Schlagwort: Wasserversorgung

  • Wasser wird Luxus? – Preisschock in der Normandie sorgt für Aufruhr

    Wasser wird Luxus? – Preisschock in der Normandie sorgt für Aufruhr

    60 Prozent. So viel soll der Preis für Trinkwasser in über hundert Gemeinden des Départements Eure in der Normandie steigen – und das schon bald. Eine Zahl, die wirkt wie ein Schlag ins Gesicht vieler Anwohnerinnen und Anwohner. Denn während die Inflation die Haushaltskassen bereits strapaziert, platzt diese Nachricht mitten hinein in einen ohnehin angespannten Alltag. Doch was steckt dahinter? Und warum wird ausgerechnet Wasser – das ursprünglichste aller Grundlebensmittel – plötzlich zum Politikum? Investieren, sanieren, modernisieren – doch auf wessen Kosten? Die zuständigen Behörden verweisen auf dringenden Handlungsbedarf: Marode Leitungen, veraltete Pumpstationen, überlastete Netze. Die Infrastruktur zur Versorgung mit Trinkwasser sei vielerorts in einem Zustand, der kaum noch tragbar sei – ein flächendeckendes Sanierungsprogramm soll nun Abhilfe schaffen. Das Problem: Diese Modernisierungsmaßnahmen kosten Geld. Viel Geld. Und dieses Geld soll, wie so oft, aus den Taschen der Ver…

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  • Perpignan ohne Wasser: Eine geplatzte Leitung deckt Frankreichs marodes Wasserleitungsnetz auf

    Perpignan ohne Wasser: Eine geplatzte Leitung deckt Frankreichs marodes Wasserleitungsnetz auf

    Am Sonntagvormittag, dem 15. Juni 2025, wurde das Zentrum von Perpignan plötzlich von einem massiven Wasserausfall getroffen – 6.000 Haushalte und Geschäfte standen stundenlang ohne Trinkwasser da. Der Grund? Eine alte Wasserleitung aus der Nachkriegszeit war geplatzt und hatte stündlich rund eine halbe Million Liter Wasser in die Straßen gespült. Der Vorfall war mehr als nur ein lokales Ärgernis. Er ist ein Weckruf – laut, deutlich und längst überfällig. Ein Rohr aus einer anderen Zeit Die betroffene Leitung stammt aus den 1950er Jahren und bestand aus Gusseisen – damals der Standard, heute eine tickende Zeitbombe. Jahrzehnte unter der Erde, ständig Wasser, Druck, Schmutz und Umwelteinflüssen ausgesetzt: Kein Wunder, dass sie schließlich nachgab. Gusseisen neigt dazu, mit der Zeit spröde zu werden und zu korrodieren. In Frankreich sind etwa 10 Prozent der Leitungen älter als 50 Jahre, fast die Hälfte ist über 30 Jahre alt. Klingt das noch nach moderner Infrastruktur? Diese Rohrleitung…

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  • Perpignan ohne Trinkwasser: 780 Haushalte betroffen – marodes Leitungssystem unter der Lupe

    Perpignan ohne Trinkwasser: 780 Haushalte betroffen – marodes Leitungssystem unter der Lupe

    Ein plötzlicher Wasserstopp am Sonntagmorgen: 780 Haushalte in Perpignan sind seit dem 15. Juni 2025 von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten. Grund dafür ist eine massive Leckage im städtischen Leitungsnetz. Was wie ein punktuelles Problem wirkt, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als Warnsignal für ein größeres strukturelles Versagen – in einer Region, die ohnehin immer wieder unter extremer Trockenheit leidet. Ein Leck mit Folgen Es passierte früh am Sonntag: Plötzlich war in mehreren Vierteln von Perpignan kein Wasser mehr aus dem Hahn zu bekommen. Die Ursache? Eine noch nicht genau lokalisierte Leckage im städtischen Wassernetz. Die Reparaturtrupps sind zwar im Einsatz, doch die Arbeiten gestalten sich schwierig. Wann genau die Versorgung wiederhergestellt wird – darüber gibt es noch keine Ansage. Drei Notfallstellen zur Wasserabgabe wurden inzwischen eingerichtet. Eine sinnvolle Maßnahme, keine Frage. Doch: Es braucht mehr als nur Eimer und Kanister – es braucht eine nachhalti…

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  • Wenn das Wasser zur Gefahr wird – Die Trinkwasser-Krise nach den Überschwemmungen im Var

    Wenn das Wasser zur Gefahr wird – Die Trinkwasser-Krise nach den Überschwemmungen im Var

    Was wäre, wenn das, was wir täglich trinken, plötzlich zur Bedrohung wird? Genau das erleben gerade Tausende Menschen im französischen Département Var. Nach den sintflutartigen Regenfällen am 20. Mai 2025 kämpfen ganze Gemeinden nicht nur mit zerstörten Straßen und Stromausfällen – sondern auch mit einem unsichtbaren, aber besonders tückischen Feind: verunreinigtem Trinkwasser.


    Die unsichtbare Gefahr aus dem Hahn

    Nach außen sieht es oft harmlos aus – klares Wasser, das aus dem Wasserhahn fließt. Doch wer dieser Tage in Orten wie Fayence, Callian oder Tourrettes lebt, weiß: Der Schein trügt.

    Die massiven Regenfälle haben das Erdreich aufgewühlt, Rückstände in die Leitungen gespült und Wasseraufbereitungsanlagen überfordert. Die Folge: Trübungen, Keimbelastung, mikrobiologische Verunreinigungen. In sieben Gemeinden des Pays de Fayence wurde das Leitungswasser als ungenießbar eingestuft.

    Die Behörden reagierten schnell und warnten eindringlich: Wasser vor dem Trinken, Kochen oder Zähneputzen mindestens fünf Minuten lang abkochen. Ein einfacher Schritt – doch für viele ältere oder alleinstehende Menschen eine Herausforderung.


    Der Alltag wird zur logistischen Meisterleistung

    Was früher ein Griff zum Hahn war, wird jetzt zur logistischen Aufgabe. Schulen organisieren Flaschenwasserausgaben, Apotheken verteilen Informationsblätter und freiwillige Helfer liefern Wasser an menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Die „Maison de l’eau“ in Fayence dient als zentrale Anlaufstelle – dort holen sich täglich Hunderte frisches Trinkwasser.

    Die Stimmung ist angespannt. Viele Bewohner haben den Eindruck, dass diese Krise kein Einzelfall ist, sondern ein wiederkehrendes Problem. Immer wieder nach Starkregen – verunreinigtes Wasser. Die Vertrauensbasis zur Wasserversorgung hat Risse bekommen.


    Risikogruppen besonders betroffen

    Für gesunde Erwachsene mag es ein vorübergehendes Ärgernis sein. Für Schwangere, Säuglinge, ältere Menschen oder immungeschwächte Personen kann kontaminiertes Wasser jedoch ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Magen-Darm-Infekte, Infektionen – nichts ist auszuschließen.

    Deshalb arbeiten Sozialdienste auf Hochtouren, um genau diese Gruppen zu schützen. Doch wie lange kann dieser Ausnahmezustand aufrechterhalten werden, ohne dass das System ermüdet?


    Ein strukturelles Problem?

    Viele Experten sprechen inzwischen von einem strukturellen Versagen. Die Wasserversorgung in der Region sei nicht ausreichend gegen Wetterextreme abgesichert, Filteranlagen veraltet, Notfallpläne unvollständig. Hinzu kommt: Der Klimawandel erhöht nicht nur die Häufigkeit solcher Regenereignisse – er verschärft auch die Wirkung. Böden nehmen Wasser schlechter auf, Rückhaltebecken laufen über, und Keime gelangen ungehindert ins Trinkwassersystem.

    Es ist, als hätte man jahrzehntelang ein Netz mit Löchern gespannt – und wundert sich nun, dass es reißt, wenn es wirklich gebraucht wird.


    Wie weiter?

    Die Politik steht unter Druck. Erste Forderungen nach einer Modernisierung der Wasserwerke, robusteren Leitungsnetzen und transparenter Kommunikation werden laut. Es braucht Investitionen – nicht morgen, sondern heute. Gleichzeitig muss auch das Bewusstsein in der Bevölkerung gestärkt werden. Was tun bei einer Abkoch-Empfehlung? Wie erkennt man kontaminiertes Wasser? Welche Rechte haben Bürger in solchen Krisenfällen?


    Trinkwasser – mehr als nur ein Grundbedürfnis

    Wasser ist Leben, sagt man. Doch was, wenn dieses Leben krank macht? Die Krise im Var zeigt mit brutaler Deutlichkeit: Die Qualität unseres Trinkwassers ist keine Selbstverständlichkeit. Sie hängt ab von guter Infrastruktur, kluger Vorsorge – und manchmal auch vom Wetterbericht.

    Die Flut ist vorbei. Doch der Kampf um sauberes Wasser geht weiter.

    Und er betrifft uns alle – früher oder später.

    Autor: Andreas M. Brucker

  • La Réunion nach dem Zyklon Garance: 90.000 Haushalte ohne Strom – Schäden enorm

    La Réunion nach dem Zyklon Garance: 90.000 Haushalte ohne Strom – Schäden enorm

    Drei Tage nach dem verheerenden Zyklon Garance kämpft die Insel La Réunion mit massiven Zerstörungen. Vier Menschen haben ihr Leben verloren, 90.000 Haushalte sind noch immer ohne Strom, und die Infrastruktur ist schwer beschädigt.

    Verwüstete Straßen und entwurzelte Strommasten

    Die Hafenstadt Saint-Gilles-les-Bains im Westen der Insel ist besonders schwer betroffen. Hier hat der Sturm nicht nur Gebäude beschädigt, sondern auch unzählige Trümmer ins Wasser geschleudert. Die Bewohner räumen auf, so gut es geht – aber es ist eine Mammutaufgabe. Die Wassermassen stiegen rasant an und rissen Straßen mit sich, hinterließen klaffende Löcher, zerstörten Brücken und ließen ganze Viertel zeitweise unerreichbar werden.

    Dazu kommt der Zusammenbruch der Stromversorgung. Viele Strommasten sind umgeknickt oder komplett aus ihrer Verankerung gerissen. Die Reparaturarbeiten laufen auf Hochtouren, aber die Schäden sind enorm.

    „Der Sturm hat mein Haus einfach mitgenommen“

    Ein besonders erschütterndes Beispiel für die Wucht des Zyklons schildert eine Bewohnerin: „Eine Wasserfallkaskade hat sich plötzlich einen neuen Weg gesucht und meine ganze Wohnung frontal getroffen.“ Ihr Haus? Fast komplett weggeschwemmt. Für viele Menschen auf der Insel bedeutet Garance einen Neuanfang – aber nicht im positiven Sinne. Sie stehen vor den Trümmern ihrer Existenz.

    Trinkwasser wird knapp – das Militär hilft

    Neben der Stromversorgung ist auch das Trinkwasser ein großes Problem. Laut der Präfektur ist fast jeder zweite Bewohner von La Réunion von Wasserknappheit betroffen. Die Armee unterstützt seit dem 28. Februar die Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern – eine logistische Herausforderung, denn viele Zufahrtsstraßen sind noch immer nicht passierbar.

    Wie lange dauert es, bis sich die Insel von diesem Schlag erholt? Sicher ist: Es wird Wochen, wenn nicht Monate brauchen, um die Schäden zu beseitigen. Und die Bewohner stehen vor einer harten Realität – mit jedem neuen Sturm steigt das Risiko, dass sich solche Katastrophen wiederholen.

    Von Andreas M. B.

  • Dürre: Eine Gemeinde im Aude ist 16 Stunden täglich ohne Wasser

    Dürre: Eine Gemeinde im Aude ist 16 Stunden täglich ohne Wasser

    Durban-Corbières: Ein Dorf kämpft gegen die Trockenheit

    Durban-Corbières, eine kleine Gemeinde im Departement Aude, erlebt seit Montag, dem 15. Juli, drastische Wassereinschränkungen. Die etwa 650 Einwohner müssen von 14 Uhr bis 6 Uhr morgens ohne Wasser auskommen – ein drastischer Schritt, den die Gemeinde bislang noch nie erlebt hat. Grund dafür sind die ausgetrockneten Grundwasserspeicher, eine Folge der anhaltenden Trockenheit in der Region Occitanie, die seit zwei Jahren immer wieder von Rekorddürreperioden betroffen ist.

    Ein Dorf am Rande der Verzweiflung

    Die Bewohner von Durban-Corbières sind an Wasserausfälle gewöhnt, aber eine solch lange tägliche Abschaltung des Trinkwassers stellt eine neue Herausforderung dar. Ab nächstem Montag soll die Gemeinde durch Tankwagen mit Wasser versorgt werden. Doch diese Lösung bringt ihre eigenen Probleme mit sich. Die Gemeinde muss für die Lieferung bezahlen, was die finanzielle Belastung erhöht. Schon 2021 mussten ähnliche Maßnahmen ergriffen werden, damals wurde das Wasser jedoch kostenlos bereitgestellt. Der Bürgermeister, Alain Laborde, erinnert sich: „Allein für den Transport haben wir 2021 fast 20.000 Euro ausgegeben.“ Diesmal sind die Mittel sehr knapp und die Gemeinde ist auf die Solidarität ihrer Bürger angewiesen, um Wasser zu sparen. Doch wie effektiv kann das sein?

    Tourismus im Strudel der Trockenheit

    Die Wassereinschränkungen treffen die Gemeinde zu einer denkbar ungünstigen Zeit – mitten in der Touristensaison. Alexis Pranovi, Inhaber des Cafés Prano, befürchtet das Schlimmste: „Wir haben kein Wasser für die sanitären Anlagen zur Verfügung und riskieren, schließen zu müssen,“ erklärt er. Trotz zahlreicher Reservierungen für die kommenden Abende sieht er keine finanzielle Entschädigung in Sicht, da Versicherungen den Ausfall wegen Wassermangel nicht abdecken.

    Jean Robinson, der fünf gehobene Gästezimmer im Dorf betreibt, ist ebenfalls verzweifelt. „Wir wurden erst im letzten Moment informiert“, beklagt er. „Wenn alle meine Kunden absagen, verliere ich täglich 520 Euro.“ Eine bittere Pille für alle, die sich auf den Tourismus als Einkommensquelle verlassen.

    Was nun?

    Wie soll eine kleine Gemeinde wie Durban-Corbières mit dieser Krise umgehen? Können Tankwagen wirklich die Lösung sein? Die Kosten sind hoch und die Belastung für die Gemeindekasse immens. Die Einwohner sind aufgerufen, Wasser zu sparen – aber reicht das? Es scheint, als würde eine langfristige Lösung benötigt, um solche Situationen in Zukunft zu vermeiden.

    Die Trockenheit in der Region ist kein neues Phänomen, doch ihre Intensität und Häufigkeit nehmen zu. Ein Zusammenspiel von Klimawandel, steigenden Temperaturen und unvorhersehbaren Wetterbedingungen verschärft die Lage. Durban-Corbières steht beispielhaft für viele kleine Gemeinden, die mit ähnlichen Problemen konfrontiert sind.

    Zukunftsperspektiven

    Langfristig müssen Lösungen her, die über das bloße Reagieren hinausgehen. Innovative Bewässerungstechniken, nachhaltiger Umgang mit Wasserressourcen und vielleicht sogar infrastrukturelle Anpassungen könnten Wege sein, um solche Krisen zu bewältigen. Doch das erfordert Zeit, Geld und vor allem politische Entschlossenheit.

    Durban-Corbières zeigt uns, wie fragil unsere Wasserversorgung ist – und wie abhängig wir von einer Ressource sind, die wir oft als selbstverständlich ansehen. Es stellt sich die Frage: Wie viele Dörfer müssen noch dursten, bevor wir ernsthaft handeln?

  • Grundwassersituation in Frankreich bessert sich – aber große Sorge herrscht im Mittelmeerraum

    Grundwassersituation in Frankreich bessert sich – aber große Sorge herrscht im Mittelmeerraum

    Laut dem Bureau de recherches géologiques et minières (BRGM) liegt die Mehrheit der Grundwasserspiegel in Frankreich derzeit über den normalen Werten der Saison. Die Behörde ist aber besorgt über die Situation im Mittelmeerraum.

    Der Grundwasserspiegel steigt in ganz Frankreich wieder an. Das geht aus dem Lagebericht hervor, den das Bureau de recherches géologiques et minières (BRGM) am Mittwoch, dem 17. Januar, veröffentlicht hat: In den letzten Wochen hat sich die Situation des Grundwassers im Land insgesamt stark verbessert, vor allem dank der Regenfälle im November und Dezember. „Die Situation verbessert sich weiter: 56% der Pegel liegen im Dezember über den monatlichen Normalwerten“, beschreibt das BRGM die derzeitige Lage.

    Die Situation ist wesentlich entspannter als vor einem Jahr, als 72% der Pegel unter den Normalwerten lagen. „Das lässt auf zufriedenstellende Pegelstände am Ende des Winters in einem großen Teil des Landes hoffen“, so das BRGM, das damit nach einem von Trockenheit geprägten Jahr 2023 einen Hauch von Optimismus vermittelt.

    Heikle Situation im Mittelmeerraum
    Die Überwachungsbehörde sieht jedoch Probleme in Bezug auf die Grundwasservorkommen im Mittelmeerraum, insbesondere im Roussillon, wo die Grundwasserstände weiterhin besonders niedrig sind.

    „Die Wiederauffüllung der Grundwasservorkommen in der Roussillon-Ebene und im Corbières-Massiv scheint noch nicht begonnen zu haben“, so das BRGM: „Die Situation muss besonders im Mittelmeerraum überwacht werden, da die Grundwasservorkommen durch eine starke Niedrigwasserperiode und das Fehlen nennenswerter Wiederauffüllungsepisoden geschwächt sind“. Das BRGM hält es insbesondere für „schwer vorstellbar, dass die Grundwasserreserven im Roussillon bis zum Frühjahr wieder aufgefüllt werden oder sogar überdurchschnittliche Pegelstände erreicht werden“.

    Nach einem Jahr, das von einer historischen Dürre in der Region Pyrénées-Orientales geprägt war, ist diese Situation nicht wirklich überraschend. Das Departement Pyrénées-Orientales war 2023 von zahlreichen Einschränkungen der Wassernutzung betroffen. Im Jahr 2023 war die Niederschlagsmenge dort auf dem niedrigsten Stand seit 1929. Auch derzeit hält das Niederschlagsdefizit an, obwohl es sich beim Winter um die Zeit der Grundwasserauffüllung handeln sollte.

    Auf nationaler Ebene liegen derzeit noch 36% der Grundwasserreservoirs unter den monatlichen Normalwerten. 8% der Grundwasserspiegel lagen innerhalb der Norm und 56% liegen über der Norm.

  • Hochwasser: 15 Gemeinden im Departement Vienne ohne Trinkwasser

    Hochwasser: 15 Gemeinden im Departement Vienne ohne Trinkwasser

    Im Departement Vienne haben die starken Regenfälle Auswirkungen auf die Wasserqualität. Das Leitungswasser ist in 15 Gemeinden verschmutzt. Bis zur Wiederherstellung der Wasserversorgung werden Wasserflaschen an die Bewohner der betroffenen Dörfer verteilt.

    Seit Sonntag, dem 5. November, müssen die Bewohner von La Trimouille im Departement Vienne doppelt wachsam sein. „Es ist kompliziert, den Kindern zu sagen: ‚Rührt das Leitungswasser nicht an, denn es ist nicht gut zum Trinken’“, sagt eine fünffache Mutter auf dem Sender France 2. Die Bewohner müssen Wasser in Flaschen benutzen, da das Leitungswasser in 15 Gemeinden des Departements für ungenießbar erklärt wurde.

    Es werden Untersuchungen durchgeführt
    Die Verteilung der Wasserflaschen wurde von der Stadtverwaltung organisiert, die zum ersten Mal mit einer solchen Situation konfrontiert wurde. „Der Fluss ist auch schon andere Male über die Ufer getreten, aber das ist das erste Mal, dass wir Wasser verteilen müssen“, sagt die Bürgermeisterin von La Trimouille, Brigitte Abaux. In den letzten Tagen entnahmen die Behörden vermehrt Wasserproben, um zu überprüfen, wie sich die Verschmutzung des Wassers der Gemeinde verändert und ob es für die Einwohner wieder genießbar wird.

  • Alpes-Maritimes: Das Dorf Coaraze sitzt auf dem Trockenen

    Alpes-Maritimes: Das Dorf Coaraze sitzt auf dem Trockenen

    In dieser Woche zieht eine Hitzewelle über Frankreich. Die Böden sind bereits sehr trocken und die Lage verschlechtert sich. In den Alpes-Maritimes gelten wegen der verschärften Situation neue Einschränkungen – zum Beispiel in Coaraze.

    In Coaraze (Alpes-Maritimes), einem kleinen hochgelegenen Dorf mit 800 Einwohnern, sind die Brunnen schon seit Monaten ausgetrocknet. Die Quelle ist versiegt. Die Gemeinde hat sich daher an die sogenannte Notquelle angeschlossen. „Uns geht langsam wirklich das Wasser aus. Es ist das erste Mal, dass uns das passiert. Wir sind fast nicht mehr in der Lage, Wasser zu pumpen“, erklärt Sébastien Suche, Brunnenmeister von Coaroze, auf dem Sender France 3.

    Sich an die Einschränkungen anpassen
    Seit eineinhalb Jahren entnehmen die Pumpen 180 Kubikmeter pro Tag, um das Dorf zu versorgen, aber aus der Quelle kommen 25 % weniger Wasser als früher. „Das ist nicht einmal unser Plan B, das ist unser Plan C“, stellt der erste stellvertretende Bürgermeister des Ortes klar. Auch auf der Straße fließen die drei Brunnen, die Spaziergänger und Wanderer nutzen, nicht mehr ohne Unterbrechung. Die ursprüngliche Quelle des Ortes ist bereits seit März 2022 versiegt und das verhindert auch das Bewässern der Gärten und Felder der Bewohner.

  • Hérault: Dorf ohne Trinkwasser

    Hérault: Dorf ohne Trinkwasser

    Trotz der jüngsten Gewitter breitet sich die Dürre weiter aus. Im Departement Hérault kämpft ein Dorf in der Nähe von Béziers derzeit mit großem Mangel an Trinkwasser, da die örtliche Quelle den Bedarf nicht mehr decken kann.

    Cessenon-sur-Orb (Hérault): Ein fast leerer Wasserkanister ist alles, was einem Paar für den täglichen Bedarf bleibt. Zum Trinken gibt es zwei 6er-Packs Flaschen, die von der Stadtverwaltung verteilt werden. Es ist den Bewohnern verboten, Leitungswasser zu verwenden, da die Wasserstände in den Becken zu niedrig sind. Seit drei Tagen kämpft die Stadtverwaltung von Cessenon-sur-Orb (Hérault) darum, genügend Wasser in den Becken zu halten, wobei Tanklastwagen bei der Versorgung helfen. Aufgrund der Dürre wird die Wassermenge aus der Quelle immer geringer.

    Im Juni dieses Jahres wurden bereits Nutzungseinschränkungen für die Einwohner erlassen. Die besorgniserregende Situation wirft Fragen für die Zukunft auf. „Wir müssen uns bewusst werden, dass wir in eine Zeit eintreten, die sich sehr von dem unterscheidet, was wir bisher erlebt haben“, sagt eine Einwohnerin auf dem Sender France 3. Die Gemeinde zählt auf die Solidarität der Nachbargemeinden und die Genügsamkeit ihrer Einwohner.