Schlagwort: Pestizide

  • Kontroverse um die Wiederzulassung von Neonikotinoiden in Frankreich

    Kontroverse um die Wiederzulassung von Neonikotinoiden in Frankreich

    Der französische Senat berät derzeit über ein Gesetzespaket, das die Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft neu definieren soll. Eine der kontroversesten Maßnahmen ist die mögliche Wiederzulassung von Neonikotinoiden, einer Gruppe von Pestiziden, die aufgrund ihrer schädlichen Auswirkungen auf Bestäuberinsekten wie Bienen in Frankreich seit 2018 verboten sind. Während landwirtschaftliche Interessenverbände auf eine Lockerung der Vorschriften drängen, kritisieren Umweltschützer und Imker diese Pläne scharf und sprechen von einer „Katastrophe“ für die Biodiversität.

    Neonikotinoide: Umstrittene „Bienenkiller“ Neonikotinoide sind synthetische Insektizide, die häufig in der Landwirtschaft eingesetzt wurden, um Schädlinge wie Blattläuse und Käfer zu bekämpfen. Doch ihre Anwendung hat schwerwiegende Nebenwirkungen. Wie Henri Clément, ein erfahrener Imker aus Lozère, berichtet, desorientieren diese Stoffe Bienen, sodass sie nicht mehr in ihre Bienenstöcke zurückfinden. „Es ist eine Katastro…

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  • Pestizide, Hochgeschwindigkeitsbahn in der Gironde und das soziale Leasing von Elektroautos: Aktuelle Themen in Frankreich

    Pestizide, Hochgeschwindigkeitsbahn in der Gironde und das soziale Leasing von Elektroautos: Aktuelle Themen in Frankreich

    An diesem Wochenende stehe drei Themen im Fokus der politischen Diskussionen in Frankreich: der besorgniserregende Einsatz von Pestiziden und ihre möglichen Folgen, die umstrittene Hochgeschwindigkeitsbahn in der Gironde sowie das soziale Leasing von Elektroautos.

    Pestizide in der Region La Rochelle: Eine Gefahr für Kinder?

    In der Region um La Rochelle, insbesondere in der Plaine d’Aunis, einer großen landwirtschaftlich genutzten Fläche, gibt es alarmierende Nachrichten. Bei 70 Kindern wurden Rückstände von Pestiziden, teilweise sogar von verbotenen Stoffen, in Haaren und Urin nachgewiesen. Besonders beunruhigend: Die Region verzeichnet eine Häufung von pädiatrischen Krebserkrankungen. Obwohl der kausale Zusammenhang zwischen den gefundenen Pestiziden und den Krebsfällen nicht offiziell bestätigt wurde, richtet sich der Verdacht klar gegen die landwirtschaftlichen Praktiken vor Ort.

    Die Frage, ob Europa zu lange weggeschaut hat, steht im Raum. Immer wieder werden in verschiedenen EU-Ländern Fälle bekannt, in denen gefährliche Chemikalien eingesetzt werden – oft noch lange nach deren Verbot. In Frankreich zeigt dieser Fall einmal mehr, wie schwer es ist, einen klaren Zusammenhang zwischen Pestiziden und gesundheitlichen Folgen zu belegen. Doch wie lange kann man sich noch auf wissenschaftliche Unsicherheiten berufen, wenn das Wohl von Kindern auf dem Spiel steht?

    Proteste gegen Hochgeschwindigkeitsstrecken in der Gironde

    In der Gironde brodelt der Konflikt um zwei geplante Hochgeschwindigkeitsstrecken (LGV), die Bordeaux mit Dax und Toulouse verbinden sollen. Die Gegner kritisieren, dass das Milliardenprojekt überdimensioniert und unnötig sei, während die Befürworter argumentieren, dass es langfristig den Straßen- und Luftverkehr reduzieren werde. Doch warum sorgt ein Zugprojekt für derart viel Aufruhr?

    Für viele Gegner, insbesondere die Anwohner der geplanten Strecken, bedeuten die Hochgeschwindigkeitsstrecken einen massiven Eingriff in die Umwelt. Es geht aber nicht nur um den Lärm oder die Landschaftsveränderung, sondern um den Sinn des Projekts an sich. Einige argumentieren, dass der Bahnverkehr in Frankreich bereits gut ausgebaut sei und dass Investitionen in die Modernisierung bestehender Linien sinnvoller wären.

    Interessant ist, dass das Thema in anderen europäischen Ländern weniger kontrovers diskutiert wird. In Spanien und Italien etwa hat der Hochgeschwindigkeitsverkehr einen hohen Stellenwert, und in Deutschland wird seit Jahrzehnten auf den Ausbau des ICE-Netzes gesetzt. Warum also so viel Widerstand in Frankreich? Möglicherweise liegt es an der Wahrnehmung, dass solche Großprojekte oft mehr politischen als praktischen Nutzen haben.

    Soziales Leasing für Elektroautos: Erfolgreich, aber teuer?

    Ein weiterer heißer Punkt in der Diskussion ist das leasing social für Elektroautos, das 2025 trotz des notwendigen Sparhaushalts verlängert wird. Dieses Programm, das Haushalten mit niedrigem Einkommen den Zugang zu Elektroautos für nur etwa 100 Euro Leasing im Monat ermöglicht, war zu Beginn des Jahres 2024 ein großer Erfolg. Mehr als 50.000 Familien profitierten von dieser Maßnahme – es war so erfolgreich, dass das Programm vorübergehend ausgesetzt werden musste.

    Das soziale Leasing hat das Potenzial, die Elektromobilität auch für weniger wohlhabende Bürger zugänglich zu machen und damit die grüne Wende zu beschleunigen. Doch es gibt auch Kritiker: In Zeiten eines strikten Haushalts ist die Frage, ob solche Subventionen auf Dauer tragbar sind. Viele argumentieren, dass es zwar sinnvoll sei, den Übergang zu sauberer Energie zu unterstützen, aber dass der Staat die langfristige Finanzierung zunächst sicherstellen müsse, ohne dabei andere wichtige Sozialleistungen zu vernachlässigen.

    Obwohl das Leasing erneut gestartet wird, bleibt offen, wie lange das Modell für die neue Regierung finanziell durchzuhalten ist. Trotzdem – das Interesse der Bevölkerung ist ungebrochen. Ein weiterer Beweis dafür, dass die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen stark steigt und der Zugang zu erschwinglichen Modellen für viele Bürger sehr wichtig ist.

    Der Prix Bayeux und die Herausforderungen des Kriegsjournalismus

    Inmitten all dieser innenpolitischen Themen bleibt der internationale Journalismus nicht unberührt. Der diesjährige Prix Bayeux der Kriegsberichterstatter, der an herausragende Journalisten in Krisengebieten verliehen wird, rückte erneut die immense Schwierigkeit in den Vordergrund, Kriege wie in der Ukraine oder im Nahen Osten angemessen zu berichten. Dabei stellt sich auch die Frage: Verdrängt der Konflikt im Nahen Osten die Berichterstattung über die russische Aggression in der Ukraine?

    Während die Welt gebannt auf die Ereignisse in Israel und Gaza blickt, bleibt die Berichterstattung über die Ukraine weiterhin von zentraler Bedeutung. Der Prix Bayeux erinnerte eindrücklich daran, dass Krieg nicht nur eine geopolitische Angelegenheit ist, sondern vor allem menschliches Leid verursacht, das dokumentiert und verstanden werden muss.

    Zudem wurde betont, wie sehr sich die Berichterstattung in Kriegsgebieten durch die Präsenz von sozialen Medien verändert hat. Informationen verbreiten sich blitzschnell, und Journalisten müssen sorgfältiger als je zuvor prüfen, was sie berichten – denn die Grenze zwischen Wahrheit und Propaganda verschwimmt leicht in der Hitze des Gefechts.

    Fazit: Komplexe Fragen in einer sich wandelnden Welt

    Ob es um die Gesundheit unserer Kinder, den Ausbau von Verkehrsinfrastrukturen oder den Zugang zu nachhaltiger Mobilität geht – all diese Themen zeigen, wie komplex die Herausforderungen unserer Zeit sind. Entscheidungen müssen getroffen werden, die oft kontrovers sind und viele unterschiedliche Interessen berühren. Doch eines ist sicher: Die Debatten sind noch lange nicht zu Ende.

  • Vorsicht beim Reiskauf: Pflanzenschutzmittel in vielen Sorten nachgewiesen

    Vorsicht beim Reiskauf: Pflanzenschutzmittel in vielen Sorten nachgewiesen

    Reis ist ein wesentlicher Bestandteil der französischen Küche, ähnlich beliebt wie Pasta und bekannt für seine Vielseitigkeit sowie seinen Reichtum an Kohlenhydraten, Vitaminen und Mineralstoffen wie Kalium, Magnesium und Phosphor. Was als gesunde Beilage gilt, könnte jedoch mehr beinhalten, als dem Auge sichtbar ist.

    Eine von der Verbraucherorganisation „60 Millionen Verbraucher“ durchgeführte Untersuchung hat in einer Stichprobe von 40 verschiedenen Reissorten – darunter Basmati, Thai, Langkorn und Camargue-Reis, die zu den vier meistkonsumierten in Frankreich zählen – Pflanzenschutzmittel nachgewiesen. Die Studie umfasste Produkte von nationalen Marken wie Alter Eco, Ben’s, Lustucru, Priméal, Taureau ailé sowie Eigenmarken großer Einzelhändler wie Auchan, Carrefour, E. Leclerc, Lidl und U. Bei mehr als einem Drittel der getesteten Produkte wurden Pflanzenschutzmittel gefunden.

    Gesundheitsrisiken durch Pestizide

    Die festgestellten Substanzen sind potenziell krebserregend sowie mutagen und können die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen. Besonders betroffen ist Basmati-Reis, der in Frankreich sehr beliebt ist. Insgesamt wurden neun verschiedene chemische Substanzen identifiziert. Bisher gibt es jedoch keine Studien, die ein direktes Risiko für Verbraucher belegen.

    Empfehlungen für Verbraucher

    Ein weiteres Problem stellt das Vorkommen von anorganischem Arsen dar, das natürlich in Böden vorkommt und in Reisprodukten aus der Camargue und nicht-biologischem Langkornreis gefunden wurde. Für verarbeiteten weißen Reis und nicht parboiled Reis sollte der Arsengehalt 0,15 mg/kg nicht überschreiten, während für parboiled und geschälten Reis wie dem Halb-Vollkornreis ein Höchstwert von 0,25 mg/kg gilt.

    „60 Millionen Verbraucher“ rät von bestimmten Marken ab, darunter Saint Eloi, Ben’s, Vivien Paille und U, und empfiehlt stattdessen den Griff zu Bio-Produkten, um die Aufnahme von Pflanzenschutzmitteln und Schadstoffen zu minimieren.

    Diese Erkenntnisse sind alarmierend, vor allem für ein Grundnahrungsmittel, das in vielen Haushalten täglich auf dem Tisch steht. Verbraucher sollten überlegen, beim Reiskauf auf Bio-Qualität zu achten und sich durch die Wahl sicherer Produkte zu schützen. Es bleibt zu hoffen, dass solche Untersuchungen zu strengeren Kontrollen und letztendlich zu einer Verringerung der Pflanzenschutzmittelverwendung in der Landwirtschaft führen werden.

  • Frankreich: Alarmierende Befunde bei abgepackten Salaten

    Frankreich: Alarmierende Befunde bei abgepackten Salaten

    In seiner April-Ausgabe enthüllt das Magazin „60 Millionen Verbraucher“ besorgniserregende Ergebnisse über die Belastung von abgepackten Salaten mit Pestizidrückständen. Was bedeutet das für den Verbraucher und wie sollten wir darauf reagieren?

    Die verborgenen Gefahren in unserem Salat

    Patricia Chairopoulous, Chefredakteurin von „60 Millionen Verbraucher“, erklärt, dass bei den untersuchten 26 Salatproben in Laboranalysen nach Pestizidrückständen gesucht und diese quantifiziert wurden. Die empfindlichen Produkte sind anfällig für schwer zu behandelnde Krankheiten, was ihren erfolgreichen Anbau häufig von Fungiziden und Insektiziden abhängig macht. Zusätzlich wurden die Rückstände der in Fabriken verwendeten Chlorlösungen gemessen, mit denen die Salate vor dem Verpacken gewaschen werden.

    Insgesamt wurden 28 verschiedene Rückstände identifiziert. Die Mehrheit der untersuchten Salate ist signifikant kontaminiert: Im Durchschnitt wurden vier Pestizidrückstände pro Salat gefunden. Lediglich zwei Kopfsalate und drei Feldsalate waren frei von Kontaminationen.

    Gesundheitsrisiken durch Pestizide?

    Besonders besorgniserregend ist der Fund von acht chemischen Molekülen, die mindestens als „krebserregend, erbgutschädigend oder reproduktionstoxisch“ (CMR) eingestuft werden. Elf Kopfsalate und vier Feldsalate enthielten einen oder mehrere Pestizidrückstände, die potenziell CMR sind.

    Obwohl die gefundenen Mengen alle innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte liegen, sogar die höchste im Test gefundene Menge (0,18mg/kg Metaflumizone in einem Kopfsalat von Carrefour Market), bedeutet dies theoretisch ein Gesundheitsrisiko.

    Die Gefahr des „Cocktail-Effekts“

    Die Möglichkeit eines „Cocktail-Effekts“, also eines durch die Kombination verschiedener Rückstände verstärkten schädlichen Effekts, kann nicht ausgeschlossen werden, insbesondere bei CMR-Substanzen.

    Kann Waschen die Pestizide entfernen?

    Ein erneutes Waschen des Salats, auch wenn er als verzehrfertig gekennzeichnet ist, entfernt leider die Pestizide auch nicht vollständig. Das Waschen beseitigt lediglich die in Wasser löslichen Rückstände und jene an der Oberfläche der Blätter. Gegen die in der Pflanzenmatrix eingeschlossenen Pestizide ist es wirkungslos.

    Was das Chlor betrifft, so kann dieses tatsächlich durch Waschen entfernt werden. Die Analysen haben gezeigt, dass Chlorrückstände in sehr geringen Mengen vorliegen oder in Bio-Produkten sogar ganz fehlen.

    Vorsicht bei Salaten mit langer Haltbarkeit

    Die Haltbarkeitsdaten auf den Verpackungen sind normalerweise nicht sehr lang. Viele Salate werden „unter Schutzatmosphäre“ verpackt, um sie etwa eine Woche haltbar zu machen. Jedoch erfordert diese Schutzatmosphäre eine durchgängige Lagerung bei 4°C; daher müssen abgepackte Salate im Laden unbedingt in Kühlregalen aufbewahrt werden.

    Woher kommen all diese Salate?

    Von November bis April beziehen die Hersteller die meisten Salate, wie Kopfsalate, hauptsächlich aus Südeuropa, insbesondere aus Italien und Spanien. Im Sommer stammen die Kulturen aus Frankreich. Lediglich Feldsalat, eine Wintersalatart, kann das ganze Jahr über in Frankreich angebaut werden. Einige Verpackungen weisen die Herkunft der Salate aus, aber diese Angabe ist bei verarbeiteten Produkten nicht obligatorisch.

    Sind Bio-Salate die Lösung?

    Generell ja, aber in der Studie enthielt ein Bio-Feldsalat einen Rückstand eines seit 2010 verbotenen Herbizids. Es ist unklar, ob es sich um einen Fehler, eine unbeabsichtigte Kontamination oder eine absichtliche Zugabe handelt. Da diese Moleküle im Boden beständig sind, könnte es sich um eine zufällige Umweltkontamination handeln.

    Tipps für den Einkauf

    Feldsalate sind generell weniger kontaminiert als andere Salate. Aus Umweltgründen sollte man allerdings immer versuchen, auf in Plastiktüten verpackte Salate zu verzichten und stattdessen lose Salate zu bevorzugen.

  • Chlordecon-Skandal: Verantwortung des französischen Staates von der Nationalversammlung anerkannt

    Chlordecon-Skandal: Verantwortung des französischen Staates von der Nationalversammlung anerkannt

    Die Nationalversammlung stimmte bereits am Donnerstag, dem 29. Februar, für einen Text, in dem die Verantwortung des französischen Staates für den Chlordecon-Skandal auf den Antillen anerkannt wird. Das Pestizid war bis 1993 auf den Bananen-Plantagen der französischen Antillen zugelassen.

    Auf den französischen Antillen hat der Gesundheitsskandal um Chlordecon jetzt einen Schuldigen. Die Nationalversammlung stimmte am Donnerstagabend, dem 29. Februar, in erster Lesung für einen Text, der die Verantwortung des französischen Staates für den Einsatz dieses Pestizids anerkennt. Die karibischen Abgeordneten, die das Gesetz eingebracht hatten, bezeichneten die Abstimmung als historisch. „Diese Anerkennung der Verantwortung öffnet die Tür für Reparationen, aber auch die Tür für eine juristische Aufarbeitung“, sagt Johnny Hajjar, Abgeordneter der Progressiven Partei von Martinique.

    Die Französischen Antillen bestehen aus den Französischen Überseegebieten Guadeloupe, Martinique, Saint-Barthélemy und Saint-Martin. Sie sind ein Teil der sogenannten Kleinen Antillen.

    In den USA seit 1975 verboten.
    Dem von den Abgeordneten angenommen Text zufolge muss Frankreich nun alle notwendigen Maßnahmen unternehmen, das verseuchte Land zu säubern und die Opfer zu entschädigen. Für Umweltverbände geht der Text allerdings nicht weit genug. Das in den USA bereits 1975 verbotene Pestizid Chlordecon, das auf Bananenplantagen eingesetzt wurde, war auf den Antillen vom französischen Staat bis 1993 zugelassen.

    Um in Kraft treten zu können, muss der Gesetzentwurf jetzt noch vom Senat verabschiedet werden.

  • Pestizid-Verbote: Umweltverbände und Grüne kritisieren Aussetzung der Regelungen in der Landwirtschaft

    Pestizid-Verbote: Umweltverbände und Grüne kritisieren Aussetzung der Regelungen in der Landwirtschaft

    Die französische Regierung hat während der Bauernproteste angekündigt, dass der Plan „Ecophyto“, mit dem der Einsatz von Pestiziden um 50% reduziert werden soll, „pausiert“ werde, um ihn zu überarbeiten. Diese Maßnahme wird von Umweltverbänden und der Partei Europe Écologie – Les Verts (EELV) scharf kritisiert. Die Regierung hat sich zwischen Produktion und Ökologie entschieden. Der Ecophyto-Plan, der den Einsatz von Pestiziden um 50% reduzieren soll, wird „pausiert“, um einige Aspekte zu überarbeiten und die Anwendung für die französischen Landwirte zu vereinfachen. Der von der Regierung formulierte Weg soll darin bestehen, von einer „strafenden und einschränkenden Ökologie“ wegzukommen. Ein Vorhaben, das den Umweltverbänden alles andere als gefällt. 250 Millionen für die Suche nach AlternativenAuf Seiten von Europe Écologie – Les Verts (EELV) herrscht Unverständnis. „Was sagt man den Landwirten, die von Pestiziden krank werden und die sogar ihre Prozesse gegen die Pestizidhersteller …

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  • Pestizide in Gemüse: Frankreich schneidet besser ab als Spanien

    Pestizide in Gemüse: Frankreich schneidet besser ab als Spanien

    Obst und Gemüse in Frankreich wurden von der Zeitschrift „Que Choisir“ unter die Lupe genommen. Frankreich schneidet gut ab, mit saubereren Produkten, die das Ergebnis verbesserter Anbaumethoden sind. Aber die Preise steigen in die Höhe. Appetitliches Obst und Gemüse, das in Frankreich, aber auch im Ausland, vor allem in Spanien, angebaut wird, wurde untersucht. Einige Verbraucher sind durchaus misstrauisch. Ist französisches Obst und Gemüse wirklich gesünder? Ja, sagt die Verbraucherzeitschrift Que Choisir. In französischem Gemüse finden sich nur halb so viele Pestizidrückstände wie in importiertem Gemüse. Beispielsweise finden sich in 55 % der französischen Paprika Spuren von Pestiziden, während es in Spanien 79 % sind. Versuch einer Erklärung: In der Provinz Almeria im Süden Spaniens befindet sich ein riesiges Mosaik aus Gewächshäusern. Mehr als 30.000 Hektar Land sind dem Anbau von Gemüses gewidmet. Die Spezialität des Gemüsebauern Antonio Zamoras etwa ist Paprika. Auf drei Hektar…

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  • Umweltverschmutzung in Frankreich: Ist Leitungswasser wirklich noch gut für die Gesundheit?

    Umweltverschmutzung in Frankreich: Ist Leitungswasser wirklich noch gut für die Gesundheit?

    Manche Brunnen in Frankreich mussten aufgrund von Pestizidrückständen, insbesondere von Fungiziden, bereits geschlossen werden. Ist das Wasser aus dem Wasserhahn also wirklich gut für die Gesundheit? Ist das Wasser aus dem Wasserhahn wirklich gut für die Gesundheit? Seit mehreren Monaten werden in verschiedenen Regionen Frankreichs Pestizide in den Wasserreservoirs gefunden. Diese Situation beunruhigt die Gesundheitsbehörden, die sich gezwungen sehen, Wasserentnahmestellen zu schließen. Dies ist auch in Missillac (Loire-Atlantique) der Fall. Mitarbeiter des Wasserverbands schlossen die Wasserentnahmestelle, nachdem Anfang Juni eine zu hohe Pestizidbelastung entdeckt worden war. Ein Fungizid wurde in Konzentrationen gefunden, die 2,6-mal höher waren als die Gesundheitsnorm. Gefährliche Stoffe unter strenger Beobachtung. Sie können gesundheitliche Probleme, insbesondere Krebs, auslösen. Ab 0,1 Mikrogramm Pestizide pro Liter Wasser wird die Qualität des Wassers von den Gesundheitsbehörden…

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  • Schadstoffe im Trinkwasser: Unkrautvernichtungsmittel S-Metolachlor in Frankreich jetzt weitgehend verboten

    Schadstoffe im Trinkwasser: Unkrautvernichtungsmittel S-Metolachlor in Frankreich jetzt weitgehend verboten

    Anses (Behörde für Lebensmittelsicherheit, Umweltschutz und Arbeitsschutz) hatte bereits am 15. Februar angekündigt, die wichtigsten Verwendungszwecke von S-Metolachlor, „einem der in Frankreich am häufigsten verwendeten Herbizidwirkstoffe“, verbieten zu wollen. Wenige Tage nachdem jetzt besorgniserregende Ergebnisse zur Wasserqualität in Frankreich veröffentlicht wurden, machte die Behörde ihre Drohung war. Die wichtigsten Verwendungszwecke von S-Metolachlor, einem starken landwirtschaftlichen Herbizid, dessen chemische Derivate jetzt im Grundwasser über den zulässigen Grenzwerten nachgewiesen wurden, ist nun in Frankreich verboten. Dies geht aus Mitteilungen hervor, die am Donnerstag, dem 20. April, von der französischen Agentur für Gesundheitssicherheit (Anses) veröffentlicht wurden. Nach dem Widerruf von etwa zehn Zulassungen bleibt der Verkauf und Vertrieb von Pflanzenschutzmitteln auf S-Metolachlor-Basis noch bis zum 20. Oktober 2023 erlaubt und Bestände dieser Produkte, die häuf…

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  • Umwelt: Landwirte demonstrieren in Paris gegen Einschränkungen bei Pestiziden

    Umwelt: Landwirte demonstrieren in Paris gegen Einschränkungen bei Pestiziden

    Französische Landwirte demonstrierten am Mittwoch, 8. Februar, in Paris mit ihren Traktoren gegen zu restriktive Auflagen bei Pestiziden.

    Zu restriktive Auflagen. Das ist der Grund, warum am Mittwoch, dem 8. Februar, jetzt die Landwirte in den Straßen von Paris demonstrieren. Vor Ort berichtet der Journalist Arnaud de la Taille für den Sender France 2 über die Situation. Die Zahl der erlaubten Pestizide im Anbau wird immer weniger, und das gefährdet nach Ansicht der Landwirte die französische Agrarproduktion. Deshalb rufen die Gewerkschaft FNSEA und verschiedene Bauernverbände zu einer Demonstration am Mittwoch, dem 8. Februar, in Paris auf.

    2.000 Landwirte werden erwartet
    Ein Aufruf, der von vielen Bauern und Landwirten befolgt wurde, sie sind in großer Zahl in die Hauptstadt gekommen. „Fast 500 Traktoren werden in der Hauptstadt erwartet, 2.000 Landwirte und mehrere Demonstrationszüge haben sich auf den Weg gemacht und dürften gegen 8.30 Uhr an der Porte de Versailles ankommen, um dann durch die Hauptstadt zu ziehen und um die Mittagszeit am Invalidendom neben dem Landwirtschaftsministerium anzukommen, um ihrer Stimme Gehör zu verschaffen“, berichtet der Journalist Arnaud de la Taille auf dem Sender France 2.