Schlagwort: Stromversorgung

  • Tarn-et-Garonne nach Stromausfall am Montagabend im Dunkeln

    Tarn-et-Garonne nach Stromausfall am Montagabend im Dunkeln

    Im Departement Tarn-et-Garonne fiel gegen 17.30 Uhr nach einem Zwischenfall an einer Hochspannungsleitung der Strom aus. Nach und nach konnte ein Teil der Stromversorgung wieder hergestellt werden, doch 90.000 Kunden waren am Abend noch ohne Strom.

    Kurz vor 17:30 Uhr kam es zu einem Zwischenfall an einer Hochspannungsleitung, der das Departement Tarn-et-Garonne grossteils von der Stromversorgung abschnitt. Die gesamte Stadt Montauban versank in der Dunkelheit. Nach Angaben der Präfektur waren 60% des Departements und 130.000 Haushalte betroffen.

    Dem Netzbetreiber RTE gelang es, die Stromversorgung grösstenteils bis zum späten Abend wieder herzustellen. Die genaue Ursache für den Vorfall ist noch nicht geklärt, es könnte sich jedoch um einen Blitzeinschlag in eine Hochspannungsleitung handeln.

    Bis etwa 21:00 Uhr war auch der Zugverkehr von Montauban in Richtung Agen und Cahors gestört. Der Bahnverkehr wurde in allen Städten in der Umgebung von Montauban für mindestens eine halbe Stunde eingestellt.

  • Stromversorgung: Weitere Verzögerungen bei Inbetriebnahme von EDF-Atomreaktoren

    Stromversorgung: Weitere Verzögerungen bei Inbetriebnahme von EDF-Atomreaktoren

    Die Wiederinbetriebnahme von Atomreaktoren des Stromversorgers EDF, fast die Hälfte aller französischer Atomreaktoren, könnte sich weiter verzögern: Eine Situation, die das Risiko von Stromausfällen im kommenden Winter erhöht.

    Der Zeitplan für die Wiederinbetriebnahme der Atomreaktoren der EDF laut dem Sender BFMTV nochmals verzögert worden. So meldet der Netzbetreiber RTE (Réseau de transport d’électricité), dass das Wiederanfahren einiger Reaktoren bis Dezember nicht möglich sein wird, obwohl die EDF bis Ende November ein Dutzend Reaktoren wieder in Betrieb nehmen wollte. Die Situation könnte sich daher weiter verschlechtern, insbesondere nachdem die Wiederinbetriebnahme von fünf Reaktoren bereits im Oktober verschoben worden war.

    Am Montag, dem 21. November, sind immer noch 26 der 56 französischen Reaktoren abgeschaltet. Und trotz des hohen erwarteten Energieverbrauchs in Frankreich, sind laut den von RTE online gestellten Daten werden etwa 15 Reaktoren bis Januar oder sogar darüber hinaus nicht am Netz sein.

    Hohes Risiko – aber kein Blackout erwartet
    Zwar war die Abschaltung der Reaktoren geplant, doch Streiks, die im September und Oktober die Wartungsarbeiten einiger Kraftwerke blockiert haben, sowie „Verzögerungen und technische Unwägbarkeiten“ verhindern, dass einige Reaktoren rechtzeitig wieder in Betrieb genommen werden können. Eine rechtzeitige Wiederinbetriebnahme ist jedoch entscheidend, da im Januar sowieso nur 65% der Kernkraftkapazität zur Verfügung stehen wird: Eine Situation, die den Netzwerkbetreiber RTE befürchten lässt, dass es insbesondere im Januar zu Stromausfällen kommen könnte. Solche Ausfälle würden höchstwahrscheinlich zwischen 8.00 und 12.00 Uhr sowie zwischen 18.00 und 20.00 Uhr auftreten, so die RTE.

    Es besteht jedoch keine Gefahr eines allgemeinen „Blackouts“ für Frankreich, wenn notwendige Maßnahmen ergriffen werden. Der Konzern gibt an, dass ein „Rückgang des Verbrauchs um 1 bis 5% oder um maximal 15% im schlimmsten Szenario“ ausreichen würde, um Risiken von Blackouts und grösseren Stromausfällen zu vermeiden.

  • Energiekrise: Stromversorger EDF im Wettlauf gegen die Zeit zur Sicherung der Stromproduktion im Winter

    Energiekrise: Stromversorger EDF im Wettlauf gegen die Zeit zur Sicherung der Stromproduktion im Winter

    Der französische Stromversorger EDF kündigt den Normalbetrieb in 42 Reaktoren im Dezember und 46 Reaktoren im Januar nächsten Jahres an, um so zu versuchen, den Winter ohne Stromausfälle zu überstehen. Die Prognosen bleiben jedoch unsicher.

    der Stromversorger EDF sieht sich einem Wettlauf mit der Zeit ausgesetzt, um eine ausreichende Stromproduktion in diesem Winter zu sichern. Der staatliche Stromversorger kündigte am Dienstag, dem 7. November an, dass er im Dezember über 42 und im Januar über 46 Reaktoren im Normalbetrieb verfügen wolle. Derzeit sind nur 30 der 56 französischen Reaktoren in Betrieb. Das Erreichen dieses Versprechens bleibt jedoch unsicher, da der Konzern die Wiederinbetriebnahme von vier Reaktoren in der vergangenen Woche verschieben musste.

    42 Reaktoren im Dezember und 46 im Januar im Normalbetrieb: Auch das ist immer noch eine niedrige Verfügbarkeit. Auf jeden Fall niedriger als der Wirtschaftsminister Bruno Le Maire gehofft hatte. Er hatte sich auf das optimistischste Szenario von RTE, dem Betreiber des Stromnetzes, gestützt. Inzwischen rechnet RTE mit einem so genannten vorsichtigen Szenario: Das bedeutet, dass es keinen sehr kalten Winter geben darf. Andernfalls müsste RTE das rote Ecowatt-Signal mehrmals in der Wintersaison aktivieren und es würde wahrscheinlich zu Stromabschaltungen kommen. Wenn die nukleare Produktion noch weiter sinkt, könnte das das schlechteste Szenario bedeuten. Das heißt, selbst bei einem warmen Winter bestünde die Gefahr von Stromausfällen.

    Was das Risiko neuer Probleme in den Kraftwerken betrifft, bleibt die EDF vorsichtig. Man will keinen zu grossen Optimismus mehr zeigen, wie es Ende Oktober vor dem Senat der Fall war. „Es ist immer die gleiche Frage, was garantieren Sie heute?“, erklärte Régis Clément, der stellvertretende Direktor des EDF-Kernkraftwerksparks. „Ich kann nur erklären, dass wir auf ein außergewöhnliches Mobilisierungsniveau verpflichtet sind, und mit uns die Unternehmen, die an den Reaktoren arbeiten. Wir sind also ziemlich zuversichtlich“.

    Ob die 42 Reaktoren im Dezember und die 46 Reaktoren im Januar funktionieren, bleibt jedoch nur eine Prognose. In der vergangenen Woche musste EDF erneut vier Verzögerungen bei der Wiederinbetriebnahme seines Reaktorparks bekannt geben. Zwei davon wegen neuer Entdeckungen von Problemen mit Spannungsrisskorrosion. Dabei handelt es sich um Mikrorisse in den Rohrleitungen. Sie traten erst ganz am Ende der Tests an den Reaktoren der Kraftwerke Cattenom im Département Moselle und Penly im Département Seine-Maritime auf. Hinzu kam die Weigerung der ASN (Autorité de sûreté nucléaire), dem Wiederanfahren eines Reaktors in Cattenom zuzustimmen. Die für später geplanten Reparaturen müssen nun sofort durchgeführt werden. Ein Vorfall am Mittwoch, den 2. November, im AKW Civaux: Der Ausstoß eines radioaktiven Elements bei einem Test und ein Leck zeigen, wie brüchig diese Prognosen sind.

    Um zu versuchen, weitere Verzögerungen zu vermeiden, hat der Stromversorger zunächst seine Teams verstärkt, indem er zusätzlich zu den 500 bereits beschäftigten Spezialschweißern rund 100 kanadische und amerikanische Schweißer einstellte. Er änderte seinen sehr komplexen Zeitplan für die Wartung von Kernreaktoren, um möglichst viele Reaktoren in der Wintersaison am Netz zu haben.

  • Neues Atomgesetzes: Was die französische Regierung umsetzen will

    Neues Atomgesetzes: Was die französische Regierung umsetzen will

    Ein neuer Gesetzentwurf wurde am Mittwoch, dem 2. November, im Ministerrat vorgestellt. Er zielt darauf ab, den Bau neuer Atomreaktoren zu beschleunigen.

    Die Regierung legte am Mittwoch, dem 2. November, im Ministerrat einen Gesetzentwurf zur Beschleunigung des Baus von Atomreaktoren vor, während die öffentliche Debatte über den Stellenwert der Atomenergie in Frankreich gerade erst beginnt.

    „Wenn wir sowohl energiepolitisch unabhängig sein als auch unsere Klimaziele einhalten wollen, müssen wir die fossilen Energien durch kohlenstoffarme Energien ersetzen. Die Kernenergie ist heute die kohlenstoffärmste aller Lösungen, über die wir verfügen“, rechtfertigte Ministerin Agnès Pannier-Runacher am Freitag im Kernkraftwerk Chinon (Indre-et-Loire) den Schritt der Regierung. Der Bedarf an Elektrizität wird steigen und das Land will und muss sich von fossilen Brennstoffen befreien.

    Der Gesetzentwurf sieht den Bau neuer kleinerer Kernkraftwerke (EPR) vor. Die ersten beiden sollen in Penly (Seine-Maritime) und anschließend in Gravelines (Nord) errichtet werden. Der Standort eines dritten Reaktorneubaus ist noch nicht festgelegt, aber das Rhonetal (Bugey oder Tricastin) wird in Betracht gezogen.

    Emmanuel Macron könnte den Grundstein noch vor dem Ende seiner Amtszeit im Jahr 2027 legen, auch wenn die Inbetriebnahme des ersten neuen EPR-Kraftwerks nicht vor 2035 oder gar 2037 erfolgen wird.

    Der am Mittwoch vorgestellte Gesetzentwurf zielt darauf ab, „Zeit zu sparen“, indem die Verwaltungsverfahren vereinfacht werden: So wären die Standorte beispielsweise von der Stadtplanungsgenehmigung befreit, da die Konformitätskontrolle von staatlichen Stellen übernommen würde. Die Projekte sollen „dem überwiegenden öffentlichen Interesses entsprechen, was es ihnen ermöglicht, von einer der Bedingungen für die Gewährung von Ausnahmen in Bezug auf geschützte Arten zu profitieren“, heißt es in dem Gesetzentwurf. Und die Arbeiten an Gebäuden, die nicht für die Aufnahme radioaktiver Stoffe bestimmt sind, können schon vor Abschluss der öffentlichen Anhörung durchgeführt werden.

    Der Gesetzentwurf „greift weder den laufenden Beratungen noch den künftigen Energie- und Klimagesetzen vor, die letztendlich entscheiden werden“, versicherte das Umweltministerium. „Wir wünschen uns eine Zustimmung der Bevölkerung und der gewählten Volksvertreter“, sagte Ministerin Agnès Pannier-Runacher in Chinon. Die Parlamentarier sollen ab der zweiten Hälfte des Jahres 2023 über Frankreichs neue Klima-Energie-Strategie abstimmen.

    Bis dahin können die Franzosen ihre Meinung äußern. Eine öffentliche Debatte über den Bau der sechs EPR-Kernkraftwerke hat bereits am 27. Oktober begonnen und wird bis zum 27. Februar dauern. Gleichzeitig wird von der Regierung bis zum 31. Dezember eine weitere, umfassendere Diskussion zum Thema Energie organisiert, die insbesondere online durchgeführt wird (concertation-energie.gouv.fr).

    Diese beiden Prozesse, deren Zusammenfassungen anschliessend den Parlamentariern übergeben werden, sollen die Planungen des Netzbetreibers RTE bis 2050 beeinflussen. Alle diskutierten Szenarien beinhalten einen Anstieg der erneuerbaren Energien mit einem variablen Anteil an Kernenergie (oder gar keiner Kernenergie, was jedoch zu sehr proaktiven Sparmaßnahmen zwingen würde). Frankreich, das rund 70% seines Stroms aus der Kernkraft bezieht, hatte 2015 beschlossen, seine Versorgungsquellen zu diversifizieren, indem es 14 seiner 58 Reaktoren stilllegen wollte (zwei davon sind bereits geschlossen), bevor Emmanuel Macron Ende 2021 eine Kehrtwende ankündigte.

  • Atomkraft: Französische Reaktoren immer noch von Korrosionsproblemen  betroffen

    Atomkraft: Französische Reaktoren immer noch von Korrosionsproblemen betroffen

    Die Hälfte der Atomreaktoren in Frankreich ist derzeit abgeschaltet, ein Teil davon wegen eines Korrosionsproblems am Sicherheitssystem.

    Der Behälter, in dem die Kernreaktion stattfindet, befindet sich hinter der doppelten Betonhülle des Reaktors. Im Inneren wird das Wasser auf 330 Grad erhitzt. Es wird anschliessend unter hohem Druck durch große Zylinder geleitet. Dort wird die Wärme über einen weiteren, unabhängigen Kreislauf zurückgewonnen, um Strom zu erzeugen. Das radioaktive Wasser hingegen fließt zurück in den Reaktortank, um erneut erwärmt zu werden. Dieser Kreislauf wird „Primärkreislauf“ genannt. Er ist nicht völlig geschlossen: Aus Sicherheitsgründen sind Notkreisläufe angeschlossen. Im Notfall kann dadurch Wasser aus einem externen Tank eingespeist werden, um den Reaktor zu kühlen.

    Vor einem Jahr wurden nahe der Verbindung zum Primärkreislauf, an einer Stelle, an der die Rohre einen Knick haben, Anomalien festgestellt. An den Schweißnähten dieses Bogens wurden Mikrorisse festgestellt. Die Risse können bis zu 5 mm groß sein. Da der Stahl des Rohrs nur 3 cm dick ist, besteht zwar keine unmittelbare Gefahr eines Lecks, aber die Risse dürfen nicht größer werden.

    Nach Ansicht von Experten liegt das Problem in der Bogenform selbst, die zu dermassen grossen Temperaturunterschieden geführt hätte, dass der Stahl ermüdete. Dieser Fehler betrifft die 16 neuesten Reaktoren, deren Baupläne sich von den weniger leistungsstarken älteren Reaktoren in diesem Detail unterscheiden. Eine Reparatur ist möglich, aber man muss den Reaktor abschalten, das eingerissene Teil ersetzen und neu verschweißen, wobei man auf die dort herrschende Radioaktivität achten muss. Eine sehr schwierige Aufgabe, die weltweit nur von einigen Dutzend Menschen durchgeführt werden kann.

  • So werden französische Haushalte im Winter vor Stromausfällen gewarnt

    So werden französische Haushalte im Winter vor Stromausfällen gewarnt

    In diesem Winter könnte es zu Stromabschaltungen im französischen Netz kommen, um die Gefahr eines Blackouts abzuwenden. Der Netzbetreiber RTE behält sich das Recht vor, als letztes Mittel punktuell den Strom abzuschalten, wenn die Belastung im Netz zu hoch wird. RTE verspricht, dass Unternehmen und Privatpersonen rechtzeitig gewarnt werden. Es soll keine überraschenden Stromausfälle geben.

    Das französische Stromnetz könnte in diesem Winter starken Belastungen ausgesetzt sein. Ein strenger Winter könnte zu einem deutlichen Anstieg des Strombedarfs führen. Auch wenn der aktuelle Trend auf relativ milde Temperaturen hindeutet, bleibt die Prognosesicherheit über die ersten Novemberwochen hinaus gering.

    Um das Risiko von Überbelastungen zu vermeiden, plant der Stromnetzbetreiber RTE Entlastungsmaßnahmen, d. h. lokalisierte und präventive zweistündige Stromabschaltungen. Enedis und RTE (Réseau de transport d’électricité), erklärten wie die Entlastungsabschaltungen in diesem Winter ablaufen könnten.

    Der Strom wird nicht abgeschaltet, ohne dass die Verbraucher rechtzeitig davon in Kenntnis gesetzt werden. Dank Ecowatt, dem „Wetterbericht für das Stromsystem„, der mit Beginn des Winters eingeführt wurde, können die Franzosen das Spannungsniveau, dem das Stromnetz ausgesetzt ist, mitverfolgen. Grün bedeutet, dass alles in Ordnung ist, Orange ist ein Aufruf zu sparsamen Verhaltensweisen, Rot bedeutet, dass der Stromverbrauch dringend gesenkt werden muss. Im letzten Fall, wenn der Verbrauch nicht sinkt, kann der Netzbetreiber RTE als letztes Mittel Maßnahmen zur Entlastung einleiten.

    „Wenn wir bei der RTE eine potenzielle Situation mit extrem hoher Belastung vorhersehen, die uns dazu veranlassen könnte, den Strom abzuschalten, würden wir ein rotes Ecowatt-Signal aussenden“, wird Jean-Paul Roubin, Exekutivdirektor für Kunden und Betrieb des Stromsystems bei der RTE, von der Zeitung Midi-Libre zitiert. Eine gefährlich hohe Belastung soll soll drei Tage vor Eintritt der Situation festgestellt, zwei Tage vorher bestätigt und am Tag vor einer möglichen Abschaltung bekannt gemacht werden. Im Laufe des Abends, nachdem die Warnung von RTE ausgesandt wurde, werden die Zonen, die zu einem bestimmten Zeitraum abgeschaltet werden sollen, definiert. „Wir legen dann ein Programm für die Abschaltung fest, das um 21.30 Uhr auf der Website Mon Ecowatt zur Verfügung gestellt wird“, erklärt Thierry Sudret, Direktor für Betrieb und Systeme bei Enedis.

    Die Informationen sind im Fernsehen und im Internet verfügbar.
    Die Ecowatt-Warnungen werden auf den Sendern der France-Télévisions-Gruppe ausgestrahlt. So erfahren die Verbraucher auch auf diesem Weg, ob ein rotes Warnsignal ausgelöst wurde. Die Information ist in Echtzeit und rund um die Uhr auf der Ecowatt-Website verfügbar. Dort wird eine Frankreichkarte angezeigt, auf der man sehen kann, welche Departements betroffen sind.

    Für den Fall also, dass eine mögliche Überlastung drei Tage lang bestätigt wird, werden die Verbraucher ab 21:30 Uhr am Vorabend einer möglichen Abschaltung auf der Website erkennen können, ob sie betroffen sind oder nicht. Verbraucher haben auch die Möglichkeit, sich für den roten Warnhinweis „Abschaltung“ anzumelden, dann werden sie per SMS automatisch benachrichtigt.

  • EDF: Zwei weitere Atomreaktoren von Korrosionsproblemen betroffen

    EDF: Zwei weitere Atomreaktoren von Korrosionsproblemen betroffen

    Die beiden betroffenen Kraftwerksblöcke sind Penly 2 im Departement Seine-Maritime und Cattenom 3 im Departement Moselle.

    Korrosionsprobleme wurden bei zwei weiteren Atomreaktoren im französischen Kraftwerkspark festgestellt, wie Franceinfo am Freitag, dem 4. November, von dem Stromversorger EDF erfuhr. Damit steigt die Zahl der von solchen Problemen betroffenen Reaktoren auf insgesamt 15.

    Bei den beiden betroffenen Blöcken handelt es sich um Penly 2 im Département Seine-Maritime und Cattenom 3 im Département Moselle. Diese Blöcke waren bereits zu Kontrollzwecken abgeschaltet. Sie können nun aber nicht zu den ursprünglich geplanten Terminen am 23. November (Penly 2) und 11. Dezember (Cattenom 3) wieder hochgefahren werden. Die neuen von der EDF festgelegten Wiederinbetriebnahmetermine sind der 29. Januar 2023 für Penly 2 und der 26. Februar für Cattenom 1 und 3. Sie gehören zu den leistungsstärksten Reaktoren Frankreichs und haben eine Leistung von 1330 bzw. 1300 MW.

    Darüber hinaus lehnte die französische Atomaufsichtsbehörde (ASN) gestern Nachmittag den für den 17. November geplanten Neustart des Reaktorblocks Cattenom 1 (1300 MW) ab. Auch dieser Reaktor ist von Spannungsrisskorrosion betroffen. „Der Halt der Rohrleitungen (…) ist nicht gegeben“, urteilte die ASN in einer Pressemitteilung. Die EDF verlängerte am Freitag folgerichtig jetzt auch die Abschaltung des Kraftwerks Cattenom 1.

    Der Umfang der Reparaturen ist größer als erwartet.
    Es müssen umfassendere Arbeiten durchgeführt werden, da der Umfang der Korrosionsreparaturen größer ist als erwartet. 26 Reaktoren von insgesamt 56 sind zur Zeit abgeschaltet: 15 von ihnen wegen Problemen mit Spannungsrisskorrosion und 11 wegen üblicher Wartungsarbeiten. Laut EDF haben auch die Streiks im Oktober zu Verzögerungen bei den Wartungsarbeiten geführt.

  • Kernkraft: Stromversorger EDF senkt seine Produktionsschätzung für 2022

    Kernkraft: Stromversorger EDF senkt seine Produktionsschätzung für 2022

    Der Stromversorger gab nicht an, ob sich diese Korrektur der Atomstromproduktion auch auf seine Finanzergebnisse auswirken wird.

    Die EDF passt ihre Prognosen an. Der Konzern gab am Donnerstag, dem 3. November, bekannt, dass er seine Atomstromproduktion für das Jahr 2022 nach unten korrigieren muss, insbesondere aufgrund der längeren Abschaltung mehrerer Reaktoren wegen Korrosionsproblemen. Das Unternehmen rechnet für das Jahr 2022 mit 275-285 TWh (Terawattstunden) nuklearer Produktion, gegenüber den zuvor prognostizierten 280-300 TWh.

    Diese Revision hängt insbesondere mit der „Verlängerung der Abschaltdauer von vier Kernreaktoren zusammen, die vom Programm zur Kontrolle und Reparatur von Spannungsrisskorrosion betroffen sind“, erklärt der Stromversorger EDF. Der Energieriese, dessen Reaktoren derzeit fast zu 50% nicht am Netz sind, machte auch die Streikbewegung in den Kraftwerken im Herbst 2022 verantwortlich, die sich „auf die Planungen der Wartungsarbeiten“ ausgewirkt habe.

    Ein Risiko für die finanzielle Gesundheit des Konzerns

    Die EDF gab allerdings nicht an, ob diese Abwärtskorrektur der Nuklearproduktion Auswirkungen auf seine Finanzergebnisse haben wird. Letzte Woche prognostizierte der Konzern jedoch bereits finanzielle Auswirkungen aufgrund der geringeren Atomstromproduktion in Höhe von 32 Milliarden Euro auf sein Bruttobetriebsergebnis (Ebitda), ein buchhalterischer Indikator für die Rentabilität, an.

    Die Atomstrom-Produktion der EDF befindet sich auf einem historischen Tiefstand, da fast die Hälfte der 56 Reaktoren (nur 29 sind in Betrieb) wegen geplanter Wartungsarbeiten oder vermuteter oder tatsächlicher Korrosionsprobleme nicht zur Verfügung stehen. In den ersten neun Monaten des Jahres belief sich die Nuklearproduktion in Frankreich auf 209,2 TWh, das sind 59 TWh weniger als im gleichen Zeitraum des Jahres 2021.

  • Atomkraft: Regierung will den Bau von EPR-Reaktoren beschleunigen

    Atomkraft: Regierung will den Bau von EPR-Reaktoren beschleunigen

    Am Mittwoch, dem 2. November, wurde im Ministerrat ein Gesetzentwurf vorgelegt, der den Bau von sechs EPR, Kernreaktoren der neuen Generation, beschleunigen soll. Die Exekutive will die Verwaltungsverfahren vereinfachen. Am Fuße der normannischen Klippen von Penly (Seine-Maritime) sollen die beiden herkömmlichen Atomreaktoren bis 2035-2037 um zwei EPR-Kraftwerke erweitert werden. Um den Prozess zu beschleunigen, schlägt die Regierung vor, die Verwaltungsvorschriften zu vereinfachen. Befreiung von der Stadtplanungsgenehmigung, Beginn der Arbeiten vor Abschluss der öffentlichen Anhörung, Ausnahmeregelungen für geschützte Arten… Ein Gesetzentwurf mit all diesen Maßnahmen wurde am Mittwoch, dem 2. November, im Ministerrat vorgestellt. Umweltverbände kritisieren die Maßnahmen.Die lokale Industrie freut sich über diese Nachricht, insbesondere im Hinblick auf die Beschäftigung. Um den alternden Kernkraftwerkspark abzulösen, ist die Errichtung von acht modernen EPR-Kraftwerken geplant, an be…

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  • Kernkraft: Lohnvereinbarung nach wochenlangem Streik in den EDF-Atomkraftwerken

    Kernkraft: Lohnvereinbarung nach wochenlangem Streik in den EDF-Atomkraftwerken

    Die Arbeiter in den französischen Kernkraftwerken kehren allmählich wieder an ihre Arbeitsplätze zurück, nachdem mit der EDF-Führung eine Einigung über Lohnerhöhungen erzielt wurde. Die Streiks hatten am 13. September begonnen. Nach den Raffinerien nun die Atomkraftwerke: Die Geschäftsleitung des Stromversorgers EDF und die Gewerkschaften haben sich darauf geeinigt, dass die Arbeit in den Kraftwerken, die bestreikt wurden, wieder aufgenommen wird. Die Beschäftigten erhalten Lohnerhöhungen und Einmalzahlungen. Diese Streikbewegung hatte weniger Aufsehen erregt als die der Raffineriebeschäftigten, war aber auch sehr real: Bis zu 12 der Kernkraftwerke in Frankreich waren betroffen. Die ersten Beschäftigten, die die Arbeit wieder aufnahmen, waren am vergangenen Freitag die Arbeiter in Gravelines, wo sich das leistungsstärkste Kraftwerk Westeuropas befindet. Die von der CGT als Bedingung für die Beendigung des Arbeitskampfes geforderte Erhöhung von mindestens 200 Euro pro Monat für alle wur…

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