Autor: Nachrichten

  • Mann lebte fünf Monate lang mit der Leiche seiner Mutter auf dem Sofa

    Mann lebte fünf Monate lang mit der Leiche seiner Mutter auf dem Sofa

    Der Mann, der fünf Monate lang mit der Leiche seiner Mutter gelebt hat, „habe nicht die Kraft gehabt, den Tod zu melden“, so der Staatsanwalt.

    Die 75-jährige Marguerite wurde am Freitag, dem 28. Oktober, tot in ihrer Wohnung in Reims aufgefunden. Als die Feuerwehr eintraf, war die Frau jedoch bereits seit fünf Monaten tot, so der Sohn der alten Dame. Dieser hatte die ganze Zeit über mit der Leiche seiner Mutter gelebt, wie die Zeitung „l’Union“ berichtete.

    Der Sohn wurde nach der Entdeckung der verwesenden Leiche zunächst festgenommen und eine Zeit lang des Mordes an seiner Mutter verdächtigt. Durch die Autopsie konnte der Verdacht auf ein Verbrechen jedoch ausgeräumt werden. Für die Staatsanwaltschaft ist es wahrscheinlich, dass Marguerite, die bereits krank war, eines natürlichen Todes gestorben sei.

    Der Mann lebte bei seiner Mutter und „habe nicht die Kraft gehabt, den Tod zu melden“, so der Staatsanwalt. Nachbarn bezeugen, dass er unter „psychologischen Problemen“ litt, die mit einer Behinderung zusammenhängen sollen. inzwischen wurde er nach einer psychiatrischen Untersuchung in ein Krankenhaus eingewiesen. „Ich wusste, dass er eine Menschenphobie hat, aber nicht so sehr, dass ich mir vorstellen konnte, dass er Angst gehabt hätte, den Tod zu melden und statt dessen bei der Leiche seiner Mutter zu bleiben“, berichtete eine Nachbarin gegenüber der Zeitung „L’Union“.

    Wie der Sohn den Verwesungsgeruch, der von der Leiche seiner Mutter ausging, ertragen konnte, bleibt für die Ermittler ein Rätsel. Die Wohnung befand sich in einem furchtbaren Zustand und war mit „viel Müll“ übersät. Die gepanzerten Türen der Wohnung und ihre Lage im obersten Stockwerk des Gebäudes waren wohl der Grund dafür, dass die Nachbarn nichts gerochen oder bemerkt haben.

  • Sturm Denise bringt Regen, starken Wind und Schnee in den Pyrenäen zum Ende der Woche

    Sturm Denise bringt Regen, starken Wind und Schnee in den Pyrenäen zum Ende der Woche

    Für das Ende der Woche kündigt sich unruhiges Wetter an. Keine Region wird von Regenschauern verschont bleiben. Ab Freitag werden die Temperaturen deutlich sinken.

    Der Herbst hält jetzt endgültig Einzug. Nach einem extrem milden Oktober wird ab Donnerstag, dem 3. November, ein Tief Frankreich von West nach Ost überqueren. Zur gleichen Zeit werden Regen und Gewitter auch den Südosten erreichen. Das ist in den nächsten Tagen zu erwarten.

    Regenschauer überall
    Ein Sturmtief wird Frankreich im Laufe des heutigen Donnerstags, 3. November, von West nach Ost überqueren. Vor allem in der Bretagne werden am späten Nachmittag und Abend starke Regenschauer niedergehen. Das Wetter ist trüb und regnerisch in allen Regionen.

    Starke Regenfälle im Südosten
    Über dem Languedoc ist der Himmel aufgrund der maritimen Einflüsse bewölkt. Seit dem Vormittag gehen gewittrige Schauer über Montpellier, dem östlichen Teil des Departements Hérault, den Cevennen und dem unteren Rhonetal nieder. Es werden 20 bis 30 mm Niederschlag erwartet, lokal bis zu 50 mm.

    Starke Windböen
    Die Niederschläge werden von starken Windböen begleitet, die in mehreren Regionen 60 bis 80 km/h, in der Bretagne sogar 100 km/h erreichen können. Südlich der Garonne wird der Westwind am Donnerstagnachmittag mit durchschnittlich 70 km/h wehen. Für Freitag ist ein starker Mistral, Tramontana und Westwind im Mittelmeerraum angekündigt, berichtet La Chaîne Météo.

    Schnee in den Pyrenäen
    Niederschläge und sinkende Temperaturen werden in den höheren Lagen der Pyrenäen zu Schneefall führen. Bis Samstagmorgen wird die Schneegrenze bis auf 1.400 Meter absinken. In 1.800 Metern Höhe könnten 10 bis 20 cm Schnee fallen, im Westen des Massivs lokal bis zu 30 cm, so die Vorhersage von Météo Pyrénées.

    Rückgang der Temperaturen
    Ab Freitag werden die Temperaturen sinken. Für den Morgen meldet Météo France 7°C in Rodez, 9°C in Tarbes und Foix, 10°C in Pau, Albi, Castres und Cahors, 11°C in Toulouse, Montauban, Agen, Auch und Carcassonne und 15°C in Narbonne. Am Nachmittag werden die Temperaturen bei 7°C in Rodez, 9°C in Foix, 11°C in Albi und Castres, 12°C in Toulouse, Montauban, Tarbes, Cahors und Carcassonne, 13°C in Auch und Pau, 14°C in Agen und 18°C in Narbonne liegen.

  • Klima: Das Mittelmeer ist ungewöhnlich warm und sein Ökosystem in Gefahr

    Klima: Das Mittelmeer ist ungewöhnlich warm und sein Ökosystem in Gefahr

    Auch das Mittelmeer leidet unter der ungewöhnlichen Hitze des Oktobers, es ist 5 °C wärmer als zu dieser Zeit üblich. Und das ist für das Ökosystem sehr gefährlich.

    Das Mittelmeer ist überhitzt, Wissenschaftler haben ungewöhnliche Temperaturen gemessen: Anfang November beträgt die Wassertemperatur 23°C. Dies entspricht einem Unterschied von 5°C im Vergleich zu den saisonalen Normalwerten. Diese Hitzewelle im Meer bedroht das gesamte Ökosystem. Tauchern in einer Tiefe von 15 Metern zeigt das Thermometer 21°C an, eine Temperatur, die normalerweise an der Oberfläche herrschen sollte.

    Die Zunahme dieser Phänomene beunruhigt
    Seit dem Sommer ist das Mittelmeerbecken von starker Hitze betroffen, wobei die französischen Küsten am stärksten betroffen sind. Der Rekord der Hitzewelle von 2003 wurde übertroffen und das Meer ist so heiß, dass einige Meerespflanzen bereits absterben. Wissenschaftler sind besorgt, dass diese Phänomene immer häufiger auftreten. „Diese Ereignisse sind stärker und länger (…), es gibt Arten, die aussterben werden“, warnt die Ozeanographin Karina Von Schuckmann. Die hohen Wassertemperaturen und die warme Luft könnten auch zu heftigen Gewitterstürmen mit Starkregen führen.

  • Route du Rhum: Besucherrekord in Saint-Malo

    Route du Rhum: Besucherrekord in Saint-Malo

    Die Route du Rhum zieht die Besucher in Scharen nach Saint-Malo. Täglich sind es mindestens 120 000. Um den Ansturm zu bewältigen, haben sich Hotels und Restaurants Saisonarbeiter zur Verstärkung geholt.

    Mindestens 120.000 Besucher strömen jeden Tag anlässlich der Route du Rhum in die Stadt Saint-Malo (Ille-et-Vilaine) – ein Rekord. Die Einwohnerzahl der Gemeinde hat sich verdreifacht. Die Hotels sind seit langem ausgebucht. „Es ist praktisch schon über einen Monat her, dass 90% der Buchungen gemacht wurden, das ist supergeil“, freut sich Michaël Ruste, Rezeptionsleiter im Hotel Le Beaufort, gegenüber France Télévisions. Bei nur 3.000 Hotelzimmern musste man schon sehr vorausschauend sein oder sehr viel Glück haben, um eine Unterkunft zu bekommen.

    Saisonarbeiter zur Unterstützung herangezogen
    „Wir haben bei der Buchung herausgefunden, dass es sich um die Route du Rhum handelt, aber wir wussten das nicht unbedingt und haben es ein bisschen zufällig erfahren. Wir sind sehr froh, hier zu sein“, meint ein Tourist. Die Preise hingegen sind regelrecht in die Höhe geschnellt: Plus 50% bis plus 70%. Egal in welchem Hotel, bei jeder Stornierung wird das Zimmer sofort wiedergebucht. Um die Besucherwelle zu bewältigen, mussten Saisonarbeiter zur Unterstützung herangezogen werden.

  • Benzinknappheit: Streik nun auch in der TotalEnergies-Raffinerie in Gonfreville in der Normandie beendet

    Benzinknappheit: Streik nun auch in der TotalEnergies-Raffinerie in Gonfreville in der Normandie beendet

    Nun wird auch der Streik in der TotalEnergies-Raffinerie von Gonfreville-L’Orcher (Seine-Maritime) am Mittwoch, dem 2. November, beendet, wie die Gewerkschaft CGT mitteilt. Zwischen der Unternehmensleitung und der Gewerkschaft sei eine Einigung erzielt worden.

    Die CGT kündigte am Mittwoch das Ende des am 27. September begonnenen Streiks in der Raffinerie von TotalEnergies in Gonfreville-L’Orcher (Seine-Maritime) in der Nähe von Le Havre an.

    Der Streik sei am Montag nach einer Einigung zwischen der Geschäftsleitung und der Gewerkschaft beendet worden, sagte der Generalsekretär der CGT am Standort, Alexis Antonioli, der Nachrichtenagentur AFP und bestätigte damit einen Bericht der Tageszeitung „Paris-Normandie“. Auch die Geschäftsleitung von TotalEnergies bestätigte, dass „der Streik beendet ist“.

    Der Streik war am Montag noch verlängert worden, jetzt konnte offensichtlich bei den Verhandlungen eine Einigung erzielt werden.

    Gonfreville war neben Feyzin (Rhône) einer der beiden letzten Standorte von Total, die am 27. Oktober für die Fortsetzung des Streiks gestimmt hatten. Am Standort der Raffinerie in der Normandie wurde mit der Wiederinbetriebnahme der Anlagen begonnen, was jedoch „etwa zwei Wochen in Anspruch nehmen“ werde, bis wieder Normalbetrieb laufen kann. Aber Kraftstoffe können auf Grund der beträchtlichen Vorräte, die am Standort vorhanden sind, schnell wieder ausgeliefert werden, so die Gewerkschaft.

    Der Streik der Beschäftigten der Raffinerie Gonfreville-L’Orcher hatte nach einem Aufruf der Gewerkschaft CGT am 27. September begonnen. Die CGT forderte eine Lohnerhöhung in Höhe von 10%. In Gonfreville werden jährlich rund 12 Millionen Tonnen Rohöl raffiniert, was laut TotalEnergies 12% der Raffineriekapazität in Frankreich entspricht.

    Im Treibstofflager Feyzin (Rhone) wird der Streik nach Angaben der CGT auch am Mittwoch fortgesetzt.

  • Nizza: Frau wird von einem reißenden Fluss hunderte Meter unter der Stadt und dann ins Mittelmeer gespült

    Nizza: Frau wird von einem reißenden Fluss hunderte Meter unter der Stadt und dann ins Mittelmeer gespült

    Als am Dienstagmorgen starke Unwetter über Nizza niedergingen, wurde eine 19-jährige Frau von den Wassermassen des Flusses Paillon bis ins Mittelmeer gespült. Die Feuerwehr konnte ihr Leben retten. 

    Es ist ein Wunder: Eine 19-jährige obdachlose Frau wäre fast im Mittelmeer vor Nizza ertrunken. Am Dienstagmorgen gehen starke Regenfälle über der Stadt nieder. Der Fluss Paillon schwillt zusehends an. Die Frau befindet sich mit ihrem Lebensgefährten und einem Freund am Ufer, wo die Gruppe in einem Zelt schläft. Sie verliert den Halt und fällt ins Wasser, wie der Sender France Bleu Azur berichtet.

    In ihrer Panik gelingt es ihr zunächst, sich an einer Plane festzuhalten. Doch die starke Strömung reisst sie los und die junge Frau treibt mit der Plane davon.

    Im Stadtgebiet von Nizza wurde in den 1970er Jahren der Fluss über hunderte von Metern vollständig abgedeckt, um die Promenade du Paillon zu schaffen. Die Frau findet sich in völliger Dunkelheit in dem unterirdischen Fluss wieder. Die Panik, die sie in diesem Moment verspürt haben muss, muss enorm gewesen sein.

    Erst hunderte Meter weiter mündet der Fluss in das Mittelmeer. Dank der Plane, mit der sie weggeschwemmt wurde, kann sich die 19-jährige Frau treiben lassen und schafft es, an der Wasseroberfläche zu bleiben. Sie treibt auf das offene Meer hinaus, das trotz des Unwetters erstaunlich ruhig und nur wenig bewegt ist.

    Zeugen alarmieren die Feuerwehr des Departements Alpes-Maritimes. Diese machen sich mit einem Schnellboot auf den Weg, um die Frau zu retten, und erreichen sie, als sie sich schon fast 400 Meter vom Ufer entfernt befindet. Die Frau ist bei Bewusstsein, aber verängstigt und unterkühlt. „In meiner 26-jährigen Karriere habe ich so etwas noch nie erlebt: vom Paillon weggespült zu werden und auf dem offenen Meer zu landen, das ist unglaublich. Sie wurde wie ein Korken eingesaugt“, berichtet Olivier Toya, Mitglied des Rettungsdienstes SDIS 06, gegenüber France Bleu Azur.

    Die Frau, eine spanisch sprechende Obdachlose, wurde mit Unterkühlungen ins Krankenhaus eingeliefert.

    Unter dieser Grünfläche verläuft über hunderte Meter der Fluss Paillon
  • Immigration: Französische Regierung kündigt neue Maßnahmen an

    Immigration: Französische Regierung kündigt neue Maßnahmen an

    In einem Interview mit Le Monde, das am Mittwoch, dem 2. November, erschien, enthüllten die Minister Gérald Darmanin und Olivier Dussopt die Umrisse des geplanten neuen Einwanderungsgesetzes. Die Regierung hat am Mittwoch die Grundzüge ihres Entwurfs für ein neues Einwanderungsgesetz vorgestellt und ein „Gleichgewicht“ zwischen härteren Abschiebemassnahmen und Vereinfachungen für Arbeitsmigranten in Aussicht gestellt. Das künftige Asyl- und Einwanderungsgesetz, das im ersten Halbjahr 2023 in Kraft treten soll, soll in erster Linie eine Reihe von Maßnahmen einführen, um die „Verpflichtungen zum Verlassen des französischen Hoheitsgebiets“ (OQTF) effizienter zu gestalten – ein Thema, das die öffentliche Debatte seit dem Mord an der 12-jährigen Lola beschäftigt, die Mitte Oktober von einer algerischen Staatsbürgerin mit einer Ausreiseverpflichtung (OQTF) getötet wurde. „Wir werden künftig alle OQTFs in die Datei der gesuchten Personen eintragen“, um „sicherstellen zu können, dass die Perso…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Twitter: Elon Musk will monatliche Abonnements für verifizierte Konten einführen

    Twitter: Elon Musk will monatliche Abonnements für verifizierte Konten einführen

    Der neue Besitzer von Twitter kündigte die Einführung eines Abonnements für 8 Dollar pro Monat für Nutzer an, die ihr Konto als authentisch zertifizieren lassen und weniger Werbung sehen wollen.

    Elon Musk, der neue Eigentümer von Twitter, kündigte am Dienstag, dem 1. November – natürlich in einem Tweet – an, dass bald ein Abonnement für 8 US-Dollar (8,10 Euro) pro Monat eingeführt werden soll. Für Nutzer, die ihr Konto als authentisch zertifizieren lassen und weniger Werbung ausgesetzt sein wollen.

    Das soziale Netzwerk bietet bereits seit letztem Jahr ein Abonnement für bestimmte kostenpflichtige Funktionen an, aber der neue Besitzer und Geschäftsführer will ein neues, teureres und breiter aufgestelltes Angebot einführen, das die Einnahmequellen der Plattform deutlich erhöhen soll.

    „Twitters derzeitiges Herrschaftssystem, das bestimmt, wer ein blaues Häkchen hat und wer nicht, ist Schwachsinn. Alle Macht dem Volk! Blau für $8/Monat.“, twitterte der Chef von Tesla und SpaceX, der Twitter am vergangenen Donnerstag aufkaufte.

    Musk plant, Twitter Blue – ein Abonnement für 5 Dollar (5,06 Euro) pro Monat für eine komfortablere Lesart und Bearbeitungswerkzeuge – und die Möglichkeit, die Identität der Kontoinhaber überprüfen und zertifizieren zu lassen, miteinander zu verschmelzen.

    Derzeit können nur bestimmte Twitter-Nutzer diesen Authentizitätsnachweis in Form eines blauen Häkchens beantragen, darunter Regierungen, Unternehmen, Medien, Persönlichkeiten aus Politik, Kultur oder Sport etc. Sie können ihr blaues Häkchen wieder verlieren, wenn sie sich nicht an die Regeln der Plattform halten.

    Priorisierte Tweets, längere Videos und weniger Werbung.

    Bereits am vergangenen Freitag hatte Elon Musk seine Ingenieure angewiesen, an der Neugestaltung des Systems zu arbeiten.

    Er machte deutlich, dass die Abonnenten weitere Vorteile haben werden: Ihre Tweets werden vorrangig erscheinen, sie können längere Videos und Audionachrichten posten und werden „nur halb so viel Werbung“ ausgesetzt sein.

    Der Preis für das Abonnement wird je nach Land angepasst.

    „Das wird Twitter auch Einnahmen bringen, um Urheber von Inhalten zu bezahlen“, sagte Musk.

    Der reichste Mann der Welt hat seit Beginn des turbulenten Übernahmeprozesses immer wieder betont, dass er sich aus Interesse an dieser für die Demokratie so wichtigen „öffentlichen Plattform“ und um „der Menschheit zu helfen“ auf das Geschäft eingelassen habe.

    Er sagte wiederholt, dass die Rentabilität nicht seine Priorität sei. Aber Twitter ist ein Netzwerk, dessen Einnahmen zu 90% aus Werbung stammen und das im Vergleich zu seinen kalifornischen Mitbewerbern Meta (Facebook, Instagram) und Google (YouTube) nie sehr profitabel war.

  • Afrika: Tansania setzt angesichts eines starken Feuers auf dem Kilimandscharo die Armee ein

    Afrika: Tansania setzt angesichts eines starken Feuers auf dem Kilimandscharo die Armee ein

    Da die Rettungsmannschaften von einem seit dem 21. Oktober aktiven Waldbrand überfordert sind, wird jetzt militärische Verstärkung eingesetzt.

    Tansania mobilisierte am Dienstag, dem 1. November, ein Militärkontingent, um zivile Feuerwehrleute und Freiwillige bei der Bekämpfung eines seit dem 21. Oktober andauernden Brandes auf dem Kilimandscharo zu unterstützen. Bisher gäbe es keine Verletzten und der Tourismus sei nicht beeinträchtigt, erklärte die Regierung.

    Ein Feuer brach zunächst in der Nähe des Lagers Karanga auf etwa 4.000 Metern Höhe aus, einem beliebten Zwischenstopp für Bergsteiger bei der Besteigung des höchsten Gipfels des afrikanischen Kontinents, der mit seinen 5.895 Metern Höhe auch als „Dach Afrikas“ bezeichnet wird. Über die Ursache des Brandes wurde noch keine offizielle Erklärung abgegeben.

    Die Flammen breiteten sich aus und drohten, etwa 600 feuerwehrleute, von denen einige Äste zum Löschen verwendeten, einzuschliessen. Die Soldaten seien „bereits auf dem Berg angekommen und bereiteten sich vor, das Feuer zu löschen“, teilten die tansanischen Behörden mit, ohne Angaben über die genaue Anzahl der entsandten Soldaten zu machen.

    Wind erschwert die Rettungsarbeiten
    „Wir werden mit anderen Kräften und Freiwilligen zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht wird, bevor es noch größeren Schaden anrichtet“, heißt es in der Erklärung der Behörden. Tansania hofft auf eine Wetterberuhigung, da die starken Windböen der vergangenen Tage die Arbeit der Rettungskräfte stark erschwert haben.

    Der Kilimandscharo mit seinem weltbekannten schneebedeckten Gipfel und das ihn umgebende Gebiet sind als Nationalpark ausgewiesen, der zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Mit einer Gesamtfläche von über 750 Quadratkilometern beherbergt der Park eine bemerkenswerte Tier- und Pflanzenwelt.

  • Kernfusion: Trotz des Krieges in der Ukraine dauert Zusammenarbeit zwischen Russland und Frankreich an

    Kernfusion: Trotz des Krieges in der Ukraine dauert Zusammenarbeit zwischen Russland und Frankreich an

    Am Dienstag, dem 1. November, hat Russland einen der sechs riesigen Magneten, die für die Umsetzung des Iter-Programms zur Kernfusion vorgesehen sind, nach Frankreich geschickt. Ein unverzichtbares Teil für die weitere Atom-Forschung.

    Russland hat am Dienstag, dem 1. November, einen von sechs notwendigen Riesenmagneten nach Frankreich geschickt, um das Iter-Programm zur Kernfusion umzusetzen, eines der großen internationalen Wissenschaftsprojekte, an dem Moskau trotz der Sanktionen immer noch beteiligt ist.

    Unter einem grauen Herbsthimmel legte das Schiff mit der „poloidalen Feldspule“, die in Russland unter der Leitung der Atombehörde Rosatom hergestellt wurde, in St. Petersburg ab. Der imposante Magnet mit einem Durchmesser von 9 Metern und einem Gewicht von 200 Tonnen wurde auf eine zweiwöchige Fahrt über Amsterdam nach Marseille in Südfrankreich geschickt.

    Die ringförmige Spule soll den oberen Teil der Struktur des „Tokamak“ bilden, einer experimentellen Maschine, die in Südfrankreich gebaut wird und Energieerzeugung durch Wasserstofffusion (wie in der Sonne) erforschen soll. „Ohne die Spule PF1 kann der Tokamak nicht funktionieren“, fasste Leonid Khimtschenko, stellvertretender Direktor für technische Fragen am russischen Iter-Zentrum, zusammen und war sichtlich stolz über diese „einzigartige“ Leistung nach über acht Jahren Arbeit.

    Von den sechs Spulen, die vor der erhofften ersten Plasmaproduktion im Jahr 2026 gebaut werden müssen, werden vier in Westeuropa hergestellt. Eine weitere wird unter europäischer Verantwortung in China gebaut.

    Der imposante russische Magnet sollte eigentlich schon im Mai nach Frankreich kommen, aber da es russischen Schiffen aufgrund der Sanktionen nach Beginn des Angriffskrieges in der Ukraine verboten ist, in einem europäischen Hafen anzulegen, hat sich die Abfahrt verzögert. Wjatscheslaw Pertschukow, Rosatoms Sonderbeauftragter für internationale Projekte, erklärte jedoch: „Die aktuellen Ereignisse haben den Fortschritt des Projekts kaum beeinträchtigt“, und betonte, dass Russland seinen „Verpflichtungen“ bei diesem wichtigen internationalen Projekt ohne Frage nachkommen werde.

    Im Zusammenhang mit dem Angriffskrieg in der Ukraine kündigte Russland jedoch bereits an, sich „nach 2024“ von der Internationalen Raumstation (ISS), einem weiteren Vorzeigeprojekt der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen dem Westen und Russland, zurückzuziehen.

    Bisher wurde jedoch noch keine entsprechende Entscheidung für das Iter-Projekt getroffen. „Alle würden verlieren“, wenn Russland sich zurückzöge oder ausgeschlossen würde, sagte Andrej Mednikow, der für die Bauleitung der Spule zuständig ist, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. „Wir sind alle eine Familie (…) Es gibt keine Konkurrenz“, sagte Leonid Khimtschenko, der stellvertretende Direktor für technische Fragen am russischen Iter-Zentrum gegenüber der AFP. Das ist vor dem Hintergrund des seit Ende Februar in der Ukraine tobenden Krieges recht bemerkenswert…

    Neben der EU, Großbritannien, der Schweiz, den USA, Indien, Japan, Südkorea und China beteiligt sich Russland mit 9,1% an den Produktionskosten der Anlage.

    Die Idee für das Iter-Projekt und die wissenschaftliche Zusammenarbeit von 35 Ländern war das Ergebnis  eines Gipfeltreffens zwischen dem amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan und dem sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow im Jahr 1985.