Schlagwort: Kernkraft

  • Atomkraft: Eine Verstaatlichung der EDF „ist nicht ausgeschlossen“, laut Energie-Ministerin

    Atomkraft: Eine Verstaatlichung der EDF „ist nicht ausgeschlossen“, laut Energie-Ministerin

    Agnès Pannier-Runacher, die in der Regierung für den Energiewandel zuständig ist, schliesst eine Verstaatlichung des Stromversorgers EDF nicht aus, versichert aber, dass da noch nichts entschieden ist. Eine Verstaatlichung des Stromversorgers EDF, der derzeit mit zahlreichen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, „ist nicht ausgeschlossen“, sagte die Ministerin für den Energiewandel, Agnès Pannier-Runacher, am Donnerstag, dem 2. Juni, auf Franceinfo. Aber, „es ist noch nicht entschieden“, fügte sie später hinzu. Bereits während des Präsidentschaftswahlkampfs hatte Emmanuel Macron eine Wiederverstaatlichung der EDF im Rahmen „einer umfassenderen Reform“ ins Gespräch gebracht. Am 7. April hielt der Staat fast 84% des Unternehmens.

    „Es wird massive Investitionen in die EDF geben, wir sind ein verantwortungsbewusster Aktionär, wir werden an seiner Seite stehen und tatsächlich müssen wir das Aktionärsschema wählen, das am solidesten ist, damit es seine Ziele langfristig und mit einer Sicht auf…

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  • Atomkraft: Hälfte der Reaktoren abgeschaltet – wird es kommenden Winter genug Strom geben?

    Atomkraft: Hälfte der Reaktoren abgeschaltet – wird es kommenden Winter genug Strom geben?

    Die Hälfte der französischen Atomreaktoren ist derzeit abgeschaltet: 28 von 56. Bei einigen stehen Kontrollen an, bei anderen gibt es ein Korrosionsproblem. Wird es im nächsten Winter den Franzosen an Strom mangeln?

    Es ist ein Rekord, auf den der Stromerzeuger EDF gut hätte verzichten können. 28 Atomreaktoren sind abgeschaltet. In den meisten Fällen handelt es sich um planmäßige Wartungsarbeiten an den Reaktoren oder um Kontrollbegehungen, die alle zehn Jahre stattfinden. Die EDF hat jedoch auch ein großes Problem mit der Korrosion von Kühlungsrohren, die für die Sicherheit eines Kraftwerks von entscheidender Bedeutung sind. „Man hat an den Sicherheitsinjektionsrohren Korrosionsspuren im Stahl entdeckt“, erklärt Ludovic Dupin, ein Sprecher des französischen Kernenergieunternehmens.

    Lesen Sie auch: Atomkraft: 12 von 56 französischen Reaktoren von Korrosionsproblemen befallen

    Die Stromerzeugung geht zurück.
    Fünf Reaktoren wurden für Arbeiten abgeschaltet, bei sieben weiteren werden Kontrollen durchgeführt. Die Stromproduktion wird geringer und daher die Kosten für Strom in diesem Winter in die Höhe treiben. „Das wird sich später auf den Rechnungen der Verbraucher bemerkbar machen, wahrscheinlich ab Anfang 2023“, sagt der Energieexperte Nicolas Goldberg auf dem Sender France 2.

    Lesen Sie hier weiter Artikel zum Thema Atomkraft…

  • Atomkraft: 12 von 56 französischen Reaktoren von Korrosionsproblemen befallen

    Atomkraft: 12 von 56 französischen Reaktoren von Korrosionsproblemen befallen

    Angesichts des Verdachts auf Korrosion bei mehreren Reaktoren des französischen Reaktorparks weist ein Bericht auf technische Probleme bei der jüngsten Reaktorgeneration hin.

    Die Behörde für nukleare Sicherheit will sich aber auf jeden Fall über den Zustand des französischen Atomparks beruhigend geben. In ihrem am Dienstag, dem 17. Mai 2022, vorgelegten Jahresbericht geht sie auf das technische Problem ein, das seit Ende letzten Jahres bei mehreren Reaktoren festgestellt wurde.

    Die Atomaufsichtsbehörde stellt die Korrosionsprobleme bei einem Teil der Reaktoren und und die Konstruktion der neuesten Reaktoren in einen Zusammenhang. Der Präsident der ASN, Bernard Doroszczuk, sprach von einem ernsthaften Problem: „In diesem Stadium hat EDF im Rahmen der Spannungsrisskorrosion die Abschaltung oder die Verlängerung der planmäßigen Abschaltungen von 12 Reaktoren zur eingehenden Begutachtung und gegebenenfalls Reparatur veranlasst“.

    Derzeit sind also 12 von 56 Reaktoren wegen eines Korrosionsproblems an den Rohrleitungen des Primärkreislaufs, der den Kern kühlt, abgeschaltet. Die Probleme wurden an den Schweißnähten der Bögen der Sicherheitsinjektionsleitungen, die den Reaktor im Falle eines Unfalls kühlen, festgestellt.

    Ein Problem der Konstruktion?
    Dieses Problem betrifft jedoch nicht oder nur in geringem Maße die Kraftwerke der ältesten Generation. Die in den 1980er Jahren in Betrieb genommenen Kernreaktoren blieben bislang von dem im Dezember letzten Jahres festgestellten Korrosionsproblem verschont. Mit 900 MW sind sie zwar weniger leistungsstark als die der nachfolgenden Generationen, machen aber heute den Großteil der in Betrieb befindlichen Kraftwerke aus: 32 von 56. Ihre Konstruktion entspricht eher dem ursprünglichen Modell der amerikanischen Firma Westinghouse, während die Rohrleitungen der Nachfolgemodelle stärker verändert wurden. Die Untersuchungen konzentrieren sich derzeit auf ein Konstruktionsproblem bei den neueren Modellen.

    Lesen Sie auch: Tricastin: Atomar verseuchtes Wasser tritt aus dem Atomkraftwerk aus

    Ein schwerwiegendes Problem, das groß angelegte Reperaturen über mehrere Jahre hinweg erfordern und einen Teil des französischen Atomparks über Jahre hinweg stillegen wird, befürchten Experten. Und das zu einer Zeit, in der die Atomindustrie sich für den Bau der neuen Kraftwerksgeneration EPR 2 rüsten muss.

    Von seinen 56 Reaktoren umfassenden Bestand hat der französische Stromanbieter EDF derzeit 29 Reaktoren wegen Überprüfungen abgeschaltet.

  • Atomkraft: Kosten für 6 Reaktoren der neuen Generation in Frankreich auf 51,7 Milliarden geschätzt

    Atomkraft: Kosten für 6 Reaktoren der neuen Generation in Frankreich auf 51,7 Milliarden geschätzt

    Präsident Emmanuel Macron hat kürzlich in Belfort ein Programm für sechs Reaktoren der neuen Generation EPR2 und die Prüfung von acht weiteren Exemplaren angekündigt. Die Kosten für den Bau von sechs Atomreaktoren der neuen Generation EPR2, was Emmanuel Macron kürzlich angekündigt hat, werden laut einem Regierungsbericht, der am Freitag, dem 18. Februar veröffentlicht wurde, auf 51,7 Milliarden Euro geschätzt. Dieser Betrag beinhaltet noch nicht die Finanzierungskosten, die sich auf 4,6 Milliarden Euro belaufen könnten. Der Stromversorger EDF spricht seinerseits von rund 50 Milliarden Euro. Die Inbetriebnahme des ersten EPR2 ist laut dem Bericht für 2037 vorgesehen. Die Gesamtdauer des Baus der sechs Reaktoren soll fast 25 Jahre betragen. Die Betriebsdauer ist mit 60 Jahren ab der Inbetriebnahme vorgesehen. Radioaktiver Abfall „ähnlich dem“ der derzeitigen Kraftwerke Der Bericht geht auch auf die Frage der durch das Projekt entstehenden Abfälle ein. „Die Abfälle, die von neuen Reaktore…

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  • Zwei neue Atomreaktoren in Gravelines (Nord) geplant

    Zwei neue Atomreaktoren in Gravelines (Nord) geplant

    Das größte Kraftwerk Westeuropas steht in Gravelines im Norden Frankreichs. Vielleicht werden dort bald zwei neue, leistungsstärkere EPRs gebaut. Was denken die Menschen vor Ort darüber?

    In Gravelines (Nordfrankreich) gibt es bereits sechs Atomreaktoren und vielleicht bald noch zwei weitere. Zwei viel leistungsstärkere EPRs, die nur wenige Kilometer von Wohngebieten entfernt sind. „Ich weiß nicht, was wir ohne das Kraftwerk machen würden, also ist es vielleicht normal, dass es sich so entwickelt“, sagt eine Anwohnerin gegenüber France 2. Seit seinem Bau vor 40 Jahren hat das Kraftwerk 4 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben an die lokalen Gebietskörperschaften gezahlt.

    15.000 Arbeitsplätze sind mit dem EDF-Standort verbunden.
    Ein Teil davon kommt der Stadt Gravelines und ihrer Infrastruktur zugute. Insgesamt sind in der Region 15.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt mit dem EDF-Standort verbunden. Zum Beispiel bei ADF, einem Ingenieur- und Wartungsunternehmen mit 100 Beschäftigten, das seine Tätigkeit mit dem Bau der zwei neuen EPR ausweiten möchte. Einige Anwohner äußern sich jedoch besorgt über die neuen, wesentlich leistungsstärkeren Reaktoren. Wenn das Projekt tatsächlich verwirklicht wird, könnte der erste EPR-Reaktor im Jahr 2035 in Betrieb gehen.

  • Energie: „Abgesehen vom Risiko ist die Atomkraft zu langsam und zu teuer“ kritisiert Umweltschützer

    Energie: „Abgesehen vom Risiko ist die Atomkraft zu langsam und zu teuer“ kritisiert Umweltschützer

    Eric Piolle, Bürgermeister von Grenoble, war am Donnerstagabend Gast in „Votre instant politique“ auf Franceinfo. Um „unser energiepolitisches und damit auch unser industrielles Schicksal wieder in die Hand zu nehmen“, enthüllte Emmanuel Macron am Donnerstag, dem 10. Februar in Belfort, zwei Monate vor den Präsidentschaftswahlen, seine Energiestrategie für das Frankreich des Jahres 2030, die einen umfassenden Plan zur Wiederbelebung der Kernenergie beinhaltet. Lesen Sie auch: Emmanuel Macron stellt in Belfort seinen Plan für die Energiezukunft Frankreichs vor „Abgesehen von dem Risiko, das extrem hoch ist, muss man daran erinnern, dass die Atomkraft zu langsam und zu teuer ist“, reagierte Eric Piolle, der grüne Bürgermeister von Grenoble. „Sie kündigen 14 EPR-Reaktoren an, aber wo sollen sie hin?“, fuhr der Bürgermeister fort, der den grünen Kandidaten Yannick Jadot in den Präsidentschaftswahlen unterstützt. Yannick Jadot, Abgeordneter von Europe Ecologie-Les Verts im EU-Parlament krit…

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  • Die geplante Wiederbelebung der Kernenergie in Frankreich

    Die geplante Wiederbelebung der Kernenergie in Frankreich

    Emmanuel Macron ist noch nicht offizieller Präsidentschaftskandidat, aber am Donnerstag, 10. Februar, wird er seine Vision für die Energiepolitik Frankreichs vorstellen. Der Staatschef wird in Belfort erwartet, um einen Plan zur Wiederbelebung der Atomenergie mit dem Bau neuer EPR-Reaktoren auf den Weg zu bringen. Die Schließung des Atomkraftwerks Fessenheim (Haut-Rhin) war ein Versprechen des Kandidaten Macron, das 2020 umgesetzt wurde, und es ist ein Symbol für die Reduzierung des Atomstroms in Frankreich. Dennoch wird der Präsident am Donnerstag, den 10. Februar, eine massive Wiederbelebung der Atomindustrie mit neuen EPR-Reaktoren ankündigen. Laut der Regierung wird es keine Kehrtwende geben: Das Ziel, den Atomstromanteil bis 2035 von 75 auf 50 Prozent zu senken, bleibt bestehen. Es sei jedoch eine Frage der Energiesouveränität und der Industriepolitik. Lesen Sie auch: Abgeschaltete Atomreaktoren: Ist die Stromversorgung Frankreichs gefährdet? Umweltschützer lehnen die Kernenergie …

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  • Abgeschaltete Atomreaktoren: Ist die Stromversorgung Frankreichs gefährdet?

    Abgeschaltete Atomreaktoren: Ist die Stromversorgung Frankreichs gefährdet?

    Nachdem in drei weiteren Atomreaktoren mögliche Korrosionsprobleme festgestellt wurden, sind nun 20% des Atomparks abgeschaltet. Die Betreiber des Stromnetzes bleiben jedoch optimistisch, dass es nicht zu einem „Blackout“ kommt. Schwarze Serie für die EDF. Der französische Konzern kündigte die Abschaltung von drei weiteren Atomreaktoren an, um Kontrollen wegen möglicher Korrosionsprobleme an einem Sicherheitsschaltkreis durchzuführen. Alles begann damit, dass im Dezember letzten Jahres im Kraftwerk Civaux im Departement Vienne Risse in den Rohren des Sicherheitseinspeisungskreislaufs – der im Falle eines Störfalls zur Kühlung des Reaktorkerns dient – festgestellt wurden. „Ernsthaftes Ereignis“ Diese Schäden wurden durch ein bislang unerklärtes Korrosionsphänomen verursacht. Dies hat sowohl bei der EDF als auch bei der Behörde für nukleare Sicherheit (Autorité de la sûreté nucléaire) Besorgnis ausgelöst. Deren Direktor bezeichnete das Problem als „ernstes Ereignis“, zumal es Reaktoren unterschiedlichen Typs oder unterschiedlicher Leistung betrifft. „Es ist ein ernstes Ereignis, weil die betroffenen Kreisläufe diejenigen sind, die dazu dienen, mögliche Folgen eines Unfalls zu stoppen“. „Das System dient nicht dazu, den Reaktor zu betreiben, sondern dient dazu, ihn zu fluten, wenn der Reaktorkern schmilzt. Es ist ein wesentliches Sicherheitsinstrument“, erklärt Nicolas Goldberg, Energieexperte bei Colombus Consulting gegenüber Franceinfo. Das ist für den Stromversorger EDF ein heikles Problem, denn wenn man solche Korrosionen bei einem Großteil der Kernkraftwerke feststellt, könnte man diese zwar abschalten, müsste dann aber zwischen der Sicherheit der Atomenergie und der Versorgungssicherheit abwägen. Die EDF ist nun gezwungen, eine Reihe von präventiven Abschaltungen vorzunehmen, um die notwendigen Überprüfungen durchzuführen. Ohne zu wissen, ob in den nächsten Wochen oder Monaten nicht noch weitere Reaktoren abgeschaltet werden müssen. Ein weiterer schwerer Schlag für die atomare Stromerzeugung, da bereits fünf andere Reaktoren abgeschaltet sind. 20% des Atomparks stehen nun also still: Elf der 56 Reaktoren in Frankreich werden in diesem Jahr stillgelegt. Lesen Sie auch: EDF muss drei weitere Atomreaktoren wegen Korrosionsverdachts abschalten Muss man sich Sorgen machen? Die EDF muss nun ihre Prognosen für die Stromproduktion weiter senken, nachdem diese bereits unter der eines einem normalen Jahres lag. Dennoch gibt es kein Horrorszenario eines „black out“ im Falle einer großen Kältewelle in Frankreich, beruhigen Experten. Kurzfristig bestehe kein erhöhtes Risiko von Stromausfällen, es sei denn, das Wetter werde bis Ende des Winters besonders ungünstig. Obwohl es natürlich noch zu früh ist, um die Auswirkung der Abschaltungen der drei Reaktoren in Chinon, Catennom und Bugey zu messen, die zwischen dem 19. Februar und dem 9. April erfolgen sollen, wird die Stromproduktion natürlich sinken. Die EDF rechnet nun mit einer Kapazität von 295 bis 315 Terawattstunden, anstelle der bisherigen 300 bis 330. Wobei zu bedenken ist, dass die Stromerzeugung in einem normalen Jahr zwischen 330 und 360 liegt. Befürchtungen für den nächsten Winter In den letzten Jahren war die Atomstromproduktion noch nie so niedrig. So muss man bis ins Jahr 1991 zurückgehen, um ein vergleichbares Produktionsniveau zu finden, bei sechs Kernkraftwerken weniger als 2022. Die Folge sind erhöhte Stromimporte aus den Nachbarländern während des Winters. Deswegen erteilte die Regierung Anfang Februar den letzten Kohlekraftwerken in Frankreich die Genehmigung, mehr zu produzieren und damit in den Monaten Januar und Februar ausnahmsweise mehr CO2 auszustoßen, als es die geltenden Normen vorsehen. Längerfristig richtet sich die Sorge nun auf den nächsten Winter, natürlich abhängig von den Ergebnissen der Kontrollen der Reaktoren. Und der noch schwer abzuschätzenden Dauer ihrer Nichtverfügbarkeit. Emmanuel Macron soll am Donnerstag, dem 10. Februar, in Belfort einen Plan für den Bau mehrerer neuer Atomreaktoren bekannt geben.
  • EDF muss drei weitere Atomreaktoren wegen Korrosionsverdachts abschalten

    EDF muss drei weitere Atomreaktoren wegen Korrosionsverdachts abschalten

    Fünf Reaktoren sind bereits wegen erkannter oder vermuteter Korrosionsprobleme an einem Sicherheitsschaltkreis abgeschaltet.

    der französische Stromerzeuger EDF wird demnächst drei weitere Atomreaktoren abschalten müssen, um „Kontrollen“ wegen des Verdachts auf Korrosionsprobleme durchzuführen. Dies gab der Konzern am Dienstag, 8. Februar, bekannt, nachdem bereits fünf Reaktoren der insgesamt 56 Reaktoren des französischen Atomparks abgeschaltet sind. Die EDF wird außerdem die Abschaltung einiger Reaktoren verlängern, was die Situation für die Stromversorgung erschweren könnte.

    Am Montag hatte die EDF ihre Prognose für die Atomproduktion für 2022 gesenkt und bereits auf die Korrosionsprobleme hingewiesen, die das Sicherheitssystem einiger Reaktoren beeinträchtigen. „Wir haben die Untersuchungen an den Reaktoren fortgesetzt“ und „dies veranlasst uns, einige Abschaltungen vorzuziehen und andere zu verlängern“, hatte ein EDF-Sprecher gegenüber der Agentur AFP erklärt, ohne den Ort und die Dauer dieser Abschaltungen zu präzisieren.

    In einer kurzen Pressemitteilung des Konzerns heißt es, dass „EDF ihre Schätzung der Nuklearproduktion 2022 von 300-330 TWh auf 295-315 TWh anpasst“, „im Rahmen seines Kontrollprogramms für den Kernkraftwerkspark“. Der Energieversorger hatte ursprünglich eine Produktion von 330 bis 360 TWh im Jahr 2022 anvisiert.

  • Die Agentur für nukleare Sicherheit warnt vor einer „beispiellosen Anfälligkeit“

    Die Agentur für nukleare Sicherheit warnt vor einer „beispiellosen Anfälligkeit“

    Laut dem Vorsitzenden der französischen Behörde für nukleare Sicherheit (ASN), Bernard Doroszczuk, betrifft diese Anfälligkeit sowohl die Produktion als auch die Wiederaufbereitung von Kernbrennstoffen. Er verweist auf die Notwendigkeit, mehr „vorausschauend“ zu handeln.

    Die französische Atomaufsichtsbehörde (ASN) warnt am Mittwoch, 19. Januar, dass die französische Atomindustrie unter einer „beispiellosen doppelten Fragilität“ leidet, sowohl bei der Produktion als auch bei der Wiederaufbereitung von Kernbrennstoffen. Ihr Präsident Bernard Doroszczuk betont die Notwendigkeit, „Sicherheitspuffer“ zu haben, damit es nicht irgendwann zu einer Abwägung zwischen der Versorgungssicherheit und der Sicherheit der Anlagen kommen muss.

    Die Anfälligkeiten bestehen in erster Linie auf der Produktionsebene. Es gibt nicht genügend Spielraum, um unvorhergesehene Ereignisse zu verkraften. Für Bernard Doroszczuk bestätigt dies die aktuelle Situation – in Frankreich sind derzeit etwa 15 Reaktoren gleichzeitig aus Sicherheitsgründen abgeschaltet. Unerwartete Korrosionsprobleme führten mitten im Winter zur Abschaltung von fünf EDF-Reaktoren des 56 Reaktoren umfassenden französischen Kernkraftwerksnetzes und erhöhten die bereits starke Anspannung in der Stromversorgung noch mehr. „Die fehlende Sicherheits-Marge kann besonders durch das Ereignis veranschaulicht werden, das sich im Dezember ereignet hat“, erklärt Bernard Doroszczuk die heutige Situation: die Entdeckung von Spannungsrissen bei mehreren EDF-Reaktoren, die vorsichtshalber abgeschaltet werden mussten. „Man sieht also, dass die Verfügbarkeit von Margen im Stromsystem unerlässlich ist, um mit dem Risiko bei den Kernreaktoren umgehen zu können.“

    Und da EDF gerade dabei ist, auch alle anderen Reaktoren zu überprüfen, könnte sich die Situation in diesem Jahr noch verschlechtern, weil weitere Reaktoren abgeschaltet werden könnten. Angesichts dessen fragt sich der Präsident der ASN: Was passiet, wenn zwölf weitere Reaktoren bis 2035 stillgelegt werden, wie es das Gesetz vorsieht? Bisher hat die EDF nicht nachgewiesen, dass ihre Anlagen bei Bedarf mehr als fünfzig Jahre in Betrieb sein könnten. Zur Zeit werden bei den meisten Reaktoren die 40 Jahre Betriebszeit überschritten.

    Der staatliche Stromversorger sollte sich bei der Überprüfung der Betriebssicherheit seiner Nuklearanlagen beeilen. Denn wenn eine längere Betriebssicherheit nicht gegeben ist, sollte man dies rechtzeitig wissen, um rechtzeitig andere Stromerzeugungssysteme aufzubauen.

    Auch in Bezug auf das Recycling und die Abfallbehandlung zieht die ASN eine gelbe Karte wegen mangelnder Voraussicht. Das betrifft zunächst die Becken, in denen die abgebrannten Brennelemente in La Hague am Ärmelkanal gelagert werden. Dorthin schicken die Kernkraftwerke ihre ausgebrannten Brennstäbe. Die derzeitigen Becken sind fast voll und neue werden erst 2034 fertig sein. Es wird also unumgänglich sein, provisorische Lösungen zu finden, die in Bezug auf die Sicherheit weniger zufriedenstellend sein werden. Dieses Problem war seit 2010 bekannt.

    Mängel gibt es auch in der MOX-Produktionsanlage von Orano im Departement Gard. MOX ist ein wiederaufbereiteter Brennstoff, der in Kraftwerken ein zweites mal eingesetzt werden soll. Die Lagerkapazitäten für die Produktionsabfälle werden bereits in diesem Jahr überlastet sein. Auch hier hätte man früher neue Lager bauen müssen, kritisiert die ASN.

    Das Ergebnis all dessen ist, dass es zu einem Stau in der Wiederaufbereitungskette kommen kann und die Kraftwerke auf ihren Abfällen sitzen bleiben, was den Betrieb noch weiter stören wird.

    Lesen Sie auch: Atomkraft: Regierung rechnet mit der Inbetriebnahme neuer Reaktoren ab 2035