Schlagwort: Savoyen

  • Eiskaltes Vergnügen: Schwimmen bei 6 Grad in der Haute-Savoie

    Eiskaltes Vergnügen: Schwimmen bei 6 Grad in der Haute-Savoie

    Klingt verrückt, oder? Während die meisten Menschen im Winter warm eingepackt spazieren gehen, stürzen sich einige Unerschrockene in eiskaltes Wasser – freiwillig und mit Begeisterung. In Morillon, Haute-Savoie, wagen sich Schwimmer derzeit in den Lac Bleu, dessen Temperatur gerade einmal 6 Grad beträgt. Doch was treibt sie dazu? Und ist das gesund oder eher riskant?

    Kälte, die euphorisiert

    Im eiskalten Wasser zu schwimmen, ist nicht nur eine Mutprobe, sondern mittlerweile ein richtiger Sport mit Wettkämpfen. Erst kürzlich fanden die französischen Meisterschaften im Eisschwimmen statt. Doch nicht jeder geht es so extrem an – für viele zählt das Erlebnis, nicht die Bestzeit.

    Zwei Freundinnen am Lac Bleu lassen sich jedenfalls nicht abschrecken. „Wir sind vielleicht ein bisschen verrückt, aber nicht komplett durchgeknallt“, lacht eine von ihnen, bevor sie ins eisige Wasser steigt. Die Strecken variieren zwischen 25 und 1.000 Metern – und das Durchhalten zahlt sich aus. „Es gibt so viel Energie, man fühlt sich richtig lebendig“, schwärmt eine Teilnehmerin nach ihrem Kälteschock.

    Warum immer mehr Menschen ins eiskalte Wasser steigen

    Eisschwimmen ist ein echter Kick für den Körper. Der plötzliche Kältereiz bringt das Blut in Wallung, setzt Endorphine frei und sorgt für eine intensive Durchblutung. Genau deshalb schwört auch Véronique Beignet auf das kalte Vergnügen. Die 62-Jährige steigt seit zwei Jahren zweimal pro Woche ins eiskalte Wasser – und sie fühlt sich großartig. „Es ist stark, es ist genial! Es hat meine Gelenkbeschwerden und sogar meine Schlafprobleme geheilt“, erzählt sie begeistert.

    Kein Wunder, dass immer mehr Menschen in Frankreich die Faszination des Kälteschwimmens für sich entdecken. Doch ist es wirklich so gesund, wie es sich anfühlt?

    Ein Sport mit Risiken

    So viele positive Effekte das kalte Wasser auch haben mag – es gibt Risiken. Die größte Gefahr? Hypothermie. Der Körper kann im kalten Wasser rasant auskühlen, was im schlimmsten Fall lebensgefährlich wird. Auch das Herz-Kreislauf-System steht unter enormer Belastung. „Aus kardiovaskulärer Sicht kann es problematisch sein“, warnt Dr. Alexandre Fuzeau. Menschen mit Herzproblemen oder Bluthochdruck sollten sich daher gut überlegen, ob sie sich ins kalte Wasser wagen.

    Letztlich ist Eisschwimmen ein extremer Sport – aber für viele auch eine extreme Erfahrung der Lebensfreude. Also, Lust bekommen, es selbst auszuprobieren?

    Catherine H.

  • Chamonix zieht die Notbremse: Keine neuen Ferienwohnungen mehr erlaubt

    Chamonix zieht die Notbremse: Keine neuen Ferienwohnungen mehr erlaubt

    Die Wohnraumkrise in Chamonix spitzt sich zu. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, plant die Gemeinde eine drastische Maßnahme: Künftig sollen keine neuen Ferienwohnungen mehr gebaut werden dürfen. Ein entsprechender Beschlussentwurf wurde bereits dem Gemeinderat vorgelegt – am 13. März steht die Abstimmung im kommunalen Rat an.

    Radikale Wende in der Wohnbaupolitik

    Chamonix-Mont-Blanc ist ein Traumziel für viele – aber ein Albtraum für diejenigen, die hier ganzjährig leben und arbeiten wollen. Der Grund? Ganze 70 % der Wohnfläche besteht aus Zweitwohnungen. Wer in der Gemeinde dauerhaft sesshaft werden will, hat es schwer. Die Preise steigen, während das Angebot für Einheimische schrumpft. Die neue städtebauliche Regelung (PLU) soll hier nun gegensteuern.

    „Wir werden keine neuen Zweitwohnungen mehr genehmigen“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt vom 12. März. Diese Entscheidung basiert auf der neuen Loi Le Meur, die es Kommunen ermöglicht, durch sogenannte „Servitudes de logement permanent“ (Dauerwohnpflicht) den Bau von Ferienunterkünften zu unterbinden.

    Neue Regeln für Bauprojekte

    Neben dem Baustopp für neue Zweitwohnungen hat die Stadt weitere Maßnahmen im Gepäck:

    • 50 % Sozialwohnungen bei großen Neubauprojekten in bestimmten Zonen
    • Mindestens 25 % sozialer Wohnraum bei Bauvorhaben über 200 m²
    • Mehr Hotelkapazitäten: Erweiterung bestehender Hotels um bis zu 20 %, um mehr Personal – vor allem Saisonarbeiter – vor Ort unterzubringen

    Besonders der letzte Punkt ist entscheidend: Viele Arbeitnehmer müssen täglich weite Strecken pendeln, weil sie sich das Leben in Chamonix nicht leisten können. Die Gemeinde will diesen Trend stoppen und den Arbeitsmarkt durch bezahlbaren Wohnraum stabilisieren.

    Ein harter Schlag für Airbnb & Co.

    Neben den neuen Bauvorschriften nimmt Chamonix auch den bestehenden Wohnungsmarkt ins Visier. Ab dem 1. Mai 2025 tritt eine strengere Regulierung für Kurzzeitvermietungen in Kraft. Wer seine Wohnung über Plattformen wie Airbnb vermietet, könnte es künftig schwerer haben, da die Stadt stärker auf dauerhafte Wohnnutzung setzt.

    Diese Regelungen stützen sich auf ein 2024 beschlossenes Gesetz, das es Kommunen erleichtert, den Markt für möblierte Touristenunterkünfte zu kontrollieren. Chamonix nutzt dieses neue Instrument konsequent – wohl wissend, dass die Interessen von Investoren und Einheimischen oft kollidieren.

    Wie geht es weiter?

    Die Entscheidung des Gemeinderats wird zeigen, ob Chamonix diesen radikalen Kurs tatsächlich durchzieht. Aber eines ist sicher: Der Wohnungsmarkt in touristischen Hochburgen wie Chamonix kann nicht einfach weiterlaufen wie bisher. Wer in einer Stadt lebt und arbeitet, braucht auch einen Platz zum Wohnen – und keine Geisterstadt aus leeren Zweitwohnungen.

    Autor: Catherine H.

  • Häuser mit Rissen: Die verzweifelte Lage der Bewohner in Aix-les-Bains

    Häuser mit Rissen: Die verzweifelte Lage der Bewohner in Aix-les-Bains

    Klimawandel ist nicht nur eine abstrakte Bedrohung – er zeigt sich direkt in den Wänden und Böden der Menschen. In Aix-les-Bains, einer malerischen Stadt in der Savoie, erleben Hausbesitzer ein wachsendes Problem: Ihre Häuser reißen, kippen und senken sich ab.

    Warum? Weil sie auf unsicherem Grund gebaut wurden – buchstäblich.

    Wenn das Zuhause langsam absackt

    Michel, ein Anwohner, kann das jeden Tag mit eigenen Augen sehen. Sein Fußboden ist nicht mehr eben, seine Wände zeigen Risse, die immer größer werden. Ein einfacher Test mit der Wasserwaage zeigt das Problem drastisch: Damit eine Linie wieder horizontal verläuft, muss das Gerät um zwei Zentimeter angehoben werden. Zwei Zentimeter mögen nicht nach viel klingen, doch wenn ein gesamtes Haus betroffen ist, wird es schnell zum Alptraum.

    „Natürlich macht uns das Sorgen“, sagt Marc, ein anderer Anwohner. „Aber was sollen wir tun? Wir haben nicht das Geld, um eine neue Immobilie zu kaufen oder größere Reparaturen durchzuführen.“

    Ein Satz, der nachhallt. Denn wie viele Menschen können es sich leisten, ihr Eigenheim einfach aufzugeben?

    Die vergessene Altlast unter den Häusern

    Das Problem ist nicht neu. Schon in den 1980er-Jahren wurde in der Gegend ein komplettes Wohnviertel errichtet – auf einer ehemaligen Müllkippe aus den 1960ern. Der Boden, einst eine feuchte Senke, wurde damals mit allen möglichen Abfällen aufgefüllt. Jahrzehnte später zeigt sich das Ausmaß dieser Entscheidung.

    Michel zeigt auf eine Stelle mitten im Viertel, wo der Boden abgesackt ist. „Hier gibt es einen Höhenunterschied von 50 Zentimetern“, erklärt er. Eine halbe Meter tiefer – als würde der Boden langsam verschwinden.

    Von den 37 Häusern im Viertel sind sechs besonders stark betroffen. Ihre Fundamente geraten ins Wanken, weil der Untergrund nachgibt.

    Klimawandel als unsichtbarer Faktor

    Die Erderwärmung verschärft das Problem zusätzlich. Langanhaltende Dürreperioden lassen den Boden austrocknen und schrumpfen – besonders dort, wo tonhaltige Böden dominieren. Wenn dann wieder Regen fällt, dehnt sich der Boden erneut aus. Diese ständigen Bewegungen setzen den Gebäuden enorm zu.

    In vielen Regionen Frankreichs, aber auch in Deutschland, Italien oder Spanien, berichten Menschen von ähnlichen Schäden. Die Kombination aus alten Bausünden und einem sich verändernden Klima macht es unmöglich, einfach zur Tagesordnung überzugehen.

    Was bleibt den betroffenen Hausbesitzern?

    Zwischen Hoffnung und Ohnmacht

    Für viele bleibt nur das Prinzip Hoffnung. Einige versuchen, durch kleinere Reparaturen die Risse zu schließen, andere kämpfen um finanzielle Unterstützung von der Regierung. Doch selbst wenn Entschädigungen fließen, bleibt die Frage: Wie lange können Häuser auf unsicherem Boden noch stehen?

    Die Realität ist hart: Wer in solchen Häusern lebt, hat oft keine Wahl. Der Immobilienmarkt macht es schwer, ein anderes Zuhause zu finden, und nicht jeder kann es sich leisten, sein gesamtes Leben umzukrempeln.

    Doch eines ist klar: Die Kombination aus Klimawandel und historischen Baufehlern wird in den kommenden Jahren noch mehr solcher Tragödien hervorbringen.

    Von Andreas M. B.

  • Traditionelles neu interpretiert: Savoyer Fondue mit Trüffel und fermentiertem Knoblauch

    Traditionelles neu interpretiert: Savoyer Fondue mit Trüffel und fermentiertem Knoblauch

    Die französische Alpenregion ist bekannt für ihre rustikale, herzhafte Küche, die von Bergbauern und Käsereien geprägt wurde. Ein besonders ikonisches Gericht aus Savoyen ist das berühmte Savoyer Fondue – eine cremige, geschmolzene Mischung aus aromatischen Alpenkäsen, serviert mit knusprigem Brot u…

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  • Alpenküche modern interpretiert: Reblochon-Soufflé mit Apfel-Chutney und Walnuss-Crumble

    Alpenküche modern interpretiert: Reblochon-Soufflé mit Apfel-Chutney und Walnuss-Crumble

    Die Tradition hinter dem Gericht. Die französischen Alpen sind für ihre herzhafte Küche bekannt, die auf deftigen Zutaten wie Käse, Kartoffeln und Speck basiert. Eines der ikonischen Produkte dieser Region ist der Reblochon, ein halbfester Rohmilchkäse aus Savoyen mit einer cremigen Textur und eine…

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  • Alpenküche modern interpretiert: Lavendel-Panna Cotta mit Honig-Thymian-Granité

    Alpenküche modern interpretiert: Lavendel-Panna Cotta mit Honig-Thymian-Granité

    Die Alpenküche ist für ihre bodenständigen, herzhaften Speisen bekannt, die oft aus regionalen Zutaten bestehen und von der rauen Berglandschaft inspiriert sind. Doch sie hat auch eine süße Seite, die mit frischen Beeren, Honig, Nüssen und Kräutern verzaubert. Eine besonders beliebte alpine Nachspei…

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  • Alpenküche modern interpretiert: Kräuter-Lammkarree mit Genepi-Reduktion und Selleriepüree

    Alpenküche modern interpretiert: Kräuter-Lammkarree mit Genepi-Reduktion und Selleriepüree

    Die französischen Alpen sind bekannt für ihre rustikale, bodenständige Küche, die sich aus den regionalen Zutaten speist. Traditionell wird viel mit Bergkräutern, Wildfleisch, Kartoffeln und Käse gearbeitet. Doch die moderne alpine Küche geht über reine Sättigung hinaus und bringt Leichtigkeit und E…

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  • Alpenküche modern interpretiert: Geräucherte Forelle auf Buchweizen-Galette mit Zitronen-Miso-Crème

    Alpenküche modern interpretiert: Geräucherte Forelle auf Buchweizen-Galette mit Zitronen-Miso-Crème

    Die französischen Alpen sind bekannt für ihre herzhafte Küche, die von regionalen Zutaten wie Käse, Wurst, Kartoffeln und frischem Fisch aus den klaren Bergseen geprägt ist. Doch traditionelle Gerichte müssen nicht immer schwer und deftig sein. In der modernen Interpretation geht es darum, die Essen…

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  • Alpenküche modern interpretiert: Trüffel-Tartiflette mit Blumenkohl-Creme

    Alpenküche modern interpretiert: Trüffel-Tartiflette mit Blumenkohl-Creme

    Die Tradition der Tartiflette – Ein Herzstück der Alpenküche. Die französische Alpenküche ist bekannt für ihre herzhaften, wärmenden Gerichte, die perfekt für kalte Winterabende geeignet sind. Eines der bekanntesten Rezepte ist die Tartiflette – ein üppiger Kartoffelauflauf aus der Region Savoyen, …

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  • Gastronomische Wiederentdeckungen: Gratin de Crozets aus Savoyen – Eine alpine Delikatesse neu entdeckt

    Gastronomische Wiederentdeckungen: Gratin de Crozets aus Savoyen – Eine alpine Delikatesse neu entdeckt

    Die Alpenregionen Frankreichs sind nicht nur für ihre atemberaubenden Landschaften, sondern auch für ihre bodenständige, herzhafte Küche bekannt. Eine der weniger bekannten, aber umso köstlicheren Spezialitäten aus der Region Savoyen ist der Gratin de Crozets – ein rustikales Nudelauflaufgericht, da…

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