Schlagwort: Krieg

  • Ukrainiens Präsident Wolodomyr Selenskyj besucht die Front im Osten des Landes

    Ukrainiens Präsident Wolodomyr Selenskyj besucht die Front im Osten des Landes

    Volodymyr Zelensky begab sich zu einem unangekündigten Besuch in die Nähe von Charkiw, einer der Frontlinien im Kampf gegen die russische Armee.

    Es war das erste Mal seit Beginn der russischen Invasion, dass der Präsident den Osten der Ukraine besuchte. „Wir werden reparieren, wieder aufbauen und das Leben zurückbringen“, versprach er den Menschen in der Region.

    Oleg Sinegubov, der Leiter der Militärverwaltung der Region Charkiw, zeigte Präsident Selenskyj die Schäden, die durch den russischen Beschuss entstanden sind. Nach Angaben der Behörden wurden in Charkiw und der Region 2.229 Häuser durch das russische Militär zerstört.

  • Wladimir Putin ernennt einen ehemaligen Leibwächter zum Minister

    Wladimir Putin ernennt einen ehemaligen Leibwächter zum Minister

    Nach dem mysteriösen Tod seines Ministers für Notfallsitutionen bei einem Unfall in einem Wasserfall ernannte der Kremlchef jetzt einen seiner ehemaligen Leibwächter zu dessen Nachfolger. Wladimir Putin hat inmitten des Krieges in der Ukraine einen ehemaligen Leibwächter zum neuen Minister für Notfälle ernannt, wie die russische Nachrichtenagentur TASS am Mittwoch meldete. Eine Neubesetzung, die unter merkwürdigen Umständen stattfindet, nachdem der letzte Mann in diesem Amt, Jewgeni Sinitschew, im September 2021 bei einem Sturz in einen Wasserfall ums Leben kam. „Sinitschew hat sich bei dem Versuch, einen Mann zu retten, selbst getötet“ Der ehemalige Minister starb unter mysteriösen Umständen, nachdem er in einen Wasserfall gestürzt war, während er versuchte, das Leben des russischen Filmemachers Aleksandr Melnik zu retten, der ebenfalls verstarb. Eine offizielle Erklärung des Ministeriums für Notfallsituationen zum Zeitpunkt des Dramas lautete nüchtern: „Sinitschew kam in Norilsk währ…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Nach der Ukraine nun Polen? Tschetschenenführer Kadyrow zeigt sich „interessiert“…

    Nach der Ukraine nun Polen? Tschetschenenführer Kadyrow zeigt sich „interessiert“…

    In einem kurzen Video auf seinem Telegram-Account erklärt der Führer der tschetschenischen Republik, Ramsan Kadyrow, er sei „an Polen interessiert“, jetzt, da „die Ukraine-Frage geklärt“ sei. Der tschetschenische Führer Ramsan Kadyrow, ein Verbündeter des russischen Präsidenten Wladimir Putin in seiner Offensive gegen die Ukraine, drohte Polen mit der Aussage, dass das europäische Land „besser seine Waffen aus dem Lager holen sollte“. In einem Video, das der BBC-Journalist Francis Scarr am Mittwoch auf Twitter teilte, behauptete Kadyrow, dass „die ukrainische Frage abgeschlossen“ sei und dass er „an Polen interessiert“ sei, wie es in der Übersetzung seiner Worte heißt. „Nach der Ukraine, wenn man uns das Kommando gibt, werden wir euch in sechs Sekunden zeigen, wozu wir fähig sind“, sagte Kadyrow und fuhr fort: „Ihr holt besser eure Waffen und Söldner raus und bittet um eine offizielle Entschuldigung für das, was ihr unserem Botschafter angetan habt. Wir werden das nicht vergessen. Beha…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Wladimir Putin trifft sich zum ersten Mal mit in der Ukraine verwundeten Soldaten

    Wladimir Putin trifft sich zum ersten Mal mit in der Ukraine verwundeten Soldaten

    Laut Bildern, die im russischen Fernsehen ausgestrahlt wurden, tauschte sich Wladimir Putin mit mehreren Soldaten aus, die in der Ukraine verwundet wurden. Der Sprecher des Präsidenten sagte, dass dieser Besuch keine „neue Etappe“ in der russischen Offensive signalisiere.

    Dies ist das erste Mal seit Beginn des Krieges. Wladimir Putin besuchte am Mittwoch verwundete russische Soldaten, drei Monate nach Beginn der Offensive gegen das Nachbarland Ukraine. Das Video aus dem russischen Fernsehen zeigt den Kremlchef, der einen weißen Kittel trug, mit mehreren Soldaten während er mit ihnen über ihre Heimatstädte und ihre familiäre Situation sprach.

    3.825 Verletzte laut der letzten russischen Bilanz.
    Die Soldaten standen neben ihren Betten und ihre Verletzungen waren nicht sichtbar. An einen Soldaten in einem blau-weiß gestreiften Pyjama gewandt, sagte Putin, dass sein neun Monate alter Sohn „stolz auf Papa sein wird“. Wladimir Putimn wurde von Verteidigungsminister Sergej Schoigu begleitet. Russland kommuniziert bisher nur sehr spärlich über die Verluste des Krieges in der Ukraine. Die letzten Zahlen wurden am 25. März veröffentlicht. Damals gab die russische Armee 1.351 getötete und 3.825 verwundete Militärangehörige zu.

    Der Sprecher Putins hatte zuvor erklärt, dass dieser Besuch, während die Offensive in der Ukraine in den vierten Monat geht, nicht den Beginn „einer neuen Etappe“ signalisiere.

    Lesen Sie auch: Ukraine: “Wladimir Putins Ziele werden erreicht werden”, sagt Nikolai Patruschew

    Russland behauptet, dass seine am 24. Februar begonnene Offensive gegen die Ukraine darauf abziele, die russischsprachige Bevölkerung vor einem Völkermord zu schützen und das Land zu „entnazifizieren“. Die Behörden versichern, dass die Aktion wie geplant verläuft, obwohl Moskau angesichts des erbitterten ukrainischen Widerstands Ende März seine Offensive auf Kiew aufgeben musste und seine Operationen jetzt auf den Osten konzentriert hat.

  • Ukraine-Krieg: Russische Armee will „alles im Donbass zerstören“, beklagt Präsident Selenskyj

    Ukraine-Krieg: Russische Armee will „alles im Donbass zerstören“, beklagt Präsident Selenskyj

    Der ukrainische Präsident Wolodymir Selenskij behauptete gestern, die russische Armee habe die Absicht, im Donbass „alles zu zerstören“.

    Die russische Armee versucht um jeden Preis, die Region Luhansk im östlichen Donbass einzukesseln. Sie habe dort ihre Offensive intensiviert, um „alles zu zerstören“, wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij erklärte.

    „In der Region Luhansk rücken die Russen in alle Richtungen gleichzeitig vor“, meldete der Regionalgouverneur Sergej Gaidai am Mittwoch auf Telegram. „Die Lage im Donbass ist extrem schwierig“, räumte auch Präsident Selenskyj am Dienstagabend ein. „Alle Kräfte, die die russische Armee noch hat, wurden für die Offensive dorthin geworfen“.

    Moskau beschloss offensichtlich, seine Offensive im Donbass, der aus den Regionen Luhansk und Donezk besteht und den die Ukrainer nur mit Mühe verteidigen können, zu verstärken, nachdem sich die russischen Streitkräfte aus den beiden größten Städten des Landes, Kiew und Charkiw, zurückziehen mussten. Insbesondere um den Donbass, der seit 2014 teilweise von prorussischen Separatisten kontrolliert wird, vor einem angeblichen „Völkermord“ zu schützen, startete der russische Präsident Wladimir Putin am 24. Februar die Invasion in der Ukraine.

    „Wir werden die militärische Sonderoperation so lange fortsetzen, bis alle Ziele erreicht sind“, betonte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Dienstag. Er betonte außerdem, dass Moskau sich auf eine lange Offensive in der Ukraine vorbereite. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs setzt Moskau verstärkt auf seine Luftwaffe, um die Bodentruppen zu unterstützen. Aufgrund eines Mangels an Hochpräzisionsraketen versucht Russland, die wesentliche und militärische Infrastruktur in der Ukraine mit grossflächigen Bombardements zu zerstören.

    Lesen Sie auch: Ukraine: “Wladimir Putins Ziele werden erreicht werden”, sagt Nikolai Patruschew

    Im Donbass berichtet der Generalgouverneur von „immer intensiveren Bombardements“ und befürchtet, dass „die russische Armee die vollständige Zerstörung von Severodonezk“, einer strategisch wichtigen Stadt nordwestlich von Luhansk, anstrebt. „Trotz der Überlegenheit der feindlichen Armee werden WIR gewinnen, weil wir für unser Land kämpfen“, meint Sergej Gaidai und vergleicht die Situation in der Region Luhansk mit der in der Provinz Mariupol.

  • Ukraine: „Wladimir Putins Ziele werden erreicht werden“, sagt Nikolai Patruschew

    Ukraine: „Wladimir Putins Ziele werden erreicht werden“, sagt Nikolai Patruschew

    Nach drei Monaten Konflikt konzentrieren die russischen Streitkräfte ihre Feuerkraft jetzt auf die Region Luhansk und versuchen, die Städte Sewerodonezk und Lyssytschansk einzukesseln. Der Kreml erklärt, mann werde alle gesetzten Ziele erreichen.

    Zu Beginn des vierten Monats des Krieges in der Ukraine erklärte Russland am Dienstag, dass es fest entschlossen sei, alle seine „Ziele“ zu erreichen, und intensivierte seine Offensive gegen den letzten Widerstand in der Region Luhansk im Osten der Ukraine.

    Lesen Sie auch: Ukraine-Krieg: Moskau will Luhansk fast gänzlich “befreit” haben

    Nachdem die russischen Streitkräfte Ende März und Anfang Mai aus den beiden größten Städten des Landes, der Hauptstadt Kiew und  Charkiw im Nordosten des Landes zurück gedrängt wurden, räumen die Ukrainer seit einigen Tagen Schwierigkeiten bei der Verteidigung des Donbass, der aus den Provinzen Luhansk und Donezk besteht, ein.

    „Bis alle Ziele erreicht sind“
    „Die nächsten Wochen des Krieges werden schwierig sein“, warnte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij am Montagabend. „Wir setzen die militärische Sonderoperation bis zur Erreichung aller Ziele fort, ungeachtet der enormen westlichen Unterstützung für das Kiewer Regime und des beispiellosen Drucks durch Sanktionen“, betonte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu am nächsten Tag.

    Der Sekretär des russischen Sicherheitsrats, Nikolai Patruschew, sagte in einem Zeitungsinterview: „Die vom Präsidenten Wladimir Putin gesetzten Ziele werden erfüllt werden“.

    Zwei Städte im Visier
    Moskau konzentriert seine Feuerkraft derzeit auf die Region Luhansk und versucht, die Städte Sewerodonezk und Lyssytschansk einzukreisen. Das ukrainische Verteidigungsministerium sprach auch von intensiven Kämpfen in der Nähe der Orte Popasna und Bakhmut, deren Fall den Russen die Kontrolle über einen Knotenpunkt verschaffen würde, der derzeit als Kommandozentrale für einen Großteil der ukrainischen Verteidiger fungiert.

  • Wladimir Putin soll laut ukrainischem Geheimdienst Mordanschlag im Kaukasus überlebt haben

    Wladimir Putin soll laut ukrainischem Geheimdienst Mordanschlag im Kaukasus überlebt haben

    Kyrylo Budanow, ein hochrangiger ukrainischer Militärvertreter, behauptet, Wladimir Putin sei in der Kaukasusregion knapp einem Mordanschlag entgangen. Die Tat soll sich vor zwei Monaten kurz nach Beginn der russischen Invasion in der Ukraine ereignet haben.

    Wladimir Putin soll laut Kyrylo Budanow, dem Leiter des ukrainischen Verteidigungsgeheimdienstes, vor zwei Monaten einen Mordanschlag überlebt haben. Der hochrangige ukrainische Militärvertreter äußerte sich in einem Interview mit der Ukrainska Pravda, das auch von der New York Post veröffentlicht wurde.

    Lesen Sie auch: Wladimir Putin ist möglicherweise sehr krank und leidet an Blutkrebs

    Kyrylo Budanow behauptet, dass es im Kaukasus einen „gescheiterten Versuch“, den Kremlchef zu ermorden, gegeben habe, kurz nachdem Russland am 24. Februar in die Ukraine einmarschierte. „Es gab einen Versuch, Wladimir Putin zu ermorden“, sagte der hochrangige Offizier gegenüber ukrainischen Medien. Kyrylo Budanov bezeichnet den Mordversuch jedoch als „absoluten Fehlschlag“ und behauptet, dass „das Ereignis nicht in den Medien bekannt geworden“ sei, aber sehr wohl vor etwa zwei Monaten stattgefunden habe. Der Kaukasus ist eine Region zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer im Süden Russlands.

  • Ukraine-Krieg: Russischer Soldat wegen Kriegsverbrechen zu lebenslanger Haft verurteilt

    Ukraine-Krieg: Russischer Soldat wegen Kriegsverbrechen zu lebenslanger Haft verurteilt

    Wadim Schischimarin, der 21-jährige russische Soldat, der als erster Angehöriger des russischen Militärs wegen Kriegsverbrechen in der Ukraine vor Gericht gestellt wurde, wurde am Montag, dem 23. Mai, zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Sein Anwalt kündigte an, in Berufung zu gehen.

    Der russische Soldat, der im Mittelpunkt des ersten Kriegsverbrecherprozesses in der Ukraine stand, wurde wegen Mordes an einem Zivilisten zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Sein Anwalt kündigte an, in Berufung zu gehen.

    „Das Gericht hat entschieden, Schischimarin schuldig zu sprechen und ihn zu lebenslanger Haft zu verurteilen“, sagte Richter Sergej Agafonow, wie ein im Gerichtssaal anwesender AFP-Journalist berichtet. Der 21-jährige Unteroffizier Wadim Schischimarin hatte zugegeben, den 62-jährigen Zivilisten Oleksander Schelipow in den ersten Tagen der Invasion der Ukraine durch die russische Armee im Nordosten des Landes erschossen zu haben.

    Bei der Gerichtsverhandlung in der vergangenen Woche äusserte Vadim Schischimarin „aufrichtiges Bedauern“ und „bat die Witwe des Opfers um Verzeihung“. Er rechtfertigte seine Tat mit den „Befehlen“, die er erhalten hatte.

    Laut der ukrainischen Staatsanwaltschaft hat das Land seit dem 24. Februar, dem Beginn der russischen Invasion, mehr als 12.000 Ermittlungen wegen Kriegsverbrechen eingeleitet.

    Lesen Sie auch: 21-jähriger Wadim Schischimarin als erster russischer Soldat wegen Kriegsverbrechen vor Gericht

  • Ukraine-Krieg: Erschütternde Berichte nach Vergewaltigungen durch die russischen Besatzer

    Ukraine-Krieg: Erschütternde Berichte nach Vergewaltigungen durch die russischen Besatzer

    Drei Monate nach Beginn der russischen Invasion in der Ukraine häufen sich die Vergewaltigungsvorwürfe gegen die russischen Besatzungstruppen, insbesondere in den inzwischen wieder befreiten Städten in der Region Kiew, wie z. B. Butscha.

    in junges Mädchen flüchtet sich in ein Auto und flüstert: „Hilf mir“. Seit zwei Monaten hat sich diese Szene im Gedächtnis von Konstantin Gudauskas festgesetzt. Dem kasachischen Menschenrechtsaktivisten, der seit 2019 im Exil lebt und in der Ukrain in Butscha wohnt, gelang es dank seines ausländischen Passes, 203 Menschen aus dieser Stadt und ihrer Umgebung zu evakuieren, meldet Franceinfo. Darunter befanden sich mindestens 17 Opfer von Vergewaltigungen unter der russischen Besatzung, darunter auch diese etwa 15-jährige Jugendliche. „Sie war zehn Tage lang in einem Keller gefangen. Es gab keinen einzigen Tag, an dem sie nicht vergewaltigt wurde“, erzählt Konstantin Gudauskas gegenüber Franceinfo.

    Die Berichte von Zeugen wie Konstantin Gudauskas, von Psychologen und Ermittlern belegen das Ausmaß der Gräueltaten, die von russischen Soldaten in der Ukraine verübt wurden. Zusätzlich zu den grausamen Hinrichtungen von Zivilisten werden Vergewaltigungen als „Strategie“ von den Besatzungstruppen eingesetzt, wie die Generalstaatsanwältin der Ukraine, Iryna Venediktova, anklagt. „Nur eine Lüge“, sagt hingegen der Kreml. Seit dem 1. April „haben wir 800 Anrufe erhalten, die meisten von ihnen haben eine Vergewaltigung erlitten“, berichtete die Menschenrechtsbeauftragte des ukrainischen Parlaments, Ljudmila Denisowa, gegenüber der französischen Zeitung Le Monde. In den sozialen Netzwerken berichtet die Menschenrechtsverteidigerin von mehreren konkreten Fällen von Vergewaltigungen, die vor allem in Butscha begangen wurden.

    „Es gibt viele Grausamkeiten“
    Das von Konstantin Gudauskas erwähnte 15-jährige Mädchen war das erste Vergewaltigungsopfer, das er während seiner Mission zur Evakuierung von Zivilisten traf. „Sie hat mir während der Fahrt alles erzählt“, beschreibt er gegenüber Franceinfo. Die Jugendliche und ihre Mutter wurden am 1. März in Butscha von Soldaten festgenommen und in einen Keller des nahe gelegenen Dorfes Vorzel gebracht. Die Vergewaltigungen „begannen am ersten Tag“. Die Mutter des Mädchens wurde gezwungen, Zeugin der Gruppenvergewaltigungen zu werden. Die Soldaten „vergewaltigten das Mädchen auf einem Tisch, einer nach dem anderen“, erzählt Konstantin Gudauskas sehr bewegt. „Am ersten Abend waren es acht, an den folgenden Abenden zwischen sieben und zwölf.“ Die Mutter des Mädchens wurde schliesslich von einem Schuss ins Bein getroffen und erlag in diesem Keller ihren Verletzungen.

    „Die Soldaten waren ständig betrunken. Wenn das Mädchen bewusstlos wurde, schütteten sie Wasser über sie. Die medizinischen Untersuchungen ergaben, dass sie niemals mehr ein Kind bekommen kann.“ (Konstantin Gudauskas gegenüber Franceinfo)

    Auf der Straße zwischen Butscha und Kiew berichteten mehrere Opfer ihrem Retter Konstantin Gudauskas von den Drohungen der russischen Angreifer: „Wir werden dich vergewaltigen, um sicherzugehen, dass du nie ein Kind von einem ukrainischen Mann bekommst.“ Der Menschenrechtsaktivist sagt: „Mein Leben wird nach diesem Krieg nicht mehr dasselbe sein“.

    Vergewaltigungen vor Zeugen, um „Panik“ zu erzeugen
    Das Zentrum für bürgerliche Freiheiten, eine NGO, die derzeit Kriegsverbrechen in der Ukraine dokumentiert, sammelte ebenfalls Hinweise auf Vergewaltigungen in der Region Kiew. Diese Verbrechen „gehen sehr oft mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Überlebenden dieser Vergewaltigungen einher. Es gibt viele Grausamkeiten“, wird Oleksandra Matviychuk, die Leiterin der NGO, von Franceinfo zitiert.

    „Die sexuelle Gewalt ist Teil des Terrors, den die russischen Soldaten in den besetzten Gebieten anwenden, um schnell die Kontrolle über diese Gebiete zu erlangen und sie zu behalten.“ (Oleksandra Matviychuk, Direktorin des Zentrums für bürgerliche Freiheiten in der Ukraine gegenüber Franceinfo)

    In dem Bestreben, unter der besetzten Bevölkerung „Terror“ zu verbreiten, „werden die Vergewaltigungen sehr oft vor anderen Menschen, Nachbarn, Verwandten begangen“, fügt sie hinzu. Die Anwältin Julia Anosowa, deren Organisation La Strada Ukraine den Opfern psychologische und rechtliche Unterstützung bietet, beschreibt, dass die Verbrechen „in den Häusern der Opfer und auch außerhalb der Häuser“ verübt werden, um „Panik in den Gemeinden“ zu erzeugen. Fast alle von La Strada gesammelten Zeugenaussagen berichten auch von Massenvergewaltigungen, die von Gruppen von Soldaten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss begangen wurden.

    Aliona Kryvuliak ist Psychologin und begleitet zwei Frauen, die über sexuelle Gewalt während der Besetzung von Butscha berichtet haben. Eine von ihnen wurde eines Abends in ihrem Haus von drei Soldaten mehrfach vergewaltigt, „vor den Augen ihres dreijährigen Kindes“, berichtet die Psychologin gegenüber Franceinfo. Wiederholt sagten Soldaten dem Opfer, dass sie sie vergewaltigen würden, „bis sie sich vor ukrainischen Männern ekelt“.

    „Als sie das Erlebte einer Freundin erzählte, sagte sie, dass sie sich selbst und ihren eigenen Körper hasse. Sie dachte an Selbstmord.“ (Aliona Kryvuliak von der Organisation La Strada Ukraine gegenüber Franceinfo)

    Auch in Butscha hatte sich die zweite von Aliona Kryvuliak betreute Frau mit acht weiteren Frauen und vier Kindern in einen Keller geflüchtet, als fünf Soldaten eintrafen. Die Soldaten forderten die Ukrainerinnen auf, aus der Gruppe zwei Frauen auszuwählen, die sie vergewaltigen würden. In Todesangst flehten die Frauen die Soldaten an, sich nicht an ihnen zu vergehen. „Die Soldaten kamen später am Abend zurück, sie wählten selbst zwei Frauen aus, die sie vor allen vergewaltigten“, schildert die Psychologin. „Sechs weitere Frauen wurden gezwungen, sich auszuziehen“, darunter auch ihre Patientin. Seitdem lebt diese „in einem ständigen Zustand der Angst“.

    Nach Aussagen der Überlebenden von Butscha haben auch andere Opfer wiederholt sexuelle Gewalt erlitten, eine Hölle, die sich über einen längeren Zeitraum hinzog. Fünfundzwanzig Teenager und junge Frauen im Alter von 14 bis 24 Jahren sollen während der Besetzung im Keller eines Hauses in Butscha systematisch vergewaltigt worden sein. Der Horror dauerte laut New York Times 25 Tage, und neun der Vergewaltigungsopfer wurden schwanger.

    „Sie sagten zu mir: ‚Deine Tochter ist sehr schön‘. Ich habe sie angefleht, sie nicht anzufassen. Ich sagte ihnen: ‚Macht mit mir, was ihr wollt, aber fasst sie nicht an‘.“ (eine in Butscha lebende Ukrainerin gegenüber dem Sender RTS)

    Damit „die ganze Welt weiß, wer sie sind und wozu sie fähig sind“ beschreiben die Frauen und Mädchen die Gräueltaten, die sie von den russichen Besatzern erleiden mussten…

    Auch Kinder unter den Vergewaltigungsopfern
    La Strada Ukraine und das Zentrum für Bürgerliche Freiheiten wurden über zwei Fälle informiert, in denen Männer Opfer von Vergewaltigungen wurden. Auch Kinder, Jungen und Mädchen, erlitten laut der Menschenrechtsbeauftragten des ukrainischen Parlaments die gleichen Gräueltaten. Ein elfjähriger Junge wurde vor den Augen seiner Mutter vergewaltigt – sie war an einen Stuhl gefesselt und gezwungen zuzusehen. Kurz nach der Befreiung der Stadt berichtete die Psychologin und Psychiaterin Lilya Shakalova auf der Website Babel, dass eine ihrer jungen Patientinnen – neun Jahre alt – in ihrem Haus in Butscha Opfer einer Vergewaltigung geworden war. Laut der Psychologin „vergewaltigten Soldaten das kleine Mädchen, sie begann zu schreien, dann schlugen sie eine Frau, die versuchte, sie zu retten“.

    Hinweise deuten darauf hin, dass von russischen Streitkräften getötete Frauen vor ihrem Tod vergewaltigt wurden, wie ukrainische Gerichtsmediziner in der Zeitung The Guardian zitiert werden. Die New York Times berichtet über den Fall einer Frau aus Butscha, die vor ihrer Hinrichtung als „Sexsklavin“ festgehalten wurde. Die Polizei fand geöffnete Kondomverpackungen und ein gebrauchtes Kondom in der Nähe ihres nur mit einem Mantel bekleideten Körpers.

    Da immer mehr Überlebende ihr Schweigen brechen, ist die Psychologin Aliona Kryvuliak der Ansicht, dass diese Sexualverbrechen „keine Einzelfälle“ sind. „Das ist in allen besetzten Städten im Kiewer Gebiet passiert“, sagt sie. Butscha, Irpin, aber auch die Regionen Charkiw und Mariupol seien betroffen. Für Aliona Kryvuliak ist Vergewaltigung zweifellos eine der Kriegswaffen der russischen Armee.

  • Ukraine-Krieg: Ukrainische Mediziner werden in Frankreich ausgebildet

    Ukraine-Krieg: Ukrainische Mediziner werden in Frankreich ausgebildet

    In der Ukraine besteht ein großer Bedarf an Ärzten, die für militärische Konflikte ausgebildet sind. Jetzt kamen ukrainische Mediziner nach Frankreich, um sich in Kriegsmedizin ausbilden zu lassen, damit sie anschließend in ihrer Heimat Leben retten können. Als Patient dient eine Puppe, bei der es sich angeblich um einen 28-jährigen Mann handelt, der bewusstlos ist. Er hat Granatsplitter abbekommen. Ein ukrainischer Intensivmediziner und eine Krankenschwester, sind gerade in Metz (Moselle) angekommen, um sich in Kriegsmedizin ausbilden zu lassen. Im Nebenraum beobachten andere ukrainische Ärzte die Szene. Die aus Kiew stammenden Mediziner hatten bereits mit dem Krieg zu tun. Ohne entsprechende Ausbildung ist es für sie jedoch unmöglich, kriegstypische schwere Verletzungen zu behandeln. Das Ziel der Ausbildung ist es, sich an extreme Bedingungen anzupassen und mit dem Stress eines Einsatzes wie diesem umgehen zu können. „Natürlich gibt es Stress, das ist normal, aber man muss das alles …

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…