Schlagwort: Umweltverschmutzung

  • Rhone: Umweltschützer dringen in Chemiefabrik ein

    Rhone: Umweltschützer dringen in Chemiefabrik ein

    Aktivisten der Umweltgruppe „Extinction Rebellion“ sind in das Chemiewerk von Arkema in der Nähe von Lyon (Rhône) eingedrungen. Sie beschuldigen das Unternehmen, die Rhône mit sogenannten ewigen Schadstoffen zu verseuchen.

    Ein durchtrennter Zaun und Hunderte von Aktivisten dringen in die Arkema-Fabrik ein. Mitglieder von Extinction Rebellion und Youth for Climate, die in weiße Overalls gekleidet sind, stürmen auf den Eingang des Gebäudes zu. Nach Angaben der Organisatoren sind es 300, nach Angaben der Präfektur 150 Aktivisten, die gegen von Arkema verursachte Umweltverschmutzung protestieren. Die Aktivisten beschuldigen das Unternehmen, seine Schadstoffe in die Rhône zu leiten.

    Acht Personen wurden festgenommen.
    Die Aktivisten stellen drei Forderungen: dass die mit der Verschmutzung verbundenen Daten öffentlich zugänglich sind, dass die konkrete Verschmutzung beendet wird und dass die Opfer der Verschmutzung entschädigt werden. Das Unternehmen seinerseits ist der Ansicht, dass es keine Schuld trifft. Der Protest wurde durch die Ankunft der Polizeitruppe CRS gestoppt, acht Personen wurden nach Angaben der Präfektur festgenommen. Die Arkema-Direktion kündigte an, Klage einzureichen.

  • Elsässische Gemeinde belegt auf den Boden geworfenen Abfall mit 1.000 € Geldstrafe

    Elsässische Gemeinde belegt auf den Boden geworfenen Abfall mit 1.000 € Geldstrafe

    Wer einen Zigarettenstummel oder eine Dose auf den Boden wirft, muss bis zu 1.000 Euro Strafe zahlen. Im elsässischen Obernai hat die Stadtverwaltung beschlossen, hart durchzugreifen, um Umweltsünder abzuschrecken.

    In Obernai (Departement Bas-Rhin) kann es mit einer Geldstrafe von 1.000 Euro belegt werden, wenn man seine Zigarettenkippe oder anderen Abfall achtlos auf den Boden wirft. Die Stadtverwaltung führte die Strafe schon im Jahr 2021 ein. Die Bilanz fällt drei Jahre später gemischt aus. Das Ergebnis ist nicht perfekt, aber Bernard Fischer, der Bürgermeister, bereut die Entscheidung nicht. Für Pascal Weyer, Reinigungskraft der Gemeinde, ist der Unterschied allerdings deutlich: „Vor drei Jahren haben wir immerhin 250 Zigarettenstummel pro Tag gesammelt, im Moment sind es nur noch etwa 50 pro Tag.“

    In den letzten drei Jahren wurde kein einziges Bußgeld verhängt. Für die Stadtpolizei ist die Aufgabe fast unmöglich. „Es ist sehr kompliziert, Leute auf frischer Tat zu ertappen, da sie große Angst vor einem Bußgeld haben, und sobald sie eine blaue Uniform sehen, werden sie misstrauisch und warten, bis wir ihnen den Rücken zuwenden“, erklärt Dominique Lotz, stellvertretender Leiter der Stadtpolizei von Obernai. Nach Angaben der Stadtverwaltung werden seit der Einführung des Bußgeldes immerhin 70 % weniger Abfälle von den öffentlichen Straßen und Plätzen entsorgt.

  • Umweltverschmutzung in Frankreich: Ist Leitungswasser wirklich noch gut für die Gesundheit?

    Umweltverschmutzung in Frankreich: Ist Leitungswasser wirklich noch gut für die Gesundheit?

    Manche Brunnen in Frankreich mussten aufgrund von Pestizidrückständen, insbesondere von Fungiziden, bereits geschlossen werden. Ist das Wasser aus dem Wasserhahn also wirklich gut für die Gesundheit? Ist das Wasser aus dem Wasserhahn wirklich gut für die Gesundheit? Seit mehreren Monaten werden in verschiedenen Regionen Frankreichs Pestizide in den Wasserreservoirs gefunden. Diese Situation beunruhigt die Gesundheitsbehörden, die sich gezwungen sehen, Wasserentnahmestellen zu schließen. Dies ist auch in Missillac (Loire-Atlantique) der Fall. Mitarbeiter des Wasserverbands schlossen die Wasserentnahmestelle, nachdem Anfang Juni eine zu hohe Pestizidbelastung entdeckt worden war. Ein Fungizid wurde in Konzentrationen gefunden, die 2,6-mal höher waren als die Gesundheitsnorm. Gefährliche Stoffe unter strenger Beobachtung. Sie können gesundheitliche Probleme, insbesondere Krebs, auslösen. Ab 0,1 Mikrogramm Pestizide pro Liter Wasser wird die Qualität des Wassers von den Gesundheitsbehörden…

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  • Im Wald bei Vittel drohen riesige wilde Müllkippen von Nestlé das Grundwasser zu verschmutzen

    Im Wald bei Vittel drohen riesige wilde Müllkippen von Nestlé das Grundwasser zu verschmutzen

    Das Wasser, genannt auch das blaue Gold, hat den Reichtum dieser kleinen Stadt in den Vogesen begründet. Jetzt wird der Nestlé-Konzern, dem die Marken Vittel, Contrexéville und Hépar gehören, beschuldigt, die Ressource Wasser zu stark auszubeuten und darüber hinaus das Grundwasser durch wilde Mülldeponien zu verschmutzen. In der Nähe von Vittel, der kleinen Stadt in den Vogesen, die für ihr Mineralwasser weltberühmt ist, wachsen mitten im Wald „die Bäume im Kunststoff“. Bernard Schmitt und Jean-François Fleck, Mitbegründer des Kollektivs Eau 88, führten die Journalisten von „Envoyé spécial“ des Senders France 2 in Begleitung ihres Anwalts an den Fuß dessen, was heute wie ein bewaldeter Hügel aussieht. Sie befinden sich auf dem Gelände von Nestlé Waters, einer Fabrik, die jährlich bis zu 1,5 Milliarden Flaschen Wasser aus Vittel und Contrexéville abfüllt. Der bewaldete Hügel ist in Wirklichkeit ein Berg aus vergilbten, zerbrochenen oder aufgerissenen Plastikflaschen. Äste und Wurzeln si…

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  • Finistère: Weiteres Stück des Wracks der Amoco Cadiz entdeckt

    Finistère: Weiteres Stück des Wracks der Amoco Cadiz entdeckt

    Taucher haben vor der Küste des Finistère ein Stück der Amoco Cadiz entdeckt. Der Öltanker war 1978 auf Grund gelaufen und hatte eine verheerende Ölpest verursacht.

    In über 30 Metern Tiefe taucht ein Teil des Rumpfes eines mythischen Schiffes auf, ein Stück des Wracks der Amoco Cadiz. Im März 1978 sank der Öltanker vor der Küste von Portsall (Finistère) und verursachte eine der schlimmsten Ölpests an der französischen Atlantikküste. Ein Teil des Schiffes wurde jetzt von Tauchern vor Lanildut (Finistère) gefunden. Von einem Fischer gerufen, desse Netze sich verklemmt hatten, entdeckten die Taucher das Stück des Schiffswracks.

    Thibault Dieudonné, einer der Taucher, erklärte auf dem Sender France 2: „Wenn man näher herankommt, sieht man die rostigen Metallteile. Wenn man sich etwas entfernt, erkennt man die Größe des Wrackteils. Das gibt eine ungefähre Vorstellung von der Größe des Schiffes, das wirklich riesig war.“ Der Rumpf dieses riesigen Schiffes wurde durch die Gezeiten und Stürme in viele Teile zerbrochen und vor der Küste zerstreut. Der Bug wurde in einer Entfernung von fast einem Kilometer gefunden. Das Wrack der Amoco Cadiz ist eines der am meisten betauchten Wracks in der Bretagne.

  • Plastikverschmutzung: Emmanuel Macron will „einem unhaltbaren Modell ein Ende setzen“

    Plastikverschmutzung: Emmanuel Macron will „einem unhaltbaren Modell ein Ende setzen“

    Der Präsident der Republik äußerte sich am Montag, dem Tag, an dem die Verhandlungen über ein zukünftiges globales Abkommen gegen die Produktion von Plastik in Paris aufgenommen wurden. „Wenn wir nichts unternehmen, wird sich der Plastikmüll bis 2060 noch einmal verdreifachen. Die Plastikverschmutzung ist sowohl eine Zeitbombe und gleichzeitig eine bereits vorhandene Geißel“. Emmanuel Macron forderte am Montag, dem 29. Mai, bei der 2. Runde der Verhandlungen über ein künftiges globales Abkommen gegen diese weitreichende Umweltverschmutzung in Paris, „ein globalisiertes und unhaltbares Modell“ der Plastikproduktion und des Plastikverbrauchs zu beenden. Der französische Präsident sprach in einer Videobotschaft zu den Vertretern von 175 Nationen, die bis kommenden Freitag am Sitz der UNESCO in Paris zusammenkommen.

    Der französische Staatschef sagte: „Wir müssen definitiv ein unhaltbares, globalisiertes Modell beenden, das darin bes…

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  • Plastikverschmutzung bis 2040 beenden – 175 Nationen treffen sich in Paris

    Plastikverschmutzung bis 2040 beenden – 175 Nationen treffen sich in Paris

    Repräsentanten aus 175 Staaten treffen sich zu der zweiten von fünf geplanten Gesprächsrunden, um einen rechtsverbindlichen Vertrag zur Beendigung der Plastikproduktion auszuarbeiten. Wird der Kampf gegen die Plastikverschmutzung bald einen Wendepunkt erreichen? Eine „hochrangige Veranstaltung“ zur Beendigung dieser Plastikplage beginnt am Montag in Paris. Die französische Außenministerin Catherine Colonna und ihr Kollege für den ökologischen Wandel, Christophe Béchu, empfingen bereits am Samstag rund 40 Vertreter von Staaten aus der ganzen Welt, um den Verhandlungen einen stärkeren politischen Impuls zu verleihen. Die eigentlichen Diskussionen zwischen den Nationen mit unterschiedlichen Ambitionen und unter dem Druck der Industrie und der NGOs werden am Montag beginnen. Ziel ist es, einen internationalen Vertrag zu schließen, um die ungezügelte Produktion und Nutzung von Plastik zu stoppen. Die Verhandlungen werden bis zum 2. Juni andauern. Verhandlungen zwischen 175 NationenVor etwas…

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  • Luftverschmutzung: Hohe Feinstaubbelastung betrifft große Teile Frankreichs

    Luftverschmutzung: Hohe Feinstaubbelastung betrifft große Teile Frankreichs

    Dreiundzwanzig Städte sind am Dienstag, dem 14. Februar, von einer starken Feinstaubbelastung betroffen. Seit Sonntag, dem 12. Februar, ersticken sechs französische Regionen regelrecht unter Feinstaub, meldet France Bleu und beruft sich dabei auf Informationen, die auf der Website des Verbands der zugelassenen Vereine zur Überwachung der Luftqualität (Atmo) veröffentlicht wurden. Der Atmo-Index für die Luftqualität ist derzeit in ganz Frankreich schlecht. Nur sieben Städte bekommen von Atmo grünes LichtAm Dienstag, dem 14. Februar, soll sich die Situation zum Beispiel in Straßburg weiter verschlechtern, das von Atmo als scharlachrot „sehr schlecht“ eingestuft wird. Die elsässische Hauptstadt tritt die Nachfolge von Lyon an, das am Montag, scharlachrot war. An diesem Dienstag werden 22 Städte von Atmo als rot „schlecht“ eingestuft, gelb gilt in 14 Städten. In ganz Frankreich gibt es heute nur sieben Städte, die grün eingestuft sind, was einer „mittleren“ Feinstaubbelastung entspricht. D…

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  • Hunderttausende Plastikkugeln verschmutzen die französische Atlantikküste

    Hunderttausende Plastikkugeln verschmutzen die französische Atlantikküste

    Seit November 2022 werden kleine Kugeln aus Plastik an die Strände der französischen Atlantikküste geschwemmt. Eine Lokalpolitiker haben Klage eingereicht.

    Sie bilden einen weißen Rand am Strand von Pornic (Loire-Atlantique). Tausende von kleinen Plastikkugeln werden hier seit Wochen angespült. Dutzende Freiwillige, mit ihren Augen auf den Boden gerichtet und mit Sieben und Rechen in der Hand, versuchen dieser hartnäckigen Verschmutzung Herr zu werden. Jedes Kügelchen ist weniger als fünf Millimeter groß. „Das ist sehr klein, denn man muss auch Einzelne finden. Wir wissen, dass wir nur einen Teil von ihnen finden…“, sagt Stéphane Nicolas von der Surfrider Fondation gegenüber France Télévisions.

    Eine Plage seit November 2022
    Die Kügelchen sind Industriegranulate, Rohstoffe für die Herstellung von Plastikgegenständen. Seit vergangenem November werden sie zwischen an den Küsten vom Finistère bis zur Vendée angespült. Der Staat und einige Bürgermeister haben mittlerweile beschlossen, Klage einzureichen. „Was wir wollen, ist, dass der Seeverkehr eine Methode zur Rückverfolgung dessen entwickelt, was er transportiert, dass man weiß, was drin ist, und dass, wenn es einen Unfall gibt, dieser sofort gemeldet wird“, fordert Jean-Michel Brard, Bürgermeister von Pornic.

  • In Le Havre sollen biologisch abbaubare Fischernetze den Müll im Meer reduzieren

    In Le Havre sollen biologisch abbaubare Fischernetze den Müll im Meer reduzieren

    Vor der Küste von Le Havre findet eine Weltpremiere statt: Die Besatzung des Schiffes „Gauthier-Lucille“ testet biologisch abbaubare Netze, um die Verschmutzung des Meeresbodens zu verringern. Ein Projekt, das vom Europäischen Meeres- und Fischereifonds finanziert wird.

    30% des Plastikmülls aus der Fischerei sollen durch „Geisternetze“ verursacht werden, also Fischernetze, die auf den Meeresboden gefallen sind. An Bord des Schiffes „Gauthier-Lucille“ in der Nähe von Le Havre führt die Besatzung ein neues, weltweit einzigartiges Fischereisystem ein, um zu versuchen, die Umweltverschmutzung zu verringern: 3.200 Meter biologisch abbaubare Netze, die auf 70 Ausfahrten auf See abwechselnd mit herkömmlichen Netzen eingesetzt werden. „Wir haben dieses Projekt gemacht, weil es einfach dumm ist, das Meer zu verschmutzen“, erklärt Kapitän Kévin Truchon gegenüber France Télévisions.

    Am Anfang dieser Initiative stand das Projekt Téfibio, das vom Parc Naturel Marin des estuaires picards et mer d’Opale getragen und vom Europäischen Meeres- und Fischereifonds finanziert wurde. Das Unternehmen SeaBird hat fast zehn Jahre gebraucht, um diese kompostierbaren Netze zu entwickeln. Die Tests, die im Sommer 2020 begannen, erwiesen sich als vielversprechend. „Ein normales Netz baut sich im Meer in etwa 400 Jahren ab, während ein biologisch abbaubares Netz nur 8 bis 10 Jahre braucht, um sich abzubauen, und es hat keine anhaltenden Auswirkungen auf die Meeresumwelt“, erläuterte Solène Peuget, die mit dem Meeresnaturpark zusammenarbeitet.

    Die unter realen Bedingungen durchgeführten Tests zeigen, dass die Widerstandsfähigkeit der herkömmlichen Netze derzeit noch im Vorteil ist. „Die Bio-Netze sind im Vergleich zu den konventionellen Netzen recht empfindlich“, erklärt ein Seemann. Bei den biologisch abbaubaren Netzen müssen noch Verbesserungen vorgenommen werden. „Die Maschenweite muss noch etwas verringert werden, da sie meiner Meinung nach immer noch viel zu gross ist“, fügt der Kapitän hinzu.

    Der Preis für die biologischen Netze ist derzeit noch nicht bekannt. Im Moment werden sie vom Meeresnaturpark für die Versuchsphasen kostenlos zur Verfügung gestellt. Langfristig sollen die biologisch abbaubaren Netze für die gesamte Berufsfischerei in Frankreich verpflichtend werden.