Schlagwort: Migranten

  • Einwanderung: 20% mehr Abschiebungen von illegalen Ausländern seit Beginn 2022

    Einwanderung: 20% mehr Abschiebungen von illegalen Ausländern seit Beginn 2022

    Von Januar bis August 2022 gab es laut den Zahlen des Innenministeriums 12.708 Ausreisen (gegenüber 10.574 im gleichen Zeitraum 2021), wobei über die Hälfte (7.627) Abschiebungen waren. Die Zahl der Ausreisen – freiwillige oder erzwungene Ausreisen von Ausländern, die sich illegal in Frankreich aufhielten, – stieg in den ersten acht Monaten des Jahres 2022 im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 20%. Das wurde am Samstag, dem 24. September, vom Innenministerium bekannt gegeben. Von Januar bis August 2022 gab es laut den Zahlen des Innenministeriums 12.708 Ausreisen (gegenüber 10.574 im gleichen Zeitraum 2021), wobei über die Hälfte (7.627) Ausweisungen waren. Neuer Gesetzentwurf soll Anfang 2023 vorgelegt werden Von den erzwungenen Ausreisen erfolgten 3.083 in Drittländer wie die Maghreb-Staaten, ein Anstieg um 46% im Vergleich zum selben Zeitraum 2021. Im gesamten Jahr 2021 stieg laut Angaben des Innenministeriums die Gesamtzahl der Abschiebungen illegaler Ausländer im Ver…

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  • Calais: Migranten wollen um jeden Preis nach England (Video)

    Calais: Migranten wollen um jeden Preis nach England (Video)

    Von Calais an der nordfranzösischen Küste aus werden Tag und Nacht illegale Überfahrten über den Ärmelkanal organisiert. Menschen, die sich der Gefahr bewusst, aber auf der Suche nach einem hoffentlich besseren Leben sind, haben nur eine einzige Hoffnung: Sie wollen nach England gelangen. Um die illegale Einwanderung zu bekämpfen, unterzeichneten Paris und London im Jahr 2003 das Abkommen von Le Touquet. Seitdem hat sich die Situation verschärft, der Brexit wurde beschlossen und das Abkommen scheint nicht mehr angemessen zu sein.

    In Lille gibt es ein Zentrum, das Flüchtlinge am Wochenende aufnimmt, um ihnen „eine Atempause“ zu verschaffen. Mehr als 2.200 Menschen haben von der Hilfe profitiert, die der Verein Migraction 59 anbietet. Sophie Djigo, die Gründerin des Kollektivs, erklärt, wie sie auf die Idee kam, etwas zu unternehmen.

  • Mittelmeer: Die Ocean Viking rettet 466 Migranten

    Mittelmeer: Die Ocean Viking rettet 466 Migranten

    Das Rettungsschiff Ocean Viking, hat seit Mittwoch, dem 24. August, zehn Rettungsaktionen durchgeführt. Es muss jetzt einen Hafen finden, um 466 Migranten an Land bringen zu können.

    Erschöpft warten die Migranten – einige von ihnen seit über einer Woche – darauf, an Land gebracht zu werden. An Bord des Hilfsschiffs Ocean Viking befinden sich 81 überwiegend unbegleitete Minderjährige und ein drei Wochen alter Säugling. NGOs wie das Rote Kreuz leisten ihnen Erste Hilfe. „Wir haben eine komplizierte Situation, mit vielen wirklich heiklen medizinischen Notfällen, physisch und psychisch erschöpften Menschen, Dehydrierung, Sonnenbrand“, sagt Sophie Beau, Direktorin der Organisation SOS Méditerranée.

    Lesen Sie auch: Mehr als 3.000 Flüchtlinge sterben 2021 im Mittelmeer und dem Atlantik

    Auf dem Weg nach Malta oder Italien?
    Die Migranten aus Bangladesch, Ägypten oder Eritrea könnten in Malta oder Lampedusa (Italien) an Land gehen, sofern die Behörden grünes Licht geben. 10 Rettungsaktionen in nur drei Tagen ist für SOS Méditerranée ein Novum. Jedes Jahr versuchen Tausende von Migranten, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Im vergangenen Jahr starben jedoch mindestens 2.048 Migranten bei dem Versuch der Überfahrt.

    Lesen Sie auch: 2021: Jeden Tag starben mindestens 8 Menschen im Mittelmeer auf der Flucht nach Europa

  • Gestern ein Held und heute von Abschiebung bedroht: Die unglaubliche Geschichte eines Migranten in Toulouse

    Gestern ein Held und heute von Abschiebung bedroht: Die unglaubliche Geschichte eines Migranten in Toulouse

    Nach Ansicht seiner Kollegen ein Held, für die Behörden jedoch ein Kandidat für die Abschiebung. Am Mittwoch, dem 20. Juli, rettete Mouktar, der in einem Lagerhaus in Toulouse beschäftigt war, einem Lieferanten das Leben. Zwei Stunden später wurde er von der Polizei festgenommen. Der 25-jährige Flüchtling aus dem Tschad, der keinen gültigen Aufenthaltstitel hat, läuft nun Gefahr, abgeschoben zu werden.

    Dies ist die Geschichte eines Mannes, der erst zum Helden wurde, aber nun abgeschoben werden soll. Hier die Fakten: Am Mittwoch, dem 20. Juli, kurz vor 7 Uhr morgens, lieferte ein Fahrer Waren im Lager der Versandwebsite „Rentreediscount.com“ in Toulouse ab. Die Website verkauft Schulbedarf und ist nur saisonal tätig. Im Juli und August arbeiten fast 400 Personen in dem Lager.

    Herzmassage
    Der Auslieferungsfahrer erleidet einen Schwächeanfall und bricht zusammen. Zwei Beschäftigte des Lagers kommen ihm zu Hilfe. Unter ihnen ist Mouktar. Dank der Herzmassage des 25-jährigen aus dem Tschad bis zum Eintreffen der Rettungskräfte kann das Opfer gerettet werden.

    Eine mutige Tat, die vom Online-Shop öffentlich auf Twitter gelobt wurde.

    Doch nur zwei Stunden nach seinem Einsatz wird Mouktar an seinem Arbeitsplatz von der Polizei verhaftet. Der junge Mann wird in das Verwaltungsabschiebezentrum Cornebarrieu gebracht, da ers sich illegal in Frankreich aufhielt. Bereits im Februar 2022 teilte ihm die Präfektur des Departements Haute-Garonne mit, dass er in sein Heimatland abgeschoben werden solle. Ein Dokument, das der junge Mann nach eigenen Angaben nie erhalten hat.

    Als er festgenommen wird, ist Mouktar im Besitz einer „Bescheinigung über den Antrag auf Verlängerung seines Aufenthaltstitels“. Ein Dokument, das es ihm erlaubt, auf französischem Hoheitsgebiet zu bleiben und dort zu arbeiten, bis die Präfektur eine Entscheidung getroffen hat. Das Problem ist aber, dass dieses Dokument gefälscht ist. Es war eigentlich am 18. April 2022 abgelaufen, doch auf dem Dokument staht das Datum 18. Oktober.

    Gefälschtes Dokument
    Der Arbeitgeber wusste anscheinend nichts davon und ging davon aus, dass der Aufenthaltstitel ihres Mitarbeiters gültig ist. „Wenn wir ausländisches Personal einstellen, stellen wir eine Anfrage bei der Präfektur, um sicherzugehen, dass alles in Ordnung ist. Wenn sie nicht innerhalb von 48 Stunden antwortet, bedeutet das, dass alles in Ordnung ist“, erklärt Marie Lys, die Leiterin des Lagers.

    Das alles das ändert nichts an der Welle der Solidarität für den jungen Flüchtling: Dankbar für seinen Einsatz und gerührt von seiner Geschichte, haben Mouktars Kollegen eine Petition gestartet, damit er in Frankreich bleiben kann. Fast 150 Personen haben bereits unterschrieben.

    Am Freitagnachmittag, dem 22. Juli, wurde der Migrant dem Haftrichter im Justizpalast von Toulouse vorgeführt. Seine Pflichtverteidigerin, Rechtsanwältin Elfried Dupuy-Shabin, erklärte: „Es geht darum zu sehen, ob zwischen seiner Festnahme, den Bedingungen seiner Inhaftierung und dem laufenden Verfahren alles vorschriftsmäßig abgelaufen ist“.

    Die Anwältin aus Toulouse hatte Erfolg. Laut dem Richter gab es seitens der Präfektur der Haute-Garonne „einen offensichtlichen Fehler bei der Beurteilung der persönlichen Situation des Betroffenen“. Als Ergebnis könnte Mouktar bald wieder auf freien Fuß gesetzt werden. Es sei denn, die Staatsanwaltschaft legt Berufung ein.

    Laut der Anwältin aus Toulouse „hat seine mutige Tat zweifellos zu dieser Entscheidung beigetragen, ebenso wie die Unterstützung, die er von seinen Kollegen und seinem Arbeitgeber erhalten hat. Aber das ist natürlich nicht alles. Die Akte der Präfektur war schlecht ausgearbeitet.“

    Dennoch ist der Tschader noch nicht über den Berg. Er muss einen neuen Antrag auf Regularisierung stellen und kann derzeit nicht wieder in dem Warenlager in Toulouse arbeiten.

    Präzedenzfall Mamoudou Gassama
    Die Geschichte Mouktars ist dem Schicksal von Mamoudou Gassama nicht unähnlich. Im Jahr 2018 hatte der junge Malier, der sich damals auch illegal in Frankreich aufhielt, ein Kind vor einem tödlichen Sturz aus dem vierten Stock gerettet, indem er an der Fassade eines Pariser Gebäudes hochkletterte. Dank seiner mutigen Tat, die ihm den Spitznamen „Spiderman“ einbrachte, wurde er vom französischen Staatspräsidenten empfangen und erhielt eine Aufenthaltsgenehmigung.

  • Das humanitäre Hilfs-Schiff Ocean Viking sucht mit 306 Migranten an Bord dringend einen Hafen

    Das humanitäre Hilfs-Schiff Ocean Viking sucht mit 306 Migranten an Bord dringend einen Hafen

    Das Schiff von SOS Méditerranée mit Sitz in Marseille versucht seit gestern 306 gerettete Menschen in einen sicheren Hafen an Land bringen zu können. Einige von ihnen befinden sich seit elf Tagen unter extremer Hitze an Bord des Schiffes.

    Unter den 306 Migranten, für die SOS Méditerranée einen sicheren Hafen sucht, befinden sich 53 Frauen, davon vier schwangere, und 87 unbegleitete Minderjährige.

    Sie wurden bei den acht Rettungsaktionen, die seit dem 24. Juni von der Organisation vor der Küste Libyens und Maltas durchgeführt wurden, gerettet, so SOS Méditerranée in einer Pressemitteilung. Einige von ihnen sind bereits seit 11 Tagen unter schwierigen Bedingungen und bei „extremer Hitze“ an Bord der Ocean Viking.

    Die Organisation postete Fotos von der letzten Rettung: 15 Menschen trieben seit mehr als zwei Tagen in einem Schlauchboot.

    Bei ihrem letzten Einsatz im zentralen Mittelmeer, der gefährlichsten Migrationsroute der Welt, hatte die Ocean Viking im Mai rund 300 Menschen gerettet, darunter ein drei Monate altes Baby und sechs schwangere Frauen.

    Das Ambulanzschiff hatte damals zehn Tage warten müssen, bis ihm ein Hafen in Sizilien zugewiesen wurde, um die Menschen an Land zu bringen. Auch heute wird das Schiff wahrscheinlich wieder den Hafen Pozallo auf Sizilien anlaufen können – so jedenfalls die letzte Nachricht von SOS Méditerranée:

    Seit Anfang des Jahres sind laut der Internationalen Organisation für Migration über 800 Migranten im zentralen Mittelmeer verschwunden. Die UNO-Organisation schätzt die Zahl der Toten und Vermissten in 2021 auf mindestens 1.553.

    Jedes Jahr versuchen Tausende von Menschen, die aus Afrika vor Konflikten oder Armut fliehen, von Libyen aus über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Die libysche Küste ist etwa 300 km von Italien entfernt.

  • Schiffbruch von Migranten im Mittelmeer: Ein vier Monate altes Baby wird in letzter Sekunde gerettet – Video

    Schiffbruch von Migranten im Mittelmeer: Ein vier Monate altes Baby wird in letzter Sekunde gerettet – Video

    Die Vereinten Nationen warnen vor der steigenden Zahl von Todesfällen bei Überquerungsversuchen von Exilanten im Mittelmeer. Am Montag, dem 27. Juni, kenterte ein Boot vor der libyschen Küste. Unter den 71 Menschen, die gerettet wurden, befand sich auch ein vier Monate altes Baby.

    100 Kilometer vor der libyschen Küste wurden am Montag, dem 27. Juni, schiffbrüchige Migranten von einem Schiff von Ärzte ohne Grenzen entdeckt. Um das Schlauchboot herum klammern sich mehrere Menschen an Trümmern fest. Plötzlich sehen die Teams ein Baby, das auf der Schulter eines Schiffbrüchigen über Wasser gehalten wird. Die Rettung des Babys hatte oberste Priorität. Der vier Monate alte Säugling ist leblos und atmet nicht mehr. Der Journalist Michaël Bunel, der die Aufnahmen gemacht hat, berichtet. „Nach einigen Sekunden, die sich wie Stunden anfühlten, fing das Baby wieder an zu schreien. Daraufhin konnten wir die Operation fortsetzen.“ 

    23 Tote
    Die Retter versuchten daraufhin, die Erwachsenen zu bergen. Die verängstigten Überlebenden können meist nicht schwimmen. 23 der 100 Migranten ertrinken. Die Retter fanden die Mutter des Babys. Alle Überlebenden wurden auf das Rettungsschiff gebracht. Vorsichtshalber wurden das Baby und seine Mutter mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus in Malta gebracht. Beiden geht es gut.

     

  • Toulouse: 25-Jähriger schwebt nach Messerangriff in Lebensgefahr

    Toulouse: 25-Jähriger schwebt nach Messerangriff in Lebensgefahr

    Die Polizei hat Ermittlungen wegen versuchten Mordes eingeleitet. Ein 25-jähriger Mann soll am Sonntag, 15. Mai, in Toulouse eine tätliche Auseinandersetzung mit einem Bekannten gehabt haben. Die Schlägerei endete in einem Blutbad.

    Ein 25-jähriger Migrant wurde durch einen Messerstich schwer verletzt. Um 21.45 Uhr am Sonntagabend bricht in der Avenue des Minimes in Toulouse eine heftige Schlägerei zwischen zwei Männern aus.

    Der Angreifer ist mit einem Messer bewaffnet, das Opfer mit einem Besenstiel. Der unausgeglichene Kampf endet in einem Blutbad, als der 25-Jährige Migrant in der Achselhöhle von dem Messer getroffen wird. Er bricht zusammen und der Täter flüchtet.

    Das Opfer und sein Agressor kennen sich.
    Ein Zeuge verständigt sofort die Rettungskräfte. Als die Feuerwehr eintrifft, ist der Zustand des Verletzten besorgniserregend. Sein Leben scheint in Gefahr zu sein. Die Rettungskräfte bringen ihn in den Schockraum des Purpan-Krankenhauses in Toulouse, wo kurz darauf einer Notoperation unterzogen wird.

    Offensichtlich kannten sich das Opfer und der Angreifer. Sie hatten in der Vergangenheit bereits mehrere Meinungsverschiedenheiten. Die Polizei sucht einen Verdächtigen, der derzeit auf der Flucht ist.

  • Pas-de-Calais: Migrant erhängt in einem LKW-Anhänger aufgefunden

    Pas-de-Calais: Migrant erhängt in einem LKW-Anhänger aufgefunden

    Ein Migrant wurde am Mittwoch erhängt in einem LKW-Anhänger gefunden, der auf einem Parkplatz im Gewerbegebiet Transmarck in Marck (Pas-de-Calais) geparkt war. Die Selbstmordthese wird laut Staatsanwaltschaft „bevorzugt“.

    Ein Migrant wurde am Mittwochnachmittag in einem Anhänger, der auf einem Parkplatz im Gewerbegebiet Transmarck in Marck (Pas-de-Calais) abgestellt war, „erhängt aufgefunden“.

    Das Opfer, „a priori eritreischer Herkunft und etwa 20 bis 25 Jahre alt“, konnte zum jetzigen Zeitpunkt „nicht identifiziert werden“, erklärte der Staatsanwalt von Boulogne-sur-Mer, Guirec Le Bras. Der junge Mann wurde erhängt in einem Anhänger, der nicht an einen LKW oder eine Schleppvorrichtung gekoppelt war gefunden. „Die Selbstmordthese wird bevorzugt“, fuhr der Staatsanwalt fort, der eine Untersuchung „zur Ermittlung der Todesursache“ eingeleitet hat. „Es gibt keine Zeugen für das Drama, außer den Personen, die ihn in dem Anhänger entdeckt und die Polizei alarmiert haben“, sagte der Staatsanwalt.

    Nach ersten Erkenntnissen „ist er einige Stunden vor der Entdeckung gestorben“. Laut einem vor Ort anwesenden Feuerwehrmann fanden gegen 16 Uhr die herbeigerufenen Rettungskräfte das Opfer mit einem Lkw-Gurt erhängt. Der Anhänger war auf dem Parkplatz des privaten Transportunternehmens Scania geparkt, einem umzäunten und bewachten Bereich unweit der Hafenumgehungsstraße und der A16, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP meldete. Laut mehreren Zeugen, die sich in der Nähe des Parkplatzes aufhielten, waren es Migranten, die die Leiche entdeckt und die Rettungskräfte alarmiert haben.

    In den letzten Monaten sind bereits mehrere Exilanten in der Umgebung von Marck gestorben, insbesondere in genau diesem Gewerbegebiet, das normalerweise als Transitzone für Lastwagen auf dem Weg nach England dient. Im März starb ein 25-jähriger Sudanese, der von einem Zug erfasst wurde, als er entlang der Bahnlinie lief. Ein ähnlicher Unfall hatte sich bereits im November wenige hundert Meter entfernt ereignet. Ein Zug war in eine Gruppe von vier Migranten gerast, die auf den Gleisen zwischen Dünkirchen und Calais unterwegs waren. Das Unglück hatte einen Toten, einen Schwerverletzten und zwei leichtere Verletzte gefordert.

    Ein weiterer 18-jähriger Sudanese starb am 15. Januar ebenfalls in Marck, als er von einem Lkw überrollt wurde, von dem er beim Versuch, aufzusteigen, heruntergefallen war. Einen Monat zuvor war ein 16-jähriger Sudanese im Gewerbegebiet Transmarck auch von einem Lkw gestürzt und gestorben.

  • Immer mehr Migranten überqueren Ärmelkanal – französische Rettungsdienste unter Druck

    Immer mehr Migranten überqueren Ärmelkanal – französische Rettungsdienste unter Druck

    Warmes und ruhiges Wetter ermutigt Migranten dazu, die gefährliche Überfahrt von Frankreich nach Großbritannien zu wagen. Und die Marine und die Küstenwache stehe unter Druck, um zu verhindern, dass noch mehr Menschen bei einer versuchten. Überfahrt ihr Leben verlieren.

    Bei einer Rettungsaktion wurden laut der Agentur AFP am Montag 56 Migranten, darunter eine schwangere Frau und Kinder, aus einem Schlauchboot gerettet, dessen Motor ausgefallen war. Dutzende von Menschen sassen dicht gedrängt in dem Boot, das in den frühen Morgenstunden des Montags die französische Küste verließ, um die gefährliche Fahrt nach Grossbritannien zu wagen.

    Zwei Stunden nach dem Auslaufen setzte der Außenbordmotor aus, so dass die Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und Afrika hilflos in einer der meist befahrenen Schifffahrtsstrasse der Welt trieben.

    Eine schwangere Frau gehörte zu den ersten, die gerettet wurden, ebenso wie ein etwa siebenjähriges Mädchen.

    Das Rettungsschiff, ein Schlepper, der normalerweise eingesetzt wird, um Schiffe in Seenot zurück in den Hafen zu schleppen, wurde am Montag gegen 7:00 Uhr morgens von der regionalen Rettungsleitstelle in Gris-Nez alarmiert, um nach dem Schlauchboot zu suchen.

    Die Zahl der Überquerungen des Ärmelkanals mit Booten durch Migranten und Asylsuchende war vor 2019 eher niedrig, ist aber seither explodiert. Allein im Jahr 2021 wurden 28.526 Flüchtlinge registriert.

    Auch die Zahl der Todesfälle hat zugenommen. Allein am 24. November letzten Jahres starben mindestens 27 Menschen im Ärmelkanal.

    Lesen Sie auch: Ärmelkanal: Schiffbruch eines Migrantenbootes fordert mehr als 20 Tote vor der Küste von Calais

    Die illegalen Grenzübertritte sind zu einer dauerhaften Quelle von Spannungen zwischen London und Paris geworden und die rechtskonservative Regierung in Großbritannien drängt Frankreich dazu, mehr zu tun, um den Flüchtlingszustrom zu stoppen.

    Lesen Sie auch: Boris Johnson fordert Frankreich auf, alle Migranten, die den Ärmelkanal überqueren, zurückzunehmen

    Das britische Parlament hat vor kurzem ein umstrittenes Gesetz verabschiedet, das die Strafen für Menschenschmuggel auf maximal lebenslänglich erhöht und Gefängnisstrafen für jeden vorsieht, der illegal ins Land einreist. Im vergangenen Monat stellte Premierminister Boris Johnson außerdem viel kritisierte Pläne vor, alle illegal ins Vereinigte Königreich eingereisten Personen sowie alle, die seit dem 1. Januar illegal eingereist sind, nach Ruanda in Zentralafrika abzuschieben.

    Im Jahr 2022 haben bisher schon rund 7.000 Migranten und Asylbewerber das Vereinigte Königreich erreicht, mehr als dreimal so viele wie zu diesem Zeitpunkt im letzten Jahr

  • Mehr als 3.000 Flüchtlinge sterben 2021 im Mittelmeer und dem Atlantik

    Mehr als 3.000 Flüchtlinge sterben 2021 im Mittelmeer und dem Atlantik

    Im Jahr 2021 starben laut UNHCR doppelt so viele Flüchtlinge auf See wie im Jahr 2020. Zwei Drittel von ihnen starben im Mittelmeer, die anderen im Atlantik.

    „Sie sind vielfältigen Gefahren ausgesetzt, sehr oft von Menschenhändlern“.
    Laut dem jüngsten Bericht des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) kamen im Jahr 2021 mehr als 3.000 Menschen auf See ums Leben.

    Konflikte, Pandemien, Klimawandel, Krieg in der Ukraine… Céline Schmitt, Sprecherin des UNHCR, geht auf die verschiedenen Faktoren ein, die den globalen Anstieg der Flüchtlingszahlen in der Welt erklären.

    „Es müssen Alternativen zu diesen extrem gefährlichen Routen gefunden werden. Aber auch für die Menschen, die diese Routen nehmen, bleibt die Rettung ihres Leben unsere oberste Priorität“, bekräftigt Céline Schmitt.

    „Wenn wir mit den Flüchtlingen sprechen, ist das Erste, was sie uns sagen, ‚Wir wollen Frieden, wir wollen nach Hause’“.