Schlagwort: Justiz

  • Getötete Bärin: Ermittlungen wegen „Tötung einer geschützten Art“ und „illegaler Jagd“

    Getötete Bärin: Ermittlungen wegen „Tötung einer geschützten Art“ und „illegaler Jagd“

    Ein Jäger hatte das Tier am Samstag, 20. November, bei einer Treibjagd in einem Staatsreservat erschossen. Er wurde von der Bärin an den Beinen verletzt und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

    Die Staatsanwaltschaft Foix hat am Freitag, dem 26. November, die Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens gegen X wegen „Tötung einer geschützten Art“ angekündigt, berichtet France Bleu Occitanie, sechs Tage nach dem Tod einer Bärin in Seix (Ariège). Sie war von einem Jäger getötet worden, der von dem Tier an den Beinen schwer verletzt und anschließend ins Krankenhaus eingeliefert worden war.

    Lesen sie dazu auch: Bär greift Jäger an: Er wurde von dem Tier fünfzehn Meter weit mitgeschleift und…

    Die gerichtliche Untersuchung wurde auch wegen „illegaler Jagd in einem Reservat“ eingeleitet, präzisiert France Bleu. Das bedeutet, dass der Jäger nicht die Erlaubnis hatte, sich an dem Ort aufzuhalten, an dem der Vorfall stattfand. Dies geschah während einer Treibjagd in einem staatlichen Schutzgebiet, das vom Office nationale des forêts verwaltet wird. Es könnten daher Verstöße gegen das Umweltgesetzbuch vorliegen.

    Die Autopsie der Bärin ergab, dass ein einzelner Schuss in die Brust sie fast sofort tötete.

    Lesen Sie auch: Von einem Jäger erschossene Bärin in der Ariège: Was passiert nun mit ihren Jungen?

  • Gericht lehnt Antrag auf Freilassung des Sängers Jean-Luc Lahaye ab

    Gericht lehnt Antrag auf Freilassung des Sängers Jean-Luc Lahaye ab

    Die Justiz lehnte bereits am 18. November den Antrag auf Freilassung des Sängers Jean-Luc Lahaye ab, gegen den wegen Vergewaltigung von Minderjährigen ermittelt wird.

    Ein Gericht lehnte am 18. November den Antrag auf Freilassung des Sängers Jean-Luc Lahaye ab, der unter anderem wegen des Verdachts auf Vergewaltigung und sexuelle Übergriffe auf zwei minderjährige Mädchen angeklagt wurde. Dies wurde am Donnerstag aus Justizkreisen bekannt, die damit einen Bericht des Senders BFMTV bestätigten.

    Der 68-jährige Sänger und Star der 80er Jahre wird verdächtigt, ab 2013 zwei Teenager, die damals zwischen 15 und 17 Jahre alt waren, sexuell belästigt zu haben. Er wurde am 5. November in Paris wegen „Vergewaltigung und sexueller Nötigung von Minderjährigen über 15 Jahren und Verführung von Minderjährigen“ angeklagt. Seitdem befindet er sich in Untersuchungshaft. Am 18. November lehnte die Ermittlungskammer des Pariser Berufungsgerichts seinen Antrag auf Freilassung ab.

    Die 1998 und 2000 geborenen Mädchen hatten eine Klage gegen den Sänger von „Papa chanteur“ eingereicht, diese dann zunächst aber wieder zurückgezogen, bevor sie Anfang des Jahres 2021 eine neue Klage einreichten, woraufhin die Staatsanwaltschaft Ermittlungen einleitete. Die Verteidiger des Sängers sind der meinung, dass „die gerichtliche Untersuchung es ermöglichen wird, die Wahrheit an den tag zu bringen“.

    Lesen Sie dazu auch: Sänger Jean-Luc Lahaye wegen Vergewaltigung zweier Minderjähriger in Untersuchungshaft

  • Der CEO von Orange, Stéphane Richard, muss nach seiner Verurteilung seinen Posten räumen

    Der CEO von Orange, Stéphane Richard, muss nach seiner Verurteilung seinen Posten räumen

    Der CEO von Orange, Stéphane Richard, der am Mittwoch in Gerichtsverfahren zwischen Bernard Tapie und dem Crédit Lyonnais verurteilt wurde, wird den Telekomanbieter spätestens bis Ende Januar verlassen, wie der Konzern bekannt gab.

    Der CEO von Orange, Stéphane Richard, der seit zehn Jahren im Amt ist, wird das Unternehmen spätestens Ende Januar verlassen, wie der Konzern am Mittwoch, dem 24. November, nach der Sitzung des Verwaltungsrats in einer Pressemitteilung bekannt gab. Diese Ankündigung folgte auf die Verurteilung Richards im Berufungsverfahren zwischen Bernard Tapie und dem Crédit Lyonnais, die nur wenige Stunden zuvor erfolgte.

    Sein Mandat an der Spitze der Gruppe sollte ursprünglich erst Mitte 2022 auslaufen. Sein Ausscheiden „wird ab der Einführung einer neuen Unternehmensführung und spätestens bis zum 31. Januar 2022 wirksam“, erklärte das Unternehmen und fügte hinzu, dass Stéphane Richard seine Aufgaben bis zu seinem Ausscheiden weiterhin wahrnehmen werde.

    Er hatte zwar den „persönlichen Wunsch“ geäußert, nach seiner dritten Amtszeit Präsident des Konzerns zu bleiben und nur die Funktion des Generaldirektors aufzugeben, doch seine ehrgeizige Karriere wurde durch seine Verurteilung durch das Pariser Berufungsgericht zu einem Jahr Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe von 50.000 Euro beendet.

    2018 hatte Wirtschaftsminister Bruno Le Maire gewarnt, dass Stéphane Richard im Falle einer Verurteilung sein Mandat abgeben müsse. Der größte Anteilseigner des französischen Telekomriesen ist mit mehr als 20% der Aktien der Staat.

    „Für alle öffentlichen Unternehmen, die meiner Verantwortung als Wirtschaftsminister unterliegen, müssen die Spielregeln klar sein: Wenn es zu einer Verurteilung der Führungskraft kommt, muss diese sofort gehen“, hatte Bruno Le Maire erklärt.

    Lesen Sie dazu auch: Schiedsgerichtsfall: Erster Verhandlungstag und Tapie’s erstes “face off”.

    Mitschuld an der Veruntreuung von Staatseigentum
    Nach einem allgemeinen Freispruch im Juli 2019 entschied das Berufungsgericht am Mittwoch, dass das Schiedsverfahren, das Bernard Tapie 403 Millionen Euro zugesprochen hatte und inzwischen zivilrechtlich aufgehoben wurde, sehr wohl „betrügerisch“ war, da es im Sinne des Geschäftsmannes beeinflusst war.

    Der 60-jährige Stéphane Richard, der damals Kabinettschef von Wirtschaftsministerin Christine Lagarde war, wurde der Beihilfe zur Veruntreuung von Staatseigentum für schuldig befunden.

    „Die Anschuldigungen der Beihilfe zur Veruntreuung öffentlicher Gelder entbehren jeglicher Grundlage und stützen sich auf keinerlei Beweise. Ich weise sie vollständig zurück und werde Kassationsbeschwerde einlegen“, kündigte Richard an.

    Stéphane Richard, Absolvent der HEC und der ENA, trat im September 2009 in den Orange-Konzern ein. Im Juni 2010 wurde er zum Generaldirektor und im Februar 2011 schließlich zum CEO ernannt.

    Die Orange-Gruppe, die weltweit in 26 Ländern vertreten ist, beschäftigt mehr als 140.000 Mitarbeiter, davon mehr als 80.000 in Frankreich, und erzielte im Jahr 2020 einen Umsatz von 42,27 Milliarden Euro.

  • Fussballer Karim Benzema in der Sextape-Affäre zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt

    Fussballer Karim Benzema in der Sextape-Affäre zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt

    Der französische Fußballspieler Karim Benzema wurde in der „Sextape-Affäre“ zu Lasten seines ehemaligen Teamkollegen Mathieu Valbuena zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt. Benzema will Berufung einlegen.

    Karim Benzema ist schuldig. Die Justiz befand den französischen Nationalspieler der Beihilfe zur versuchten Erpressung seines ehemaligen Teamkollegen, des Fußballspielers Mathieu Valbuena, für schuldig. Er wurde zu einem Jahr Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe von 75.000 Euro verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte 10 Monate Haft auf Bewährung und eine Geldstrafe von 75.000 Euro gefordert.

    Lesen Sie auch: Sextape: Zehn Monate Haft auf Bewährung und 75.000 Euro Geldstrafe für Karim Benzema gefordert

    „Benzema hat sich persönlich mit Lügen daran beteiligt, seinen Teamkollegen dazu zu bringen, der Erpressung nachzugeben“, befand das Strafgericht von Versailles in seinem Urteil. Der Star von Real Madrid habe „keinerlei Wohlwollen gegenüber Valbuena gezeigt, ganz im Gegenteil“, und er habe „mit einer gewissen Schadenfreude“ gehandelt, fügten die Richter hinzu.

    Karim Benzema legt Berufung ein.
    Die Anwälte des Stürmers der französischen Nationalmannschaft kündigten sofort an, dass ihr Mandant gegen das Urteil Berufung einlegen werde. „Man verurteilt ihn zu einer sehr harten, ungerechten Strafe, ohne Beweise. Wir sind wirklich ziemlich erstaunt über dieses Urteil“. Der Stürmer von Real Madrid nahm an der Sitzung des Strafgerichts von Versailles am Mittwoch nicht teil, da er am Abend ein Champions-League-Spiel bei Sheriff Tiraspol in Moldawien bestreiten muss.

    Neben Karim Benzema wurden in Versailles noch vier weitere Männer in diesem Fall verurteilt.

    Axel Angot, dem Mathieu Valbuena sein Telefon anvertraut hatte, wurde zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Er hatte das Video gefunden und es für eine spätere Verwendung aufbewahrt. Sein Komplize Mustapha Zouaoui, der als „Nabelschnur“ der Affäre gilt, wurde zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Gegen Younes Houass, der mit Mathieu Valbuena telefonisch in Kontakt trat, um ihm von dem „Sextape“ zu erzählen, verhängte das Gericht eine 18-monatige Bewährungsstrafe. Karim Zenati schließlich, ein Jugendfreund von Karim Benzema, wurde zu einer 15-monatigen Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt.

    Gegen Mustapha Zouaoui wurde ein Haftbefehl ausgestellt.

    Lesen Sie auch: Am Mittwoch beginnt Prozess gegen Karim Benzema in einer Sextape-Affäre

  • Fall Jubillar: Antrag auf Freilassung von Cedric Jubillar erneut vom Gericht abgelehnt

    Fall Jubillar: Antrag auf Freilassung von Cedric Jubillar erneut vom Gericht abgelehnt

    Die Justiz lehnte am Montag, 22. November, den Antrag auf Freilassung von Cédric Jubillar erneut ab. Er sitzt seit dem 18. Juni im Gefängnis und wird des Mordes an seiner Frau Delphine Jubillar beschuldigt wird, deren Leiche bis heute nicht gefunden wurde.

    Keine Freilassung für Cedric Jubillar. Die Justiz entschied, ihn in Haft zu behalten. Die Ermittlungskammer des Berufungsgerichts in Toulouse verkündete ihr Urteil am Montagmorgen. Der 34-jährige Handwerker , der des Mordes an seiner Frau Dephine Jubillar im Dezember 2020 in Cagnac-les-Mines (Tarn) angeklagt ist, bleibt bis auf Weiteres in der Haftanstalt Seysses inhaftiert.

    Die Anwälte von Cedric Jubillar, der seine Unschuld beteuert, hatten bei einer nichtöffentlichen Anhörung am Dienstag, 16. November, eine „missbräuchliche Inhaftierung“ angeprangert. Laut den Anwälten „passiert in diesem Fall seit vielen Monaten nichts mehr und die Justiz hat schafft es nicht, die Schuld unseres Mandanten nachzuweisen, der unschuldig ist“.

    In der Nacht vom 15. auf den 16. Dezember 2020 war die 33-jährige Krankenschwester und Mutter Delphine Jubillar aus ihrem Haus verschwunden. Sie hatte seit sechs Monaten eine Liebesbeziehung mit einem in Montauban wohnhaften Mann und wollte mit ihm ein neues Leben beginnen. Ein Scheidungsverfahren war bereits im Gange. Die Ermittlungen der Gendarmerie in Toulouse und Albi schlossen die Schuld des Liebhabers sehr schnell aus und konzentrierten sich auf Cédric Jubillar.

    Obwohl es keinen Tatort und keine Leiche gibt, führte eine Reihe von „schwerwiegenden und übereinstimmenden“ Indizien, die von den Ermittlern entdeckt wurden, im Juni letzten Jahres zu einer Anklageerhebung. Die Leiche von Delphine Jubillar wurde bis heute nicht gefunden. Ende November wollen die Richter den ältesten Sohn des Ehepaars Jubillar, den 7-jährigen Louis, anhören, um die Chronologie des Abends vom 15. Dezember 2020 zu erörtern. Der Knabe wurde bereits zweimal von den Ermittlern befragt, am 16. Dezember 2020 und Mitte Januar 2021. Er sagte, dass er an diesem Abend im Gegensatz zu anderen Abenden keinen Streit zwischen seinen Eltern gehört oder gesehen habe.

    Cedric Jubillar wird in zehn Tagen nochmals Gelegenheit haben, sich zu erklären. Er wurde für den 3. Dezember erneut von den Untersuchungsrichtern vorgeladen. Er soll nochmals zu der Nacht, in der Delphine verschwand, befragt werden.

  • Rechtsextremer Präsidentschaftskandidat Eric Zemmour wegen Volksverhetzung vor Gericht

    Rechtsextremer Präsidentschaftskandidat Eric Zemmour wegen Volksverhetzung vor Gericht

    Der Politiker wurde von der Staatsanwaltschaft wegen siener Äusserungen am 29. September 2020 auf CNews der Beihilfe zur Aufstachelung zum Rassenhass und Rassenbeleidigung angeklagt. Éric Zemmour steht vor Gericht. Der rechtsextreme Polemiker und Präsidentschaftskandidat wurde am Mittwoch, 17. November, vor das Pariser Strafgericht geladen, um sich wegen seiner Äußerungen über unbegleitete minderjährige Migranten zu verantworten, die er auf CNews als „Diebe, Vergewaltiger und Mörder“ bezeichnet hatte. Zemmour erschien jedoch nicht persönlich bei der Anhörung, die um 9.30 Uhr begann, sondern hat sich von seinen Anwälten vertreten lassen. „Er ist nicht anwesend, um zu vermeiden, dass der Gerichtssaal in ein Fernsehstudio verwandelt wird“, sagte einer seiner Anwälte. Dreißig Nebenkläger Unterstützer von Eric Zemmour, die sich in der Gruppe Génération Z zusammengeschlossen haben, haben für 8.45 Uhr eine Kundgebung vor dem Gericht angekündigt. Éric Zemmour, der an kontroverse Auftritte und …

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  • Prozess um die Anschläge vom 13. November: die Aussage von François Hollande

    Prozess um die Anschläge vom 13. November: die Aussage von François Hollande

    François Hollande wurde am Mittwoch, dem 10. November, in den Zeugenstand gerufen, um über die Anschläge vom 13. November 2015 zu berichten. Umgeben von einem großen Sicherheitsaufgebot traf der ehemalige Präsident der Republik, François Hollande, am Mittwoch, dem 10. November, nachmittags vor dem Sondergericht in Paris ein, wo derzeit der Prozess zu den Anschlägen vom 13. November 2015 stattfindet. Der ehemalige Staatschef, der von einer Opfervereinigung als Zeuge befragt wurde, wollte seine damaligen Entscheidungen erklären und rechtfertigen. Lesen Sie dazu auch: Die Anschläge vom 13. November 2015: Der blutigste Terroranschlag in Frankreich Im Zeugenstand erzählte François Hollande zunächst von seinem Erleben der Nacht des 13. Novembers: die Angst im Stade de France, als er die beiden Explosionen hörte, dann später das Bataclan. Den Dschihadisten, die die Anschläge als Antwort auf die französische Außenpolitik darstellen, erwidert François Hollande: „Das Terror-Kommando hatte sich …

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  • Prozess um die Anschläge vom 13. November: Ex-Präsident François Hollande soll heute aussagen

    Prozess um die Anschläge vom 13. November: Ex-Präsident François Hollande soll heute aussagen

    Der ehemalige Präsident der Republik François Hollande, der zum Zeitpunkt der Anschläge vom 13. November im Amt war, wird am Mittwoch vor dem Sondergericht aussagen. Obwohl er ein renommierter Zeuge ist, wird von seiner Aussage nichts wirklich Neues erwartet. Das Palais de Justice auf der Ile de la Cité in Paris wird am Mittwoch, den 10. November, ganz besonders gesichert. Der ehemalige Präsident der Republik, François Hollande, ist im Rahmen des Prozesses zu den Anschlägen vom 13. November vor Gericht geladen. Der Mann, der zum Zeitpunkt der Anschläge Staatschef war, befand sich an diesem Abend im Stade de France. François Hollande soll sich an diesem 42. Verhandlungstag vor dem Sondergericht über den syrischen Kontext der Anschläge äußern. Das Bild eines von den Anschlägen „stark gezeichneten“ Präsidenten „Es ist ein Horror. Es gibt mehrere Dutzend Tote und viele Verletzte“, erklärte ein sehr ernster François Hollande in der Nacht des 13. November. Der Präsident der Republik hatte no…

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  • Italien: 70 Mitglieder der kalabrischen Mafia verurteilt

    Italien: 70 Mitglieder der kalabrischen Mafia verurteilt

    In Italien wurden am Sonntag, dem 7. Oktober, 70 Mitglieder der ‚Ndrangheta‘, der größten und gefährlichsten Mafiagruppe des Landes, im Rahmen eines im Januar 2021 eröffneten „Maxiprozesses“ verurteilt.

    Fast ein Jahr nach der Eröffnung des größten Prozesses gegen die Mafia seit den 1980er Jahren fielen am Sonntag, dem 7. Oktober, die ersten Urteile. Auf der Anklagebank sitzen 91 Mitglieder der ‚Ndrangheta‘, von denen 70 wegen „versuchten Mordes, Geldwäsche, Drogenhandels“ und „illegalen Waffenbesitzes“ verurteilt wurden. Ein schwerer Schlag für die kalabrische Mafia und ein großer Sieg für Staatsanwalt Nicola Grattieri: „Das heutige Urteil ist wichtig. (…) Ich habe immer gesagt, was ich dachte. Ich habe keine Angst vor irgendetwas oder irgendjemandem“.

    Der Anti-Mafia-Staatsanwalt kämpft seit Jahren unter Einsatz seines Lebens gegen die ‚Ndrangheta‘ und steht seit 30 Jahren unter Polizeischutz. Bis es zu diesem Prozess kommen konnte, dauerten die Ermittlungen jahrelang. Einige Operationen erforderten sogar die Mobilisierung von 3.000 Carabinieri. Das Verfahren ist jedoch noch lange nicht abgeschlossen, da die Hauptangeklagten noch nicht verurteilt worden sind. Unter ihnen befinden sich Luigi Mancuso, 67, der als Familienoberhaupt der Mafiagruppe gilt, und der ehemalige Senator Giancarlo Pittelli, 68, der verdächtigt wird, als Mittelsmann fungiert zu haben. Das Gerichtsverfahren wird voraussichtlich noch zwei Jahre oder länger dauern.

  • Sänger Jean-Luc Lahaye wegen Vergewaltigung zweier Minderjähriger in Untersuchungshaft

    Sänger Jean-Luc Lahaye wegen Vergewaltigung zweier Minderjähriger in Untersuchungshaft

    Jean-Luc Lahaye, der im Verdacht steht, zwei Mädchen im Teenageralter sexuell missbraucht zu haben, wurde am Freitag angeklagt und inhaftiert. Er wurde in Untersuchungshaft genommen. Der Sänger Jean-Luc Lahaye, der verdächtigt wird, 2013 zwei Teenager im Alter von 15 bis 17 Jahren sexuell missbrauc…

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