Schlagwort: Spionage

  • Spionageverdacht: Mitarbeiter des Wirtschaftsministeriums in Paris unter Anklage

    Spionageverdacht: Mitarbeiter des Wirtschaftsministeriums in Paris unter Anklage

    Ein brisanter Fall erschüttert das französische Wirtschaftsministerium: Ein dort beschäftigter Beamter wurde in Paris unter dem Verdacht des Spionierens für Algerien angeklagt. Er soll sensible Informationen über Regimegegner weitergegeben haben, die in Frankreich Asyl gesucht haben. Geheime Kontakte zum algerischen Konsulat Der Mann steht im Verdacht, über einen längeren Zeitraum hinweg in engem Austausch mit einem Mitarbeiter des algerischen Konsulats in Créteil gestanden zu haben. Dabei soll er diesem vertrauliche Daten über Oppositionelle übermittelt haben – darunter Informationen zu deren Aufenthaltsstatus und Asylanträgen. Die Anklage wiegt schwer: „Geheime Zusammenarbeit mit einer ausländischen Macht“, „Weitergabe von Informationen, die für die nationale Sicherheit von fundamentaler Bedeutung sind“, „Spionage zugunsten einer fremden Nation“ – die Liste der Vorwürfe lässt keinen Zweifel daran, dass der Fall weitreichende Konsequenzen haben könnte. Ein Opfer oder ein Täter? Der An…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • TrackingFiles: Wie die Geolokalisierung die Privatsphäre von Militärs, Diplomaten und Politikern entblößt

    TrackingFiles: Wie die Geolokalisierung die Privatsphäre von Militärs, Diplomaten und Politikern entblößt

    Millionen von Smartphones in Frankreich verraten mehr, als vielen bewusst ist – besonders für Menschen in sensiblen Berufen. Eine investigative Recherche von franceinfo und L’Œil du 20 heures zeigt, wie leicht sich aus Geodaten Bewegungsprofile von Militärangehörigen, Geheimdienstmitarbeitern und hochrangigen Politikern rekonstruieren lassen. Eine massive Sicherheitslücke, die alarmierende Fragen aufwirft.


    Jeder Schritt nachvollziehbar – ohne Wissen der Betroffenen

    „Wie haben Sie meine Daten bekommen? Sie können einfach sehen, wo ich mich bewege?“ – Xavier* ist sichtlich irritiert. Die Journalisten, die ihn kontaktieren, wissen bereits, dass er an diesem Donnerstag um 10:57 Uhr in einem Supermarkt in der Drôme war. Um 11:25 Uhr kehrte er nach Hause zurück. Später, um 16:22 Uhr, kaufte er in der örtlichen Bäckerei ein. Am nächsten Morgen verließ sein Handy um 5:46 Uhr das Wohngebiet – auf dem Weg zur Arbeit in das Kernkraftwerk Cruas.

    Bevor Xavier überhaupt ans Telefon geht, kennen die Reporter seine Bewegungsmuster genau. Ihre Datenanalyse basiert auf einem Datensatz von 11,7 Millionen Smartphones, deren Standorte über zwei Wochen im Januar 2025 erfasst wurden. Die Ergebnisse sind erschreckend: Nicht nur Privatpersonen, sondern auch Mitarbeiter von Sicherheitsbehörden, Ministerien oder sogar Geheimdiensten hinterlassen unfreiwillig digitale Spuren.


    Geodaten: Ein Milliardengeschäft mit gravierenden Folgen

    Dass unsere Handys ständig Standortdaten sammeln, ist keine Neuigkeit. Wetter-Apps, Fitness-Tracker, Kleinanzeigen-Portale oder Spiele – viele Anwendungen fordern Zugriff auf den Standort, oft ohne klare Hinweise darauf, wofür diese Daten genutzt werden. Tatsächlich wandern diese Informationen über Werbenetzwerke oder technische Schnittstellen zu sogenannten „Data Brokern“ – Unternehmen, die Geodaten in riesigen Mengen aufkaufen und weiterverkaufen.

    Ein solcher Datenhändler bot den Journalisten von L’Œil du 20 heures kostenlos ein „Testpaket“ an: mehr als eine Milliarde GPS-Punkte, erfasst mit metergenauer Präzision und minutengenauer Zeitangabe – quer durch ganz Frankreich. Der Preis für den vollständigen Zugang? Nur ein paar Tausend Euro pro Monat.

    „Das Problem ist, dass diese Daten de-anonymisiert werden können“, erklärt Cybersicherheits-Experte Baptiste Robert. „Das erlaubt es, Bewegungsmuster von Menschen in sensiblen Berufen nachzuverfolgen.“ Die potenziellen Risiken sind immens – von gezielter Spionage bis hin zu möglichen Angriffen auf Individuen.


    Militärbasen, Geheimdienste, Atomstandorte – nichts bleibt verborgen

    Die Untersuchung zeigt, wie leicht sich Einzelpersonen aus anonymen Datensätzen identifizieren lassen. Besonders erschreckend: Die Reporter konnten die Wohnorte von Geheimdienstmitarbeitern, militärischem Personal und Beschäftigten in kritischen Infrastrukturen wie Kernkraftwerken zurückverfolgen.

    Auf der Luftwaffenbasis Villacoublay (Yvelines) sind beispielsweise rund 200 Telefone registriert. Ein Nutzer, der hier besonders viele GPS-Punkte hinterlassen hat, lebt in Versailles, geht regelmäßig in einen bestimmten Supermarkt und trainiert in einem nahegelegenen Fitnessstudio. Ganze 7.000 Standortpunkte stammen allein von seinem Gerät.

    Noch kritischer: Die französische Marinebasis Île Longue in Brest – Heimat der atomar bewaffneten U-Boot-Flotte. Laut den vorliegenden Daten befanden sich im Januar etwa 50 Handys auf der Insel. Es ist möglich, den täglichen Arbeitsweg eines Offiziers vom Wohnort in Brest über die Fährverbindung bis hin zu den Docks, an denen die U-Boote liegen, nachzuverfolgen. Selbst seine Reisen außerhalb der Bretagne sind sichtbar.

    Derartige Analysen setzen sich fort – etwa beim Militärlager Mailly-le-Camp in der Aube. Hier, auf einem Gelände so groß wie Paris, lassen sich über 7.000 GPS-Punkte einzelnen Personen zuordnen. Einer davon ist Philippe*, ein leitender Angestellter der Basis. Sein Standortverlauf zeigt sein Zuhause, seinen Arbeitsweg, aber auch, wann er Besuch von Kollegen hat.


    Geheimdienst-Quartier enthüllt – Frankreichs Spione ungeschützt?

    Besonders brisant sind die Geodaten aus dem Hauptquartier der Direction Générale de la Sécurité Extérieure (DGSE), Frankreichs Auslandsgeheimdienst. Selbst im geheimen Ausbildungszentrum in Cercottes (Loiret) konnten GPS-Punkte einzelnen Personen zugeordnet werden.

    Laut franceinfo sei es möglich gewesen, Wohnadressen von Mitarbeitern der streng abgeschotteten Service Action-Einheit zu rekonstruieren – jener Spezialeinheit, die für geheime Auslandseinsätze verantwortlich ist. Als die Journalisten die DGSE mit ihren Erkenntnissen konfrontieren, gibt es keine offizielle Stellungnahme, lediglich die Bemerkung: „Das ist uns durchaus bekannt.“

    Ein schwacher Trost – vor allem, wenn man bedenkt, dass ähnliche Datenlecks auch in anderen Ländern existieren. Deutsche Journalisten deckten 2024 auf, dass Mitglieder des Bundesnachrichtendienstes (BND) auf ähnliche Weise identifiziert werden konnten.


    Spionagepotenzial: Wer war wann im Élysée-Palast?

    Nicht nur das Militär ist betroffen – auch hochrangige Politiker sind ungewollt gläsern. Laut der Analyse befanden sich in einem kurzen Zeitraum mindestens 360 verschiedene Telefone im Élysée-Palast, insgesamt mit 2.600 GPS-Punkten.

    Ein Gerät, das regelmäßig dort registriert wurde, lässt sich einem Diplomaten zuordnen. Seine Bewegungen sind klar erkennbar: Von Paris zu einer Präfektur im Süden, von dort weiter in ein Ministerium und später zu einer Botschaft. Auch seine Privatadresse im Val-de-Marne ist leicht aus den Daten herauszulesen.

    Das gleiche Muster zeigt sich an anderen Standorten der politischen Macht: Im Innenministerium, im Wirtschaftsministerium oder im Außenministerium wurden insgesamt über 28.000 GPS-Punkte von 2.588 verschiedenen Smartphones aufgezeichnet.

    Besonders pikant: Ein Sicherheitsbeamter des französischen Senats konnte identifiziert und bis zu seinem Wohnort in einer östlichen Pariser Vorstadt zurückverfolgt werden. Seine alltäglichen Wege – Supermarkt, Schnellrestaurant – sind detailliert einsehbar.


    Was bedeutet das für die Sicherheit?

    Diese Enthüllungen sind ein Warnsignal: Nicht nur Bürger, sondern auch Personen mit höchsten Sicherheitsfreigaben sind den Gefahren der Geolokalisierung ausgesetzt. Ein fremder Geheimdienst oder eine kriminelle Organisation könnte dieselben Daten nutzen – für Spionage, Überwachung oder sogar gezielte Angriffe.

    In den USA wurde bereits 2024 bekannt, dass Polizeibehörden Zugang zu solchen Daten nutzten, um Bürger zu überwachen, die bestimmte Orte wie Abtreibungskliniken oder religiöse Einrichtungen aufsuchten.

    Was also tun? Experten raten dringend dazu, die Standortfreigaben in Apps zu überprüfen und auf ein Minimum zu reduzieren. Auf iPhones lässt sich das unter „Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit > Tracking“ deaktivieren. Android-Nutzer finden die Option unter „Einstellungen > Datenschutz > Werbung“.

    Denn eines ist sicher: Wer nicht will, dass sein Leben wie ein offenes Buch einsehbar ist, sollte sein Handy nicht zum Geschichtenerzähler machen.

    Von C. Hatty

  • Sicherheitsleck durch Sport-App: Wie Jogging die Geheimhaltung von U-Boot-Patrouillen gefährdet

    Sicherheitsleck durch Sport-App: Wie Jogging die Geheimhaltung von U-Boot-Patrouillen gefährdet

    Geheime Militärbasen – ein Ort, an dem man höchste Sicherheitsstandards erwarten würde. Doch selbst in der wohl geheimsten Einrichtung Frankreichs, der Île Longue im Finistère, hat eine unscheinbare App Sicherheitslücken offengelegt. Was ist passiert? Ein paar harmlose Joggingrunden mit Fitness-Trackern brachten militärische Geheimnisse ans Licht. Eine unsichtbare Bedrohung: Fitness-Tracker auf der Laufstrecke Die Île Longue ist das Zuhause der französischen nuklearen U-Boot-Flotte – ein Ort, an dem Diskretion und Sicherheit oberste Priorität haben. Hier gibt es strenge Vorschriften: Keine Mobiltelefone, keine unautorisierten Geräte. Und dennoch gelang es, die Patrouillen der U-Boote zu kartieren – dank der beliebten Sport-App Strava. Was zunächst wie eine harmlose Gewohnheit schien, entpuppte sich als erhebliches Risiko: Sechzehn Marinesoldaten nutzten Fitnessuhren, um ihre Laufstrecken zu tracken und auf Strava hochzuladen. Die App, die sportliche Aktivitäten öffentlich auf einer Kar…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Warnung vor Sabotage: Europas Geheimdienste im Alarmzustand

    Warnung vor Sabotage: Europas Geheimdienste im Alarmzustand

    Europas Sicherheitsapparat steht unter Hochspannung. Laut einem Bericht der „Financial Times“ vom 5. Mai warnen vier europäische Geheimdienste vor einer bevorstehenden Welle gezielter Sabotageakte durch Russland auf europäischem Boden. Dies stellt eine ernsthafte Bedrohung der Sicherheit und Stabilität in Europa dar.

    Die Geheimdienste berichten, dass Russland bereits mit der Planung begonnen habe, geheime Bombenanschläge, Brandstiftungen und Infrastrukturschäden in Europa zu verüben. Diese Operationen sollen direkt oder durch Vermittler ausgeführt werden, wobei anscheinend keine Rücksicht auf zivile Opfer genommen wird.

    Thomas Haldenwang, Leiter des deutschen Bundesamtes für Verfassungsschutz, hat seine europäischen Kollegen über die unmittelbar bevorstehende Gefahr informiert. Der Ernst der Lage spiegelt sich in der umfassenden Berichterstattung des „Financial Times“ wider, die das bedrohliche Ausmaß dieser neuen Bedrohung hervorhebt.

    In Deutschland wurden bereits konkrete Maßnahmen ergriffen. Zwei deutsch-russische Staatsbürger wurden Mitte April festgenommen, da sie verdächtigt werden, Anschläge auf militärische Einrichtungen geplant zu haben. Diese Festnahmen unterstreichen die Schwere der Bedrohung durch Aktivitäten, die laut der deutschen Innenministerin Nancy Faeser „im Auftrag des kriminellen Regimes von Putin“ standen.

    Auch das Vereinigte Königreich meldet ähnliche Vorfälle, bei denen Personen festgenommen wurden, die im Auftrag der russischen Regierung gehandelt haben sollen. Sie werden beschuldigt, ein Lagerhaus in Brand gesetzt zu haben, das Material für die Ukraine enthielt.

    Zusätzlich zu physischen Sabotageakten sind auch Cyberangriffe ein großes Thema. Deutschland hat kürzlich den Geschäftsträger der russischen Botschaft in Berlin einbestellt, um eine Reihe von Cyberangriffen anzuprangern, die seit 2022 stattgefunden haben. Diese Angriffe, so die deutsche Innenministerin, „stellen eine Bedrohung für unsere Demokratie dar, gegen die wir entschieden vorgehen.“

    Frankreich hat seinerseits volle Unterstützung für Deutschland zugesichert und betont, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um die Widerstandsfähigkeit gegen Cyberbedrohungen zu stärken. Dies ist besonders wichtig im Hinblick auf die anstehenden europäischen Wahlen und die Olympischen sowie Paralympischen Spiele in Paris.

    Diese Entwicklungen zeigen, wie ernst die Bedrohung durch staatlich geförderte Sabotage und Cyberkriegsführung genommen werden muss. Sie erfordern eine koordinierte Antwort auf europäischer Ebene, um die Sicherheit und Integrität der Mitgliedsstaaten zu schützen.

  • Spionageverdacht im Eurokorps: Polnischer General nach Untersuchung seines Kommandos enthoben

    Spionageverdacht im Eurokorps: Polnischer General nach Untersuchung seines Kommandos enthoben

    In einer überraschenden Wendung der Ereignisse hat das polnische Verteidigungsministerium am 27. März die sofortige Ablösung des polnischen Kommandanten des Eurokorps, des einzigartigen Militärverbunds, bekanntgegeben. Diese Entscheidung folgte auf eine Untersuchung des militärischen Nachrichtendienstes, die neue Informationen über den Offizier zutage förderte.

    Hintergrund der Untersuchung

    Der Sprecher des polnischen Verteidigungsministeriums, Janusz Sejmej, erklärte, dass der militärische Nachrichtendienst eine Überprüfung der Sicherheitsfreigabe von Generalleutnant Jarosław Gromadziński eingeleitet hat. Diese Maßnahme wurde ergriffen, nachdem neue Informationen über den Offizier bekannt wurden. Gromadziński, der bis zu seiner Ablösung als Kommandant des Eurokorps diente, steht im Zentrum einer umfassenden Kontrolluntersuchung bezüglich seines Zugangs zu als geheim eingestuften Informationen.

    Unklarheiten und Spekulationen

    Diese Enthüllung fällt in eine Zeit, in der das polnische Militär mehrere tragische Unfälle zu beklagen hat, die zahlreiche Todesopfer forderten. Obwohl das Verteidigungsministerium keine Einzelheiten über die neuen Informationen oder die laufende Untersuchung preisgab, wirft die Absetzung von General Gromadziński viele Fragen auf, insbesondere wegen der internationalen Bedeutung des Eurokorps.

    Reaktionen und Folgen

    Dr. Michal Piekarski, Mitglied der Polnischen Gesellschaft für Nationale Sicherheit, äußerte die Hoffnung auf eine schnelle und überzeugende Klärung der Angelegenheit. Er betonte, dass, obwohl der Fall eine einzelne Person betrifft, dies nicht unbedingt die Glaubwürdigkeit Polens als Land beeinträchtigen müsse.

    Vor seiner Ernennung zum Kommandanten des Eurokorps im Juni des Vorjahres war General Gromadziński als Berater und Koordinator beim Generalstabschef der polnischen Armee tätig. Zuletzt war er Teil des internationalen Unterstützungsteams für die Ukraine in Wiesbaden, Deutschland, wo er neben amerikanischen Militärs für die Ausbildung ukrainischer Soldaten verantwortlich war.

    Das Eurokorps: Eine einzigartige militärische Einheit

    Das Eurokorps, gegründet im Jahr 1992, ist ein einzigartiger militärischer Verband, in dem Verteidigungsakteure und internationale Kooperationspartner zusammenarbeiten. Es umfasst etwa 1.000 Soldaten aus sechs Mitgliedsländern, den sogenannten „Rahmennationen“ (Frankreich, Deutschland, Spanien, Belgien, Luxemburg und Polen), die die Organisation finanzieren und verwalten. Der Hauptsitz des Eurokorps befindet sich in Straßburg. Verschiedene „assoziierte Nationen“ (Griechenland, Türkei, Italien, Rumänien und Österreich) unterstützen ebenfalls das Eurokorps und stellen Offiziere für den Stab.

    Als eine Mission leitet und koordiniert das Eurokorps umfangreiche multinationale Operationen im Auftrag der EU und der NATO und kann bis zu 60.000 Bodentruppen befehligen. Die Enthüllungen rund um die Ablösung von General Gromadziński werfen ein neues Licht auf die Herausforderungen, mit denen sich internationale militärische Einheiten konfrontiert sehen, und unterstreichen die Bedeutung der Sicherheit und Integrität innerhalb dieser Strukturen.

  • Enger Vertrauter der französischen Präsidenten Giscard und Mitterrand war 35 Jahre lang Agent des KGB

    Enger Vertrauter der französischen Präsidenten Giscard und Mitterrand war 35 Jahre lang Agent des KGB

    Von einer großen französischen Persönlichkeit zum Vaterlandsverräter. Das war das Leben von Philippe Grumbach, was jetzt von der Zeitschrift L’Express enthüllt wurde. Eine von der Zeitschrift L’Express durchgeführte Untersuchung enthüllt das Doppelleben von Philippe Grumbach, dem ehemaligen Direktor eben dieser Wochenzeitung, der wohl 35 Jahre lang heimlich als KGB-Agent tätig war. Die Russen waren an den politischen Verbindungen des Journalisten zu hochrangigen Persönlichkeiten wie Valéry Giscard d’Estaing oder François Mitterrand interessiert. Eine bemerkenswerte Karriere in der PressePhilippe Grumbach, der 1924 in Paris geboren wurde und das Lycée Périer in Marseille besuchte, hat in der französischen Medienlandschaft einen unauslöschlichen Eindruck hinterlassen und wichtige Positionen im Herzen des französischen Journalismus bekleidet. Nach Stationen bei der Nachrichtenagentur AFP und der Zeitung Libération trat er 1954 bei der Wochenzeitung L’Express ein. Kurz darauf wurde er von…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Verrat von Industriegeheimnissen an China und Russland: Vier Personen in Paris angeklagt

    Verrat von Industriegeheimnissen an China und Russland: Vier Personen in Paris angeklagt

    Die nationale Antiterrorismusstaatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verrats von Betriebsgeheimnissen an China und Russland eingeleitet. Im März dieses Jahres wurde gegen zwei Franzosen und zwei Chinesen Anklage erhoben. Zwei Franzosen und zwei Chinesen wurden bereits am 24. März in Paris wegen des Verdachts der Lieferung von Industriegeheimnissen an China und Russland angeklagt. Das meldet Franceinfo am Donnerstag, dem 27. Juli, unter Berufung auf eine Justizquelle und bestätigte damit einen Bericht der Zeitung Le Parisien. Unter den angeklagten Personen befindet sich auch der Generaldirektor von Ommic. Das Unternehmen mit Sitz in Val-de-Marne ist ein französisches Flaggschiff im Bereich Halbleiter, d. h. hochleistungsfähige elektronische Chips, die insbesondere für das Militär von Interesse sind. Zwei der vier Personen, die derzeit alle unter gerichtlicher Aufsicht stehen, werden insbesondere wegen „Lieferung von Verfahren, Dokumenten oder Dateien an eine ausländische Macht, was den grundlegenden Interessen der Nation schaden könnte“ angeklagt. Die von der nationalen Antiterrorismusstaatsanwaltschaft eingeleiteten Ermittlungen betreffen den Verdacht auf illegale Exporte, kriminelle Vereinigung, Fälschung und Gebrauch von Falschgeld sowie Missbrauch von Gesellschaftsvermögen.
  • 40 % der Franzosen haben schon einmal im Handy des Partners spioniert

    40 % der Franzosen haben schon einmal im Handy des Partners spioniert

    Vier von zehn Franzosen und Französinnen geben zu, dass sie schon einmal das Smartphone ihrer besseren Hälfte ohne deren Einverständnis durchsucht haben. Eine Praxis, die zu Streit, Trennung und sogar häuslicher Gewalt führen kann und besonders unter jungen Menschen und Frauen verbreitet zu sein scheint.

    In einer Partnerschaft schnüffeln anscheinend mehr Menschen, als man annimmt, ohne deren Wissen im Telefon ihrer besseren Hälften herum. Diese Praxis, die als „Snooping“ bezeichnet wird, verbreitet sich immer stärker. Vier von zehn Franzosen und Französinnen geben zu, dass sie schon mindestens einmal zu neugierig waren. Diese Zahl ist im Verhältnis bei Jugendlichen und Frauen deutlich höher. François Kraus, Leiter der Abteilung Politik beim Umfrageinstitut Ifop, erklärt diese Ergebnisse bei den Jugendlichen damit, dass sie „die größten Nutzer sowohl von Smartphones als auch von verschiedenen digitalen Schnittstellen vom Typ soziale Netzwerke“ sind.

    Ein Vorgehen, das vom Gesetz bestraft wird
    Eine Praxis, die nicht ohne Folgen bleibt: Sie kann zu Streitigkeiten, Trennungen und sogar zu häuslicher Gewalt führen. Mehr als jedes zweite Opfer körperlicher Gewalt wurde von seinem Partner ausspioniert. Das neue französische Gesetz gegen häusliche Gewalt bestraft digitales Ausspionieren nun mit einem Jahr Gefängnis und einer Geldstrafe von bis zu 45.000 Euro.

  • Soziale Netzwerke: Ist TikTok wirklich gefährlich?

    Soziale Netzwerke: Ist TikTok wirklich gefährlich?

    Auf die chinesische Social-Media-App TikTok wird in verschiedenen Ländern mit dem Finger gezeigt. Sie könnte ein Spionagewerkzeug für das Regime in Peking sein. TikTok wurde gerade für die Geräte der Mitarbeiter der Europäischen Kommission und des EU-Parlaments verboten. TikTok kam vor vier Jahren nach Europa. Das soziale Netzwerk wurde von der chinesischen Firma ByteDance gegründet. Die Anwendung ist bei jungen Leuten äusserst beliebt, von einer Milliarde Nutzern sind 60 % zwischen 16 und 24 Jahren alt. Heute weckt TikTok jedoch verbreitet Misstrauen, insbesondere aufgrund von Spionagerisiken. In Brüssel wird TikTok in der Europäischen Kommission und im Parlament nicht mehr erlaubt sein, die Mitarbeiter müssen es bis zum 15. März von ihren Diensthandys löschen. Parlamentarische Untersuchung zu TikTok in Frankreich. TikTok wurde bereits für Beamte in Dänemark, Kanada und den USA verboten. Das soziale Netzwerk hat Zugriff auf Mikrofone, Kameras und den Standort seiner Nutzer – und alle …

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Frankreich weist nach Spionageabwehroperation sechs russische Agenten aus

    Frankreich weist nach Spionageabwehroperation sechs russische Agenten aus

    Das Aussenministerium gab am Montag bekannt, dass „nach einer sehr langen Untersuchung“ eine geheime, „vom russischen Geheimdienst geleitete“ Operation in Frankreich aufgedeckt wurde. Sechs russische Agenten, die in Frankreich „unter diplomatischer Tarnung“ operierten, wurden zur „Persona non grata“ erklärt, wie der Quai d’Orsay am Montag, dem 11. April in einer Pressemitteilung bekannt gab. Diese Entscheidung folgte auf eine „sehr lange Untersuchung“ der Generaldirektion für Innere Sicherheit (DGSI), die eine „geheime, von russischen Geheimdiensten geführte Operation“ auf französischem Boden aufgedeckt habe, so das Außenministerium in seiner Erklärung. Nach Informationen von France Télévisions ist dies der Höhepunkt einer seit mehreren Monaten laufenden Ermittlung, die zur Überwachung eines russischen Agenten geführt hatte, der mit einem Franzosen in Kontakt stand, um Informationen zu kaufen. Letzterer war es, der den französischen Geheimdienst informiert haben soll. Bisher haben die …

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…