Schlagwort: Waldbrand

  • Gironde: Feuer breitet sich in rasender Geschwindigkeit aus (Video)

    Gironde: Feuer breitet sich in rasender Geschwindigkeit aus (Video)

    Nur drei Wochen nach einem riesigen Brand in Landiras in der Gironde sind die Bewohner der Region erneut mit einem Flammeninferno konfrontiert. Diesmal breitet sich das Feuer noch schneller aus. In weniger als 24 Stunden gingen mehr als 6.000 Hektar Wald in Flammen auf.

    Selbst die Feuerwehrleute hatten nicht mit einer so schnellen Ausbreitung gerechnet. Sich einen Weg durch die Flammen zu bahnen, ist sehr gefährlich. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, dem 10. August, gerieten sechs Lastwagen der Feuerwehr in Brand. Die Feuerwehrleute konnten gerade noch rechtzeitig die Gefahrenzone verlassen. In nur wenigen Stunden hatte sich das Feuer rasend schnell ausgebreitet. Die Flammenwand ist so hoch, dass man nicht einmal mehr den Himmel erkennen kann.

    Eine Folge der Brände im Juli.
    6.000 Hektar Land wurden verwüstet und 16 Häuser verbrannt. Die Bewohner haben nur wenige Minuten Zeit, um zu evakuieren. Sie müssen versuchen, eine Unterkunft für die Nacht zu finden. Der Bürgermeister von Hostens, Jean-Louis Dartiailh, dreht mit seinem Auto Runden und versucht, den Feuerwehrleuten den Weg zu weisen und sicherzustellen, dass alle gut weggekommen sind. Es ist das zweite Mal, dass das Gebiet in diesem Sommer von einem Feuer heimgesucht wird. Das Inferno ist eine direkte Folge des Feuers vom Juli, das damals insgesamt 14.000 Hektar verbrannt hat.

  • Gironde: Das Feuer „schreitet weiterhin schnell voran“ – Autobahn A63 wird gesperrt

    Gironde: Das Feuer „schreitet weiterhin schnell voran“ – Autobahn A63 wird gesperrt

    „Wir erleben am Mittwoch aufgrund der Wetterbedingungen einen Tag mit sehr hohem Risiko“, warnt der Präfekt des Departements Gironde.

    Das Feuer von Landiras (Gironde), das schon im Juli mehr als 13.000 Hektar Land vernichtet hatte, fraß sich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, den 10. August, durch weitere 6.000 Hektar Wald. „Wir erleben am Mittwoch aufgrund der Wetterbedingungen einen Tag mit sehr hohem Risiko“, warnte am Morgen Martin Guespereau, der für Verteidigung und Sicherheit zuständige Präfekt des Departements Gironde. Er kündigte die Sperrung der Autobahn A63 an, auf die sich das Feuer zubewegt. Wegen der Rauchschwaden ist die Sicht der Autofahrer stark behindert. Das Feuer „schreitet weiterhin schnell voran“, sagte der Feuerwehrchef des Departements Gironde.

    In der Gemeinde Belin-Béliet in der Gironde wurden sechzehn Häuser zerstört. „Es sind keine Verletzten zu beklagen“, so die Behörden. Etwa 3.800 Menschen wurden am Dienstag aus den Gebieten Belin-Béliet, Saint-Magne und Hostens evakuiert. Am Mittwochmorgen finden weitere Evakuierungs-Maßnahmen für etwa 2.000 Menschen in Belin statt.

    Das Feuer bewegt sich auf die A63 zu. Zunächst wurde eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 90 km/h und eine Reduzierung auf zwei von drei Fahrspuren in der Richtung Bayonne-Bordeaux eingeführt, teilte die Präfektur des Departements Gironde mit. Je nachdem, wie sich das Feuer entwickelt, wird in Kürze eine Sperrung der Autobahn erfolgen.

    Weitere Brände sind im Gange. Die französischen Feuerwehren bekämpfen am Mittwoch, dem 10. August, außerdem mehrere andere Brände. Im Departement Drôme gingen 286 Hektar in Rauch auf. Im Departement Aveyron mussten rund 3.000 Camper evakuiert werden, wo ein Feuer 700 Hektar Vegetation vernichtet hat.

  • Monster-Feuer in der Gironde brennt erneut – tausende Hektar verbrannt – Bewohner zum zweiten Mal evakuiert

    Monster-Feuer in der Gironde brennt erneut – tausende Hektar verbrannt – Bewohner zum zweiten Mal evakuiert

    In der Süd-Gironde, in der Region Landiras, ist seit Dienstag Abend erneut ein großer Brand im Gange. Am Mittwochmorgen sind bereits mindestens 6.000 Hektar abgebrannt. 16 Häuser wurden in dem Ort Belin-Béliet zerstört.

    Die Feuerwehr hatte es befürchtet. Am Dienstag, dem 9. August, kam es am Rande von Landiras, einem Gebiet, das bereits im Juli von heftigen Bränden heimgesucht worden war, erneut zu einem extrem heftigen Feuer. Am Mittwochmorgen waren rund um die Gemeinden Hostens und Saint-Magne bereits 6.000 Hektar Wald verbrannt. Fast 3.800 Menschen mussten evakuiert werden, die Evakuierung von Bourg de Belin (fast 2.000 Menschen) ist heute Vormittag noch im Gange. In der Gemeinde Belin-Béliet brannten in der Nacht 16 Häuser ab.

    Am frühen Abend des 9. August wurde der gesamte Ort Hostens evakuiert und die Feuerwehren versuchen mit allen Kräften ein Überspringen der Flammen auf die Häuser zu verhindern. Die Rettung der von den Flammen bedrohten Häuser hat Vorrang. Ein Drama für die Gemeinde, die bereits im Juli wegen der heftigen Brände evakuiert wurde.

    „Wir werden versuchen, alle in Sicherheit zu bringen“
    Tausende von Menschen mussten gestern Abend in aller Eile ihre Häuser verlassen. Viele haben Unterschlupf bei Freunden und Verwandten gefunden.

    „Wir hoffen, dass unsere Häuser sicher sind, aber das Problem ist, wir wissen nicht, wann wir wieder zurück können“, sagt eine Bewohnerin, die gestern mit ihren drei Kindern evakuiert wurde gegenüber France 3.

    In dem Gebiet sind 500 Feuerwehrleute im Einsatz, die von Löschflugzeugen unterstützt werden. Die Wetterbedingungen machen die Löscharbeiten sehr schwierig.

    „Die Front des Feuers bewegt sich in Richtung A63 (Autobahn Bayonne-Bordeaux). In Kürze wird eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 90 km/h und eine Reduzierung auf zwei von drei Fahrspuren in Richtung Bayonne-Bordeaux eingeführt“, so die Präfektur des Departements Gironde in einer Pressemitteilung.

  • Maine-et-Loire: Feuer zerstört 600 Hektar Wald – 50 Menschen evakuiert

    Maine-et-Loire: Feuer zerstört 600 Hektar Wald – 50 Menschen evakuiert

    Seit Montag ist nördlich von Baugé-en-Anjou, Maine-et-Loire, ein Großbrand im Gange.

    Das Feuer, das am Montag im Wald von Pugle (Maine-et-Loire) nördlich von Baugé-en-Anjou ausgebrochen ist, hat inzwischen bereits etwa 600 Hektar verbrannt und mindestens 50 Personen mussten evakuiert werden, wie die Präfektur und die Feuerwehr am Dienstag mitteilten. „Das Feuer ist nicht unter Kontrolle“, teilte das Departement am Dienstag mit. Weitere 500 Hektar werden von den Flammen bedroht.

    Nach Angaben der Präfektur sind an den rund 20 Brandherden „317 Feuerwehrleute im Einsatz mit 107 Fahrzeuge“. Auch ein Dash-Löschflugzeug wurde eingesetzt. Der Rauchgeruch breitet sich über einen großen Teil des Departements Maine-et-Loire aus, bis nach Angers und Cholet, aber auch bis nach Nantes im Departement Loire-Atlantique, berichtet die Zeitung Ouest France.

  • Lozère, Aveyron, Isère, Charente, Maine-et-Loire… Überblick über die aktuellen Brände in Frankreich

    Lozère, Aveyron, Isère, Charente, Maine-et-Loire… Überblick über die aktuellen Brände in Frankreich

    Frankreich bricht diesen Sommer traurige Rekorde bei den Waldbränden, wie das Europäische Waldbrandinformationssystem berichtet. Hier ein Überblick über die aktuell aktiven Brände.

    Mit bereits mehr als 47.000 Hektar verbrannter Fläche seit Jahresbeginn verzeichnete Frankreich laut dem Europäischen Waldbrandinformationssystem (EFFIS) bereits im Juli einen traurigen Rekord. Am Dienstag, dem 9. August, brennen in vier Departements noch immer Feuer, die auf eine außergewöhnliche Trockenheit zurückzuführen sind. Hier ein Überblick über die Lage.

    Lozère und Aveyron: fast 3.000 Evakuierungen und 700 Hektar verbrannte Fläche

    Etwa 3.000 Personen, Bewohner der Gemeinde, aber auch Urlauber, die sich auf Campingplätzen in den Gorges du Tarn aufhielten, wurden in der Nacht von Montag auf Dienstag wegen des anhaltenden Feuers in Mostuéjouls im Departement Aveyron evakuiert, wie die Feuerwehr am Dienstagmorgen mitteilte. 1.200 Menschen über Nacht in Sicherheit gebracht, wie die Präfektur des Departements auf Twitter mitteilt.

    Es handelt sich um denselben Waldbrand, der am Montag in der Gemeinde Massegros Causses Gorges in Lozère ausgebrochen war und sich auf das Aveyron ausgebreitet hat. Er verbrannte bisher mindestens 700 Hektar Vegetation, von denen drei Viertel im Departement Aveyron liegen.

    600 Feuerwehrleute sind vor Ort, um den Brand zu bekämpfen. Zusätzlich sind drei Canadair-Löschflugzeuge aus dem Gard zur Unterstützung eingetroffen. „Die evakuierte Bevölkerung in den Gemeinden Mostuéjouls oder Rivière-sur-Tarn muss in den Schutzräumen bleiben: Bis auf weiteres ist keine Rückkehr in die Häuser möglich“, so die Präfektur des Departements Aveyron.

    Im Departement Maine-et-Loire: 600 Hektar verbrannt, weitere 500 gefährdet
    Ein Feuer, das am Montagnachmittag im Norden des Departements Maine-et-Loire ausbrach, hat bereits 600 Hektar Vegetation im Massif de Pugle in Baugé-en-Anjou verbrannt, wie die Präfektur des Departements am Dienstag mitteilte. Am Dienstagvormittag war das Feuer immer noch nicht unter Kontrolle und weitere 500 Hektar sind direkt gefährdet. Die Feuerwehr ist nicht sicher, ob sie das Feuer im Laufe des Tages eindämmen kann, sagt ein Kommandant, der die Einsätze vor Ort leitet, gegenüber Franceinfo. 317 Feuerwehrleute und 107 Fahrzeuge sind im Einsatz, darunter auch Verstärkung aus anderen Départements. Auch ein Dash-Flugzeug des Zivilschutzes fliegt Löscheinsätze.

    Ein Problem für die Löscharbeiten bestand darin, dass das Feuer am Montagnachmittag das Lager der Minenräumung in Beauregard erreichte, wo Munition und Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg gelagert werden. Die durch die Hitze verursachten Detonationen verhinderten, dass die Feuerwehr in dem Gebiet tätig werden konnte und dass das Feuer schnell an Virulenz gewann.

    Isère: mehr als 100 Hektar verbrannt
    Im Departement Isère schreitet das Feuer, das am Freitagabend nach einem Blitzeinschlag in den Ausläufern der Chartreuse ausgebrochen war, „langsam voran“, wie die Präfektur in einer Erklärung am Dienstagmorgen mitteilte. Er hat inzwischen „etwas mehr als hundert Hektar“ vernichtet.

    380 Feuerwehrleute sind mit 92 Fahrzeugen im Einsatz, unterstützt von Löschflugzeugen. Fünf Kolonnen sind zur Verstärkung aus den Departements Rhône, Savoie, Haute-Loire, Puy-de-Dôme, Allier und Cantal eingetroffen.

    „Bisher sind keine Verletzten unter der Bevölkerung zu beklagen. Drei Feuerwehrleute wurden bei einem Einsatz leicht verletzt“, meldete die Präfektur des Departements Isère. Derzeit sind keine Wohnhäuser oder Firmengelände gefährdet. Etwa 170 Personen wurden aus den Orten Malossane, Les Balmes und Le Bourget in der Gemeinde Voreppe evakuiert. Die Orte Les Barniers-Les Côtes in La Sure-en Chartreuse wurden vorsorglich bereits am Sonntag zur Räumung ihrer Häuser aufgefordert. Die Bewohner fanden hauptsächlich bei ihren Familien Unterschlupf. Weitere 30 Häuser wurden am Montag im Gebiet Les Balmes wegen heranfliegender brennender Pflanzenteile evakuiert.

    In der Charente wurden fast 150 Hektar Wald vernichtet
    Fast 150 Hektar Wald wurden bei einem Brand zerstört, der am Montagabend in der Gemeinde Boisbreteau in der Süd-Charente ausgebrochen ist, so die Präfektur des Departements in einer Erklärung am Dienstag. Das Feuer ist nicht unter Kontrolle und breitet sich weiter aus.

    Mehr als 220 Feuerwehrleute sind im Einsatz, darunter auch Verstärkung aus der Nouvelle-Aquitaine und des Pays de la Loire. Im Laufe des Vormittags werden auch Löschflugzeuge erwartet.

    Etwa 30 Personen wurden in dem Festsaal von Boisbreteau untergebracht, fügte die Präfektur der Charente hinzu. Zwei Hochspannungsleitungen, die etwa 200 Haushalte versorgten, mussten vom Stromnetz getrennt werden.

  • Waldbrände: Sechs neue Brandausbrüche in der Bretagne (Morbihan)

    Waldbrände: Sechs neue Brandausbrüche in der Bretagne (Morbihan)

    Nach einem Wochenende mit heftigen Bränden loderten die Flammen am Montag, dem 8. August, im Département Morbihan in der Bretagne erneut auf. Familien mussten vorsorglich aus ihren Häusern evakuiert werden.

    Davor hatten Feuerwehr und Bewohner Angst. Am Montag, dem 8. August, flammte das Feuer in dem bretonischen Departement Morbihan wieder auf. Es kam zu sechs Brandausbrüchen, die zum Teil bis Dienstagmorgen noch nicht unter Kontrolle gebracht werden konnten. Schuld daran sind der starke Wind und die Beschaffenheit des Bodens. Hubert Audic, Landwirt in Locoal-Mendon (Morbihan), erklärte auf France 3: „Das ist ein Torfmoor, also wird das Feuer in der Tiefe glühen und sobald es Wind gibt, wird es wieder ausbrechen“.

    Ein einziges Löschflugzeug für mehrere Brände
    Die Gendarmen gehen von Haus zu Haus, um zu überprüfen, ob die Evakuierungsaufforderung alle erreicht hat. Löschflugzeuge werden zur Unterstützung der Feuerwehr in ein Gebiet gerufen, in dem sie normalerweise nicht zum Einsatz kommen. „Das ist ein großer Brandausbruch und es gibt mehrere Feuer im Departement, bei denen er ebenfalls eingreift, also muss das Flugzeug nacheinander die Brände anfliegen“, sagt Didier Mousel, Direktor des Service Départemental d’incendie et de Secours des Departements Morbihan.

  • Feuer zwischen Lozère und Aveyron: 700 Hektar verbrannt – 3.000 Menschen in der Nacht evakuiert

    Feuer zwischen Lozère und Aveyron: 700 Hektar verbrannt – 3.000 Menschen in der Nacht evakuiert

    Am Montag, dem 8. August, brach gegen Abend im Departement Lozère ein Feuer aus, das sich bis in das Aveyron ausbreitete. Dreitausend Menschen mussten in der Nacht evakuiert werden.

    Das Feuer, das am Montag, dem 8. August, in Le Massegros in der Region Lozère durch eine landwirtschaftliche Maschine ausgelöst wurde, hatte sich bis 23 Uhr auf über 400 Hektar ausgebreitet und war bis ins benachbarte Aveyron vorgedrungen, wie die Nachrichtenagentur AFP meldet. Nach Angaben der Zeitung Midi Libre sind am Dienstagmorgen bereits mindestens 700 Hektar Opfer der Flammen geworden.

    Die Präfektur des Departements Aveyron gab am Dienstagmorgen bekannt, dass in der Nacht rund 1.000 Personen evakuiert werden mussten. „Die ganze Nacht hindurch wurden Evakuierungen durchgeführt. Zwischen 1 Uhr und 3 Uhr morgens wurden 1.200 Personen versorgt“, schrieb die Präfektur auf ihrem Facebook-Account und kündigte die Ankunft von drei Canadair-Löschflugzeugen aus dem Departement Gard am frühen Morgen des Dienstag an.

    Nach Angaben der Stadtverwaltung von Mostuéjouls im Département Aveyron wurden insgesamt mehr als 3.000 Menschen evakuiert. Vorsorglich wurden die Dörfer Rivière-sur-Tarn, Mostuéjouls und mehrere Campingplätze evakuiert.

    Das Feuer entstand laut Feuerwehr durch eine landwirtschaftliche Maschine. In einer Zeit extremer Trockenheit genügte ein kleiner Funken, um in der Nähe von Massegros, nördlich von Montpellier, die Vegetation in Brand zu setzen.

    Die betroffene Fläche, die um 17.30 Uhr 50 Hektar betrug, wuchs schnell auf 400 Hektar gegen 23 Uhr an.

    Zweihundert Feuerwehrleute aus Lozère und Aveyron waren im Einsatz. Am Abend traf Verstärkung aus der Haute-Garonne ein. Mehr als 600 Feuerwehrleute aus mehreren Departements (Aveyron, Lozère, Gard, Hérault, Bouches-du-Rhône, Var, Aude, Alpes-maritimes, Tarn, Ariège, Haute-Garonne) waren laut der Präfektur des Departements Aveyron auch am Dienstagmorgen im Einsatz.

    Das Feuer entwickelte sich in sehr dichten und schwer zugänglichen Kiefernwaldgebieten in Richtung der Schluchten des Tarn. Mehrere sekundäre Feuerausbrüche wurden entlang der RD32 (Lozère) und der RD9 (Aveyron) verzeichnet, insbesondere am Ort Bombes im Aveyron.

    Laut dem Europäischen Waldbrandinformationssystem (EFFIS), das seit 2006 entsprechende Statistiken führt, verzeichnete Frankreich bereits im Juli einen Rekord an verbrannter Fläche: Seit Jahresbeginn sind bereits mehr als 47.000 Hektar verbrannt!

  • Bretagne, Isère, Dordogne … Ein aktueller Überblick über die Brände in Frankreich

    Bretagne, Isère, Dordogne … Ein aktueller Überblick über die Brände in Frankreich

    Seit dem Wochenende hat Frankreich wieder mit einer Reihe von Waldbränden zu kämpfen, die noch nicht alle unter Kontrolle sind. Hier ein Überblick über die Lage.

    Am Wochenende brachen in den Departements Mobihan, Finistère, Isere und Dordogne erneut Waldbrände aus. Am Montagmorgen, dem 8. August, sind noch nicht alle Brände unter Kontrolle. Hunderte von Feuerwehrleuten sind noch immer im Einsatz und löschflugzeuge stehen bereit.

    Rund 30 Brände im Departement Morbihan
    Im Departement Morbihan, in der Region Vannes-Auray, gab es seit Samstagabend etwa 30 Brände, bei denen 200 Hektar Land vernichtet wurden. Die Ausbreitung der Flammen wurde durch die im Departement herrschende Trockenheit und die starken Winde begünstigt. Gleichzeitige Brände betrafen Gebiete in den Gemeinden Locoal-Mendon, Questembert und Pluvigner. Es mussten 430 Feuerwehrleute und 120 Löschfahrzeuge mobilisiert werden.

    Die Staatsanwaltschaft Lorient leitete zwei Untersuchungen zu dem Brand in Saint-Philibert sowie zu den Bränden in Erdeven und Locoal-Mendon ein. Der Brand in Saint-Philibert soll durch die Verwendung von Knallkörpern ausgelöst worden sein, berichtet France Bleu Armorique. Am Brandort wurden Reste von Knallkörpern gefunden und zwei Minderjährige im Alter von 14 und 16 Jahren wurden verhört, nachdem sie sich selbst der Gendarmerie gestellt hatten.

    Das Finistère unter Beobachtung

    Im Finistère konnten einige Brände, die am Samstagnachmittag in den Monts d’Arrée, zwei Wochen nach den Bränden, die an derselben Stelle fast 1800 Hektar Vegetation vernichtet hatten, wieder aufflammten, schnell unter Kontrolle gebracht werden. Doch der Bürgermeister von Saint Rivoal, der am Montagmorgen Gast bei Franceinfo war, befürchtet, dass „die Kombination aus hohen Temperaturen und zunehmendem Wind“, auch in den nächsten Tagen gefährlich sein könnte.

    In der Gemeinde Brasparts zerstörte ein Feuer 225 Hektar Vegetation. Es ist „gestoppt, aber nicht unter Kontrolle“, wie die Präfektur des Departements Finistère auf Twitter mitteilte. In der Gemeinde Brennilis hat ein Feuer 15 Hektar Vegetation zerstört. 260 Feuerwehrleute, die von Löschflugzeugen unterstützt wurden, waren im Einsatz. Insgesamt brannten in der Bretagne am Wochenende mehr als 400 Hektar, berichten France Bleu Breizh Izel und France Bleu Armorique.

    Isère: Das Chartreuse-Massiv brennt
    In den Ausläufern des Chartreuse-Gebirges breitet sich seit Freitagabend nach einem Blitzeinschlag ein Feuer aus. Das Feuer wütet im Bereich der Gemeinden Voreppe, La Buisse und La Sure-en-Chartreuse, wie die Präfektur des Departements Isère mitteilte.

    In der Nacht von Sonntag auf Montag drangen die Flammen in Gebiete vor, die für die Feuerwehr schwer zugänglich sind, und verbrannten 80 Hektar Vegetation, so eine letzte Bilanz der Feuerwehr. 270 Feuerwehrleute sind am Montag noch immer mit 65 Löschfahrzeugen und zwei Löschhubschraubern im Einsatz. 140 Personen mussten evakuiert werden.

    Zwei Brände in der Dordogne gelöscht
    Die beiden Brände, die am späten Sonntagnachmittag in der Dordogne ausgebrochen waren, wurden am Montag unter Kontrolle gebracht, wie France Bleu Périgord von der Präfektur der Dordogne erfuhr. Die Feuerwehr meldete 110 Hektar verbrannte Fläche, doch nach einem Überflug mit einer Drohne korrigierte die Präfektur die Bilanz nach unten. Sie schätzt, dass schlussendlich 86 bis 88 Hektar des Kiefern- und Nadelwaldes von La Double vernichtet wurden.

    In La Roche-Chalais, wo der zweite Brand stattfand, waren auch am Montag laut Bürgermeister Jean Michel Sautreau 80 Feuerwehrleute vor Ort im Einsatz.

  • Isère: Ein Feuer hat sich in der Nacht plötzlich ausgebreitet und bedroht zwei Fabriken

    Isère: Ein Feuer hat sich in der Nacht plötzlich ausgebreitet und bedroht zwei Fabriken

    Das Feuer wurde am Freitag durch einen Blitzeinschlag in den Wäldern der Chartreuse ausgelöst.

    Das Feuer, das am Freitagabend nach einem Blitzeinschlag in den Ausläufern der Chartreuse ausgebrochen war, hat sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag plötzlich stark ausgebreitet und bedroht nun zwei Fabriken, in denen Gas gelagert wird, berichtet France Bleu Isère am Sonntag, dem 7. August. Dies war das von der Feuerwehr befürchtete Worst-Case-Szenario.

    Das Feuer, das inzwischen etwa 20 Hektar Wald verbrannt hat, ist, angetrieben von starken Winden, in weniger als einer Stunde bis zur Departementstraße 1075 gelangt. Die Straße wurde zwischen Voreppe und La Buisse vorsichtshalber in beide Richtungen gesperrt, damit die Rettungskräfte nicht behindert werden. 25 Löschzüge, ein Hubschrauber der Sécurité civile und 120 Feuerwehrleute sind im Einsatz.

    „Die Operation wird wegen des Feuers auf dem Felsplateau andauern. Denn das ist für uns unzugänglich. Wir müssen die Sicherheit unserer Einsatzkräfte gewährleisten“, erklärte Kommandant Philippe Letondeur, der für den Feuerwehreinsatz verantwortlich ist, am Samstag gegenüber France Bleu Isère.

  • Bretagne: Zwei große Brände in Saint-Philibert und La Trinité-sur-mer

    Bretagne: Zwei große Brände in Saint-Philibert und La Trinité-sur-mer

    Am frühen Samstagnachmittag des 6. August brachen in Saint-Philibert und La Trinité-sur-mer im Département Morbihan in der Bretagne, einer bei Touristen sehr beliebten Region, zwei große Brände aus. Das Feuer konnte in der Nacht unter Kontrolle gebracht werden. Zwischenzeitlich musste eine Siedlung mit fünfzehn Häusern evakuiert werden.

    Am frühen Nachmittag des 6. August brach in Saint-Philibert, zwischen Carnac und Locmariaquer im Departement Morbihan, hinter dem Strand von Men er Belech ein großer Brand aus.
    Von den Stränden, die an diesem Augustwochenende stark frequentiert waren, und den nahe gelegenen Häfen oder vom offenen Meer aus war die Rauchsäule kilometerweit zu sehen.

    Die Feuerwehr setzte vor Ort umfangreiche Mittel ein, um den Brand, der zahlreiche Wohnhäuser bedrohte, einzudämmen. Eine Siedlung mit 15 Häusern im Ort Kernevest wurde evakuiert.
    Ein Gemeindesaal wurde geöffnet, um die betroffenen Personen aufzunehmen.

    Ein weiteres Feuer in La Trinité-sur-Mer
    Etwa eine Stunde später stieg eine weitere Rauchsäule über den Stränden der Gegend auf. Ein zweites Feuer war in der Ortschaft Kermarquer ausgebrochen.

    Insgesamt wurden am Samstag allein im Departement Morbihan etwa 20 Brandausbrüche registriert. 300 Feuerwehrleute und 107 Löschzüge waren im Einsatz.

    Die Behörden raten zu größter Wachsamkeit. Im Morbihan gilt weiterhin eine verstärkte Dürrewarnung.