Schlagwort: Kernkraft

  • Streik in Atomkraftwerken: Lohnvereinbarung mit Gewerkschaften erzielt

    Streik in Atomkraftwerken: Lohnvereinbarung mit Gewerkschaften erzielt

    Die Vereinbarung, die am zweiten Tag der landesweiten Lohnverhandlungen getroffen wurde, muss noch von den Gewerkschaften ratifiziert und der Belegschaft an jedem Standort zur Abstimmung vorgelegt werden. Der EDF-Konzern bestätigte über einen Sprecher, dass die Verhandlungen „abgeschlossen“ seien.

    Die Gewerkschaften CGT und FO gaben bekannt, dass am Freitag bei der EDF nach wochenlangen Streiks in Kernkraftwerken eine landesweite Lohnvereinbarung zwischen der Geschäftsleitung und den Gewerkschaften getroffen wurde. Auf diese Ankündigung hin stimmten die Beschäftigten des Kernkraftwerks Gravelines (Nord), dem leistungsstärksten in Westeuropa, für die Aussetzung ihres Streiks bis Montag.

    Die EDF-Leitung hat eine Lohnerhöhung von 5% für Geringverdiener angeboten. Den Führungskräften wurde eine Erhöhung um 2,5% angeboten, die von Prämien begleitet wird, deren Höhe noch festgelegt werden muss. Diese allgemeinen Lohnerhöhungen werden von individuellen Lohnerhöhungen von 2,45% begleitet. „Diese Vereinbarung entspricht in hohem Maße den Forderungen der CGT, indem sie eine Erhöhung für alle um 120 Euro brutto pro Monat vorsieht“, erklärt Julien Lambert, Sekretär der zuständigen Gewerkschaft FNME-CGT.

    „Die Verhandlungen sind abgeschlossen, eine Vereinbarung wird den Gewerkschaften vorgelegt, die sie dem Personal unterbreiten werden“, erklärte ein Sprecher von EDF.

    Im Atomkraftwerk Gravelines soll am Montag eine weitere Abstimmung über die Beendigung des Streiks entscheiden, falls die Vereinbarung bis dahin ratifiziert wird. „Wenn die Vereinbarung am Montag bestätigt wird, ist für uns die Angelegenheit abgeschlossen, alle gehen wieder an die Arbeit und wir strengen uns an, um die Kraftwerke für die Franzosen wieder sicher an das Netz anzuschließen“, so Franck Redondo, CGT-Funktionär. Auch in Saint-Laurent-des-Eaux (Loir-et-Cher) setzte die CGT den Streik aus, um die Abstimmung der Mitglieder abzuwarten. Im Atomkraftwerk an der Mosel, Cattenom, jedoch „geht die Bewegung vorerst weiter, die Beschäftigten wollen einen gewissen Druck aufrechterhalten, solange das Abkommen nicht unterzeichnet ist“, so eine Gewerkschaftsquelle.

    Der Streik begann am 13. September und weitete sich im Laufe der Wochen aus, bis am Freitagmorgen 12 der französischen Atomkraftwerke betroffen waren.

    Der Streik führt zu Verzögerungen im Zeitplan der Wartungsarbeiten im französischen Kernkraftwerkspark und lässt Spannungen im Stromnetz im Winter befürchten.

  • Netzbetreiber warnt: Der Streik in der Atomindustrie kann diesen Winter „schwere Folgen“ haben

    Netzbetreiber warnt: Der Streik in der Atomindustrie kann diesen Winter „schwere Folgen“ haben

    Das Betreiber des französischen Stromnetzes RTE warnte am Dienstag, dem 18. Oktober, vor den „schwerwiegenden Folgen“, die eine „Verlängerung des Arbeitskampfes“ in den Kernkraftwerken „mitten im Winter“ haben könnte. Eine Verlängerung der Streiks in den Atomkraftwerken könnte schwerwiegende Folgen für die Stromversorgung Frankreichs in den kältesten Tagen des Winters haben, so die Einschätzung der RTE, die Betreibein des französischen Stromübertragungsnetzes ist. Die RTE schätzt das Risiko für Stromausfälle in den nächsten Wochen allerdings als sehr gering bis mäßig ein, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Gefährlich könnten die kältesten Tage des Winters werden, da viele französischen Haushalte mit Strom heizen….

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  • Atomkraft: Streiks lassen das Schlimmste befürchten

    Atomkraft: Streiks lassen das Schlimmste befürchten

    Nicht nur die französischen Raffinerien sind zur Zeit von Streiks betroffen. Auch in mehreren Kernkraftwerken gibt es Arbeitskampfmaßnahmen, die das Schlimmste für die Stromversorgung im bevorstehenden Winter befürchten lassen.

    Parallel zum Streik in den Raffinerien breitet sich am Samstag, dem 15. Oktober, auch eine Streikbewegung in den französischen Atomkraftwerken aus. Das Ziel der Streikenden: „Wir werden die Wartungsarbeiten an den abgeschalteten Reaktoren verzögern, was auch eine Verzögerung der Inbetriebnahme bedeutet, die für Ende des Jahres vorgesehen ist“, erklärt Franck Redondo, FO-Gewerkschaftssekretär der Centrale de Gravelines (Nord).

    Von den 25 Reaktoren, die zur Zeit wegen Reparaturen und Wartungsarbeiten abgeschaltet sind, ist der Zeitplan für fünf bereits nicht mehr einzuhalten, wobei es an einigen Standorten zu Verzögerungen von bis zu drei Wochen kommt. Die Regierung setzt den Stromversorger EDF jedoch unter Druck, die Fristen einzuhalten und den Reaktorpark rechtzeitig wieder in Stand zu setzen und ans Netz zu bringen. Mit den Streiks könnten sich nun die Verzögerungen noch vergrößern, warnt jetzt die EDF. Manche Kraftwerke könnten diesen Winter nicht rechtzeitig wieder ans Netz gehen. Die Gewerkschaften, die 5% Lohnerhöhung fordern, stehen aber weiter zu ihrer Strategie. Die Verhandlungen werden in der nächsten Woche fortgesetzt.

  • Energie: EDF verschiebt Neustart von fünf Atomreaktoren

    Energie: EDF verschiebt Neustart von fünf Atomreaktoren

    Der französische Stromversorger EDF hat auf seiner Website das Datum für die Wiederinbetriebnahme mehrerer Reaktoren nach hinten verschoben. Die Verzögerungen reichen von einem Tag bis zu fast drei Wochen.

    Die EDF hat die Wiederinbetriebnahme von fünf Atomreaktoren verschoben, wie die Nachrichtenagentur AFP am Samstag, dem 15. Oktober von dem Unternehmen erfuhr. Die anhaltenden Streiks in einigen Kraftwerken haben „Auswirkungen auf den Zeitplan für die Wiederinbetriebnahme bestimmter Reaktoren“, sagte eine Sprecherin des Konzerns. An sechs Standorten waren die Angestellten am Freitag im Streik. Die Mitarbeiter in den Atomkraftwerken verlängerten ihre Streiks über das Wochenende.

    „Für die in Produktion befindlichen Reaktoren kann sich dies in vorübergehenden Leistungsabsenkungen niederschlagen“, so eine Sprecherin der EDF.

    Die Verzögerungen bei den Kraftwerken Cattenom 1, Cruas 2 und 3, Saint-Alban 2 und Tricastin 3  reichen je nach Reaktor von einem Tag bis zu fast drei Wochen.

    Mit dem derzeitigen Arbeitskampf soll Druck auf die Lohnverhandlungen der Energieunternehmen und insbesondere bei der EDF ausgeübt werden. Für Dienstag sind erste Verhandlungen angesetzt. Auch wenn der Streik derzeit keine Auswirkungen auf die breite Öffentlichkeit hat, belastet er den Zeitplan für die Wiederinbetriebnahme von Atomkraftwerken, die wegen dringenden Wartungsarbeiten zur Zeit ausgeschaltet sind.

    „Wir haben heute 30 von 56 Reaktoren, die funktionieren, wir werden in den nächsten Wochen bei etwa 40 liegen, das Ziel ist, im Januar 45 am Netz zu haben“, sagte Präsident Emmanuel Macron in einem Fernsehinterview am Mittwoch.

    Angesichts des nahenden Winters ist Frankreich aufgrund der niedrigen Atomstromproduktion, die auf Wartungsarbeiten oder Reperaturen wegen Korrosionsproblemen an einem Teil seiner Atomreaktoren zurückzuführen ist, in seiner Stromversorgung geschwächt. Außerdem ist die Stromproduktion durch Wasserkraft aufgrund der Dürre des Sommers deutlich zurückgegangen.

    Der Netzbetreiber RTE hatte im September das Risiko von Ausfällen im Stromnetz für den kommenden Winter als „erhöht“, aber „dank einer starken Mobilisierung“ der Bevölkerung für Energiesparmaßnahmen als „beherrschbar“ eingestuft.

  • Atomkraft: Streikbewegung für höhere Löhne breitet sich allmählich in französischen Kraftwerken aus

    Atomkraft: Streikbewegung für höhere Löhne breitet sich allmählich in französischen Kraftwerken aus

    Seit Donnerstag beteiligt sich das Kraftwerk Gravelines (Nord) an der Streikbewegung. Die Mitarbeiter im Kraftwerk Belleville-sur-Loire (Cher) schlossen sich am Freitagmorgen ebenfalls an.

    Die Streiks in Frankreich weiten sich nach und nach aus. Mitarbeiter der Atomkraftwerke, die für höhere Löhne streiken, haben den Streik über das Wochenende verlängert, wie die Nachrichtenagentur AFP von der Gewerkschaft CGT erfuhr.

    Mehrere Atomkraftwerke sehen sich seit Tagen mit Streiks ihrer Mitarbeiter für höhere Löhne konfrontiert, darunter Tricastin (Drôme), Cruas (Ardèche), Bugey (Ain) und Cattenom (Moselle). Am Donnerstag schloss sich das Kraftwerk Gravelines (Nord), das leistungsstärkste in Westeuropa, dem Arbeitskampf an. Das Kraftwerk Belleville-sur-Loire (Cher) hat sich seit Freitagmorgen ebenfalls angeschlossen, wie die Gewerkschaft CGT am Freitag der Nachrichtenagentur AFP meldete.

    Die Bewegung soll Druck auf die Lohnverhandlungen der Energieunternehmen, insbesondere der EDF, ausüben. Ein erstes Treffen ist für Dienstag angesetzt.

    Zum jetzigen Zeitpunkt hat der Streik keine Auswirkungen auf die Öffentlichkeit und belastet vor allem die Finanzen des Stromversorgers EDF. Er könnte jedoch den Zeitplan durcheinanderbringen, in dem die Kernkraftwerke nach den Wartungsarbeiten wieder ans Netz gebracht werden sollen. Die meisten der bestreikten Kraftwerke werden derzeit gewartet, wie von dem Stromversorger EDF mitgeteilt wurde.

    Es unter den bestreikten Kernkraftwerken auch solche, die sich nach den Wartungsarbeiten in der sogenannten Nachladephase befinden und anschliessend schnell wieder ans Netz gehen sollen. Derzeit durchkreuzt der Streik jedoch die Wiederinbetriebnahme. Die EDF warnt vor den Auswirkungen, die das auf die Energiemenge haben könnte, die in Frankreich im Januar und Februar, der kältesten Zeit des Winters, zur Verfügung stehen kann.

  • Lohnerhöhungen: Auch französische Atomkraftwerke von Streiks betroffen

    Lohnerhöhungen: Auch französische Atomkraftwerke von Streiks betroffen

    Jetzt streiken auch die Beschäftigten von fünf französischen Kernkraftwerken für Lohnerhöhungen. Die Arbeitskampfmaßnahmen könnten zu Verzögerungen beim Wiederanfahren einiger Reaktoren führen. Seit Mittwoch, dem 12. Oktober, sind jetzt auch die Kraftwerke Tricastin (Drôme), Cruas (Ardèche), Bugey (Ain) und Cattenom (Moselle) von Streiks betroffen, wie die Zeitung Ouest France berichtet. Am Donnerstag kommt ein fünftes hinzu: Gravelines (Nord), das leistungsstärkste Kraftwerk in Westeuropa. Nach einem Aufruf der Gewerkschaften CGT und FO fordern die Angestellten eine Erhöhung ihres Bruttolohns um 5%. Sie drohen damit, den Anschluss der sechs Reaktoren an das Netz zu verzögern, die derzeit wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet sind. Laut dem FO-Sekretär Franck Redondo, der von der Tageszeitung Ouest France zitiert wurde, „hätte eine Verzögerung des Anschlusses keine Auswirkungen auf Privatpersonen, würde aber zu Stromausfällen in Unternehmen führen“. Vor dem Hintergrund, dass ein großer T…

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  • Energiekrise: Französische Regierung gibt Gas bei der Atomkraft

    Energiekrise: Französische Regierung gibt Gas bei der Atomkraft

    Frankreich ist von der Energiekrise betroffen und die Regierung hat beschlossen, im Bereich der Kernenergie Gas zu geben. Ab 2035 sollen Reaktoren der neuen Generation ans Netz gehen. Bei der Kernenergie Gas geben und so schnell wie möglich neue Reaktoren bauen. Mitten in der Energiekrise macht die Regierung ihre Absichten bekannt. Sie will ab 2035 Reaktoren der neuen Generation, die als EPR 2 bezeichnet werden, am Netz haben. Um eine Wiederholung des Misserfolgs von Flamanville am Ärmelkanal zu vermeiden, wo sich der Bau eines Atomkraftwerks um 11 Jahre verzögert hat, will die Regierung einige Regeln vereinfachen. Drei ProjekteIm Kraftwerk Penly (Seine-Maritime) könnten mehrere Gebäude bereits vor dem Ende der öffentlichen Anhörung aus dem Boden gestampft werden. Solche administrativen Abkürzungen sind in einem neuen Gesetzesentwurf vorgesehen, den Journalisten von France Télévisons einsehen konnten. Er enthält viele Ausnahmeregelungen. In Artikel 5 werden neue Reaktoren zum Beispiel…

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  • Hitzewelle: Viertes Kernkraftwerk darf wärmeres Wasser als üblich freisetzen, um weiter arbeiten zu können

    Hitzewelle: Viertes Kernkraftwerk darf wärmeres Wasser als üblich freisetzen, um weiter arbeiten zu können

    Und das zu einer Zeit, in der 29 von 56 französischen Reaktoren aus verschiedenen Gründen nicht verfügbar sind. Einem weiteren Atomkraftwerk, dem AKW Bugey im Departement Ain, wurde eine vorübergehende Ausnahme von den Umweltvorschriften gewährt, damit es während der Hitzewelle „mit einem minimalen Leistungsniveau“ weiterarbeiten kann, wie aus einem Erlass hervorgeht, der am Sonntag, dem 17. Juli im Journal Officiel veröffentlicht wurde. „Die Reaktoren des Kernkraftwerks Bugey, die Kühlwasser in die Rhône einleiten, können während des festgelegten Zeitraums (…) diese Einleitungen weiterhin vornehmen, solange die Erwärmung nach der Vermischung der Abwässer in der Rhône (…) im Tagesmittelwert 3°C nicht überschreitet“, heißt es in dem Erlass vom Sonntag. Die Hälfte des französischen Atomparks ist abgeschaltet Bereits am Freitag war eine Ausnahmegenehmigung für die Kernkraftwerke Golfech (Tarn-et-Garonne), Blayais (Gironde) und Saint-Alban (Isère) erteilt worden. Für diese drei Kraftwerke und jetzt auch das Kraftwerk Bugey wurde die Genehmigung bis zum 24. Juli erteilt. Derzeit sind 29 von 56 französischen Reaktoren aus verschiedenen Gründen nicht am Netz. Lesen Sie auch: Hitzewelle: 3 Atomkraftwerke stellen Antrag auf Umweltausnahmegenehmigung Seit 2006 hat jedes Kraftwerk vorgeschriebene Grenzwerte für die Temperatur der Wassereinleitungen, die nicht überschritten werden dürfen, um die umliegenden Flüsse nicht zu stark zu erwärmen und die Flora und Fauna zu schützen. Die Kraftwerke pumpen Wasser zur Kühlung der Reaktoren aus den Flüssen ab, bevor sie es wieder einleiten. Eine solche Ausnahmeregelung, mit der das reibungslose Funktionieren der Stromversorgung sichergestellt werden soll, wurde bislang nur einmal genutzt, nämlich im Jahr 2018 für das Kraftwerk Golfech für 36 Stunden.
  • Hitzewelle: 3 Atomkraftwerke stellen Antrag auf Umweltausnahmegenehmigung

    Hitzewelle: 3 Atomkraftwerke stellen Antrag auf Umweltausnahmegenehmigung

    Eine vorübergehende Ausnahme von den Umweltvorschriften wurde gewährt, damit drei Atomkraftwerke während der Hitzewelle „auf einem minimalen Leistungsniveau“ weiterlaufen können, wie EDF, RTE, die ASN und das Ministerium für die Energiewende am Freitag mitteilten.

    Der Antrag war am 12. Juli von den Stromerzeugern gestellt worden, um das Funktionieren der Kernkraft-Infrastruktur zu gewährleisten, und das, obwohl derzeit 29 von 56 Reaktoren bereits aus verschiedenen Gründen abgeschaltet sind.

    Die Autorité de sûreté nucléaire (ASN) hat eine Zustimmung bis zum 24. Juli erteilt, und auch das Ministerium für den Energiewandel hat der Ausnahmegenehmigung am Freitag zugestimmt. Ein entsprechender Erlass soll am Samstag im Amtsblatt erscheinen.

    Seit 2006 hat jedes Kraftwerk seine eigenen vorgeschriebenen Grenzwerte für die Temperatur der Wassereinleitungen, die nicht überschritten werden dürfen, um die umliegenden Flüsse nicht zu erwärmen und die Tier- und Pflanzenwelt zu schützen. Die Kraftwerke pumpen nämlich grosse Mengen Wasser zur Kühlung der Reaktoren aus den Flüssen ab, und leiten sie danach wieder ein.

    Vor dem Hintergrund der intensiven Hitzewelle wurde bei der ASN und dem Ministerium für die Kraftwerke Golfech (Tarn-et-Garonne), Blayais (Gironde) und Saint-Alban (Isère) jeweils ein Antrag für einen Zeitraum bis zum 8. August gestellt. Die Zustimmung wurde allerdings bisher nur bis zum 24. Juli erteilt.

    Die Zustimmung zielt darauf ab, „die Aufrechterhaltung eines Mindestleistungsniveaus“ dieser drei Kraftwerke zu ermöglichen, um „die Sicherheit des Stromnetzes zu gewährleisten“, erklärte die Atomaufsichtsbehörde am Freitag.

    Eine solche Ausnahmegenehmigung wurde bislang nur einmal gestellt, nämlich 2018 für das Kraftwerk Golfech für 36 Stunden.

    Die Genehmigung schreibt außerdem „spezifische Maßnahmen zur verstärkten Überwachung der aquatischen Umwelt, insbesondere der Fischfauna“ vor.

    Aufgrund der frühen Hitze in diesem Jahr musste die EDF bereits im Mai in Le Blayais die Leistung eines Reaktors für einige Stunden drosseln. Dasselbe geschah im Juni in Saint-Alban am Ufer der Rhône.

    Die Kraftwerke, die dem Risiko einer Überschreitung der thermischen Grenzwerte für Wassereinleitungen am stärksten ausgesetzt sind, sind Golfech, Le Blayais und an der Rhône Bugey, Saint-Alban und Tricastin. Hinzu kommt Chooz in den Ardennen aufgrund einer französisch-belgischen Vereinbarung über die Wasserführung der Maas, wie EDF Anfang Juli mitteilte.

    Der EDF-Konzern spielt bisher die Auswirkungen von Hitzeperioden auf seine Atomstromproduktion herunter: Seit dem Jahr 2000 hätten die Verluste aufgrund hoher Temperaturen oder geringer Wasserführung der Flüsse im Durchschnitt nur 0,3 % der jährlichen Produktion des Kraftwerksparks ausgemacht.

    Laut dem Netzwerkbetreiber RTE haben die Hitzewellen jedoch bereits zu Ausfällen von Reaktoren in Höhe von fast 6 GW geführt, was etwa 10% der installierten Kapazität entspricht.

  • Zu wenig Wasser in der Rhône: EDF muss Leistung eines Atomreaktors drosseln

    Zu wenig Wasser in der Rhône: EDF muss Leistung eines Atomreaktors drosseln

    Der französische Energieversorger traf die Entscheidung, um die Temperatur des Flusses wegen der derzeitigen Dürre nicht stärker zu erhöhen.

    Dies ist eine der Folgen der anhaltenden Dürre in Frankreich. Die EDF gab am Montag, dem 6. Juni, bekannt, dass sie die Produktion in einem der Atomreaktoren ihres Kraftwerks in Saint-Alban (Isère) aufgrund eines zu geringen Wasserstands der Rhône drosseln musste. Die Leistung eines der beiden 1300-MW-Reaktoren des Kraftwerks wurde am Samstag „fünf Stunden lang“ auf 260 MW gesenkt und „punktuelle Absenkungen (…) wurden auch am Sonntag und Montag für einige Stunden durchgeführt“, wie die Pressestelle des Unternehmens der Nachrichtenagentur AFP mitteilte.

    Die Entscheidung wurde getroffen, um „die Vorschriften für Wärmeeinleitungen aufgrund des niedrigen Wasserstands der Rhône einzuhalten“. Atomreaktoren pumpen zu Kühlzwecken Wasser aus Flüssen oder Meeren und leiten erwärmtes Wasser ab, wobei die Ableitungen Temperaturgrenzen unterliegen, um die biologische Gesundheit der Gewässer zu erhalten.

    Laut Meteo France droht Frankreich derzeit eine schwere Dürre, nach einem besonders warmen und trockenen Frühjahr wird wahrscheinlich ein ebenfalls warmer und trockener Sommer erwartet. 

    Anfang Mai war eine ähnliche Leistungsabsenkung für einige Stunden an einem Reaktor des Kraftwerks Blayais (Gironde) am Ufer der Garonne vorgenommen worden. Es kam schon früher vor, dass die EDF die Leistung ihrer Reaktoren reduzieren musste – oder sie sogar abschaltete -, um die maximale Temperatur der Flüsse nicht zu überschreiten. Bisher wurden diese Maßnahmen normalerweise aber erst bei sommerlichen Hitzewellen notwendig…