Schlagwort: Migranten

  • 2021: Jeden Tag starben mindestens 8 Menschen im Mittelmeer auf der Flucht nach Europa

    2021: Jeden Tag starben mindestens 8 Menschen im Mittelmeer auf der Flucht nach Europa

    Laut den Vereinten Nationen starben im Jahr 2021 mindestens 3.000 Migranten bei dem Versuch, Europa auf dem Seeweg zu erreichen.

    Die vorerst letzte Rettungsaktion von Migranten auf See fand vor der Küste Libyens in der Nacht zum Mittwoch, dem 27. April, statt. Zweiundsiebzig Menschen wurden dank des Einsatzes des NGO-Schiffs Ocean Viking gerettet. Kurz zuvor hatte sich im Mittelmeer eine Tragödie ereignet, bei der mehr als 40 Migranten ums Leben gekommen sein sollen. Sie waren von Tripolis im Libanon nach Zypern aufgebrochen. Eine 170 km lange Überfahrt bei schlechtem Wetter. Unter den Opfern waren auch Frauen und Kinder.

    Die Fluchtursachen: Konflikte, schlechte Lebensbedingungen.
    Laut den Vereinten Nationen starben im Jahr 2021 mehr als 3.000 Migranten bei ihrem Versuch, nach Europa zu gelangen, auf hoher See. Das sind doppelt so viele wie im Jahr 2020. In den meisten Fällen erfolgte die Überfahrt in überfüllten Schlauchbooten. Konflikte, politische Instabilität in vielen Ländern, schlechtere Lebensbedingungen und der Klimawandel sind die Hauptursachen für die Migration nach Europa.

  • Italien: Fast 600 Migranten auf hoher See vor der Küste Kalabriens gerettet

    Italien: Fast 600 Migranten auf hoher See vor der Küste Kalabriens gerettet

    Unter ihnen befanden sich etwa 60 Minderjährige. Mehr als 10.500 Menschen haben im Jahr 2022 bereits versucht, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen.

    Die italienische Küstenwache gab am Dienstag, dem 22. Februar, bekannt, dass sie in der Nacht von Montag auf Dienstag 573 Migranten auf hoher See gerettet hat. Die Migranten waren von der Küstenwache etwa 100 Kilometer vor der Küste Kalabriens (Süditalien) gesichtet worden, „in Schwierigkeiten an Bord von zwei überladenen Fischerbooten, den Wellen ausgeliefert, bei ungünstigen Wetterbedingungen, die sich in den nächsten Stunden voraussichtlich noch verschlechtern werden“, hieß es in einer Erklärung.

    Unter den Migranten befanden sich 59 Minderjährige, von denen die meisten unbegleitet waren. Sie bargen auch den Körper einer verstorbenen Person, „die laut Aussagen der Migranten seit mehreren Tagen tot sein soll“. Die Geretteten werden im sizilianischen Hafen Augusta an Land gebracht.

    Trotz der Kälte und des schlechten Wetters haben laut der Internationalen Organisation für Migration seit Jahresbeginn 10.570 Migranten versucht, über das Meer nach Europa zu gelangen. Mindestens 229 von ihnen starben im selben Zeitraum während einer versuchten Überfahrt.

  • Europa: Ein von Migrationskrisen geprägtes Jahr 2021

    Europa: Ein von Migrationskrisen geprägtes Jahr 2021

    Das Jahr 2021 war von der Migrationskrise in Europa und dem bisher tödlichsten Schiffsunglück im Ärmelkanal geprägt. Francinfo blickt auf die wichtigsten Ereignisse dieses Jahres zurück.

    Die Umarmung zwischen einer Freiwilligen des spanischen Roten Kreuzes und einem erschöpften senegalesischen Migranten, nachdem er einen der Strände von Ceuta (Spanien) erreicht hatte, ist eines der eindrücklichsten Bilder dieses Jahres. „Er war verzweifelt, weil er wusste, dass einer seiner Freunde gestorben war. Er war untröstlich“, bezeugte Luna Reyes, die Freiwillige des Roten Kreuzes.

    1.700 Tote im Mittelmeer
    Im Mai dieses Jahres lockerten die marokkanischen Behörden die Grenzkontrollen, sodass fast 8.000 Flüchtlinge in die spanische Enklave Ceuta strömen konnten. Im November letzten Jahres saßen Tausende afghanische, syrische und kurdische Migranten vor den Toren der Europäischen Union an der polnischen Grenze fest. Und wenn der Landweg aussichtslos erscheint, nehmen einige das Risiko des gefährlichen Seeweges in behelfsmäßigen Booten auf sich. Am 24. November 2021 kamen 27 Menschen nach dem Untergang eines aufblasbaren Bootes im Ärmelkanal ums Leben.

    Lesen Sie auch: Ärmelkanal: Schiffbruch eines Migrantenbootes fordert mehr als 20 Tote vor der Küste von Calais

    Laut der Angaben internationaler Hilfsorganisation starben 2021 mehr als 1.700 Menschen bei dem Versuch einer Überquerung des Mittelmeers.

    Lesen Sie auch: Italienischer Polizist rettet syrisches Mädchen und wird zum Helden

  • Calais: 15 Polizisten nach Zusammenstößen mit Migranten ins Krankenhaus eingeliefert

    Calais: 15 Polizisten nach Zusammenstößen mit Migranten ins Krankenhaus eingeliefert

    Etwa 100 Migranten griffen laut einer Polizeiquelle die Ordnungskräfte mit „mit Steinen gefüllten Säcken“ an.

    Mindestens 15 Polizisten wurden am Donnerstag, 30. Dezember, nach Zusammenstößen mit Migranten in Calais (Pas-de-Calais) ins Krankenhaus eingeliefert, wie France Bleu Nord unter Berufung auf eine Polizeiquelle berichtete.

    Gegen 10 Uhr am Donnerstag Morgen kam es bei einer Räumungsaktion zu Auseinandersetzungen zwischen sechzig CRS (Compagnies Républicaines de Sécurité) und Gendarmen und etwa hundert Migranten in Calais, in der Transmarck-Zone, wo Exilanten versuchten, auf Lastwagen zu steigen, um nach England zu gelangen. Die Sicherheitskräfte, die das Gebiet absicherten, gaben an, angegriffen worden zu sein. Laut einer Polizeiquelle war der Angriff von „unerhörter Gewalt“.

    Ein CRS berichtete, dass die Migranten „Säcke mit Steinen und Schotter in ihren Zelten hatten“. Augenzeugen beschrieben „eine Kriegsszene“ mit Migranten, die Steine warfen, und CRS, die mit Tränengas und Schüssen antworteten.

    Mit Prellungen und Wunden ins Krankenhaus eingeliefert.
    Laut „Auberge des Migrants“, einer Organisation, die die Flüchtlinge unterstützt, waren die Migranten „sehr wütend“, da die Polizisten sie daran hinderten, Sachen aus ihren Zelten zu holen.

    Mindestens fünfzehn CRS wurden laut einer Polizeiquelle mit Prellungen und Wunden ins Krankenhaus eingeliefert. Mehrere Migranten wurden bei der Auseinandersetzung ebenfalls verletzt, die genaue Zahl ist unbekannt.

    Die Räumungsaktion wurde am späten Vormittag beendet. In einer Erklärung verurteilte der Präfekt des Departements Pas-de-Calais „diese Gewalttätigkeiten aufs Schärfste und unterstützt die verletzten Polizisten und Gendarmen voll und ganz“.

    Die Compagnies Républicaines de Sécurité (CRS; deutsch Republikanische Sicherheitskompanien) sind ein kasernierter Verband der Police nationale Frankreichs, deren Einsatzgebiete mit denen der Bereitschaftspolizei in Deutschland vergleichbar sind. Sie werden vor allem zur Absicherung von Demonstrationen und Großveranstaltungen eingesetzt.

    Lesen Sie auch: Immigration: De Ton zwischen Frankreich und Großbritannien wird rauher

  • Schiffbruch in Calais: Junger Migrant beschuldigt die französischen und britischen Behörden

    Schiffbruch in Calais: Junger Migrant beschuldigt die französischen und britischen Behörden

    Was geschah wirklich während des Schiffbruchs in Calais, der 27 Migranten das Leben kostete? Zum ersten Mal sagt einer der beiden Überlebenden aus. Er behauptet, dass trotz mehrerer Anrufe bei den französischen und britischen Behörden zunächst niemand gekommen sei, um sie zu retten.

    Einige Tage nach dem tödlichsten Unfall eines Migrantenbooten im Ärmelkanal, bei dem 27 Menschen ertranken, berichtet ein Mann, der behauptet, einer der Überlebenden zu sein, von seinen Erlebnissen. Ihm zufolge hätten Passagiere in Not die französische und die britische Polizei um Hilfe gerufen, doch diese hätten sich geweigert, einzugreifen. „Wir haben unseren Standort an die französische Polizei geschickt, und die haben gesagt, dass wir uns in britischen Gewässern befinden. Also haben wir die britische Polizei angerufen, damit sie uns helfen, und sie haben gesagt: ‚Rufen Sie die französische Polizei’“. So seine Aussage gegenüber dem Sender France 2

    Die französische Marine dementiert.
    Die Situation an Bord sei, so der Zeuge, kurz nach diesem Anruf katastrophal geworden. „Die Leute haben die Hoffnung verloren, und wir begannen langsam zu sinken“, erzählt er. Für die Marine, die regelmäßig bei Rettungsaktionen zum Einsatz kommt, ist es völlig unmöglich, dass eine Hilfeleistung verweigert wurde. „Es geht hier um die Rettung und Erhaltung des Lebens im Meer. Es ist offensichtlich, dass auf beiden Seiten des Ärmelkanals die Koordination funktioniert und dass es keine solchen Spiele gibt“, kommentierte Kapitän Eric Lavaud, der Sprecher der Marine, die Situation. Eine Untersuchung ist im Gange.

  • Migrationskrise: Mehrere EU-Minister trafen sich in Calais

    Migrationskrise: Mehrere EU-Minister trafen sich in Calais

    Am Sonntag, dem 28. November, fand in Calais (Pas-de-Calais) ein Treffen mit den für Einwanderung zuständigen Ministern mehrerer europäischer Länder statt. Großbritannien war nicht eingeladen. Lesen Sie dazu auch: Ärmelkanal: Schiffbruch eines Migrantenbootes fordert mehr als 20 Tote vor der Küste von Calais Nach dem jüngsten Schiffbruch von 27 Migranten im Ärmelkanal reisten die für Immigration zuständigen Minister mehrerer europäischer Länder am Sonntag, 28. November, nach Calais (Pas-de-Calais). Großbritannien wurde hingegen nicht eingeladen, nachdem London erklärt hatte, dass Paris illegale Migranten zurücknehmen solle. Innenminister Gérald Darmanin versicherte, dass dieses Treffen „nicht anti-britisch war. Es war pro-europäisch“. Lesen Sie dazu auch: Boris Johnson fordert Frankreich auf, alle Migranten, die den Ärmelkanal überqueren, zurückzunehmen Kampf den Schleusernetzwerken in EuropaDas Krisentreffen wollte Massnahmen ergreifen, die Migranten davon abhalten, die gefährliche Üb…

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  • Immigration: Der Ton zwischen Frankreich und Großbritannien wird rauher

    Immigration: Der Ton zwischen Frankreich und Großbritannien wird rauher

    Zwischen Frankreich und Großbritannien häufen sich seit einigen Monaten die Streitpunkte an. Diesmal ist es die Migrationskrise, die aus innenpolitischen Gründen den provokativen Appetit von Boris Johnson geweckt hat. Wenn er sich an Emmanuel Macron wendet, tut er dies nun öffentlich über die sozialen Netzwerke. Die Konfrontation zwischen Emmanuel Macron und Boris Johnson wird von Tag zu Tag härter. Die letzte Episode in diesem Streit ist ein Brief des britischen Premierministers an den Präsidenten der Republik, in dem er Frankreich auffordert, Migranten zurückzunehmen. „Ich schlage vor, dass wir ein bilaterales Rückübernahmeabkommen aufsetzen, um die Rückführung aller illegalen Migranten zu ermöglichen, die den Ärmelkanal überqueren“, schrieb der britische Premier. Lesen Sie auch: Boris Johnson fordert Frankreich auf, alle Migranten, die den Ärmelkanal überqueren, zurückzunehmen „Es gibt kein Vertrauen mehr“Der Brief wurde allerdings entgegen aller Gepflogenheiten auf Twitter veröffen…

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  • Migrantenkrise: EU-Minister treffen sich am Sonntag ohne britischen Kollegen

    Migrantenkrise: EU-Minister treffen sich am Sonntag ohne britischen Kollegen

    Der Vizepräsident der Europäischen Kommission sagte am Samstag, dass es an Großbritannien liege, seine Grenzen zu kontrollieren und seine Probleme mit dem Zustrom von Migranten nach dem Austritt aus der Europäischen Union zu lösen. Vier Tage nach dem schlimmen Migrationsdrama im Ärmelkanal findet am Sonntag in Calais ein EU-Treffen statt, um den Kampf „gegen Schleppernetzwerke“ zu verstärken, allerdings ohne die Briten, die von Frankreich ausgeschlossen wurden.Das zwischenstaatliche Arbeitstreffen, an dem die Migrationsminister Deutschlands, der Niederlande, Belgiens und Frankreichs sowie die EU-Kommissarin für innere Angelegenheiten teilnehmen, beginnt um 15 Uhr in der nordfranzösischen Hafenstadt. Die europäische Kriminalpolizei Europol und die Grenzschutzagentur Frontex werden ebenfalls vertreten sein. Der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Margaritis Schinas, sagte am Samstag, dass das Vereinigte Königreich seine Probleme mit dem Zustrom von Migranten nach dem Austritt aus …

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  • Boris Johnson fordert Frankreich auf, alle Migranten, die den Ärmelkanal überqueren, zurückzunehmen

    Boris Johnson fordert Frankreich auf, alle Migranten, die den Ärmelkanal überqueren, zurückzunehmen

    Der britische Premierminister fordert von Emmanuel Macron ein „bilaterales Rückübernahmeabkommen, um die Rückkehr aller illegalen Migranten, die den Ärmelkanal überqueren, zu ermöglichen“. Der britische Premierminister Boris Johnson hat am Donnerstag, 25. November, einen Tag nach einem Schiffbruch im Ärmelkanal, bei dem 27 Menschen ihr Leben verloren haben, den französischen Präsidenten Emmanuel Macron aufgefordert, Migranten, die von Frankreich nach England kommen, zurückzunehmen. „Ich schlage vor, dass wir ein bilaterales Rückübernahmeabkommen in Kraft setzen, um die Rückführung aller illegalen Migranten, die den Ärmelkanal überqueren, zu ermöglichen“, forderte der britische Regierungschef in einem auf Twitter veröffentlichten Brief an das französische Staatsoberhaupt. „Diese Maßnahme hätte eine sofortige Wirkung“ Unter Hinweis darauf, dass die EU Rückübernahmeabkommen mit Ländern wie Weißrussland und der Russischen Föderation geschlossen hat, sagte Boris Johnson, er hoffe, „dass ein…

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  • Schiffbruch eines Migrantenbootes vor Calais fordert mindestens 27 Tote

    Schiffbruch eines Migrantenbootes vor Calais fordert mindestens 27 Tote

    Der Untergang eines Bootes mit Migranten, die versuchten, nach Großbritannien zu gelangen, am Mittwoch vor der Küste von Calais forderte nach Angaben des Innenministeriums mindestens 27 Todesopfer. London und Paris einigten sich darauf, ihre Bemühungen gegen diese tödliche Überfahrten zu verstärken.

    Es ist eine schreckliche Tragödie. Der Tod von 27 Migranten am Mittwoch, 24. November, beim Untergang ihres Bootes im Ärmelkanal löste eine Schockwelle in London und Paris aus, die sich nach wochenlangen Spannungen auf die „Dringlichkeit“ einigten, den Kampf gegen die Schleuserkriminalität zu intensivieren.

    Staatschef Emmanuel Macron hatte zunächst eine Zahl von 31 Toten bekannt gegeben, die jedoch vom Innenministerium nach unten korrigiert wurde. Unter den Opfern waren 17 Männer, von denen zwei im Krankenhaus verstarben, sieben Frauen und „drei Jugendliche“, deren genaues Alter noch nicht bekannt ist, wie die Staatsanwältin von Lille, Carole Étienne, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP erklärte. Zwei „offenbar somalische und irakische“ Überlebende befinden sich im Krankenhaus und sollten in Kürze angehört werden können, sagte sie.

    „Frankreich wird nicht zulassen, dass der Ärmelkanal zu einem Friedhof wird“, reagierte Emmanuel Macron und forderte „eine Dringlichkeitssitzung der europäischen Minister“. Er versprach, dass alles getan werde, um die Verantwortlichen für den Schiffbruch vor Calais, den Premierminister Jean Castex als „Tragödie“ bezeichnete, zu finden und zu verurteilen.

    Der britische Premierminister Boris Johnson sagte auf Sky News, er wolle usammen mit Frankreich mehr tun, um illegale Überfahrten zu verhindern, wir sind: „Schockiert, empört und zutiefst betrübt“.

    Bei einem Gespräch am Abend betonten Boris Johnson und Emmanuel Macron „die Dringlichkeit, die gemeinsamen Anstrengungen zu verstärken, um diese tödlichen Überfahrten zu verhindern“, so ein Sprecher von Downing Street. Sie betonten auch „die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit mit den belgischen und niederländischen Nachbarn sowie mit den Partnern auf dem Kontinent“.

    Das von Behörden und Verbänden schon vorher befürchtete Drama vom Mittwoch ist bei weitem das tödlichste, seit die Zahl der Migranten, die den Ärmelkanal per Boot überqueren wollen in die Höhe geschnellt ist, seit 2018 der Hafen von Calais und der Eurotunnel zunehmend abgeriegelt wurden.

    Die Rettungsschiffe, die die Opfer zurückbrachten, legten am Abend im Hafen von Calais an, wo ein Hangar für die Aufnahme der Leichen bereit gestellt wurde. Die sterblichen Überreste sollen zur Autopsie in das gerichtsmedizinische Institut in Lille gebracht werden, wie die Staatsanwältin Carole Étienne gegenüber der AFP erklärte.

    Die interregionale Sondergerichtsbarkeit (JIRS) in Lille wurde mit den Ermittlungen betraut, die wegen „Beihilfe zur illegalen Einreise und zum illegalen Aufenthalt in organisierter Form“, „fahrlässiger Tötung und Körperverletzung“ und „krimineller Vereinigung“ eingeleitet wurden.

    Lesen Sie dazu auch:

    Laut Gérald Darmanin wurden vier Schleuser festgenommen, die im Verdacht stehen, mit der Tragödie in Verbindung zu stehen.

    Die Tragödie ereignete sich auf einem „Long Boat“, einem instabilen aufblasbaren Boot mit weichem Boden, wie es seit dem Sommer vermehrt von Schleppern benutzt wird. „Wir haben sechs treibende Körper geborgen“, berichtete Charles Devos, der Kapitän des Schnellboots Notre-Dame du Risban der Seenotrettung von Calais, und beschrieb „ein Schlauchboot, aus dem die Luft regelrecht herausgelassen wurde“.

    Etwa 50 Personen versammelten sich am Abend mit Kerzen in der Nähe des Hafens. „Darmanin Mörder du hast Blut an den Händen“, skandierten sie unter anderem.

    Der Ärmelkanal „verwandelt sich in einen Friedhof unter freiem Himmel“, meinte Pierre Roques von der Auberge des Migrants, einer lokalen Hilfsorganisation.

    Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) zeigte sich „schockiert und erschüttert“ und meinte, dass „nur durch koordinierte und solidarische Anstrengungen (…) weitere Tragödien verhindert werden können“.

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