Schlagwort: Klimaschutz

  • Marches pour le futur: Mehrere tausend Demonstranten gestern in Paris

    Marches pour le futur: Mehrere tausend Demonstranten gestern in Paris

    Am Vorabend der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen wurden am Samstag, 9. April, in mehreren französischen Städten „Marches pour le futur“ (Märsche für die Zukunft) organisiert. In Paris stand der Kampf gegen die globale Erwärmung im Mittelpunkt des Demonstrationszuges. Paris, Lyon, Bordeaux, Rennes, Montpellier. Die Kundgebungen, zu denen verschiedene Umwelt-, Wohltätigkeits- und feministische Organisationen aufgerufen hatten, zählten insgesamt mehrere zehntausend Teilnehmer. Die Forderungen der Demonstranten lauteten, dass die nächsten fünf Jahre für „Gerechtigkeit, Klima, Gleichheit und Frieden“ stehen sollten. In Paris erinnerten die Plakate an die Klima-Krise: „Roter Alarm für eine grünere Zukunft“, „Isolieren wir die Wohnungen, nicht die Menschen“, usw. Für die Demonstranten gibt es angesichts der Erderwärmung keine Zeit mehr zu verlieren: „Es ist ein Schrei aus dem Herzen, damit sie erkennen, dass uns das wichtig ist und dass alles andere uns egal ist. Dieser Notfall ist der…

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  • Klima: Griechenland, Irland und die Schweiz wollen auf mehr Windenergie setzen

    Klima: Griechenland, Irland und die Schweiz wollen auf mehr Windenergie setzen

    Die Energiepreise nehmen inzwischen einen wichtigen Platz in den Debatten des Präsidentschaftswahlkampfes in Frankreich ein. Nun haben sich mehrere europäische Länder dafür entschieden, auf mehr Windkraft zu setzen. Dies ist etwa in Griechenland und Irland der Fall. Die Schweiz würde gerne nachziehen.

    In Griechenland werden trotz starker Opposition immer mehr Windkraftanlagen gebaut.
    Die Energiewende veranlasst die liberale griechische Regierung, massiv in Windkraftanlagen zu investieren. Die Bevölkerung in den betroffenen Regionen wehrt sich jedoch seit Jahren vehement dagegen. Überall im Land kommt es zu Demonstrationen gegen die Errichtung von Windkraftanlagen, die oft bis zu 120 Meter hoch sind.

    In Agrafa, auch bekannt als die griechischen Alpen, einer Region von einzigartigem ökologischem Interesse, die als Natura 2000 eingestuft wurde, auf den Inseln Tinos, Andros, in Skyros, auf Kreta – wo mehr als 1.000 Windräder entstehen sollen – auf der Insel Ikaria haben die Einwohner ihre Ablehnung zum Ausdruck gebracht. Aber vor allem auf der Insel Euböa ist der Protest zu spüren. Fast 700 riesige Windräder, so weit das Auge reicht. Und mehrere Dutzend sollen in den kommenden Monaten noch gebaut werden.

    Warum aber entscheidet sich Griechenland dafür, Windkraftanlagen auf seinen Inseln mit hohem Tourismuspotenzial zu errichten? Die letzten Regierungen haben es mit den geltenden Umweltstandards nicht so genau genommen. Es werden Gebiete, die als Natura 2000 eingestuft und somit eigentlich geschützt sind, tendenziell ignoriert. Sogar archäologische Stätten werden beeinträchtigt, wie auf der Insel Andros. Denn es ist viel billiger, Windkraftanlagen auf Bergen und Anhöhen zu installieren als auf dem Meer.

    Die Gegner von Windkraftanlagen fordern die Einhaltung von Umweltstandards. Sie sind nicht gegen Windkraftanlagen an sich, sondern gegen ihre Industrialisierung. Sie wollen sie nach den Bedürfnissen der Einwohner aufstellen, wie auf der Insel Tilos. Was die Regierung mit den Tausenden von Windrädern jedoch tut, ist laut ihren Gegnern, die Energie zu kommerzialisieren. Und der Widerstand ist so groß, dass die Regierung in letzter Zeit mehrere Lizenzen widerrufen und sechs Bergregionen unter besonderen Schutz stellen musste.

    Irland versucht, die erzeugte Energie zu speichern.
    In Irland hat sich die Regierung ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: 80% erneuerbare Energien bis 2030, doppelt so viel wie in Frankreich. Die irische Regierung setzt insbesondere auf die Speicherung der überschüssigen Energie, die von Windkraftanlagen in windreichen Zeiten erzeugt wird. So soll verhindert werden, dass fossile Brennstoffe in der Energieversorgung eine wichtige Rolle spielen.

    In mehreren Buchten des Landes wird derzeit nach Möglichkeiten gesucht, die überschüssige Energie unter dem Meeresspiegel zu speichern. Denn bei fossilen Energieträgern ist es einfacher, das Energie-Angebot an die Nachfrage anzupassen. Man muss nur mehr produzieren, wenn die Nachfrage steigt, z. B. im Winter. Windkraftanlagen sind wetterabhängig. Irland sucht nach einem Weg, die große Menge an Energie, die während Zeiten starker Winde erzeugt wird, nicht zu verlieren. Umgekehrt soll der Strom aus Windkraft aber auch bei Windstille nicht ausgehen, wie es im letzten Sommer eineinhalb Monate lang der Fall war.

    Bis zum Ende des Jahrzehnts will man diese grüne Energie mehrere Wochen lang in Unterwasser-Salzkavernen in Form von Wasserstoff speichern können, einem Gas, das für das Transportwesen und die Industrie weiterverarbeitet werden kann. Und der Vorteil dieser Technik ist, dass sie im Gegensatz zur Speicherung in Batterien umweltfreundlich ist.

    Der Anstieg der Energiepreise in den letzten Wochen – unter anderem aufgrund des Krieges in der Ukraine – hat den Übergang zu nachhaltigen Energiequellen noch dringlicher gemacht. Das Projekt zur Stromspeicherung wurde vor Beginn der russischen Invasion gestartet, doch jetzt macht es wirklich Sinn. Vor allem in einem Land wie Irland, das vom Meer umgeben ist und dem es daher kaum möglich ist, einen Austausch von grüner Energie zwischen zwei Ländern zu erreichen. Irland muss diese Probleme gewissermaßen alleine und vor seinen europäischen Nachbarn lösen.

    Zu beachten ist auch, dass es in Irland keine Kernenergie gibt, diese ist dort illegal. Wenn das Land also aus den fossilen Brennstoffen aussteigen und den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2030 verfünffachen will, muss es insbesonders auf die Speicherung setzen.

    Die Windenergie in der Schweiz ist Gegenstand gerichtlicher Auseinandersetzungen.
    Im Gegensatz zu den Beispielen aus Irland und Griechenland tritt die Schweiz im Moment auf der Stelle. Dort macht die Windenergie bisher nur 0,25 % der gesamten Stromerzeugung aus, mit 41 Windkraftanlagen, die über das ganze Land verteilt sind. Das ist wenig für ein Land, das bis 2050 CO2-neutral sein will und beschlossen hat, langfristig auf Atomkraft zu verzichten. Im Sommer kann sich die Schweiz auf ihre Wasserkraftstaudämme verlassen. Im Winter muss jedoch Strom aus den umweltschädlichen Kohle- und Gaskraftwerken in Deutschland importiert werden.

    Windenergie ist neben der Solarenergie einer der Wege, wie die Schweiz ihre Ziele im Kampf gegen den Klimawandel einhalten und gleichzeitig ihre Energieautonomie sichern will. Wenn Windkraftanlagen strategisch so wichtig sind, warum steht die Schweiz im europäischen Vergleich so schlecht da?

    Ein Grund für die Verzögerung ist die Vielzahl an Gerichtsverfahren, die ebenso zahlreich sind wie die Windparkprojekte in der Schweiz. So dauerte es beispielsweise 23 Jahre, bis die sechs Windräder in Sainte-Croix wegen der vielen Gerichtsverfahren das Licht der Welt erblicken konnten.

    Die Folge ist, dass Schweizer Unternehmen zehnmal mehr Windkraftanlagen im Ausland bauen als in der Schweiz, aber das könnte sich ändern. Die Behörden wollen die Klagemöglichkeiten einschränken. Sehr zum Leidwesen der Anwohnerverbände, die gegen Windkraftanlagen sind und von einer Verweigerung der Demokratie sprechen.

  • Klimakrise: Welche Präsidentschaftskandidaten halten das Pariser Abkommen ein?

    Klimakrise: Welche Präsidentschaftskandidaten halten das Pariser Abkommen ein?

    Wer die Präsidentschaftswahlen gewinnt, muss wichtige Entscheidungen treffen, um die globale Erwärmung zu begrenzen. In Zusammenarbeit mit dem Verein Les Shifters bietet Franceinfo heute eine detaillierte Analyse der von den Elysee-Anwärtern vorgeschlagenen Maßnahmen. Sind die Programme der Kandidaten mit den Zielen des Pariser Abkommens vereinbar? Diese Frage wollte Franceinfo wenige Tage vor der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen 2022 beantworten. Hier Überblick über die Bewertung der Programme und für jeden Kandidaten eine Zusammenfassung der Analyse des Vereins Les Shifters. Die vollständige Bewertung findet man auf dieser Website. Kein Kandidat erfüllt die Ziele des Pariser Abkommens vollständig Die Analyse der zwölf Wahlprogramme zeigt, dass die Kandidaten insgesamt weit von den Zielen des Pariser Klimaabkommens entfernt sind. kein Kandidat präsentiert einen Plan mit Maßnahmen, die kohärent und detailliert genug sind, um dem Pariser Abkommen „sehr nahe“ zu kommen. Diejenigen…

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  • Präsidentschaftswahlen 2022: Wie sieht Emmanuel Macrons Bilanz in Sachen Umwelt aus?

    Präsidentschaftswahlen 2022: Wie sieht Emmanuel Macrons Bilanz in Sachen Umwelt aus?

    Weniger als zwei Monate vor der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen bleibt die Frage, was während der fünfjährigen Amtszeit für die Ökologie getan oder nicht getan wurde. Von der vom Staatschef verkündeten Strategie über die tatsächlich ergriffenen Maßnahmen bis hin zu denjenigen, die im Kampf gegen den Klimawandel vergessen wurden. „Wir haben einen weiten Weg zurückgelegt. Aber wir haben uns verspätet.“ Als Emmanuel Macron am Donnerstag, dem 10. Februar, seinen Plan für die Energiezukunft Frankreichs vorstellte, räumte er ein, dass die Windenergie im Land nur schwer in Schwung kommt. Die Ankündigungen des Staatschefs, zwei Monate vor den Präsidentschaftswahlen, werfen Fragen zur Bilanz seiner fünfjährigen Amtszeit im Umweltbereich auf. Ökologie ist nicht in der DNA von Emmanuel Macron verankert. „Er ist ein ehemaliger Finanzinspektor, der an den Staat glaubt, einen produktivistischen Staat“, erinnert Bruno Cautrès, Forscher am CNRS, in einem Artikel von Franceinfo. „Er glaubt an d…

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  • COP26: Am Samstagabend endlich eine Einigung zum Kampf gegen die globale Erwärmung

    COP26: Am Samstagabend endlich eine Einigung zum Kampf gegen die globale Erwärmung

    Auf der COP26 wurde am Samstagabend in extremis eine Einigung erzielt, um den Kampf gegen die globale Erwärmung zu verstärken. Der Inhalt der Vereinbarung ist wie folgt. Die 200 Länder, die an der COP26 teilgenommen haben, haben am Samstag eine Vereinbarung zur Beschleunigung des Kampfes gegen die globale Erwärmung getroffen, ohne aber sicherzustellen, dass die Erwärmung auf 1,5°C begrenzt wird, und ohne auf die Forderungen der armen Länder nach Hilfe einzugehen. Der Text, der als „Glasgow-Klimapakt“ bezeichnet wird, wurde nach zwei Wochen harter Verhandlungen mit dem Hammerschlag des britischen Präsidenten der Weltklimakonferenz, Alok Sharma, angenommen. Der COP26-Vorsitzende sagte mit emotionaler Stimme und Tränen in den Augen, es tue ihm „zutiefst leid“, dass auf Wunsch Chinas und Indiens in letzter Minute noch Änderungen in der Frage der fossilen Brennstoffe vorgenommen wurden. Zuvor hatte er gesagt, dass das Abkommen „ein Jahrzehnt wachsender Ambitionen“ in Sachen Klima einläutet….

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  • COP26 in Glasgow: Die 4 neuen Verpflichtungen Frankreichs

    COP26 in Glasgow: Die 4 neuen Verpflichtungen Frankreichs

    Die COP26 ging am Samstag, dem 13. November, in die Verlängerung. 197 Länder und mehr als 20.000 Vertreter kamen in Schottland zusammen, um gegen die globale Erwärmung zu kämpfen. Hier sind die 4 neuen Verpflichtungen, die Frankreich eingegangen ist.

    Seit vierzehn Tagen nimmt Frankreich am Klimagipfel teil. Es hat sich zu mehreren Vereinbarungen verpflichtet, die auf dieser sechsundzwanzigsten Tagung der Konferenz der Vertragsparteien (COP) ausgearbeitet wurden.

    Verringerung der Gas- und Ölförderung
    BOGA steht für „Beyond Oil & Gas“, oder „Au-délà du pétrole et du gaz“ für Französischsprachige. Am Donnerstag, 11. November, schloss sich Frankreich dem Bestreben an, den Ausstieg aus den fossilen Brennstoffe zu beschleunigen. Es ist ein von Dänemark und Costa Rica initiiertes Abkommen, das „Praktiken festlegen soll, die den Regierungen helfen, ihre Verpflichtung zum Ausstieg aus der Öl- und Gasförderung zu erfüllen“, heißt es auf der Website des Ministeriums für den ökologischen Übergang.

    Lesen Sie auch: COP26: Die EU und Frankreich sollten “mit gutem Beispiel vorangehen”, sagt Greenpeace Frankreich

    Dieses Abkommen ist eine notwendige Verpflichtung, um die im Pariser Abkommen von 2015 festgelegten Ziele zu erreichen. Leider haben sich bisher nur ein Dutzend Länder der Koalition angeschlossen: Dänemark, Costa Rica, Frankreich, Portugal, Quebec, Schweden, Italien, Irland, Wales, Neuseeland, Grönland und ein amerikanischer Bundesstaat: Kalifornien.

    Beendigung der Finanzierung fossiler Brennstoffe im Ausland ohne Kohlenstoffabscheidungstechnologien
    Frankreich hat sich verpflichtet, bis 2022 die Finanzierung von Projekten zur Nutzung fossiler Brennstoffe im Ausland zu verbieten, die nicht über Techniken zur Kohlenstoffabscheidung verfügen, erklärte die Ministerin für den ökologischen Übergang, Barbara Pompili. „Die Unterzeichnung dieses Abkommens ist eine kohärente Entscheidung Frankreichs, das schon immer zu den ehrgeizigen Ländern im Bereich des Klimaschutzes gehörte“, erklärte sie gegenüber der schottischen Presse.

    Lesen Sie auch: COP26: 19 Länder, darunter die USA, verpflichten sich, die Finanzierung fossiler Brennstoffe im Ausland…

    Eine Koalition aus rund 20 Ländern, darunter Deutschland und die USA. Gas und Öl werden zum ersten Mal in ein solches Projekt einbezogen, die G20-Staaten hatten sich bereits darauf geeinigt, Kohlekraftwerksprojekte im Ausland zu stoppen. Das Abkommen enthält die Zusage, Gelder aus diesen Investitionen in erneuerbare Energien umzuleiten, die nach Expertenschätzungen mehr als 15 Milliarden Dollar betragen könnten.

    Stopp der Entwaldung bis 2030
    Am 2. November haben sich fast 180 Länder, darunter auch Frankreich, dazu verpflichtet, die Entwaldung bis 2030 zu stoppen. 16,5 Milliarden Euro werden für den Schutz und die Wiederherstellung der Wälder bereitgestellt. Zwölf Länder, darunter auch Frankreich, verpflichten sich, zwischen 2021 und 2025 gemeinsam 10,3 Milliarden Euro an öffentlichen Mitteln zur Bekämpfung der Entwaldung zu mobilisieren. Dieser Betrag wird durch private Mittel ergänzt.

    Lesen Sie auch: Umwelt: Ein Wissenschaftler will einen riesigen Wald in Europa schaffen

    Diese Verpflichtung spiegelt die New Yorker Erklärung zu den Wäldern von 2014 wider. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich viele Länder bereits verpflichtet, die Entwaldung bis 2020 zu halbieren und bis 2030 ganz zu stoppen. Umweltschützer halten dies allerdings für viel zu spät.

    Reduzierung der Methanemissionen
    Auch am 2. November wurde ein anderes Versprechen abgegeben: die Reduzierung der Treibhausgasemissionen um mindestens 30% gegenüber dem Stand von 2020. Mehr als hundert Länder, die für 40% der weltweiten Methanemissionen verantwortlich sind, haben das Abkommen unterzeichnet. Methan, das durch Landwirtschaft und Viehzucht, fossile Brennstoffe und Abfälle freigesetzt wird, ist nach Kohlendioxid das zweithäufigste Treibhausgas, das durch menschliche Aktivitäten verursacht wird.

    Lesen Sie auch: COP26: 100 Länder wollen Methanemissionen bis 2030 um 30% zu reduzieren

    Methan steht im Kampf gegen die globale Erwärmung weniger im Rampenlicht, obwohl es eine echte Bedrohung für die Umwelt darstellt. Sein Erwärmungseffekt ist pro Kilogramm etwa 29 Mal größer als der von CO2 über einen Zeitraum von 100 Jahren und etwa 82 Mal über einen Zeitraum von 20 Jahren.

    Leider haben sich die drei größten Verschmutzer, China, Russland und Indien, der Koalition nicht angeschlossen, was die Wirkung dieser Verpflichtung schmälert.

  • COP26: Die EU und Frankreich sollten „mit gutem Beispiel vorangehen“, sagt Greenpeace Frankreich

    COP26: Die EU und Frankreich sollten „mit gutem Beispiel vorangehen“, sagt Greenpeace Frankreich

    „Auf europäischer und französischer Seite sehen wir einen konservativen Ansatz, der nicht geeignet ist, den Verhandlungen eine positive Dynamik zu verleihen“, sagt Clément Sénéchal, Klimasprecher von Greenpeace Frankreich in einem Interview mit Franceinfo. „Auf europäischer und französischer Seite haben wir einen konservativen, ja apathischen Ansatz im Kampf gegen die globale Erwärmung, der den COP26-Verhandlungen keine positive Dynamik verleihen wird“, sagte Clément Sénéchal, Klimasprecher der Nichtregierungsorganisation Greenpeace Frankreich, gegenüber Franceinfo. Ihm zufolge sollten die Europäische Union und Frankreich „mit gutem Beispiel vorangehen und positive Ankündigungen machen, um die Verhandlungen auf ein höheres Niveau zu bringen“. Frage: Ist die COP26 bereits gescheitert, wie die Schwedin Greta Thunberg befürchtet? Clément Sénéchal: Nein, wir werden bis zum Ende der zweiten Woche warten müssen, wenn die Verhandlungen in die heiße Phase gehen. In dieser Woche gab es einige …

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  • Umwelt: Kohlenstoffemissionen steigen wieder an

    Umwelt: Kohlenstoffemissionen steigen wieder an

    Der Rückgang der CO2-Emissionen im Jahr 2020 ist nicht von Dauer. Laut einer Studie, die auf der COP26 in Glasgow veröffentlicht wurde, ist der Rekordwert der Treibhausgaskonzentration im Jahr 2019 jetzt fast wieder erreicht worden. Die Pandemie hat im vergangenen Jahr einen Großteil der Welt und der Wirtschaft zum Erliegen gebracht. Es war nur eine kurze Atempause für die Atmosphäre: Die Wirtschaft ist wieder voll im Gang, es gibt wieder Staus und die Fabriken laufen auf Hochtouren. Nach einem historischen Rückgang der CO2-Emissionen um 5,4% im Jahr 2020 werden sie voraussichtlich wieder stark ansteigen. Bis Ende des Jahres wird der Anstieg fast 4,9% betragen. „Dies spiegelt die enge Verbindung zwischen der Wirtschaft und der Nutzung fossiler Brennstoffe wider, die CO2-Emissionen verursachen“, erklärt Philippe Bousquet, Professor für Umweltphysik. Kohle als Hauptfeind des KlimasEiner der fossilen Brennstoffe, der besonders unter Beschuss steht, ist die Kohle, deren Kohlenstoffemissio…

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  • COP26: 19 Länder, darunter die USA, verpflichten sich, die Finanzierung fossiler Brennstoffe im Ausland zu beenden

    COP26: 19 Länder, darunter die USA, verpflichten sich, die Finanzierung fossiler Brennstoffe im Ausland zu beenden

    Die G20-Staaten hatten sich kürzlich darauf geeinigt, die Unterstützung von Kohlekraftwerken in Übersee einzustellen. Eine neue wichtige Verpflichtung zur Bekämpfung der globalen Erwärmung auf der COP26: Neunzehn Länder kündigten am Donnerstag, 4. November, an, dass sie die ausländische Finanzierung von Projekten für fossile Brennstoffe ohne Kohlenstoffabscheidungstechnologie bis Ende 2022 einstellen werden, darunter auch große Investoren wie die USA und Kanada. „Investitionen in fossile Brennstoffprojekte ohne Kohlenstoffabscheidung bergen zunehmend soziale und wirtschaftliche Risiken“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Unterzeichner, die während der internationalen Klimakonferenz in Glasgow veröffentlicht wurde. Öffentliche Finanzen auf die richtige Seite der Geschichte stellen Die G20-Staaten hatten sich kürzlich in Rom darauf geeinigt, keine Kohlekraftwerke im Ausland mehr zu unterstützen. Der am Donnerstag angekündigte Plan, der von London initiiert wurde, umfasst erstma…

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  • COP26: 100 Länder wollen Methanemissionen bis 2030 um 30% zu reduzieren

    COP26: 100 Länder wollen Methanemissionen bis 2030 um 30% zu reduzieren

    Zu den Unterzeichnerstaaten gehören die Mitglieder der Europäischen Union und die Vereinigten Staaten.

    Ein neues Abkommen zur Bekämpfung des Klimawandels wurde unterzeichnet. Am Dienstag, 2. November, haben sich auf der COP26 in Glasgow (Vereinigtes Königreich) rund hundert Länder, darunter die Europäische Union und die Vereinigten Staaten, verpflichtet, ihre Methanemissionen (Methan ist ein stärkeres Treibhausgas als CO2) bis zum Jahr 2030 um 30% gegenüber 2020 zu senken, so die Präsidentin der Europäischen Kommission. „Methan ist eines der Gase, die wir am schnellsten reduzieren können“, betonte Ursula von der Leyen an der Seite von US-Präsident Joe Biden und erinnerte daran, dass dieses Gas für „etwa 30%“ der globalen Erwärmung seit der industriellen Revolution verantwortlich ist.

    Lesen Sie dazu auch: Klimawandel: Stabilisierung oder was wir für unsere Natur tun müssen

    „Methan ist eines der stärksten Treibhausgase“, sagte US-Präsident Joe Biden und versicherte, dass die Unterzeichner dieser Verpflichtung 70% des weltweiten BIP repräsentieren. Die Vereinigten Staaten und die Europäische Union hatten Mitte September angekündigt, dass sie gemeinsam an diesem Abkommensentwurf arbeiten, dem sich inzwischen Dutzende anderer Länder angeschlossen haben, darunter Kanada, Südkorea, Vietnam, Kolumbien und Argentinien. Diese Länder sind für 40% der weltweiten Methanemissionen verantwortlich. Die großen Verschmutzer wie China, Russland und Indien fehlen jedoch noch.

    Das zweite vom Menschen verursachte Treibhausgas
    Methan (CH4), das durch Landwirtschaft und Viehzucht, fossile Brennstoffe und Abfälle freigesetzt wird, ist nach Kohlendioxid (CO2) das zweitwichtigste vom Menschen verursachte Treibhausgas. Obwohl weniger darüber gesprochen wird, ist die Erwärmungswirkung pro Kilogramm CO2 über einen Zeitraum von 100 Jahren etwa 29 Mal größer als die von CO2 und über einen Zeitraum von 20 Jahren etwa 82 Mal größer.

    Die Verringerung dieser Emissionen stellt daher eine „bedeutende Chance“ dar, die Erwärmung „kurzfristig“ zu verlangsamen und „dazu beizutragen, die Lücke zwischen den gegenwärtigen Pfaden und den Pfaden zu schließen, die mit einer Erwärmung von +1,5°C oder 2°C vereinbar sind“, so das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) letzte Woche zu den Emissionen.

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    Marielle Saunois, Forscherin am Labor für Klima- und Umweltwissenschaften (LSCE), hält diese Vereinbarung für „sehr ermutigend“, warnt aber: „Sie bleibt ziemlich vage. Einem solchen Versprechen muss ein konkreter Plan auf der Ebene der einzelnen Länder folgen“.