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  • Marseille: 42 Morde im Zusammenhang mit dem Drogenhandel seit Jahresbeginn

    Marseille: 42 Morde im Zusammenhang mit dem Drogenhandel seit Jahresbeginn

    Die Zahl der Tötungen in Marseille, die mit dem Drogenhandel in Verbindung gebracht werden, ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die meisten Opfer waren unter 25 Jahre alt.

    Seit Anfang des Jahres wurden in Marseille 42 Menschen in Zusammenhang mit dem Drogenhandel getötet, wie der Sender Franceinfo unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft von Marseille meldet. Das sind neun Tote mehr als im Vorjahr. 109 Menschen wurden außerdem bei versuchten Tötungsdelikten im Zusammenhang mit dem Revierkampf der Drogenhändler in der Stadt am Mittelmeer verletzt.

    Mehr als die Hälfte der Opfer sind unter 25 Jahre alt. Es handelt sich vor allem um die kleinen Rädchen im Drogenhandel, wie Späher oder Händler, die sich an den Drogen-Verkaufspunkten aufhalten, die dann von konkurrierenden Banden mit Sturmgewehren angegriffen werden. In ihrer jüngsten Pressemitteilung verwendet die Staatsanwältin von Marseille, Dominique Laurens, den Begriff „Narchomizid“, um die Ermordung eines 23-jährigen Mannes mit einer automatischen Waffe in der Nacht vom 30. auf den 31. August zu beschreiben. In den letzten zwei Monaten wurden 15 Morde mit dem Drogenhandel in Marseille in Verbindung gebracht.

    Zwei mächtige Clans, die DZ Mafia und der Yoda-Clan, versuchen, die Kontrolle über die wichtigsten Deal-Punkte in Marseille zu erlangen, von denen einige mehr als 50.000 Euro pro Tag einbringen können. Der Krieg zwischen diesen beiden Drogenhändlernetzwerken ist für mehr als 80 % der seit Jahresbeginn verübten Morde und Mordversuche verantwortlich. Die Auftragskiller werden immer jünger, wie der Fall des 18-jährigen Mateo, gegen den wegen zwei Morden ermittelt wird und der an neun weiteren Schiessereien beteiligt gewesen sein soll, zeigt. Die jungen Auftragskiller können für jeden Mord mehrere zehntausend Euro verlangen.

    Im Kampf gegen den Drogenhandel besteht eine der Prioritäten der Kriminalpolizei von Marseille darin, die Killerkommandos zu zerschlagen. In den letzten Monaten wurden drei dieser Kommandos festgenommen. Aber die Drogenbanden sorgen extrem schnell für Ersatz, stellt die Polizei fest. Seit Anfang des Jahres wurden in der zweitgrößten Stadt Frankreichs über 800 Waffen beschlagnahmt, darunter 64 Sturmgewehre vom Typ Kalaschnikow.

  • Bildung: Schuluniformen sorgen in Frankreich für Diskussionen

    Bildung: Schuluniformen sorgen in Frankreich für Diskussionen

    Die Diskussion über eine einheitliche Kleidung für Teenager in der Schule wurde von Präsident Emmanuel Macron angefacht. Die Schuluniform gibt in Frankreich bereits in den Überseegebieten. Schuluniformen sind ein Thema, das in Frankreich schon seit langem diskutiert wird. Im Frühjahr 2018 hatten zum Beispiel die Eltern in Provins (Seine-et-Marne) mehrheitlich dafür gestimmt, dass die Grundschüler im öffentlichen Sektor eine einheitliche Kleidung tragen sollten. Das war eine Premiere im Hexagon. „In der ersten Klasse fangen die Schüler an, sich gegenseitig in Bezug auf die Kleidung zu beurteilen“, argumentiert eine Mutter gegenüber dem Sender Franceinfo. Die Uniform wurde zunächst eingeführt, aber da sie nicht obligatorisch war, wurde sie von vielen Eltern nach einigen Monaten wieder abgeschafft. Auf den französischen Antillen ist die Situation ganz anders: Die Uniform ist ein Muss für den Schulanfang, sowohl in öffentlichen als auch in privaten Schulen. „Für mich ist das praktischer. M…

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  • Bretagne: Strände wegen Grünalgenverschmutzung geschlossen

    Bretagne: Strände wegen Grünalgenverschmutzung geschlossen

    Der Zugang zum Strand von Curnic wurde am Dienstag von der Präfektur des Departements Finistère wegen einer Gefährdung durch Schwefelwasserstoffdämpfe, die bei der Verrottung von Grünalgen entstehen, verboten. Der Strand von Curnic in der Gemeinde Guissény im Nordwesten der Bretagne wurde von der Präfektur des Departements Finistère wegen der Verschmutzung durch Grünalgen geschlossen. Dies berichtete der Sender France Bleu Breizh Izel am Dienstag, dem 5. September, und weist die Bevölkerung darauf hin, dass der Zugang zum Strand verboten ist. Proben, die am Dienstagmorgen von der Vereinigung Air Breizh entnommen wurden, zeigten eine zu hohe Schwefelwasserstoffkonzentration: das Doppelte der vom französischen Hohen Rat für öffentliche Gesundheit festgelegten Alarmschwelle. Die Konzentration von Schwefelwasserstoff, der durch die Verfaulung der Grünalgen entsteht und an seinem Geruch nach faulen Eiern zu erkennen ist, veranlasst die Präfektur, den ganzen Sektor im Rahmen der gesundheitli…

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  • Schulen: Emmanuel Macron verspricht 5.000 zusätzliche Sportplätze bis Ende 2026

    Schulen: Emmanuel Macron verspricht 5.000 zusätzliche Sportplätze bis Ende 2026

    Der französische Präsident kündigte am Dienstag an, dass die Regierung bis Ende 2026 mindestens 5.000 neue Sportplätze in oder in der Nähe von Schulen bauen werde. Denn: „man lernt besser, wenn man Sport treibt“. Nach einem ersten Aktionsplan für 5.000 neue Sportplätze, der bereits 2021 gestartet wurde und bei dem nach Angaben des Elysée-Palastes inzwischen 4.500 solcher Einrichtungen finanziert wurden, kündigte Emmanuel Macron am Dienstag, dem 5. September, einen neuen Aktionsplan in gleicher Größenordnung an. „Das werden 10.000 Sportplätze bis Ende 2026 sein, das ist das Erbe der Olympischen Spiele. Ihr seid die Generation 2024“, sagte der Präsident der Republik zu Schülern des Collège Daniel-Argote in Orthez (Pyrénées-Atlantiques), einer Schule, die bereits heute zwei zusätzlichen Sportstunden in der Mittelstufe anbietet. Das erweiterte Sportprogramm wird mit Beginn des neuen Schuljahres in 700 französischen Schulen eingeführt und soll bis 2026 auf alle Schüler ausgeweitet werden. h…

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  • Paris: Freispruch für Rechtspolitiker Eric Zemmour aufgehoben – er wird nun erneut vor Gericht gestellt

    Paris: Freispruch für Rechtspolitiker Eric Zemmour aufgehoben – er wird nun erneut vor Gericht gestellt

    Der rechtsextreme Politiker war wegen seiner Äußerungen auf dem Sender CNews in den Jahren 2021und 2022 freigesprochen worden. Zemmour hatte die Judenverfolgung in Frankreich unter Pétain geleugnet. Eric Zemmour muss sich erneut für seine Äußerungen über Marschall Pétain vor Gericht verantworten. Das Kassationsgericht hob am Dienstag, dem 5. September, die Entscheidung des Berufungsgerichts in Paris auf, das ihn 2022 in zweiter Instanz freigesprochen hatte. Der Vorsitzende der rechtsextremen Partei Reconquête und früherer Präsidentschaftskandidat war wegen Leugnung eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit angeklagt worden, weil er drei Jahre zuvor auf dem Fernsehsender CNews behauptet hatte, Marschall Pétain habe die französischen Juden „gerettet“. „Das ist nun einmal die Realität“, hatte Eric Zemmour sogar bekräftigt. Diese Äußerungen veranlassten mehrere Assoziationen zur Bekämpfung von Rassismus und Antisemitismus, vor Gericht zu ziehen. Nach dem Freispruch durch das Berufungsgeri…

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  • Straßburg: Mann trampelt auf der Straße auf seine Katze ein und wird zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt

    Straßburg: Mann trampelt auf der Straße auf seine Katze ein und wird zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt

    Der 43-jährige Mann war im April auf offener Straße dabei erwischt worden, wie er auf das in einer Tasche eingesperrte Tier trampelte. Jetzt wurde er von einem Gericht in Straßburg zu neun Monaten Haft verurteilt, von denen er sechs Monate absitzen muss.

    Der Mann, der im April dieses Jahres in Straßburg seine Katze auf offener Straße brutal getreten hatte, wurde jetzt zu sechs Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt, wie der Sender France Bleu Alsace am Dienstag, 5. September, berichtete.

    Der 43-jährige Angeklagte, der die armenische Staatsangehörigkeit besitzt, war der Justiz bis dahin unbekannt. Er erschien am Dienstag vor dem Straßburger Gericht wegen schwerer Misshandlung und Grausamkeiten gegenüber Haustieren. Ihm wurde vorgeworfen, seine Katze Louna im April im Stadtteil Neuhof (Straßburg) auf offener Straße brutal durch Fußtritte misshandelt zu haben.

    Der Mann war festgenommen worden, als er seine fünfjährige Katze, die in eine Tasche gesperrt war, brutal verletzte. Eine Freiwillige des Tierschutzvereins hatte die Szene bemerkt. Sie hatte daraufhin den Täter verfolgt und selbst festgenommen, bevor sie die Polizei rief. Der sozial gut integrierte Armenier, Vater von drei Kindern und Reinigungskraft in einem Restaurant in der Straßburger Innenstadt, wurde in Polizeigewahrsam genommen und gab einen einzigen Tritt gegen das Tier zu. Seiner Meinung nach war die Katze aggressiv und hatte ihn gebissen. Er gab an, dass er die Katze lediglich in einem Park aussetzen wollte.

    Auch bei der Anhörung vor Gericht beteuerte der Angeklagte, dass er die Katze nur einmal getreten habe, weil sie ihn gerade gekratzt und gebissen hatte. Die tierärztlichen Befunde und die Zeugenaussagen bestätigten seine Aussagen jedoch nicht. Die Katze hat nach den Misshandlungen ein Auge verloren und war durch die Misshandlungen lebensgefährlich verletzt worden.

    Der Angeklagte wurde zu neun Monaten Gefängnis verurteilt, von denen 3 zur Bewährung ausgesetzt wurden. Dem Mann wurde außerdem verboten, ein Haustier zu halten. Darüber hinaus wurde er dazu verurteilt, mehrere hundert Euro an fünf Vereine zu zahlen, die als Nebenkläger aufgetreten waren, darunter auch der Straßburger Tierschutzverein. Der Katze geht es inzwischen besser und sie wurde in einer Pflegefamilie untergebracht.

  • Umfrage: Zustimmung für Marine Le Pen steigt unter französischen Wählern stark an

    Umfrage: Zustimmung für Marine Le Pen steigt unter französischen Wählern stark an

    44% der befragten Franzosen glauben, dass Marine Le Pen „nützliche Lösungen bieten kann“, so eine Viavoice-Umfrage für  die Zeitung Libération. Die politische Glaubwürdigkeit der Vorsitzenden des Rassemblement National, Marine Le Pen, und ihre Fähigkeit, den Franzosen „nützliche Lösungen“ zu bieten, sind im Vergleich zum November 2021 stark angestiegen, so eine am Dienstag veröffentlichte Viavoice-Umfrage für die Zeitung Libération. Laut der Umfrage glauben 44 % der wahlberechtigten Franzosen, dass die Chefin der RN-Abgeordneten „den Franzosen nützliche Lösungen bieten kann“ (+8 Punkte), 41 %, dass sie den Menschen nahe ist (+8 Punkte) und 42 %, dass sie „die Statur einer Staatschefin“ hat (+14 Punkte). Die ehemalige Präsidentschaftskandidatin des ultra-rechten Rassemblement National, die sich zweimal für den zweiten Wahlgang gegen Emmanuel Macron qualifiziert hat, wird von 45% der Befragten als „beunruhigend“ eingestuft, 41% äußern jedoch das Gegenteil. Und für 43 % ist sie „kompetent…

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  • Armut in Frankreich: Der Staat muß 2023 insgesamt 156 Millionen Euro für Nahrungsmittelhilfen bereitstellen

    Armut in Frankreich: Der Staat muß 2023 insgesamt 156 Millionen Euro für Nahrungsmittelhilfen bereitstellen

    Das Ministerium für Solidarität teilte mit, dass der französische Staat im Jahr 2023 insgesamt 156 Millionen Euro für Organisationen bereitstellen werde, die sich für die Nahrungsmittelhilfe bedürftiger Bürger einsetzen. Viele Organisationen geben an, dass sie sich aufgrund der Inflation in den roten Zahlen befinden. Seit mehreren Monaten leiden Organisationen, die in Frankreich Nahrungsmittelhilfe für bedürftige Bürger leisten, unter den Auswirkungen der Inflation und einer wachsenden Nachfrage. Nachdem mehrere Organisationen wie die Restos du Coeur oder das Rote Kreuz die Behörden auf ihre finanzielle Situation aufmerksam gemacht hatten, gab der Staat bekannt, dass er fast 156 Millionen Euro für „lokale und nationale Organisationen, die sich um die Schwächsten kümmern“, bereitstellen werde, so eine am 5. September veröffentlichte Erklärung des Ministeriums für Solidarität. Das Dokument spricht von „mehr als einer Verdoppelung“ dieses Budgets innerhalb von nur „drei Jahren“. Die Regie…

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  • Auch das französische Rote Kreuz ruft wegen finanzieller Engpässe um Hilfe

    Auch das französische Rote Kreuz ruft wegen finanzieller Engpässe um Hilfe

    Im ersten Halbjahr 2023 stiegen die Anträge um Unterstützung bedürftiger Menschen beim Roten Kreuz um 7% im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres.

    Nach der Hilfsorganisation Restos du Coeur hat am Dienstag, dem 5. September, auch das Französische Rote Kreuz einen Hilferuf veröffentlicht: Die Organisation sieht sich aufgrund eines starken Anstiegs ihrer Betriebskosten und einer Flut von Hilfsanfragen mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert. „Die Zahl der Menschen, die wir betreuen, steigt sehr deutlich an“, erklärte Nathalie Smirnov, Generaldirektorin des Französischen Roten Kreuzes, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

    Die Anträge seien in der ersten Jahreshälfte 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7 % gestiegen. Und 2022 hatte es bereits einen Sprung von 22% bei den Anträgen im Vergleich zum Vorjahr gegeben.

    „Wir sind auch mit einem Anstieg unserer Energiekosten um 45 Millionen Euro konfrontiert, trotz der vom Staat eingeführten Maßnahmen“, fügte Nathalie Smirnov hinzu. Das französische Rote Kreuz sieht sich allein wegen der gestiegenen Energiekosten mit einem Defizit von 25 Millionen Euro konfrontiert, das es aus eigener Hilfe nicht ausgleichen kann. Insgesamt rechnet die Organisation in diesem Jahr mit einem Defizit zwischen 45 und 50 Millionen Euro. „Wir appellieren feierlich an die Großzügigkeit der Unternehmen und der öffentlichen Hand, um uns zu helfen, dieses besondere Jahr zu überstehen“, erklärte die Generaldirektorin des 1864 gegründeten Verbands.

    Die Alliance fédérale du Crédit Mutuel, in der 14 der 18 Regionalverbände der Bankengruppe zusammengeschlossen sind, kündigte am Dienstag, dem 5. September, Spenden in Höhe von 7,5 Millionen Euro an das Rote Kreuz und 5 Millionen Euro an die französischen Tafeln (Banques alimentaires) an, nachdem man bereits im März 5 Millionen Euro an die organisation Restos du Coeur gespendet hatte.

  • Abaya-Verbot in der Schule: Fast 300 Verstöße gezählt – Dutzende Mädchen wurden nach Hause geschickt

    Abaya-Verbot in der Schule: Fast 300 Verstöße gezählt – Dutzende Mädchen wurden nach Hause geschickt

    Nach Angaben des französischen Bildungsministers Gabriel Attal hat sich eine Mehrheit der Schülerinnen an das Verbot gehalten. Trotzdem sind am Montag etwa 300 junge Mädchen in einer Abaya, einem traditionellen muslimischen Kleidungsstück, zum Schulbeginn erschienen. Es war das heiße Thema des beginns des neuen Schuljahres. Nachdem das Tragen der Abaya, einem traditionellen Kleidungsstück für Frauen aus dem Nahen Osten und dem Maghreb, in französischen Schulen verboten worden war, achteten die Schulen streng darauf, dass das neue Gesetz eingehalten wurde. Ersten Zahlen zufolge erschienen am Montag fast 300 Schülerinnen mit diesem Kleidungsstück zum Schulbeginn, wie Bildungsminister Gabriel Attal am Dienstag, dem 5. September, bekannt gab. „Es gibt junge Mädchen, die in Abaya in ihrer Schule erschienen sind, gestern waren es, glaube ich, etwas weniger als 300, nämlich 298“, sagte Attal auf dem Sender BFMTV. Eine sehr große Mehrheit habe sich an das Verbot gehalten, aber 67 hätten sich g…

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