Schlagwort: Waldbrand

  • „Vierzig Jahre Leben in einem Kofferraum“: In der Gironde werden Bewohner vor den Flammen evakuiert

    „Vierzig Jahre Leben in einem Kofferraum“: In der Gironde werden Bewohner vor den Flammen evakuiert

    Fast auf den Tag genau einen Monat nach seinem ersten Ausbruch ist das Feuer in Landiras erneut sehr heftig ausgebrochen und breitet sich sehr schnell aus. Insgesamt wurden inzwischen mindestens 10.000 Menschen evakuiert, davon 2.500 in der Gemeinde Belin-Béliet.

    In Belin-Béliet in der Gironde steht das Feuer vor den Toren der Gemeinde. Sehr früh am Morgen des 10. August flogen Canadair-Löschflugzeuge, große Dash-Flugzeuge und Hubschrauber mit 4000-Liter-Wasserbehältern über das Gebiet: Das Wiederaufflammen des Feuers in Landiras hat bereits 6.200 Hektar verwüstet und mindestens 10.000 Einwohner aus ihren Häusern vertrieben. In Belin-Béliet, einer Stadt mit 5.000 Einwohnern in der Nähe des Epizentrums der Brände, hat sich der Himmel dunkel verfärbt und ein beissender Brandgeruch hängt in den Straßen, nur das Hin und Her der Feuerwehrautos belebt die kleine, inzwischen fast menschenleere Gemeinde.

    Innerhalb weniger Stunden kamen die Flammen gefährlich nahe und 2.5000 Einwohner mussten ihre Häuser fluchtartig verlassen, berichtet die 19-jährige Elionor: „Heute Morgen sind wir aufgestanden und haben die schwarzen Wolken über uns gesehen. Das wühlt einen schon ein bisschen auf, alles geht sehr, sehr schnell“. Für die Jugendliche war das noch vor wenigen Wochen undenkbar. „Als es im Juli die ersten Brände gab, dachte ich: ‚Stell dir vor, wenn das bis hierher kommt!‘ Und genau das passiert jetzt. Das ist wirklich beeindruckend!“, erzählt sie den Reportern von Franceinfo.

    „Das Feuer ist zehn Meter hinter dem Haus“
    Auf den Straßen gehen Polizisten von Tür zu Tür, um die Bewohner dazu zu bewegen, ihr Wonviertel zu evakuieren. Ein Festsaal wurde hergerichtet, um die Menschen aufzunehmen. In der Gemeinde sind bereits siebzehn Häuser vom Feuer zerstört worden. „Überall sind Feuerwehrautos, Löschflugzeuge über unseren Köpfen, Sirenengeheul“, sagt die 66-jährige Evelyne. Die Rentnerin hat sich entschieden, bei ihren Kindern Zuflucht zu suchen und hatte nur eine halbe Stunde Zeit, um ihre Koffer zu packen. „Fast 40 Jahre Leben im Kofferraum eines Autos und das Haus verlassen müssen, ich hätte nicht gedacht, dass das so stressig ist. Aber ja, jetzt ist es wirklich soweit, wir müssen gehen“. Sie konnte nur ein paar Dinge mitnehmen, die ihr am meisten am Herzen lagen.

    „Wir haben nur das Wichtigste mitgenommen: ein paar Kleidungsstücke, das iPad und vor allem ein kleines Album mit Fotos meiner Kinder im Alter von zwei, drei Jahren.“ (Evelyne, 66, Bewohnerin von Belin-Béliet gegenüber franceinfo)

    Ein Stück weiter, im Stadtzentrum, bereiten sich die Bewohner auf den Abschied vor. Jean-Louis verlässt sein Haus und zieht zu seiner Tochter nach Biscarosse. Er gesteht: „Es macht mir ein bisschen Angst, weil der Wald nur zehn Meter hinter dem Haus liegt. Ich habe Angst, dass das Feuer den Weg überquert und mein Haus erreicht. Mir läuft ein kalter Schauer über den Rücken, es ist beeindruckend.“

    Am Abend ist die Stadt fast menschenleer. Nur einige Unentwegte sind geblieben und weigern sich, ihre Wohnungen oder Häuser zu verlassen. Bisher gab es keine Verletzten, so die Behörden. Eine Informationsstelle wurde für die Öffentlichkeit eingerichtet, so die Präfektur des Departements Gironde in einer Pressemitteilung, ebenso wie psychologische Hilfe. Mehr als 1.000 Feuerwehrleute wechseln sich in der Nacht ab, um die Flammen zu bekämpfen.

    Eine Reportage von Franceinfo

  • Innenminister Darmanin: „Es wird in den kommenden Wochen sehr wahrscheinlich sehr große Brände geben“

    Innenminister Darmanin: „Es wird in den kommenden Wochen sehr wahrscheinlich sehr große Brände geben“

    Bei einem Besuch in Mostuéjouls im Département Aveyron, wo ein Feuer über 700 Hektar Land verwüstet hatte, rief der Innenminister die Bürger zur „Zivilcourage“ auf. „Angesichts des trockenen Zustands unseres Landes, angesichts der für uns ungünstigen Winde, angesichts des fehlenden Regens wird es in den kommenden drei Wochen, ja sogar in den kommenden eineinhalb Sommermonaten, in Südfrankreich sehr wahrscheinlich zu sehr großen Bränden kommen“, sagte Innenminister Gérald Darmanin am Mittwoch, dem 10. August, während einer Reise nach Mostuéjouls (Aveyron) am Kommandoposten der Feuerwehr. Hier hat ein Feuer gewütet, das im Aveyron und der Lozère mehr als 700 Hektar Land verwüstet hat. „Wir müssen verstehen, dass die Feuersaison in Zeiten der globalen Erwärmung (…) viel früher beginnt, viele Regionen in Europa betrifft und – ein völlig neues Phänomen – nun auch die Departements nördlich der Loire betrifft“, erklärte der Innenminister. „Von nun an werden wir mit sehr starken Feuerausbrü…

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  • Brände in Frankreich: Rekordjahr 2022

    Brände in Frankreich: Rekordjahr 2022

    In diesem Jahr, mit wiederholten Hitze- und Dürreperioden, brennt es in Frankreich intensiver als je zuvor.

    Im Jahr 2022 gab es in Frankreich schon jetzt so viele Brände wie nie zuvor. „Die Gironde ist das Departement, das seit Beginn dieses Sommers am stärksten von Bränden betroffen ist“, erklärt die Journalistin Pauline Forgue am Dienstag, 9. August, in der 23-Uhr-Sendung von Franceinfo. „Mehrere Regionen sind betroffen, vor allem Südfrankreich, das daran gewöhnt ist, diese Art von Phänomen jedes Jahr zu erleben, aber nun trifft es auch bisher eher verschonte Gebiete, wie die Bretagne“.

    Mehr als 50.000 Hektar verbrannte Fläche seit Beginn des Jahres.
    2022 ist ein Rekordjahr mit 256 Brandausbrüchen und 50.599 Hektar verbrannter Vegetation seit Januar . „Das sind Grössenordnungen, die weit über denen eines durchschnittlichen Jahres liegen, das sind etwa 15.000 Hektar“, stellt Jean-Louis Pestour, nationaler Brandbeauftragter des ONF (Office national des forêts), fest. „Die Anzahl der Brände ist im Vergleich zu einem durchschnittlichen Jahr mehr als doppelt so hoch, daher sind wir sehr besorgt über die weitere Entwicklung“, warnt er.

  • Gironde: Feuer breitet sich in rasender Geschwindigkeit aus (Video)

    Gironde: Feuer breitet sich in rasender Geschwindigkeit aus (Video)

    Nur drei Wochen nach einem riesigen Brand in Landiras in der Gironde sind die Bewohner der Region erneut mit einem Flammeninferno konfrontiert. Diesmal breitet sich das Feuer noch schneller aus. In weniger als 24 Stunden gingen mehr als 6.000 Hektar Wald in Flammen auf.

    Selbst die Feuerwehrleute hatten nicht mit einer so schnellen Ausbreitung gerechnet. Sich einen Weg durch die Flammen zu bahnen, ist sehr gefährlich. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, dem 10. August, gerieten sechs Lastwagen der Feuerwehr in Brand. Die Feuerwehrleute konnten gerade noch rechtzeitig die Gefahrenzone verlassen. In nur wenigen Stunden hatte sich das Feuer rasend schnell ausgebreitet. Die Flammenwand ist so hoch, dass man nicht einmal mehr den Himmel erkennen kann.

    Eine Folge der Brände im Juli.
    6.000 Hektar Land wurden verwüstet und 16 Häuser verbrannt. Die Bewohner haben nur wenige Minuten Zeit, um zu evakuieren. Sie müssen versuchen, eine Unterkunft für die Nacht zu finden. Der Bürgermeister von Hostens, Jean-Louis Dartiailh, dreht mit seinem Auto Runden und versucht, den Feuerwehrleuten den Weg zu weisen und sicherzustellen, dass alle gut weggekommen sind. Es ist das zweite Mal, dass das Gebiet in diesem Sommer von einem Feuer heimgesucht wird. Das Inferno ist eine direkte Folge des Feuers vom Juli, das damals insgesamt 14.000 Hektar verbrannt hat.

  • Gironde: Das Feuer „schreitet weiterhin schnell voran“ – Autobahn A63 wird gesperrt

    Gironde: Das Feuer „schreitet weiterhin schnell voran“ – Autobahn A63 wird gesperrt

    „Wir erleben am Mittwoch aufgrund der Wetterbedingungen einen Tag mit sehr hohem Risiko“, warnt der Präfekt des Departements Gironde.

    Das Feuer von Landiras (Gironde), das schon im Juli mehr als 13.000 Hektar Land vernichtet hatte, fraß sich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, den 10. August, durch weitere 6.000 Hektar Wald. „Wir erleben am Mittwoch aufgrund der Wetterbedingungen einen Tag mit sehr hohem Risiko“, warnte am Morgen Martin Guespereau, der für Verteidigung und Sicherheit zuständige Präfekt des Departements Gironde. Er kündigte die Sperrung der Autobahn A63 an, auf die sich das Feuer zubewegt. Wegen der Rauchschwaden ist die Sicht der Autofahrer stark behindert. Das Feuer „schreitet weiterhin schnell voran“, sagte der Feuerwehrchef des Departements Gironde.

    In der Gemeinde Belin-Béliet in der Gironde wurden sechzehn Häuser zerstört. „Es sind keine Verletzten zu beklagen“, so die Behörden. Etwa 3.800 Menschen wurden am Dienstag aus den Gebieten Belin-Béliet, Saint-Magne und Hostens evakuiert. Am Mittwochmorgen finden weitere Evakuierungs-Maßnahmen für etwa 2.000 Menschen in Belin statt.

    Das Feuer bewegt sich auf die A63 zu. Zunächst wurde eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 90 km/h und eine Reduzierung auf zwei von drei Fahrspuren in der Richtung Bayonne-Bordeaux eingeführt, teilte die Präfektur des Departements Gironde mit. Je nachdem, wie sich das Feuer entwickelt, wird in Kürze eine Sperrung der Autobahn erfolgen.

    Weitere Brände sind im Gange. Die französischen Feuerwehren bekämpfen am Mittwoch, dem 10. August, außerdem mehrere andere Brände. Im Departement Drôme gingen 286 Hektar in Rauch auf. Im Departement Aveyron mussten rund 3.000 Camper evakuiert werden, wo ein Feuer 700 Hektar Vegetation vernichtet hat.

  • Monster-Feuer in der Gironde brennt erneut – tausende Hektar verbrannt – Bewohner zum zweiten Mal evakuiert

    Monster-Feuer in der Gironde brennt erneut – tausende Hektar verbrannt – Bewohner zum zweiten Mal evakuiert

    In der Süd-Gironde, in der Region Landiras, ist seit Dienstag Abend erneut ein großer Brand im Gange. Am Mittwochmorgen sind bereits mindestens 6.000 Hektar abgebrannt. 16 Häuser wurden in dem Ort Belin-Béliet zerstört.

    Die Feuerwehr hatte es befürchtet. Am Dienstag, dem 9. August, kam es am Rande von Landiras, einem Gebiet, das bereits im Juli von heftigen Bränden heimgesucht worden war, erneut zu einem extrem heftigen Feuer. Am Mittwochmorgen waren rund um die Gemeinden Hostens und Saint-Magne bereits 6.000 Hektar Wald verbrannt. Fast 3.800 Menschen mussten evakuiert werden, die Evakuierung von Bourg de Belin (fast 2.000 Menschen) ist heute Vormittag noch im Gange. In der Gemeinde Belin-Béliet brannten in der Nacht 16 Häuser ab.

    Am frühen Abend des 9. August wurde der gesamte Ort Hostens evakuiert und die Feuerwehren versuchen mit allen Kräften ein Überspringen der Flammen auf die Häuser zu verhindern. Die Rettung der von den Flammen bedrohten Häuser hat Vorrang. Ein Drama für die Gemeinde, die bereits im Juli wegen der heftigen Brände evakuiert wurde.

    „Wir werden versuchen, alle in Sicherheit zu bringen“
    Tausende von Menschen mussten gestern Abend in aller Eile ihre Häuser verlassen. Viele haben Unterschlupf bei Freunden und Verwandten gefunden.

    „Wir hoffen, dass unsere Häuser sicher sind, aber das Problem ist, wir wissen nicht, wann wir wieder zurück können“, sagt eine Bewohnerin, die gestern mit ihren drei Kindern evakuiert wurde gegenüber France 3.

    In dem Gebiet sind 500 Feuerwehrleute im Einsatz, die von Löschflugzeugen unterstützt werden. Die Wetterbedingungen machen die Löscharbeiten sehr schwierig.

    „Die Front des Feuers bewegt sich in Richtung A63 (Autobahn Bayonne-Bordeaux). In Kürze wird eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 90 km/h und eine Reduzierung auf zwei von drei Fahrspuren in Richtung Bayonne-Bordeaux eingeführt“, so die Präfektur des Departements Gironde in einer Pressemitteilung.

  • Maine-et-Loire: Feuer zerstört 600 Hektar Wald – 50 Menschen evakuiert

    Maine-et-Loire: Feuer zerstört 600 Hektar Wald – 50 Menschen evakuiert

    Seit Montag ist nördlich von Baugé-en-Anjou, Maine-et-Loire, ein Großbrand im Gange.

    Das Feuer, das am Montag im Wald von Pugle (Maine-et-Loire) nördlich von Baugé-en-Anjou ausgebrochen ist, hat inzwischen bereits etwa 600 Hektar verbrannt und mindestens 50 Personen mussten evakuiert werden, wie die Präfektur und die Feuerwehr am Dienstag mitteilten. „Das Feuer ist nicht unter Kontrolle“, teilte das Departement am Dienstag mit. Weitere 500 Hektar werden von den Flammen bedroht.

    Nach Angaben der Präfektur sind an den rund 20 Brandherden „317 Feuerwehrleute im Einsatz mit 107 Fahrzeuge“. Auch ein Dash-Löschflugzeug wurde eingesetzt. Der Rauchgeruch breitet sich über einen großen Teil des Departements Maine-et-Loire aus, bis nach Angers und Cholet, aber auch bis nach Nantes im Departement Loire-Atlantique, berichtet die Zeitung Ouest France.

  • Lozère, Aveyron, Isère, Charente, Maine-et-Loire… Überblick über die aktuellen Brände in Frankreich

    Lozère, Aveyron, Isère, Charente, Maine-et-Loire… Überblick über die aktuellen Brände in Frankreich

    Frankreich bricht diesen Sommer traurige Rekorde bei den Waldbränden, wie das Europäische Waldbrandinformationssystem berichtet. Hier ein Überblick über die aktuell aktiven Brände.

    Mit bereits mehr als 47.000 Hektar verbrannter Fläche seit Jahresbeginn verzeichnete Frankreich laut dem Europäischen Waldbrandinformationssystem (EFFIS) bereits im Juli einen traurigen Rekord. Am Dienstag, dem 9. August, brennen in vier Departements noch immer Feuer, die auf eine außergewöhnliche Trockenheit zurückzuführen sind. Hier ein Überblick über die Lage.

    Lozère und Aveyron: fast 3.000 Evakuierungen und 700 Hektar verbrannte Fläche

    Etwa 3.000 Personen, Bewohner der Gemeinde, aber auch Urlauber, die sich auf Campingplätzen in den Gorges du Tarn aufhielten, wurden in der Nacht von Montag auf Dienstag wegen des anhaltenden Feuers in Mostuéjouls im Departement Aveyron evakuiert, wie die Feuerwehr am Dienstagmorgen mitteilte. 1.200 Menschen über Nacht in Sicherheit gebracht, wie die Präfektur des Departements auf Twitter mitteilt.

    Es handelt sich um denselben Waldbrand, der am Montag in der Gemeinde Massegros Causses Gorges in Lozère ausgebrochen war und sich auf das Aveyron ausgebreitet hat. Er verbrannte bisher mindestens 700 Hektar Vegetation, von denen drei Viertel im Departement Aveyron liegen.

    600 Feuerwehrleute sind vor Ort, um den Brand zu bekämpfen. Zusätzlich sind drei Canadair-Löschflugzeuge aus dem Gard zur Unterstützung eingetroffen. „Die evakuierte Bevölkerung in den Gemeinden Mostuéjouls oder Rivière-sur-Tarn muss in den Schutzräumen bleiben: Bis auf weiteres ist keine Rückkehr in die Häuser möglich“, so die Präfektur des Departements Aveyron.

    Im Departement Maine-et-Loire: 600 Hektar verbrannt, weitere 500 gefährdet
    Ein Feuer, das am Montagnachmittag im Norden des Departements Maine-et-Loire ausbrach, hat bereits 600 Hektar Vegetation im Massif de Pugle in Baugé-en-Anjou verbrannt, wie die Präfektur des Departements am Dienstag mitteilte. Am Dienstagvormittag war das Feuer immer noch nicht unter Kontrolle und weitere 500 Hektar sind direkt gefährdet. Die Feuerwehr ist nicht sicher, ob sie das Feuer im Laufe des Tages eindämmen kann, sagt ein Kommandant, der die Einsätze vor Ort leitet, gegenüber Franceinfo. 317 Feuerwehrleute und 107 Fahrzeuge sind im Einsatz, darunter auch Verstärkung aus anderen Départements. Auch ein Dash-Flugzeug des Zivilschutzes fliegt Löscheinsätze.

    Ein Problem für die Löscharbeiten bestand darin, dass das Feuer am Montagnachmittag das Lager der Minenräumung in Beauregard erreichte, wo Munition und Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg gelagert werden. Die durch die Hitze verursachten Detonationen verhinderten, dass die Feuerwehr in dem Gebiet tätig werden konnte und dass das Feuer schnell an Virulenz gewann.

    Isère: mehr als 100 Hektar verbrannt
    Im Departement Isère schreitet das Feuer, das am Freitagabend nach einem Blitzeinschlag in den Ausläufern der Chartreuse ausgebrochen war, „langsam voran“, wie die Präfektur in einer Erklärung am Dienstagmorgen mitteilte. Er hat inzwischen „etwas mehr als hundert Hektar“ vernichtet.

    380 Feuerwehrleute sind mit 92 Fahrzeugen im Einsatz, unterstützt von Löschflugzeugen. Fünf Kolonnen sind zur Verstärkung aus den Departements Rhône, Savoie, Haute-Loire, Puy-de-Dôme, Allier und Cantal eingetroffen.

    „Bisher sind keine Verletzten unter der Bevölkerung zu beklagen. Drei Feuerwehrleute wurden bei einem Einsatz leicht verletzt“, meldete die Präfektur des Departements Isère. Derzeit sind keine Wohnhäuser oder Firmengelände gefährdet. Etwa 170 Personen wurden aus den Orten Malossane, Les Balmes und Le Bourget in der Gemeinde Voreppe evakuiert. Die Orte Les Barniers-Les Côtes in La Sure-en Chartreuse wurden vorsorglich bereits am Sonntag zur Räumung ihrer Häuser aufgefordert. Die Bewohner fanden hauptsächlich bei ihren Familien Unterschlupf. Weitere 30 Häuser wurden am Montag im Gebiet Les Balmes wegen heranfliegender brennender Pflanzenteile evakuiert.

    In der Charente wurden fast 150 Hektar Wald vernichtet
    Fast 150 Hektar Wald wurden bei einem Brand zerstört, der am Montagabend in der Gemeinde Boisbreteau in der Süd-Charente ausgebrochen ist, so die Präfektur des Departements in einer Erklärung am Dienstag. Das Feuer ist nicht unter Kontrolle und breitet sich weiter aus.

    Mehr als 220 Feuerwehrleute sind im Einsatz, darunter auch Verstärkung aus der Nouvelle-Aquitaine und des Pays de la Loire. Im Laufe des Vormittags werden auch Löschflugzeuge erwartet.

    Etwa 30 Personen wurden in dem Festsaal von Boisbreteau untergebracht, fügte die Präfektur der Charente hinzu. Zwei Hochspannungsleitungen, die etwa 200 Haushalte versorgten, mussten vom Stromnetz getrennt werden.

  • Waldbrände: Sechs neue Brandausbrüche in der Bretagne (Morbihan)

    Waldbrände: Sechs neue Brandausbrüche in der Bretagne (Morbihan)

    Nach einem Wochenende mit heftigen Bränden loderten die Flammen am Montag, dem 8. August, im Département Morbihan in der Bretagne erneut auf. Familien mussten vorsorglich aus ihren Häusern evakuiert werden.

    Davor hatten Feuerwehr und Bewohner Angst. Am Montag, dem 8. August, flammte das Feuer in dem bretonischen Departement Morbihan wieder auf. Es kam zu sechs Brandausbrüchen, die zum Teil bis Dienstagmorgen noch nicht unter Kontrolle gebracht werden konnten. Schuld daran sind der starke Wind und die Beschaffenheit des Bodens. Hubert Audic, Landwirt in Locoal-Mendon (Morbihan), erklärte auf France 3: „Das ist ein Torfmoor, also wird das Feuer in der Tiefe glühen und sobald es Wind gibt, wird es wieder ausbrechen“.

    Ein einziges Löschflugzeug für mehrere Brände
    Die Gendarmen gehen von Haus zu Haus, um zu überprüfen, ob die Evakuierungsaufforderung alle erreicht hat. Löschflugzeuge werden zur Unterstützung der Feuerwehr in ein Gebiet gerufen, in dem sie normalerweise nicht zum Einsatz kommen. „Das ist ein großer Brandausbruch und es gibt mehrere Feuer im Departement, bei denen er ebenfalls eingreift, also muss das Flugzeug nacheinander die Brände anfliegen“, sagt Didier Mousel, Direktor des Service Départemental d’incendie et de Secours des Departements Morbihan.

  • Feuer zwischen Lozère und Aveyron: 700 Hektar verbrannt – 3.000 Menschen in der Nacht evakuiert

    Feuer zwischen Lozère und Aveyron: 700 Hektar verbrannt – 3.000 Menschen in der Nacht evakuiert

    Am Montag, dem 8. August, brach gegen Abend im Departement Lozère ein Feuer aus, das sich bis in das Aveyron ausbreitete. Dreitausend Menschen mussten in der Nacht evakuiert werden.

    Das Feuer, das am Montag, dem 8. August, in Le Massegros in der Region Lozère durch eine landwirtschaftliche Maschine ausgelöst wurde, hatte sich bis 23 Uhr auf über 400 Hektar ausgebreitet und war bis ins benachbarte Aveyron vorgedrungen, wie die Nachrichtenagentur AFP meldet. Nach Angaben der Zeitung Midi Libre sind am Dienstagmorgen bereits mindestens 700 Hektar Opfer der Flammen geworden.

    Die Präfektur des Departements Aveyron gab am Dienstagmorgen bekannt, dass in der Nacht rund 1.000 Personen evakuiert werden mussten. „Die ganze Nacht hindurch wurden Evakuierungen durchgeführt. Zwischen 1 Uhr und 3 Uhr morgens wurden 1.200 Personen versorgt“, schrieb die Präfektur auf ihrem Facebook-Account und kündigte die Ankunft von drei Canadair-Löschflugzeugen aus dem Departement Gard am frühen Morgen des Dienstag an.

    Nach Angaben der Stadtverwaltung von Mostuéjouls im Département Aveyron wurden insgesamt mehr als 3.000 Menschen evakuiert. Vorsorglich wurden die Dörfer Rivière-sur-Tarn, Mostuéjouls und mehrere Campingplätze evakuiert.

    Das Feuer entstand laut Feuerwehr durch eine landwirtschaftliche Maschine. In einer Zeit extremer Trockenheit genügte ein kleiner Funken, um in der Nähe von Massegros, nördlich von Montpellier, die Vegetation in Brand zu setzen.

    Die betroffene Fläche, die um 17.30 Uhr 50 Hektar betrug, wuchs schnell auf 400 Hektar gegen 23 Uhr an.

    Zweihundert Feuerwehrleute aus Lozère und Aveyron waren im Einsatz. Am Abend traf Verstärkung aus der Haute-Garonne ein. Mehr als 600 Feuerwehrleute aus mehreren Departements (Aveyron, Lozère, Gard, Hérault, Bouches-du-Rhône, Var, Aude, Alpes-maritimes, Tarn, Ariège, Haute-Garonne) waren laut der Präfektur des Departements Aveyron auch am Dienstagmorgen im Einsatz.

    Das Feuer entwickelte sich in sehr dichten und schwer zugänglichen Kiefernwaldgebieten in Richtung der Schluchten des Tarn. Mehrere sekundäre Feuerausbrüche wurden entlang der RD32 (Lozère) und der RD9 (Aveyron) verzeichnet, insbesondere am Ort Bombes im Aveyron.

    Laut dem Europäischen Waldbrandinformationssystem (EFFIS), das seit 2006 entsprechende Statistiken führt, verzeichnete Frankreich bereits im Juli einen Rekord an verbrannter Fläche: Seit Jahresbeginn sind bereits mehr als 47.000 Hektar verbrannt!