Schlagwort: Landwirtschaft

  • Der Salon de l’Agriculture 2025: Macron und die Landwirtschaft am Scheideweg

    Der Salon de l’Agriculture 2025: Macron und die Landwirtschaft am Scheideweg

    Der diesjährige Salon de l’Agriculture in Paris begann unter weit ruhigeren Bedingungen als noch 2024. Die damaligen heftigen Proteste, die von den anhaltenden Krisen in der Landwirtschaft und der Wut über politische Entscheidungen geprägt waren, sind in diesem Jahr einer sachlicheren, wenn auch nicht sorgenfreien Debatte gewichen. Präsident Emmanuel Macron nutzte seinen Besuch für einen intensiven Austausch mit Landwirten, die ihm ihre tiefen Bedenken über die Zukunft der Branche schilderten. Ein fragiler Burgfrieden Dass die Atmosphäre in diesem Jahr weniger aufgeladen war, liegt nicht zuletzt an der jüngst verabschiedeten Agrarreform, die unter anderem Steuererleichterungen in Höhe von 500 Millionen Euro vorsieht. Diese Maßnahmen haben zumindest kurzfristig Druck aus dem Sektor genommen. Dennoch bleiben die grundsätzlichen Herausforderungen bestehen. Die Branche kämpft mit strukturellen Problemen wie dem Mangel an Nachwuchs und qualifizierten Arbeitskräften sowie den wachsenden Bela…

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  • Macron verspricht Schutz der französischen Landwirtschaft vor internationalem Wettbewerbsdruck

    Macron verspricht Schutz der französischen Landwirtschaft vor internationalem Wettbewerbsdruck

    Am Samstag, den 22. Februar 2025, eröffnete Präsident Emmanuel Macron die 61. Ausgabe des Internationalen Landwirtschaftssalons in Paris. In einer Atmosphäre, die deutlich ruhiger war als im Vorjahr, betonte Macron sein Engagement, die französische Landwirtschaft vor der Konkurrenz durch ausländische Produkte und drohende US-Zölle zu schützen. Nach einem Treffen mit den führenden landwirtschaftlichen Gewerkschaften rief der Präsident zu einem „respektvollen Dialog“ auf und unterstrich, dass Landwirte nicht die „Anpassungsvariable“ für den Lebensstandard oder internationale Handelsabkommen sein dürften. Er bekräftigte seine Absicht, innerhalb der Europäischen Union eine „Blockierungsminorität“ gegen das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten zu bilden. Dieses Abkommen, das im Dezember 2024 unterzeichnet wurde, steht vor der Ratifizierung und hat bei französischen Landwirten Besorgnis ausgelöst, da sie eine unfaire Konkurrenz durch Produkte befürchten, die unter weniger strengen St…

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  • Salon de l’Agriculture 2025: Warum viele französische Départements absagen

    Salon de l’Agriculture 2025: Warum viele französische Départements absagen

    Der Salon de l’Agriculture in Paris ist für viele Landwirte das wichtigste Ereignis des Jahres. Doch 2025 fehlen einige wichtige Akteure – darunter mehrere Départements aus Südwestfrankreich. Zu teuer, zu strenge Regeln, zu wenig Nutzen – das sind die Hauptgründe für ihre Absage.


    Hohe Kosten in Zeiten knapper Kassen

    Jahr für Jahr investierten Départements wie der Gers, das Lot oder die Dordogne hohe Summen in ihren Auftritt auf der Landwirtschaftsmesse. Doch 2025 wird es still um sie.

    Der Grund? Sparmaßnahmen.

    Frankreichs Regionen und Départements stehen unter Druck. Der Staat verlangt Einsparungen, und viele Lokalpolitiker müssen Prioritäten setzen. Jean-Jacques Lasserre, Präsident des Rats der Pyrénées-Atlantiques, sagt es klar: „Wir müssen das Wesentliche finanzieren – zum Beispiel die Unterstützung junger Landwirte oder Investitionen in die Betriebe.“

    Ein Blick auf die Zahlen zeigt, warum die Teilnahme auf den Prüfstand kommt:

    • 100.000 Euro kostete die Messe für das Département Lot.
    • 130.000 Euro zahlte die Haute-Garonne.
    • 200.000 Euro fielen für den Gers und die Dordogne an.
    • 300.000 Euro verschlang die Präsenz der Pyrénées-Atlantiques.

    Angesichts solcher Beträge stellt sich eine Frage: Ist das Geld gut investiert oder eher ein teurer Luxus?


    Kritik an den Messe-Regeln

    Neben den Kosten sorgt eine weitere Entwicklung für Frust: Immer strengere Vorgaben der Organisatoren.

    Serge Rigal, Präsident des Département-Rats im Lot, kritisiert: „Die Regeln passen nicht mehr zu unseren Werten.“ Früher konnten Landwirte auf ihren Ständen nicht nur ihre Tiere präsentieren, sondern auch regionale Spezialitäten verkaufen – eine wichtige Einnahmequelle. Doch das ist immer schwieriger geworden.

    Ein Beispiel: Bauern dürfen zwar ihre Caussenarde-Schafe zeigen, aber keinen Rocamadour-Käse anbieten. Dasselbe Schicksal traf bereits Walnüsse und Trüffel.

    Diese Einschränkungen verschärfen das Problem: Ohne den Verkauf von Produkten bleibt nur der hohe Messe-Standpreis – für viele Départements ein wirtschaftlich fragwürdiges Modell.


    Wer profitiert von den freien Flächen?

    Die Absage vieler Départements dürfte für andere Akteure eine Chance sein – vor allem für große Konzerne der Lebensmittelindustrie.

    „Eigentlich ist Halle 1 für Tiere reserviert“, ärgert sich Serge Rigal. „Doch inzwischen tauchen dort Firmen wie Jeep, Lidl oder McDonald’s auf.“

    Besonders Lidl steht in der Kritik. Der Discounter wurde von der Tierschutzorganisation L214 verklagt – wegen angeblicher Missstände in Schweinezuchtbetrieben, die Lidl unter dem Label „Tierwohl“ bewirbt. Dass ausgerechnet eine umstrittene Supermarktkette mit großem Stand vertreten ist, während traditionelle Landwirtschaftsbetriebe fernbleiben, sorgt für Unmut.

    Ein weiteres Fehlen macht Schlagzeilen: Lactalis, der weltweit größte Molkereikonzern, verzichtet nach vier Jahren auf eine Teilnahme. 2024 wurde sein Stand von Demonstranten mit Gülle überschüttet, nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, seine Milchabnahme in Frankreich zu reduzieren.


    Neue Wege für die Produzenten

    Bedeutet das Fehlen der Départements, dass ihre Landwirte ganz aus der Messe verschwinden? Nein.

    Einzelne Erzeuger können weiterhin teilnehmen – etwa durch Wettbewerbe oder Gemeinschaftsstände.

    Auch regionale Zusammenschlüsse springen ein:

    • Die Region Okzitanien bietet Produzenten aus den betroffenen Départements eine Plattform.
    • Der europäische Verbund GECT bringt die Pyrénées-Atlantiques mit spanischen Regionen wie Aragon und Navarra zusammen.
    • Organisationen wie Excellence Gers helfen dabei, Spezialitäten wie Armagnac, Foie gras und Haselnüsse vorzustellen.

    So finden Landwirte Wege, präsent zu bleiben – nur eben ohne die hohen Kosten eines eigenen Standes.


    Ein Wendepunkt für die Messe?

    Die diesjährige Absage vieler Départements könnte ein Signal sein. Wenn selbst traditionelle Landwirtschaftsregionen den Salon infrage stellen, muss sich etwas ändern. Wird die Messe wieder bezahlbarer? Werden die Regeln gelockert? Oder wird der Platz endgültig von Konzernen eingenommen?

    Die kommenden Jahre werden zeigen, ob sich der Salon de l’Agriculture noch als Bauernmesse versteht – oder mehr und mehr zum Event der Agrar- und Lebensmittelindustrie wird.

    Von C. Hatty

  • Frankreichs Landwirtschaft in der Krise: Ursachen und Hintergründe der Bauernproteste

    Frankreichs Landwirtschaft in der Krise: Ursachen und Hintergründe der Bauernproteste

    Die französische Landwirtschaft sieht sich seit Ende 2023 mit einer tiefgreifenden Krise konfrontiert, die zu landesweiten Protesten geführt hat. Im Département Tarn-et-Garonne, im Süden Frankreichs, begannen Landwirte, die Ortsschilder ihrer Gemeinden umzudrehen – ein symbolischer Akt, der die Absurdität ihrer Situation verdeutlichen sollte. Dieser Protest weitete sich schnell auf andere Regionen aus und mündete Anfang 2024 in groß angelegte Demonstrationen und Straßenblockaden, organisiert von den führenden Agrargewerkschaften FNSEA und Jeunes Agriculteurs. Obwohl die Intensität der Proteste inzwischen nachgelassen hat, brodelt die Unzufriedenheit in den ländlichen Gebieten weiterhin. Ursachen der Krise Die Wurzeln der aktuellen Krise sind vielfältig und tiefgehend. Ein zentraler Faktor ist der kontinuierliche Rückgang der Einkommen der Landwirte. Schätzungen zufolge leben etwa 15 % der französischen Landwirte unterhalb der Armutsgrenze, was die wirtschaftliche Prekarität in diesem S…

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  • Frankreichs Landwirtschaft zwischen Export und Selbstversorgung: Ein ungenutztes Potenzial?

    Frankreichs Landwirtschaft zwischen Export und Selbstversorgung: Ein ungenutztes Potenzial?

    Frankreich hätte die Möglichkeit, sich selbst vollständig mit Lebensmitteln zu versorgen – doch stattdessen setzt das Land stark auf den Export. Ein neuer Bericht kritisiert diese Strategie und warnt vor wachsender Abhängigkeit von internationalen Märkten. Ein paradoxes System: Genug Land, aber nicht genug Nahrung für alle Frankreich besitzt 28 Millionen Hektar Agrarfläche – mehr als genug, um seine Bevölkerung eigenständig zu ernähren. Doch trotz dieser Flächen gibt es acht Millionen Menschen, die in Ernährungsunsicherheit leben, während viele Landwirte kaum von ihrer Arbeit existieren können. Coline Sovran von der Organisation Terre de Liens, die sich für eine nachhaltige Landwirtschaft einsetzt, spricht von einem eklatanten Widerspruch: „Wir haben die Ressourcen, um unser Land zu ernähren – aber wir nutzen sie anders.“ Export statt Selbstversorgung Der Grund dafür? Rund 43 % der landwirtschaftlichen Flächen in Frankreich sind auf den Export ausgerichtet. Vor allem Getreide und Wein …

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  • Erneut Bauernproteste im Südwesten Frankreichs gegen das Mercosur-Abkommen

    Erneut Bauernproteste im Südwesten Frankreichs gegen das Mercosur-Abkommen

    Der Widerstand der Landwirte gegen das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten geht weiter. Am Montag, den 10. Februar, blockierten Bauern im Südwesten Frankreichs erneut wichtige Verkehrsachsen. Hinter den Protesten steht die Bewegung „Ultras der A64“, angeführt von Jérôme Bayle, die sich bewusst von traditionellen Gewerkschaften distanziert. Neue Blockaden im Pyrenäen-Gebiet Seit dem Vormittag haben Landwirte in Fos, Haute-Garonne, an der Grenze zu Spanien eine Straßensperre errichtet – wenn auch mit zunächst geringer Beteiligung. Etwa 20 Traktoren waren vor Ort, berichteten lokale Medien. Eine zweite Blockade wurde in Anglet, nahe der Autobahn A63 im Baskenland, eingerichtet. Ursprünglich war eine dritte Sperre am Col d’Ares in den Pyrenäen-Orientales geplant, diese wurde jedoch kurzfristig aufgehoben. Stattdessen trafen sich dort französische und spanische Landwirte zum Austausch. Die Proteste richten sich vor allem gegen das Mercosur-Abkommen, das den…

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  • Kontroverse um die Wiederzulassung von Neonikotinoiden in Frankreich

    Kontroverse um die Wiederzulassung von Neonikotinoiden in Frankreich

    Der französische Senat berät derzeit über ein Gesetzespaket, das die Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft neu definieren soll. Eine der kontroversesten Maßnahmen ist die mögliche Wiederzulassung von Neonikotinoiden, einer Gruppe von Pestiziden, die aufgrund ihrer schädlichen Auswirkungen auf Bestäuberinsekten wie Bienen in Frankreich seit 2018 verboten sind. Während landwirtschaftliche Interessenverbände auf eine Lockerung der Vorschriften drängen, kritisieren Umweltschützer und Imker diese Pläne scharf und sprechen von einer „Katastrophe“ für die Biodiversität.

    Neonikotinoide: Umstrittene „Bienenkiller“ Neonikotinoide sind synthetische Insektizide, die häufig in der Landwirtschaft eingesetzt wurden, um Schädlinge wie Blattläuse und Käfer zu bekämpfen. Doch ihre Anwendung hat schwerwiegende Nebenwirkungen. Wie Henri Clément, ein erfahrener Imker aus Lozère, berichtet, desorientieren diese Stoffe Bienen, sodass sie nicht mehr in ihre Bienenstöcke zurückfinden. „Es ist eine Katastro…

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  • Krise in der Landwirtschaft: Französische Bauern fordern Taten

    Krise in der Landwirtschaft: Französische Bauern fordern Taten

    Am Montag, den 13. Januar, empfängt François Bayrou, Premierminister von Frankreich, die Vertreter der landwirtschaftlichen Gewerkschaften im Matignon-Palast. Die Landwirte drängen auf konkrete Maßnahmen, die ihnen nicht nur finanzielle Sicherheit, sondern auch weniger Bürokratie bringen sollen. Doch was steckt hinter der aktuellen Krise, und warum ist die Lage für viele Landwirte so prekär?

    „Es eilt“: Die Perspektive der Bauern Aurélie Michel, eine Landwirtin mit 65 Kühen, bringt die Dringlichkeit der Situation auf den Punkt: „Es gibt zugesagte Entschädigungen für Verluste, insbesondere bei Rindern – aber nichts davon ist bislang umgesetzt worden. Es eilt wirklich!“ Sie und viele andere Landwirte fühlen sich im Stich gelassen, da zugesicherte Hilfen seit Monaten auf Eis liegen. Grund dafür ist das politische Chaos der letzten Zeit: Die Censure und anschließende Auflösung des Kabinetts Michel Barnier hat dazu geführt, dass wichtige Entscheidungen verschoben wurden. Was die Bauern zusä…

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  • „Wir brauchen Stabilität“ – Die wachsende Wut der Landwirte in Frankreich

    „Wir brauchen Stabilität“ – Die wachsende Wut der Landwirte in Frankreich

    Die Landwirte in Frankreich stehen wieder auf den Barrikaden. Straßenblockaden und Proteste bestimmen das Bild, angeführt von der Coordination Rurale. Grund für den Aufruhr ist nicht nur die wirtschaftliche Notlage vieler Bauern, sondern auch das Gefühl, von der Politik im Stich gelassen zu werden. Die Forderungen? Dieselben wie im vergangenen Jahr. Die Geduld? Längst aufgebraucht. Ein Treffen mit Hoffnung – oder doch nur Symbolik? Arnaud Rousseau, Präsident des einflussreichen französischen Bauernverbandes FNSEA, machte seinem Ärger Luft. In einem Interview auf France 2 unterstrich er, dass das kommende Treffen mit Premierminister François Bayrou mehr sein müsse als ein höfliches Kennenlernen: „Wir brauchen Ergebnisse, keine weiteren leeren Versprechungen.“ Mit diesen Worten brachte Rousseau die Frustration vieler Landwirte auf den Punkt. Doch was genau erwartet die Bauernschaft von der Regierung? Die Liste ist lang und umfasst Themen, die schon seit Jahren auf dem Tisch liegen. Steig…

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  • Wut der Landwirte: Traktor-Proteste rund um Paris und Lyon

    Wut der Landwirte: Traktor-Proteste rund um Paris und Lyon

    Die Motoren der Landwirtschaft stehen still – aber nicht aus Müdigkeit, sondern aus Protest. Am Montag, den 6. Januar, rollten Dutzende Traktoren in einer sogenannten „Schneckenoperation“ in Richtung Paris und Lyon. Die Stimmung? Gereizt. Der Grund? Ein Mix aus strikten Normen, Importregelungen und der drohenden Unterzeichnung eines Freihandelsabkommens zwischen der EU und den Mercosur-Ländern. Doch was steckt wirklich hinter der Wut der Landwirte?

    Eine Bewegung mit Ausdauer Die Proteste der Coordination Rurale (CR), dem zweitgrößten Bauernverband Frankreichs, haben es in sich. Am frühen Montagmorgen blockierten Traktoren die Straßen und Autobahnen – allen voran die RN4 aus der Richtung Bourgogne-Franche-Comté nach Paris. Gleichzeitig versperrten Bauern auf der A7 nahe Lyon den Verkehr. Ihre Botschaft: Die französische Landwirtschaft steht unter Druck. Zu viele Regeln, zu wenig Schutz und der drohende Konkurrenzkampf mit Importen aus Südamerika – das sind die Hauptkritikpunkte. Laut C…

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