Schlagwort: Unwetter

  • Nach einem Todesopfer auf La Réunion bedroht der Zyklon Belal jetzt die Insel Mauritius

    Nach einem Todesopfer auf La Réunion bedroht der Zyklon Belal jetzt die Insel Mauritius

    Der Zyklon Belal, der im französischen Überseedepartement La Réunion ein Todesopfer forderte, aber nicht die befürchtete große Katastrophe auslöste, bedroht am Dienstag die Insel Mauritius, wo sintflutartige Regenfälle und Windböen von bis zu 110 km/h erwartet werden.

    Nachdem der Zyklon Belal bei seinem Durchzug durch das französische Überseedepartement La Réunion ein Todesopfer gefordert hatte, bedroht er nun am Dienstag, dem 16. Januar, die Insel Mauritius, wo sintflutartige Regenfälle die Bewohner überraschten und erste Schäden verursachten.

    In der Hauptstadt Port Louis blieben schon am Montag Autos in überfluteten Straßen stecken, denen das Wasser bis zur Motorhaube stand und die manchmal sogar weggespült wurden, wie Bilder lokaler Medien zeigten. Andere Bilder zeigten mächtige Wellen, die die Strandpromenade der Hauptstadt überfluteten, sowie überschwemmte Gebäude mit im Wasser treibenden Möbeln.

    Die Alarmstufe für die Insel wurde am Montag auf drei (von vier möglichen) erhöht und „sintflutartige Regenfälle“ und Windböen von bis zu 110 km/h werden in den nächsten Stunden erwartet, wie der lokale Wetterdienst mitteilte.

    Auf La Réunion gab es am Montag einen Todesfall: eine obdachlose Person, die in Saint-Gilles im Westen der Insel tot aufgefunden wurde. Rund 150.000 Haushalte waren zeitweilig ohne Strom und mehr als 130.000 Menschen hatten am Abend keinen Zugang zu fließendem Wasser.

    Wie eine AFP-Reporterin berichtete, blockierten zahlreiche liegende Bäume die Straßen der Städte im Westen der Insel und mehrere Nebenstraßen wurden überschwemmt. Als Zeichen für die Heftigkeit der Winde wurde ein Hochseefischerboot im Jachthafen von Saint-Gilles teilweise überflutet.

    Der Zyklon Belal hat jedoch „glücklicherweise nicht die befürchtete Katastrophe ausgelöst“, erklärte der Präfekt des Überseedepartements, Jérôme Filippini, bei einer Pressekonferenz, sagte jedoch, dass „die Auswirkungen beeindruckend waren“. Er erklärte: „Belal wird in die Geschichte der Wirbelstürme eingehen und seine Auswirkungen haben noch nicht ganz aufgehört“. Der Präfekt sprach von einer „sich entwickelnden Bilanz“, da die Schäden in vielen Gebieten bisher noch nicht bewertet werden konnten.

    Die Bevölkerung des französischen Überseedepartements mit 870.000 Einwohnern durfte bis Dienstagmorgen die Häuser nicht verlassen. Die Ausgangssperre soll erst aufgehoben werden, wenn die Behörden eine neue Lagebeurteilung vornehmen konnten, damit die Rettungsteams ungestört mit der Räumung der Straßen fortfahren können.

    Der französische Innenminister Gérald Darmanin wird am Mittwoch auf Wunsch von Emmanuel Macron das Departement La Reunion besuchen, um sich ein Bild von den Schäden zu machen und das Rettungspersonal zu unterstützen, wie am Montagabend aus dem Umfeld des Ministers verlautete.

    Der Bürgermeister der Gemeinde Sainte-Marie im Norden von La Réunion hat die Einstufung zur Naturkatastrophe beantragt. „Der Durchzug des Zyklons Belal hat in der Gemeinde Sainte-Marie sehr schwere Schäden verursacht. Kein Stadtteil wurde von den Winden und Niederschlägen verschont. Das zentrale Rathaus wurde so stark beschädigt, dass seine Räumlichkeiten bis auf Weiteres nicht genutzt werden können“, sagte Bürgermeister Richard Nirlo in einer Erklärung.

    Sainte-Marie liegt in der Nähe des Flughafens Roland-Garros von La Réunion, der nach Angaben der Präfektur am Dienstag um 20 Uhr (17 Uhr in Paris) den Flugbetrieb wieder aufnehmen soll.

    Nachdem der Wirbelsturm im Norden und Westen der Insel auf Land getroffen war, hatte er schließlich seinen Lauf nach Norden verändert, ohne ins Landesinnere vorzudringen, wie ursprünglich von Météo-France vorhergesagt. Um 0:30 Uhr GMT am Dienstag befand sich Belal laut einem Bulletin von Météo-France 255 km südöstlich der Küste von La Réunion.

  • Wetter in Frankreich: Schnee- und Eiswarnung in 18 Departements

    Wetter in Frankreich: Schnee- und Eiswarnung in 18 Departements

    Météo France hat 18 Departements vom Ärmelkanal über die Île-de-France bis zum Territoire-de-Belfort in Alarmstufe Orange versetzt. Es wird mit Eisregen und starken Schneefällen gerechnet.

    In Frankreich startet der Winter eine neue Offensive. Météo France setzte für diesen Dienstagabend 18 Departements auf die Warnstufe Orange für Schnee und Eis. Die betroffenen Departements sind: Manche, Calvados, Orne, Eure-et-Loir, Paris, Hauts-de-Seine, Val d’Oise, Essonne, Seine-Saint-Denis, Val-de-Marne, Seine-et-Marne, Yvelines, Loiret, Yonne, Côte d’Or, Haute-Marne, Haute-Saône und Territoire de Belfort.

    Die Schlechtwetterfront wird über den Atlantik kommen. Sie bringt Niederschläge mit sich, die auf kalte Böden fallen und zu gefährlichem Glatteis führen, das in der zweiten Nachthälfte zwischen Dienstag und Mittwoch für Autofahrer besonders gefährlich sein wird.

    Ab Mittwoch folgen auf den Eisregen Schneefälle, die sich auf die gesamte Region Île-de-France ausbreiten und bis Donnerstagmorgen anhalten werden. Auch die Region Hauts-de-France wird am Mittwoch unter Schnee liegen, warnt Météo France.

    Für Mittwoch kündigt Meteo France bereits für 36 Departements in der Nordhälfte die Alarmstufe Orange aufgrund von Unwettern an. In den Departements Finistère und Morbihan werden starke Niederschläge mit 30 bis 50 Litern Regen pro m2 in 24 Stunden erwartet.

    Frankreich befindet sich derzeit inmitten eines Konflikts verschieden warmer und kalter Luftmassen.

  • Zyklon Bélal auf La Réunion: Alarmstufe Violett – mindestens ein Toter und 100.000 Haushalte ohne Strom

    Zyklon Bélal auf La Réunion: Alarmstufe Violett – mindestens ein Toter und 100.000 Haushalte ohne Strom

    Für die Insel La Réunion (französisches Überseedepartement) gilt am Montag seit 6 Uhr früh die Zyklonwarnstufe Violett. Dabei handelt es sich um die höchste mögliche Alarmstufe. Die Bevölkerung wird aufgefordert, sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten. Die Rettungsdienste können wegen der hohen Gefahrenstufe nicht mehr eingreifen.

    Die höchste Alarmstufe wurde am Montagmorgen vom Präfekten des Departements und der Region La Réunion ausgelöst. Laut Météo France könnte der Zyklon „Bélal“, der über die Insel ziehen soll, „verheerend“ sein und wird wohl „Geschichte schreiben“.

    La Réunion hat 870.000 Einwohner.
    Nach Angaben der Präfektur von La Réunion ist am Montag bereits eine Person gestorben. Nach ersten Informationen sind mindestens 100.000 Haushalte ohne Strom. Die Bewohner der Insel werden aufgefordert, sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten.
    Am Montagmorgen wurden bereits schwere Windböen mit über 200 km/h verzeichnet.

    Auch Mauritius vom Wirbelsturm betroffen

    Auch auf der Insel Mauritius wurde von den Behörden ein Alarm der Stufe 3 ausgelöst. Die Insel wurde am Montag von heftigen Überschwemmungen heimgesucht. Zahlreiche Autofahrer waren auf überschwemmten Straßen in ihren Fahrzeugen blockiert.

  • Wetter: 10 Departements auf Warnstufe Orange wegen Starkregens und  Überschwemmungen

    Wetter: 10 Departements auf Warnstufe Orange wegen Starkregens und Überschwemmungen

    Im Departement Pas-de-Calais herrschte zeitweilig Warnstufe Orange wegen „Starkregen-Überschwemmung“ und „Hochwasser“.

    Die Wetterwarnungen werden ausgeweitet, da die Regenfälle weiter zunehmen. In der am Montag, dem 1. Januar um 22 Uhr veröffentlichten Vorhersage verhängt Météo-France ab Mitternacht in zehn Departements die Warnstufe Orange. Das Departement Nord wurde nun auch auf die Warnstufe Orange „Hochwasser“ gesetzt und schließt sich damit dem Pas-de-Calais an. Auf der Warnstufe Orange für Regen und Überschwemmungen befinden sich die Departements Manche, Orne, Mayenne, Sarthe, Loire-Atlantique, Vendée, Morbihan und Finistère, die teilweise bereits am Montag in Alarmbereitschaft versetzt wurden.

    „Ein Regengebiet erreicht die Atlantikküste Frankreichs. Der Regen wird die ganze Nacht von Montag auf Dienstag sowie einen großen Teil des Dienstags anhalten, mit anhaltenden Regenfällen, die große Niederschlagsmengen verursachen“, warnt Météo-France. „Innerhalb von 24 Stunden werden Niederschlagsmengen zwischen 40 und 60 Liter / m2 erwartet. Es ist möglich, dass lokal die 60 Liter überschritten werden, insbesondere in Richtung des Finistère. Diese Niederschläge fallen außerdem auf bereits gesättigte Böden“, so die Warnmeldung weiter.

  • Unwetter im Departement Hautes-Alpes: Der Ferienort Risoul war von der Außenwelt abgeschnitten

    Unwetter im Departement Hautes-Alpes: Der Ferienort Risoul war von der Außenwelt abgeschnitten

    Der französische Winterferienort Risoul im Departement Hautes-Alpes war nach den Unwettern der vergangenen Tage von der Außenwelt abgeschnitten. Die Feuerwehr musste Evakuierungen durchführen.

    Diese Touristen sind die ersten, die den Wintersportort Risoul (Departement Hautes-Alpes) wieder verlassen können. „Ich fahre seit dreißig Jahren nach Risoul und habe so etwas noch nie erlebt“, sagt eine Touristin gegenüber dem Sender France 2. Die Feuerwehr ist mobilisiert, um Hilfe zu leisten. Einige Touristen und Anwohner sind schockiert und fragen sich, wie es weitergehen soll, während andere nur erleichtert sind, weil die Straße wieder passierbar ist. Eine mehrere Meter lange Spalte hatte die Straße in Richtung des Ferienortes und seiner umliegenden Weiler unterbrochen.

    Risoul war 48 Stunden lang von der Außenwelt abgeschnitten

    48 Stunden lang war der Ferienort Risoul komplett von der Außenwelt abgeschnitten, nachdem das Departement am Freitag und Samstag von heftigen Regenfällen heimgesucht wurde. Die Schäden waren aus der Luft betrachtet beeindruckend. Einige Haushalte waren bis vor wenigen Stunden noch ohne Strom. Die Einwohner sind wenige Tage vor der Eröffnung des Skigebiets sehr beunruhigt und befürchten, dass der Eröffnungstermin für die Wintersaison verschoben werden muss.

  • Sturm Domingos: 12 Departements noch in Alarmstufe Orange – Stromausfälle gemeldet

    Sturm Domingos: 12 Departements noch in Alarmstufe Orange – Stromausfälle gemeldet

    Nach dem Durchzug des Sturms Domingos herrscht in zwölf französischen Departements noch immer die Warnstufe Orange für Hochwasser und Überflutung. Es wurden auch Stromausfälle gemeldet, insbesondere in der Gironde.

    Zwei Tage nach Ciaran zog am Samstag ein neuer Sturm mit dem Namen Domingos über das bereits von Unwettern geplagte Frankreich hinweg, was erneut zu Stromausfällen führte. In 12 Departements im ganzen Land herrschte die Alarmstufe Orange.

    Am Sonntagmorgen beendete Météo-France jedoch die Warnstufe Orange für Wind und Überflutungen an der Atlantikküste. „Das Wetter bleibt unruhig mit häufigen Schauern“ , aber „die begleitenden Böen sind weniger stark“, schrieben die Meteorologen in ihrem letzten Wetter-Bulletin, das am Sonntag um 06:00 Uhr veröffentlicht wurde.

    22.800 Haushalte ohne Strom in der Gironde
    In der Nacht von Samstag auf Sonntag, kurz nach Mitternacht, hatten 22.800 Haushalte in der Gironde keinen Strom, wie der Präfekt der Region Nouvelle-Aquitaine und der Region Gironde auf X veröffentlichte. Im Departement Vienne waren am frühen Sonntag etwa 3.000 Haushalte ohne Strom.

    Sturm Domingos ist laut Météo-France auf den ersten Blick „weniger stark“ als sein Vorgänger Ciaran, der in Frankreich mindestens zwei Todesopfer und 47 Verletzte gefordert hatte, ausgefallen. Die Reparaturen des Stromnetzes werden allerdings durch die starken Winde erschwer, die immer noch über weite Teile Frankreichs hinwegziehen.

    Windgeschwindigkeiten von bis zu 152 km/h in Lège-Cap-Ferret.
    Nach den Rekordwinden von Ciaran am Mittwoch und Donnerstag mit bis zu 207 km/h auf der Pointe du Raz (Finistère) registrierte Météo-France am Samstagabend Windgeschwindigkeiten von 152 km/h in Lège-Cap-Ferret (Gironde), 144 km/h in Cognac (Charente), 138 km/h in Rochefort (Charente-Maritime) oder 136 km/h in Niort.

    Eine Person wird in La Rochelle durch einen umstürzenden Baum verletzt.
    In La Rochelle (Charente-Maritime) wurde nach Angaben des Bürgermeisters Jean-François Fountaine eine Person durch einen umstürzenden Baum leicht verletzt. Die Stadt habe in der Nacht „etwa 30 Mitarbeiter mobilisiert“, „um mögliche Überläufe des Regenwassersystems zu bewältigen und umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste zu beseitigen“.

    Aufgrund der hohen Wellen galt am Sonntagmorgen in den Departements Bouches-du-Rhône, Var, Alpes-Maritimes und Corse du Sud weiterhin die Warnstufe Orange für Wellen und Überflutungen. Die Warnstufe Orange für Hochwasser wurde außerdem für die Regionen Corrèze, Dordogne, Charente, Charente-Maritime, Deux-Sèvres, Vienne, Pas-de-Calais und Korsika ausgerufen.

  • Sturm Ciaran: 1.100 Einsätze der Feuerwehr in einer Nacht allein im Departement Manche

    Sturm Ciaran: 1.100 Einsätze der Feuerwehr in einer Nacht allein im Departement Manche

    Allein im Departement Manche rückte die Feuerwehr in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, dem 2. November, zu 1.100 Einsätzen aus. Auch am Donnerstag mussten die Einsätze fortgesetzt werden.

    Sobald Feuerwehrleute irgendwo im Departement Manche am Donnerstagmorgen, dem 2. November, eintreffen, werden sie von Autofahrern angesprochen. Eine Landstraße in der Nähe von Granville ist unpassierbar. Äste sind auf die Fahrbahn gefallen. Es bilden sich bereits die ersten Staus. Die Einsatzkräfte müssen so schnell wie möglich handeln, um den Verkehr wieder in Gang zu bringen.

    Die Einsätze der Feuerwehren begannen in den ersten Stunden des Sturms, in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag. Die 1.200 Feuerwehrleute, die im Departement vorsorglich mobilisiert wurden, wurden unter anderem gerufen, um die Straßen wieder freizuräumen. Ziel war es, zu verhindern, dass Fahrzeuge auf umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste auffahren und Unfälle verursachen. Insgesamt rückten die Rettungskräfte im Departement Manche in dieser einen Nacht zu mindestens 1.100 Einsätzen aus. Die meisten davon betrafen herabgefallene Gegenstände. Die Bewohner fühlten sich durch die Präsenz der Feuerwehr beruhigt. Nach der letzten Bilanz der Behörden gab es im Departement Manche glücklicherweise keine Verletzten.

  • Wird nach Ciaran ein weiterer Herbststurm schon am Wochenende Frankreich treffen?

    Wird nach Ciaran ein weiterer Herbststurm schon am Wochenende Frankreich treffen?

    Der Sturm Ciaran peitscht am Mittwoch und Donnerstag über den Nordwesten Frankreichs. Ein weiteres Tiefdruckgebiet wird anschließend den Südwesten Frankreichs beeinflussen. Schon am kommenden Wochenende wird ein weiterer Sturm im Westen Frankreichs erwartet.

    Drei französische Departements – Finistère, Côtes-d’Armor und Manche – wurden von dem Herbststurm Ciaran voll getroffen. Der französische Wetterdienst meldete Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 km/h. Die Windböen sollen mindestens bis zum Mittag des 2. Novembers anhalten.

    Und auch danach werden die Unwetter im Westen Frankreichs wohl noch weitergehen. So ist es laut Météo France ziemlich sicher, dass der Südwesten seinerseits mit einigen „Überbleibseln“ des Sturms Ciaran zu kämpfen haben wird.

    Sturmböen mit starkem Regen werden ab Donnerstagabend das südwestliche Viertel des Landes – vom Baskenland über die Küste der Aquitaine bis zum Midi – heimsuchen.

    Im Landesinneren könnten Windböen von fast 100 km/h auftreten.

    Ein zweiter Sturm?
    Für das kommende Wochenende sagen einige Wettermodelle einen zweiten Sturm voraus, der den westlichen Teil Frankreichs treffen könnte. „Das Risiko wird derzeit von allen Wettermodellen auf 30 % für die nördlichen und westlichen Regionen geschätzt, die erneut am stärksten gefährdet wären“, berichtet La Chaîne Météo. Einige Wettermodelle gehen davon aus, dass dieser zweite Sturm weniger stark als Ciaran sein wird, aber mehr Regionen betreffen könnte.

    Die Frage ist, wie genau dieser zweite Sturm, der noch keinen Namen bekommen hat, ziehen wird. Der Sturm könnte auf der sogenannten „Tiefdruckrinne“ verlaufen, d. h. auf derselben Bahn wie der Sturm Ciaran. Es handelt sich dabei um eine „West- bis Südwestströmung, die fest über Europa verankert ist und als Autobahn für Tiefdruck-Störungen fungiert“, sagt Météo France. Auch wenn die Modelle noch weiter verfeinert werden müssen, sprechen einige Meteorologen bereits von einer Woche mit „hohem Risiko“.

  • Sturm Ciaran: Hat die Erderwärmung einen Einfluss auf Häufigkeit und Intensität von Stürmen?

    Sturm Ciaran: Hat die Erderwärmung einen Einfluss auf Häufigkeit und Intensität von Stürmen?

    Der ungewöhnlich starke Herbststurm Ciaran wird am Donnerstag das nordwestliche Viertel Frankreichs heimsuchen. Sein Ausmaß wirft Fragen auf: Ist die Häufigkeit und Intensität von Stürmen aufgrund der bisherigen globalen Erwärmung tatsächlich höher?

    Böen von über 200 km/h, Gefahr von Überschwemmungen und Flutwellen. Der Nordwesten Frankreichs erlebt seit Mittwochabend den ungewöhnlich starken Herbststurm Ciaran, dessen Intensität einmal wieder die Frage aufwirft: Wie wirkt sich die globale Erwärmung auf die Häufigkeit und Gewalt von Stürmen aus?

    Météo-France sagt dazu: „Im Gegensatz zur Entwicklung von Hitzewellen gibt es keinen klaren wissenschaftlichen Konsens über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Entwicklung der Häufigkeit oder Intensität von Stürmen in Frankreich“, so die Wetterbehörde. „Seit mehr als 40 Jahren ist kein signifikanter Trend in Bezug auf solche Entwicklungen zu beobachten“.

    Intensivere Regenfälle
    Der Zusammenhang zwischen Klimawandel und Stürmen ist nicht eindeutig geklärt, aber es ist bekannt, dass die Regenfälle, die solche Tiefdruckgebiete über Frankreich mit sich bringen, immer intensiver werden. Der Grund dafür ist die Erwärmung des Wassers im Atlantik und dem Mittelmeer.

    Der Klimatologe Christophe Cassou erklärt auf X: „Bei sich entsprechenden Stürmen sind die Niederschläge heute stärker, weil die wärmere Atmosphäre mehr potenziell ’niederschlagsfähiges‘ Wasser enthält, sowohl lokal als auch in den Tropen, das dann durch atmosphärische Strömungen nach Europa transportiert wird.“

    In einem allgemeinen Kontext der Klimaerwärmung „werden bestimmte wichtige Prozesse bei der Entstehung von Stürmen verstärkt, während andere vermindert werden“, erklärt Christophe Cassou. So ist „das Risiko von Küstenüberflutungen höher, ganz einfach weil der durchschnittliche Meeresspiegel höher ist“.

    In einem Interview mit dem Sender TF1Info erklärt der Klimatologe: „In diesem Klima, das sich erwärmt (…) gibt es Faktoren, die die Entstehung von Stürmen begünstigen, die intensiviert werden, aber andere, die abgeschwächt werden. Zum Beispiel werden die Nord-Süd-Temperaturkontraste schwächer, obwohl sie zu den Voraussetzungen für die Entstehung von Stürmen gehören. Andere Prozesse, die mit dem Austausch von Energie zusammenhängen, werden jedoch verstärkt. Eine Zunahme der Häufigkeit von Stürmen ist derzeit nicht zu beobachten. Es fällt auf, dass sie tendenziell weiter nördlich ziehen, aber man kann noch nicht sagen, warum.“

    Andere Klimatologen haben schon vor einigen Jahren eine Faustformel aufgestellt: Jedes Grad der durchschnittlichen weiteren Erderwärmung bringt etwa 7% mehr Stürme, die etwa 7% stärker und zerstörerischer sein können.

    Die kommenden Jahre werden uns zeigen, wie die unser jeweiliges Wetter vom Klimawandel beeinflusst werden wird.

  • Departement Gard: Ein Tornado fegt durch das Dorf Poulx

    Departement Gard: Ein Tornado fegt durch das Dorf Poulx

    Am Montag, dem 30. Oktober, fegte ein Tornado durch das Dorf Poulx im Departement Gard. Glücklicherweise forderte er keine Opfer, doch der materielle Schaden war beträchtlich.

    Ein Haus wurde in Poulx, im Departement Gard, regelrecht von einem Tornado weggefegt. Das Dach der Terrasse ist eingestürzt und das Dach des Hauses wurde komplett weggerissen. Im Inneren konnte die Besitzerin Huguette Jamot nur noch die Schäden verfolgen, die sich immer weiter ausbreiteten. Sie war am Montag, dem 30. Oktober, zu Hause, als der Tornado kam. Am Dienstagmorgen ist die Anwohnerin immer noch schockiert. „Es war wie eine Apokalypse. (…) Es stimmt, ich lebe, aber es sind 20 Jahre unseres Lebens, die in 30 Sekunden verschwunden sind“, sagt sie auf dem Sender France 2.

    In der 4.100 Einwohner zählenden Gemeinde sind immer noch zwei Straßen gesperrt und etwa 20 Häuser betroffen. In einem Garten entwurzelte der Tornado einen Baum, der auf das Haus von den Nachbarn fiel. „Ich war schockiert, als ich ankam. Wir haben kaum geschlafen“, berichtet eine Frau. Die Stadtverwaltung möchte, dass die Gemeinde als Ort einer Naturkatastrophe anerkannt wird. Hohe Sachschäden, aber der Tornado hat zum Glück keine Verletzten oder gar Tote gefordert.