Schlagwort: Heizung

  • Zusatzheizungen: Welche Modelle sind am günstigsten?

    Zusatzheizungen: Welche Modelle sind am günstigsten?

    Weil die Energiepreise explodieren, greifen viele Franzosen jetzt zu individuellen Zusatzheizungen. Doch welche Modelle sind am günstigsten?

    Elektro-, Gas-, Öl- und Ölbadheizungen sind auf dem Markt erhältlich, und viele Franzosen nutzen sie, um ihre Energierechnung zu senken. Allerdings müssen diese Heizungen dann auch wirklich sparsam sein.

    Elektrische Heizungen: billig zu kaufen, aber energieintensiv
    Elektrische Heizungen sind mit Preisen ab etwa zwanzig Euro bei weitem die günstigsten Modelle in der Anschaffung. Sie sind praktisch und kompakt, aber nicht die energieeffizientesten, da sie viel Strom verbrauchen.

    Laut TotalEnergies kostet „eine Stunde Nutzung dieser Geräte 0,28 Eurocent, also doppelt so viel wie ein fest installierter Heizkörper“. Eine punktuelle Nutzung solcher Geräte – eine halbe Stunde pro Tag – kostet monatlich 4,2 Euro. Das elektrische Modell ist vielleicht eine praktische Lösung für eine kurze Zeit, aber nicht die beste für den Geldbeutel.

    Ölbadheizung: die goldene Mitte
    Ölbadheizungen gehören ebenfalls zu den preisgünstigen Heizungen auf dem Markt. Für ein solches Modell muss man zwischen 30 und 150 Euro einplanen. Sie sind praktisch und sparsam, heizen schnell auf und halten den Raum länger auf Temperatur. Dank eines Thermostats kann die verwendete Leistung kontrolliert werden. Aber Vorsicht! Wenn man wirklich sparen will, darf man das Gerät nicht den ganzen Tag am Stromnetz hängen lassen, sondern es nur vorübergehend nutzen.

    Gas: Die Sparsamsten
    Bei den Zusatzheizungen, die dauerhaft Wärme spenden, sind Gasgeräte gut positioniert, da sie mehr Wärme abgeben als andere Geräte. Allerdings haben diese Modelle einen durchschnittlichen Verkaufspreis von fast 150 Euro. Hinzu kommt der Kauf von Gasflaschen – Butan oder Propan -, deren Preise bei etwa 15 Euro beginnen. Diese Modelle sind zwar relativ günstig, es müssen aber einige Sicherheitsmaßnahmen beachtet werden. So sollten sie nicht in der Nähe von Sofas, Sesseln oder Wänden aufgestellt werden und man sollte unbedingt vermeiden, sie zu bewegen oder brennbare Produkte in der Nähe zu lagern.

    Und sehr wichtig: Gasheizung können Kohlenmonoxiddämpfe erzeugen, die man auf gar keinen Fall einatmen sollte.

    Mit Ölöfen: schnelles Aufheizen
    Dochtöfen, die Erdöl als Brennstoff verwenden, haben den Vorteil, dass die Temperatur schnell ansteigt, und sind relativ preiswert (100 Euro für die günstigsten Modelle). Sie sind zwar einfach zu bedienen, haben aber den Nachteil, dass sie ziemlich energieintensiv sind. Um sie zu betreiben muss man 20-Liter-Kanister mit Brennstoff kaufen, die zwischen 20 und 40 Euro kosten.

    Außerdem sollten wie bei Gasöfen bei der Installation mehrere Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden. Bei diesen Modellen besteht Verbrennungsgefahr und auch sie neigen dazu, Kohlenmonoxid auszustoßen.

    Es gibt auch elektronische Ölöfen auf dem Markt, die sich programmgesteuert ein- und ausschalten. Sie sind jedoch teurer und kosten in den meisten Geschäften ab etwa 250 Euro.

    Holz: Hohe Investition für beste Leistung
    Mit der sehr guten Energieeffizienz ist ein Holzofen zweifellos die beste Zusatzheizung zu einer Elektroheizung oder einer Wärmepumpe. Wer sich für eine solche Anlage entscheidet, sollte die Installation genau planen und sich die beste individuelle Lösung überlegen: Der reine Holzofen wird als Zusatzheizung empfohlen, während der Pelletofen über einen längeren Zeitraum hinweg eine konstante Wärmeabgabe ermöglicht.

    Aber, der Preis ist hoch: Man muss mit 1.500 bis 4.500 Euro für einen Scheitholzofen (inklusive Einbau) und 2.500 bis 5.500 Euro für einen Pelletofen (inklusive Einbau) rechnen. Ausserdem kommen 55 bis 100 Euro pro Ster Holz hinzu oder etwa 5 Euro pro 15-kg-Sack Pellets.

  • Energiekrise: Eine Gemeinde in den Alpes-Maritimes nutzt Olivenkerne zum Heizen

    Energiekrise: Eine Gemeinde in den Alpes-Maritimes nutzt Olivenkerne zum Heizen

    Olivenkerne werden dazu verwendet, um einen Teil der Gemeindegebäude in Le Broc, Alpes-Maritimes, zu heizen. Die Einsparungen für die Gemeinde betragen zwischen 3.000 und 5.000 Euro pro Jahr.

    In der Gemeinde Le Broc (Alpes-Maritimes) werden jetzt sogar Olivenkerne zum Heizen verwendet. In einer Mühle für Olivenöl werden die Kerne zerkleinert, um sie zu Brennstoff zu verarbeiten, und dann in einen Heizkessel geleitet. Da die Olivenmühle selbst sehr energieintensiv arbeitet, wird sie bereits seit einigen Jahren mit der Energie aus Verbrennung von Olivenkernen betrieben. Der Überschuss wird jetzt zum Heizen von Gemeindegebäuden verwendet. Die Einsparungen für die Gemeinde betragen zwischen 3.000 und 5.000 Euro pro Jahr.

    „Es geht nicht nur um finanzielle Einsparungen, sondern auch um die Idee, dass ein Produkt, das eigentlich Abfall ist, zu einem Rohstoff wird“, erklärt Philippe Heura, Bürgermeister von Le Broc. Die Kinderkrippe und die Bibliothek werden zum Teil mit Olivenkernen beheizt. Die Temperatur sei zufriedenstellend, sagt der Bürgermeister. 

  • Ile-de-France: 1.500 Haushalte wegen eines Streiks ohne Warmwasser und Heizung

    Ile-de-France: 1.500 Haushalte wegen eines Streiks ohne Warmwasser und Heizung

    Ein von der Gewerkschaft CGT ausgerufener Streik bei dem Versorgungsunternehmen GRDF, schnitt 1.500 Haushalte von Heizung und Warmwasser ab.

    Die Tätigkeit des von einem Arbeitskampf betroffenen Gasversorgers GRDF ist seit mehreren Tagen „stark beeinträchtigt“: 1.500 Haushalte, die sich hauptsächlich in Paris und in der Region Ile-de-France befinden, haben derzeit kein Warmwasser und keine Heizung mehr. Die Mitarbeiter des Konzerns streiken, da die Gewerkschaft CGT sich weigert, eine Lohnvereinbarung zu akzeptieren, die am 18. November von den drei anderen repräsentativen Gewerkschaftsorganisationen (CFDT, CFE-Energie, FO) unterzeichnet worden war.

    „Da wir viele streikende Mitarbeiter haben, gibt es eine Reihe von Einsätzen, die bei den Kunden nicht durchgeführt werden können“, sagt Eric Gautier, CGT-Gewerkschaftskoordinator bei GRDF. Angesichts der Bevölkerungsdichte sei die Situation im Großraum Paris besonders problematisch.

    Das Ergebnis: Für 1.500 Haushalte in der Ile-de-France muss ein Plan B gefunden werden. „Ich habe seit zehn Tagen weder Heizung noch Warmwasser“, sagt die 27-jährige Mathilde Adeyemi, die in Paris in einer Wohngemeinschaft lebt. Ihr Termin mit einem Techniker des Versorgungsunternehmens GRDF für den Anschluss an das Gasnetz war für den 15. November angesetzt. „Am 14. habe ich eine SMS von der GRDF erhalten, in der mir mitgeteilt wurde, dass mein Termin annulliert wurde, weil es einen Streik gibt“, berichtete sie. Bisher ist jedoch noch kein neuer Termin in Sicht.

    Die CGT hat erklärt, dass sie nicht vorhabe, den Streik zu beenden und schließt weitere Gasabschaltungen in den nächsten Wochen nicht aus. Die Streikankündigung der CGT läuft bis zum 2. Dezember. Wenn es bis dahin keine Einigung gibt, wird sie wahrscheinlich verlängert…

  • Energie: Staatliche Unterstützung in Frankreich für Haushalte, die mit Holz heizen

    Energie: Staatliche Unterstützung in Frankreich für Haushalte, die mit Holz heizen

    Haushalte, die mit Holz heizen, werden demnächst vom Staat eine finanzielle Unterstützung bekommen. Angesichts der steigenden Energiekosten hat der Staat beschlossen, den Franzosen, die mit Holz heizen, einen weiteren Zuschuss zu gewähren. Am Dienstag, dem 8. November, hat die Nationalversammlung bei der ersten Lesung des Entwurfs des Berichtigungshaushaltsplans für 2022 eine Beihilfe in Höhe von 230 Millionen Euro beschlossen. Nach der finanziellen Unterstützung für Haushalte, die mit Öl heizen (die ersten Zahlungen erfolgten seit dem 7. November), sind nun die Haushalte mit Holzheizungen an der Reihe, eine Hilfe zu erhalten. Die Nationalversammlung verabschiedete ein Hilfspaket in Höhe von 230 Millionen Euro für Haushalte, die über solche Heizungen verfügen. Der Änderungsantrag zur Einführung des Hilfspakets wurde mit 218 Ja-Stimmen und einer Nein-Stimme angenommen. Diese Hilfe soll es den betroffenen Haushalten, ermöglichen, den Kauf von Brennholz, Pellets oder Granulat zumindest te…

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  • Frankreich: Ist Holz eine gute Lösung für die Heizung in diesem Winter?

    Frankreich: Ist Holz eine gute Lösung für die Heizung in diesem Winter?

    Als Reaktion auf die steigenden Energiepreise, explodiert die Nachfrage nach Holz in diesem Jahr. Die französische Regierung hat nun die Einführung einer entsprechenden finanziellen Unterstützung ins Gespräch gebracht. Es war eine Lieferung, auf die Véronique und ihr Mann ungeduldig gewartet hatten. Vier Ster Holz, um nur ein paar Räume in ihrem großen, herrschaftlichen Haus im Cantal zu heizen. Véronique und ihr Mann heizen nur zwei Räume mit einem Holzofen. In diesem Herbst werden die Brennholzverkäufer Frankreichs von Anfragen überschwemmt. Für Holzhändler Gilbert Amblard ist das in 50 Jahren Berufsleben noch nie vorgekommen. Sein gesamter Bestand an trockenem Holz, d. h. 600 Ster, ist bereits verkauft. „Es gibt eine beeindruckende Nachfrage in diesem Jahr. Und wir können sie nicht decken“, sagt er gegenüber France Télévisions. Ein Trend, der bald von der Regierung unterstützt wird?Véroniques letzte Gasrechnung macht schwindelig: 2.034,16 Euro für den Monat Oktober. Eine Rückkehr z…

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  • Energiesparen: Eine gut gelüftete Wohnung kann man besser heizen

    Energiesparen: Eine gut gelüftete Wohnung kann man besser heizen

    Entgegen der weit verbreiteten Meinung ist das Lüften und Belüften der Wohnung, auch im Winter, gut für den Energieverbrauch. In Zeiten der Energiekrise, in denen die Gas- und Strompreise in die Höhe schnellen, zählt auch die kleinste Geste, um die Rechnung in diesem Winter zu senken. Und dazu gehört auch das tägliche Lüften der Wohnung, selbst wenn es sehr kalt ist. Nicht lüften heißt mehr verbrauchen In der Winterzeit, insbesondere wenn die Außentemperaturen unter 0 °C fallen, ist man versucht, die Fenster geschlossen zu halten, um die Wärme zu bewahren. Dennoch ist es wichtig, wenn nicht sogar unerlässlich, Fenster und Türen zu öffnen, um weniger Heizenergie zu verbrauchen. Die Atmung der Bewohner und  tägliches Duschen, Waschen und Kochen erzeugen feinen Wasserdampf in einer Wohnung. Diese Luftfeuchtigkeit erhöht den Energieverbrauch. Denn je trockener die Luft in einer Wohnung ist, desto weniger schwer ist sie zu erwärmen und desto weniger Energie wird verbraucht. „Wenn Sie Ihr Haus durch Öffnen der Fenster lüften, wird die Luft erneuert, die Feuchtigkeit abgeführt und somit Ihre Heizkostenrechnung gesenkt“ wissen Fachleute. Wirksame Lösung Die beste Lösung für eine wirksame Belüftung der Wohnung ist es, die Fenster und Türen weit zu öffnen, um 5 bis 10 Minuten lang einen Luftzug zu erzeugen und sie nicht auf Kippstellung lassen. Auf diese Weise strömt ausreichend saubere und frische Luft in die Innenräume, während warme und feuchte Luft abgeführt wird. Die idealen Zeiten zum Lüften im Winter sind morgens zwischen 8:00 und 11:00 Uhr und abends nach 22:00 Uhr. Am Tag, zwischen 14 und 18 Uhr, ist – insbesondere in Städten – die Luftverschmutzung im Freien am höchsten, weshalb es nicht ratsam ist, ausgerechnet in diesen Stunden die Fenster zu öffnen, um die Luft auszutauschen.
  • Elektrische Heizkörper oder umkehrbare Klimaanlagen? Das ist die günstigste Heizmethode

    Elektrische Heizkörper oder umkehrbare Klimaanlagen? Das ist die günstigste Heizmethode

    Das Heizen wird in diesem Winter schnell zu einem echten Problem werden, da die Strompreise um 15% steigen werden und die Energie knapp sein wird. Auch wenn die Elektroheizung zu den beliebtesten Heizmethoden der Franzosen gehört, ist eine umkehrbare Klimaanlage zweifellos die wirtschaftlichere Lösung.

    Angesichts der explodierenden Energiepreise ist die Umstellung auf eine sparsame und effiziente Heizung in diesem Winter so aktuell wie nie zuvor. Der Verbrauch von Heizgeräten macht im Durchschnitt 67% der Energierechnung eines französischen Haushalts aus.

    Unter den von den Franzosen am meisten bevorzugten Heizmethoden steht die vollelektrische Heizung, die immer mehr an Bedeutung gewinnt, an zweiter Stelle. Viele stellen sich nun die Frage, ob sie Ihre Wohnung im Winter mit einem elektrischen Heizkörper oder besser mit einer umkehrbaren Klimaanlage wärmen sollen.

    Im Durchschnitt zwischen 25 und 40% Energieeinsparung.
    Die Fachleute sind sich einig: Früher galt die Klimaanlage als energieintensiv, doch das ist heute nicht mehr der Fall. Neben der Kühlung im Sommer „verbraucht eine umkehrbare Klimaanlage im Durchschnitt 25 bis 40% weniger Energie als ein herkömmliches Heizgerät“, erklärt TotalEnergies.

    Laut der Website Hellowatt verbraucht ein elektrischer Heizkörper durchschnittlich 3.800 kWh pro Jahr, bei älteren Modellen sogar noch mehr. Um die Stromrechnung zu senken, sollte man also auf eine Klimaanlage setzen. Da diese im Winter nach dem Prinzip einer Wärmepumpe funktioniert, erzeugt sie mehr Energie, als sie verbraucht; bis zu viermal mehr. Obwohl sie in der Anschaffung viel teurer ist als ein elektrischer Heizkörper, kann man mit einer umkehrbaren Klimaanlage auf das ganze Jahr gesehen viel Geld sparen.

    Der Verbrauch einer umkehrbaren Klimaanlage hängt insbesondere von der Leistung des Geräts und der Nutzungszeit ab. Daher ist es wichtig, das Gerät entsprechend der zu beheizenden Räume zu dimensionieren.

    „Eine Klimaanlage verbraucht im Sommer mehr Strom als im Winter. In der warmen Jahreszeit ist das Kühlsystem recht energieintensiv, während die von der Klimaanlage abgegebene Wärme sehr energiesparend ist“, sagt TotalEnergies.

    Um herauszufinden, ob eine Klimaanlage im Warmzustand energie- oder energiesparend ist, sollte man sich den saisonalen Leistungskoeffizienten (SCOP) ansehen. Zum Beispiel: „Eine Klimaanlage mit einem SCOP von 4 gibt pro verbrauchter Kilowattstunde Strom 4 kWh Wärme ab. Das bedeutet, dass von den 4 kWh, die zurückgegeben werden, nur 1 kWh in Rechnung gestellt wird. Im Vergleich zu einem Elektrogerät, das 1 kWh pro verbrauchter kWh zurückgibt, sind also Einsparungen von bis zu 75% möglich“, so TotalEnergies.

    Meist wird eine umkehrbare Klimaanlage als Zusatzheizung verwendet. Um das gesamte Haus zu beheizen, wird sie oft mit einer anderen Heizmethode kombiniert. Beachten muss man allerdings, dass eine Klimaanlage bei Temperaturen unter -15 °C nicht mehr funktioniert.

    Nehmen wir als Beispiel einen 110 m2 großes Einfamilienhaus in Südfrankreich, das in den 1980er Jahren gebaut wurde. Laut einer Studie von Cozynergy, einem Experten für die energetische Sanierung von Wohngebäuden, würde der Austausch des elektrischen Heizsystems des Hauses durch eine Luft-Luft-Wärmepumpe bis zu 63% Energie einsparen, was heute etwa 1.663 € pro Jahr entspricht.

    Diese Änderung würde dem Planeten außerdem 9 kg CO2 pro m2/Jahr ersparen, was dem Äquivalent von 5.000 km für ein Stadtauto in einem Jahr entspricht.

  • Heizung auf 19°C: Kann man für höhere Temperaturen in Frankreich bestraft werden?

    Heizung auf 19°C: Kann man für höhere Temperaturen in Frankreich bestraft werden?

    Die französische Regierung hat Empfehlungen die Heizung in diesem Winter formuliert: Die Temperatur in der Wohnung sollte nicht über 19 °C liegen. Drohen denjenigen, die sich dem widersetzen, Strafen?

    Wird es den Franzosen gelingen, ihre Gewohnheiten in diesem Winter zu ändern, um der Energiekrise zu begegnen? Die Regierung möchte dies auf jeden Fall erreichen. In ihren Reden geben die Minister Ratschläge und Empfehlungen, um zu verhindern, dass die Energiepreise in den kommenden Monaten noch weiter in die Höhe schnellen.

    Premierministerin Élisabeth Borne sprach auf BFMTV aber nicht etwa von einer Empfehlung, sondern von einer Anweisung: „Die Regel ist, nur bis 19 Grad zu heizen“.

    In der Schweiz haben die Behörden ebenfalls besondere Regeln aufgestellt, um zu verhindern, dass das Gas in diesem Winter knapp wird. Einige Behörden drohen sogar Sanktionen für widerspenstige Personen, die diese Maßnahmen nicht anwenden wollen, an. Laut der Schweizer Zeitung „Blick“ haben mehrere Schweizer Kantone „in einem Brief an den Bundesrat zu den Empfehlungen zum Energiesparen Stellung genommen“. Diese Kantone „fordern landesweit einheitliche Sanktionen für den Fall, dass die Bundesregeln nicht eingehalten werden“. Widerspenstige Personen könnten dann mit Bußgeldern belegt werden.

    Sanktionen auch in Frankreich?
    Ist mit ähnlichen Maßnahmen auch in Frankreich zu rechnen? Nach Ansicht der Exekutive kommt die Einführung einer „Temperaturpolizei“ nicht in Frage. „Die Idee ist vielmehr, die Haushalte zu begleiten“, erklärt das Kabinett der Ministerin für den ökologischen Übergang, Agnès Pannier-Runacher, gegenüber dem Sender TF1. „Unsere Philosophie ist, dass Einsparungen von der Akzeptanz der Menschen getragen werden.“ Die Regierung versichert außerdem, dass die Temperatur von 19°C, die für die Haushalte empfohlen wird, nicht zufällig gewählt wurde: Es handelt sich dabei um die „Solltemperatur“, die in einem Erlass vom 25. Juli 1977 sowie in Artikel 241-25 des Energiegesetzbuchs aufgeführt ist.

    Allerdings könnten Unternehmen, die die Regel in Frankreich nicht einhalten, bestraft werden. Und das aus gutem Grund: Eine Temperatur von durchschnittlich 19°C in Firmengebäuden, ist im Energiegesetzbuch von 1978 verankert. Wer gegen diese Regel verstößt, könnte theoretisch mit einer Geldstrafe von 1.500 EUR (3.000 EUR im Wiederholungsfall) belegt werden. Allerdings ist es schwierig festzustellen, wie die Unternehmen in Frankreich heizen…

    Laut Regierung würde eine Senkung der Heizung um ein Grad generell immerhin 7% Energieeinsparungen bedeuten. Diese Zahl wird auch von der Agence de l’environnement et de la maîtrise de l’énergie (Ademe) bestätigt.

  • Holzpreise: Franzosen wollen ihre Holzvorräte für den Kamin auffüllen

    Holzpreise: Franzosen wollen ihre Holzvorräte für den Kamin auffüllen

    Premierministerin Elisabeth Borne erklärte am Montag, dem 26. September, dass auch Haushalte, die mit Holz heizen, unterstützt werden sollen. Sie stellte aber auch die Frage nach der Preisexplosion bei Scheitholz und Pellets.

    Scheitholz, Pellets… Angesichts des Preisanstiegs hat Premierministerin Elisabeth Borne gestern eine Unterstützung für diejenigen angekündigt, die mit Holz heizen. Sie fragte sich jedoch auch, „ob nicht einige von der Krise profitieren“.

    Dazu muss man wissen, dass der Staat als Eigentümer des Office national des forêts der größte Lieferant von Scheitholz in Frankreich ist. Heute heizen sieben Millionen französische Haushalte mit Scheitholz und eineinhalb Millionen mit Pelletöfen, deren Installation 2021 explosionsartig zugenommen hat. Inzwischen auch diese beiden Märkte direkt den Folgen des Krieges in der Ukraine ausgesetzt.

    Der Staat war es auch, der den Bürgern Angst machte, indem er von der Gefahr einer Energieknappheit sprach. Aus genau diesem Grund haben sich die Franzosen beeilt, sich Vorräte an Scheitholz anzulegen oder sie sogar „vorsichtshalber“ zu verdoppeln oder sogar zu verdreifachen. Angesichts dieser sehr hohen Nachfrage stieg der Preis für einen Ster von durchschnittlich 55 auf 65 €. Aber es gibt deswegen nicht weniger Holz oder weniger Bäume in den französischen Wäldern. Man kann also nicht wirklich von einer Holzknappheit sprechen. Allerdings kam es in den letzten Wochen immer wieder zu Lieferengpässen, da die Leute in kürzester Zeit mehr bestellten, als sie benötigten, was für alle kleineren Anbieter eine völlig neue Situation darstellte, die sie ausgleichen mussten.

    Der Preis für Pellets ist in Frankreich nicht festgelegt, und Russland ist auch für Holzpellets einer der grössten Lieferanten für Europa. Russland hat im Juli die Lieferungen an die EU und insbesondere an die osteuropäischen Länder, die die größten Verbraucher von Holzpellets sind, eingestellt, was zu einer gewissen Inflation geführt hat. Der Preis für Pellets hat sich verdoppelt, ist aber in Frankreich immer noch 30 bis 40% billiger als in Deutschland.

    Im Internet gibt es Anbieter, die „pelletiertes“ Holz zu günstigen Preisen anbieten. Leider gibt es unter ihnen Internetbetrüger, die keine Vorräte haben. Auch das hat dazu beigetragen, Angst unter den Verbrauchern zu erzeugen und den Markt in Wallung zu bringen.

    Die Branche organisiert sich, um so schnell wie möglich auf die schnell und stark gestiegene Nachfrage zu reagieren.

  • Energie: Franzosen greifen nach Holz

    Energie: Franzosen greifen nach Holz

    Brennholz ist billiger als Gas und Strom und zieht immer mehr Franzosen in seinen Bann. Kurz vor Beginn des neuen Schuljahres haben schon viele Haushalte ihren Holzvorrat für den Winter bestellt, und die Lieferfristen werden immer länger.

    In einem Brennholzunternehmen in Aureville (Haute-Garonne) stand die Maschine zum Spalten von Holzscheiten den ganzen Sommer über nicht still. Seit Monaten gehen Bestellungen ein. Aus Angst, zu kurz zu kommen, und um nicht den Höchstpreis für den nahenden Winter zahlen zu müssen, wollen die Kunden so früh wie möglich beliefert werden. „Für die Bestellungen gibt es (…) mindestens zwei Monate, zweieinhalb Monate Vorlaufzeit. (…) Normalerweise haben wir im Frühjahr einen grossen Vorrat für den Winter angelegt, und dieses Jahr lieferten wir den Vorrat im Frühjahr direkt an unsere Kunden aus“, erklärt der Geschäftsführer Christian Moumin gegenüber France 3.

    Billiger als Gas oder Strom
    In den letzten zwei Jahren ist der Preis für einen Ster Brennholz im Durchschnitt um 20% gestiegen. Er wird für etwa 85 Euro verkauft, das sind 10 Euro mehr als im letzten Jahr. Auch dieser Preis ist jedoch immer noch günstiger als Gas oder Strom. Ein Kunde gab Anfang Juli eine Bestellung auf: fünf Ster, für die er 425 Euro bezahlte. Er will hauptsächlich mit seinem neuen Holzofen heizen. Da die Gas- und Strompreise in die Höhe geschossen sind, dürfte der Trend zum Holz auch in naher Zukunft nicht abreißen. Der Verkauf von Kaminöfen ist 2021 um ganze 50% in die Höhe geschnellt.