Schlagwort: Verhaftung

  • Pressefreiheit in Frankreich: Investigativjournalistin nach Hausdurchsuchung in Polizeigewahrsam

    Pressefreiheit in Frankreich: Investigativjournalistin nach Hausdurchsuchung in Polizeigewahrsam

    Die investigative Redaktion „Disclose“ berichtete am Dienstagmorgen, dass bei der französischen Journalistin Ariane Lavrilleux Hausdurchsuchungen durchgeführt wurden und sie in Polizeigewahrsam genommen wurde. Sie war 2021 für Enthüllungen über mögliche Unregelmäßigkeiten französischer Geheimdienstoperationen in Ägypten verantwortlich.

    Es ist eine Festnahme, die viele empört. Das Medienunternehmen Disclose berichtete, dass die Journalistin Ariane Lavrilleux, die Ende 2021 über Unregelmäßigkeiten bei einer französischen Geheimdienstoperation in Ägypten berichtet hatte, am Dienstag, dem 19. September, nach einer Durchsuchung ihrer Wohnung in Polizeigewahrsam genommen wurde. Disclose hatte den Artikel damals veröffentlicht.

    „Polizisten der Generaldirektion für Innere Sicherheit (DGSI) haben unsere Journalistin in Polizeigewahrsam genommen. Ein weiterer unzulässiger Verstoß gegen den journalistischen Informantenschutz“, kritisierte Disclose auf Twitter. Eine mit dem Fall vertraute Quelle bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass eine Untersuchungsrichterin derzeit Ermittlungen durchführe, „unter Berücksichtigung ihres Status als Journalistin“.

    Die Durchsuchung und Verhaftung fanden im Rahmen eines seit Juli 2022 laufenden Ermittlungsverfahrens statt, das von der Pariser Staatsanwaltschaft wegen Gefährdung der nationalen Sicherheit und Offenlegung der Identität von Militärangehörigen eröffnet und dem Inlandsgeheimdienst DGSI übertragen wurde.

    „Ich bin entsetzt und besorgt über die Eskalation der Angriffe auf die Informationsfreiheit und die Zwangsmaßnahmen, die gegen die Journalistin von Disclose ergriffen wurden“, reagierte Virginie Marquet, Anwältin von Ariane Lavrilleux und Disclose. „Die Durchsuchung droht das Quellengeheimnis von Journalisten ernsthaft zu verletzen, von dem ich berechtigterweise befürchten muss, dass es heute völlig missachtet wurde. Disclose wird seine Journalistin schützen, die nichts anderes getan hat, als Informationen von öffentlichem Interesse aufzudecken“, so die Anwältin.

    Zahlreiche Medien und Journalisten, darunter mehrere Journalistenverbände und Reporter ohne Grenzen (ROG), zeigten sich in den sozialen Netzwerken empört und sprachen von einer „inakzeptablen Behinderung der Informationsfreiheit“ und einer „Verweigerung der Demokratie“.

    „Was für eine Idee, eine Journalistin in Polizeigewahrsam zu nehmen, weil sie ihrem Beruf nachgegangen ist, indem sie informiert hat? Eine Anhörung ist schon schlimm, aber eine Inhaftierung und Polizeigewahrsam ist reine Einschüchterung von Journalisten durch den Staat“, reagierte der Anwalt und Mitglied der Liga für Menschenrechte, Arié Halimi.

    Disclose hatte in einem im November 2021 veröffentlichten Artikel behauptet, dass die französische Geheimdienstmission „Sirli“, die im Februar 2016 im Namen der Terrorismusbekämpfung zugunsten Ägyptens durchgeführt wurde, vom ägyptischen Staat missbraucht worden sei, der die gesammelten Informationen für Luftangriffe auf Fahrzeuge mutmaßlicher Schmuggler an der ägyptisch-libyschen Grenze nutzte.

    Den von Disclose erhaltenen Dokumenten zufolge sollen „die französischen Streitkräfte zwischen 2016 und 2018 an mindestens 19 Bombenangriffen auf Zivilisten beteiligt gewesen sein“, die in diesem Gebiet stattfanden. Trotz der Bedenken und Warnungen einiger Beamter über die Auswüchse der Operation hätten die französischen Behörden die Mission nicht in Frage gestellt, so Disclose unter Berufung auf geheime Dokumente.

    Nach der Veröffentlichung hatte das französische Verteidigungsministerium Klage wegen „Verletzung von Geheimnissen der nationalen Verteidigung“ eingereicht. Im November 2021 wurde eine Voruntersuchung eingeleitet, bevor im Sommer 2022 eine Untersuchungsrichterin in der Sache ernannt wurde.

  • Abaya-Verbot: Vater einer Schülerin nach Todesdrohungen gegen den Schulleiter verhaftet

    Abaya-Verbot: Vater einer Schülerin nach Todesdrohungen gegen den Schulleiter verhaftet

    Dem Mädchen wurde zweimal der Zutritt zum Gymnasium verweigert. Der Schulleiter hatte den Vater bereits Anfang der Woche zu einem Gespräch geladen. Der Vater einer Gymnasiastin, der der Zutritt zur Schule verweigert wurde, weil sie eine Abaya trug, ist in Polizeigewahrsam, weil er verdächtigt wird, Todesdrohungen gegen den Schulleiter in Clermont-Ferrand (Puy-de-Dôme) ausgesprochen zu haben. Das meldete der Sender France Bleu Pays d’Auvergne am Freitag, dem 8. September. Am Montag konnte eine Schülerin des Lycée Ambroise-Brugière das neue Schuljahr nicht beginnen, weil sie sich weigerte, ihre Abaya abzulegen. Bildungsminister Gabriel Attal hatte jedoch zuvor das Tragen dieses langen traditionellen Kleides, das insbesondere von muslimischen Schülerinnen getragen wird, verboten. Der Vater der Gymnasiastin wurde daher Anfang der Woche vom Schulleiter zu einem Gespräch geladen. Seiner Tochter am Donnerstag erneut der Zugang zur Schule verweigert. Ihr Vater wird nun verdächtigt, daraufhin i…

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  • Montpellier: 28-jährige Frau mit mehreren Messerstichen getötet – 16-Jähriger festgenommen

    Montpellier: 28-jährige Frau mit mehreren Messerstichen getötet – 16-Jähriger festgenommen

    Auf das Opfer wurde nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungen etwa zehnmal eingestochen, zunächst in einem Auto und dann auf der Straße.

    Eine 28-jährige Frau wurde in der Nacht von Montag auf Dienstag, den 22. August, in Montpellier mit mehreren Messerstichen getötet, berichtet der Sender France Bleu Hérault am Mittwoch. Ein 16-jähriger Verdächtiger wurde festgenommen.

    Die Tat ereignete sich im Viertel Pierre-Vives in der Stadt Montpellier. In einem Auto kam es wohl zu einer Auseinandersetzung zwischen der jungen Frau und dem Jugendlichen. Innerhalb und außerhalb des Fahrzeugs kam es dann zu den tödlichen Messerstichen. Das Opfer wurde schwer verletzt auf der Straße aufgefunden und in ernstem Zustand in ein Krankenhaus gebracht, wo die junge Frau einige Stunden später, am Dienstagabend, wegen ihrer schweren Verletzungen verstarb.

    Erste medizinische Untersuchungen deuten auf etwa zehn Messerstiche hin. Die Staatsanwaltschaft Montpellier meldete, dass für Mittwoch eine Autopsie angesetzt sei. Es wurden Ermittlungen wegen Mordes eingeleitet.

    Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Gründe für die Tat nicht bekannt. Der mutmaßliche Täter flüchtete zunächst, konnte aber am Dienstagnachmittag festgenommen werden. Zwei junge Frauen, beide volljährig, wurden in diesem Fall ebenfalls in Polizeigewahrsam genommen. Sie meldeten sich spontan bei der Polizei, die sie der Beihilfe zum Mord verdächtigt. Die Frauen hatten nach Ansicht der Ermittler dem Verdächtigen bei der Flucht geholfen.

  • 16 Monate altes Mädchen tot – Lebensgefährte der Mutter verhaftet

    16 Monate altes Mädchen tot – Lebensgefährte der Mutter verhaftet

    Ein 16 Monate altes Mädchen wurde am Dienstagmorgen, dem 22. August, für tot erklärt, nachdem es am vergangenen Freitag schwerverletzt aufgefunden worden war. Der Lebensgefährte der Mutter wurde wegen des Vorwurfs der Gewalt gegen das kleine Mädchen angeklagt.

    Ambre, ein 16 Monate altes Mädchen, wurde am Freitag, dem 18. August, schwerverletzt in der Wohnung ihrer Mutter in Douai aufgefunden. Die Kleine überlebte ihre Verletzungen nicht und wurde am Dienstag, dem 23. August, morgens für tot erklärt, berichtet die Zeitung Voix du Nord.

    Unmittelbar nach der Entdeckung des kleinen Mädchens wurde der Lebensgefährte der Mutter, ein 19-jähriger Mann, festgenommen und wegen Gewaltanwendung gegen ein Kleinkind angeklagt. Mit dem Tod des Kindes dürfte sich der Tatvorwurf noch ändern.

    Die Rettungskräfte, die am Freitagnachmittag in die Wohnung der Mutter gerufen wurden, versuchten, das Kind wiederzubeleben und lieferten es in die Intensivstation des Universitätskrankenhaus in Lille ein. Die Mutter, die zum Zeitpunkt des Vorfalls abwesend war, gilt als unschuldig. Der festgenommene Lebensgefährte der Mutter war der Justiz bereits wegen Drogenkonsums bekannt und wurde nach seiner Verhaftung laut Staatsanwaltschaft positiv auf Cannabis getestet.

    Der schreckliche Vorfall ereignete sich nur wenige Tage nach einem ähnlichen Fall in Seclin, wo ein zweijähriges Mädchen tot in der Wohnung seiner Mutter aufgefunden wurde. Auch der Körper dieses Kinds wies Spuren von Schlägen auf und beide Eltern wurden vorläufig festgenommen.

  • Paris: Frau in tot in ihrer Wohnung aufgefunden – Mann wurde jetzt in Spanien festgenommen

    Paris: Frau in tot in ihrer Wohnung aufgefunden – Mann wurde jetzt in Spanien festgenommen

    Vor etwas mehr als einer Woche wurde eine Frau tot in ihrer Wohnung im 8. Arrondissement von Paris aufgefunden. Ein Mann in den Dreißigern wurde in diesem Zusammenhang am Freitag in Spanien festgenommen.

    Ein Mann wurde am Freitag, dem 18. August, in Spanien festgenommen, nachdem vor etwas mehr als einer Woche eine tote Frau in seiner Pariser Wohnung gefunden worden war.

    Am 13. August wurde der Körper einer Frau in iner Wohnung im 8. Arrondissement von Paris entdeckt. Die Ergebnisse der Autopsie – die am 14. August durchgeführt wurde – deuteten eindeutig auf Fremdverschulden hin. In der Autopsie ist von einem „gewaltsamen Tod“ die Rede.

    Bei dem festgenommenen Mann handelt es sich um einen Bekannten des Opfers.
    Am 17. August leitete die Pariser Staatsanwaltschaft gerichtliche Ermittlungen wegen Mordes ein. Die ersten Ermittlungen cder Kriminalpolizei lenkten den Verdacht auf einen Bekannten des Opfers: einen Mann in den Dreißigern.

    Der Untersuchungsrichter erließ einen Haftbefehl, der in Zusammenarbeit mit dem französischen Büro von Eurojust (der Einheit für justizielle Zusammenarbeit der Europäischen Union) international bekannt gemacht wurde. Dank der Zusammenarbeit mit den spanischen Ermittlungsbehörden konnte am Freitag, dem 18. August, eine Person festgenommen werden. Ein Antrag auf Auslieferung des Verdächtigen an die französischen Justizbehörden wird laut Franceinfo derzeit bearbeitet.

  • Côte-d’Or: Mann nach Tod seiner Lebensgefährtin in Untersuchungshaft genommen

    Côte-d’Or: Mann nach Tod seiner Lebensgefährtin in Untersuchungshaft genommen

    Laut der Staatsanwaltschaft Dijon wurde ein Ermittlungsverfahren, insbesondere wegen „fahrlässiger Tötung“, eingeleitet. Ein Mann wurde am Mittwoch in Untersuchungshaft genommen. Seine Ehefrau starb am Sonntag in Dijon.

    Ein Mann wurde am Mittwoch, dem 16. August, in Untersuchungshaft genommen, nachdem seine 34-jährige Ehefrau am Sonntag, 13. August, in ihrem Haus in Dijon in der Region Côte-d’Or gestorben ist.

    Die Rettungskräfte fanden die Frau am Sonntagmorgen, dem 13. August, mit Herzstillstand an der Seite ihres sechsjährigen Sohnes. Ihr ehemaliger Lebensgefährte, der mit einem Kontaktverbot belegt war, befand sich ebenfalls vor Ort.

    Laut dem Lebensgefährten hatte das Paar in der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 13. August, gemeinsam Kokain konsumiert. Der Mann erklärt, dass sie anschließend einen Streit hatten und dass seine Partnerin ihn mit einem Messer angriff und dass er sie daraufhin überwältigte. er habe ihr dabei keine Gewalt zugefügt. Erste Untersuchungen zeigen Spuren von Schlägen, die jedoch nicht tödlich waren, am Körper der Frau.

    Es wurde eine gerichtliche Untersuchung ‚wegen fahrlässiger Tötung, Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und Gewalt gegen einen Lebenspartner‘ eingeleitet, so die Staatsanwaltschaft Dijon.

  • Polizei beschlagnahmt 485 kg Cannabis im Kofferraum zweier Autos in Avignon

    Polizei beschlagnahmt 485 kg Cannabis im Kofferraum zweier Autos in Avignon

    Zwei Personen wurden von Spanien aus kommend festgenommen. Im Kofferraum ihrer Fahrzeuge befanden sich 13 Koffer mit Cannabis.

    Bereits in der Nacht von Montag auf Dienstag wurden zwei Männer in Avignon, Departement Vaucluse, mit 485 kg Cannabis in ihren Kofferräumen festgenommen, nachdem sie aus Spanien kommend mit hoher Geschwindigkeit Richtung Norden unterwegs waren. Das meldete Franceinfo am Samstag, dem 12. August, unter Berufung auf eine Polizeiquelle.

    Die beiden Personen wurden von einer Einsatzbrigade der Polizei (BRI) festgenommen, als sie in zwei Autos auf einer sogenannten „go fast“-Tour aus Spanien unterwegs waren. Dank der Überwachung durch die Polizei konnte eines der beiden Fahrzeuge auf dem Parkplatz eines Hotels in Avignon lokalisiert werden.

    In den Fahrzeugen entdeckten die Polizeikräfte dreizehn Koffer mit insgesamt 485 kg Cannabis. Die beiden Männer wurden am Ende der Woche angeklagt. Darüber hinaus beschlagnahmten die Ermittler insgesamt etwa 55.000 Euro.

  • Straßburg: Er wollte Cannabis per Drohne in Haftanstalt zu schmuggeln – 1 Jahr Gefängnis

    Straßburg: Er wollte Cannabis per Drohne in Haftanstalt zu schmuggeln – 1 Jahr Gefängnis

    Weil er versucht hatte, mithilfe einer Drohne Drogen in die Straßburger Haftanstalt zu schmuggeln, erhält eine Person am Donnerstag ein Jahr Gefängnis ohne Bewährung. Zwei weitere Personen wurden ebenfalls verurteilt.

    Eine Person wurde am Donnerstag, dem 10. August, zu einem Jahr Gefängnis ohne Bewährung verurteilt, weil sie versucht hatte, mithilfe einer Drohne Drogen in die Haftanstalt in Straßburg zu schmuggeln.

    Eine zweite Person erhielt neun Monate Gefängnis, davon fünf Monate ohne Bewährung. Eine dritte Person, die gerade erst 18 Jahre alt geworden war, wurde zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. Die drei volljährigen Angeklagten wurden am Dienstag, dem 8. August, in der Nähe einer Haftanstalt verhaftet, sie führten eine Drohne und 150 Gramm Cannabis mit sich. Die drei Angeklagten wurden am Donnerstag, dem 10. August, in einem Sofortverfahren vor Gericht gestellt.

    Die stellvertretende Staatsanwältin fügte hinzu, dass vier weitere volljährige Personen, die am Mittwoch, dem 9. August, festgenommen worden waren, am Donnerstagabend, dem 10. August, wegen der gleichen Tatbestände ebenfalls der Staatsanwaltschaft vorgeführt wurden. Sie müssen am Freitag, dem 11. August vor dem Richter erscheinen und sitzen bis dahin in Untersuchungshaft.

  • Paris: Frau durch Messerstich getötet – Ehemann nach Selbstanzeige in Polizeigewahrsam

    Paris: Frau durch Messerstich getötet – Ehemann nach Selbstanzeige in Polizeigewahrsam

    Die Tat ereignete sich in der Wohnung des Opfers. Der Mann wurde in Polizeigewahrsam genommen.

    Eine Frau wurde am Montag, den 31. August, in ihrer Wohnung in Paris mit einer Stichwaffe getötet, wie Franceinfo unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft meldete und damit einen Bericht des Senders BFMTV bestätigte. Ein 1972 geborener Mann ohne Vorstrafen hatte sich am Montag auf der Polizeiwache am Gare de l’Est gemeldet. Er wies mehrere Stichwunden auf und gab an, seine Frau im Laufe eines Streits getötet zu haben.

    Trotz des schnellen Eingreifens der Polizei und der Rettungskräfte verstarb das 1985 geborene Opfer. Der Mann wurde in Polizeigewahrsam genommen. Die Direction de la Police Judiciaire der Pariser Polizeipräfektur wurde mit den Ermittlungen zum Vorwurf des vorsätzlichen Mordes betraut.

  • Polizei verhaftet Betrunkenen – er ist ein gesuchter Mordverdächtiger

    Polizei verhaftet Betrunkenen – er ist ein gesuchter Mordverdächtiger

    Der am Montagmorgen im Norden von Paris festgenommene Mann wurde bei seiner Ankunft auf der Polizeiwache als ein zur Fahndung ausgeschriebener Täter erkannt, der im März in Paris einen Mord begangen haben soll.

    Ein Mann, der am Sonntag wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen worden war, wurde bei seiner Ankunft auf der Polizeiwache als gesuchter Täter eines im März in Paris begangenen Mordes erkannt, wie die Nachrichtenagentur AFP am Montag, dem 10. Juli, aus polizeilichen Quellen erfuhr.

    Der im Morgengrauen im Norden der Hauptstadt festgenommene Mann, der wegen Beleidigung und Fahrens ohne Führerschein angeklagt werden sollte, wurde laut einer Polizeiquelle zunächst den ganzen Vormittag über medizinisch untersucht, um festzustellen, ob sein Gesundheitszustand mit einem Polizeigewahrsam vereinbar war.

    „Ich war es, der den kleinen Samir auf dem Parkplatz getötet hat“.
    Als er am Mittag nach der Untersuchung in die Polizeistation des 18. Arrondissements von Paris zurückkehrte, erkannte ihn der Polizist am Empfang als einen wegen Mordes gesuchten Mann namens Kamel, eine andere Identität als die, die der Mann zunächst der Kriminalpolizei angegeben hatte. Bevor der Verdächtige in seine Zelle gesperrt wurde, soll er einem anderen Polizisten gesagt haben: „Ich bin derjenige, der den kleinen Samir auf dem Parkplatz getötet hat…. Sie haben gut daran getan, mich zu schnappen, ich hatte die Nase voll“.

    Der Mann bezog sich dabei auf einen Totschlag, der sich im März 2023 in einer Tiefgarage in Goutte-d’Or, einem beliebten Viertel im 18. Arrondissement von Paris, ereignet hatte. Der Schädel des Opfers (Samir) war „mit einem Helm“ zertrümmert worden.

    Die Ermittlungen der Pariser Kriminalpolizei führten auf die Spur von zwei Brüdern. Der ältere Bruder stellte sich bereits am 17. April, gab seine Beteiligung an dem Totschlag zu und wurde angeklagt und anschließend in Untersuchungshaft genommen. Die Tat war möglicherweise Rache für die Beteiligung des Opfers an einem Einbruch in das Haus der Eltern der Täter vor mehreren Jahren, ohne dass dies jedoch in diesem Stadium von den Ermittlern bestätigt werden konnte.