Schlagwort: Verhaftung

  • Yvelines: Schüler in Polizeigewahrsam – er hatte einen seiner Lehrer mit dem Tod bedroht

    Yvelines: Schüler in Polizeigewahrsam – er hatte einen seiner Lehrer mit dem Tod bedroht

    Der Polizeigewahrsam des Schülers der Oberstufe im Departement Yvelines und der verdächtigt wird, seinen Lehrer in einem sozialen Netzwerk mit dem Tod bedroht zu haben, wurde verlängert, wie der Sender Franceinfo am Montag meldete.

    Der Polizeigewahrsam des Schülers der Abschlussklasse, der ein katholisches Privatgymnasium in Le Chesnay im Departement Yvelines besucht, wird verlängert, wie der Sender Franceinfo am Montag, dem 18. Dezember, von der Staatsanwaltschaft in Versailles erfuhr. Der Jugendliche wird von den Ermittlern wegen „Todesdrohungen gegen eine Person, die mit einer öffentlichen Aufgabe betraut ist“ angehört. Er soll einen seiner Lehrer mit dem Tod bedroht haben.

    Der Schüler, der in wenigen Tagen 17 Jahre alt wird, wurde am Sonntagnachmittag in seinem Haus festgenommen, wie eine Polizeiquelle gegenüber Franceinfo berichtete. Ihm wird vorgeworfen, am vergangenen Wochenende auf Instagram eine Drohbotschaft gegen seinen Mathematiklehrer gepostet zu haben. In dieser Nachricht behauptete der Jugendliche, er wolle „seinen Mathematiklehrer ermorden“. Er kritisiert sein Aussehen, seine Größe und seine „gestreiften Socken“. Er fügte ein Foto des Lehrers bei und drohte auch denjenigen, die „petzen“ wollen, damit, wenn sie die Nachricht der Polizei melden sollten.

    Der Lehrer hat Anzeige erstattet.
    Die Ermittler versuchen nun herauszufinden, was den Schüler dazu bewogen hat, diese Nachricht zu posten. Ersten Informationen zufolge konnte der Junge es nicht ertragen, dass sein Lehrer ihm kürzlich seine Arbeit weggenommen hat, obwohl er seine Aufgabe noch nicht beendet hatte. Das schreibt er jedenfalls in seiner Nachricht auf Instagram.

    Der betroffene Lehrer erstattete Anzeige bei der Polizei, erklärte jedoch, dass er bisher nie Schwierigkeiten mit diesem Schüler gehabt habe. Die Ermittlungen werden fortgesetzt.

  • Toulouse: Mann wegen Serienangriffen auf Joggerinnen verhaftet

    Toulouse: Mann wegen Serienangriffen auf Joggerinnen verhaftet

    Ein 34-jähriger Mann wurde am Samstagabend in Toulouse von Polizisten einer Sondereinhait festgenommen. Er wird verdächtigt, in den letzten Tagen mehrere Joggerinnen angegriffen zu haben.

    Er lief nicht, um sich in Form zu halten, sondern um Joggerinnen zu überfallen. Ein Mann wurde am späten Samstagabend, dem 16. Dezember, im Stadtteil Lardenne in Toulouse festgenommen.

    Seit mehreren Tagen waren Frauen, die in der Gegend joggten, Opfer von sexuellen Übergriffen geworden. Wenn sie an dem Mann vorbeikamen, begann dieser, sie zu verfolgen. Er fasste ihnen mit den Händen an den Hintern und berührte ihre Körper.

    Mehrere Vorfälle waren bei der Polizei gemeldet worden. Am Samstagabend hatte der Mann ein weiteres Opfer belästigt, doch diesmal wandte sich die Frau, die er angegriffen hatte, sofort an die Polizei. Sie konnte eine genaue Beschreibung des Täters abgeben.

    Ein Team der Kriminalitätsbekämpfungsbrigade Toulouse Rive gauche begab sich sofort zum Tatort. Nach kurzer Suche stießen die Polizisten auf einen Mann, auf den die Beschreibung genau zutraf.

    Dieser wurde daraufhin festgenommen. Der 34-jährige Mann wurde in Polizeigewahrsam genommen.

  • Schriftsteller Frédéric Beigbeder in Pau wegen Vergewaltigungsvorwürfen verhaftet

    Schriftsteller Frédéric Beigbeder in Pau wegen Vergewaltigungsvorwürfen verhaftet

    Am Dienstag, dem 12. Dezember, wurde der Schriftsteller Frédéric Beigbeder in die Polizeistation von Pau bestellt und im Rahmen einer Voruntersuchung wegen Vergewaltigung in Polizeigewahrsam genommen. Der aus Pau stammende Schriftsteller Frédéric Beigbeder wurde am Dienstagmorgen gegen 9 Uhr in die …

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  • Youcef Atal: Profi des 1.Liga-Clubs OGC Nizza wegen „Verherrlichung des Terrorismus“ verhaftet

    Youcef Atal: Profi des 1.Liga-Clubs OGC Nizza wegen „Verherrlichung des Terrorismus“ verhaftet

    Youcef Atal, Verteidiger des Erstligisten OGC Nizza und algerischer Nationalspieler, wurde am Donnerstag, dem 23. November, wegen „Verherrlichung des Terrorismus und öffentlicher Provokation von Hass oder Gewalt“ in Polizeigewahrsam genommen, wie am Freitag bekannt wurde. Der Grund dafür war die Verbreitung eines Videos über seine sozialen Netzwerke, in dem Israel kritisiert wurde.

    Der Spieler des OGC Nizza Youcef Atal, gegen den nach einer Veröffentlichung im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen Israel und der Hamas eine Voruntersuchung wegen „Verherrlichung des Terrorismus“ eingeleitet wurde, wurde am Freitag in Polizeigewahrsam genommen, wie die Staatsanwaltschaft von Nizza mitteilte und damit eine Meldung der Tageszeitung Nice-Matin bestätigte.

    Der 27-jährige algerische Nationalverteidiger hatte seinen unglücklichen Beitrag damals sehr schnell wieder gelöscht und sich entschuldigt, aber die Staatsanwaltschaft, die vom Präfekten und dem Bürgermeister von Nizza eingeschaltet worden war, leitete trotzdem eine Untersuchung ein. Sein Verein hatte ihn bis auf weiteres suspendiert. Die Disziplinarkommission des französischen Fussballbunds hatte ihm außerdem eine Sperre von sieben Spielen auferlegt.

    Trotz der Entschuldigung des Spielers hatte der OGC Nizza erklärt, dass er sich dafür entschieden habe, Sanktionen zu verhängen, die „angesichts der Art der geteilten Veröffentlichung und ihrer Schwere“ den Sanktionen, die von Sport- oder Justizbehörden verhängt werden könnten, „vorauseilen“. Der Staatsanwalt von Nizza hatte am 16. Oktober die Einleitung einer Untersuchung wegen „Verherrlichung des Terrorismus“ und „Aufruf zu Hass oder Gewalt aufgrund einer bestimmten Religion“ angekündigt.

    Atal hatte auf seinem Instagram-Account ein Video eines islamistischen Predigers geteilt. Da das Video von dem Spieler fast umgehend wieder gelöscht wurde, konnte die französische Nachrichtenagentur AFP den genauen Inhalt nicht unabhängig überprüfen. In dem Video, das der Repräsentative Rat der jüdischen Institutionen Frankreichs (Crif) gespeichert hat, äußert sich der islamistische Prediger über das Schicksal der Zivilisten in Gaza und fordert „einen schwarzen Tag für die Juden“ und dass sie „ihre Flagge in Gaza nicht hissen“ dürfen.

    Stellt sich natürlich die Frage, ob das kurzzeitige Teilen des Videos jetzt eine Verhaftung des algerischen Nationalspielers tatsächlich rechtfertigt…

  • Verhaftet: Französischer Senator Joël Guerriau soll eine Abgeordnete des Parlaments unter Drogen gesetzt haben

    Verhaftet: Französischer Senator Joël Guerriau soll eine Abgeordnete des Parlaments unter Drogen gesetzt haben

    Die Staatsanwaltschaft leitete gegen den Senator eine Untersuchung wegen „Verabreichung einer Substanz an eine Person ohne deren Wissen, die geeignet ist, deren Urteilsvermögen oder die Kontrolle über ihre Handlungen zu beeinträchtigen, um eine Vergewaltigung oder einen sexuellen Übergriff zu begehen“ ein. Der Senator von Loire-Atlantique Joël Guerriau, der verdächtigt wird, eine Abgeordnete unter Drogen gesetzt zu haben, wurde am Mittwoch, dem 15. November, in Polizeigewahrsam genommen. Der Polizeigewahrsam des Senators wurde am Donnerstagabend verlängert. Laut der Pariser Staatsanwaltschaft befindet sich der 66-jährige Abgeordnete wegen „Verabreichung einer Substanz an eine Person ohne deren Wissen, die geeignet ist, deren Urteilsvermögen oder die Kontrolle über ihre Handlungen zu beeinträchtigen, um eine Vergewaltigung oder einen sexuellen Übergriff zu begehen“, in Polizeigewahrsam. Für dieses Vergehen drohen dem Mitglied des Senats fünf Jahre Haft und 75.000 EUR Geldstrafe, so die …

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  • Verdacht auf Geldwäsche und Steuerhinterziehung: Russischer Oligarch in Frankreich verhaftet

    Verdacht auf Geldwäsche und Steuerhinterziehung: Russischer Oligarch in Frankreich verhaftet

    Der verhaftete russische Oligarch, Alexej Kusmitschew, gilt als enger Vertrauter von Wladimir Putin. Er soll im Rahmen von Ermittlungen vernommen werden, die wegen „Geldwäsche und Steuerbetrug“ und „Verstoß gegen Sanktionen“ eingeleitet wurde.

    Der russische Oligarch Alexej Kusmitschew wurde am Montag, dem 30. Oktober, von Polizisten der Antikorruptions-Einheit in Polizeigewahrsam genommen. Dies meldete der Sender Franceinfo unter Berufung auf die nationale Finanzstaatsanwaltschaft und bestätigte damit eine Meldung der Zeitung Le Monde. Mehrere seiner Wohnsitze wurden ebenfalls durchsucht.

    Der 61-jährige Alexej Kusmitschew, der wegen des Krieges in der Ukraine mit Sanktionen belegt ist und als enger Vertrauter Wladimir Putins gilt, soll im Rahmen einer Untersuchung verhört werden, die wegen Geldwäsche, Steuerbetrugs und Verletzung von Sanktionen eingeleitet wurde.

    Bei dem Verdacht der Geldwäsche soll es um mehrere zehn Millionen Euro gehen. Das Haus von Alexej Kusmitschew im 7. Arrondissement von Paris sowie ein Zweitwohnsitz in Saint-Tropez wurden am Montag von Ermittlern der Zentralstelle zur Bekämpfung von Finanz- und Steuerdelikten (OCLCIFF) mit Unterstützung von Spezialeinheiten der Polizei durchsucht.

    Alexej Kusmitschew, ist einer der Gründer des Konsortiums „Alfa group“. Sein Vermögen wird vom Forbes-Magazin auf über 6 Milliarden Euro geschätzt, was ihn zu einem der 400 reichsten Männer der Welt macht. Die Europäische Union betrachtet ihn als eine der einflussreichsten Personen in Russland, deren enge Verbindungen zu Präsident Putin bekannt sind.

    Brüssel setzte ihn gleich zu Beginn des Krieges in der Ukraine auf die Sanktionsliste. Im Jahr 2022 wurden zwei seiner Yachten vom Zoll an der Côte d’Azur festgehalten, bevor der russische Geschäftsmann die Aufhebung dieser Maßnahme durch die Justiz erwirkte.

    Die Ermittlungen gegen ihn sind Teil von insgesamt drei Ermittlungen, die von der nationalen Finanzstaatsanwaltschaft in Frankreich gegen russische Oligarchen eingeleitet wurden.

  • Lot-et-Garonne: Frau mit 28 Messerstichen getötet – Verdächtiger gesteht den Mord

    Lot-et-Garonne: Frau mit 28 Messerstichen getötet – Verdächtiger gesteht den Mord

    Vier Tage nach der Entdeckung des leblosen Körpers einer Frau in ihrem Fahrzeug in Sainte-Maure-de-Peyriac, einer kleinen Gemeinde in der Region Albret im Departement Lot-et-Garonne, schreiten die Ermittlungen voran. Der am Dienstag, dem 3. Oktober, in Polizeigewahrsam genommene Verdächtige, ein Bekannter des Opfers, gestand, die 46-Jährige mit 28 Messerstichen getötet zu haben.

    Sainte-Maure-de-Peyriac, eine kleine Gemeinde im Albret an der Grenze zwischen den Departements Lot-et-Garonne und Gers, hat innerhalb von weniger als drei Monaten ein zweites Drama erlebt. Nach dem Brand, der das Restaurant „Les Deux gourmands“ zerstörte, ereignete sich in dem 320 Einwohner zählenden Ort eine weitaus schlimmere Tat: ein grausamer Mord an einer Dorfbewohnerin.

    Am Sonntag, dem 1. Oktober, wurde gegen 16.15 Uhr der leblose Körper einer 46-jährigen Frau mit Dutzenden von Messerstichen in ihrem Auto gefunden, das auf der Straße vor ihrem Haus geparkt war. Ihr Freund und eine Nachbarin machten die grausige Entdeckung.

    Laut Gerichtsmedizin war die Frau mit 28 Messerstichen getötet worden.

    Den ganzen Sonntag und den ganzen Montag über führte die Polizei ihre Ermittlungen am Tatort durch. Unter anderem wurden das Haus und das Auto des Opfers durchsucht. Am Dienstagabend, dem 3. Oktober, wurde dann ein Verdächtiger verhaftet und in Polizeigewahrsam genommen.

    Laut Staatsanwaltschaft handelt es sich um einen Bekannten des Opfers, der in der Region wohnt. Er ist 49 Jahre alt und den Justizbehörden wegen Hehlerei bekannt. Der Verdächtige gab die Tat zu, hat sich über die genauen Umstände und sein Motiv aber noch nicht geäußert.

    Am Donnerstag, dem 5. Oktober, wurde der mutmaßliche Täter dem Haftrichter vorgeführt. Er wurde wegen Mordes angeklagt und in Untersuchungshaft genommen. „Dem Angeklagten droht eine Strafe von 30 Jahren Zuchthaus“, so der Staatsanwalt von Agen.

  • Montpelliuer: Betrunkener bedroht Passanten auf offener Straße mit einer Königspython

    Montpelliuer: Betrunkener bedroht Passanten auf offener Straße mit einer Königspython

    Der Mann wurde festgenommen und die Schlange von einer Tierschutzorganisation in Obhut genommen.

    Ein alkoholisierter Mann, der verdächtigt wird, Passanten mit einer Königspython auf offener Straße bedroht zu haben, wurde bereits am vergangenen Freitagabend in Montpellier (Hérault) verhaftet und in Polizeigewahrsam genommen, wie die Polizei des Departements auf ihrem X-Account (ex-Twitter) berichtet.

    Die Person wird beschuldigt, Passanten im Stadtteil Gambetta das Reptil direkt vor die Nase gehalten zu haben. Als Polizisten eingriffen, soll der Mann aggressiv geworden sein und sich geweigert haben, sich den Beamten zu ergeben. Schließlich wurde er überwältigt und zur Polizeistation gebracht. Der Mann stand unter Alkoholeinfluss und hatte ein Messer bei sich.

    Die Königspython, die sich in der aufgeregten Situation sehr ruhig verhielt, wurde von einem Polizisten eingefangen. Die Schlange wurde anschließend von einer Tierschutzorganisation aus Montpellier, SOS Nature, die auf die Pflege von Reptilien spezialisiert ist, abgeholt. Es ist bisher nicht bekannt, woher der Mann die Schlange hatte.

  • Pas-de-Calais: 42-jährige Frau tot in Badewanne aufgefunden – Sohn in Polizeigewahrsam

    Pas-de-Calais: 42-jährige Frau tot in Badewanne aufgefunden – Sohn in Polizeigewahrsam

    Eine 42-jährige Frau wurde in Marles-les-Mines (Pas-de-Calais) tot in ihrer Badewanne aufgefunden. Ihr Sohn wurde in Arras von den Ordnungskräften verhaftet und anschließend in Polizeigewahrsam genommen.

    Eine 42-jährige Frau wurde am Freitagabend in Marles-les-Mines (Pas-de-Calais) tot aufgefunden. Ihr Sohn wurde am Samstagmorgen, dem 23. September, verhaftet und in Polizeigewahrsam genommen. Die Staatsanwaltschaft in Béthune bestätigte eine entsprechende Meldung der Zeitung La Voix du Nord.

    Laut der Zeitung Nord littoral haben die Ordnungskräfte die Leiche des Opfers in der Badewanne in ihrem Haus entdeckt. Das Opfer hatte wahrscheinlich eine Plastiktüte über den Kopf gezogen und die Hände waren auf dem Rücken gefesselt. Bisher ist die genaue Todesursache noch nicht bekannt.

    Der 21-jährige Sohn des Opfers wurde am Samstag in Arras, etwa 40 km von Marles-les-Mines entfernt, festgenommen. Sein Polizeigewahrsam wird bis Montagmorgen andauern, wie der Staatsanwalt von Béthune, Thierry Dran, erklärte. Es wurden Ermittlungen wegen „Mordes“ eingeleitet.

  • Mobbing in der Schule: Polizei verhaftet Schüler während des Unterrichts – war das legal?

    Mobbing in der Schule: Polizei verhaftet Schüler während des Unterrichts – war das legal?

    Die Festnahme eines 14-jährigen Jugendlichen am Montag, dem 18. September, in einem Collège in Alfortville (Val-de-Marne), während des Unterrichts, wirft Fragen auf. Der Schüler wird verdächtigt, eine transsexuelle Oberschülerin einer anderen Schule belästigt zu haben.

    Das Auftauchen der Polizei mitten im Unterricht hat die Schüler schockiert. Am Montag, dem 18. September, wurde ein 14-jähriger Jugendlicher während des Unterrichts im Collège Henri Barbusse in Alfortville (Val-de-Marne) festgenommen. Der Schüler, der vor seinen Mitschülern in Handschellen abgeführt wurde, wird verdächtigt, eine transgender Schülerin einer anderen Schule zum Selbstmord angestiftet zu haben, wie der Sender France Bleu Paris berichtete.

    Der Schock über die Festnahme eines Schülers mitten im Unterricht wurde von den Mitschülern, von Eltern, aber auch in der Lehrerschaft geteilt: „Man ist der Meinung, dass die Polizei nicht unbedingt ihren Platz in einer Schule hat“, reagierte Sophie Vénétitay, die Generalsekretärin der Snes-FSU, der größten Gewerkschaft im Sekundarbereich, am Dienstag, dem 19. September, auf Franceinfo.

    Die Rektorin des Schulbezirks Créteil, Julie Benetti, versicherte, „jeden Akt von Belästigung und Cybermobbing aufs Schärfste zu verurteilen“, meinte aber, sie könne nicht ganz „verstehen, unter welchen Bedingungen Polizisten dazu gebracht werden konnten, in einer Schule einzugreifen“.

    Die Staatsanwaltschaft Créteil gibt zwar an, nie verfügt zu haben, dass die Festnahme in der Klasse stattfindet, doch die Schulleiterin des Collège hatte sich der polizeilichen Maßnahme nicht widersetzt. Die Schulleiterin musste in diesem Fall die Ordnungskräfte bis zum Klassenzimmer begleiten, in dem sich der betroffene Schüler befindet. Mit anderen Worten: Ohne die Zustimmung der Schulleiterin hätten die Polizisten mit der Festnahme warten müssen, bis der Minderjährige die Schule verlassen hat. Generell kann man sagen: Es kann in Frankreich durchaus vorkommen, dass Ordnungskräfte eine Festnahme in einer Schule vornehmen. In Deutschland müssten in einem solchen Fall zunächst die Eltern des Minderjährigen benachrichtigt und hinzugezogen werden.

    Eine Vereinbarung zwischen dem französischen Bildungs- und dem Innenministerium vom Oktober 2004 sieht vor, dass „ein Schulleiter unter den im Rundschreiben vom 2. Oktober 1998 über die Bekämpfung von Gewalt im schulischen Umfeld und die Stärkung der Partnerschaften festgelegten Bedingungen die Unterstützung der Polizei oder der Gendarmerie anfordern kann, und zwar vor allem
    wenn Gefahrensituationen oder Störungen der öffentlichen Ordnung dies erfordern“.

    Regierungssprecher Olivier Véran bestätigte am Mittwoch, dem 20. September, dass die Festnahme in Alfortville „in Übereinstimmung und der Zustimmung der Staatsanwaltschaft“ und der Schulleitung erfolgt sei. Er betonte: „So werden wir die Geißel des Mobbings bekämpfen, so werden wir unsere Kinder schützen, indem wir solche sehr starken Botschaften senden“.

    Die Parteisekretärin von Europe Écologie – Les Verts, Marine Tondelier, reagierte am Mittwoch, dem 20. September, auf die Festnahme des Schülers. „Wir haben Jahre der Untätigkeit oder des Unverständnisses für das Thema Mobbing in der Schule erlebt, es wurde sogar rundweg geleugnet, und nun sind wir plötzlich im Walker-Texas-Ranger-Modus“, kritisierte die Abgeordnete aus der Region Hauts-de-France auf dem Sender France 2. Ihrer Meinung nach hätte die „muskulöse Verhaftung“ „bis zur Pause oder zum Ende des Unterrichts warten können“.