Autor: Nachrichten

  • Paris: Tödliche Schüsse im VIII. Arrondissement

    Paris: Tödliche Schüsse im VIII. Arrondissement

    Im Herzen von Paris, im achten Arrondissement, kam es am Mittwochnachmittag, 24. Mai, zu einer Schießerei. Ein 30-jähriger Mann wurde dabei getötet. Die Täter flüchteten auf einem Motorroller.

    Auch mehrere Stunden nach der Tat war das Viertel im achten Arrondissement von Paris immer noch abgeriegelt. Angehörige und Freunde des Opfers stehen unter Schock. Das Opfer ist ein 31-jähriger Mann, Sohn des Besitzers einer Immobilienagentur. Gegen 15 Uhr hielten zwei Motorroller vor der Agentur an und eine Person trat die Tür des Büros ein, in dem sich das Opfer befand. der 31-Jährige konnte zunächst fliehen und sich in einen Massagesalon flüchten, wo dann die drei tödlichen Schüsse fielen.

    „Viele Schreie, der Vater des Opfers war im Laden“, berichtet der Hausmeister des Gebäudes, das sich direkt neben dem Massagesalon befindet. Er leistete bis zum Eintreffen der Rettungskräfte Erste Hilfe. Die Angreifer konnten in Richtung der Stadtautobahn fliehen. Die Motorroller wurden später in Chatenay-Malabry (Hauts-de-Seine), südlich von Paris, gefunden. Die Bürgermeisterin des VIII. Bezirks spricht von einer „Abrechnung“.

  • Polizei: Dürfen französische Ermittler bald Mobiltelefone aus der Ferne kontrollieren?

    Polizei: Dürfen französische Ermittler bald Mobiltelefone aus der Ferne kontrollieren?

    Artikel 3 des künftigen Gesetzes über die Ausrichtung der Justiz sieht die Möglichkeit vor, unter Aufsicht eines Richters und bei Fällen von organisiertem Verbrechen und Terrorismus die Mobiltelefone von Verdächtigen aus der Ferne kontrollieren zu können.

    Ein Mann, der des Terrorismus verdächtigt wird, und sein Beifahrer sitzen in einem Auto. Sie unterhalten sich, ihr Handy ist eingeschaltet. Kilometer entfernt, in seinem Büro, beobachtet ein Polizist die beiden und hört live mit. Die Wanze ist das Mobiltelefon des Verdächtigen. Ein Gesetzentwurf sieht vor, dass Polizisten sie in den schweren Fällen von Terrorismus und organisierter Kriminalität aus der Ferne hacken und abhören können.

    Befürchtungen von Anwälten
    „Ermittler müssen große Risiken eingehen, wenn sie Wanzen in einem Fahrzeug, in einer Wohnung (…) anbringen. Also werden wir versuchen, die Ordnungskräfte zu schützen“, rechtfertigt Cédric Logelin, Sprecher des Justizministeriums, das neue Gesetz. Laut Michel Guérin, einem Spezialisten für Cybersicherheit, ist es extrem einfach, die Kontrolle über ein Telefon aus der Ferne zu übernehmen. Es gibt verschiedene Techniken, um Spyware zu installieren, wie z. B. das Versenden einer SMS mit einem Anhang. Einige Anwälte befürchten, dass auf diese Weise auch vertrauliche Informationen an geschützten Orten, wie z. B. in Anwaltskanzleien, gesammelt werden.

  • Die Renten von Frauen sind laut Rechnungshof in Frankreich 28% niedriger als die von Männern

    Die Renten von Frauen sind laut Rechnungshof in Frankreich 28% niedriger als die von Männern

    Im Durchschnitt erhielten Frauen in Frankreich im Jahr 2020, wenn man die Witwenrente und verschiedene Familienansprüche mit einbezieht, jeden Monat 1.400 Euro Rente, während Männer 1.955 Euro erhielten. Die Renten von Frauen in Frankreich sind um 28% niedriger als die von Männern. Dies berichtete der Rechnungshof am Mittwoch, dem 24. Mai, in seinem Jahresbericht über die Finanzierung der Sozialversicherung. Auf einer Pressekonferenz sprach Rechnungshof-Präsident Pierre Moscovici von einer „absolut schreienden Ungleichheit“. Dem Rechnungshof zufolge berücksichtigt dieser Unterschied von durchschnittlich 28 % die Witwenrenten. Ohne diese Summe, die nach dem Tod des Ehemannes oder Ex-Mannes ausgezahlt wird, vergrößert sich der Unterschied sogar auf 40%. „Die Rentenreform dürfte einen kleinen Effekt haben“, so der Präsident des Rechnungshofs, Pierre Moscovici, „aber nicht ausreichen, um diese beträchtlichen Unterschiede auszugleichen“. Frauen machen 90% der Empfänger von Witwenrenten aus….

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  • Frankreich: Staatsrat erlaubt den Einsatz von Drohnen durch Ordnungskräfte

    Frankreich: Staatsrat erlaubt den Einsatz von Drohnen durch Ordnungskräfte

    Es „gibt keinen ernsthaften Zweifel an der Rechtmäßigkeit“ des im April veröffentlichten Dekrets, das der Polizei die Verwendung von Drohnen erlaubt, so der Richter. Der Richter für einstweilige Verfügungen des Staatsrats hat am Mittwoch den Einsatz von mit Kameras ausgestatteten Drohnen durch die Ordnungskräfte genehmigt. In seinem Beschluss stellte er fest, dass es „keine ernsthaften Zweifel an der Rechtmäßigkeit“ des im April veröffentlichten Dekrets gibt, das der Polizei den Einsatz solcher Drohnen erlaubt. Das höchste französische Verwaltungsgericht war von der Vereinigung zur Verteidigung der verfassungsmäßigen Freiheiten (Adelico) mit einer einstweiligen Verfügung befasst worden, in der es aufgefordert wurde, das Dekret, auf dessen Grundlage Präfekten unter anderem den Überflug von Demonstrationszügen am 1. Mai genehmigt hatten, im Eilverfahren auszusetzen. Der Staatsrat entschied in seinem Beschluss: „Es gibt keinen ernsthaften Zweifel an der Rechtmäßigkeit dieses Dekrets anges…

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  • Umwelt: Hubschrauber befreien Flüsse von Autowracks

    Umwelt: Hubschrauber befreien Flüsse von Autowracks

    Der Fluss „Le Galeizon“, der das Label „Site rivière sauvage“ trägt, müsste eigentlich strenge Umweltstandards erfüllen. Doch nach heftigen Überschwemmungen im Jahr 2002 tauchen immer wieder Autowracks auf. Jetzt werden sie in einer spektakulären Hubschrauberaktion entfernt.

    Das klare Wasser des Galeizon fließt durch die Cevennen. Ein zauberhafter Ort, doch an einer Biegung des Flusses stehen am Dienstag, dem 23. Mai, Autowracks im Mittelpunkt des Interesses. Nach über 20 Jahren sollen sie endlich entfernt werden. „Wir fahren regelmäßig an diesen Wracks vorbei und es stimmt, dass sie inmitten dieses völlig unberührten Gebiets einen Schandfleck darstellen“, meint Reynald Vagner, Flusstechniker, gegenüber France 3. Ziel ist es, die Wasserverschmutzung durch die Autowracks zu begrenzen.

    Um das Wasser, die Fauna und Flora zu schützen, gibt es keine andere Wahl: Der Abtransport der Wracks erfolgt per Hubschrauber. Eine heikle Operation, die monatelange Vorbereitungen erforderte. Der Transport von Autowracks mit einem Gewicht von jeweils etwa zwei Tonnen erfordert große Wachsamkeit. Da der Galeizon seit 2018 als Wildfluss eingestuft ist, wird er jetzt endlich von diesen Wracks befreit, auch um dieses Label auch künftig behalten zu können. Die Wracks waren bereits nach nach Überschwemmungen im Jahr 2002 in den Fluss gelangt.

  • Côte-d’Azur: US-Serie bringt Touristen in Strömen nach Villefranche-sur-Mer

    Côte-d’Azur: US-Serie bringt Touristen in Strömen nach Villefranche-sur-Mer

    Villefranche-sur-Mer im Departement Alpes-Maritimes sieht seit einigen Wochen viele amerikanische Touristen dank der Serie „Emily in Paris“, die im Ausland vor allem bei jungen Leuten ein Riesenerfolg ist. Viele kommen in ihrem Urlaub an die Schauplätze der Serie.

    Der Bahnhof von Villefranche-sur-Mer (Alpes-Maritimes) wurde weltberühmt dank einer amerikanischen Serie. Aber natürlich ist der Bahnhof nicht die einzige Sehenswürdigkeit es kleinen Küstenortes am Mittelmeer, aber diese Berühmtheit zeigt bei amerikanischen Touristen ihre Wirkung. „Die Serie zeigt uns schöne und attraktive Orte in Frankreich“, sagt eine Touristin auf dem Sender France 2. „Emily in Paris“ ist derzeit die beliebteste Komödie auf Netflix in den USA. In einer Episode der zweiten Staffel besucht Emily Südfrankreich.

    53% mehr Touristen aus den USA
    Nach den Jahren der Covid-Pandemie und einem zögerlichen Wiederaufschwung sind die Touristen in diesem Jahr wieder stark vertreten. Im ersten Quartal wurden bereits 53% mehr US-Touristen als im Vorjahr gezählt. Eine gute Nachricht für die Tourismusbranche der Côte d’Azur.

  • Französisches Parlament hebt Immunität des wegen Vergewaltigung angeklagten Ex-Ministers Damien Abad auf

    Französisches Parlament hebt Immunität des wegen Vergewaltigung angeklagten Ex-Ministers Damien Abad auf

    Die parlamentarische Immunität des Abgeordneten Damien Abad, gegen den Vergewaltigungsvorwürfe erhoben wurden, wurde am Mittwoch vom Büro der Nationalversammlung aufgehoben. Der ehemalige Minister für Solidarität, Autonomie und Behinderte hatte sich „für“ diese Entscheidung ausgesprochen, „um die Fragen der Ermittler beantworten zu können“. Es handelt sich um eine Entscheidung, die auch den Weg für einen Polizeigewahrsam oder eine richterliche Kontrolle ebnet. Die parlamentarische Immunität des Abgeordneten und ehemaligen Ministers Damien Abad, gegen den Vergewaltigungsvorwürfe erhoben wurden, wurde am Mittwoch, dem 24. Mai, durch einen einstimmigen Beschluss des Büros der Nationalversammlung, ihres höchsten kollegialen Gremiums, aufgehoben. Die Justiz hatte den Antrag auf Aufhebung der Immunität im Rahmen einer laufenden Voruntersuchung in Paris gestellt, und Damien Abad selbst hatte sich „dafür“ ausgesprochen. Die Immunität schützt Parlamentarier vor Zwangsmaßnahmen, verhindert aber …

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  • 28 Jahre nach Fund einer zerstückelten Leiche in der Seine wurde 77-jährige Frau verhaftet

    28 Jahre nach Fund einer zerstückelten Leiche in der Seine wurde 77-jährige Frau verhaftet

    Ein 28 Jahre alter Fall macht heute wieder Schlagzeilen. Es geht um den Mord an Corinne Di Dio, einer 37-jährigen Mutter, deren Leiche 1995 zerstückelt in der Seine gefunden wurde. Am Dienstag, dem 23. Mai 2023, nahm die Kriminalpolizei von Versailles (Yvelines) eine 77-jährige Frau in Gewahrsam, gegen die zahlreiche Verdachtsmomente vorliegen.

    1995 wurde ein zerstückelter Frauenkörper in einem Metalkoffer gefunden, der in der Nähe von Les Andelys im Département Eure in der Seine trieb. Erst zwei Jahre später kann die Leiche identifiziert werden. Das Opfer, die 37-jährige Corinne Di Dio, eine Vertriebsmitarbeiterin bei der Telefongesellschaft Bouygues, hatte damals seit etwa zehn Tagen kein Lebenszeichen mehr gegeben. Die Ermittler erfuhren, dass sie Anfang der 1990er Jahre eine Beziehung mit einem gewissen Antonio Marquez hatte, der der Polizei in Spanien wegen diverser Banküberfälle und Drogenhandel bekannt war. Aus ihrer kurzen Romanze ging ein Junge hervor, mit dem der Vater nach Spanien verschwand, bevor er 1994 verhaftet und ins Gefängnis gesteckt wurde.

    Die heute 77-Jährige Marie-Thérèse und mutmaßliche Täterin ist ins Visier der Ermittler geraten, nachdem diese erfuhren, dass es zwischen ihr und dem Opfer mehrere Spannungspunkte gab. Insbesondere die Tatsache, dass Corinne Di Dio eine Affäre mit dem damaligen Lebensgefährten von Marie-Thérèse, dem oben genannten Antonio Marquez, gehabt hatte, was diese zur Tat veranlasst oder weswegen sie den Mord in Auftrag gegeben haben könnte. Außerdem ist die 77-Jährige wegen Fälschungen und bewaffneter Raubüberfälle den Sicherheitsbehörden bekannt.

    Antonio Marquez, der mittlerweile ein neues Leben in Spanien begonnen hat, wurde nie wirklich verdächtigt.

  • Valence: Junger Mann erschossen – vierter Mord in 15 Tagen

    Valence: Junger Mann erschossen – vierter Mord in 15 Tagen

    Das Opfer wurde auf dem Parkplatz eines Supermarkts gefunden.

    Die Leiche eines jungen Mannes in den Zwanzigern wurde in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, dem 24. Mai, im Großraum Valence entdeckt, wie France Bleu Drôme Ardèche berichtet. Der Staatsanwalt von Valence erklärt, dass es sich um einen Mord durch Schusswaffeneinsatz handelt, den vierten innerhalb von 15 Tagen.

    Das Opfer wurde auf dem Parkplatz des Hypermarkts Leclerc in Bourg-lès-Valence (Drôme) entdeckt. Es gibt noch keine Hinweise darauf, ob sich der Mord an diesem Ort ereignet hat oder ob die Leiche dort abgelegt wurde. Die Kriminalpolizei wurde eingeschaltet.

    Fünfzig bis 70 CRS-Polizisten werden noch bis Sonntag, in Valence patrouillieren. Sie waren am 10. Mai nach Valence entsandt worden, um in den Problemvierteln der Stadt für Sicherheit zu sorgen.

  • Eine Gruppe Killerwale greift Boot eines ehemaligen Skippers der Vendée Globe an

    Eine Gruppe Killerwale greift Boot eines ehemaligen Skippers der Vendée Globe an

    Der Angriff der Orcas ereignete sich in Südspanien und dauerte fast eine Stunde.

    „Wir sahen etwa zwanzig Orcas auf uns zu schwimmen. Acht bis zehn von ihnen begannen, systematisch unser Ruder anzugreifen“, berichtet der Skipper Sébastien Destremau gegenüber dem Sender France Bleu Breizh Izel. Der Vorfall fand am Montag statt und dauerte 55 am Kap von Trafalgar in Südspanien. Die Schläge der Orcas haben das 15 Tonnen schwere Schiff stark erschüttert. Die Besatzung ist unversehrt, Sébastien Destremau hat sich bei einem Manöver jedoch einen Finger verletzt.

    Der ehemalige Vendée-Globe-Segler (2016-2017 und 2020-2021) brachte sein Boot „Le Lancelot“ zum Stillstand, indem er die Segel einholte, wie es dem empfohlenen Verfahren bei einem solchen Angriff entspricht.

    „Nach 20 Minuten habe ich den Motor wieder angeworfen. Ich bewegte mich mit den Orcas vor und zurück, um sie daran zu hindern, sich dem Ruder zu nähern. Diese Strategie warf bei der Crew Fragen auf, weil wir Angst hatten, sie noch mehr zu verärgern“, berichtet der Segler.

    „Als die Orcas nicht locker ließen, fing ich an, sehr enge Runden mit vollem Ruder zu fahren.“ (Sébastien Destremau, Navigator gegenüber Franceinfo)

    „Nach ein paar Minuten waren sie dann weg. Aber ich weiß nicht, ob es dieses Manöver war, das geholfen hat. Sicher ist, dass wir uns auf ihrem Territorium befanden“, sagt Sébastien Destremau. Das Segelboot wird nun in Cádiz in Südspanien einen Zwischenstopp einlegen, um eventuelle Reparaturen vorzunehmen, bevor es nach Pornic in der Region Loire-Atlantique weitersegelt.