Schlagwort: Renten

  • Unterschiede: Vergleich der Rentensysteme Frankreichs und Deutschlands

    Unterschiede: Vergleich der Rentensysteme Frankreichs und Deutschlands

    Es scheint, dass Arbeitnehmer in Deutschland nach 35 Arbeits- und Beitragsjahren in den Genuss einer Vollrente kommen, während französische Arbeitnehmer einem viel komplexeren Rentensystem unterliegen.

    Tatsächlich sind die Rentensysteme in beiden Ländern unterschiedlich aufgebaut und funktionieren auf unterschiedliche Weise, was zu Verwirrung führen kann.

    Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Bezug auf die Anzahl der Beitragsjahre, das gesetzliche Renteneintrittsalter und unvollständige Berufskarrieren.

    Anzahl der Beitragsjahre und gesetzliches Renteneintrittsalter
    Im Jahr 2010 wurden in beiden Ländern allgemeine Regeln für den Renteneintritt von Arbeitnehmern festgelegt. Einige werden ab 2023 und die anderen ab 2029 gelten.

    Anzahl der Beitragsjahre, die erforderlich sind, um eine Vollrente zu erhalten.

    Inkrafttreten Frankreich Deutschland
    2010 40 Jahre 45 Jahre
    2020 41,5 Jahre 45 Jahre
    2029 41,5 Jahre 45 Jahre


    Gesetzliches Renteneintrittsalter für Personen, die die erforderliche Anzahl an Beitragsjahren eingezahlt haben.

    Inkrafttreten Frankreich Deutschland
    2010 60 Jahre 65 Jahre
    2018 62 Jahre 66 Jahre
    2029 62 Jahre min. 67 Jahre


    Gesetzliches Renteneintrittsalter bei vollem Rentenanspruch (ohne Abschlag) für Personen, die nicht die erforderliche Anzahl an Beitragsjahren eingezahlt haben.

    Inkrafttreten Frankreich Deutschland
    2010 65 Jahre 65 Jahre
    2023 67 Jahre 66 Jahre
    2029 67 Jahre min. 67 Jahre


    Ergebnis: In sechs Fällen ist das französische Rentensystem vorteilhafter als das deutsche Rentensystem. Das deutsche System ist nur in einem Fall vorteilhafter, und in zwei Fällen funktionieren beide Systeme gleich.


    Zwei Beispiele werden immer wieder hervorgehoben, um zu zeigen, dass das französische Rentensystem nach der Reform von 2010 strenger ist als das deutsche Rentensystem.

    Lange berufliche Laufbahnen
    In Deutschland erhalten Arbeitnehmer nach 45 Beitragsjahren eine Vollrente, auch wenn sie das 65. Lebensjahr noch nicht erreicht haben.

    In Frankreich können Arbeitnehmer mit einer langen Erwerbsbiografie ab 60 Jahren (in einigen Fällen sogar mit 58 oder 59 Jahren) in Rente gehen, wenn sie sehr jung (d. h. mit 15, 16 oder 17 Jahren) mit dem Arbeiten begonnen haben und somit die erforderlichen Beitragsjahre (40 bis 41,5 Jahre) erreicht haben.

    Diese beiden Rentensysteme sind nicht ganz identisch, wenn man jedoch nachrechnet, kommt man in beiden Systemen zum gleichen Ergebnis: Das gesetzliche Alter für den Beginn der Beitragszahlung beträgt 15 Jahre + 45 Beitragsjahre = 60 Jahre bei Vollrente.

    Unvollständige berufliche Laufbahnen
    In Deutschland können Arbeitnehmer, die vor dem Alter von 65 Jahren (67 Jahre ab dem Jahr 2029) in Rente gehen möchten, mit 63 Jahren die Rente beantragen, sofern sie 35 Jahre lang Beiträge in die Rentenkasse eingezahlt haben.

    In Frankreich können Arbeitnehmer ab 62 Jahren in den Ruhestand gehen. Deren Satz wird proportional zur Anzahl der fehlenden Quartale gekürzt, derzeit 12,5 % bei 35 Beitragsjahren, und unterliegt einem Abschlag pro fehlendem Jahr (5 % in Frankreich und 3,6 % in Deutschland).

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass abgesehen von dem Abschlag von 5 % in Frankreich und 3,6 % in Deutschland die Situation der französischen Arbeitnehmer vorteilhafter ist als die der deutschen Arbeitnehmer.

    Das Beispiel der kurzen Berufskarrieren, das oft benutzt wird, um zu zeigen, dass das deutsche Rentensystem nicht so streng ist wie das französische Rentensystem, ist nicht wirklich überzeugend. In den meisten Fällen sind die französischen Systeme mit über 50 Sonderregelungen für bestimmte Berufe bei weitem die großzügigsten.

    Dies ist sicherlich ein Grund dafür, dass sie chronisch defizitär sind, während das deutsche System stabiler und nachhaltiger arbeitet.

  • Streiktag 19. Januar: 70% der Lehrer und Mitarbeiter an französischen Schulen wollen streiken

    Streiktag 19. Januar: 70% der Lehrer und Mitarbeiter an französischen Schulen wollen streiken

    70% der Lehrkräfte der französischen Grundschulen wollen am Donnerstag im Rahmen einer landesweiten Mobilisierung gegen Macrons Rentenreform streiken, kündigen die Gewerkschaften an. Snuipp-FSU, die größte Gewerkschaft im Grundschulbereich, prognostizierte am Dienstag, dass 70% der Lehrkräfte der Grundstufe am Donnerstag im Rahmen der landesweiten Streikbewegung gegen die Rentenreform Emmanuel Macrons streiken würden. „Diese Zahl von 70% Streikenden ist keine Überraschung, denn man spürt, dass die Rentenfrage für die Lehrer ein großes Anliegen ist“, erklärte Guislaine David, Generalsekretärin der Snuipp-FSU, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Laut der Gewerkschafterin werden ungefähr genau so viele Lehrer streiken, wie am 5. Dezember 2019. Bei der letzten großen Protestbewegung gegen die Rentenreform vor mehr als drei Jahren hatten sich die Mitarbeiter im Bildungswesen stark mobilisiert. Auch damals betrug die Streikquote in der Primarstufe laut Gewerkschaften 70%, das Ministerium m…

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  • Rentenreform: CGT ruft zum Streik auf und droht mit Blockade von Raffinerien

    Rentenreform: CGT ruft zum Streik auf und droht mit Blockade von Raffinerien

    Die Gewerkschaft CGT rief am Donnerstag im Rahmen der landesweiten Mobilisierung gegen die Rentenreform zu mehrtägigen Streiks auf und drohte mit einer erneuten Blockade von Raffinerien. Die CGT Pétrole hat am Donnerstag, dem 12. Januar, im Zuge der landesweiten Mobilisierung gegen die Rentenreform zu mehrtägigen Streiks aufgerufen. Die Gewerkschaft plant Streiks am 19. und 26. Januar sowie am 6. Februar mit „falls erforderlich, der Stilllegung von Raffinerieanlagen“, wie es in einer von Eric Sellini, dem nationalen Koordinator der Gewerkschaft für TotalEnergies, verbreiteten Erklärung heißt. Die Protestbewegung soll mit einer ersten 24-stündigen berufsübergreifenden Arbeitsniederlegung am 19. Januar beginnen. Für den 26. Januar ruft die CGT zu weiteren 48 Stunden Streik auf, am 6. Februar dann zu 72 Stunden. Der Streikaufruf werde zu „Drosselungen des Durchsatzes“ und zu Stopps beim Versand von Kraftstoffen führen, erklärte Eric Sellini gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, nur einige…

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  • Rentenreform: Offizielle Website Info-Retraite.fr wegen zu vieler Anfragen offline

    Rentenreform: Offizielle Website Info-Retraite.fr wegen zu vieler Anfragen offline

    Die offizielle Website info-retraite.fr, auf der man sein Rentenkonto einsehen kann, war am Mittwochmorgen wegen Überlastung stundenlang nicht erreichbar.

    Viele Französinnen und Franzosen wollen wissen, in welchem Alter sie nach der Rentenreform werden in den Ruhestand gehen können. Einige Stunden nach der Ankündigung der Reform durch Élisabeth Borne versuchten zu viele Internetnutzer, sich auf der offiziellen Website info-retraite.fr einzuloggen.

    Ergebnis: Die Seite war am Mittwochmorgen nicht erreichbar. Eine Nachricht informierte die Internetnutzer: „Aufgrund einer zu großen Anzahl von Nutzern, die mit dem Rentenkonto verbunden sind, können Sie derzeit nicht darauf zugreifen“. Die Website fordert die Internetnutzer auf, sich zu einem späteren Zeitpunkt einzuloggen.

    Die Website info-retraite.fr zeichnet den beruflichen Werdegang jedes Arbeitnehmers in Frankreich nach und ermöglicht es, Informationen über die zu erwartende Rente zu erhalten.

  • Rentenreform: Was die Franzosen ab dem 1. September 2023 erwartet

    Rentenreform: Was die Franzosen ab dem 1. September 2023 erwartet

    Die Regierung hat am Dienstag, dem 10. Januar, die lang angekündigte Rentenreform vorgestellt. Das gesetzliche Rentenalter wird schrittweise bis auf 64 Jahre im Jahr 2030 angehoben. Die Regierung setzt auch bestehenden Sonderregelungen ein Ende. Nach monatelangen Diskussionen hat Elisabeth Borne am Dienstag, dem 10. Januar, den Entwurf der Rentenreform vorgestellt, der von der Regierung als „gerecht“ und „sozial fortschrittlich“ bezeichnet wird. Der Text legt das gesetzliche Renteneintrittsalter auf 64 Jahre fest. Ab dem 1. September 2023 wird es um drei Monate pro Geburtsjahr angehoben, um am Ende des Fünfjahreszeitraums im Mai 2027 63 Jahre und drei Monate und 2030 64 Jahre zu erreichen. Beitragsdauer auf 43 Jahre angehobenDie Beitragsdauer wird von 42 auf 43 Jahre angehoben. Der Entwurf sieht außerdem das Ende der meisten derzeit bestehenden Sonderregelungen vor und legt die Mindestrente auf 1.193 Euro brutto fest. Die Regierung lockert außerdem die Maßnahme „Verschleiß am Arbeitspl…

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  • 21.000 Rentner warten auf ihr Geld … Was ist da los?

    21.000 Rentner warten auf ihr Geld … Was ist da los?

    Während die Diskussionen um die Rentenreform am Dienstag, dem 15. November, erneut in die Nationalversammlung kamen, geht aus einem Bericht des Rechnungshofs hervor, dass dieses Jahr fast jeder siebte Rentner Verzögerungen bei der Auszahlung seiner Renten hinnehmen muss. 21.000 Neurentner warten noch auf ihre Rente. Das ist die offizielle Zahl, die am Dienstag, dem 15. November, von der Verwaltung bekannt gegeben wurde. Konkret bedeutet das, dass jeder siebte Rentner von Zahlungsverzögerungen betroffen ist. Diese Zahl ist umso alarmierender, als sie nach Meinung des Rechnungshofs „sehr stark unterbewertet“ ist. Am Dienstag ist ausserdem die Rentenreform erneut auf die Tagesordnung der Nationalversammlung gesetzt worden. Franceinfo erklärt diese Verzögerungen mit dem sogenannten „Schereneffekt“: Die Zahl der Akten steigt immer weiter an, die Zahl der Beamten hält damit nicht Schritt. „Es gibt immer mehr Menschen, die ihren Rentenanspruch geltend machen, und auf der anderen Seite haben w…

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  • Zusatzrenten, Heizölscheck, Winterreifen… Was sich ab dem 1. November in Frankreich ändert

    Zusatzrenten, Heizölscheck, Winterreifen… Was sich ab dem 1. November in Frankreich ändert

    Mehrere Bestimmungen treten ab heute in Kraft. So beginnt zum Beispiel die Winterschonfrist für säumige Mieter. Ein „Heizölscheck“ in Höhe von 100 bis 200 Euro wird im November an die einkommensschwächsten Haushalte, die mit Heizöl heizen, ausgezahlt. Und der Rabatt von 30 Cent an der Zapfsäule wird bis zum 15. November verlängert. Einige Rentner werden eine Erhöhung ihrer Rente erhalten. Hier die wichtigsten Änderungen, die ab dem 1. November gelten. Zusatzrenten werden angehoben Die Zusatzrenten, die von Agirc-Arrco ausgezahlt werden, steigen ab dem 1. November um 5,12 %. Der jährliche Betrag der Zusatzrente wird berechnet, indem die Anzahl der im Laufe seines Berufslebens erworbenen Punkte mit dem aktuellen Wert des Punktes multipliziert wird. Der Berechnungswert eines Rentenpunktes steigt von 1,2841 Euro auf 1,3498. Insgesamt werden 13 Millionen Rentner von dieser Aufwertung profitieren. Die an Alleinerziehende gezahlte Beihilfe steigt Es handelt sich um eine Beihilfe, die an Allei…

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  • Der Rechnungshof weist auf Fehler bei der Berechnung künftiger Renten hin

    Der Rechnungshof weist auf Fehler bei der Berechnung künftiger Renten hin

    Wer in Frankreich bald in Rente gehen will, sollte seine Daten im Detail überprüfen, um Fehler bei der Berechnung der Rente zu vermeiden. Dem Rechnungshof zufolge enthielt 2021 jede siebte Rentenakte Fehler.

    Glücklicherweise ist Pascal Belnoue ein vorausschauender Mensch. Als sich der leitende Angestellte mit der Höhe seiner zukünftigen Rente beschäftigte, war das eine kalte Dusche. „Mir wurde klar, dass ein Arbeitsverhältnis fehlte. Drei Jahre Gehalt, drei Jahre Quartale, die von der nationalen Rentenversicherung (Caisse nationale d’assurance vieillesse, CNAV) nicht berücksichtigt wurden“, erklärt er auf dem Sender France 3. Ein Versäumnis, das ihn 250 Euro pro Monat hätte kosten können. Nach einer Beschwerde bekam er nach einem Jahr Streit schlussendlich Recht.

    70 Millionen Euro fehlen den französischen Rentnern
    Der Fall von Pascal Belnoue ist bei weitem kein Einzelfall, wie der Rechnungshof in einem neuen Bericht aufzeigt. Ihm zufolge gibt es bei einer von sieben Rentenberechnung Fehler. In drei Vierteln der Fälle gehen diese Fehler zu Lasten der Rentner, so dass den französischen Rentnern insgesamt 70 Millionen Euro verloren gehen. In Frankreich hat man nach seiner Pensionierung nur zwei Monate Zeit, um eine Beschwerde einzureichen…

  • In Frankreich gehen Senioren für eine Rentenerhöhung auf die Straße

    In Frankreich gehen Senioren für eine Rentenerhöhung auf die Straße

    Tausende Rentner gingen am Donnerstag in rund 20 französischen Großstädten auf die Straße, um angesichts der explodierenden Inflation eine Erhöhung ihrer Renten zu fordern.

    „Am Donnerstag, dem 24. März, demonstrierten mehrere Tausend Rentner in rund 20 Großstädten für eine Erhöhung ihrer Renten, zwei Wochen vor den Präsidentschaftswahlen.

    „Macron, gib das Geld zurück!“ : Im Pariser Demonstrationszug war die Botschaft klar, ebenso wie ihr Adressat. Nach Angaben der Organisatoren marschierten am frühen Nachmittag 3.000 Personen durch die Hauptstadt, um einen „13. Monat für Rentner“ zu fordern.

    Die Kaufkraft stand im Mittelpunkt der Forderungen der „Gruppe der neun“ Gewerkschaften und Verbände, die zu diesem Mobilisierungstag, dem zwölften seit Beginn der fünfjährigen Amtszeit von Emmanuel Macron, aufgerufen hatten.

    Zweieinhalb Wochen vor der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen und inmitten eines Anstiegs der Inflation forderten sie eine Anpassung ihrer Renten, die bereits in den letzten Jahren nicht mit den Preissteigerungen Schritt gehalten haben.

    Die Forderungen erstrecken sich auch auf die Präsenz öffentlicher Dienstleistungen in ländlichen Gebieten, die Kosten für Zusatzkrankenversicherungen oder die Übernahme der Pflegebedürftigkeit durch die Sozialversicherung.

  • Präsidentschaftswahlen: Emmanuel Macron will das Renteneintrittsalter auf 65 Jahre erhöhen

    Präsidentschaftswahlen: Emmanuel Macron will das Renteneintrittsalter auf 65 Jahre erhöhen

    Die Heraufsetzung des Renteneintrittsalters, das derzeit bei 62 Jahren liegt, soll tatsächlich ein Wahlkampfversprechen des scheidenden Präsidenten sein. Als Gast in der Morgensendung von RTL bestätigte Regierungssprecher Gabriel Attal, dass eine schrittweise Verlängerung des Renteneintrittsalters auf 65 Jahre in das Programm des Kandidaten Emmanuel Macron aufgenommen wird. Die Information war am Mittwoch von der Zeitung Les Echos gemeldet worden. Mit einer Mindestrente von 1.100 Euro und der Abschaffung von Sonderregelungen, „zum Beispiel bei der RATP oder der EDF“, werde diese Reform eine „Reform der Gerechtigkeit“ sein, meinte Gabriel Attal. Eine ehemalige Ministerin unterstützt Emmanuel Macron. Die Sozialistin Juliette Méadel, ehemalige Staatssekretärin für Opferhilfe, wird wie schon in 2017 für Emmanuel Macron stimmen. „Fünf Jahre später stelle ich traurig fest, dass die Linke es weder geschafft hat, sich zu sammeln, noch sich wieder aufzubauen, noch ein Gesellschaftsprojekt vorzu…

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