Schlagwort: Senat

  • Frankreich rehabilitiert Frauen, die vor 1975 wegen Abtreibung verurteilt wurden

    Frankreich rehabilitiert Frauen, die vor 1975 wegen Abtreibung verurteilt wurden

    Ein halbes Jahrhundert nach der historischen Legalisierung der Abtreibung hat der französische Senat am 20. März ein starkes Zeichen gesetzt: Frauen, die vor der Einführung der sogenannten Loi Veil im Jahr 1975 wegen eines Schwangerschaftsabbruchs verurteilt wurden, sollen offiziell rehabilitiert werden. Und nicht nur sie – auch jene, die ihnen damals geholfen haben. Das ist mehr als nur ein juristischer Akt. Es ist eine symbolische Anerkennung jahrzehntelangen Leids, das viele Frauen still ertragen haben – beschämt, verschwiegen, vergessen. Diese neue Gesetzesinitiative ist eine Art späte Wiedergutmachung für eine Zeit, in der weibliche Selbstbestimmung strafbar war. Ein einstimmiger Senat – selten genug Das Gesetzesvorhaben stammt aus den Reihen der sozialistischen Fraktion, initiiert von Laurence Rossignol, einst Ministerin für Frauenrechte. Unterstützt wurde es von der Regierung – und es wurde einstimmig angenommen. Eine politische Einigkeit, die man nicht alle Tage erlebt. In den …

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  • US-Senat verhindert Shutdown der Regierung, aber die Demokraten sind tief gespalten

    US-Senat verhindert Shutdown der Regierung, aber die Demokraten sind tief gespalten

    Die Vereinigten Staaten haben einen drohenden Regierungsstillstand in letzter Minute abgewendet. Der US-Senat verabschiedete am Freitagabend ein sechsmonatiges Haushaltsgesetz, das die Finanzierung der Bundesbehörden bis Ende September sicherstellt. Die Entscheidung fiel mit einer knappen Mehrheit von 54 zu 46 Stimmen. Zehn Demokraten stimmten gemeinsam mit den Republikanern für das Gesetz, was zu erheblichen Spannungen innerhalb der Demokratischen Partei führte.

    Ein Kompromiss mit schwerwiegenden Konsequenzen

    Das verabschiedete Gesetz erhöht die Verteidigungsausgaben um sechs Milliarden US-Dollar, während die Mittel für nicht-verteidigungsbezogene Programme um 13 Milliarden US-Dollar gekürzt werden. Diese ungleiche Verteilung stößt insbesondere bei progressiven Demokraten auf Ablehnung. Sie befürchten, dass essenzielle Sozialprogramme unterfinanziert werden und wichtige Dienstleistungen für benachteiligte Bevölkerungsgruppen wegfallen.

    Senatsminderheitsführer Chuck Schumer (D-New York) verteidigte seine Entscheidung, für das von den Republikanern vorgelegte Finanzierungsgesetz zu stimmen. Er argumentierte, dass eine Regierungsschließung der Trump-Administration die Möglichkeit gegeben hätte, Bundesbehörden noch aggressiver umzustrukturieren. Eine solche Situation wäre langfristig noch schädlicher gewesen als der nun erzielte Kompromiss.

    Widerstand aus den eigenen Reihen

    Diese Haltung stieß auf massive Kritik innerhalb der eigenen Partei. Insbesondere progressive Demokraten wie Alexandria Ocasio-Cortez und die frühere Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, zeigten sich empört über Schumers Vorgehen. Pelosi erklärte, dass es inakzeptabel sei, die Partei vor die Wahl zwischen einem Regierungsstillstand und einer massiven Kürzung sozialer Programme zu stellen.

    Ein weiterer Streitpunkt ist die Rolle des neu geschaffenen „Department of Government Efficiency“ (Doge), das von Elon Musk geleitet wird. Die Trump-Administration hat dieses Ministerium ins Leben gerufen, um angeblich ineffiziente Bundesprogramme zu überprüfen und einzuschränken. Demokraten fürchten jedoch, dass dies lediglich eine Tarnung für eine aggressive Deregulierung und einen massiven Abbau öffentlicher Dienstleistungen darstellt.

    Historische Parallelen und wirtschaftliche Auswirkungen

    Regierungsschließungen in den USA haben nicht nur politische, sondern auch erhebliche wirtschaftliche Folgen. Sie führen zu Unterbrechungen öffentlicher Dienstleistungen, Verzögerungen bei Gehaltszahlungen für Bundesbedienstete und können das Vertrauen der Finanzmärkte erschüttern. In diesem Fall konnte ein Shutdown abgewendet werden, doch die innerparteilichen Spannungen innerhalb der Demokratischen Partei könnten langfristig ihre politische Handlungsfähigkeit schwächen.

    Eine ungewisse Zukunft für die Demokraten

    Die aktuelle Spaltung innerhalb der Demokratischen Partei wirft Fragen über ihre künftige strategische Ausrichtung auf. Während moderate Demokraten bereit sind, mit den Republikanern zu kooperieren, fordern progressive Stimmen eine klarere Abgrenzung von Trumps Politik. Die Partei muss einen Weg finden, diese Differenzen zu überbrücken, wenn sie als geschlossene Opposition gegen die republikanische Regierung bestehen will.

    Letztendlich mag die Verhinderung eines Regierungsshutdowns kurzfristig Stabilität bringen. Doch die tiefen Gräben innerhalb der Demokratischen Partei zeigen, dass der eigentliche Konflikt erst begonnen hat.

    Von Andreas Brucker

  • Frankreich: Senat will Frauen rehabilitieren, die vor 1975 illegal abgetrieben haben

    Frankreich: Senat will Frauen rehabilitieren, die vor 1975 illegal abgetrieben haben

    Fast 50 Jahre nach der Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs in Frankreich steht eine historische Entscheidung bevor: Der französische Senat wird am 20. März über eine Gesetzesvorlage abstimmen, die Frauen rehabilitieren soll, die vor 1975 wegen illegaler Abtreibung verurteilt wurden. Ein längst überfälliger Schritt Bis zur Einführung des Loi Veil 1975 – benannt nach der damaligen Gesundheitsministerin Simone Veil – war der Schwangerschaftsabbruch in Frankreich verboten und strafbar. Unzählige Frauen wurden damals verurteilt, weil sie eine illegale Abtreibung durchführen ließen oder anderen dabei halfen. Viele mussten gefährliche, oft lebensbedrohliche Eingriffe in Kauf nehmen. Nun soll das französische Parlament diese Vergangenheit offiziell aufarbeiten. Die ehemalige Frauenrechtsministerin Laurence Rossignol, die die Gesetzesinitiative eingebracht hat, erklärte: „Es ist an der Zeit, dass die Scham den Platz wechselt – nicht die Frauen, sondern die damalige Gesetzgebung war krimi…

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  • Claude Malhuret: „Die Republikaner haben Angst, die Demokraten sind gelähmt“

    Claude Malhuret: „Die Republikaner haben Angst, die Demokraten sind gelähmt“

    Der französische Senator Claude Malhuret ist selbst überrascht: Seine scharfe Rede gegen Donald Trump und Elon Musk, die er im Senat hielt, hat weit über Frankreich hinaus für Aufsehen gesorgt. Seitdem erreicht ihn eine Flut an Nachrichten aus den USA – ein Zeichen dafür, dass seine Worte einen Nerv getroffen haben. Doch was steht in diesen Botschaften? Auf der einen Seite stehen Republikaner, die zwar besorgt sind, aber schweigen. Auf der anderen Seite Demokraten, die nach ihrer Wahlniederlage wie erstarrt wirken. Malhuret selbst ist „froh“, wenn er mit seiner Rede einige Menschen wachrütteln konnte.

    Eine Rede, die Wellen schlägt Vergangene Woche sorgte Malhuret im französischen Senat für Furore. Donald Trump mit dem römischen Kaiser Nero zu vergleichen und Elon Musk als „Clown auf Ketamin“ zu bezeichnen, war eine Provokation – und die Resonanz ließ nicht lange auf sich warten. Die amerikanischen Medien griffen seine Rede auf, in den sozialen Netzwerken wurde sie heiß diskutiert. „Ic…

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  • Französischer Senator kritisiert die US-Politik: Claude Malhuret vergleicht Donald Trump mit Kaiser Nero

    Französischer Senator kritisiert die US-Politik: Claude Malhuret vergleicht Donald Trump mit Kaiser Nero

    In einer bemerkenswerten Rede vor dem französischen Senat am 4. März 2025 zog Senator Claude Malhuret Parallelen zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und dem römischen Kaiser Nero. Diese Rede erlangte internationale Aufmerksamkeit und wurde in den Vereinigten Staaten vielfach diskutiert. Malhuret, Vorsitzender der zentristischen Fraktion „Les Indépendants“ und ehemaliger Bürgermeister von Vichy, nutzte die Debatte über die Unterstützung der Ukraine, um die amerikanische Außenpolitik unter Trump scharf zu kritisieren. Er beschrieb Washington als „Hof von Nero: ein zündelnder Kaiser, unterwürfige Höflinge und ein Hofnarr auf Ketamin, der mit der Säuberung des öffentlichen Dienstes beauftragt ist.“ Diese Metapher zielte darauf ab, die wahrgenommene Instabilität und Unberechenbarkeit der US-Regierung unter Trump hervorzuheben. Malhuret argumentierte, dass Trumps Politik die traditionellen Allianzen der USA untergrabe und autoritäre Führer wie Wladimir Putin und Xi Jinping stärke. Er be…

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  • Französischer Senat verabschiedet umstrittenes Gesetz zum Verbot des Kopftuchs im Sport

    Französischer Senat verabschiedet umstrittenes Gesetz zum Verbot des Kopftuchs im Sport

    Die Debatte über Laizismus und Sport in Frankreich hat eine neue Wendung genommen. Der Senat hat einen Gesetzesvorschlag verabschiedet, der das Tragen religiöser Symbole – insbesondere des Kopftuchs – in allen Sportwettbewerben, auch auf Amateurebene, verbietet. Ein tief gespaltenes Thema, das erstmals ausdrücklich von der Regierung unterstützt wird. Ein Kurswechsel der Regierung Bislang wurde die Frage des Kopftuchs im Sport den einzelnen Sportverbänden überlassen. Einige, wie der französische Fußballverband, hatten das Tragen des Kopftuchs bereits untersagt, während andere, etwa der Handballverband, es erlaubten. Diese Uneinheitlichkeit führte zu jahrelangen Kontroversen – doch nun scheint die Regierung entschlossen, eine klare Linie zu ziehen. Mit 210 Stimmen dafür und 81 dagegen wurde das Gesetz von der mehrheitlich rechts-konservativen Senatskammer angenommen. Der Text stammt aus der Feder von Michel Savin, einem Senator der konservativen Partei Les Républicains (LR). Seine Begrün…

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  • Schluss mit Privilegien: Der französische Senat fordert Einschnitte für ehemalige Präsidenten und Premierminister

    Schluss mit Privilegien: Der französische Senat fordert Einschnitte für ehemalige Präsidenten und Premierminister

    In Frankreich tobt eine Debatte um ein Thema, das oft hinter verschlossenen Türen bleibt: die Privilegien ehemaliger Spitzenpolitiker. Der Senat hat am 23. Januar einen Vorschlag verabschiedet, der diese Sonderrechte deutlich einschränken soll. Im Mittelpunkt stehen vor allem materielle Vorteile, die Ex-Präsidenten und Premierministern gewährt werden. Doch der Weg zur Umsetzung ist noch weit. Die derzeitigen Privilegien im Überblick Ehemalige Präsidenten der Republik genießen nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt eine Reihe von Vorteilen:

    Ein Büro, ein Fahrzeug mit Fahrer, und bis zu acht Mitarbeiter in den ersten fünf Jahren, danach vier.

    Für ehemalige Premierminister fällt das Paket kleiner aus: Sie erhalten zwei Mitarbeiter und ein Fahrzeug mit Fahrer. Diese Regelungen summieren sich zu erheblichen Kosten, besonders wenn man bedenkt, dass Frankreich in den letzten Jahren mehrere Wechsel in der Regierung erlebte. Allein im Jahr 2023 waren Bernard Cazeneuve und Dominique de Villepin di…

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  • Staatshaushalt 2025: Die Hürde im Senat ist genommen – doch der Druck auf die Regierung Bayrou bleibt hoch

    Staatshaushalt 2025: Die Hürde im Senat ist genommen – doch der Druck auf die Regierung Bayrou bleibt hoch

    Der französischen Regierung unter Premierminister François Bayrou ist ein erster Etappensieg gelungen: Der Haushaltsplan für 2025 wurde am Donnerstag, dem 23. Januar, in erster Lesung vom Senat verabschiedet. Doch trotz der Mehrheit im Senat bleibt die Lage angespannt – insbesondere aufgrund des anhaltenden Widerstands der Sozialisten. Ein Haushalt unter schwierigen Vorzeichen Bereits drei Monate nach Einbringung des Gesetzesvorschlags hatte der Haushaltsplan eine turbulente Reise hinter sich: Erst im Oktober von Michel Barnier initiiert, war der Entwurf zunächst in der Nationalversammlung gescheitert, nachdem der damalige Premierminister per Misstrauensvotum gestürzt worden war. François Bayrou übernahm das Ruder und setzte auf den Senat, wo er am Donnerstag 217 Stimmen erhielt – bei 105 Gegenstimmen. Die Unterstützung kam vor allem aus der Allianz aus konservativen und zentristischen Kräften, die im Senat die Mehrheit stellt. Die linken Parteien, allen voran die Sozialisten, lehnten …

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  • Eine zweite Solidaritätsschicht – Arbeiten ohne Lohn für einen guten Zweck?

    Eine zweite Solidaritätsschicht – Arbeiten ohne Lohn für einen guten Zweck?

    Der französische Senat hat für eine kontroverse Neuerung gestimmt: eine zweite jährliche Solidaritätsschicht, bei der Arbeitnehmer im öffentlichen und privaten Sektor unbezahlt sieben Stunden zusätzlich arbeiten sollen. Die daraus generierten Einnahmen sollen der Finanzierung der Pflege älterer Menschen und der Unterstützung von Menschen mit Behinderungen zugutekommen. Doch der Vorschlag sorgt für Diskussionen. Worum geht es? Seit 2004 gibt es in Frankreich eine gesetzliche „Solidaritätsschicht“, bei der Arbeitnehmer sieben Stunden pro Jahr ohne Bezahlung arbeiten. Die Arbeitgeber überweisen das eingesparte Geld als Abgabe an die Sozialversicherung, um die sogenannte Autonomiebranche zu finanzieren – diese kümmert sich um ältere und pflegebedürftige Menschen sowie Menschen mit Behinderungen. Der neue Vorschlag des Senats sieht vor, diese Regelung auszuweiten: Sieben weitere Stunden Arbeit ohne Vergütung sollen hinzukommen. Insgesamt würde der Beitrag der Arbeitgeber von 0,3 % der Lohns…

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  • Telefonwerbung: Baldiges Verbot in Frankreich?

    Telefonwerbung: Baldiges Verbot in Frankreich?

    Das Ende der lästigen Telefonwerbung? Eine neue Gesetzesinitiative, die am Donnerstag, dem 14. November, im französischen Senat diskutiert wurde, könnte den Telefonvertrieb radikal einschränken. Ziel ist es, nur noch jene Verbraucher anzurufen, die dem ausdrücklich zugestimmt haben – ein echter Wendepunkt in der Regulierung dieser umstrittenen Praxis. Fast drei von vier Franzosen betroffen Die Zahlen sprechen für sich: Rund 75 % der Franzosen berichten, regelmäßig durch Telefonwerbung belästigt zu werden. „Es ist einfach nur nervig“, sagt ein Befragter aus den Alpes-Maritimes. Eine Frau ergänzt frustriert: „Manchmal rufen sie fünf Minuten später mit einer anderen Nummer an – jetzt sogar mit Mobilnummern.“ Diese hartnäckigen Anrufe haben längst den Alltag vieler Menschen durchdrungen und für steigenden Unmut gesorgt. Schwache Schutzmaßnahmen Zwar existieren bereits Regelungen, wie der Schutz durch die sogenannte „Bloctel“-Liste, die das Anrufen unwilliger Kunden verhindern soll. Zudem s…

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