Schlagwort: Toter Jugendlicher

  • Ille-et-Vilaine: 17-Jähriger vor Cancale vermisst – Suche im Meer eingestellt

    Ille-et-Vilaine: 17-Jähriger vor Cancale vermisst – Suche im Meer eingestellt

    Trotz der Wellen- und Strömungswarnungen war der Teenager mit zwei Freunden zum Baden ins Meer gegangen. Die Suche an Land wird von der Gendarmerie fortgesetzt.

    Ein 17-jähriger Jugendlicher wird seit Samstagabend vermisst, nachdem er mit zwei Freunden am Strand von Saussaye in Cancale (Ille-et-Vilaine) im Meer badete, berichten die Sender France Bleu Breizh Izel und France Bleu Armorique am Sonntag, dem 6. August. An der Küste des Departements herrschte zu diesem Zeitpunkt Warnstufe Orange wegen der Gefahr hoher Wellen und starker Strömungen. Die beiden anderen Jugendlichen konnten von der Feuerwehr gerettet werden.

    Um zu versuchen, den Jugendlichen zu finden, wurden von der regionalen Rettungsleitstelle (Centre régional opérationnel de surveillance et de sauvetage, Cross) umfangreiche Suchmaßnahmen durchgeführt, darunter auch mit einem Hubschrauber und einem Schnellboot. Ihr Einsatz wurde jedoch durch die Wetterbedingungen und die unruhige See erschwert.

    Die Suche wurde am Samstagabend gegen 21.45 Uhr eingestellt, am Sonntag um 6.30 Uhr wieder aufgenommen und kurz darauf auf See wegen fehlender neuer Erkenntnisse wieder eingestellt, wie das Cross und die Präfektur von Ille-et-Vilaine gegenüber France Bleu Breizh Izel und France Bleu Armorique erklärten. Die Suche an Land wird von der Gendarmerie fortgesetzt.

  • Schwerer Unfall auf Fahrgeschäft im Luna Park in Cap d’Agde: 17-Jähriger getötet und eine Schwerverletzte

    Schwerer Unfall auf Fahrgeschäft im Luna Park in Cap d’Agde: 17-Jähriger getötet und eine Schwerverletzte

    In der Nacht zu Sonntag ereignete sich ein Unfall auf einer Attraktion des Luna Parks in Cap d’Agde im Departement Hérault. Ein Fahrgast wurde gegen einen Pfosten geschleudert, der 17-jährige Jugendlicher starb. Eine 19-jährige Frau wurde ebenfalls schwer verletzt.

    In Cap d’Agde im Département Hérault endete die Freude in einer Tragödie. Im Luna Park, einem ständigen Jahrmarkt, ist das „Adrenalin“ eines der sensationellsten Fahrgeschäfte. In der vergangenen Nacht allerdings lief nichts nach Plan. Gegen 2 Uhr morgens wurde einer der Fahrgäste plötzlich gegen einen der großen Metallpfosten geschleudert, die die gesamte Konstruktion tragen, wie Actu Métropolitain berichtet.

    Das Opfer prallte mit dem Kopf gegen den Pfosten. Bei dem Todesopfer handelt es sich um einen 17-jährigen Teenager. Bei der schwer verletzten Person handelt es sich um eine 19-jährige Frau. Sie wurde in ein Krankenhaus in Montpellier eingeliefert. Beide Personen stammen laut der Zeitung Midi Libre aus Agde. 

    Bei dieser 60 Meter hohen Riesenschaukel, an der die Passagiere mit Gummibändern in Tandems befestigt sind, geht es darum, die Menschen wie im freien Fall mit 110 km/h in Richtung Boden zu schleudern. Videos von Passagieren, die auf Tiktok online sind, geben einen besseren Eindruck davon, was die Attraktion tatsächlich bietet.

    @hichamlj Luna Park Cap d'Agde ADRENALINE 2/3 🎢 😂😂 #fêteforaine #capdagde #adrenaline #capdagde2023 ♬ son original – hicham.lj
    @jasong.c ADRÉNALINE CAP D’AGDE 🎡 #foryou #capagde #attractions #vacances2021 ♬ Myself – Bazzi

    Erst die polizeilichen Ermittlungen werden Aufschluss darüber geben, was passiert sein könnte. Actu Métropolitain stellt eine Hypothese auf. Eine heftige Wind-Böe, die in dieser Nacht mit 80 km/h registriert wurde, könnte eventuell eine Erklärung sein.

    Nach dem Unfall wurde das Karussell sofort geschlossen. Es soll nun ein technisches Gutachten erstellt werden. Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass sich ein Unfall auf diesem Karussell ereignet. Bereits im Jahr 2019 hatte sich ein Mann am Kopf verletzt. Das „Adrenalin“ war daraufhin vorübergehend geschlossen worden. Ein weiterer Unfall hatte sich 2017 bei einem ähnlichen Fahrgeschäft auf der Foire du Trone in Paris ereignet.

    Der Luna Park ist ein Vergnügungspark mit mehreren Dutzend Attraktionen für Kinder und Erwachsene, der auf Cap d’Agde errichtet wurde. Er zieht von Ostern bis September, vor allem aber in den Sommerferien, Zehntausende Besucher an. Luna Park bezeichnet sich selbst als einen der größten Vergnügungspark-Anbieter in Europa.

  • Lille: Leiche eines 20-Jährigen vier Tage nach seinem Verschwinden im Fluss Deûle entdeckt

    Lille: Leiche eines 20-Jährigen vier Tage nach seinem Verschwinden im Fluss Deûle entdeckt

    Die Leiche eines 20-jährigen jungen Mannes, nach dem seit Montag gesucht worden war, ist am Donnerstagabend in der Deûle in Lille entdeckt worden. Eine Untersuchung zur Ermittlung der Todesursache wurde eingeleitet.

    Die Leiche eines 20-jährigen Mannes wurde am Donnerstag, dem 3. August, im Fluss Deûle in Lille (Nord) gefunden. Er war seit Montag gesucht worden, berichtet der Sender France Bleu Nord am Freitag. Eine Untersuchung zur Ermittlung der Todesursache wurde eingeleitet.

    „Trotz einer starken Mobilisierung bei der Suche und zahlreichen Hinweisen wurde Rayans Körper gestern am Ende des Tages gefunden“, schrieb die Nationalpolizei des Departements Nord am Freitagmorgen auf Twitter. „Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Angehörigen. Bitte verbreiten Sie den Fahndungsaufruf nach ihm nicht mehr weiter“.

    Der junge Rayan hatte sich seit dem vergangenen Montag nicht mehr bei seinen Angehörigen gemeldet. Zuletzt war er um 4 Uhr morgens in der Nähe eines Parks in der Stadt gesehen worden. Die Polizeiwache von Lille hatte am Donnerstag einen Zeugenaufruf veröffentlicht.

    Es wurde nun eine Untersuchung eingeleitet, um die genaue Todesursache zu ermitteln.

  • Leiche eines Minderjährigen auf offener Straße entdeckt – Mann wegen Mordes in Polizeigewahrsam

    Leiche eines Minderjährigen auf offener Straße entdeckt – Mann wegen Mordes in Polizeigewahrsam

    Die Leiche eines Minderjährigen wurde am Donnerstagabend auf einer Straße in Les Ulis (Essonne) entdeckt. Ein Mann wurde in Polizeigewahrsam genommen. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungen könnte das Opfer 16 Jahre alt sein.

    Nach der Entdeckung der Leiche eines Jugendlichen am Donnerstagabend auf einer öffentlichen Straße in Les Ulis (Essonne) wurde eine Untersuchung wegen Mordes eingeleitet und ein Mann in Polizeigewahrsam genommen, wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte.

    „Eine Person, bei der es sich um einen 16-jährigen Jugendlichen handeln könnte, wurde am Freitagabend gegen 22 Uhr in Les Ulis auf einer öffentlichen Straße tot aufgefunden“, sagte die Staatsanwaltschaft von Evry, die außerdem angibt, dass sie einen Unfalltod „ausschließt“. Der Mann, der sich in Polizeigewahrsam befindet, wurde bereits am Donnerstagabend festgenommen und „könnte in die Tat verwickelt sein“, so die Staatsanwaltschaft.

    Laut einer Polizeiquelle wurde ein 16-jähriger Jugendlicher am Donnerstagabend gegen 22.30 Uhr tot auf einer Straße aufgefunden. Die Feuerwehr habe versucht, das Opfer wiederzubeleben, was jedoch nicht gelungen sei, erklärte die Staatsanwaltschaft.

  • „Der Angriff erfolgte wegen eines Blickes“: Jugendlicher in kleinem Dorf erstochen

    „Der Angriff erfolgte wegen eines Blickes“: Jugendlicher in kleinem Dorf erstochen

    In La Haye-Malherbe im Departement Eure endete ein „verbaler Streit“ zwischen einem 15-Jährigen und zwei „kaum 16 Jahre alten“ anderen Jugendlichen in einer Tragödie. In La Haye-Malherbe im Departement Eure spielte sich ein schreckliches Drama ab. Wie die Zeitung Le Parisien berichtete, wurde am Samstag, 22. Juli, ein fast 16-jähriger Jugendlicher durch einen Messerstich getötet. Zwei andere Jugendliche wurden nach der Tat festgenommen und sitzen in Polizeigewahrsam. Ersten Ermittlungen zufolge lief das Opfer durch die 1.500 Einwohner zählende Gemeinde zwischen Evreux und Rouen. Aus noch unbekannten Gründen kam es zu einem „verbalen Streit“ zwischen dem Opfer und den beiden „kaum 16 Jahre alten“ anderen Jugendlichen. Der angegriffene junge Mann soll einen Messerstich in die Brust erhalten haben und starb trotz des raschen Einsatzes der Rettungskräfte. „Das Opfer ist ein Jugendlicher aus der Gemeinde, der im Dorf gut bekannt war und keine negative Vorgeschichte hatte. Es scheint, dass d…

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  • Polizeigewalt: Zahlreiche Protestmärsche in Frankreich

    Polizeigewalt: Zahlreiche Protestmärsche in Frankreich

    In ganz Frankreich fanden am Samstag, dem 8. Juli, Demonstrationen gegen Polizeigewalt statt, nachdem der 17-jährige Nahel Ende Juni durch die Schüsse eines Polizisten ums Leben gekommen war. Die Demonstranten wollten insbesondere auch „die Freiheit zu demonstrieren“ verteidigen.

    Am Samstag, dem 8. Juli, fanden in Frankreich mehrere Märsche zum Gedenken an den 17-jährigen Nahel und gegen Polizeigewalt statt. Am Vormittag nahmen in Straßburg (Bas-Rhin) mehr als 500 Menschen an einer Demonstration teil und zogen durch das Stadtzentrum. „Was bei dem Mord an Nahel passiert ist, betrifft nicht nur die Menschen in den Vorstädten. Es betrifft die Arbeiterklasse in ganz Frankreich und es betrifft alle Franzosen“, sagt ein Demonstrant gegenüber Franceinfo.

    Die „Freiheit zu demonstrieren“ bewahren.
    In Saint-Nazaire (Loire-Atlantique) verlief eine Demonstration mit 150 Teilnehmern friedlich: „Die Demonstrationsfreiheit zu wahren ist wichtig. Die politische Vereinnahmung des Falls Nahel durch die extreme Rechte ist unserer Meinung nach bedauerlich“, argumentiert Jean-Luc Boero, Vorsitzender der Sektion der Liga für Menschenrechte in Saint-Nazaire. Die gleiche Stimmung herrschte in Marseille (Bouches-du-Rhône), wo es ebenfalls zu keinen Ausschreitungen kam.

  • Tod von Nahel: Anwalt der Familie prangert erneut Lügen des Polizisten an

    Tod von Nahel: Anwalt der Familie prangert erneut Lügen des Polizisten an

    Nach Nahels Tod wurde auf einem Polizeieinsatzformular vermerkt, dass das Opfer versucht habe, einen Polizisten zu rammen, während gleichzeitig ein Video diese Version widerlegte. Wenn der Beamte „notiert, dass ein Fahrzeug versucht hat, einen Polizisten zu töten, ist diese Information meiner Meinung nach wichtig genug, um sich nicht irren zu dürfen“, betont der Anwalt von Nahels Familie am Donnerstag.

    Rechtsanwalt Yassine Bouzrou, Anwalt der Familie von Nahel, prangerte am Donnerstag, dem 6. Juli, auf dem Sender Franceinfo erneut einen Einsatzbericht der Polizei an, „der wahrheitswidrig angibt, dass Nahel am Dienstag, dem 27. Juni, in Nanterre im Departement Hauts-de-Seine versucht hat, einen Polizisten zu rammen, indem er auf ihn zugefahren ist“. Die Familie reichte Klage wegen Urkundenfälschung ein. Ein Amateurvideo, das kurz nach der Tat in den sozialen Netzwerken veröffentlicht wurde, scheint das Gegenteil zu beweisen. „Wenn es kein Video gegeben hätte, um dieses Dokument zu widerlegen, hätte der Staatsanwalt entschieden, dass der Schuss des Polizisten vorschriftsmäßig war und somit hätte es nicht einmal eine Untersuchung gegeben“, erklärte der Anwalt.

    Es gibt ein von einem Polizisten verfasstes Dokument, in dem offenbar wahrheitswidrig angegeben wird, dass der 17-jährige Nahel versucht habe, einen Polizisten zu rammen, indem er auf ihn zufuhr. Diese Information wird in einem Dokument festgestellt, das in von einem Polizisten unterzeichnet wurde. Deshalb geht der Anwalt von Nahels Familie davon aus, dass dieses Dokument eine Fälschung darstellt, da die darin enthaltenen Informationen schlichtweg gelogen seien. Auf der Grundlage der falschen Information hatte der Staatsanwalt der Stadt Nanterre zunächst beschlossen, Ermittlungen gegen den inzwischen verstorbene Nahel wegen versuchten Mordes an einem Polizisten einzuleiten. Nach Aussage des Anwalts war es ein anderer, unbeteiligter Polizist, der den Einsatzbericht verfasst hatte – auf der Grundlage von Informationen, die ihm von den Polizisten gegeben wurden, die tatsächlich an der fatalen Verkehrskontrolle beteiligt waren.

    Der Polizist, der die Einsatzprotokolle schreibt, hört über Funk die Polizisten ab, die im Einsatz sind. Er verlässt sich dabei gänzlich auf die Meldungen der Polizisten, vor Ort. Diese wissen ganz genau, dass auf der Grundlage ihrer Informationen ein Protokoll ausgefüllt wird. Dieses Dokument ist anschließend von großer Bedeutung, denn es veranlasst nicht nur den Staatsanwalt, eine Untersuchung einzuleiten, sondern, vor allem im Fall Nahel hätten die Ermittlungen auf Grund des Protokolls den Polizisten, der geschossen hat, entlastet.

    Rechtsanwalt Yassine Bouzrou, Anwalt der Familie von Nahel, bekräftigt: „Der Beamte, der das Dokument ausfüllt, ist ein Profi. Wenn er notiert, dass ein Fahrzeug versucht hat, einen Polizisten zu rammen und zu töten, ist die Information meiner Meinung nach wichtig genug, um keinen Fehler zu machen.“

  • Spendenpool für den Polizisten von Nanterre: Nahels Mutter klagt gegen Rechtspolitiker Jean Messiha

    Spendenpool für den Polizisten von Nanterre: Nahels Mutter klagt gegen Rechtspolitiker Jean Messiha

    Der Anwalt von Nahels Mutter spricht von „betrügerischen Machenschaften zur Irreführung der Menschen“. Die Mutter von Nahel, der am Dienstag, den 27. Juni in Nanterre von einem Polizisten erschossen wurde, klagt gegen den Rechtspolitiker Jean Messiha wegen „bandenmäßigen Betrugs“, wie Franceinfo am Dienstag, dem 4. Juli berichtete. Jean Messiha hat einen Spendenpool zur Unterstützung der Familie des Polizisten gestartet, der den tödlichen Schuss auf den jungen Nahel abgegeben hat. Der Anwalt von Nahels Familie spricht von „betrügerischen Machenschaften, die darauf abzielen, Personen zu täuschen“, die sich an dem Pool beteiligen. In der Klage wird insbesondere hervorgehoben, dass Jean Messiha mutmaßliche Informationen aus Nahels Vorstrafenregister preisgegeben hat, um ihn zu „kriminalisieren“ und eine Bewegung zur Unterstützung des Polizisten zu schaffen. Außerdem habe er Nahel „öffentlich und wahrheitswidrig als Intensivtäter dargestellt“. Jean Messiha, früherer Sprecher des Rechtsextr…

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  • Tod von Nahel: Vergangene Nacht verlief ohne größere Zwischenfälle – Frankreich beruhigt sich

    Tod von Nahel: Vergangene Nacht verlief ohne größere Zwischenfälle – Frankreich beruhigt sich

    Emmanuel Macron kündigte ein „Notstandsgesetz“ an, um die Reparaturen in den Städten zu beschleunigen, die in der vergangenen Woche von den Unruhen besonders betroffen waren. Eine Woche nach dem Tod des 17-jährigen Nahel, der bei einer Verkehrskontrolle in Nanterre (Hauts-de-Seine) von einem Polizisten erschossen wurde, scheint in Frankreich langsam wieder Ruhe einzukehren. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, den 5. Juli, wurden in ganz Frankreich „nur“ 16 Personen festgenommen, davon sieben in Paris und im Großraum Paris. Nach tagelangen Krawallen wurden in der vergangenen nacht keine größeren Zwischenfälle gemeldet, abgesehen von 116 kleineren Feuern auf öffentlichen Straßen. In der Nacht wurden außerdem acht Gebäude angezündet oder beschädigt und 78 Fahrzeuge in Brand gesetzt. In ganz Frankreich wurden innerhalb einer Woche 3.625 Personen in Polizeigewahrsam genommen, darunter 1.124 Minderjährige. Von diesen Personen mussten 990 bereits vor Gericht erscheinen und 380 wurden inha…

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  • Tod von Nahel: „Ein Verrückter, er hat geschossen“… die letzten Worte des Teenagers

    Tod von Nahel: „Ein Verrückter, er hat geschossen“… die letzten Worte des Teenagers

    Der Beifahrer, der sich im Fahrzeug des 17-jährigen Nahel befand, sprach jetzt über das schreckliche Drama, das sich am Dienstag, dem 27. Juni ereignet hat. Er beschreibt die letzten Momente des jungen Nahel.

    Am Montag, dem 3. Juli, berichtete der dritte Mitfahrer auf der Rückbank des gelben Mercedes, den der junge Nahel steuerte, über den Tod des 17-Jährigen am 27. Juni dieses Jahres. Der gerade 14 Jahre alt gewordene Beifahrer – mit Spitznamen Adam – wurde in Polizeigewahrsam genommen und von den Polizeikräften befragt.

    Der junge Mann verfasste daraufhin einen Brief, der an die Zeitung Le Parisien gerichtet war. Es ist Adams Vater, der den Journalisten diesen Brief übergab. In diesem Schreiben berichtet der junge Beifahrer über die letzten Momente von Nahel, der bei einer Verkehrskontrolle in Nanterre, einem Vorort von Paris, von einem Polizisten aus nächster Nähe erschossen wurde. Der 14-jährige Junge erklärte, dass er an diesem Tag auf dem Weg zum Collège war, um eine Prüfung abzulegen. Auf dem Weg traf er Nahel, der einen gelben Mercedes fuhr: Dieser bot ihm an, ihn mit dem Auto zu seiner Prüfung zu fahren. „Mein Sohn wusste nicht, dass Nahel keinen Führerschein hatte und dass er noch minderjährig war“, erklärte Adams Vater gegenüber Le Parisien. Der Schüler setzte sich auf den Rücksitz des Fahrzeugs, da der Beifahrersitz von einem anderen Freund Nahels besetzt war.

    „Er ist ein Verrückter, er hat geschossen“
    Das Fahrzeug wird kurz darauf von Polizisten für eine Kontrolle angehalten. Zwei Polizisten, die der Abteilung öffentliche Ordnung und Verkehr (DOPC) angehören, forderten Nahel auf, den Motor des Fahrzeugs auszuschalten. „Nahel wollte nicht anhalten“, berichtet Adam in seinem Brief. Der gelbe Mercedes lieferte sich daraufhin eine Verfolgungsjagd durch die Straßen von Nanterre. Schließlich blieb das Fahrzeug in einem Verkehrsstau stehen. Die beiden Polizisten postierten sich auf Höhe der linken Vordertür neben dem Fenster von Nahel.

    „Die Polizisten […] richteten ihre Waffen auf Nahel“, berichtet Adam weiter. Laut dem 14-Jährigen erhielt Nahel „drei Schläge“ und versuchte, „seinen Kopf zu schützen“. Der Schüler behauptet, dass einer der Polizisten Nahel gewarnt habe, „dass er ihm eine Kugel in den Kopf schießen würde“. In seinem Schreiben erklärt Adam, dass Nahels Fuß „wahrscheinlich aus Panik die Bremse losgelassen hat, als er versuchte, sich zu schützen“. Das Auto mit Automatikgetriebe „fuhr von selbst weiter“. Laut Adam hat einer der Polizisten „seinem Kollegen gesagt, er solle schießen. Dann ging der Schuss los“. Der Junge schreibt, er habe in dem Moment nicht verstanden, dass sein Freund getroffen wurde: „Nahel, nachdem er die Kugel abbekommen hatte, sagte er: Das ist ein Verrückter, er hat geschossen“. Das Fahrzeug beschleunigte daraufhin „schlagartig“ und prallte gegen Straßenmobiliar. Nahel lag regungslos in seinem Sitz: „Es gab kein Blut, aber er war auf die Seite geneigt“, beschreibt Adam.

    Der Schüler versucht daraufhin, aus dem Fahrzeug auszusteigen. Er wird sofort von den beiden Polizisten festgenommen. Auf online verbreiteten Videos ist zu sehen, wie einer der Polizisten ihn zu Boden wirft: „Ich habe meine Hände gehoben, damit er nicht auf mich schießt. Ich lag auf dem Boden. Ich sagte (dem Polizisten), dass ich nichts getan habe, und er sagte: Halt die Klappe. Und er hat mir Handschellen angelegt“, berichtet Adam. Der Schüler wird von den Polizisten abgeführt. Gleichzeitig sieht er, dass sein Freund eine Herzmassage erhält. Der Junge hörte, wie einer der beiden Polizisten seinem Kollegen sagte, dass er „nicht hätte schießen sollen, weil sie weiter hinten eine Straßensperre errichten wollten“. Adam wurde schließlich in Polizeigewahrsam genommen. Am späten Nachmittag des 27. Juni wurde der Gewahrsam wieder aufgehoben. Adam ist von den Geschehnissen gezeichnet: „Ich weiß, dass er leidet. Er hat Aussetzer. Er schläft im Moment sehr schlecht“, sagt der Vater gegenüber der Zeitung Le Parisien.