Schlagwort: Wasserversorgung

  • Mayotte: Einwohner aufgrund der Trockenheit 16 Stunden pro Tag ohne Wasser

    Mayotte: Einwohner aufgrund der Trockenheit 16 Stunden pro Tag ohne Wasser

    Im französischen Überseedepartement Mayotte im indischen Ozean dauert die Trockenheit bereits seit Monaten an. Die Bewohner der vier größten Städte haben ab Montag, dem 17. Juli, von 16 Uhr bis zum nächsten Morgen keinen Zugang mehr zu Trinkwasser.

    Seit dem späten Montagnachmittag, dem 17. Juli, fließt in einem Teil der Insel Mayotte kein Wasser mehr. Die Abschaltung wurde von den Behörden angesichts der extremen Dürreperiode in dem französischen Überseedepartement beschlossen. In einigen Gemeinden wird das Wasser bis zu 16 Stunden am Tag abgestellt. Insgesamt sind 135.000 Einwohner von 16 Uhr bis 8 Uhr morgens an sieben Tagen in der Woche ohne Wasser. Die meisten Bewohner kaufen sich Tanks und Kanister, um eine Möglichkeit zu haben, Wasser zu speichern.

    Trinkwasser bewahren
    Solche Kanister sind jedoch alles andere als erschwinglich. „500 Liter Tanks habe ich für 480 Euro verkauft, und für 1.000 Liter habe ich 690 Euro verlangt. Aber leider habe ich keine mehr“, sagt ein Ladenbesitzer auf dem Sender France 2. Die Insel hofft, dass sie durch die Abschaltungen zumindest bis zum Beginn der Regenzeit im Herbst ausreichend Trinkwasser zur Verfügung hat. Ibrahim Aboubacar, Generaldirektor des Wasserversorgers Mahoraise des Eaux, sagt: „Wir hoffen, dass diese Maßnahme zu ausreichenden Einsparungen bei den Wasserreserven führt, um bis zum Ende des Jahres durchzuhalten“. 2023 war das trockenste Jahr seit über 25 Jahren auf Mayotte.

  • Trockenheit: 40 Tage kein Regen im Elsass – das gab es seit 1969 nicht mehr

    Trockenheit: 40 Tage kein Regen im Elsass – das gab es seit 1969 nicht mehr

    Seit mehreren Wochen hat der Norden Frankreichs mit einer frühen Hitzeperiode zu kämpfen. Im Osten Frankreichs, im Elsass, haben 80 % des Landes seit fast 40 Tagen keinen Tropfen Regen mehr gesehen. Eine Situation, die Privatpersonen und Landwirte gleichermaßen beunruhigt.

    Um ihren Gemüsegarten zu bewässern, verlässt sich Charlotte Lecluse nicht mehr auf ihre Wassersammelbehälter. Seit mehreren Wochen sind sie völlig ausgetrocknet. Hier in der Nähe von Straßburg (Bas-Rhin) hat es seit 38 Tagen nicht mehr geregnet. Das hat es seit 1969 nicht mehr gegeben. Die Rentnerin kann ihren Garten zwar mit Leitungswasser bewässern, aber die Kulturen können die Hitze nur schwer verkraften. Ausgetrocknete Pflanzen überall und bei einigen Arten wird die Ernte sehr mager ausfallen. Bei der Hitze tut Isabelle Stucki alles, was sie kann, um Wasser zu sparen. Am Fuß ihrer Tomatenpflanzen hat sie die Erde mit Stroh bedeckt.

    Lauch in ausgetrocknetem Boden pflanzen
    Etwa 20 km von Straßburg entfernt ist ein Gemüsebauer gezwungen, seinen Porree in ausgetrocknetem Boden zu pflanzen. „Das ist wirklich sehr grenzwertig, ich glaube, es gibt nicht viele, die es so machen, aber wir haben keine andere Lösung“, sagt Vincent Schotter, Bio-Gemüsebauer, auf dem Sender France 2. In fast 20 Jahren hat er noch nie eine solche Situation erlebt. Den Prognosen zufolge könnte es noch einige Tage dauern, bis der Regen wieder einsetzt.

  • Überseedépartement Mayotte: Angesichts der Dürre beschließen die Behörden Rationierung des Wassers

    Überseedépartement Mayotte: Angesichts der Dürre beschließen die Behörden Rationierung des Wassers

    Das französische Überseedépartement Mayotte litt bereits unter einem veralteten und nicht funktionierendem Leitungswassersystem. Jetzt müssen die Menschen aufgrund der herrschenden Trockenheit in Mayotte mit starken Wassereinschränkungen zurechtkommen.

    In den Straßen von Mamoudzou (Mayotte) wird das Trinkwasser jeden Tag ein wenig knapper. In einigen Stadtvierteln kommt es täglich zu Wasserabschaltungen. Seit zehn Tagen kommt das Wasser nur noch sporadisch in das Haus von Rachdah. Die Mutter von fünf Kindern ist gezwungen, ständig Vorräte anzulegen, um trinken, essen und sich waschen zu können. „Die Kinder müssen regelmäßig auf die Toilette gehen, und […] in einer fünfköpfigen Familie ist das kompliziert“, beklagt sie gegenüber Franceinfo.

    Mögliche Unterbrechung der Wasserversorgung
    Die Versorgung mit fließendem Wasser ist in Mayotte seit vielen Jahren ein Problem. Das Leitungssystem ist veraltet, schlecht konzipiert und schlecht gewartet und produziert unter normalen Umständen nur 90% des Bedarfs der Insel. Die Situation wird jetzt durch die extreme Trockenheit, die seit Monaten anhält, noch verschärft. Die Behörden haben daher beschlossen, das Wasser zu rationieren, um einen allgemeinen Wassermangel zu vermeiden. In einigen Slums war fließendes Wasser jedoch schon immer ein Luxus und Familien leben Tag für Tag, ohne zu wissen, ob sie genügend Wasser haben werden.

  • Dürre: Im Departement Pyrénées-Orientales legt die Feuerwehr jetzt Wasservorräte an

    Dürre: Im Departement Pyrénées-Orientales legt die Feuerwehr jetzt Wasservorräte an

    Seit neun Monaten hat es in den östlichen Pyrenäen keinen nennenswerten Regen mehr gegeben. Der April war der trockenste Monat seit 1959, was Waldbrände begünstigen wird. Aus Angst, dass das Wasser knapp werden könnte, legen die Feuerwehren jetzt Vorräte in riesigen Tanks an.

    Weil eine große Dürre die Pyrénées-Orientales heimsucht, müssen die Feuerwehrleute jetzt Wasservorräte anlegen. Der Brand vom 16. April in Cerbère war wie ein Weckruf. Seit neun Monaten gab es keinen nennenswerten Regen mehr und Flüsse wie der Agly sind schon auf der Hälfte ihrer Länge völlig ausgetrocknet. Die Idee ist nun, Wasservorräte bei Weinbauern anzulegen, wie in Baixas.

    Sicherstellung der Verfügbarkeit von Löschwasser
    Die Feuerwehr wird 900.000 Liter nicht trinkbares Wasser in etwa 15 Kellern lagern, um bei Waldbränden so schnell wie möglich eingreifen zu können. „Das Hauptziel der Feuerwehr ist es, Wasser dauerhaft zur Verfügung zu haben, strategische Reservoirs zu haben soll die Wasserprobleme lindern“, erklärt der Feuerwehrmann und Winzer, der die Idee zu dieser Maßnahme hatte, gegenüber dem Sender France 3. Ziel ist es, die Nutzung von Hydranten, die mit dem Trinkwassernetz verbunden sind, weitestgehend zu vermeiden. In den Stauseen der Region ist der Wasserstand inzwischen so niedrig, dass auch die Löschflugzeuge dort kein Wasser mehr aufnehmen können. Eine Ausnahmesituation.

  • Trockenheit in Frankreich: zu wenig Regen und zu niedrige Grundwasserspiegel

    Trockenheit in Frankreich: zu wenig Regen und zu niedrige Grundwasserspiegel

    Die Dürre gibt in Frankreich weiterhin Anlass zu grosser Sorge. Aufgrund fehlender Niederschläge ist der Grundwasserspiegel extrem niedrig. Grund genug, für diesen Sommer pessimistisch zu sein.

    Mit dem Frühling und den ersten Knospen ist die Saison des Auffüllens der Grundwasser-Reservoirs vorbei. Wenn es jetzt regnet, profitiert die Oberflächen-Vegetation davon, nicht aber Grundwasser in der Tiefe. Im März 2022 war der Grundwasserspiegel bei mehr als der Hälfte der Grundwasser-Reservoirs in Frankreich zu niedrig. Ein Jahr später befinden sich drei Viertel von ihnen im Defizit. Schuld daran ist der Mangel an Regen, der im Oktober ausblieb, und vor allem während eines historisch trockenen Monats zwischen Januar und Februar .

    Pessimistische Szenarien
    Im März kehrte der Regen er ein wenig zurück, aber die Temperaturen begünstigen zunehmend die Verdunstung des Wassers. Daher variieren die Szenarien für den Sommer von besorgniserregend bis hin zu ausgesprochen pessimistisch. Auf einer Karte, die das Dürrerisiko für diesen Sommer in Frankreich anzeigt, sind überall deutlich zu niedrige Grundwasservorkommen zu sehen. Weniger Regen und mehr Hitze im Frühjahr bedeuten mehr notwendige Bewässerung und damit eine Überbeanspruchung des Grundwassers. Die Zeit der Einschränkungen beim Wasserverbrauch begann daher in diesem Jahr schon lange vor dem Sommer.

  • Wasserknappheit: Vier Gemeinden im Departement Pyrénées-Orientales ohne Trinkwasser

    Wasserknappheit: Vier Gemeinden im Departement Pyrénées-Orientales ohne Trinkwasser

    Die Wasserversorgung von vier Gemeinden im Departement Pyrénées-Orientales wird ab dem 14. April eingestellt. Diese Entscheidung wurde angesichts des alarmierenden Ausmaßes der Dürre im Departement getroffen.

    Angesichts des alarmierenden Ausmaßes der Dürre im Departement wird in vier Gemeinden der Pyrénées-Orientales ab Freitag, dem 14. April, das Wasser abgestellt. Es handelt sich um die Dörfer Corbère, Corbère-les-Cabanes, Saint-Michel-de-Llotes und Bouleternère.

    Diese Entscheidung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Grundwasserspiegel in Frankreich auf einem Tiefpunkt angelangt ist. Laut dem Bureau de recherches géologiques et minières (BRGM) sind 75% der Grundwasserspiegel in diesem April mäßig niedrig oder sehr niedrig, wodurch das Risiko einer Sommerdürre für einige Regionen „erwiesen“ sei.

    Ab diesem Freitag haben die Einwohner der vier Gemeinden auf unbestimmte Zeit nur noch Zugang zu nicht trinkbarem Wasser, um einen möglichen Wassermangel auszugleichen. Denn wie die Gemeindeverwaltung von Bouleternère auf Facebook mitteilt, ist „der Pegel der Trinkwasserbohrung in Bouleternère an der untersten Entnahmeschwelle angelangt“.

  • Wasserknappheit: In einem Dorf im Departement Var verwandelt eine Maschine Luft in Wasser

    Wasserknappheit: In einem Dorf im Departement Var verwandelt eine Maschine Luft in Wasser

    In Grimaud im Departement Var wurde eine ganz besondere Maschine installiert, um der Wasserknappheit zu begegnen. Sie saugt die Umgebungsluft an, um die Feuchtigkeit aufzunehmen, und wandelt sie in Wasser um. Bald soll in dem Dorf so auch eine Trinkwasseranlage entstehen.

    In Grimaud (Var) kommt jeden Tag ein Reinigungsfahrzeug, um seinen Tank aufzufüllen. Das entspricht etwa 1.000 Litern Wasser. Wasser, das nicht dem Grundwasser entnommen wird, sondern in einer speziellen Maschine „hergestellt“ wird, die die Umgebungsluft ansaugt, um ihr die Feuchtigkeit zu entziehen. „Wir kondensieren die Luft, um atmosphärisches Wasser zu erhalten, das wir dann in einem Tank auffangen. Wir nennen es Rohwasser, es ist in Wirklichkeit kondensiertes Wasser, wie der Morgentau“, erklärt Franck Vergine, Industriedirektor von Home Atmosphéric Water.

    Bald soll eine Trinkwasseranlage entstehen.
    Dieses Wasser wird dann zur Reinigung der Straßen von Grimaud verwendet. Es könnte auch zur Brandbekämpfung verwendet werden. Das ist aber noch nicht alles. Auf einem 2 ha großen Grundstück soll bald eine Trinkwasserfabrik entstehen. Atmosphärisches Wasser, das an Hotels, Restaurants und die Allgemeinheit vermarktet werden soll, mit dem Ziel, 100.000 Liter Trinkwasser pro Tag zu produzieren.

  • Alpes-Maritimes: Das Dorf Breil-sur-Roya ist stark von der Dürre betroffen

    Alpes-Maritimes: Das Dorf Breil-sur-Roya ist stark von der Dürre betroffen

    Die Gemeinde Breil-sur-Roya (Alpes-Maritimes) meldet einen traurigen Rekord. Seit Anfang des Jahres gab es hier nur zwei Regentage. Diese Situation beunruhigt nicht nur die Einwohner, sondern ganz besonders auch die Landwirte. Auf den Höhen von Breil-sur-Roya (Alpes-Maritimes) ist der Betrieb von Mickaël Viale stark von der Dürre betroffen. Es ist ihm unmöglich, seine 600 Schafe und ebenso viele Lämmer ausreichend zu füttern. „Das Problem ist derzeit, dass es nicht regnet. Wir werden in der nächsten Zeit nicht genügend Grasressourcen haben“, bedauert der Züchter auf dem Sender France 2. Die Gemeinde Breil-sur-Roya, die 2021 schwer von Sturm Alex getroffen wurde, erlebt erneut eine besorgniserregende Situation. Seit Anfang des Jahres gab es nur zwei Regentage. Sorgen vor dem SommerIn den sozialen Netzwerken appellierte der Bürgermeister an die Verantwortungsbereitschaft der Einwohner. Die Bürger versichern vor der Kamera, dass sie die Sparmaßnahmen anwenden. „Wir putzen uns die Zähne un…

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  • Hautes-Alpes: Emmanuel Macron enthüllt seinen neuen Wasserplan

    Hautes-Alpes: Emmanuel Macron enthüllt seinen neuen Wasserplan

    Bei einem Besuch im Departement Hautes-Alpes skizzierte Emmanuel Macron am Donnerstag, dem 30. März, seinen „Wasserplan“, der unter anderem vorsieht, dass bis 2030 mindestens 10 % des Abwassers wiederverwendet werden sollen. Der Staatschef besuchte das Ufer des Sees von Serre-Ponçon, dem größten Süßwasserreservoir Westeuropas, um die Grundzüge seines neuen Wasserplans zu skizzieren. Alle Wirtschaftssektoren sollen in die Pflicht genommen werden, wobei ein erstes Ziel angestrebt wird. „Ich möchte dafür einen Kurs für unser Land mit einem Ziel für 2030 festlegen, das darin besteht, in allen Sektoren 10 % Wasser einzusparen“, erklärte Emmanuel Macron unter anderem. 180 Millionen Euro für die Reduzierung von Wasserlecks. Insbesondere soll ein Wasser-Ecowatt (ein Portal, das den Wasserverbrauch anzeigt) nach dem Vorbild des Energie-Ecowatts eingeführt werden, um das Bewusstsein der Bevölkerung zu schärfen. Außerdem sollen jährlich 180 Millionen Euro für die Reduzierung von Wasserlecks aufge…

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  • Weltwassertag: 10 erstaunliche Zahlen über den Wasserverbrauch in Frankreich

    Weltwassertag: 10 erstaunliche Zahlen über den Wasserverbrauch in Frankreich

    Mittwoch, der 22. März 2023, ist der Weltwassertag. Wie viel Wasser verbraucht Frankreich? Wie viele Kilometer Wasserleitungen gibt es in Frankreich? Wie viel Regen fällt jedes Jahr? Hier sind 10 bemerkenswerte Zahlen über das Wasser in Frankreich. 149 Liter Jeder Franzose verbrauchte laut dem Observatoire des services publics d’eau et d’assainissement im Jahr 2020 durchschnittlich 149 Liter Trinkwasser pro Tag. Eine relativ stabile Zahl: 2014 lag sie bei 144,6 Litern. Im Jahr 1975 lag sie bei 106 Litern. Im Laufe eines Jahres verbraucht jeder Franzose durchschnittlich 54,3 m3 Wasser. 39 % 39 % des Wassers, das ein Haushalt verbraucht, dient der Körperhygiene , 24 % der Reinigung (Wäsche, Böden, Gießen), 20 % der Toilettenspülung und nur 1 % dem Trinken, so Eau de France. 60 bis 80 Liter Das verbraucht man für eine Dusche, ein Bad benötigt 200 Liter, eine Waschmaschine 35 bis 60 Liter, ein Geschirrspüler 12 bis 16 Liter (fünfmal weniger als das Spülen des Geschirrs von Hand!), eine Toilettenspülung verbraucht 3 bis 6 Liter. Wer sein Auto mit dem Wasserschlauch wäscht, verbraucht etwa 200 Liter Wasser. Den Garten zu bewässern verbraucht 15 bis 20 Liter pro m². Für die Füllung des Swimmingpools werden sage und schreibe 60.000 bis 80.000 Liter benötigt! Natürlich sind das alles Durchschnittswerte, diedavon abhängen, wie lange man duscht oder wie groß der Pool ist. 67 % 67 % der Franzosen trinken täglich Leitungswasser, so eine Statistik der Website eaufrance.fr aus dem Jahr 2020. Im gleichen Zeitraum tranken 50 % täglich auch Wasser aus Flaschen, wie eine nationale Erhebung von CIEau/Kantar ergab. 2,11 €/m3 Der durchschnittliche Preis für Trinkwasser in Frankreich beträgt 2,11 €/m3. Hinzu kommen die Gebühren für die kollektive Abwasserentsorgung in Höhe von 2,19 €/m3. Der durchschnittliche Gesamtpreis beträgt also 4,3 €/m3 bei einer Verbrauchsgrundlage von 120 m3. Die Jahresrechnung der französischen Haushalte beläuft sich laut Eau de France im Durchschnitt auf 477,60 €. Zwei Drittel Zwei Drittel der Wassermenge, die in Frankreich für die Trinkwasserversorgung entnommen wird, kommt aus dem Grundwasser, so Futura Sciences. Es gibt einige Ausnahmen: Paris, dessen Wasser sowohl aus der Seine als auch aus der Marne stammt, Marseille, das sein Trinkwasser aus der Durance bezieht, oder Toulouse: Das Leitungswasser stammt dort sowohl aus der Garonne, dem Kanal von Saint-Martory, dem Lac de la Ramée als auch aus der Ariège. 996.000 km Um zu den Wasserhähnen, den Waschbecken und den Duschen zu gelangen, legt das Trinkwasser viele Kilometer zurück. Insgesamt gibt es in Frankreich 996.000 km Trinkwasserleitungen! (Quelle: Mon réseau d’eau, 2021). Dieses Netz ist jedoch stark reparaturbedürftig: Von 5 Litern Wasser, die in die Leitungen eingespeist werden geht ein Liter durch Lecks verloren. Das entspricht Verlusten von etwa 20 %. 33,9 % 33,9 % der Trinkwasserversorgung in Frankreich werden von öffentlichen Betreibern wie etwa Stadtwerken verwaltet. Den Rest teilen sich private Betreiber: 33,8 % für Veolia, 19,3 % für Suez und 11,8 % für Saur, wie die Website Mon réseau d’eau berichtet. 20 % Etwa 12 Millionen Menschen in Frankreich haben im Jahr 2021 episodisch oder regelmäßig Leitungswasser erhalten, das nicht den Qualitätsnormen entsprach, hat die Zeitung Le Monde auf der Grundlage von Daten der regionalen Gesundheitsagenturen aufgedeckt. Der Süden und Südwesten wies mit 5,1 % dabei noch die niedrigste Rate auf. 512 Milliarden m3 In Frankreich fallen nach der Klimanorm 1990-20108 durchschnittlich 930 Millimeter Niederschlag pro Jahr. Eine Wassermenge, die auf etwa 551,7 Milliarden Kubikmeter Wasser pro Jahr im Jahr 2018 beziffert wurde, wie die Statistiken von Météo France zeigen. 60% des Wassers kehrt über die Verdunstung in die Atmosphäre zurück, 40% fließen in das Grundwasser und in Flüsse.