Schlagwort: Migration

  • Paris: Tausende demonstrieren gegen Rassismus und Polizeigewalt

    Paris: Tausende demonstrieren gegen Rassismus und Polizeigewalt

    Weitere Demonstrationszüge fanden in Toulouse, Bordeaux und Lyon statt, wie die Organisatoren mitteilten.

    „Rassismus ist ein Virus, stoppt ihn“. Etwa tausend Menschen demonstrierten am Samstag, dem 19. März, in Paris gegen Rassismus und Polizeigewalt. Die Demonstranten versammelten sich am Place du Châtelet und zogen am Nachmittag hinter zwei Transparenten mit den Aufschriften „Stoppt die Staatsverbrechen“ und „Wo immer wir herkommen, wo immer wir geboren sind, unser Land heißt Solidarität“ in Richtung Platz Stalingrad.

    Sie folgten dem Aufruf des „Hilfsnetzwerks Wahrheit und Gerechtigkeit“ und der „Kampagne gegen Rassismus und Solidarität“, hinter der verschiedene Organisationen wie Attac, Droit au logement, Mouvement national lycéen (MNL) oder Gewerkschaften wie FSU oder Solidaires stehen.

    Die Demonstrationen anlässlich des Welttages gegen Rassismus und des ebenfalls im März stattfindenden Tages gegen Polizeigewalt zielen darauf ab, die Werte des Antirassismus und der Gleichberechtigung zu bekräftigen und eine Regularisierung der Situation illegaler Einwanderer zu fordern.

  • Europa: Ein von Migrationskrisen geprägtes Jahr 2021

    Europa: Ein von Migrationskrisen geprägtes Jahr 2021

    Das Jahr 2021 war von der Migrationskrise in Europa und dem bisher tödlichsten Schiffsunglück im Ärmelkanal geprägt. Francinfo blickt auf die wichtigsten Ereignisse dieses Jahres zurück.

    Die Umarmung zwischen einer Freiwilligen des spanischen Roten Kreuzes und einem erschöpften senegalesischen Migranten, nachdem er einen der Strände von Ceuta (Spanien) erreicht hatte, ist eines der eindrücklichsten Bilder dieses Jahres. „Er war verzweifelt, weil er wusste, dass einer seiner Freunde gestorben war. Er war untröstlich“, bezeugte Luna Reyes, die Freiwillige des Roten Kreuzes.

    1.700 Tote im Mittelmeer
    Im Mai dieses Jahres lockerten die marokkanischen Behörden die Grenzkontrollen, sodass fast 8.000 Flüchtlinge in die spanische Enklave Ceuta strömen konnten. Im November letzten Jahres saßen Tausende afghanische, syrische und kurdische Migranten vor den Toren der Europäischen Union an der polnischen Grenze fest. Und wenn der Landweg aussichtslos erscheint, nehmen einige das Risiko des gefährlichen Seeweges in behelfsmäßigen Booten auf sich. Am 24. November 2021 kamen 27 Menschen nach dem Untergang eines aufblasbaren Bootes im Ärmelkanal ums Leben.

    Lesen Sie auch: Ärmelkanal: Schiffbruch eines Migrantenbootes fordert mehr als 20 Tote vor der Küste von Calais

    Laut der Angaben internationaler Hilfsorganisation starben 2021 mehr als 1.700 Menschen bei dem Versuch einer Überquerung des Mittelmeers.

    Lesen Sie auch: Italienischer Polizist rettet syrisches Mädchen und wird zum Helden

  • Schiffbruch in Calais: Junger Migrant beschuldigt die französischen und britischen Behörden

    Schiffbruch in Calais: Junger Migrant beschuldigt die französischen und britischen Behörden

    Was geschah wirklich während des Schiffbruchs in Calais, der 27 Migranten das Leben kostete? Zum ersten Mal sagt einer der beiden Überlebenden aus. Er behauptet, dass trotz mehrerer Anrufe bei den französischen und britischen Behörden zunächst niemand gekommen sei, um sie zu retten.

    Einige Tage nach dem tödlichsten Unfall eines Migrantenbooten im Ärmelkanal, bei dem 27 Menschen ertranken, berichtet ein Mann, der behauptet, einer der Überlebenden zu sein, von seinen Erlebnissen. Ihm zufolge hätten Passagiere in Not die französische und die britische Polizei um Hilfe gerufen, doch diese hätten sich geweigert, einzugreifen. „Wir haben unseren Standort an die französische Polizei geschickt, und die haben gesagt, dass wir uns in britischen Gewässern befinden. Also haben wir die britische Polizei angerufen, damit sie uns helfen, und sie haben gesagt: ‚Rufen Sie die französische Polizei’“. So seine Aussage gegenüber dem Sender France 2

    Die französische Marine dementiert.
    Die Situation an Bord sei, so der Zeuge, kurz nach diesem Anruf katastrophal geworden. „Die Leute haben die Hoffnung verloren, und wir begannen langsam zu sinken“, erzählt er. Für die Marine, die regelmäßig bei Rettungsaktionen zum Einsatz kommt, ist es völlig unmöglich, dass eine Hilfeleistung verweigert wurde. „Es geht hier um die Rettung und Erhaltung des Lebens im Meer. Es ist offensichtlich, dass auf beiden Seiten des Ärmelkanals die Koordination funktioniert und dass es keine solchen Spiele gibt“, kommentierte Kapitän Eric Lavaud, der Sprecher der Marine, die Situation. Eine Untersuchung ist im Gange.

  • Migrationskrise: Mehrere EU-Minister trafen sich in Calais

    Migrationskrise: Mehrere EU-Minister trafen sich in Calais

    Am Sonntag, dem 28. November, fand in Calais (Pas-de-Calais) ein Treffen mit den für Einwanderung zuständigen Ministern mehrerer europäischer Länder statt. Großbritannien war nicht eingeladen. Lesen Sie dazu auch: Ärmelkanal: Schiffbruch eines Migrantenbootes fordert mehr als 20 Tote vor der Küste von Calais Nach dem jüngsten Schiffbruch von 27 Migranten im Ärmelkanal reisten die für Immigration zuständigen Minister mehrerer europäischer Länder am Sonntag, 28. November, nach Calais (Pas-de-Calais). Großbritannien wurde hingegen nicht eingeladen, nachdem London erklärt hatte, dass Paris illegale Migranten zurücknehmen solle. Innenminister Gérald Darmanin versicherte, dass dieses Treffen „nicht anti-britisch war. Es war pro-europäisch“. Lesen Sie dazu auch: Boris Johnson fordert Frankreich auf, alle Migranten, die den Ärmelkanal überqueren, zurückzunehmen Kampf den Schleusernetzwerken in EuropaDas Krisentreffen wollte Massnahmen ergreifen, die Migranten davon abhalten, die gefährliche Üb…

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  • Immigration: Der Ton zwischen Frankreich und Großbritannien wird rauher

    Immigration: Der Ton zwischen Frankreich und Großbritannien wird rauher

    Zwischen Frankreich und Großbritannien häufen sich seit einigen Monaten die Streitpunkte an. Diesmal ist es die Migrationskrise, die aus innenpolitischen Gründen den provokativen Appetit von Boris Johnson geweckt hat. Wenn er sich an Emmanuel Macron wendet, tut er dies nun öffentlich über die sozialen Netzwerke. Die Konfrontation zwischen Emmanuel Macron und Boris Johnson wird von Tag zu Tag härter. Die letzte Episode in diesem Streit ist ein Brief des britischen Premierministers an den Präsidenten der Republik, in dem er Frankreich auffordert, Migranten zurückzunehmen. „Ich schlage vor, dass wir ein bilaterales Rückübernahmeabkommen aufsetzen, um die Rückführung aller illegalen Migranten zu ermöglichen, die den Ärmelkanal überqueren“, schrieb der britische Premier. Lesen Sie auch: Boris Johnson fordert Frankreich auf, alle Migranten, die den Ärmelkanal überqueren, zurückzunehmen „Es gibt kein Vertrauen mehr“Der Brief wurde allerdings entgegen aller Gepflogenheiten auf Twitter veröffen…

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  • Migrantenkrise: EU-Minister treffen sich am Sonntag ohne britischen Kollegen

    Migrantenkrise: EU-Minister treffen sich am Sonntag ohne britischen Kollegen

    Der Vizepräsident der Europäischen Kommission sagte am Samstag, dass es an Großbritannien liege, seine Grenzen zu kontrollieren und seine Probleme mit dem Zustrom von Migranten nach dem Austritt aus der Europäischen Union zu lösen. Vier Tage nach dem schlimmen Migrationsdrama im Ärmelkanal findet am Sonntag in Calais ein EU-Treffen statt, um den Kampf „gegen Schleppernetzwerke“ zu verstärken, allerdings ohne die Briten, die von Frankreich ausgeschlossen wurden.Das zwischenstaatliche Arbeitstreffen, an dem die Migrationsminister Deutschlands, der Niederlande, Belgiens und Frankreichs sowie die EU-Kommissarin für innere Angelegenheiten teilnehmen, beginnt um 15 Uhr in der nordfranzösischen Hafenstadt. Die europäische Kriminalpolizei Europol und die Grenzschutzagentur Frontex werden ebenfalls vertreten sein. Der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Margaritis Schinas, sagte am Samstag, dass das Vereinigte Königreich seine Probleme mit dem Zustrom von Migranten nach dem Austritt aus …

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  • Einwanderung: Frankreich will Kontrollen innerhalb des Schengen-Raums wiederherstellen

    Einwanderung: Frankreich will Kontrollen innerhalb des Schengen-Raums wiederherstellen

    Ziel ist es, die illegale Einwanderung zu bekämpfen und Migranten und Schlepper abzufangen, bevor sie insbesondere in Calais ankommen. Dieser Vorstoss wird auch von Deutschland unterstützt. Frankreich möchte die Möglichkeit haben, die irreguläre Einwanderung an den Grenzen zwischen den verschiedenen Ländern des Schengen-Raums zu kontrollieren. Dies meldet Franceinfo unter berufung auf Informationen aus dem Umfeld von Emmanuel Macron. Diesen Informationen zufolge geht es darum, Kontrollen in recht breiten Grenzgebieten zu ermöglichen, d.h. mehrere Kilometer innerhalb der Länder und nicht nur an der Grenze, ähnlich dem Modell des fliegenden Zolls. Ein Vorschlag, der von sechs europäischen Ländern unterstützt wird Das würde bedeuten, den Grundsatz der Freizügigkeit im Schengen-Raum zu lockern. Dieser ermöglicht es jeder Person, die in das Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaates eingereist ist, die Grenzen der anderen Mitgliedstaaten frei zu überschreiten, ohne an den Binnengrenzen kontrollier…

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  • Schiffbruch eines Migrantenbootes vor Calais fordert mindestens 27 Tote

    Schiffbruch eines Migrantenbootes vor Calais fordert mindestens 27 Tote

    Der Untergang eines Bootes mit Migranten, die versuchten, nach Großbritannien zu gelangen, am Mittwoch vor der Küste von Calais forderte nach Angaben des Innenministeriums mindestens 27 Todesopfer. London und Paris einigten sich darauf, ihre Bemühungen gegen diese tödliche Überfahrten zu verstärken.

    Es ist eine schreckliche Tragödie. Der Tod von 27 Migranten am Mittwoch, 24. November, beim Untergang ihres Bootes im Ärmelkanal löste eine Schockwelle in London und Paris aus, die sich nach wochenlangen Spannungen auf die „Dringlichkeit“ einigten, den Kampf gegen die Schleuserkriminalität zu intensivieren.

    Staatschef Emmanuel Macron hatte zunächst eine Zahl von 31 Toten bekannt gegeben, die jedoch vom Innenministerium nach unten korrigiert wurde. Unter den Opfern waren 17 Männer, von denen zwei im Krankenhaus verstarben, sieben Frauen und „drei Jugendliche“, deren genaues Alter noch nicht bekannt ist, wie die Staatsanwältin von Lille, Carole Étienne, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP erklärte. Zwei „offenbar somalische und irakische“ Überlebende befinden sich im Krankenhaus und sollten in Kürze angehört werden können, sagte sie.

    „Frankreich wird nicht zulassen, dass der Ärmelkanal zu einem Friedhof wird“, reagierte Emmanuel Macron und forderte „eine Dringlichkeitssitzung der europäischen Minister“. Er versprach, dass alles getan werde, um die Verantwortlichen für den Schiffbruch vor Calais, den Premierminister Jean Castex als „Tragödie“ bezeichnete, zu finden und zu verurteilen.

    Der britische Premierminister Boris Johnson sagte auf Sky News, er wolle usammen mit Frankreich mehr tun, um illegale Überfahrten zu verhindern, wir sind: „Schockiert, empört und zutiefst betrübt“.

    Bei einem Gespräch am Abend betonten Boris Johnson und Emmanuel Macron „die Dringlichkeit, die gemeinsamen Anstrengungen zu verstärken, um diese tödlichen Überfahrten zu verhindern“, so ein Sprecher von Downing Street. Sie betonten auch „die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit mit den belgischen und niederländischen Nachbarn sowie mit den Partnern auf dem Kontinent“.

    Das von Behörden und Verbänden schon vorher befürchtete Drama vom Mittwoch ist bei weitem das tödlichste, seit die Zahl der Migranten, die den Ärmelkanal per Boot überqueren wollen in die Höhe geschnellt ist, seit 2018 der Hafen von Calais und der Eurotunnel zunehmend abgeriegelt wurden.

    Die Rettungsschiffe, die die Opfer zurückbrachten, legten am Abend im Hafen von Calais an, wo ein Hangar für die Aufnahme der Leichen bereit gestellt wurde. Die sterblichen Überreste sollen zur Autopsie in das gerichtsmedizinische Institut in Lille gebracht werden, wie die Staatsanwältin Carole Étienne gegenüber der AFP erklärte.

    Die interregionale Sondergerichtsbarkeit (JIRS) in Lille wurde mit den Ermittlungen betraut, die wegen „Beihilfe zur illegalen Einreise und zum illegalen Aufenthalt in organisierter Form“, „fahrlässiger Tötung und Körperverletzung“ und „krimineller Vereinigung“ eingeleitet wurden.

    Lesen Sie dazu auch:

    Laut Gérald Darmanin wurden vier Schleuser festgenommen, die im Verdacht stehen, mit der Tragödie in Verbindung zu stehen.

    Die Tragödie ereignete sich auf einem „Long Boat“, einem instabilen aufblasbaren Boot mit weichem Boden, wie es seit dem Sommer vermehrt von Schleppern benutzt wird. „Wir haben sechs treibende Körper geborgen“, berichtete Charles Devos, der Kapitän des Schnellboots Notre-Dame du Risban der Seenotrettung von Calais, und beschrieb „ein Schlauchboot, aus dem die Luft regelrecht herausgelassen wurde“.

    Etwa 50 Personen versammelten sich am Abend mit Kerzen in der Nähe des Hafens. „Darmanin Mörder du hast Blut an den Händen“, skandierten sie unter anderem.

    Der Ärmelkanal „verwandelt sich in einen Friedhof unter freiem Himmel“, meinte Pierre Roques von der Auberge des Migrants, einer lokalen Hilfsorganisation.

    Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) zeigte sich „schockiert und erschüttert“ und meinte, dass „nur durch koordinierte und solidarische Anstrengungen (…) weitere Tragödien verhindert werden können“.

    Lesen Sie auch: Ärmelkanal: Schiffbruch eines Migrantenbootes fordert mehr als 20 Tote vor der Küste von Calais

  • Ärmelkanal: Schiffbruch eines Migrantenbootes fordert mehr als 20 Tote vor der Küste von Calais

    Ärmelkanal: Schiffbruch eines Migrantenbootes fordert mehr als 20 Tote vor der Küste von Calais

    Die Staatsanwaltschaft Dünkirchen leitete eine Untersuchung wegen „Beihilfe zum illegalen Aufenthalt in organisierter Form“ und „erschwerter fahrlässiger Tötung“ ein. Mindestens zwanzig Migranten starben am Mittwoch, 24. November, beim Untergang ihres Bootes vor der Küste von Calais (Pas-de-Calais), wie die Polizei der Nachrichtenagentur AFP in einer noch vorläufigen Bilanz mitteilte. Sie hatten versucht, nach Großbritannien zu gelangen. „Gegen 14 Uhr meldete ein Fischer die Entdeckung von etwa 15 Leichen, die vor der Küste von Calais trieben. Ein Schiff der Marine fischte mehrere Menschen heraus, darunter fünf Tote und fünf Bewusstlose, so die vorläufige Bilanz“, berichtete die Polizei. „Der Schiffbruch im Ärmelkanal ist eine Tragödie“, bedauerte Premierminister Jean Castex.

    Der Innenminister beschloss, sich vor Ort ein Bild von den Ereignissen zu machen. „Starke Emotionen angesichts des Dramas der zahlreichen Toten aufgrun…

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  • Migranten am Ärmelkanal: Zur Verhinderung von Überfahrten werden keine Kajaks mehr verkauft

    Migranten am Ärmelkanal: Zur Verhinderung von Überfahrten werden keine Kajaks mehr verkauft

    Die Sporthandelskette Decathlon hat beschlossen, den Verkauf von Kajaks in ihreem Geschäft in Calais einzustellen. Diese wurden von Migranten für die Überquerung des Ärmelkanals benutzten. In den letzten Tagen sind mehrere Migranten in der Meerenge vor Pas-de-Calais ums Leben gekommen.

    In den letzten Wochen sind mehrere Migranten bei dem Versuch, den Ärmelkanal zu überqueren, ums Leben gekommen. Vor der Küste von Calais, aber auch vor Boulogne-sur-Mer oder Dünkirchen haben Migranten versucht, von Frankreich aus Großbritannien zu erreichen.

    Lesen Sie dazu auch: “Wir sammeln und kaufen ein Boot”: Migranten umgehen Schleuser, um England zu erreichen

    Einige Migranten kauften Kajaks und Schwimmwesten im Sportgeschäft Decathlon in Calais, wie ein örtlicher Journalist berichtete. Ein Feuerwehrmann aus Calais, der für die Seenotrettung arbeitet, meldete Anfang November in den sozialen Netzwerken, er sei „schockiert“ gewesen, als er sah, wie Migranten bei Decathlon „aufblasbare Kanus und Westen“ kauften, berichtet La Voix du Nord.

    Obwohl die Präfektur Pas-de-Calais den Verkauf von Kajaks nie verboten hat, hat nun das Decathlon-Geschäft in Calais diese Entscheidung selbst getroffen. „Wir werden von nun an sicherstellen, dass wir den Kauf von Booten – insbesondere Kajaks – nicht mehr zulassen, da sie das Leben von Personen gefährden könnten, die sie für eine Überfahrt benutzen“, so Decathlon France in einer Erklärung und schreibt weiter: „Wir verpflichten uns, unsere Kunden bei der Verwendung unserer Produkte niemals einem Risiko auszusetzen, egal unter welchen Umständen“.

    Das Geschäft in Calais verkauft jedoch weiterhin Sicherheitsausrüstung für den Einsatz auf See (Schwimmwesten, Ruder und Wärmeschutz).

    Allerdings hat nur das Geschäft in Calais diese Entscheidung getroffen, die anderen Geschäfte der Marke an der Küste verkaufen weiterhin auch Kajaks.

    Solche Kajaks werden von Decathlon verkauft.