Schlagwort: Israel

  • Israel tötet Dutzende Palästinenser bei Hilfsgüterverteilung – und andere World-News

    Israel tötet Dutzende Palästinenser bei Hilfsgüterverteilung – und andere World-News

    Israelische Streitkräfte haben am gestrigen Tag Dutzende Palästinenser getötet und verletzt, die sich im Norden des Gazastreifens versammelt hatten, um Hilfsgüter von Lastwagen der Vereinten Nationen zu erhalten. Das teilten das Gesundheitsministerium in Gaza sowie medizinisches Personal mit.

    Laut dem Ministerium und dem Direktor eines Krankenhauses in Gaza-Stadt kamen bei dem Vorfall über 60 Menschen ums Leben. Der Angriff ereignete sich nahe des Übergangs Zikim zwischen Israel und dem Gazastreifen. Ein nahegelegenes Feldlazarett wurde mit Verletzten überflutet – mehr als 100 Menschen mussten dort behandelt werden.

    Das israelische Militär erklärte, seine Soldaten hätten Warnschüsse abgegeben und das Feuer eröffnet, um „einer unmittelbare Bedrohung zu begegnen“, ohne diese näher zu benennen. Zudem hieß es, die gemeldeten Opferzahlen stimmten nicht mit der eigenen Bewertung überein. Man untersuche den Vorfall.

    Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen gab bekannt, dass ein Konvoi von 25 Lastwagen mit Nahrungsmitteln auf dem Weg in den Norden Gazas gewesen sei, als er „auf große Menschenmengen traf, die verzweifelt auf dringend benötigte Lebensmittel warteten“.

    „Als sich der Konvoi näherte“, hieß es weiter, „wurde die wartende Menge unter Beschuss genommen – durch israelische Panzer, Scharfschützen und weiteres Feuer.“

    Das Chaos bei der Verteilung humanitärer Hilfe prägt den Alltag im Gazastreifen, wo Hunger inzwischen allgemein verbreitet ist. Immer wieder kommt es zu Schusswechseln in der Nähe großer Menschenmengen, die auf Lebensmittel oder andere Hilfsgüter warten.

    Evakuierungsanordnung: Nach den Schüssen forderte das israelische Militär die palästinensische Bevölkerung auf, dicht besiedelte Gebiete im Norden des Gazastreifens sowie Teile von Gaza-Stadt zu verlassen. Diese seien nunmehr „Kampfzonen“.


    Japans Premierminister will trotz Wahlniederlage im Amt bleiben

    Der japanische Premierminister Shigeru Ishiba erklärte am Sonntag, er habe die „Verantwortung“, weiterhin die Regierung zu führen – trotz einer schweren Wahlniederlage seiner Koalition bei den Parlamentswahlen. Noch während die Stimmenauszählung lief, forderten Mitglieder seiner Partei bereits seinen Rücktritt.

    Die Liberaldemokratische Partei (LDP) und ihr Koalitionspartner verloren die Kontrolle über das Oberhaus. Damit ist die LDP, die Japan über weite Strecken der letzten sieben Jahrzehnte regierte, in beiden Kammern des Parlaments in der Minderheit. Die Partei konnte die Wähler nicht davon überzeugen, dass sie Lösungen für drängende Probleme wie steigende Lebensmittelpreise (z. B. für Reis), die schwierigen Zollverhandlungen mit den USA und die mangelnden Zukunftsperspektiven junger Menschen bieten kann.

    Ausblick: Sollte Ishiba zum Rücktritt gezwungen werden, warnen Analysten vor politischer Lähmung in einer Phase, in der Japan mit der Regierung von Donald Trump über Handelszölle verhandelt und gleichzeitig mit einer zunehmend selbstbewussten Volksrepublik China konfrontiert ist.

    Erfolge rechter Populisten: Die größten Gewinner der Wahl waren die Demokratische Partei für das Volk (DPFP) und die Sanseito. Beide Parteien sprachen gezielt jüngere Wähler mit rechtspopulistischen Botschaften an.


    US-Abgeordnete fordern Veröffentlichung weiterer Epstein-Akten

    Abgeordnete beider Parteien in den USA – Republikaner wie Demokraten – forderten die Veröffentlichung weiterer Unterlagen zur Untersuchung gegen den inzwischen verstorbenen Finanzier Jeffrey Epstein. Damit verschärft sich der politische Druck auf Präsident Trump, der versucht, Kritik und Verschwörungstheorien in Teilen seines Unterstützerlagers zu entkräften.

    Die Abgeordneten betonten, das jüngste Gesuch des Justizministeriums, nur bestimmte Aussagen vor der Grand Jury freizugeben, reiche nicht aus.

    Trump und Epstein, ein verurteilter Sexualstraftäter, der in Haft unter ungeklärten Umständen verstarb, hatten fast 15 Jahre lang ein enges gesellschaftliches Verhältnis gepflegt – bis es um 2004 zum Bruch kam. Die Geschichte ihrer langjährigen Verbindung sorgt weiterhin für politische Brisanz.


    WEITERE NACHRICHTEN

    Ukraine: Präsident Wolodymyr Selenskyj schlägt eine Wiederaufnahme von Gesprächen mit Russland zur Beendigung des Krieges vor. Moskau verzeichnet derweil Geländegewinne.

    Vietnam: Mindestens 35 Menschen kamen ums Leben, als am Samstag ein Ausflugsboot in der Halong-Bucht kenterte.

    Syrien: Die Regierung verkündete ein neues Waffenstillstandsabkommen und die Verlegung von Truppen in die Provinz Sweida, um dort eskalierende religiös motivierte Gewalt einzudämmen. Auch Israel war in die Auseinandersetzungen verwickelt.

    New York: Zohran Mamdani, Kandidat der Demokraten für das Bürgermeisteramt von New York City, befindet sich derzeit auf Besuch in seinem Geburtsland Uganda.

    Diplomatie: Donald Trump bemüht sich um ein persönliches Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Er hofft auf eine offizielle Einladung nach Peking.

    Autor: P. Tiko

  • Israel bombardiert Syriens Hauptstadt – und weitere World-News

    Israel bombardiert Syriens Hauptstadt – und weitere World-News

    Israel hat am gestrigen Tag Luftangriffe auf Damaskus geflogen. Dabei wurde nach Angaben des israelischen Militärs und syrischer Behörden ein Gebäudekomplex beschädigt, in dem sich das Verteidigungsministerium befindet. Auch ein Gebiet in der Nähe des Präsidentenpalasts wurde getroffen.

    Die Angriffe folgten auf mehrere Tage blutiger Gefechte zwischen syrischen Regierungstruppen und lokalen Kämpfern in der südlichen Provinz Sweida – dem Zentrum der drusischen Minderheit Syriens, die Israel nach eigenen Angaben schützen will. Die israelische Regierung hatte zuvor mit einer Ausweitung der Angriffe auf syrische Regierungstruppen gedroht, sollte sich diese nicht aus Sweida zurückziehen.

    Kurz nach den israelischen Luftschlägen verkündeten die syrischen Behörden eine Waffenruhe in Sweida, die mit örtlichen Führern vereinbart worden sei. Wenig später erklärte US-Außenminister Marco Rubio, die Vereinigten Staaten hätten mit allen beteiligten Parteien zusammengearbeitet, „um dieser beunruhigenden und erschreckenden Situation noch heute Nacht ein Ende zu setzen“.

    Die diplomatischen Bemühungen zeigten jedoch zunächst wenig Wirkung. Gegen Abend wurden weitere israelische Luftangriffe auf militärische Ziele rund um Damaskus gemeldet.

    Zwei Beweggründe für Israels Eingreifen in Südsyrien

    Israels Vorgehen in Südsyrien folgt einer doppelten strategischen Logik: Einerseits will Jerusalem verhindern, dass sich iranisch unterstützte Milizen oder islamistische Extremistengruppen in unmittelbarer Nähe zur israelischen Grenze festsetzen. Andererseits zielt das militärische Engagement darauf ab, die drusische Minderheit innerhalb Israels zu beruhigen, die traditionell enge Bindungen zur israelischen Regierung pflegt.


    Irans massive Abschiebungen von Afghanen: Eine humanitäre Krise

    Täglich überqueren derzeit fast 20.000 Afghanen die Grenze von Iran nach Afghanistan – vertrieben durch gezielte Razzien und eine zunehmende xenophobe Stimmung. Seit Januar wurden nach Angaben der Vereinten Nationen über 1,4 Millionen Afghanen aus dem Iran ausgewiesen oder zur Rückkehr gezwungen. Es handelt sich um eine der gravierendsten Vertreibungskrisen des vergangenen Jahrzehnts.

    „Afghanistan ist wie ein Käfig für Frauen – und wir kehren in diesen Käfig zurück“, sagt Khurshid, 17 Jahre alt und die jüngste von drei Schwestern, die nun nach Afghanistan zurückkehren müssen. Dort erwarten sie einige der weltweit strengsten Einschränkungen für Frauen und Mädchen.


    Bereitet Trump die Entlassung des Notenbankchefs vor?

    US-Präsident Donald Trump soll bei einem Treffen mit republikanischen Abgeordneten einen Entwurf für ein Entlassungsschreiben an Jerome Powell, den Vorsitzenden der Federal Reserve, gezeigt haben. Laut zwei eingeweihten Personen habe Trump die Anwesenden gefragt, ob er Powell tatsächlich entlassen solle.

    In den vergangenen Tagen hatte Trump seine Kritik an Powell verschärft. Er wirft ihm vor, die Zinsen nicht zu senken, und forderte wiederholt dessen Rücktritt. Ob Trump die Entlassung tatsächlich durchführt – oder rechtlich überhaupt dazu befugt ist – bleibt unklar. Kein Präsident der neueren US-Geschichte hat jemals versucht, einen Fed-Vorsitzenden vorzeitig abzusetzen. Regierungsinterne Stimmen warnen, dass ein solcher Schritt schwerwiegendere Konsequenzen hätte, als Trump offenbar erkennt.


    Weitere Schlagzeilen des Tages

    • Gazastreifen: Mindestens 20 Menschen starben bei einer Massenpanik vor einer Lebensmittelausgabestelle.
    • Israel: Der US-Botschafter Mike Huckabee nahm überraschend an einem Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Premierminister Benjamin Netanjahu teil.
    • Kanada: Premierminister Trudeau will Stahlimporte aus China und anderen Ländern blockieren, die wegen US-Zöllen verstärkt nach Kanada ausweichen.
    • USA: Trump kritisierte eigene Unterstützer, die den Umgang seiner Regierung mit den Ermittlungen im Epstein-Fall in Frage stellen.
    • Iran: Frankreichs Außenminister erklärte, Paris, London und Berlin würden UN-Sanktionen gegen Iran wieder in Kraft setzen, falls bis Ende nächsten Monats keine Fortschritte im Atomabkommen erzielt werden.
    • Künstliche Intelligenz: China investiert Milliarden, um den technologischen Rückstand gegenüber den USA im Bereich KI aufzuholen.
    • Russland: Trotz neuer Spannungen mit den USA gibt es keine Anzeichen dafür, dass Moskau seine Linie im Ukraine-Konflikt überdenkt.
    • Migration: Die USA haben wieder begonnen, Migranten in Drittstaaten abzuschieben – fünf Personen wurden nach Eswatini in Südafrika ausgeflogen.
    • Wirtschaft: Nvidia-CEO Jensen Huang warb bei einer Pressekonferenz in Peking für mehr Zusammenarbeit zwischen China und den USA im Bereich KI.
    • Florida: In einem provisorisch errichteten Abschiebezentrum, das von Insassen „Alligator Alcatraz“ genannt wird, herrschen laut Berichten mangelhafte Bedingungen.

    Autor: P. Tiko

  • Chinas Wirtschaft trotzt Trumps Zöllen – und andere World-News

    Chinas Wirtschaft trotzt Trumps Zöllen – und andere World-News

    Chinas Wirtschaft ist im Frühjahr stabil gewachsen – trotz der von Präsident Trump verhängten hohen Strafzölle. Wie offizielle Zahlen zeigen, konnte sich das Land behaupten, gestützt auf Investitionen in Fabriken, Großprojekte wie Hochgeschwindigkeitsstrecken sowie anhaltend starke Exporte. Ein zusätzlicher Impuls kam von Vorzieheffekten: Viele Käufer orderten ihre Waren bereits im ersten Quartal in Erwartung kommender Zölle.

    Sollte sich das derzeitige Wachstumstempo fortsetzen, wird Chinas Wirtschaft auf das Jahr gerechnet um etwa 4,1 Prozent wachsen – nur geringfügig weniger als im ersten Quartal.

    Der Bericht zum chinesischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) wurde veröffentlicht, während die USA aktuelle Inflationsdaten auswerteten. Diese zeigen: Trumps Zollpolitik beginnt, sich auf die Verbraucherpreise auszuwirken. Besonders stark verteuerten sich im Juni Waren, die direkt von den Zöllen betroffen sind – etwa Haushaltsausstattungen.

    Kehrtwende bei KI-Chips: Drei Monate nach dem Verkaufsstopp für Nvidias KI-Chips an China vollzog die Trump-Regierung eine abrupte Wende: Chinesische Tech-Unternehmen dürfen nun wieder einkaufen.

    Elektromobilität: Peking kündigte an, den Technologietransfer von acht zentralen Verfahren zur Batterieherstellung für E-Fahrzeuge ins Ausland einzuschränken. Das könnte es chinesischen Autobauern erschweren, Werke im Ausland zu errichten – eine Strategie, zu der sie insbesondere von der EU gedrängt werden.


    Trumps Kurswechsel gegenüber der Ukraine – ein Hoffnungsschimmer mit Fragezeichen

    Als Trump in den vergangenen Tagen zustimmte, wieder moderne US-Waffensysteme für den Weiterverkauf an die Ukraine nach Europa zu liefern, werteten europäische Regierungschefs dies als strategischen Kurswechsel. Trotz der scharfen Rhetorik Trumps gegenüber Wladimir Putin bleibt in Europa jedoch eine spürbare Skepsis bestehen.

    Hinter diplomatischem Lächeln verbirgt sich Verärgerung – insbesondere angesichts der von Trump angedrohten Anhebung der US-Zölle auf EU-Waren auf bis zu 30 Prozent. Ein europäischer Experte formulierte es so: „Das mögen gute Nachrichten sein – aber für wie lange, und zu welchem Preis?“ Und weiter: „Für die grundlegenden Probleme in den transatlantischen Beziehungen ist das keine Lösung.“


    Großbritannien siedelte heimlich 4.500 Afghanen um

    Erstmals hat die britische Regierung eingeräumt, Informationen über 18.000 Afghanen offengelegt zu haben, die vor der Machtübernahme der Taliban mit dem britischen Verteidigungsministerium zusammengearbeitet hatten. Um Betroffene vor Repressalien zu schützen, ließ man Tausende heimlich umsiedeln.

    Der damalige Premierminister Rishi Sunak hielt das Sicherheitsleck aus dem Jahr 2022 mit einer sogenannten „Super Injunction“ geheim – einem juristischen Instrument, das selbst Berichte über das Verbot untersagt. Bislang sind 4.500 Afghanen in Großbritannien angekommen. Weitere 600 Menschen und ihre Familien warten noch auf die Ausreise.


    Weitere wichtige Meldungen

    Nahost: Israel flog eine Serie von Luftangriffen auf Regierungseinheiten in Syrien und auf die Hisbollah-Miliz im Libanon.

    Israel: Die Regierung von Premierminister Benjamin Netanjahu steht auf der Kippe, nachdem eine ultraorthodoxe Partei den Austritt aus der Koalition erklärte.

    Äthiopien: Ärzte ohne Grenzen wirft der Regierung vor, die Tötung von drei ihrer Mitarbeiter nicht ausreichend untersucht zu haben.

    Indien: Die Polizei entdeckte eine russische Frau mit ihren Kindern in einer Höhle – sie befanden sich laut Behörden auf einer „spirituellen Reise“.

    Spanien: Die Polizei nahm den Anführer einer fremdenfeindlichen Gruppierung fest. Ihm wird vorgeworfen, Unruhen in der südostspanischen Stadt Torre Pacheco angeheizt zu haben.

    Luftfahrt: Fluggesellschaften in Indien, Singapur und Südkorea überprüfen derzeit die Treibstoffregelungssysteme ihrer Boeing-Flugzeuge. Anlass ist ein Bericht zum tödlichen Air-India-Absturz im vergangenen Monat.

    Autor: P. Tiko

  • Trump kündigt Waffenhilfe für die Ukraine und Ultimatum an Putin an – und weitere World-News

    Trump kündigt Waffenhilfe für die Ukraine und Ultimatum an Putin an – und weitere World-News

    US-Präsident Donald Trump erklärte gestern, die Vereinigten Staaten würden Europa bei der Lieferung zusätzlicher Waffen an die Ukraine unterstützen. Zugleich stellte er Russland ein Ultimatum: Sollte innerhalb von 50 Tagen keine Friedensvereinbarung zustande kommen, drohten „sehr harte Zölle“.

    Die angedrohten Zölle dürften allerdings wenig Wirkung entfalten – der russische Handel mit den USA ist marginal. Weit brisanter ist Trumps Ankündigung, auch sogenannte sekundäre Sanktionen verhängen zu wollen: Strafen also gegen Drittländer oder Unternehmen, die mit sanktionierten Staaten Geschäfte machen.

    Trumps Äußerungen fielen im Rahmen eines Treffens mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte, der derzeit Koordinierungsaufgaben bei der Lieferung westlicher Waffen an die Ukraine übernimmt. Demnach soll die NATO US-Waffen – darunter modernisierte Patriot-Luftabwehrsysteme – erwerben und an Kiew weiterreichen. Militäranalysten und ukrainische Offiziere äußerten sich dazu verhalten optimistisch – die Unberechenbarkeit der Trump-Regierung bleibe eine zentrale Sorge.

    Trump zeigte sich „enttäuscht“ von Wladimir Putin: „Meine Gespräche mit ihm sind immer sehr freundlich, und dann fliegen nachts die Raketen“, so Trump.

    Trumps jüngste Linie gegenüber Russland ähnelt in wesentlichen Punkten jener seines Vorgängers – insbesondere durch die Bewaffnung der Ukraine. Doch es gibt begründete Zweifel, ob er diesen Kurs langfristig beibehalten wird.

    In Kiew: Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte an, den ukrainischen Premierminister auszuwechseln – eine bedeutende Umbesetzung angesichts militärischer Rückschläge und wachsender Unzufriedenheit im Land.


    Israels Plan zur Umsiedlung von Palästinensern gefährdet Waffenstillstandsverhandlungen

    Ein israelischer Vorschlag, große Teile der Bevölkerung Gazas in ein Lager nahe der ägyptischen Grenze umzusiedeln, droht die jüngsten Verhandlungen über eine Waffenruhe zu torpedieren. Völkerrechtler warnten, der Plan verstoße gegen internationales Recht. Auch aus den Reihen der Hamas kam scharfer Protest: Der Vorschlag sei „völlig inakzeptabel“.

    „Das wäre eine isolierte Stadt, die einem Ghetto gleicht“, sagte Husam Badran, ein hochrangiger Hamas-Funktionär, am Montag. „Kein Palästinenser würde dem zustimmen.“

    Israel hat den Plan bisher nicht offiziell bestätigt. Rechtsexperten warnen jedoch: Palästinensern die Rückkehr in ihre Heimat zu verweigern, komme einer ethnischen Säuberung gleich. Kritiker in Israel zogen Parallelen zu einem „Konzentrationslager des 21. Jahrhunderts“.


    Mindestens 50 Tote bei Kämpfen im Süden Syriens

    Bei schweren Gefechten in der Provinz Sweida im Süden Syriens kamen gestern mehr als 50 Menschen ums Leben. Laut Angaben örtlicher Behörden und einer Beobachtungsstelle standen sich bewaffnete Beduinengruppen und Milizen der drusischen Religionsgemeinschaft gegenüber – es war bereits der zweite Tag eskalierender Gewalt.

    Die syrische Regierung rief zur Zurückhaltung auf und kündigte ein „schnelles und entschlossenes“ Eingreifen an. Doch alle entsandten 18 entsandten Soldaten wurden getötet, wie ein Vertreter des Verteidigungsministeriums mitteilte. Die Eskalation zeigt, wie schwer es dem Regime fällt, seit dem Sturz von Baschar al-Assad im Dezember 2024 die Kontrolle über das Land zurückzugewinnen. Unabhängig davon meldete das israelische Militär, es habe Panzer beschossen, die sich Sweida näherten, um einen Truppenaufmarsch im Süden Syriens zu verhindern.


    Weitere Schlagzeilen

    Europa: Der Klimawandel verwandelt einst begehrte Urlaubsregionen Europas in Orte, von denen man lieber flieht.

    New York: Der frühere Gouverneur Andrew Cuomo will nach seiner Niederlage in der demokratischen Vorwahl gegen Zohran Mamdani nun als unabhängiger Kandidat für das Amt des Bürgermeisters antreten.

    USA: Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hat entschieden, dass die Trump-Regierung das Bildungsministerium durch Massenentlassungen demontieren darf.

    Bildung: Eine chinesische Universität hat die Exmatrikulation einer Studentin angekündigt, weil sie „unangemessene Kontakte zu einem Ausländer“ unterhalten habe.

    Irland: In einem ehemaligen Heim katholischer Nonnen, das von 1925 bis 1961 betrieben wurde, haben Archäologen mit der Suche nach den Überresten hunderter verstorbener Kinder begonnen.

    Gefängnisse: Videoaufnahmen eines Häftlings, der sich in der New Yorker Haftanstalt Rikers Island das Leben nahm, zeigen eklatante Mängel im US-Strafvollzugssystem.

    Tesla: In den USA beginnt der erste Geschworenenprozess gegen den Elektroautohersteller wegen eines tödlichen Unfalls im Jahr 2019, bei dem der Autopilot eingeschaltet war.

    Autor: P. Tiko

  • Israel meldet, dass ein Teil von Irans Uranvorräten die Angriffe überstand – und andere World-News

    Israel meldet, dass ein Teil von Irans Uranvorräten die Angriffe überstand – und andere World-News

    Ein Teil von Irans unterirdisch gelagertem, nahezu waffenfähig angereichertem Uran hat die US-amerikanischen und israelischen Angriffe im vergangenen Monat überstanden und ist nach Angaben eines ranghohen israelischen Beamten für die Nukleartechniker Teherans weiterhin zugänglich.

    Geheimdienstanalysen Israels zeigten jedoch keine Besorgnis über das verbleibende angereicherte Uran. Sie erklären, jeder Versuch Irans, es zu bergen, würde mit hoher Wahrscheinlichkeit entdeckt werden und es bliebe ausreichend Zeit für einen Angriff. Präsident Trump und seine Regierung hatten erklärt, dass Irans Nuklearprogramm durch den gemeinsamen Schlag „ausgelöscht“ worden sei.

    Israel begann Ende vergangenen Jahres mit Vorbereitungen für militärische Schritte gegen Iran, nachdem man einen Endspurt zum Bau einer Atombombe befürchtet hatte. Israel erklärte damals, seine Geheimdienstinformationen seien mit den USA geteilt worden. Doch in den Monaten vor dem Angriff vertraten US-Beamte die Auffassung, dass Iran sich noch nicht zum Bau einer Waffe entschieden habe.


    Ukrainischer Geheimdienstoffizier auf Parkplatz in Kiew erschossen

    Die ukrainischen Behörden teilten gestern mit, dass ein Eliteoffizier des SBU, des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes, am helllichten Tag in Kiew erschossen wurde.

    Bei dem Opfer handelt es sich um Oberst Iwan Woronych, der eine Einheit leitete, die im vergangenen Sommer eine entscheidende Rolle beim Überraschungsangriff der Ukraine auf die russische Region Kursk spielte. Die als Fünfte Direktion bekannte Einheit erhielt technische Unterstützung durch die CIA und war auch für die Tötung eines ranghohen russischen Separatistenkommandeurs mit dem Nom de Guerre „Motorola“ im Jahr 2016 verantwortlich.

    Aktuelle ukrainische Offizielle äußerten sich nicht zu einer möglichen russischen Beteiligung. Sollte Russland hinter der Tat stehen, wäre dies ein seltener nachrichtendienstlicher Erfolg seit Beginn der Invasion vor drei Jahren.


    Großbritannien und Frankreich vereinbaren Atomwaffenpakt:

    Premierminister Keir Starmer und Präsident Emmanuel Macron gaben gestern ein neues Verteidigungsabkommen bekannt. Erstmals verpflichteten sich beide Länder, ihre Nukleararsenale gemeinsam einzusetzen, sollte ein europäischer Verbündeter angegriffen werden.

    Die beiden Regierungschefs verkündeten zudem ein Abkommen, das die Zahl der Migranten verringern könnte, die von Nordfrankreich aus in kleinen Booten den Ärmelkanal überqueren.


    Weitere World-News

    Diplomatie: Außenminister Marco Rubio traf in Malaysia mit dem russischen Außenminister zusammen und bekräftigte Trumps Unzufriedenheit über die stockenden Friedensgespräche.

    Drohnen: Moskau startete eine weitere Angriffswelle auf Kiew und tötete dabei zwei Menschen.

    Gaza: Ein israelischer Luftangriff in der Nähe einer von einer US-Hilfsorganisation betriebenen Gesundheitsklinik tötete mehr als ein Dutzend Menschen, darunter Kinder, wie das Krankenhaus berichtete.

    USA: Der Secret Service suspendierte sechs Agenten, die für die Sicherung des Geländes zuständig waren, an dem letzten Sommer ein Attentat auf Trump verübt wurde.

    Jemen: Zehn Besatzungsmitglieder eines Frachters, der von den Huthi-Rebellen im Roten Meer versenkt wurde, konnten gerettet werden. Etwa ein Dutzend gilt weiterhin als vermisst.

    Geschlechtsangleichung: Die Trump-Regierung forderte von Ärzten und Krankenhäusern personenbezogene Daten über geschlechtsangleichende Behandlungen bei Minderjährigen an – der jüngste Schritt, um solche Behandlungen zu unterbinden.

    Technologie: Nvidia, der weltweit führende Anbieter von KI-Chips, wurde als erstes börsennotiertes Unternehmen mit vier Billionen Dollar bewertet.

    Klima: Großbritannien bereitet sich erneut auf eine möglicherweise rekordbrechende Hitzewelle vor – die dritte des Jahres.

    Wirtschaft: Der italienische Süßwarenhersteller Ferrero übernimmt den US-amerikanischen Cerealienkonzern WK Kellogg in einem Deal im Wert von 3,1 Milliarden Dollar.

    Großbritannien: Vier Personen, darunter drei Teenager, wurden im Zusammenhang mit einem Cyberangriff im April festgenommen, der den Einzelhändler Marks & Spencer Millionen kostete.

    Technologie: Organisationen, die Kinderpornografie verfolgen, melden eine Zunahme von KI-generierten Bildern sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen im Netz. Die EU stellt neue Regeln zur Regulierung von KI vor.

  • Handala: Weiteres Hilfsschiff will Blockade von Gaza durchbrechen

    Handala: Weiteres Hilfsschiff will Blockade von Gaza durchbrechen

    Ein Schiff mit dem Namen „Handala“ macht sich bereit.

    Am 13. Juli 2025 soll es vom sizilianischen Syrakus aus in See stechen – mit einem Ziel, das ebenso symbolisch wie politisch ist: die israelische Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen.

    Organisiert wird diese Mission von der „Coalition de la Flottille de la Liberté“ (FFC), einem internationalen Bündnis aus Aktivisten, Journalisten, Ärzten und Anwälten. Ihr gemeinsames Anliegen: Solidarität mit der palästinensischen Bevölkerung zeigen – und die Aufmerksamkeit der Welt auf eine humanitäre Katastrophe lenken, die längst nicht mehr auf den Nachrichtenseiten der großen Agenturen präsent ist.

    Auf dem Schiff „Handala“ befindet sich eine symbolische Hilfslieferung: Lebensmittel, medizinisches Material und Produkte des täglichen Bedarfs. Alles Dinge, die in Gaza fehlen, seit Israel die Grenzen des Küstenstreifens abgeriegelt hat.

    Doch geht es nur um Nahrungsmittel?

    Die Organisatoren sagen klar: Nein. Ihr Ziel ist auch politisch. Sie wollen wachrütteln – Regierungen, Vereinte Nationen, die Öffentlichkeit –, um den Druck auf Israel zu erhöhen und die Folgen der Blockade sichtbar zu machen.

    Handala, nach der bekannten Figur des palästinensischen Karikaturisten Naji al-Ali benannt, gilt als Sinnbild für Widerstand und Standhaftigkeit. Ein barfüßiger Junge mit dem Rücken zum Betrachter, der die Welt beobachtet, ohne sich ihr zuzuwenden – so zeichnete ihn sein Schöpfer, und so ist er bis heute ein stilles Symbol für ein Volk, das nicht aufzugeben scheint.

    Der Aufbruch der „Handala“ kommt nur wenige Wochen nach der letzten spektakulären Aktion.

    Am 9. Juni 2025 hatte die israelische Marine in internationalen Gewässern das Schiff „Madleen“ abgefangen. An Bord: zwölf internationale Aktivisten, darunter die Klimaschützerin Greta Thunberg und die französische Europaabgeordnete Rima Hassan. Ihre Festnahme löste heftige Debatten aus. War es ein legitimer Eingriff zur Sicherung Israels – oder ein Verstoß gegen das Völkerrecht?

    Die Fronten bleiben verhärtet.

    Die Flottille-Koalition betont stets die zivile und friedliche Natur ihrer Aktionen. Für sie ist es ein moralisches Gebot, dort zu helfen, wo Regierungen tatenlos zusehen. Israel hingegen sieht in den Hilfsschiffen eine politische Provokation unter humanitärem Deckmantel. Die Regierung argumentiert, der seit Jahren bestehende Blockade-Ring um Gaza sei notwendig, um Waffenlieferungen an die Hamas zu unterbinden.

    Und während sich das Schiff in Syrakus auf seinen Aufbruch vorbereitet, steigt die Anspannung.

    Internationale Beobachter schauen mit gespannter Aufmerksamkeit auf diese Mission. Unterstützer hoffen auf ein Zeichen der Menschlichkeit und Solidarität. Kritiker warnen vor Sicherheitsrisiken und möglichen Gewalteskalationen, sollten israelische Streitkräfte erneut eingreifen.

    Doch eines ist sicher: Die Reise der „Handala“ ist nicht einfach eine weitere Hilfsaktion. Sie ist ein schwimmendes Symbol für die Frage, ob moralischer Protest gegen politische Realitäten jemals ankommen kann – oder ob er auf hoher See untergeht, bevor er überhaupt die Küste erreicht.

    Autor: C.H.

  • Kommentar: Frieden kommt nicht durch Vertreibung – das sollten Sie wissen, Herr Netanjahu

    Kommentar: Frieden kommt nicht durch Vertreibung – das sollten Sie wissen, Herr Netanjahu

    Es klingt so nüchtern, so technisch, wenn Israels Verteidigungsminister Israel Katz eine „humanitäre Stadt“ für 600.000 Menschen ankündigt. Wenn Premierminister Netanjahu erklärt, wer Gaza verlassen wolle, solle das tun. Wenn Donald Trump von der „Säuberung“ des Gazastreifens spricht, als ginge es um ein schmutziges Zimmer.

    Doch hinter diesen Worten stehen Menschen. Männer, Frauen, Kinder, Alte, Verletzte, Traumatisierte. Menschen, die ihre Häuser verloren haben, ihre Geschwister, ihre Kinder, ihre Eltern. Menschen, die seit Monaten mit Hunger, Angst und der allgegenwärtigen Todesdrohung leben. Vertreibung als politische Strategie ist keine Lösung. Sie ist eine Kapitulation vor der Aufgabe, einen gerechten Frieden zu schaffen.

    Herr Netanjahu, Sie wissen so gut wie jeder, der in Israel lebt: Frieden kommt nicht durch Zäune, nicht durch Lager, nicht durch Vertreibung. Frieden entsteht, wenn Menschen bleiben dürfen, wo sie leben. Wenn sie ihre Kinder ohne Angst in die Schule schicken können. Wenn sie Perspektive spüren. Wenn sie gehört werden.

    Es mag sein, dass Sie und Ihre Minister heute Pläne entwerfen, die militärisch logisch erscheinen. Die Hamas schwächen, Sicherheitszonen schaffen, Druck aufbauen. Doch was bleibt nach der letzten Bombe, nach dem letzten Evakuierungsbefehl? Zwei Millionen entwurzelte Menschen, die Ihre Regierung in die Wüste treiben will – ohne zu wissen, wohin.

    Sie können Menschen aus ihren Häusern vertreiben. Aber ihre Geschichte, ihre Verbundenheit zu ihrem Land und ihr Recht auf ein Leben in Würde können Sie nicht auslöschen. Wer Vertreibung als Friedenspolitik verkauft, wird keinen Frieden ernten. Sondern nur mehr Hass, Verzweiflung und ein weiteres Kapitel unendlicher Gewalt.

    Frieden kommt nicht durch Vertreibung. Frieden kommt nur durch Gerechtigkeit.

    Ein Kommentar von MAB

  • Israels Gaza-Plan: Umsiedlung, „humanitäre Stadt“ und langfristige Emigration

    Israels Gaza-Plan: Umsiedlung, „humanitäre Stadt“ und langfristige Emigration

    Seit 21 Monaten führt Israel Krieg im Gazastreifen. Nun hat Verteidigungsminister Israel Katz Pläne vorgestellt, die weit über militärische Operationen hinausreichen: Sie sehen den Aufbau eines gigantischen „humanitären“ Lagers vor, Sicherheitskontrollen aller Palästinenser – und perspektivisch die Emigration der Bevölkerung.

    Am Montag, dem 7. Juli, skizzierte Verteidigungsminister Israel Katz gegenüber israelischen Medien und in Aussagen, die von der Tageszeitung Haaretz veröffentlicht wurden, ein neues Konzept für den Gazastreifen. Es enthält Elemente, die tiefgreifende Fragen nach dem Völkerrecht, humanitären Folgen und den langfristigen Zielen Israels in Gaza aufwerfen.

    600.000 Menschen in einem riesigen Lager bei Rafah

    Kernstück des Plans ist die Einrichtung eines gigantischen Lagers auf den Ruinen der Stadt Rafah im Süden des Gazastreifens. Die Stadt, einst letzter Zufluchtsort für die Binnenvertriebenen aus dem Norden, wurde in den vergangenen Monaten selbst heftig bombardiert. Die israelische Armee hatte dort wiederholt Einsätze durchgeführt, um, nach eigener Darstellung, Führungsstrukturen der Hamas zu zerschlagen.

    Laut Israel Katz sollen künftig bis zu 600.000 Palästinenser in dieser „humanitären Stadt“ untergebracht werden. Ein Großteil von ihnen lebt aktuell im Küstenstreifen von Al-Mawasi, der bereits im Mai 2024 von Israel als „humanitäre Zone“ deklariert wurde, um Evakuierungen aus Rafah zu ermöglichen.

    Der Zugang zu diesem Lager wird laut Katz streng kontrolliert: Jeder Bewohner muss eine Sicherheitsprüfung durchlaufen. Zudem sei es den Palästinensern verboten, die Zone ohne Erlaubnis wieder zu verlassen. Israel plane, den Betrieb des Camps zwar organisatorisch zu unterstützen, jedoch solle die Verwaltung durch „internationale Partner“ erfolgen. Wer diese sein könnten, ist bislang unklar.

    Beginn nur nach einer 60-tägigen Waffenruhe

    Voraussetzung für die Umsetzung ist ein Waffenstillstand mit der Hamas. Die Planungen gehen laut Katz von einer zunächst 60 Tage andauernden Feuerpause aus. Entsprechende Verhandlungen finden derzeit in Doha und Washington statt. US-Präsident Donald Trump äußerte sich am Montagabend nach einem Treffen mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in der amerikanischen Hauptstadt optimistisch: „Ich denke nicht, dass es Blockaden gibt. Die Dinge entwickeln sich gut.“

    Die Koordination des gesamten Projekts liegt in den Händen von General Amir Baram, dem Generaldirektor des israelischen Verteidigungsministeriums.

    Perspektivische „Emigration“ aller Einwohner Gazas

    Besonders brisant ist jedoch das langfristige Ziel, das Katz explizit formulierte. Er sprach davon, nicht nur einen Teil, sondern „alle Bewohner“ des Gazastreifens in diesem Lager zusammenzufassen – insgesamt rund zwei Millionen Menschen, auf einer Fläche, die vor Kriegsbeginn laut UN rund 250.000 Einwohner zählte.

    Doch auch damit endet die Vision nicht. Der Verteidigungsminister erklärte offen, es gehe perspektivisch um die Emigration der Palästinenser aus Gaza. „Das wird passieren“, sagte er gegenüber Journalisten, ohne Details zu nennen, ob und in welcher Form dies freiwillig erfolgen solle. Ministerpräsident Netanjahu bekräftigte diese Linie bei seinem Besuch in Washington: „Wenn Menschen Gaza verlassen wollen, sollten sie das tun können“, zitierte ihn der Sender Channel 12. Israel arbeite daher mit den USA zusammen, um Länder zu finden, die „den Palästinensern eine bessere Zukunft bieten“.

    Ägypten und Jordanien lehnten ähnliche Pläne bereits ab

    Ein vergleichbarer Vorschlag war bereits im Januar 2025 durch Donald Trump gemacht worden. Der US-Präsident hatte sich für eine Evakuierung von 1,5 Millionen Palästinensern aus Gaza ausgesprochen, teils nach Ägypten, teils nach Jordanien, mit dem Ziel, die Enklave zu „säubern“. Beide Nachbarstaaten wiesen diesen Vorschlag jedoch umgehend zurück.

    Internationale und völkerrechtliche Fragen

    Der aktuelle Plan wirft zahlreiche völkerrechtliche und politische Fragen auf. Artikel 49 der Vierten Genfer Konvention untersagt es Besatzungsmächten ausdrücklich, geschützte Personen zwangsweise aus besetztem Gebiet zu deportieren oder zu vertreiben. Auch eine langanhaltende Einschränkung der Bewegungsfreiheit kann als verbotene Kollektivstrafe gewertet werden.

    Darüber hinaus bleibt offen, wer die geplanten „internationalen Partner“ sein könnten, die Verwaltung und Versorgung von Hunderttausenden in einem Kriegsgebiet übernehmen würden. Weder UN-Organisationen noch große internationale Hilfswerke haben bislang Zustimmung zu vergleichbaren Plänen signalisiert.

    Schließlich steht die Frage im Raum, ob eine solche Politik die tieferen Ursachen des Konflikts löst – oder im Gegenteil den ohnehin brüchigen Status quo im Nahen Osten weiter destabilisiert. Das Ziel, die Bevölkerung Gazas dauerhaft in andere Länder zu transferieren, dürfte jedenfalls den Widerstand weiter Teile der internationalen Gemeinschaft hervorrufen.

    Autor: P. Tiko

  • Trump kündigt 25 % Zölle auf Japan und Südkorea an – und weitere World-News

    Trump kündigt 25 % Zölle auf Japan und Südkorea an – und weitere World-News

    Präsident Trump erklärte gestern, dass Südkorea und Japan ab dem 1. August mit neuen Zöllen in Höhe von 25 Prozent auf ihre Exporte in die USA rechnen müssen. Zudem verlängerte er eine Aussetzung höherer Zölle gegen Dutzende andere Länder, die eigentlich morgen in Kraft treten sollte, bis 1. August.

    Die Märkte reagierten mit Kursverlusten auf die Nachricht. Anleger betrachteten die Zölle offenbar als äußerst schmerzhaft für zwei der größten Handelspartner Amerikas.

    Trump veröffentlichte außerdem mehrere Nachrichten in den sozialen Medien, in denen er höhere Zölle für weitere Länder ankündigte: 40 Prozent für Myanmar und Laos, 30 Prozent für Südafrika sowie 25 Prozent für Kasachstan und Malaysia.

    Hintergrund: In den vergangenen 90 Tagen hat die US-Regierung versucht, Handelsabkommen mit zahlreichen Ländern abzuschließen. Bisher bestehen jedoch nur vorläufige Vereinbarungen mit Großbritannien und Vietnam.

    Kontext: Die Verhandlungen mit Japan und Südkorea verliefen langsamer als mit anderen Ländern – teils, weil beide Staaten Wahlen abhielten, teils, weil Trump weiterhin Zölle auf wichtige Exportgüter wie Autos, Stahl und Elektronik verhängt oder angedroht hat. Japan und Südkorea zögerten daher, ein Abkommen mit der Trump-Regierung zu schließen, aus Sorge, später erneut von Strafzöllen getroffen zu werden.


    Retter in Texas: eine erschütternde Suche nach Überlebenden

    Die Überschwemmungen in Texas gehören inzwischen zu den tödlichsten Hochwasserkatastrophen in den USA seit 100 Jahren. Am vierten Tag der Suche nach Überlebenden stieg die Zahl der Todesopfer auf über 100 Menschen. Camp Mystic, ein christliches Sommercamp für Mädchen, das von den reißenden Fluten erfasst wurde, teilte mit, dass mindestens 27 junge Camperinnen und Betreuer ums Leben kamen. Und es ist weiterer Regen vorhergesagt.

    Viele Rettungsgeschichten der vergangenen zwei Tage waren erschütternd. Retter der Küstenwache brachten 165 Menschen im Camp Mystic in Sicherheit. Eine 22-jährige Frau wurde gerettet, nachdem sie die Nacht über an einen Baum geklammert verbracht hatte. Ein junges Mädchen wurde gefunden, nachdem sie stundenlang auf einer Matratze im Wasser trieb.

    Behörden sehen sich zunehmend mit der Frage konfrontiert, ob nicht mehr hätte getan werden müssen, um rechtzeitig zu warnen und Gebiete entlang des Guadalupe River zu evakuieren. Senator Ted Cruz aus Texas sagte, es werde eine „sorgfältige Untersuchung der Ereignisse“ geben. Kerr County, das am stärksten betroffene Gebiet, hatte bereits 2017 darüber beraten, Wasserpegelmesser und Sirenen zu kaufen, verwarf den Plan jedoch als zu teuer.

    Die Wassermassen stiegen rasant: Sintflutartige Regenfälle verwandelten den Fluss laut einer Analyse der New York Times innerhalb von weniger als zehn Stunden von einem kleinen Bach in einen reißenden, zerstörerischen Fluss. Rund 3.500 Kubikmeter Wasser pro Sekunde strömten flussabwärts – mehr als die durchschnittliche Durchflussmenge der Niagarafälle.


    Israel und Hamas führten zweiten Tag Waffenruhegespräche

    Während Premierminister Benjamin Netanjahu sich gestern in Washington zu Gesprächen mit der Trump-Regierung aufhielt, schienen Israel und die Hamas einer Waffenruhe in Gaza näherzukommen als in den vergangenen Wochen. Dennoch stritten beide Seiten weiterhin über die Bedingungen eines Abkommens, das auch die Freilassung von Geiseln beinhalten würde.

    Vertreter Israels und der Hamas führten in Doha, Katar, Gespräche über ein Kriegsende. Die Hamas bestand darauf, dass jede Vereinbarung einen Weg zu einem vollständigen und dauerhaften Ende der Kämpfe ebnen müsse.

    Netanjahu traf sich im Weißen Haus mit Trump. Bei einem gemeinsamen Abendessen, das beide als eine Art Siegesrunde nach ihrem Angriff auf den Iran inszenierten, erklärte Netanjahu, er habe Trump für den Friedensnobelpreis nominiert.


    WEITERE TOP-NACHRICHTEN

    Ukraine: Das ukrainische Militär kämpft darum, Kostiantynivka zu halten, das Tor zu seiner letzten großen Verteidigungslinie in der Region Donezk, und setzt Fischernetze ein, um Drohnen abzufangen.

    Australien: Erin Patterson wurde für schuldig befunden, drei Verwandte ihres Ehemanns mit Giftpilzen in einem Beef Wellington beim Mittagessen ermordet zu haben.

    Taiwan: Mindestens zwei Menschen starben, über 500 weitere wurden verletzt, nachdem Taifun Danas die dicht besiedelte Westküste der Insel getroffen hatte.

    Energie: Kanada hat seine erste Erdgaslieferung nach Südkorea geschickt, um seine Handelsabhängigkeit von den USA zu verringern.

    Südafrika: Nach dem Ende der Apartheid wurde Folter durch Polizeibeamte verboten, doch eine Analyse der New York Times zeigt, dass das Ersticken mit Plastiktüten („Tubing“) weiterhin praktiziert wird.

    Indonesien: Der Vulkan Lewotobi Laki-laki auf der Insel Flores brach etwa sechs Minuten lang aus und schleuderte eine Aschewolke weit höher in den Himmel als beim Ausbruch des Vormonats.

    Iran: Die Regierung führt derzeit Massenabschiebungen afghanischer Flüchtlinge durch, Hunderttausende wurden in den vergangenen Wochen ausgewiesen.

    Politik: Trump bezeichnete Elon Musk als „außer Kontrolle“ und als ein „Zugunglück“, nachdem dieser angekündigt hatte, eine politische Partei namens „America Party“ zu gründen. Die Tesla-Aktie fiel weiterhin, da Investoren auf den Plan negativ reagierten.

  • Überschwemmungen in Texas fordern mindestens 80 Tote, darunter 28 Kinder – und weitere World-News

    Überschwemmungen in Texas fordern mindestens 80 Tote, darunter 28 Kinder – und weitere World-News

    Hunderte Suchteams durchkämmten gestern weite Gebiete von Zentral-Texas, nachdem heftige Regenfälle Sturzfluten am Guadalupe River ausgelöst hatten. Während die Zahl der Todesopfer auf mindestens 80 stieg und Dutzende weiterhin vermisst wurden, warnten Meteorologen vor weiterem Regen und möglichen erneuten Sturzfluten in den stark betroffenen Regionen.

    Mindestens 28 der Opfer waren Kinder. Zehn Mädchen aus einem Ferienlager werden weiterhin vermisst.

    So verlief die Katastrophe: Die erste Sturzflutwarnung aufgrund des sintflutartigen Regens wurde kurz vor Mitternacht am Donnerstag herausgegeben. Gegen 4 Uhr morgens am Freitag rieten die Behörden des Bezirks den Bewohnern und Campern, „sofort höher gelegenes Gelände aufzusuchen“, nachdem der Pegel des Guadalupe River innerhalb von drei Stunden um 22 Fuß, also rund 6 Meter, gestiegen war.

    Wichtige Positionen in den lokalen Büros des Nationalen Wetterdienstes waren aufgrund der Sparmaßnahmen der Trump-Regierung unbesetzt, was einige Experten dazu veranlasst, zu fragen, ob Personalmangel es der Behörde erschwerte, sich mit den örtlichen Katastrophenschutzstellen abzustimmen.

    Gigantische Regenmengen wie jene, die die tödlichen Überschwemmungen in Texas verursacht haben, treten weltweit immer häufiger und intensiver auf, da die Verbrennung fossiler Brennstoffe den Planeten weiter aufheizt, sagen Wissenschaftler.

    Netanjahu auf dem Weg ins Weiße Haus

    Israels Premierminister Benjamin Netanjahu wird heute in Washington mit Präsident Trump zusammentreffen, um über eine Waffenstillstandsvereinbarung für Gaza zu sprechen. Trump sagte, er hoffe, dass noch diese Woche eine erste Waffenruhe zustande komme.

    Die Vereinbarung sieht vor, dass die Hamas Geiseln freilässt, und könnte letztlich Israels Krieg im palästinensischen Gazastreifen beenden, der durch den Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden war. Gestern entsandte Israel Unterhändler nach Katar, um Differenzen mit der Hamas zu überbrücken, die zugestimmt hat, Gespräche über eine 60-tägige Waffenruhe aufzunehmen.

    In Israel wächst weiterhin die Opposition gegen den Krieg in Gaza. Viele Menschen fragen sich, was das Militär dort noch tun kann. Laut Armee wurden allein im vergangenen Monat über 20 israelische Soldaten getötet. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Gaza wurden seit Beginn des Krieges insgesamt mehr als 55.000 Palästinenser getötet.

    Warum die Nachfolge des Dalai Lama kompliziert ist

    Der Dalai Lama, der gestern 90 Jahre alt wurde, hat versprochen, dass China bei der Wahl seines Nachfolgers kein Mitspracherecht haben wird. Doch es gibt Anzeichen dafür, dass Chinas Führung diese Entscheidung nicht beachten und selbst einen neuen Dalai Lama ernennen könnte.


    WEITERE TOP-NACHRICHTEN

    USA: Elon Musk kündigte an, dass er in den USA eine neue politische Partei gründen werde, die „America Party“, die bereits bei den Zwischenwahlen im nächsten Jahr auftreten soll.

    Australien: Viele Juden im Land sind angespannt, nachdem es in Melbourne zu zwei gewaltsamen Vorfällen gekommen ist – einer in einer Synagoge, der andere in einem israelischen Restaurant.

    Öl: Saudi-Arabien, Russland und sechs weitere OPEC-Plus-Mitglieder haben sich darauf geeinigt, ab August mehr Öl zu fördern – eine Erhöhung der Produktion, die zu sinkenden Preisen führen könnte.

    Kenia: Der Tod des Bloggers Albert Ojwang in Polizeigewahrsam hat die Polizei des Landes ins Rampenlicht gerückt und eine Protestwelle ausgelöst.

    Diplomatie: Die EU steckt zwischen den USA und China fest, während sie einerseits versucht, mit Trump über Zölle zu verhandeln und gleichzeitig stabile Beziehungen zu Peking aufrechtzuerhalten.

    Wetter: Taifun Danas formiert sich derzeit im Südchinesischen Meer.