Schlagwort: Korsika

  • Korsika: 17 Häuser durch Explosionen beschädigt – wer steckt dahinter?

    Korsika: 17 Häuser durch Explosionen beschädigt – wer steckt dahinter?

    Am Sonntagabend wurden auf Korsika rund zehn Häuser, darunter auch Ferienhäuser und das ehemalige Finanzamt in Ajaccio von Explosionen beschädigt.

    Mehrere Häuser, die meisten davon Zweitwohnsitze, wurden in einigen Dörfern in der Gegend von Ajaccio (Bastelicaccia, Tavaco, Vico, Villanova, Vignanello) am Sonntagabend zwischen 22.30 Uhr und 22.45 Uhr durch eine Reihe fast zeitgleicher Explosionen zum Teil schwer beschädigt.

    Bei den Explosionen wurde niemand verletzt und es wurden keine Bekennerschreiben an den Tatorten gefunden. Eine weitere Explosion richtete sich um 23.40 Uhr gegen das ehemalige Finanzamt von Ajaccio.

    Die zuständige Gendarmerie und Kriminalpolizei leiteten Untersuchungen ein. Ausserdem wurde die nationale Antiterrorismus-Staatsanwaltschaft über die Taten informiert.

    Im Departement Haute-Corse wurden ebenfalls mindestens fünf im Bau befindliche Häuser südlich von Bastia in Lucciana, am Cap Corse in Erbalunga und in Santa-Lucia-di-Moriani durch Sprengsätze beschädigt. Auch hier gab es keine Verletzten.

    Die korsische Nationale Befreiungsfront (FLNC) übernahm am Montag schließlich die Verantwortung für die Anschläge.

    Korsika erlebt seit fast zwei Jahren einen Anstieg von Brandstiftungen und Sprengstoffanschlägen, die sich hauptsächlich gegen Zweitwohnsitze richten und meist mit nationalistischen Tags versehen sind. Zu diesen Explosionen bekannten sich teils die korsische Nationale Befreiungsfront (FLNC), teils die GCC-Bewegung (Ghjuventù Clandestina Corsa), eine korsische Untergrundjugendbewegung.

    Laut einer Justizquelle wurden seit Jahresbeginn 50 Ermittlungen „im Zusammenhang mit Brandstiftungen oder Zerstörungshandlungen verschiedener Art“ auf Korsika von der nationalen Antiterrorismus-Staatsanwaltschaft eingeleitet. Im Jahr 2022 waren es 22, im Jahr 2021 drei und im Jahr 2020 vier solcher Anschläge.

    Die letzte Anschlags-Nacht dieser Art gab es in der Nacht vom 9. auf den 10. März 2019. In dieser Nacht hatten Brände oder Explosionen sieben Wohnhäuser in Corse-du-Sud und Haute-Corse schwer beschädigt. Für diese Taten wurden die beiden Hauptangeklagten im April 2022 vom Pariser Justizgericht zu sechs Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt.

  • Emmanuel Macron schlägt „Autonomie für Korsika“ vor und eine Verfassung innerhalb von sechs Monaten

    Emmanuel Macron schlägt „Autonomie für Korsika“ vor und eine Verfassung innerhalb von sechs Monaten

    Bei seiner Reise nach Korsika schlug Emmanuel Macron eine „Autonomie“ für die Insel vor. Dies sei „weder gegen den Staat noch ohne den Staat“ möglich. Er möchte, dass das Lokalparlament von Korsika innerhalb von sechs Monaten einen „institutionellen Text“ erarbeitet. Dies sei „ein historischer Moment“, so der französische Staatschef. Emmanuel Macron schlug am Donnerstag vor, dass „eine neue Etappe“ für Korsika und „eine Autonomie“ für die Insel erreicht werden könne – „weder gegen den Staat noch ohne den Staat“. „Wir müssen vorankommen“, denn „der Status quo wäre unser aller Scheitern“, versicherte der Präsident der Republik, als er in Ajaccio vor dem von den Nationalisten kontrollierten Parlament Korsikas sprach. Macron forderte die Abgeordneten der Insel auf, „einen Bezugsrahmen zu schaffen, der vollständig korsisch ist“, ohne dass sich der französische Staat zurückziehe: „Es wird weder eine Autonomie gegen den Staat noch eine Autonomie ohne den Staat sein“. Für ihn muss diese „neue …

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  • Emmanuel Macron auf Korsika: Autonomie der Insel wurde in wenigen Monaten zu einem wichtigen Thema

    Emmanuel Macron auf Korsika: Autonomie der Insel wurde in wenigen Monaten zu einem wichtigen Thema

    Das Regionalparlament von Korsika hat der französischen Regierung zwei Entwürfe zur Änderung des Statuts der Gebietskörperschaft vorgelegt, und Innenminister Gérald Darmanin hat im September bereits vorbereitende Gespräche geführt. Nun wird Emmanuel Macron mit großer Spannung auf Korsika erwartet. Der Besuch Macrons wird von den Autonomisten und Unabhängigkeitsbefürwortern mit Spannung erwartet. Der französische Präsident reist von Mittwoch, dem 27. bis Freitag, dem 29. September nach Korsika und seine Äußerungen zu dem von den Nationalisten entworfenen Autonomieprojekt werden mit großer Aufmerksamkeit verfolgt werden. Nach Informationen des Senders France 3 Corse wird Macron am Donnerstag das korsische Parlament besuchen, um eine Rede vor den Abgeordneten zu halten. Die dreitägige Reise Macrons zum Jahrestag der Befreiung des von der deutschen Armee besetzten Korsikas, wird von der Diskussion über den Status der Insel der Schönheit geprägt sein. Denn seit Juli 2022 und dem Tod des Sep…

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  • Korsika: Unbekannte platzieren Wildschweinkopf vor dem marokkanischen Konsulat

    Korsika: Unbekannte platzieren Wildschweinkopf vor dem marokkanischen Konsulat

    Am Sonntag wurde von Unbekannten vor dem marokkanischen Konsulat in Haute-Corse der Kopf eines Wildschweins abgelegt. Die Staatsanwaltschaft von Bastia hat eine Untersuchung eingeleitet.

    Ein „inakzeptabler Vorfall“. Am Sonntag, dem 27. August, leitete die Staatsanwaltschaft von Bastia (Haute-Corse) eine Untersuchung wegen „Aufstachelung zu Diskriminierung und Rassenhass“ ein. Die Ermittler interessieren sich sehr für den Kopf eines Wildschweins, der vor dem marokkanischen Konsulat in der Gemeinde Biguglia abgelegt worden war. Wie die Zeitung Corse Matin berichtete, wurde der abgetrennte Kopf des Tieres gegen 13:00 Uhr gefunden. Beamten der Polizei der Direction départementale de la sécurité publique (DDSP) begab sich vor Ort, um erste Feststellungen zu treffen. Vor Ort wurden keine Schäden festgestellt und soweit bekannt ist, wurden keine Forderungen gestellt.

    https://twitter.com/aliensraus/status/1696056492070207636

    Der Präfekt des Departements Haute-Corse, Michel Prosic, verurteilte „diese inakzeptable Tat auf das Schärfste und drückte der marokkanischen Generalkonsulin und ihren Mitarbeitern sowie allen im Departement lebenden marokkanischen Staatsangehörigen seine volle Unterstützung aus“.

    „So etwas hat es noch nie gegeben“
    Auch die marokkanische Generalkonsulin auf Korsika, Najoua El Berrak, äußerte sich zu dem Vorfall: „Es liegen noch keine Untersuchungsergebnisse vor. Ich möchte niemanden beschuldigen und die Angelegenheit nicht politisieren. Man muss vorsichtig und ruhig bleiben. Ich habe mit mehreren korsischen Abgeordneten telefoniert, die mir ihre Unterstützung zugesagt haben, darunter auch Herr Gilles Simeoni, der Präsident der korsischen Gebietskörperschaft“, erklärte die Generalkonsulin. Für sie sei dies „ein Novum in der Geschichte des marokkanischen Konsulats auf Korsika“.

    Im Jahr 2017 gab es bereits einen ähnlichen Vorfall. Der abgeschnittene Kopf eines Wildschweins wurde damals vor einem muslimischen Gebetsraum in L’Ile-Rousse (Haute-Corse) gefunden.

  • Tourismus: Korsika erlebt deutlichen Rückgang der Touristenzahlen

    Tourismus: Korsika erlebt deutlichen Rückgang der Touristenzahlen

    In diesem Sommer erlebt Korsika einen spürbaren Rückgang der Touristenzahlen. Der Hauptgrund dafür ist die Inflation und die schwindende Kaufkraft der Franzosen.

    Wo bleiben in diesem Jahr die Touristen? Die Ufer des Flusses Restonica (Haute-Corse) sind fast menschenleer. Einige Familien genießen die Ruhe des Flusses – zu ihrem eigenen Erstaunen, wenn man die Jahreszeit bedenkt. Auch auf einem nahen Campingplatz herrscht keine großes Treiben. Es stehen zahlreiche Stellplätze zur Verfügung, nur wenige Wohnwagen haben sich eingefunden. Der Mangel an Touristen wird sich in der finanziellen Bilanz der Branche bemerkbar machen. „In diesem Juli sehen wir einen großen Unterschied, etwa 30 % weniger“, erklärt Jeannine Mariotti, Geschäftsführerin des Campingplatzes in Tuani dem Sender France 3.

    Die gleiche Situation herrscht in einem Restaurant im Tal. In den 25 Jahren seines Bestehens erlebt das Lokal eine seiner schlechtesten Saisons. Über die Ursachen dieses trüben Sommers herrscht Einigkeit. „Wir bekommen die finanzielle Krise zu spüren“, sagt Jean-Christophe Barrau, Manager des Hotels Arena Le Refuge. Korsika leidet auch unter der Konkurrenz anderer Mittelmeerziele, die in dieser Zeit der Inflation erschwinglicher sind. Der Tourismussektor auf Korsika muss sich also wohl eine neue Strategie überlegen, um für Touristen wieder attraktiv zu werden.

  • Brände auf Korsika: 200 Hektar in wenigen Stunden verwüstet – 200 Feuerwehrleute und 70 Löschzüge mobilisiert

    Brände auf Korsika: 200 Hektar in wenigen Stunden verwüstet – 200 Feuerwehrleute und 70 Löschzüge mobilisiert

    Am Dienstag gegen 22 Uhr kam es auf Korsika in einem Abstand von nur einem Kilometer zu zwei Brandausbrüchen, bevor sich die beiden Brände vereinigten. Rund 200 Feuerwehrleute und 70 Löschzüge waren im Einsatz.

    In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, dem 26. Juli, kämpften die Feuerwehrleute in der Region Haute-Corse, unweit der Touristenhochburg Ile-Rousse, gegen ein durch Windböen angefachtes, heftiges Feuer. Gegen 3 Uhr morgens erreichten die Flammen nach Angaben der Feuerwehr die Nähe der drei Dörfer Corbara, Pigna und Santa-Reparata-Di-Balagna.

    Gegen 22 Uhr kam es im Abstand von nur einem Kilometer zu zwei Brandausbrüchen, bevor sich die beiden Brände in der Gegend von Corbara trafen, weshalb die Feuerwehr von einer möglichen Brandstiftung ausgeht. Das Feuer hat „schnell an Größe gewonnen, da es von einem sehr, sehr starken und konstanten Wind angefacht wird“. Der Kommandant der Feuerwehr Calvi, Frédéric Antoine-Santoni, erklärte gegenüber dem Sender France Bleu RCFM, dass sich das Feuer um 7 Uhr morgens bereits auf 200 Hektar ausgebreitet habe.

    5 Tote bei Bränden und heftigen Gewittern in Italien. Mindestens fünf Menschen sind in Italien bei heftigen Gewittern im Norden des Landes und Bränden in Sizilien ums Leben gekommen. Dies könnte die Regierung dazu veranlassen, in den am stärksten betroffenen Regionen den Notstand auszurufen. Parallel zu den Unwettern, die den Norden Italiens heimsuchen, wird der Süden von einer Hitzewelle heimgesucht, wobei am Montag in Catania auf Sizilien eine Temperatur von 47,6°C gemessen wurde, wie der örtliche Zivilschutz berichtete.

    Drei Todesopfer auf der griechischen Insel Euböa. Zwei Piloten eines Canadair-Löschflugzeugs starben beim Absturz ihres Flugzeugs und die Leiche eines Mannes wurde am Dienstag im Süden der Insel Euböa verkohlt aufgefunden. Das Land wird seit zehn Tagen von heftigen Bränden vor dem Hintergrund sehr heißer Temperaturen heimgesucht. Besonders verheerend sind die Brände auf Touristeninseln wie Rhodos vor der türkischen Küste und am anderen Ende des Landes auf Korfu im Ionischen Meer, während die Touristensaison in vollem Gange ist.

    Mindestens 34 Tote in Algerien seit Sonntag. In Algerien setzten die Feuerwehrleute ihre Bemühungen fort, elf Brandherde zu bewältigen, die den Nordosten des Landes verwüstet haben. Vorher war es ihnen bereits gelungen, die meisten Brände unter Kontrolle zu bringen, die in drei Tagen mindestens 34 Todesopfer gefordert haben.

  • Immer mehr Touristen entscheiden sich für die Überfahrt nach Korsika für das Segelboot

    Immer mehr Touristen entscheiden sich für die Überfahrt nach Korsika für das Segelboot

    Um vom Festland nach Korsika zu fahren, gibt es die großen Fähren oder das Flugzeug. Ab diesem Sommer gibt es nun eine weitere Möglichkeit, das Mittelmeer zu überqueren. Sie ist umweltfreundlicher, kostet aber etwas mehr: das Segelboot.

    Nach einem Blick auf die Wetterkarten und der Überprüfung der Schwimmwesten geht es los. „Wir verlassen den Hafen in Richtung Calvi“, verkündet Frédéric, der Kommandant des Segelschiffs, über Walkie-Talkie. Das 15 Meter lange Einrumpfboot fährt den ganzen Sommer über täglich zwischen Saint-Raphaël und Calvi an der Nordwestküste Korsikas hin und her. Es ist eine Initiative des Unternehmens Sailcoop. Die Idee dahinter ist, eine etwas umweltfreundlichere Alternative zum Flugzeug oder zur Fähre anzubieten, die viel Treibstoff verbrauchen und daher Treibhausgase ausstoßen, um das Mittelmeer zu überqueren.

    Die Überfahrt dauert zwischen 18 und 20 Stunden. An Bord ist Jérôme, ein 30-jähriger belgischer Passagier, der sich mit Freunden auf Korsika treffen will und davon überzeugt ist, dass man nicht mehr so reisen darf wie früher: „Ich versuche, den Leuten zu zeigen, dass es einen anderen Weg gibt. Ich habe den Zug von Brüssel aus genommen, es gibt also die Möglichkeit, von Brüssel nach Calvi oder noch weiter nach Korsika zu gelangen, und das fast ‚kohlenstofffrei‘.“

    Für diese Reise ist die Bilanz nur fast „null Kohlenstoff“, denn mangels ausreichenden Windes wird die Hälfte der Strecke schließlich mit dem Motor und nicht mit dem Segel zurückgelegt. Im Jahr 2022 wurden im Durchschnitt viereinhalb Liter Diesel pro Passagier verbraucht. Im allgemeinen ökologischen Interesse hat das Unternehmen Sailcoop grünes Licht erhalten, um in diesem Sommer eine tägliche Überfahrt anzubieten.

    Das hat allerdings seinen Preis. Die einfache Fahrt auf einem Segelschiff kostet 240 Euro pro Person, gegenüber durchschnittlich 40 Euro für eine Fähre und oft weniger als 100 Euro für ein Flugzeug. Trotz allem ist es für die acht Passagiere, die an Bord gehen können, eine großartige Erfahrung. „Der Urlaub beginnt wirklich schon auf dem Schiff“, meint Frédéric, der Kapitän. Wenn man hingegen in ein Flugzeug steigt, kann man es kaum erwarten, am Flughafen anzukommen und dann seinen Urlaub zu beginnen.

    Die Passagiere können die Überfahrt genießen: ein ruhiges und sanftes Meer, kein anderes Schiff am Horizont, nur ein leichtes Rollen ist zu spüren. An Bord wird ein Abendessen serviert, mit Blick auf den Sonnenuntergang und, wenn man Glück hat, auch mit Blick auf ein paar Delphine. Sobald die Nacht hereingebrochen ist, geht jeder in seine holzgetäfelte, gemütliche Kabine. Am nächsten Tag erreicht das Segelboot sein Ziel, den Hafen von Calvi. „Es dauerte die gleiche Zeit wie auf der Fähre, war aber zehnmal angenehmer. Es war eine sehr schöne Überfahrt“, sagt der belgische Passagier Jérôme.

  • Korsika: Der geheimnisvolle Schatz von Lava

    Korsika: Der geheimnisvolle Schatz von Lava

    Vor 40 Jahren entdeckte der junge Korse Felix Biancamaria beim Seeigelfischen in der Nähe von Ajaccio Hunderte von Goldmünzen. Wem aber gehörte dieser Schatz? Darum geht es in einem Prozess, der im nächsten Jahr stattfinden wird.

    Es handelt sich um einen der fabelhaftesten Schätze, die je in Frankreich gefunden wurden. Über 1.400 Goldmünzen und andere Goldgegenstände aus dem Römischen Reich. Wie gelangte dieser Schatz im 3. Jahrhundert n. Chr. in die Bucht von Ajaccio? Hatte ein mit Gold beladenes Schiff Schiffbruch erlitten oder war der Schatz in den korsischen Bergen versteckt worden? Diese Frage steht jetzt im Mittelpunkt einer juristische Auseinandersetzung rund um den mysteriösen Schatz von Lava.

    Die Geschichte beginnt vor 40 Jahren. An einem Morgen im November 1985 erzählt Félix Biancamaria, dass er in einer kleinen Bucht, etwa zehn Kilometer von Ajaccio entfernt, Seeigel fischen ging. Und er machte einen wundersamen Fang. Ganz in der Nähe der Küste, in weniger als zwei Metern Tiefe, findet er eine Goldmünze, dann zehn und schließlich Hunderte von Goldmünzen. Wochenlang verkauft er seinen Schatz diskret in Paris bei Numismatikern. Sie bieten ihm Summen, die weit unter dem Wert der 18 Jahrhunderte alten Münzen liegen, aber für ihn war es bereits ein kleines Vermögen.

    Ein Schatz, der auf fast 10 Millionen Euro geschätzt wird.
    Zurück auf Korsika führt der 25-Jährige das Leben eines Millionärs. Ein Jahr später ist die Party vorbei. Félix Biancamaria wird festgenommen. Die Überreste des Schatzes werden beschlagnahmt und er wird wegen Unterschlagung eines Schiffswracks zu 18 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Dieser Verurteilungsgrund wird von den beiden Anwältinnen, die heute mit dem Fall betraut sind, angefochten. Denn eine Frage bleibt: Woher stammte der Schatz überhaupt?

    In diesem Rechtsstreit steht viel auf dem Spiel. Der Wert des Schatzes von Lava wird heute auf fast 10 Millionen Euro geschätzt. Wenn er sich ursprünglich auf festem Boden befand, hat der Entdecker Anspruch auf 50 % dieses Wertes. Wenn er jedoch durch einen Schiffbruch ins Meer gelangt ist, dann ist das Gesetz formell: Er gehört vollständig dem Staat. Ein großer Teil der von Felix Biancamaria verkauften Münzen wurde nie wiedergefunden. Im Jahr 2020 wurde er erneut angeklagt, weil er Gegenstände aus dem Schatz versteckt hatte und die nie deklariert worden waren. Sein Prozess ist für den kommenden Januar angesetzt.

  • Großer Schrecken: An Bord einer Fähre zwischen Korsika und Marseille bricht ein Brand aus

    Großer Schrecken: An Bord einer Fähre zwischen Korsika und Marseille bricht ein Brand aus

    Im Maschinenraum der Monte d’Oro, einer Fähre der Corsica Linea, brach ein Feuer aus, als sich das Schiff auf der Überfahrt von Korsika nach Marseille befand.

    Am Dienstag, dem 6. Juni, brach im Maschinenraum der Monte d’Oro ein Feuer aus, während sie sich auf der Überfahrt zwischen Korsika und Marseille befand, wie die Zeitung La Provence berichtete. Pierre-Antoine Villanova, Generaldirektor der Reederei, gab an, dass der Brandausbruch „um 20.20 Uhr, etwa 1,5 Stunden nach der Abfahrt“ stattgefunden habe.

    Ankunft erst 19 Stunden nach der Abfahrt
    „Wir glauben, dass das, was passiert ist, damit zusammenhängt, dass Öl oder Treibstoff auf die Motoren, die heiß waren, spritzte. Die Ursache könnte mit einem Leitungsleck zusammenhängen“. Die Besatzung brachte den Brand unter Kontrolle und sicherte das Schiff, das seine Fahrt wesentlich langsam mit einer Geschwindigkeit von 7 Knoten, im Gegensatz zu den üblichen 18 bis 20 Knoten, fortsetzen konnte. Die Fähre kam am Mittwoch, dem 7. Juni, am frühen Nachmittag gegen 14 Uhr in Marseille an. Das heißt, fast 19 Stunden nach der Abfahrt.

    50 Passagiere an Bord
    Es gab keine Verletzten, auch keine Leichtverletzten. „Die 45-köpfige Besatzung hat sich sehr professionell verhalten. Sobald das an den Maschinen eingesetzte Personal mit der Brandbekämpfung begann, kamen die Seeleute zu Hilfe. Es gab keine Panik an Bord, alles war unter Kontrolle. Ich betone, dass niemand gefährdet wurde. An diesem Tag waren nur 50 Passagiere an Bord“, so Pierre-Antoine Villanova.

  • Korsika: Die berühmten Klippen von Bonifacio sind von Erosion bedroht

    Korsika: Die berühmten Klippen von Bonifacio sind von Erosion bedroht

    Bonifacio (Corse-du-Sud) und seine hohen Klippen, die vom Wind geformt und vom Meer ausgehöhlt wurden, ziehen seit Jahrzehnten viele Touristen an. Jetzt hat die natürliche Erosion diese Klippen brüchig gemacht und die Einwohner sind gezwungen, ihre Häuser zu verlassen.

    Vom Meer aus gesehen zeigt Bonifacio (Corse-du-Sud) seine ganze Pracht. Seine Kalksteinklippen sind mit einer Höhe von 106 m einzigartig. Ein Naturschatz, der einst den Ruf der Gemeinde begründet hat und heute ihre große Anfälligkeit zeigt. Die Zitadelle droht an einigen Stellen einzustürzen. Zwei Gebäude dürfen bereits nicht mehr betreten werden. „Ich wurde von einem Tag auf den anderen aus meinem Haus vertrieben. Ich hatte zwei Monate Zeit. Ich habe einen Brief erhalten, in dem mir mitgeteilt wurde, dass ich die Räumlichkeiten verlassen muss“, beklagt einer der beiden Eigentümer auf dem Sender France 3.

    An Bonifacio knabbert der Zahn der Erosion. Drei Jahre lang wurden Sondierungen durchgeführt und Gutachten erstellt, die zwei 80 m hohe Verwerfungen zutage förderten. 25 Häuser am Rande der Klippen wurden als gefährdet identifiziert. Die Ankündigung erfolgte auf einer öffentlichen Versammlung. Um die Fragen der verängstigten Hausbesitzer zu beantworten, war eigens der Unterpräfekt Gaël Rousseau angereist. Der Staat verpflichtete sich, zusätzliche Studien zu finanzieren. „Wenn es eine starke Gefährdung mit einem hohen Risiko gibt, ist es wichtig, dass man rechtzeitig Maßnahmen ergreifen kann, um zu verhindern, dass die Bevölkerung in eine Risikoposition gebracht wird“, so der Unterpräfekt. Allerdings wird der Marktplatz, der im Juni 2022 per Präfekturerlass für den Zutritt gesperrt wurde, von den Anwohnern weiterhin frequentiert.