bei den Ermittlungen auf der Insel Korsika und in Marseille zu helfen“, erklärte der Innenminister. Das erklärte Ziel der Regierung ist es, zu verhindern, dass die Insel zu einer Drehscheibe für Drogen im Mittelmeerraum wird. Die Kontrollen in den Häfen von Nizza (Alpes-Maritimes) und Marseille (Bouches-du-Rhône) sollen ebenfalls verstärkt werden. Für Beobachter ist eine neue Art der Einflussnahme der M…

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  • Frankreich: Am Mittag fast 800 km Stau auf den Autobahnen

    Frankreich: Am Mittag fast 800 km Stau auf den Autobahnen

    Der verkehr am heutigen Samstag ist auf nationaler Ebene sehr belastet, im Rhonetal kommt der Verkehr auf den grossen Achsen am Mittag fast vollständig zum Erliegen.

    Bison Futé verzeichnete am Samstag, dem 23. Juli, um 12.15 Uhr etwa 790 Kilometer Stau auf den Straßen Frankreichs. Der Tag wurde auf nationaler Ebene in Abfahrtsrichtung als rot und im Rhonetal als schwarz eingestuft, wo der Verkehr laut Bison Futé in Richtung Süden um 12.50 Uhr auf über 90 km „extrem verstopft“ war.

    Ebenfalls laut Bison Futé dauerte es um 12:50 Uhr 4 Stunden statt 1:30 Stunden, um von Lyon nach Orange zu fahren, und 3:10 Stunden statt 1:40 Stunden, um von Orange nach Narbonne zu kommen. Der Autobahnbetreiber Vinci Autoroute gibt außerdem an, dass es am Samstagmittag 6:20 statt 4:30 Stunden dauert, um von Paris nach Bordeaux zu gelangen, und 2:15 statt 1:55 Stunden von Bordeaux nach Spanien.

    Auf der A10, die ebenfalls stark belastet ist, dauert es fast 8 Stunden, d. h. mehr als 3 Stunden länger, um von Paris nach Bordeaux zu gelangen.

    Auch auf der A9 gab es am Samstag Mittag mehr als 100 Kilometer Stau, der Verkehr zwischen Avignon und Spanien ist in beiden Richtungen sehr dicht.
    Der Sonntag sollte laut Bison Futé ein ruhigerer Tag mit „üblichem“ Verkehr werden, mit Ausnahme einiger Schwierigkeiten im Rhonetal in Richtung Süden über den gesamten Tag.

  • Frankreich: Parlament stimmt für die Abschaffung der Rundfunkgebühren

    Frankreich: Parlament stimmt für die Abschaffung der Rundfunkgebühren

    Trotz des Widerstands der Abgeordneten der Nupes stimmte die Nationalversammlung in erster Lesung für die Abschaffung der Rundfunkgebühren. Um die Verluste für den öffentlichen Rundfunk auszugleichen, wurde eine Abgabe in Höhe eines Bruchteils der Mehrwertsteuer eingeführt.

    Die französischen Abgeordneten haben am Samstag, dem 23. Juli, im Rahmen des Haushaltsberichtigungsgesetzes die Abschaffung der Gebühren zur Finanzierung des öffentlichen Rundfunks bestätigt. Die Abstimmung erfolgte mit 170 zu 57 Stimmen bei der ersten Lesung des Entwurfs für das Haushaltsberichtigungsgesetz für 2022. Um die Einnahmeausfälle für die Anstalten des öffentlichen Rundfunks auszugleichen, sahen die Abgeordneten einen Anteil an der Mehrwertsteuer vor.

    Die Abschaffung der Rundfunkgebühren war von Emmanuel Macron während seines Präsidentschaftswahlkampfs angekündigt worden. Die Exekutive ist der Ansicht, dass die Abschaffung dieser Abgabe den fast 23 Millionen gebührenpflichtigen Haushalten Kaufkraft in Höhe von 138 Euro pro Jahr bieten wird. „Wir stehen dazu, dass wir Steuern abschaffen wollen, die die Franzosen belasten“, freute sich der Minister für öffentliche Finanzen, Gabriel Attal. Er versicherte auch, dass die Maßnahme die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht gefährden werde.

    Die Abgeordneten des Linksbündnisses Nupes, die die Maßnahme ablehnen, kritisieren „eine demagogische und gefährliche Maßnahme“.

    „Man schafft eine Steuer […] ab, von der einige bereits befreit sind“, um sie durch „eine sehr ungerechte Steuer, die Mehrwertsteuer, zu ersetzen, die alle bezahlen, auch diejenigen, die keinen Fernseher haben“, empörte sich der Abgeordnete und Sprecher der Sozialistischen Partei (PS) Arthur Delaporte . Er erinnerte daran, dass „man als Rentner, der das Altersminimum bezieht, als Behinderter oder als jemand, der einfach keinen Fernseher zu Hause hat, keine Gebühren zahlen muss“.

  • Es brodelt im Baskenland: Mehrere Straßen blockiert – Aktionen am Flughafen Biarritz

    Es brodelt im Baskenland: Mehrere Straßen blockiert – Aktionen am Flughafen Biarritz

    10 Blockadepunkte wurden von den Demonstranten im Voraus bekannt gegeben, darunter das Rathaus von Bayonne, die Bahnhöfe von Biarritz und Mauléon und das Rollfeld des Flughafens von Biarritz.

    Fünf Demonstranten ketteten sich am Samstagmorgen gegen 10.30 Uhr zwischen Boucau und Bayonne an die Eisenbahngleise und blockierten den Zugverkehr, berichtet France Bleu Pays Basque, obwohl die Präfektur des Departements Pyrénées-Atlantiques ein Demonstrationsverbot erlassen hatte. Aktivisten der Vereinigung Bake Bidea führen eine Aktion zur „Blockade“ des Baskenlandes durch, um die Freilassung baskischer Gefangener, ehemaliger ETA-Mitglieder, zu fordern.

    Einige Demonstranten stürmten gegen 8.30 Uhr auf das Rollfeld des Flughafens Biarritz, wurden aber schnell von der Polizei abgedrängt, berichtete France Bleu. Andere Demonstranten wurden mit Strafen belegt, weil sie sich in der Nähe des Bahnhofs von Biarritz einem Versammlungsverbot widersetzt hatten. Anderen Gruppen gelang es, die Brücke der D810 zwischen Bidart und Guétary zu blockieren, etwa 400 Personen blockierten die Avenue du Maréchal Soult in Bayonne, während sich andere vor dem Rathaus von Bayonne versammelten.

    Ein grosses Polizeiaufgebot wurden insbesondere am Bahnhof und am Flughafen Biarritz eingesetzt, wo durch Kontrollen verhindert werden soll, dass die Demonstranten in das Terminal gelangen. Auf seiner Website fordert der Flughafen die Fluggäste auf, noch früher als sonst anzukommen, um die entstehenden Wartezeiten auszugleichen. „Es wird keine Busse und nur sehr wenige Taxis geben“, wies der Flughafen auf seiner Website hin.

    Sie fordern die Freilassung von zwei ehemaligen ETA-Mitgliedern.
    10 Blockadepunkte waren von den Organisatoren der Proteste bereits vor dem Verbot der Präfektur mitgeteilt worden, darunter das Rathaus von Bayonne, die Bahnhöfe von Biarritz und Mauléon sowie die Markthalle von Espelette oder der Parkplatz am Strand von Bidart.

    Mit diesen Blockaden soll die bedingte Freilassung von Ion Parot und Jakes Esnal erreicht werden. Diese ehemaligen ETA-Mitglieder wurden 1997 zusammen mit anderen Mitgliedern eines Kommandos, das unter anderem für den Anschlag auf die Garnison von Saragossa 1987 verantwortlich war, bei dem 11 Menschen, darunter sechs Kinder, getötet wurden, zu lebenslanger Haft verurteilt.

  • Covid-19: Drei Fälle der Untervariante BA.2.75 (Zentaur) in Frankreich entdeckt

    Covid-19: Drei Fälle der Untervariante BA.2.75 (Zentaur) in Frankreich entdeckt

    In Frankreich wurden jetzt drei Fälle eines neuen Mitglieds der Omikron-Familie, BA.2.75, mit dem Spitznamen „Zentaur“, festgestellt. Die siebte Welle der Covid-19-Epidemie ist in ganz Frankreich wieder auf dem Rückzug, aber die Krankenhauseinweisungen bleiben immer noch auf einem hohen Niveau und die Zahl der Todesfälle steigt weiter an, wie Santé publique France am Freitag mitteilte. Nach einem sechswöchigen Anstieg ging die neue SARS-CoV-2-Ansteckungswelle in der Woche vom 11. bis 17. Juli landesweit wieder zurück, blieb aber mit ca. 90.000 neuen Fällen pro Tag immer noch auf einem sehr hohen Niveau, so der wöchentliche Bericht der SPF. In den Krankenhäusern war ebenfalls ein Rückgang der Covid-Patienten zu verzeichnen, aber die Neueinweisungen (über 7.900) und die Überstellungen in die Intensivstationen (ca. 740) blieben auf hohem Niveau, insbesondere bei den über 70-Jährigen. Mit 590 Todesfällen in der vergangenen Woche, ist ein weiterer Anstieg der Zahlen zu sehen. Die aktuelle W…

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  • Diesel: Kann man stattdessen wirklich mit gebrauchtem Frittier- oder Speiseöl fahren?

    Diesel: Kann man stattdessen wirklich mit gebrauchtem Frittier- oder Speiseöl fahren?

    Die Grünen haben in der Nationalversammlung die Verwendung von gebrauchtem Frittieröl als Kraftstoff für Dieselmotoren durchgesetzt. Aber ist es wirklich möglich, seinen Diesel mit Frittieröl zu fahren?

    Wird es bald möglich sein, mit Frittieröl zu fahren? Ein diesbezüglicher Antrag der EELV-Fraktion (Grüne) zum Gesetzestext über die Stärkung der Kaufkraft wurde in der Nationalversammlung verabschiedet. Er erlaubt die Verwendung von gebrauchtem Frittieröl als Kraftstoff für Dieselmotoren. Aber: Nur bestimmte Dieselfahrzeuge sind heute in der Lage, mit Frittieröl zu fahren.

    Eine Technik, die funktioniert
    Im Prinzip ist es durchaus möglich, mit Frittieröl statt Diesel-Kraftstoff zu fahren. Jedoch ist es nicht bei allen Diesel-Modellen ohne weiteres möglich: Bei modernen Fahrzeugen funktioniert Speise-Öl, das nur dekantiert und gefiltert wird, heute nicht. Bei älteren Modellen oder bei landwirtschaftlichen Geräten geht es jedoch ohne Probleme.

    Man muss, selbst wenn man ein Dieselfahrzeug der älteren Generation besitzt, bestimmte Schritte zur Dekantierung und Filtration beachten und durchführen. Das ist zwar technisch problemlos möglich, aber in Frankreich bisher verboten. Erst das neue Kaufkraft-Gesetz wird es möglich machen, wenn von den Abgeordneten und Senatoren endgültig verabschiedet und in Kraft getreten ist. Das Fahren mit Frittieröl im Tank stellt bisher nämlich ein Zollvergehen dar. Es dürfen zum Betreiben von Verbrennungsmotoren nur zugelassene Kraftstoffe verwendet werden. Dieselfahrer können mit einer Geldstrafe belegt werden, wenn ein Zollbeamter nach einer Probeentnahme feststellt, dass sie mit Speiseöl fahren.

    Welchen Nutzen hat der Vorschlag?
    Wenn man die Methode entsprechend anpasst, könnte dies tatsächlich eine Stärkung der heimischen Energieproduktion darstellen. Heute wird gebrauchtes Speise-Öl kaum genutzt, wodurch eine grosse Energieressource ungenutzt bleibt.

    Allerdings ist es nicht sehr sinnvoll, „individuell“ Speise-Öl zum Fahren zu verwenden. Der Gesetzgeber muss schnell einen Rahmen für die allgemeine Nutzung schaffen. Wenn man zum Beispiel in ländlichen Gebieten das aufbereitete Alt-Öl für neue, nachfrage- und bedarfsgerechte öffentliche Verkehrsmittel verwendet, kann das einen grossen Multiplikationseffekt mit sich bringen.

  • Parlament erlaubt Verwendung von Altöl als Autotreibstoff

    Parlament erlaubt Verwendung von Altöl als Autotreibstoff

    Es wird bald möglich sein, gebrauchtes Frittier- oder Speiseöl zum Betreiben seines Autos zu verwenden. Ein entsprechender Antrag wurde von den Abgeordneten in der Nationalversammlung angenommen.

    Die Abgeordneten stimmten in der Nacht von Donnerstag auf Freitag im Rahmen der ersten Lesung des Gesetzes zur Stärkung der Kaufkraft der Verwendung von gebrauchtem Speiseöl als Kraftstoff zu.

    Die Abstimmung erfolgte auf einen Änderungsantrag des EELV-Abgeordneten Julien Bayou, der von der Regierung unterstützt wurde.

    Den Argumenten des Abgeordneten zufolge können aus 10 Litern ordnungsgemäß aufbereitetem Altöl etwa 8 Liter Kraftstoff gewonnen werden, der bis zu 90% weniger Treibhausgase freisetzt als herkömmlicher Diesel.

    „Das ist in Frankreich bisher illegal, aber in Europa bereits weit verbreitet, wenn auch oft heimlich“, sagte Julien Bayou im Plenarsaal und unterstrich den Nutzen eines solchen Kraftstoffs für das Klima und die Kaufkraft.

    „Und natürlich, und das mag ein Lächeln hervorrufen, ist es auch ein Element der energetischen Unabhängigkeit“, fuhr der Vorsitzende von Europe Ecologie-Les Verts fort. „Es ist besser, von den eigenen Pommesbuden abhängig zu sein als vom Öl der Ölmonarchien“.