Schlagwort: Migration

  • 3 Migranten sterben bei Bootsunglück im Ärmelkanal – 43 können gerettet werden

    3 Migranten sterben bei Bootsunglück im Ärmelkanal – 43 können gerettet werden

    Ein Boot mit Migranten kenterte am Mittwoch, dem 14. Dezember, im Ärmelkanal. 43 Menschen konnten gerettet werden, aber drei starben trotz des Eingreifens französischer und englischer Retter.

    Mehrere Dutzend Menschen klettern nach einer wahren Horrornacht entkräftet auf das Schiff der englischen Rettungskräfte. Das behelfsmäßige Boot der Migranten soll am Mittwoch, dem 14. Dezember, mitten in der Nacht mit etwa 50 Menschen an Bord gekentert sein. Die vorläufige Bilanz lautet drei Tote und 43 gerettete Personen, von denen einige aus dem Wasser gerettet werden mussten.

    Die Zahl der Todesopfer könnte noch steigen.

    Das Unglück wurde kurz vor 4 Uhr morgens von der englischen Küstenwache auf halbem Weg zwischen der französischen und der britischen Küste entdeckt. Die Temperaturen waren eisig, aber das Meer war ruhig, was möglicherweise für die Entscheidung der Schlepper der Migranten ausschlaggebend war, die Überfahrt zu wagen. Den ganzen Mittwoch über suchten Hubschrauber und Suchschiffe aus England und Frankreich das Gebiet ab. Die Zahl von drei Toten könnte sich in den nächsten Stunden noch erhöhen. Der Schiffbruch ereignete sich, nachdem der britische Premierminister am Dienstag einen umfassenden Plan zur stärkeren Bekämpfung der illegalen Einwanderung ankündigte.

  • Perpignan: Asylantrag eines iranischen Ehepaars zum dritten Mal abgelehnt – obwohl ihnen die Todesstrafe droht

    Perpignan: Asylantrag eines iranischen Ehepaars zum dritten Mal abgelehnt – obwohl ihnen die Todesstrafe droht

    Sie waren 2018 mit ihren beiden Kindern aus dem Iran geflohen, um der Todesstrafe zu entgehen, die nach dem Übertritt des Vaters zum Christentum verhängt worden war. Die Ablehnung ihres Asylantrags sei „überraschend“ und „empörend“, kritisiert ihr Anwalt. Ein iranisches Ehepaar und seine beiden Kinder, die seit vier Jahren in Perpignan Zuflucht gefunden haben, erlebte erneut eine Ablehnung ihres Asylantrags. Beide Elternteile wurden im Iran zum Tode verurteilt, berichtet France Bleu Roussillon am Sonntag, dem 28. November. Ein allerletzter Antrag ist möglich Das Paar floh 2018 aus seinem Land, um der Strafverfolgung zu entgehen. Dem Vater, der von Geburt Muslim war, droht die Todesstrafe, weil er sich zum Christentum bekehrt hat. Auch seine Frau ist von der Todesstrafe bedroht, da sie wegen Ehebruchs verfolgt wird. Da ihr Mann kein Muslim mehr ist, gilt ihre Ehe im Iran als de facto annulliert. Nach einer langen Reise kam das Paar mit seinem ersten Kind in Perpignan an. Daraufhin wird …

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  • SOS Méditerranée: „Wir können diese Menschen nicht vor den Toren Europas sterben lassen“

    SOS Méditerranée: „Wir können diese Menschen nicht vor den Toren Europas sterben lassen“

    Sophie Beau, Generaldirektorin der NGO SOS Méditerranée, war zu Gast bei France 24.

    Sie sprach über das Schicksal der Migranten, die das Mittelmeer überqueren, und insbesondere über die Ocean Viking, ein Schiff der Organisation, das nach mehreren Wochen des Wartens endlich in Toulon aufgenommen wurde.

    Sophie Beau, Generaldirektorin der Organisation SAS Méditerranée, die beschuldigt wurde, „den Schleppern in die Hände zu spielen“, erinnerte auf France 24 daran, dass die Rettung von Menschen in Not „eine Pflicht“ ist, und hält es für „unwürdig, diese Frage für politische Zwecke zu instrumentalisieren“.

  • Wird es bald 90 Millionen Klimaflüchtlinge auf der Welt geben?

    Wird es bald 90 Millionen Klimaflüchtlinge auf der Welt geben?

    Laut dem Abgeordneten von La France Insoumise, Alexis Corbière, wird es in naher Zukunft mindestens 86 Millionen Klimaflüchtlinge geben. Als Gast des Senders Franceinfo sagte der Abgeordnete von La France Insoumise Alexis Corbière, dass laut einem Bericht der Weltbank, einer Finanzinstitution, die Entwicklungsländern helfen soll, aus der Armut herauszukommen, „es wahrscheinlich 86 Millionen Menschen auf dem ganzen Planeten geben wird, die ihr Land verlassen müssen, nicht aus Freude, um Tourismus zu machen, sondern weil zweifellos der Klimawandel sie dazu zwingen wird.“ Franceinfo meldet dazu nach einem Faktencheck: Tatsächlich unterläuft Alexis Corbière bei seinem Zitat eine Verwechslung. Dieses von der Weltbank erstellte Dokument spricht tatsächlich von einer entsprechenden klimabedingten Migration bis zum Jahr 2050. Nur bezieht es sich nicht auf die „externe“ Migration, wenn eine Person ihr Herkunftsland verlässt, um sich in einem anderen Land niederzulassen, sondern auf die „interne…

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  • Regierung plant Abschiebung von mindestens 44 der Migranten der Ocean Viking

    Regierung plant Abschiebung von mindestens 44 der Migranten der Ocean Viking

    Mindestens 44 der 234 Migranten des in Frankreich angelandeten Hilfsschiffs Ocean Viking werden nach der Ablehnung ihres Asylantrags in ihr Herkunftsland abgeschoben, „sobald ihr Gesundheitszustand (…) es erlaubt“, wie Innenminister Gérald Darmanin am Dienstag ankündigte. Darmanin machte keine Angaben zu den Nationalitäten der betroffenen Personen. Mindestens 44 der 234 aus Seenot geretteten Migranten des humanitären Hilfsschiffes Ocean Viking, die letzte Woche in Toulon an Land gegangen waren, werden in ihre Herkunftsländer abgeschoben. Das gab Innenminister Gérald Darmanin am Dienstag, dem 14. November, bekannt. Von 44 dieser Migranten, die nach ihrer Rettung aus dem Mittelmeer Gegenstand eines diplomatischen Tauziehens zwischen Paris und Rom geworden waren, wurde der Asylantrag abgelehnt und sie würden „zurückgeschickt, sobald ihr Gesundheitszustand es zulässt“, erklärte der Minister in einer Fragestunde im Parlament und erklärte, dass die Prüfung der Akten noch nicht abgeschlosse…

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  • Migration: Zahlen seit letztem Jahr steigend

    Migration: Zahlen seit letztem Jahr steigend

    Laut einem Bericht der EU-Grenzagentur Frontex ist die illegale Einreise in die Europäische Union auf den beiden Hauptrouten, die über den Balkan und das zentrale Mittelmeer führen, um 168% bzw. 59% gestiegen. Eine Reise, die seit Beginn des Jahres 2021 schon 5.684 Menschen das Leben gekostet hat.

    Frontex, die europäische Grenzschutzagentur, hat gerade einen Bericht veröffentlicht, in dem zu lesen ist, dass seit Januar 2022 etwa 275.500 illegale Einreisen an den Grenzen Europas registriert wurden. Es gibt zwei Routen, die hauptsächlich genutzt werden, um in die Europäische Union zu gelangen. Die erste, die am meisten genutzte, ist die sogenannte ‚Balkanroute‘. Die Migranten kommen in einem der Balkanländer an, meist in Serbien, Albanien oder auch Mazedonien. Dort versuchen sie, die Grenze zu einem der Länder der Europäischen Union wie Griechenland zu überqueren. Auf dieser Route wurden zwischen Januar und Oktober 2022 mehr als 128.000 irreguläre Einreisen registriert, was einem Anstieg von 168% im Vergleich zum Jahr 2021 entspricht. Die zweithäufigst genutzte Route, ist die zentrale Mittelmeerroute. Auf dieser Route starten die Migranten von Nordafrika aus, um hauptsächlich nach Italien oder auch nach Malta zu gelangen. Hier wurden zwischen Januar und Oktober 2022 mehr als 85.000 irreguläre Einreisen registriert, was einen Anstieg um 59% im Vergleich zum Jahr 2021 bedeutet. Die Länder, die am meisten mit den Migrationsströmen zu kämpfen haben, sind die südeuropäischen Länder, also Griechenland, Italien, Malta oder auch Spanien.

    5.684 Tote seit Anfang 2021
    Im Falle der Balkanroute stammen die Migranten hauptsächlich aus Burundi, Afghanistan oder auch dem Irak. Die Mittelmeerroute wird meist von Migranten aus Nordafrika, etwa Tunesien, Marokko, Ägypten, aber auch dem Senegal oder der Elfenbeinküste, genutzt. Die Versuche, illegal in die Europäische Union zu gelangen, finden oft unter Lebensgefahr statt. Seit Beginn des Jahres 2021 sind mindestens 5.684 Migranten bei dem Versuch, in die Europäische Union zu gelangen, ums Leben gekommen. Experten sprechen von einer hohen Dunkelziffer.

  • Giorgia Meloni: Die Reaktion Frankreichs „aggressiv, ungerechtfertigt und unverständlich“

    Giorgia Meloni: Die Reaktion Frankreichs „aggressiv, ungerechtfertigt und unverständlich“

    Wenige Stunden nach der Ankunft des Schiffes Ocean Viking im Hafen von Toulon mit 230 Migranten an Bord äußert sich die italienische Premierministerin Giorgia Meloni kritisch über die Reaktion Frankreichs gegenüber Italien. Es brennt zwischen Frankreich und Italien. Am Tag nach den Äußerungen von Gérarld Darmanin über die Weigerung Italiens, die Ocean Viking und ihre 230 Migranten aufzunehmen, antwortet die Premierministerin Italiens. „Ich war sehr beeindruckt von der aggressiven Reaktion der französischen Regierung, die unverständlich und ungerechtfertigt ist“, so Giorgia Meloni vor der Presse. Unzufrieden mit der italienischen Entscheidung, die Ocean Viking nicht aufzunehmen, hatte Frankreich bereits gestern eine Vergeltungsmaßnahme angekündigt: 3.500 Migranten, die sich derzeit in Italien aufhalten und die Frankreich demnächst aufnehmen sollte, werden nicht auf französischen Boden kommen dürfen. Innenminister Gérald Darmanin kündigte ausserdem weitere „Konsequenzen“ für die  „bilate…

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  • Mittelmeer: Mehrere hundert Migranten sitzen noch immer auf Rettungsschiffen fest

    Mittelmeer: Mehrere hundert Migranten sitzen noch immer auf Rettungsschiffen fest

    Mehr als 230 Migranten befinden sich allein an Bord des Rettungsschiffs „Ocean Viking“ von SOS Méditerranée. Hunderte von Migranten saßen am Dienstag, dem 8. November, vor der Küste Italiens auf Hilfsschiffen fest, darunter auch das Schiff der NGO SOS Méditerranée, die Ocean Viking, deren Schicksal am Dienstagabend einen diplomatischen Streit zwischen Frankreich und Italien auslöste. Nach Tagen oder sogar Wochen auf See erhielten drei Ambulanzschiffe, die Migranten beim Versuch von der nordafrikanischen Küste nach Europa zu übersetzen, gerettet hatten, die Erlaubnis, in italienischen Häfen anzulegen. Rom erlaubte jedoch nur einem Teil der Geretteten, an Land zu gehen, sehr zum Missfallen der Hilfsorganisationen. 590 Personen konnten an Land gehen. Die Rise Above, ein Schiff der deutschen NGO Lifeline, konnte am Dienstagmorgen in Reggio Calabria, an der Südspitze des italienischen Stiefels, alle 89 Migranten an Bord von Bord gehen lassen. Sechs Migranten waren bereits am Sonntag aus med…

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  • Beschäftigung: Regierung will illegale Arbeitnehmer in bestimmten Branchen regularisieren

    Beschäftigung: Regierung will illegale Arbeitnehmer in bestimmten Branchen regularisieren

    Um den Mangel an Arbeitskräften in bestimmten Wirtschaftssektoren zu beheben, denkt die Regierung darüber nach, Arbeitnehmer ohne Aufenthaltsberechtigung in diesen Berufen zu regularisieren. Eine Maßnahme, die von der Opposition in der Nationalversammlung abgelehnt wird. Allein im Hotel- und Gaststättengewerbe, im Bereich der persönlichen Dienstleistungen, in der Landwirtschaft oder im Baugewerbe sind fast 800.000 offene Stellen zu besetzen. Um den Mangel an Arbeitskräften in diesen sogenannten „angespannten“ Berufen zu beheben, will die Regierung Aufenthaltstitel für bisher illegale Arbeitnehmer schaffen. Auch auf vielen Baustellen in der Île-de-France haben sich die Arbeiten aufgrund des Mangels an Arbeitskräften verzögert. „Auf einer Baustelle wie dieser habe ich nur zwei Leute, obwohl ich sechs haben sollte“, beklagt ein Chef, der derzeit sogar neue Baustellen ablehnen muss. Parallel dazu erhält er Bewerbungen von Ausländern ohne Papiere, die er nicht einstellen kann. Die Oppositio…

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  • Migranten auf der „Ocean Viking“: Tauziehen zwischen Frankreich und Italien

    Migranten auf der „Ocean Viking“: Tauziehen zwischen Frankreich und Italien

    Die europäische NGO SOS Méditerranée hat am Donnerstag zum ersten Mal Frankreich, Spanien und Griechenland um Hilfe gebeten, um einen Hafen zu finden und die 234 Migranten, die von ihrem Schiff, der „Ocean Viking“, aus dem Meer gerettet wurden, an Land zu bringen. In Frankreich stieß der Hilferuf nicht nur auf Zustimmung. Der Hilferuf der NGO SOS Méditerranée vom Donnerstag, dem 3. November, um einen hafen für die 234 aus dem Meer gefischten Migranten zu finden, die sich derzeit an Bord der „Ocean Viking“ befinden, wurde von einer rassistischen Beleidigung des RN-Abgeordneten Grégoire de Fournas aus Gironde überschattet. Fournas wurde ausfallend, als der LFI-Abgeordnete Carlos Martens Bilongo die Regierung in der Nationalversammlung auf ihre Politik zur Unterstützung von Migranten ansprach. In Bezug auf eine Aufnahme des Migrantenschiffs scheinen die Positionen innerhalb der Regierung recht unterschiedlich zu sein. Da ist zunächst die Linie von Jean-Christophe Combe, dem Minister für S…

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