Schlagwort: Sommerurlaub

  • Tourismus: Die Bretagne wird in den Sommerferien immer beliebter

    Tourismus: Die Bretagne wird in den Sommerferien immer beliebter

    Inflation und Hitzewellen sind die Gründe, die die Franzosen dazu veranlassen, ihre Gewohnheiten und Reiseziele zu ändern. Dies gilt insbesondere für die Bretagne, die in diesem Sommer Rekordbuchungen verzeichnet.

    An den Stränden der Bretagne die frische Luft zu genießen, ist für viele Urlauber eine immer attraktivere Alternative. Manche kommen von weit her, um das Morbihan zu entdecken. „Die Kinder haben noch nie das Meer gesehen, also war das eine gute Gelegenheit, es ihnen zu zeigen. Es ist ein sehr angenehmes Klima“, erklärt ein Schweizer Familienvater auf dem Sender France 2. Auch die Campingplätze sind voll besetzt. Unter den Urlaubern wird das neue Reiseziel immer beliebter. „Die Bretagne ist sehr schön. Wir wurden wegen der Sonne noch nie enttäuscht“, sagt eine Touristin.

    Anstieg der Besucherzahlen um mehr als 7 % im Jahr 2022.
    Der Campingplatz La Croix Villieu in Erdeven (Morbihan) ist seit mehreren Wochen vollständig ausgebucht. „Es gibt wieder eine Rückbesinnung auf das Bedürfnis nach Camping im Freien. Das spüren wir, seit die Bretagne zu einer Region mit einem angenehmeren Sommerklima wird“, sagt Mathilde Lepioufle, die Besitzerin des Campingplatzes. Auch die Preise sind attraktiver als in Südfrankreich. In der Bretagne beginnen die Angebote deutlich niedriger. Im letzten Jahr waren die Touristenzahlen in der Region um mehr als 7 % gegenüber 2019 in die Höhe geschnellt.

  • Okzitanien: Drei Menschen ertranken an nur einem Tag in den Departements Hérault und Pyrénées-Orientales

    Okzitanien: Drei Menschen ertranken an nur einem Tag in den Departements Hérault und Pyrénées-Orientales

    Drei Männer sind am Samstag, dem 8. Juli, in Südfrankreich ertrunken. Die Feuerwehr rät Urlaubern zu mehr Vorsicht.

    Ein schwarzer Samstag gleich zu Beginn der Sommerferien. Zwei Menschen ertranken am Samstag, dem 8. Juli, in Le Barcarès und Canet-en-Roussillon im Département Pyrénées-Orientales, wie France Bleu Roussillon meldete. Eine dritte Person wurde ebenfalls tot in Frontignan im Departement Hérault aufgefunden, berichtet France Bleu Hérault. Eine schlimme Bilanz für den ersten Tag der Sommerferien.

    In Le Barcarès ereignete sich der Unfall am Samstag gegen 11.30 Uhr. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungen bekam ein 81-jähriger Mann aus dem Elsass im Wasser einen Schwächeanfall. In Canet-en-Roussillon wurden umfangreiche Mittel eingesetzt, um einen 17-jährigen Jugendlichen zu finden, der mit einem Freund schwimmen gegangen war. Der Freund hatte Alarm geschlagen. Der 17-Jährige wurde schließlich ertrunken aufgefunden und konnte nicht mehr reanimiert werden. Das Opfer stammte aus der Nähe von Paris und machte mit seinem Sportverein Urlaub an der Küste. Nach ersten verfügbaren Informationen wurden beide Opfer von der Brandung und der Strömung ins Meer gespült. Die Feuerwehr rät den Urlaubern dringend zu mehr Wachsamkeit und Vorsicht.

    Auch in Frontignan im Departement Hérault ertrank am Samstagnachmittag ein etwa 50-jähriger Mann, wie France Bleu Hérault berichtete. Trotz des schnellen Eingreifens der Rettungskräfte konnte auch er nicht wiederbelebt werden.

  • Abfahrt in die Ferien am 7. und 8. Juli: Volle Straßen in Frankreich laut Bison Futé

    Abfahrt in die Ferien am 7. und 8. Juli: Volle Straßen in Frankreich laut Bison Futé

    Die erste große Reisewelle zu Ferienbeginn findet an diesem Wochenende, dem 7. und 8. Juli 2023, statt. Der heutige Freitag und der Samstag werden von der amtlichen Webseite Bison Futé als orange und in mehreren Regionen sogar als rot eingestuft.

    Jetzt geht’s los, die großen Ferien haben begonnen! Die Sommerferien in Frankreich werden an diesem Freitag, 7. Juli, nach dem Unterricht offiziell beginnen. Das kommende Wochenende ist das erste Wochenende, an dem eine große Reisewelle zu erwarten ist. Was sagt Bison Futé voraus und welche Strecken und Uhrzeiten sollte man meiden, um nicht im Stau zu stehen?

    Freitag, 7. Juli 2023
    In Abfahrtsrichtung ist der Tag als orange eingestuft, in der Region Ile-de-France sogar als rot. Es wird empfohlen,

    • die Île-de-France und die großen Metropolen vor 12 Uhr zu verlassen oder zu durchqueren.
    • Die A31 zwischen Nancy und Luxemburg nicht zwischen 18 und 21 Uhr zu befahren.
    • Die A63 zwischen Bayonne und Spanien nicht zwischen 15 Uhr und 19 Uhr zu befahren.
    • Die A7 zwischen Lyon und Orange nicht zwischen 12 und 21 Uhr zu befahren.
    • Die A50 zwischen Marseille und Toulon nicht zwischen 15 und 21 Uhr zu benutzen.

    Samstag, 8. Juli 2023
    Für den Samstag sagt Bison Futé in Richtung der Urlaubsziele generell einen schwierigen Tag voraus. In den Regionen Hauts-de-France, Normandie, Bretagne, Pays-de-la-Loire und Centre-Val-de-Loire wird der Samstag sogar als rot eingeschätzt. Es wird empfohlen,

    • die Île-de-France vor 5 Uhr morgens zu verlassen oder zu durchqueren.
    • Die A31 zwischen Nancy und Luxemburg nicht zwischen 10:00 und 15:00 Uhr zu befahren.
    • Die A11 zwischen Le Mans und Nantes nicht zwischen 10:00 bis 14:00 Uhr zu befahren.
    • Die A63 zwischen Bayonne und Spanien von 10:00 bis 14:00 Uhr zu meiden.
    • Die A7 zwischen Lyon und Orange zwischen 8 und 18 Uhr zu meiden.
  • Tourismus: Frankreich als Top-Reiseziel für diesen Sommer

    Tourismus: Frankreich als Top-Reiseziel für diesen Sommer

    Die Touristenzahlen in Frankreich könnten in diesem Sommer alle Rekorde brechen.

    Das Hexagon ist das bevorzugte Reiseziel der Franzosen und steht auch in Europa an erster Stelle. Von den Franzosen, die diesen Sommer in den Urlaub fahren, werden 73 %, d. h. fast 3 von 4, in Frankreich bleiben. Die Küste bleibt für 42 % der Franzosen das wichtigste Reiseziel, aber für diejenigen, die Frische und Ruhe suchen, bevorzugen 22 % das Land und 11 % die Berge.

    Rückkehr der internationalen Kundschaft
    Die Hotels erwarten einen umsatzstarken Sommer. Die Buchungen sind bereits um drei Prozentpunkte höher als 2022. Dasselbe gilt für die Campingplätze: Es sind bereits 5% Buchungen mehr als 2022. Die Vermietungen von Zimmern und Ferienwohnungen von Privatpersonen an Privatpersonen steigen voraussichtlich um 24 %. Inzwischen kehren auch die ausländischen Gäste nach Frankreich zurück, in diesem Segment sind die Einnahmen der Touristik-Branche seit Jahresbeginn um 21 % gestiegen. Bei diesen positiven sollte allerdings nicht vergessen werden, dass 42 % der Franzosen dieses Jahr aus Geldmangel nicht in den Urlaub fahren werden.

  • Sommerurlaub: Die Franzosen werden in den Ferien rund 2.000 Euro ausgeben

    Sommerurlaub: Die Franzosen werden in den Ferien rund 2.000 Euro ausgeben

    Trotz der Inflation planen die Franzosen nicht, den Gürtel in diesem Sommer enger zu schnallen, und werden ihr Verhalten während ihres Urlaubs entsprechend anpassen. Das durchschnittliche Haushaltsbudget wird sich um die 2.000 Euro bewegen, was einem Anstieg von +20% im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

    Trotz der Inflation haben die Franzosen nicht vor, den Gürtel in diesem Sommerurlaub enger zu schnallen, sondern planen sogar ein höheres Budget ein, zu dem sie durch den allgemeinen Preisanstieg gezwungen sind. Dies geht aus einer von CSA Research für Cofidis durchgeführten Studie hervor, die am Dienstagmorgen veröffentlicht wurde.

    Etwa sechs von zehn Franzosen planen, in den nächsten Wochen zu verreisen. Das ist etwas weniger als im letzten Jahr (-3%). Die betroffenen Haushalte planen im Durchschnitt ein Budget von rund 2.000 Euro für ihren Sommerurlaub ein. Die Ausgaben steigen um 20 % (1.641 Euro im Jahr 2022 gegenüber 1.986 Euro in diesem Jahr).

    Laut der Studie ist jedoch ein Unterschied zwischen den Generationen festzustellen: 1.689 Euro bei den 18- bis 24-Jährigen. Bei den 50-Jährigen und Älteren sind es 2.204 Euro.

    Trotz der höheren Ausgaben glaubt eine große Mehrheit der Franzosen (71 %), dass sie sich in diesem Sommer einschränken und auf ihr Geld aufpassen müssen. Der Hauptgrund dafür ist die Inflation (58 %), die auf die täglichen Einkäufe drückt. Ob zu Hause oder am Meer, es ist schwierig, sich dem zu entziehen.

    Vor diesem Hintergrund werden die Ausgaben priorisiert. So werden Souvenirs (59 %) und Restaurants (52 %) an erster Stelle genannt, wenn es darum geht, zu sparen.

    43% der Befragten gaben an, dass sie ihren Urlaub aus ihrem laufenden Budget finanzieren. 37% gaben an, dass sie dafür an ihre Ersparnisse gehen werden.

  • Urlaub 2023: 4 Tipps für einen nachhaltigen Tourismus

    Urlaub 2023: 4 Tipps für einen nachhaltigen Tourismus

    Da viele Menschen immer umweltbewusster und naturverbundener werden, gehören Sie vielleicht auch zu denjenigen, die im Urlaub einen nachhaltigeren Tourismus praktizieren möchten. Hier 4 Tipps, wie Sie während Ihres Urlaubs verantwortungsbewusster handeln können.

    Laut einer Studie, die 2022 vom Forschungsinstitut CSA durchgeführt wurde, wollen 80% der Franzosen verantwortungsbewusstere Reisepraktiken intensivieren. Viele Menschen wollen bei ihrem nächsten Urlaub grüner unterwegs sein.

    Bevorzugen Sie den Zug oder Fahrgemeinschaften
    Es ist kein Geheimnis mehr, dass das Flugzeug das umweltschädlichste Verkehrsmittel ist und seine CO2-Bilanz der Umwelt nachhaltig schadet. Viele Franzosen wenden sich daher bereits von Flugreisen ab und bevorzugen andere, umweltfreundlichere Fortbewegungsmittel wie den Zug, Mitfahrgelegenheiten oder den Bus. Zwar kann man so nicht nach Brasilien reisen, aber es gibt Landverbindungen in ganz Europa. Man muss nur etwas Zeit mitbringen. Ansonsten kann man sich auch für Ziele im eigenen Land entscheiden, die näher am eigenen Wohnort liegen.

    Entscheiden Sie sich für den Ökotourismus
    Was die Unterkunft betrifft, sollte man sich für Unterkünfte entscheiden, die mit einem Umweltzeichen ausgezeichnet sind, das bestätigt, dass die Einrichtung die Umwelt nicht übermäßig belastet.

    Müll vermeiden
    Es ist wichtig, dass man keinen Müll in der Natur zurücklässt. Wer gerne picknickt, sollte unbedingt darauf achten, dass kein Taschentuch oder Verpackungsmaterial an Ort und Stelle vergessen wird. Man sollte auch daran denken, seinen Müll zu trennen, selbst wenn man nicht zu Hause ist!

    Vorsicht bei touristischen Aktivitäten
    Was die sogenannten „touristischen Aktivitäten“ betrifft, die man am Ort des Aufenthalts unternehmen kann, ist Vorsicht geboten. Man sollte unbedingt umweltschädliche Aktivitäten wie Quadfahren oder Jetski vermeiden. Auch Aktivitäten mit Tieren sind mit großer Vorsicht zu geniessen, da diese oftmals schlecht behandelt werden können.

  • Urlaub 2023: Das sind die Wunschziele der Franzosen für diesen Sommer

    Urlaub 2023: Das sind die Wunschziele der Franzosen für diesen Sommer

    Mit dem Ende der Covid-Krise und den damit verbundenen Einschränkungen steht es den Menschen nun wieder frei, in diesem Sommer zu reisen, wohin sie wollen. 

    Endlich ein „normaler“ Urlaub für die Franzosen in diesem Sommer! Das Ende der Einschränkungen durch Covid-19, aber auch die Inflation werden die Trends für den Sommerurlaub 2023 bestimmen. Welche Reisemöglichkeiten, welches Budget und welche Reiseziele bevorzugen die Franzosen?

    Ausland: Eine Vorliebe für den Mittelmeerraum
    Die südeuropäischen Länder ziehen weiterhin viele französische Urlauber an. Jean-Pierre Mas, Präsident des Verbandes der französischen Reiseunternehmen, nennt Griechenland, Spanien, Italien, Tunesien und Marokko, als die Länder, die aufgrund ihres Klimas und ihrer günstigen Preise zu den bevorzugten Reisezielen dieses Sommers gehören werden. Auch wenn ein Drittel der Franzosen lieber im land bleiben möchte, geben laut IEFT, Managementschule für Tourismus, 70 % von ihnen an, dass sie im Sommer 2023 ins Ausland fahren möchten, gegenüber 43 % im Sommer 2022.

    Frankreich: Run auf das Meer
    Jean-Pierre Mas sagt voraus, dass in Frankreich die Badeorte bevorzugt werden. Die Franzosen wollen wieder ans Mittelmeer, an den Atlantik oder an die bretonische Küste.

    Wellness oder Abenteuer?
    Laut der Zeitung Ouest France bevorzugen 59 % der befragten französischen Reisenden einen Wellness-Aufenthalt. Einige andere bevorzugen einen kulturellen Aufenthalt im Ausland, wobei die nordischen Länder besonders beliebt sind. Jean-Pierre Mas erklärt, dass es einen echten Appetit auf die nordeuropäischen Reiseziele gibt: „Sie sind teurer, bieten aber eine große Kultur, die es zu entdecken gilt“.

    Chillen auf dem Land: Das Magazin Geo meldet unter Berufung auf eine Studie von Hotels.com, Expédia.fr und Abritel, dass die Franzosen die Ruhe auf dem Land, z. B. in renovierten Scheunen oder Bauernhäusern, zu schätzen wissen. Die Nachfrage nach ländlichen Reisezielen war in den Jahren 2021-2022 in Departements wie Indre, Moselle oder Oise bereits um 60 % gestiegen. Die Trends bestätigen, dass die Nachfrage auch in diesem Sommer stabil bleiben wird.

    Die Franzosen wollen ihr Budget unter Kontrolle halten
    AirJournal berichtet, dass französische Reisende aufgrund der Inflation für diesen Sommer ein Budget von etwa 2.339 € pro Person einplanen. Außerdem versuchen sie, so früh wie möglich zu buchen, um Rabatte für Frühbucher mitnehmen zu können.

    Die Franzosen verreisen immer seltener allein. Laut IEFT ziehen es nur 6 % der Franzosen vor, allein zu verreisen, während die große Mehrheit lieber zu zweit oder mit der Familie reist.

    Im aktuellen Umweltkontext wird der umweltbewusste und nachhaltige Tourismus in den Vordergrund gerückt. Die Franzosen wollen bei ihren Urlaubsreisen zunehmend einen umweltbewussten Ansatz verfolgen. Allerdings bleibt dies derzeit noch ein frommer Wunsch, denn der Flugverkehr wird voraussichtlich das gleiche Wachstum verzeichnen, das er schon 2019, also vor der Covid-Krise, verzeichnet hat. Seit Ender der Einschränkungen stieg die Zahl der Flüge laut ICAO, der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation, weltweit um 3,6 %.

  • Morbihan: Urlauber will seine Ruhe haben und fordert Schweigen der Kirchenglocken

    Morbihan: Urlauber will seine Ruhe haben und fordert Schweigen der Kirchenglocken

    Ein Urlauber beantragte bei der Stadtverwaltung von Arzon im Département Morbihan, die Kirchenglocken abzustellen, um „die Ferienzeit in Ruhe genießen zu können“. Die Zeitung Ouest France berichtet, dass das Rathaus von Arzon (Morbihan) eine E-Mail erhielt, in der ein Urlauber forderte, die Glocken der Kirche Notre-Dame-de-L’Assomption abzustellen. Er forderte insbesondere dazu auf, „die Glocken bis 9 Uhr oder sogar 10 Uhr morgens still zu halten“ und „dafür zu sorgen, dass sie nie wieder läuten, da die Kinder verstört sind“ und, „die Glocke schon heute auszuschalten, damit wir unsere Ferienzeit in Ruhe genießen können“. Der Bürgermeister von Arzon, Roland Tabart, reagierte zunächst überrascht, dann aber eher wütend. Seiner Meinung nach müssen sich die Touristen an den Ort anpassen, an dem sie Urlaub machen. Daher dürfen die Glocken weiterhin läuten. „Diejenigen, die nach Arzon kommen, sollten unsere Traditionen akzeptieren“, meint der Bürgermeister. „Was die Glocken angeht, ist meine …

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  • Tourismus: Rekordsommer in Frankreich

    Tourismus: Rekordsommer in Frankreich

    Der Sommer 2022 ist für die Tourismusbranche Frankreichs sehr erfolgreich. 34 Millionen Franzosen fuhren in den Urlaub, zwei Millionen mehr als vor der Covid-19-Pandemie.

    Die Erinnerungen an den Sommer 2022 werden nicht nur in den Köpfen der Urlauber, sondern auch bei der Tourismusbranche haften bleiben. Auf den Campingplätzen Frankreichs könnte in diesem Jahr die Zahl von 130 Millionen Übernachtungen überschritten werden, das wäre dann etwa eine Million mehr als vor Covid-19. Auf einem Campingplatz in La Grande Motte (Hérault) packen einige Urlauber ihre Koffer und bereiten sich auf die Heimreise am Samstag, 27. August vor. Dennoch ist die Anlage auch nächste Woche noch ausgebucht.

    23 Millionen Reisende in den Zügen der SNCF.
    Insgesamt meldeten die Hotels in den ersten drei Augustwochen an der Côte d’Azur eine Auslastung von unglaublichen 90%. In Paris wurden in diesem Sommer 9,9 Millionen Besucher aus Frankreich, aber auch aus dem Ausland gezählt. In den Zügen der SNCF wurden 23 Millionen Reisende transportiert, so viele wie nie zuvor. Die Tourismus- und Gastronomiebranche hatte allerdings mit einem Mangel an Arbeitskräften zu kämpfen.

    Insgesamt sind in diesem Sommer 34 Millionen Franzosen in den Urlaub gefahren, das sind zwei Millionen mehr als vor Covid-19.

  • Tourismusbranche Frankreichs ist mit der Sommersaison zufrieden

    Tourismusbranche Frankreichs ist mit der Sommersaison zufrieden

    Die Touristenzahlen in Frankreich haben sich trotz der Brände und der Inflation wieder erholt, wobei die Küstenorte den grössten Erfolg verzeichnen.

    Campingplätze, Hotels, möblierte Ferienwohnungen, Züge: Frankreich erlebte diesen Sommer trotz der Brände und der Inflation eine florierende Tourismussaison.

    „Wir sind ungefähr gleichauf mit 2019“, erklärte Didier Arino, Generaldirektor des Beratungsunternehmens Protourisme, gegenüber der Agentur AFP. Ihm zufolge stieg die Zahl der Hotelübernachtungen im Vergleich zur Situation vor der Pandemie um 2%, die Umsätze stiegen sogar um 17%. Auch bei Campingplätzen oder der Vermietung von möblierten Unterkünften ist ein Aufwärtstrend zu verzeichnen.

    Solange Escure, Direktorin von Gîtes de France, bestätigte gegenüber der AFP eine „sehr gute Saison“: Die Belegungsraten stiegen stetig an und erreichten im August 86% (+ 6 Punkte im Vergleich zu 2019). „Zwischen dem 23. Juli und dem 20. August lagen die Raten sogar bei 100%“, sagt Escure.

    „Wir sind auf dem besten Weg, dass 2022 besser wird als 2019“, was bereits ein Rekordjahr war, freut sich Nicolas Dayot, Präsident der Fédération nationale de l’hôtellerie de plein air (FNHPA). Die FNHPA rechnet für das gesamte Jahr 2022 mit 130 Millionen Übernachtungen, das wäre eine Million mehr als 2019.

    „Es ist ein Supersommer, ein Rekordsommer“, sagt auch der CEO von SNCF Voyageurs, Christophe Fanichet, der Nachrichtenagentur AFP. Das Bahnunternehmen wird im Juli und August 23 Millionen Reisende mit den TGV- und Intercités-Zügen in Frankreich befördert haben. Wenn man die internationalen Strecken (Thalys, Eurostar, Verbindungen nach Deutschland, der Schweiz, Italien und Spanien) mit einbezieht, sind es insgesamt 28 Millionen. „Das sind insgesamt 10% mehr Reisende im Vergleich zum Sommer 2019“.

    Auch die Stadt Paris profitierte von der Rückkehr von ausländischen Touristen, insbesondere von Amerikanern: Laut dem Pariser Fremdenverkehrsamt besuchten seit Anfang Juni 9,9 Millionen Menschen die Hauptstadt (-3,5 % im Vergleich zu 2019).

    Küsten bevorzugt, ländliche Ziele vernachlässigt
    Das beliebteste Reiseziel ist nach wie vor die französische Küste, insbesondere die Mittelmeerküste, aber die Branche berichtet auch sehr gute Zahlen für die Normandie und die Atlantikküste – mit Ausnahme des von den Bränden betroffenen Teils.

    Die Hotels in der Region PACA haben trotz eines deutlichen Preisanstiegs von mehr als 30% fast wieder die Auslastung von 2019 erreicht, ebenso wie in der Normandie, wo der Preisanstieg laut der Beratungsfirma MKG Consulting weniger stark ausfällt – zwischen 10 und 15%.

    Die Küstenregionen, die in einem normalen Jahr 50% der Besucher empfangen, sind auch dieses Jahr wieder die grossen Gewinner. Als Beispiel sei die Bretagne genannt, wo 77% der Campingplätze melden, dass sie bessere Besucherzahlen verzeichnen konnten, als 2019.

    Schwieriger war es für ländliche Reiseziele wie zum Beispiele die Dordogne. Gebiete wie das Gers oder die Dordogne, die während der Covid-19-Jahre von Franzosen, die normalerweise ins Ausland fuhren, entdeckt wurden, konnten dieses Jahr nicht die Dynamik der Jahre 2020 und 2021 verzeichnen. Man merkt, dass viele französische Touristen im Sommer 2022 wieder ins Ausland gereist sind.

    Diejenigen französischen Urlauber, die im Land blieben, haben sich jedenfalls gut amüsiert: Die Freizeitparks waren voll belegt. Mit Besucherzahlen zwischen 750.000 und 800.000 im Juli und August verzeichnete zum Beispiel der Parc Astérix ein Wachstum von 20% im Vergleich zum Jahr 2019. Ähnliche Zuwächse gab es bei den Parks von Futuroscope, Walibi-Park oder auch dem Musée Grévin.

    Disneyland Paris gab bisher keine Zahlen bekannt, bestätigte aber gegenüber der AFP „eine sehr positive Dynamik“ in diesem Sommer.