Schlagwort: Wasserversorgung

  • Wasserknappheit: In einem Dorf im Departement Var verwandelt eine Maschine Luft in Wasser

    Wasserknappheit: In einem Dorf im Departement Var verwandelt eine Maschine Luft in Wasser

    In Grimaud im Departement Var wurde eine ganz besondere Maschine installiert, um der Wasserknappheit zu begegnen. Sie saugt die Umgebungsluft an, um die Feuchtigkeit aufzunehmen, und wandelt sie in Wasser um. Bald soll in dem Dorf so auch eine Trinkwasseranlage entstehen.

    In Grimaud (Var) kommt jeden Tag ein Reinigungsfahrzeug, um seinen Tank aufzufüllen. Das entspricht etwa 1.000 Litern Wasser. Wasser, das nicht dem Grundwasser entnommen wird, sondern in einer speziellen Maschine „hergestellt“ wird, die die Umgebungsluft ansaugt, um ihr die Feuchtigkeit zu entziehen. „Wir kondensieren die Luft, um atmosphärisches Wasser zu erhalten, das wir dann in einem Tank auffangen. Wir nennen es Rohwasser, es ist in Wirklichkeit kondensiertes Wasser, wie der Morgentau“, erklärt Franck Vergine, Industriedirektor von Home Atmosphéric Water.

    Bald soll eine Trinkwasseranlage entstehen.
    Dieses Wasser wird dann zur Reinigung der Straßen von Grimaud verwendet. Es könnte auch zur Brandbekämpfung verwendet werden. Das ist aber noch nicht alles. Auf einem 2 ha großen Grundstück soll bald eine Trinkwasserfabrik entstehen. Atmosphärisches Wasser, das an Hotels, Restaurants und die Allgemeinheit vermarktet werden soll, mit dem Ziel, 100.000 Liter Trinkwasser pro Tag zu produzieren.

  • Alpes-Maritimes: Das Dorf Breil-sur-Roya ist stark von der Dürre betroffen

    Alpes-Maritimes: Das Dorf Breil-sur-Roya ist stark von der Dürre betroffen

    Die Gemeinde Breil-sur-Roya (Alpes-Maritimes) meldet einen traurigen Rekord. Seit Anfang des Jahres gab es hier nur zwei Regentage. Diese Situation beunruhigt nicht nur die Einwohner, sondern ganz besonders auch die Landwirte. Auf den Höhen von Breil-sur-Roya (Alpes-Maritimes) ist der Betrieb von Mickaël Viale stark von der Dürre betroffen. Es ist ihm unmöglich, seine 600 Schafe und ebenso viele Lämmer ausreichend zu füttern. „Das Problem ist derzeit, dass es nicht regnet. Wir werden in der nächsten Zeit nicht genügend Grasressourcen haben“, bedauert der Züchter auf dem Sender France 2. Die Gemeinde Breil-sur-Roya, die 2021 schwer von Sturm Alex getroffen wurde, erlebt erneut eine besorgniserregende Situation. Seit Anfang des Jahres gab es nur zwei Regentage. Sorgen vor dem SommerIn den sozialen Netzwerken appellierte der Bürgermeister an die Verantwortungsbereitschaft der Einwohner. Die Bürger versichern vor der Kamera, dass sie die Sparmaßnahmen anwenden. „Wir putzen uns die Zähne un…

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  • Hautes-Alpes: Emmanuel Macron enthüllt seinen neuen Wasserplan

    Hautes-Alpes: Emmanuel Macron enthüllt seinen neuen Wasserplan

    Bei einem Besuch im Departement Hautes-Alpes skizzierte Emmanuel Macron am Donnerstag, dem 30. März, seinen „Wasserplan“, der unter anderem vorsieht, dass bis 2030 mindestens 10 % des Abwassers wiederverwendet werden sollen. Der Staatschef besuchte das Ufer des Sees von Serre-Ponçon, dem größten Süßwasserreservoir Westeuropas, um die Grundzüge seines neuen Wasserplans zu skizzieren. Alle Wirtschaftssektoren sollen in die Pflicht genommen werden, wobei ein erstes Ziel angestrebt wird. „Ich möchte dafür einen Kurs für unser Land mit einem Ziel für 2030 festlegen, das darin besteht, in allen Sektoren 10 % Wasser einzusparen“, erklärte Emmanuel Macron unter anderem. 180 Millionen Euro für die Reduzierung von Wasserlecks. Insbesondere soll ein Wasser-Ecowatt (ein Portal, das den Wasserverbrauch anzeigt) nach dem Vorbild des Energie-Ecowatts eingeführt werden, um das Bewusstsein der Bevölkerung zu schärfen. Außerdem sollen jährlich 180 Millionen Euro für die Reduzierung von Wasserlecks aufge…

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  • Weltwassertag: 10 erstaunliche Zahlen über den Wasserverbrauch in Frankreich

    Weltwassertag: 10 erstaunliche Zahlen über den Wasserverbrauch in Frankreich

    Mittwoch, der 22. März 2023, ist der Weltwassertag. Wie viel Wasser verbraucht Frankreich? Wie viele Kilometer Wasserleitungen gibt es in Frankreich? Wie viel Regen fällt jedes Jahr? Hier sind 10 bemerkenswerte Zahlen über das Wasser in Frankreich. 149 Liter Jeder Franzose verbrauchte laut dem Observatoire des services publics d’eau et d’assainissement im Jahr 2020 durchschnittlich 149 Liter Trinkwasser pro Tag. Eine relativ stabile Zahl: 2014 lag sie bei 144,6 Litern. Im Jahr 1975 lag sie bei 106 Litern. Im Laufe eines Jahres verbraucht jeder Franzose durchschnittlich 54,3 m3 Wasser. 39 % 39 % des Wassers, das ein Haushalt verbraucht, dient der Körperhygiene , 24 % der Reinigung (Wäsche, Böden, Gießen), 20 % der Toilettenspülung und nur 1 % dem Trinken, so Eau de France. 60 bis 80 Liter Das verbraucht man für eine Dusche, ein Bad benötigt 200 Liter, eine Waschmaschine 35 bis 60 Liter, ein Geschirrspüler 12 bis 16 Liter (fünfmal weniger als das Spülen des Geschirrs von Hand!), eine Toilettenspülung verbraucht 3 bis 6 Liter. Wer sein Auto mit dem Wasserschlauch wäscht, verbraucht etwa 200 Liter Wasser. Den Garten zu bewässern verbraucht 15 bis 20 Liter pro m². Für die Füllung des Swimmingpools werden sage und schreibe 60.000 bis 80.000 Liter benötigt! Natürlich sind das alles Durchschnittswerte, diedavon abhängen, wie lange man duscht oder wie groß der Pool ist. 67 % 67 % der Franzosen trinken täglich Leitungswasser, so eine Statistik der Website eaufrance.fr aus dem Jahr 2020. Im gleichen Zeitraum tranken 50 % täglich auch Wasser aus Flaschen, wie eine nationale Erhebung von CIEau/Kantar ergab. 2,11 €/m3 Der durchschnittliche Preis für Trinkwasser in Frankreich beträgt 2,11 €/m3. Hinzu kommen die Gebühren für die kollektive Abwasserentsorgung in Höhe von 2,19 €/m3. Der durchschnittliche Gesamtpreis beträgt also 4,3 €/m3 bei einer Verbrauchsgrundlage von 120 m3. Die Jahresrechnung der französischen Haushalte beläuft sich laut Eau de France im Durchschnitt auf 477,60 €. Zwei Drittel Zwei Drittel der Wassermenge, die in Frankreich für die Trinkwasserversorgung entnommen wird, kommt aus dem Grundwasser, so Futura Sciences. Es gibt einige Ausnahmen: Paris, dessen Wasser sowohl aus der Seine als auch aus der Marne stammt, Marseille, das sein Trinkwasser aus der Durance bezieht, oder Toulouse: Das Leitungswasser stammt dort sowohl aus der Garonne, dem Kanal von Saint-Martory, dem Lac de la Ramée als auch aus der Ariège. 996.000 km Um zu den Wasserhähnen, den Waschbecken und den Duschen zu gelangen, legt das Trinkwasser viele Kilometer zurück. Insgesamt gibt es in Frankreich 996.000 km Trinkwasserleitungen! (Quelle: Mon réseau d’eau, 2021). Dieses Netz ist jedoch stark reparaturbedürftig: Von 5 Litern Wasser, die in die Leitungen eingespeist werden geht ein Liter durch Lecks verloren. Das entspricht Verlusten von etwa 20 %. 33,9 % 33,9 % der Trinkwasserversorgung in Frankreich werden von öffentlichen Betreibern wie etwa Stadtwerken verwaltet. Den Rest teilen sich private Betreiber: 33,8 % für Veolia, 19,3 % für Suez und 11,8 % für Saur, wie die Website Mon réseau d’eau berichtet. 20 % Etwa 12 Millionen Menschen in Frankreich haben im Jahr 2021 episodisch oder regelmäßig Leitungswasser erhalten, das nicht den Qualitätsnormen entsprach, hat die Zeitung Le Monde auf der Grundlage von Daten der regionalen Gesundheitsagenturen aufgedeckt. Der Süden und Südwesten wies mit 5,1 % dabei noch die niedrigste Rate auf. 512 Milliarden m3 In Frankreich fallen nach der Klimanorm 1990-20108 durchschnittlich 930 Millimeter Niederschlag pro Jahr. Eine Wassermenge, die auf etwa 551,7 Milliarden Kubikmeter Wasser pro Jahr im Jahr 2018 beziffert wurde, wie die Statistiken von Météo France zeigen. 60% des Wassers kehrt über die Verdunstung in die Atmosphäre zurück, 40% fließen in das Grundwasser und in Flüsse.
  • Trockenheit: Frankreich will Regeln für Nutzung von grauem Abwasser und Regenwasser ändern

    Trockenheit: Frankreich will Regeln für Nutzung von grauem Abwasser und Regenwasser ändern

    „Wir sind bei weniger als 1 % Wiederverwendung von Abwasser, während die Italiener bei 10 % und die Spanier bei fast 20 % liegen“, bedauerte der Minister für den ökologischen Übergang, Christophe Béchu, am Dienstag im Sender France Bleu Azur. „Wir werden die Regeln für die Nutzung von aufbereitetem Abwasser ändern“, sagte der Minister für den ökologischen Übergang, Christophe Béchu, am Dienstag, dem 14. März, auf dem Sender France Bleu Azur, nachdem das Bureau des recherches géologiques et minières (BRGM) am Montag, dem 13. März, vor der unbefriedigenden Situation des Grundwassers in Frankreich warnte. Der Minister kritisierte den „Rückstand“ Frankreichs in diesem Bereich: „Wir sind bei weniger als 1% Wiederverwendung von Abwasser, während die Italiener bei 10% und die Spanier bei fast 20% liegen“. Der Minister für den ökologischen Übergang gibt an, dass auch Änderungen „für Regenwasser und Grauwasser“ in Betracht gezogen werden, um „bei Immobilienbaumaßnahmen zu ermöglichen, dass man …

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  • Wassermangel: Einschränkungen im Departement Ardèche eingeführt

    Wassermangel: Einschränkungen im Departement Ardèche eingeführt

    In der Ardèche kommt es seit Donnerstag, dem 9. März, aufgrund der Trockenheit zu Wassereinschränkungen. Die Wasserführung der Flüsse ist für die Jahreszeit ungewöhnlich niedrig. Die Ardèche ist von der anhaltenden Dürre stark betroffen. Die Präfektur hat den Norden des Departements auf die Alarmstufe 2/4, Alarmstufe Gelb, gesetzt. Erste Wasserbeschränkungen wurden bereits eingeführt. „Ich wohne seit dreißig Jahren hier, das ist das erste Mal, dass ich so etwas sehe“, sagt ein besorgter Bewohner auf dem Sender France 3. Mit dem nuen Präfekturerlass ist es für Landwirte nur noch an bestimmten Tagen und zu bestimmten Zeiten möglich, ihre Wasserbecken zu füllen oder ihre Felder zu bewässern. Ungewöhnlich niedrige Wasserstäne für einen Monat März Die Besitzerin eines Campingplatzes am Ufer des Doux stellt fest, dass der Wasserstand niedriger ist als sonst. Die Fließgeschwindigkeit des Flusses ist extrem niedrig. „Wir liegen heute im Durchschnitt bei 900 L/Sekunde. Das ist eine Fliessgeschwindigkeit, die wir normalerweise im Mai haben“, warnt Vincent Perrin, Flusstechniker des Syndicat mixte du bassin versant du Doux, gegenüber France 3. Nach einem komplizierten Jahr 2022 kündigt sich für 2023 ein Dürre-Rekordjahr an.
  • Dürre: Ist Grauwasser wirklich die Lösung zur Bewässerung von Feldern?

    Dürre: Ist Grauwasser wirklich die Lösung zur Bewässerung von Feldern?

    Weniger als 2 % des Abwassers werden laut dem französischen Landwirtschaftsminister wiederverwendet. Die Technik, die in Italien und Spanien schon weit verbreitet ist, stößt in Frankreich noch auf kulturelle und finanzielle Hindernisse. Das Thema Wasser und mögliche Einschränkungen wurde am Montag, dem 27. Februar, von Umweltminister Christophe Béchu und den Präfekten, die die Wasserressourcen im Land verwalten, besprochen. Die Wiederverwendung von Abwasser ist eine der besprochenen Lösungen, auch wenn sie in Frankreich noch sehr marginal ist. Wasser, das aus den Kläranlagen kommt, macht jedoch mehr als eine Milliarde Kubikmeter aus, die größtenteils einfach in die Natur oder in die Flüsse geleitet werden. Es gibt etwa 150 Projekte zur Bewässerung mit dem sogenannten grauen Wasser. In der Nähe von Clermont-Ferrand bewässern seit den 1990er Jahren rund 50 Landwirte 750 Hektar Anbaufläche mit Wasser, das aus der Kläranlage der Metropole kommt. In Noirmoutier werden die Frühkartoffeln mit…

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  • Trockenheit: Emmanuel Macron ruft zu Wassersparsamkeit auf

    Trockenheit: Emmanuel Macron ruft zu Wassersparsamkeit auf

    Am Rande des Besuchs des Präsidenten auf der Landwirtschaftsmesse in Paris sprach Macron von dem „Ende des Überflusses“. Das Thema der anhaltenden Trockenheit, von der Frankreich in diesem Winter betroffen ist, war auch auf der Landwirtschaftsmesse ein wichtiges Thema. Bei seinem Besuch der Messe forderte Emmanuel Macron am Samstag „einen Plan zur Wassersparsamkeit“ nach dem Vorbild des „Energie-Sparplans“ und sprach von dem „Ende des Überflusses“. „Wir wissen, dass wir wie im letzten Sommer mit den Problemen einer Wasserknappheit konfrontiert sein werden: Anstatt uns im letzten Moment unter Zwang und mit Nutzungskonflikten zu organisieren, müssen wir das alles rechtzeitig planen“, erklärte der Staatschef. Macron rief dazu auf, Regenwasser besser zu sammeln, Lecks in den Wassernetzen zu stopfen und das Trinkwasser besser auf die Nutzer zu verteilen, insbesondere durch Investitionen in Reservoirs. „Es ist wichtig, dass wir alle – Bürger, Industrie, Dienstleister, Gebietskörperschaften, …

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  • Trockenheit: In einigen Orten im Departement Var dürfen keine neuen Häuser gebaut werden

    Trockenheit: In einigen Orten im Departement Var dürfen keine neuen Häuser gebaut werden

    Im Departement Var haben einige Gemeinden jetzt beschlossen, neue Bauanträge für die nächsten vier Jahre einzufrieren. Der Grund: Die Bevölkerung ist bereits jetzt zu zahlreich für die geringen Wasserressourcen.

    Im östlichen Teil des Departements Var sind die Flüsse seit vielen Monaten ausgetrocknet und der Grundwasserspiegel in den neun Gemeinden des Kantons Fayence ist auf einem dramatisch niedrigen Stand. Jetzt erklärten die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden, dass sie keine neuen Bewohner mehr aufnehmen können, da sie nicht mehr genug Wasser für die Bevölkerung haben. Sie haben nun beschlossen, keine neuen Bauanträge für die nächsten vier Jahre zu genehmigen. „Es ist besser, den Leuten zu sagen, sie sollen nicht bauen und ihr Projekt verzögern, als ihnen zu sagen, ‚baut‘ und dann nicht mit Wasser versorgt zu werden, wenn sie sich niederlassen“, erklärte Jean-Yves Huet, Bürgermeister von Montauroux (Var) gegenüber France 3.

    „Das wird dramatisch für das Baugewerbe“.
    Für Bauanträge, die vor Februar 2023 genehmigt wurden, ist das Bauen weiterhin möglich. Die lokale Bevölkerung ist über die Entscheidung gespalten. „Das ist wieder eine Freiheit weniger. Mir wäre es lieber gewesen, man hätte sich früher Gedanken über die Wasseraufteilung gemacht“, kommentiert eine Frau. „Ich denke, es ist eine Maßnahme des gesunden Menschenverstands“, meint ein anderer Bewohner. Die Entscheidung blockiert auch viele Berufe rund um den Bau. „Das wird dramatisch für das Baugwerbe“, sagt Jean-Jacques Castillon, Präsident des Baugewerbe-Verbands des Departements Var.

  • Globale Erwärmung: Nach 32 Tagen ohne Regen – Frankreich im Dürrealarm

    Globale Erwärmung: Nach 32 Tagen ohne Regen – Frankreich im Dürrealarm

    In Frankreich gab es 32 Tage lang keinen richtigen Regen – die längste meteorologische Dürreperiode, die jemals aufgezeichnet wurde. Diese Situation gefährdet die Erholung des Grundwasserspiegels, der bereits durch die historische Dürre im letzten Jahr erschöpft war. Umweltminister Christophe Béchu erwägt Maßnahmen zur Einschränkung der Wassernutzung.

    Es ist ein Rekord, auf den Frankreich gut hätte verzichten können: Météo-France bestätigte gestern, dass es im ganzen Land 32 Tage lang keinen richtigen Regen gegeben hat – die längste meteorologische Dürreperiode, die jemals in Frankreich aufgezeichnet wurde. Die Trockenheit ist umso besorgniserregender, als sie im Winter auftritt, einer Zeit, in der sich normalerweise die Grundwasserr-Reserven auffüllen. Und das wäre vor dem Hintergrund eines chronischen Niederschlagsdefizits seit August 2021 und nach einer außergewöhnlichen Dürre und Hitzewelle im Jahr 2022, die Folgen der globalen Erwärmung sind, besonders wichtig gewesen.

    Minister Béchu beruft am Montag die Präfekten ein, um Maßnahmen zu ergreifen.
    Diese Dürreperiode wurde gestern unterbrochen, als es endlich etwas regnete, aber die Situation ist und bleibt so besorgniserregend, dass der Minister für den ökologischen Übergang, Christophe Béchu, gestern ankündigte, dass er Maßnahmen zur Einschränkung der Wassernutzung „ab März“ in Betracht ziehen werde.“ „Frankreich befindet sich in Alarmbereitschaft. Ab Montag werden wir mit den Präfekten schauen, wo wir stehen. Es ist der trockenste Winter seit 1959“, sagte der Minister gegenüber Franceinfo und erklärte, dass die Grundwasserspiegel „zwei Monate hinter der normalen Füllung zurückliegen.“

    Der Minister hat bereits bestätigt, dass ab Montag „weiche“ Einschränkungsmaßnahmen ergriffen werden, „um katastrophale Situationen“ in diesem Sommer zu vermeiden. Christophe Béchu rief dazu auf, ab sofort sehr sparsam zu sein, insbesondere bei der Befüllung von Schwimmbädern.

    In der Landwirtschaft wächst die Sorge um die Wasserversorgung und am Dienstag fand in Mont-de-Marsan eine Demonstration von rund 1.000 Landwirten statt, die den Erhalt der Bewässerung forderten. Dazu sagte der Minister: „Es gibt keine Landwirtschaft ohne Wasser. Es wäre scheinheilig, die Landwirte daran zu hindern, zu produzieren, um dann zu importieren“. Béchu sprach sich dafür aus, dass „mehr Abwasser genutzt werden kann“.
    Auf jeden Fall besteht nunmehr dringender Handlungsbedarf, da die Prognosen von Météo-France in der Tat alarmierend sind. „Der Februar 2023 wird voraussichtlich mit einem Niederschlagsdefizit von mehr als 50 % enden und damit zu einem der trockensten Februarmonate seit Beginn der Messungen im Jahr 1959 werden“, kündigte Météo-France an. Der Mangel an Regen „hängt hauptsächlich mit den antizyklonalen Bedingungen seit Ende Januar zusammen, die wie eine Art Schutzschild“ gegen die regenbringenden Wolken gewirkt haben, so Simon Mittelberger, Klimatologe bei Météo-France.

    Aber insbesondere sind es die Wiederholung der Trockenperioden und der Kontext, was Anlass zur Sorge gibt – auch wenn die Wissenschaftler diese spezifischen Dürreperioden noch nicht eindeutig auf Klimaveränderungen zurückgeführt haben.

    Im Januar bereits äußerte sich das Bureau de recherches géologiques et minières (BRGM) „ziemlich pessimistisch“ über die Verfügbarkeit von Grundwasser im nächsten Sommer, das immerhin zwei Drittel des Trinkwassers und ein Drittel der landwirtschaftlichen Bewässerung liefert. Wenn es 2023 genauso wenig regnet, „werden wir zu einer Situation kommen, die viel schlimmer ist als die, die wir im Spätsommer 2022 erlebt haben.“

    „Die Erwärmung hat begonnen. In Frankreich sind wir bereits bei +1,7 °C… Sich vorbereiten heißt, die Leugnung aufzugeben“, sagt Umweltminister Christophe Béchu.

    „Die Wintertrockenheit, die Frankreich derzeit heimsucht, zwingt uns dazu, unsere Wasser-Nutzungen zu priorisieren. Der erhöhte Druck auf die Wasserressourcen wird jedes Jahr stärker und wir müssen gemeinsam sparsam sein, wie wir es auch bei der Energie tun“, mahnt Carole Delga, Präsidentin von Régions de France und der Region Okzitanien, die eine große Konzertierung zum Thema Wasser eingeleitet hat, die den Auftakt zu einem regionalen Wasserplan bildet, „der im kommenden Juni verabschiedet werden soll“.