Schlagwort: Senat

  • Zwischen Effizienz und Rechtsstaat: Frankreichs Strafjustizreform löst Machtprobe mit Anwaltschaft aus

    Zwischen Effizienz und Rechtsstaat: Frankreichs Strafjustizreform löst Machtprobe mit Anwaltschaft aus

    Die französische Strafjustiz steht vor einer Zäsur – und mit ihr das Verhältnis zwischen Staat und Anwaltschaft. Die jüngste Entscheidung der Conférence des bâtonniers, den landesweiten Streik fortzusetzen, markiert eine neue Eskalationsstufe in einem Konflikt, der längst über standespolitische Interessen hinausweist. Was als Protest gegen einzelne Verfahrensänderungen begann, hat sich zu einer Grundsatzdebatte über Wesen und Zukunft der Strafrechtspflege entwickelt. Ein Streik als politisches Signal Mit einer Zustimmung von 74 Prozent hat die Vertretung der Provinz-Anwaltskammern die Fortsetzung des Arbeitskampfes beschlossen. Der Pariser Anwaltsverband hatte bereits zuvor eine Verlängerung seiner Mobilisierung angekündigt. Damit steht die französische Justiz weiterhin unter erheblichem Druck: Vertagte Verhandlungen, verschobene Verfahren und eine spürbare Verlangsamung des Justizbetriebs prägen das Bild. Bemerkenswert ist weniger die Dauer des Streiks als dessen strategische Neuausri…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Benzinpreise im Fokus: Der Senat will Spekulation verfolgen

    Benzinpreise im Fokus: Der Senat will Spekulation verfolgen

    Steigende Kraftstoffpreise gehören seit Jahren zu den sensibelsten wirtschaftspolitischen Themen in Frankreich. Kaum ein anderer Preis trifft Haushalte so unmittelbar wie jener an der Zapfsäule. Vor diesem Hintergrund hat der Präsident des französischen Senats, Gérard Larcher, eine politische Initiative angekündigt, die den Blick über die Tankstellen hinaus auf die gesamte Preisbildungskette lenken soll. Die Debatte soll nicht länger nur bei den Endpreisen stehen bleiben, sondern auch jene Akteure einbeziehen, die entlang der Energie- und Finanzmärkte Einfluss auf die Entwicklung der Kraftstoffpreise nehmen könnten. Die Ankündigung erfolgt in einer Phase, in der die Regierung parallel bereits eine Serie von Kontrollen in Tankstellen gestartet hat. Damit entstehen zwei politische Ebenen der Reaktion: administrative Kontrollen im Einzelhandel auf der einen Seite und eine parlamentarische Untersuchung der strukturellen Preisbildung auf der anderen. Beide Ansätze verfolgen unterschiedliche…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Kommentar: Endlich ein Haushalt. Applaus bitte. Die Demokratie aber steht draußen und raucht.

    Kommentar: Endlich ein Haushalt. Applaus bitte. Die Demokratie aber steht draußen und raucht.

    Es hat also geklappt. Frankreich hat wieder einen Haushalt. Man könnte die Champagnerkorken knallen lassen, die Trikolore aus dem Fenster hängen und feierlich verkünden: Der Staat funktioniert noch. Irgendwie. Irgendwo. Irgendwann zwischen zwei Misstrauensanträgen. Doch wer genauer hinschaut, merkt schnell: Das hier ist kein Sieg der demokratischen Vernunft. Es ist ein administrativer Überlebensakt, zusammengezimmert mit der Brechstange der Verfassung und dem stoischen Schulterzucken eines politischen Systems, das sich selbst beim Scheitern noch auf die Schulter klopft.

    Der Mann im Zentrum dieses Schauspiels heißt Sébastien Lecornu. Ein Premierminister, der inzwischen aussieht wie jemand, der gelernt hat, im Dauerbeschuss zu lächeln. Wieder einmal hat er die Misstrauensanträge überlebt. Wieder einmal hat er Artikel 49.3 gezückt, dieses politische Schweizer Taschenmesser, mit dem man Gesetze durchdrückt, wenn Reden, Überzeugen oder Mehrheiten nur stören. Wieder einmal hat das Parlament protestiert, geschimpft, gedroht – und am Ende verloren. Ende gut, Haushalt gut? Wohl kaum.

    Die Assemblée nationale war in diesen Tagen weniger Ort demokratischer Debatte als Bühne eines ritualisierten Machtkampfes. Zwei Misstrauensanträge, viel Pathos, laute Worte, erhobene Zeigefinger. Und dann das altbekannte Ergebnis: zu wenige Stimmen, zu wenig Mut, zu wenig gemeinsame Linie. 22 Stimmen fehlten dem Misstrauensantrag der Linken zur Mehrheit. 22 Stimmen – das ist keine politische Niederlage, das ist ein kollektives Achselzucken mit Ansage. Man war dagegen, aber bitte nicht zu sehr. Man wollte protestieren, aber bloß nicht regieren müssen. Politik als Ausweichmanöver.

    Die Rechte, allen voran das Rassemblement national, spielte ihre Rolle ebenfalls pflichtbewusst. Viel Empörung, wenig Wirkung. 140 Stimmen. Das ist kein Erdbeben, das ist ein politisches Räuspern. Laut genug, um gehört zu werden, zu leise, um etwas zu verändern. Und so stand am Ende wieder fest: Das System hält. Nicht, weil es überzeugt, sondern weil niemand stark genug ist, es zu stürzen.

    Nun wandert der Haushalt weiter zum Sénat, jenem ehrwürdigen Haus der langen Reden und kurzen Illusionen. Dort wird man den Text prüfen, ändern, kritisieren – und am Ende vermutlich genau das tun, was alle erwarten. Ein bisschen Feinschliff hier, ein symbolischer Widerstand dort. Und dann zurück zur Nationalversammlung. Die parlamentarische Navette dreht ihre Runden wie ein Karussell, das niemand mehr spannend findet, aber das halt noch läuft.

    Was hier verkauft wird als institutionelle Stabilität, fühlt sich für viele Bürger eher an wie politische Erschöpfung. Monate des Stillstands, endlose Debatten, ein Haushalt, der dringend gebraucht wurde – und am Ende ein Durchmarsch per Verfassungsparagraph. Das mag legal sein. Elegant ist es nicht. Demokratisch überzeugend schon gar nicht. Es ist die Verwaltung des Mangels an Mehrheiten, nicht der Ausdruck eines gemeinsamen politischen Willens.

    Natürlich kann man argumentieren, dass der Staat handlungsfähig bleiben muss. Dass Rechnungen bezahlt, Beamte entlohnt, Schulen finanziert werden müssen. Alles richtig. Aber die Frage bleibt: Zu welchem Preis? Wenn das Parlament zur Kulisse wird und Artikel 49.3 zum Normalzustand, dann verschiebt sich etwas Grundsätzliches. Dann wird Demokratie zur Formsache, zur technischen Übung. Abstimmen? Optional. Debattieren? Nett, aber nicht entscheidend.

    Und ja, die Opposition trägt ihren Teil zu diesem Trauerspiel bei. Eine zersplitterte Linke, die sich lieber gegenseitig misstraut als gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Eine Rechte, die auf maximale Empörung setzt, aber minimale Kompromissfähigkeit zeigt. Alle warten auf den großen Knall, aber keiner will die Hand am Zünder haben. Man könnte fast lachen, wenn es nicht so unerquicklich wäre. Politik als Warteschleife. Bitte bleiben Sie dran, der nächste Stillstand kommt bestimmt.

    Der Haushalt selbst? Ein Dokument der Vorsicht, der Kürzungen, der unbequemen Wahrheiten. Defizitreduktion, europäische Vorgaben, soziale Versprechen unter Finanzierungsvorbehalt. Niemand liebt diesen Haushalt, nicht einmal seine Architekten. Er ist das Resultat politischer Notwehr, nicht politischer Vision. Ein Haushalt, der sagt: Mehr war nicht drin. Und vielleicht ist genau das das Ehrlichste an ihm.

    Am Ende bleibt ein schaler Nachgeschmack. Ja, Frankreich hat wieder einen Haushalt. Aber der Weg dorthin war gepflastert mit Misstrauen, Machtspielen und verpassten Chancen. Die demokratische Vernunft hat nicht gewonnen. Sie hat zugesehen. Still. Müde. Vielleicht rauchend vor der Tür.

    Ein Kommentar von Andreas M. Brucker

  • Frankreich spart beim Lehrpersonal: Der Senat billigt Streichung von 4.000 Lehrerstellen

    Frankreich spart beim Lehrpersonal: Der Senat billigt Streichung von 4.000 Lehrerstellen

    Frankreichs konservativ dominierter Senat hat am 5. Dezember 2025 den umstrittenen Plan der Regierung gebilligt, im kommenden Jahr rund 4.000 Stellen im öffentlichen Schuldienst zu streichen. Die Entscheidung ist Teil des Haushaltsentwurfs für 2026 und stützt sich auf demografische Entwicklungen – doch die Maßnahme offenbart tieferliegende Herausforderungen im französischen Bildungssystem. Trotz eines leicht steigenden Budgets für das Bildungsministerium – vorgesehen sind 64,5 Milliarden Euro, ein Plus von 200 Millionen im Vergleich zum Vorjahr – bedeutet die strukturelle Neuausrichtung faktisch einen Nettoabbau von Lehrerstellen. Die linke Opposition sprach im Senat von einem „Etikettenschwindel“ und scheiterte mit allen Änderungsanträgen zur Rücknahme der Kürzungen. Demografie als Argument – aber nicht als Entlastung Die Begründung der Regierung: sinkende Geburtenzahlen und rückläufige Schülerzahlen insbesondere in der Grundschule. „Die Maßnahme ist logisch und maßvoll“, sagte Olivie…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • US-Senat beschleunigt Epstein-Gesetz – Trump verteidigt saudischen Kronprinzen

    US-Senat beschleunigt Epstein-Gesetz – Trump verteidigt saudischen Kronprinzen

    Das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten hat gestern mit überwältigender Mehrheit ein Gesetz verabschiedet, das das Justizministerium dazu verpflichtet, sämtliche Akten zur Untersuchung des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein öffentlich zugänglich zu machen. Nur ein einziger Abgeordneter stimmte dagegen.

    Nur wenige Stunden später einigte sich der US-Senat darauf, das Gesetz sofort nach Eintreffen durchzuwinken und es direkt dem Präsidenten zur Unterzeichnung vorzulegen. Donald Trump kündigte inzwischen an, das Gesetz zu unterzeichnen – obwohl er über Monate hinweg versucht hatte, es zu verhindern. Er vollzog diese Kehrtwende, als absehbar war, dass das Gesetz ohnehin verabschiedet werden würde.

    Trump lobt Kronprinz Mohammed bin Salman trotz Khashoggi-Mord

    Bei einem Treffen im Weißen Haus lobte Präsident Trump gestern den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman (MBS) und wischte eine Journalistenfrage zur Ermordung und Zerstückelung des „Washington Post“-Kolumnisten Jamal Khashoggi im Jahr 2018 beiseite. „Es passieren eben Dinge“, sagte Trump.

    Der Besuch stellt eine bemerkenswerte diplomatische Kehrtwende für MBS dar. Seit dem Mord an Khashoggi durch saudische Agenten im Konsulat des Königreichs in Istanbul hatte der Kronprinz keinen US-Boden mehr betreten. Während der Amtszeit von Präsident Biden veröffentlichten die US-Geheimdienste einen Bericht, demzufolge MBS die Tötung selbst angeordnet hatte – doch direkte Konsequenzen gegen den saudischen Thronfolger blieben aus.

    Weitere Meldungen

    • Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will heute bei einem Besuch in der Türkei einen neuen Anlauf für Friedensgespräche mit Russland unternehmen.
    • Laut mehreren informierten Quellen hat Donald Trump während seiner Präsidentschaft der CIA verdeckte Operationen in Venezuela genehmigt.
    • Google hat sein neues KI-Modell „Gemini 3“ vorgestellt und erhöht damit den Druck auf OpenAI und Anthropic im Wettlauf um technologische Vorherrschaft.
    • Hunderte Palästinenser aus dem Gazastreifen sind mit bislang nicht bekannten Flügen in Südafrika eingetroffen – zur völligen Überraschung der Regierung in Pretoria.

    P.Tiko

  • Gesetzgebung in Frankreich: zwischen „Befreiung“ der Agrarwirtschaft und ökologischer Rückabwicklung

    Gesetzgebung in Frankreich: zwischen „Befreiung“ der Agrarwirtschaft und ökologischer Rückabwicklung

    Am 2. Juli 2025 hat der französische Senat die sogenannte „Proposition de loi Duplomb“ verabschiedet. Der von Laurent Duplomb (Les Républicains) eingebrachte Gesetzentwurf soll nach Darstellung seiner Befürworter die Wettbewerbsfähigkeit der französischen Landwirtschaft stärken, indem nationale Auflagen abgebaut und europäische Standards übernommen werden. Am 8. Juli wird die Nationalversammlung in letzter Lesung darüber entscheiden. Schon jetzt zeichnet sich ein Konflikt zwischen ökonomischen und ökologischen Interessen ab, der über Frankreich hinausweist. Ein Gesetz zur „Befreiung“ der Landwirtschaft Die Kernanliegen des Gesetzes orientieren sich an Forderungen des Berufsstands, der zunehmend unter Wettbewerbsdruck steht. Die wichtigsten Punkte:

    Wiedereinführung von Acetamiprid. Das Insektizid aus der Gruppe der Neonicotinoide ist in Frankreich seit 2018 verboten, auf EU-Ebene jedoch bis 2033 zugelassen. Es gilt als bienen- und umweltschädlich, wird aber von Befürwortern als unverzi…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Der US-Senat verabschiedete Trumps zentrales Gesetzesvorhaben – und weitere World-News

    Der US-Senat verabschiedete Trumps zentrales Gesetzesvorhaben – und weitere World-News

    Der US-Senat stimmte gestern mit 51 zu 50 Stimmen für Präsident Trumps umfassendes Gesetzespaket, das Steuern und Sozialprogramme drastisch kürzen wird. Vizepräsident JD Vance gab die entscheidende Stimme ab, nachdem drei republikanische Senatoren – Susan Collins, Thom Tillis und Rand Paul – mit Nein gestimmt hatten.

    Die Abstimmung folgte auf mehr als 24 zermürbende Stunden voller Debatten und Verhandlungen. Republikaner schlossen bis zur letzten Minute Kompromisse und feilschten mit Skeptikern. Doch dieser legislatorische Erfolg birgt erhebliche Risiken für die politische Zukunft der Republikaner.

    Eine erste Analyse ergab, dass das Gesetz in den nächsten zehn Jahren mindestens 3,3 Billionen Dollar zur Staatsverschuldung hinzufügen wird. Zudem wird es die Steuereinnahmen des Landes über Jahrzehnte verringern. Ein solches Defizit könnte eine tektonische Verschiebung in der fiskalischen Entwicklung der USA auslösen und das Risiko einer Schuldenkrise erhöhen.

    Details: Das Gesetz wird Steuerkürzungen im Umfang von rund 3,8 Billionen Dollar verlängern, die 2017 während Trumps erster Amtszeit eingeführt wurden, und Dutzende Milliarden Dollar an neuen Mitteln für Grenzsicherung und Militär bereitstellen. Millionen einkommensschwacher Amerikaner könnten dagegen durch Kürzungen bei Krankenversicherungen und anderen staatlichen Hilfen massive finanzielle Einbußen erleiden.


    Neuer Vorschlag für eine Waffenruhe im Gazastreifen

    In einem Beitrag in sozialen Medien erklärte Trump, Israel habe „Bedingungen zur Finalisierung“ einer 60-tägigen Waffenruhe mit der Hamas akzeptiert, nannte jedoch keine Details zu den möglichen Vereinbarungen. Israelische Offizielle, darunter das Büro von Premierminister Benjamin Netanjahu, haben bisher nicht bestätigt, dass sie solche Bedingungen akzeptiert haben.

    Trump sagte, seine Vertreter hätten „ein langes und produktives Treffen mit den Israelis zur Lage in Gaza“ gehabt. Sollte die Waffenruhe zustande kommen, würden Gespräche über ein dauerhaftes Ende des Konflikts folgen. Der von den USA und Israel unterstützte Vorschlag solle durch Katar und Ägypten an die Hamas übermittelt werden, so Trump.

    Netanjahu wird Trump nächste Woche in Washington treffen, der dritte US-Besuch des israelischen Premierministers binnen weniger als sechs Monaten. Die geplante Reise fällt in eine Phase zunehmender internationaler Forderungen für Bemühungen um eine Waffenruhe in dem seit fast zwei Jahren andauernden Krieg im Gaza-Streifen.

    Westjordanland: Dutzende Israelis drangen letzte Woche in ein palästinensisches Dorf ein und setzten Häuser sowie Autos in Brand. Der Angriff löste eine Welle der Gewalt aus.


    Wie Indiens heißeste Region zurechtkommt

    In einigen Teilen Indiens liegen die Tagestemperaturen derzeit bei fast 50 Grad Celsius, und drei Viertel der Bevölkerung sind extremer Hitze ausgesetzt.

    Für viele gibt es kein Entkommen: Klimaanlagen sind ein unerreichbarer Traum, die Arbeit findet unter der sengenden Sonne im Freien statt. Mit der Erwärmung des Landes verändern sich daher die täglichen Rhythmen.


    WEITERE WICHTIGE NACHRICHTEN

    Ukraine: Das Weiße Haus hat einige Waffenlieferungen, die bereits von der Biden-Regierung zugesagt worden waren, an die Ukraine ausgesetzt, wo Russlands Sommeroffensive an Schwung gewinnt.

    Thailand: Das Verfassungsgericht suspendierte Premierministerin Paetongtarn Shinawatra weniger als ein Jahr nach ihrem Amtsantritt.

    Iran: Ein ranghoher iranischer Offizieller, der im vergangenen Monat nach einem israelischen Angriff für tot gehalten wurde, wurde am Wochenende bei einer Trauerfeier gesehen.

    Indien: Mindestens 36 Menschen starben, weitere drei Dutzend wurden verletzt, nachdem eine Explosion in einer Pharmafabrik nahe Hyderabad ein Feuer auslöste.

    Algerien: Ein Berufungsgericht bestätigte die fünfjährige Haftstrafe gegen den algerisch-französischen Schriftsteller Boualem Sansal, dem vorgeworfen wird, die nationale Einheit und Sicherheit Algeriens zu untergraben.


    Aus Europa

    Großbritannien: Premierminister Keir Starmer sah sich seiner bislang größten parlamentarischen Revolte gegenüber, als einige Abgeordnete seiner eigenen Partei gegen Änderungen im Sozialsystem stimmten.

    Russland: Timur Iwanow, langjähriger stellvertretender Verteidigungsminister, wurde in einem aufsehenerregenden Korruptionsverfahren zu 13 Jahren Straflager verurteilt.

    Diplomatie: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Russlands Präsident Wladimir Putin telefonierten erstmals seit fast drei Jahren.

    Dänemark: Erstmals weitet das Land seine Wehrpflicht-Lotterie auch auf Frauen aus.

  • Senat stoppt „Zucman-Steuer“ für Superreiche – ein Rückschlag für die Steuergerechtigkeit

    Senat stoppt „Zucman-Steuer“ für Superreiche – ein Rückschlag für die Steuergerechtigkeit

    Der französische Senat hat am Donnerstag, dem 12. Juni 2025, mit 188 gegen 129 Stimmen eine Gesetzesvorlage abgelehnt, die eine Mindeststeuer von 2 % auf das Vermögen der Superreichen vorsah – die sogenannte „Zucman-Steuer“. Diese war bereits im Februar von der Nationalversammlung gebilligt worden und richtete sich an rund 1.800 französische Haushalte mit einem Vermögen von über 100 Millionen Euro. Die erwarteten Mehreinnahmen wurden auf 15 bis 25 Milliarden Euro jährlich beziffert. Der Senatsentscheid zeigt nicht nur die parteipolitischen Gräben in der Steuerdebatte auf, sondern auch die strukturellen Schwierigkeiten bei der Umsetzung ambitionierter fiskalpolitischer Reformen. Ursprung und Intention der Steuer Die Initiative ging von den Abgeordneten Éva Sas und Clémentine Autain aus und basierte auf den Analysen des Ökonomen Gabriel Zucman, einem weltweit anerkannten Experten für Steuervermeidung und Vermögensungleichheit. Das zentrale Ziel war es, sicherzustellen, dass große Vermöge…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Frankreich geht gegen Shein und Temu vor – Neue Regeln für Ultra-Fast Fashion

    Frankreich geht gegen Shein und Temu vor – Neue Regeln für Ultra-Fast Fashion

    Frankreich hat als erstes europäisches Land ein umfassendes Gesetzespaket verabschiedet, das sich explizit gegen das Geschäftsmodell der sogenannten Ultra-Fast Fashion richtet. Mit diesem Schritt positioniert sich die französische Politik an vorderster Front im Kampf gegen die ökologischen und sozialen Schattenseiten eines rasant expandierenden Modemarkts. Am 10. Juni 2025 stimmte der französische Senat einstimmig für eine Gesetzesinitiative, die bereits im Vorjahr von der Nationalversammlung auf den Weg gebracht worden war. Ziel des Gesetzes ist es, Unternehmen wie Shein oder Temu zu regulieren, deren Geschäftsmodell auf extrem kurzen Produktionszyklen, niedrigen Preisen und einer enormen Produktvielfalt beruht. In der Branche bringt kein Anbieter so viele neue Artikel pro Tag auf den Markt wie Shein: Über 7.000 Stück täglich – ein Vielfaches des üblichen Branchenwerts. Regulierungsmaßnahmen mit Signalwirkung Das verabschiedete Gesetz unterscheidet bewusst zwischen Fast Fashion und Ul…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Bekämpfung der medizinischen Unterversorgung: Frankreichs Parlament ringt um Lösungen

    Bekämpfung der medizinischen Unterversorgung: Frankreichs Parlament ringt um Lösungen

    Die medizinische Versorgung in strukturschwachen und ländlichen Regionen Frankreichs bleibt ein drängendes Problem – rund 2,5 Millionen Menschen leben in sogenannten „medizinischen Wüsten“. Vor diesem Hintergrund hat der französische Senat nun mit der Beratung eines Gesetzentwurfs von Senator Philippe Mouiller (Les Républicains) begonnen, der gezielt die Versorgungslücken in benachteiligten Gebieten schließen soll. Damit tritt er in Konkurrenz zu einem bereits in der Nationalversammlung verabschiedeten Gesetzesvorschlag, der auf eine stärkere Regulierung der ärztlichen Niederlassung setzt.

    Anreize statt Zwang: die Linie des Senats Im Zentrum der Initiative von Senator Mouiller steht ein Ansatz, der weniger auf Zwang als vielmehr auf Anreize setzt. So sollen Ärztinnen und Ärzte, die sich in unterversorgten Regionen niederlassen, stärker unterstützt werden – sowohl finanziell als auch durch bessere Arbeitsbedingungen. Dazu gehört der gezielte Ausbau von sogenannten maisons de santé, als…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…