Schlagwort: Gendarmerie

  • Vermisstenfall Agathe Hilairet: Großeinsatz in der Vienne – Hoffnung, Fragen und Sorge

    Vermisstenfall Agathe Hilairet: Großeinsatz in der Vienne – Hoffnung, Fragen und Sorge

    Seit dem 10. April hält ein rätselhafter Vermisstenfall die Region Nouvelle-Aquitaine in Atem. Agathe Hilairet, eine 28-jährige Joggerin, ist spurlos verschwunden, nachdem sie wie so oft zu einem morgendlichen Lauf in der Nähe ihres Wohnorts Vivonne aufgebrochen war. Die junge Frau kehrte nicht zurück – und löste damit eine der größten Suchaktionen der letzten Jahre in der Region aus.

    Ein normaler Morgen – und dann Stille

    Es war gegen 10:30 Uhr, als Agathe sich auf ihre übliche Joggingrunde begab. Was zunächst wie ein ganz gewöhnlicher Donnerstag begann, verwandelte sich wenige Stunden später in eine fieberhafte Suche: Ihr Vater, beunruhigt über ihr Ausbleiben, meldete die Vermisstenanzeige – und brachte damit eine ganze Maschinerie in Gang.

    Mehr als 100 Einsatzkräfte, Hubschrauber, Drohnen

    Die Antwort der Behörden war entschlossen und umfassend: Über 110 Gendarmen durchkämmten seither das Gelände zwischen Vivonne, Voulon, Celle-Lévescault und Gençay. Dabei kamen Spürhunde, ein Helikopter, mehrere Drohnen und sogar Taucher zum Einsatz. Koordiniert wird die Suchaktion von einem temporären Kommandozentrum im Parc de Vounant – ein Zeichen, wie ernst die Lage genommen wird.

    Besonderes Augenmerk gilt zwei Orten: „Les Grands Ormeaux“ und „Le Champ Salaud“ bei Voulon. Dort wurde das Handy der Vermissten zuletzt geortet – in einem Radius von 250 Metern.

    Wer ist Agathe Hilairet?

    Agathe ist kein unbeschriebenes Blatt. In ihrer Heimatgemeinde war sie beliebt, sportlich engagiert und bestens vernetzt – unter anderem als aktives Mitglied eines Laufclubs. Ihre sportlichen Leistungen waren beachtlich, oft lief sie Strecken von bis zu 20 Kilometern.

    Die Bürgermeisterin von Vivonne, Rose-Marie Bertaud, sprach der Familie öffentlich ihre Solidarität aus – verbunden mit einem Appell: Bitte keine privaten Suchaktionen, sie könnten die Ermittlungen gefährden.

    Ein präziser Zeugenaufruf

    Die Gendarmerie hat ein detailliertes Fahndungsprofil veröffentlicht: Agathe ist 1,65 Meter groß, sehr schlank (35 kg), sie trug beim Verschwinden ein schwarzes kurzes Sportoutfit, hatte die Haare zusammengebunden und ihr Smartphone am Handgelenk befestigt.

    Die Bevölkerung wurde gebeten, jede noch so kleine Beobachtung an die Gendarmerie in Vivonne zu melden: 05 49 43 41 15.

    Die Schatten der Vergangenheit

    Die Ähnlichkeit zu früheren tragischen Fällen ist erschreckend. Viele erinnern sich noch an Alexia Daval, die 2017 nach einem Joggingausflug tot aufgefunden wurde. Auch sie galt zunächst „nur“ als vermisst. Solche Fälle werfen ein bedrückendes Licht auf die Gefahren, denen Frauen – insbesondere allein sportlich Aktive – ausgesetzt sein können.

    Ermittlungen auf Hochtouren

    Die Staatsanwaltschaft in Poitiers hat eine Untersuchung wegen „besorgniserregenden Verschwindens“ eingeleitet. Neben der lokalen Kriminalpolizei ist auch die spezialisierte Rechercheeinheit im Einsatz. Handy- und Standortdaten werden ausgewertet, Überwachungsbilder geprüft, jeder Schritt rekonstruiert. Alle Möglichkeiten – von Unfall bis hin zu kriminellen Motiven – werden berücksichtigt.

    Ein Dorf hofft – und hält inne

    In Vivonne ist nichts mehr wie zuvor. Die Straßen sind ruhiger, die Menschen stiller – und doch vereint im Wunsch: Agathe soll lebend gefunden werden. Die Hilfsbereitschaft ist groß, die Emotionen spürbar. Hoffnung liegt in der Luft, aber auch Angst – denn je mehr Zeit vergeht, desto drängender wird die Frage: Was ist mit Agathe geschehen?

    Catherine H.

  • Explosion der Kokainfunde: Zehnfache Steigerung in nur zwei Jahren

    Explosion der Kokainfunde: Zehnfache Steigerung in nur zwei Jahren

    In Frankreich haben die Gendarmen in den letzten zwei Jahren eine drastische Zunahme an Kokainfunden verzeichnet. Während 2022 noch 700 Kilogramm beschlagnahmt wurden, waren es 2024 unglaubliche 6,6 Tonnen. Ein massiver Anstieg, der zeigt, wie tief die Droge inzwischen in mittelgroßen Städten und ländlichen Regionen verankert ist.

    Kokain erobert das Land – ein besorgniserregender Trend

    Die Zeiten, in denen Drogenhandel vor allem in großen Städten stattfand, sind längst vorbei. Immer mehr Händler verlagern ihr Geschäft gezielt in ländliche Gegenden – auf der Suche nach neuen Märkten und weniger Überwachung. So wurden neben den zwei Tonnen Kokain, die am Hafen von Le Havre abgefangen wurden, auch große Mengen in den französischen Antillen und entlang der nördlichen Küste sichergestellt.

    Marie-Laure Pezant, Sprecherin der Gendarmerie, erklärt diese Entwicklung mit der „Ausweitung der Zonen, in denen Kokain verfügbar ist“. Besonders in Départements wie Gard, Gers oder Aveyron verzeichneten die Behörden zwischen 2018 und 2024 eine deutliche Zunahme der Festnahmen im Zusammenhang mit Drogenhandel.

    Laut Didier Poulhazan, Experte für Sicherheit und Kriminalprävention bei der Vereinigung der französischen Bürgermeister, ist die Expansion der Drogennetzwerke logisch: „Der Handel beginnt oft in großen Städten – aber dann folgt die Ausbreitung in ländliche Gebiete.“

    Drogenhandel im Wandel: Online-Bestellungen und neue Vertriebswege

    Ein entscheidender Faktor, der das Drogengeschäft in den letzten Jahren verändert hat, ist die Digitalisierung. Der klassische Drogenumschlagplatz, bekannt als „Four“, ist vielerorts durch moderne Vertriebsformen ersetzt worden.

    „Wir erleben eine Art ‚Uberisierung‘ des Drogenhandels“, erklärt der Gendarmerie-Offizier Charles Abadie. „Bestellungen werden über verschlüsselte Messenger-Dienste abgewickelt, Käufer wählen ihre Ware aus und lassen sie sich von Kurieren liefern, die pro Fahrt bezahlt werden.“

    Die Corona-Pandemie hat diesen Wandel stark beschleunigt. Frédéric Ploquin, Journalist und Experte für Drogenkriminalität, beschreibt es so: „Der alte Straßenhandel war zu sichtbar und leicht zu überwachen – die Dealer mussten sich anpassen.“

    Diese neuen Methoden erschweren es den Behörden, den Handel zu kontrollieren. Doch gleichzeitig zeigt die enorme Zunahme der beschlagnahmten Mengen, dass die Sicherheitskräfte verstärkt gegen die Netzwerke vorgehen.

    Neben Kokain auch Ecstasy auf dem Vormarsch

    Nicht nur Kokain boomt – auch andere Drogen verzeichnen erhebliche Zuwächse. Besonders auffällig ist der Anstieg bei Ecstasy. 2020 wurden in Gendarmerie-Gebieten noch knapp 70.000 Tabletten sichergestellt, 2024 waren es bereits 2,2 Millionen – eine Verdreissigfachung!

    Beim Cannabis bleibt die Lage hingegen stabil: 7,8 Tonnen wurden 2024 konfisziert, ähnlich wie in den Vorjahren, allerdings deutlich weniger als 2022 (15,5 Tonnen). Bei Heroin gab es kaum Veränderungen, hier schwanken die Zahlen nur geringfügig.

    Warum steigt der Drogenkonsum?

    Die verstärkte Verbreitung von Kokain und anderen Drogen in Frankreich hat nicht nur mit Angebot und Vertrieb zu tun. Laut Gendarmerie-Sprecherin Pezant gibt es tiefere gesellschaftliche Ursachen:

    „Soziale Fragmentierung, wirtschaftliche Krisen und die Folgen der Pandemie haben den Konsum von Betäubungsmitteln begünstigt.“ Besonders in wirtschaftlich schwächeren Regionen greifen immer mehr Menschen zu Drogen – sei es zur Flucht aus dem Alltag oder als Statussymbol.

    Gleichzeitig wird Kokain zunehmend als „Mainstream-Droge“ wahrgenommen. Es ist günstiger geworden, hat sein elitäres Image abgelegt und wird von vielen als Partydroge oder leistungssteigerndes Mittel genutzt.

    Doch trotz der Kokainwelle bleibt Cannabis die am weitesten verbreitete Droge in Frankreich. Es ist leicht verfügbar und besonders in ländlichen Regionen sowohl in Anbau als auch Handel fest etabliert.

    Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der Drogenhandel hat sich verändert – und mit ihm die Herausforderungen für die Behörden. Wie können sie dem immer professioneller organisierten Vertrieb effektiv begegnen?

    Eine Frage, die Frankreichs Sicherheitskräfte in den kommenden Jahren intensiv beschäftigen wird.

    Catherine H.

  • Gendarmerie in Zahlungsverzug: Bürgermeister fordern Antworten

    Gendarmerie in Zahlungsverzug: Bürgermeister fordern Antworten

    Eine wachsende Zahl von Bürgermeistern aus dem Departement Pyrénées-Orientales schlägt Alarm, da die Gendarmerie nationale ihre Mieten für genutzte Dienstgebäude und Wohnungen nicht mehr zahlen kann. Besonders betroffen ist die Stadt Cabestany, nahe Perpignan, wo Bürgermeisterin Edith Pugnet auf Mietrückstände von insgesamt 236.388 Euro hinweist. Sie erklärte gegenüber dem Sender France Bleu Roussillon, dass die Gendarmerie diese Schulden für kommunale Räumlichkeiten, in denen eine Brigade untergebracht ist, seit geraumer Zeit nicht beglichen habe. Ein landesweites Problem Dieses Problem ist jedoch nicht auf die Pyrénées-Orientales beschränkt. Laut France Bleu Roussillon und Bestätigungen aus internen Quellen der Gendarmerie betrifft diese Zahlungsunfähigkeit der nationalen Gendarmeriekräfte ganz Frankreich. Das bedeutet, dass viele Kommunen, die ihre eigenen Mittel zur Errichtung von Polizeidienststellen eingesetzt haben, nun in eine prekäre finanzielle Lage geraten. Diese Städte sind…

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  • Gendarm stirbt bei Verkehrskontrolle in Mougins

    Gendarm stirbt bei Verkehrskontrolle in Mougins

    Ein Montagabend in Mougins, einer beschaulichen Gemeinde in den Alpes-Maritimes, sollte Routine sein. Doch für einen 54-jährigen Gendarmen wurde er zu seiner letzten Schicht. Bei einer regulären Verkehrskontrolle, organisiert an der Ausfahrt der Autobahn A8, ereignete sich ein tragischer Vorfall, der die Gemeinde und die Gendarmerie in Trauer stürzt.

    Ein Autofahrer, der sich der Kontrolle entziehen wollte, entschied sich für die Flucht – mit fatalen Folgen. In einem verzweifelten Versuch, der Polizei zu entkommen, überfuhr er den Gendarmen, der dabei sein Leben verlor. Trotz schneller Hilfe verstarb der Beamte noch am Ort des Geschehens.

    Ein Leben im Dienst der Sicherheit

    Der Gendarm, dessen Name noch nicht offiziell bekannt gegeben wurde, hinterlässt eine Frau und zwei Kinder. Seit mehr als drei Jahrzehnten war er im Dienst der Gendarmerie – eine beeindruckende Laufbahn, die nun auf so grausame Weise endete. Wie oft hat er wohl solche Kontrollen durchgeführt, ohne dass je etwas passiert ist?

    Der Einsatzleiter, Lieutenant-Colonel Guillaume Plaidy, beschreibt die Kontrolle als „wirklich klassisch“. Alles war gut organisiert, die Beamten deutlich erkennbar, die Sonne stand noch am Himmel. Doch all diese Maßnahmen konnten das Unglück nicht verhindern.

    Fahndung und Festnahme

    Die Polizei reagierte umgehend und leitete eine großangelegte Fahndung ein. Noch in der Nacht gelang es, den mutmaßlichen Täter in Cannes zu verhaften. Innenminister Gérald Darmanin bestätigte die Festnahme auf Twitter: „Der mutmaßliche Täter, der einen Gendarmen in Mougins tödlich überfahren hat, wurde in Cannes festgenommen.“

    Die Ermittlungen laufen nun auf Hochtouren. Was trieb den Fahrer zur Flucht? War es Panik, Verzweiflung oder etwas ganz anderes? Diese Fragen gilt es jetzt zu klären. Fest steht, dass die Konsequenzen schwerwiegend sein werden.

    Eine Gemeinde in Trauer

    Das Schicksal des verstorbenen Gendarmen hat viele Menschen in Mougins tief getroffen. Premierminister Gabriel Attal drückte in einer offiziellen Erklärung sein Beileid aus und würdigte den Beamten für seine langjährige Treue und seinen Einsatz für die Sicherheit der Bürger. Solche Worte sind in Momenten wie diesen zwar wichtig, doch sie können den Schmerz der Hinterbliebenen kaum lindern.

    Ein schwerer Schlag für die Gendarmerie

    Für die Gendarmerie ist es ein schwerer Schlag. Der Tod eines Kollegen, insbesondere unter solchen Umständen, hinterlässt Spuren – emotional wie auch im täglichen Dienst. Es erinnert sie daran, dass ihr Beruf trotz aller Routine sehr gefährlich bleibt.

    Auch in der Politik wird dieses Ereignis nicht ohne Folgen bleiben. Die Frage nach der Sicherheit der Beamten bei solchen Einsätzen wird nun sicher intensiv diskutiert werden. Möglicherweise steht die Forderung nach besseren Schutzmaßnahmen im Raum. Denn solche Tragödien dürfen sich nicht wiederholen.

    Der Tod des Gendarmen in Mougins ist mehr als nur eine Nachricht. Es ist eine Geschichte über das Risiko, das Polizeibeamte täglich eingehen, über den Schmerz, den eine Familie erleidet, und über die Auswirkungen, die ein solcher Vorfall auf eine ganze Gemeinde hat. Er erinnert uns daran, wie schnell ein Leben vorbei sein kann – oft durch die unüberlegten Handlungen anderer.

  • Gendarmerie am Lac d’Annecy: Sicherheit im Sommer

    Gendarmerie am Lac d’Annecy: Sicherheit im Sommer

    Der Sommer am Lac d’Annecy – ein Paradies für Urlauber, das mit seinen malerischen Ufern und dem klaren Wasser lockt. Doch wo sich viele Menschen tummeln, muss auch für Ordnung gesorgt werden. Genau hier kommt die Gendarmerie ins Spiel. Sie hat eine wichtige Aufgabe: die Sicherheit und das Wohlergehen der Besucher zu gewährleisten.

    Zwischen Stand-Up-Paddlern, Tretbooten und Segelschiffen sind die Gendarmen stets präsent. Ihre Präsenz ist jedoch nicht nur für die Einhaltung von Regeln wichtig, sondern auch für den Schutz des Sees selbst. Der Lac d’Annecy ist nämlich nicht nur ein beliebtes Urlaubsziel, sondern auch eine wertvolle Trinkwasserquelle für die Region.

    Sicherheitsvorkehrungen und Naturschutz

    Was bedeutet das konkret? Die Gendarmerie überwacht beispielsweise, ob genug Rettungswesten an Bord sind und ob sich die Boote an die festgelegten Fahrtrouten halten. Es gibt bestimmte Gebiete im See, sogenannte Schutzzonen, die für die Schifffahrt gesperrt sind. Diese Maßnahmen verhindern, dass Schadstoffe ins Wasser gelangen und die Trinkwasserqualität beeinträchtigen.

    Wie sieht so ein Tag der Gendarmerie auf dem See aus?

    Ein Boot mit einer Familie an Bord gerät ins Visier der Gendarmen. Die Familie, die nichts von der Sperrzone wusste, wird angehalten. Anstatt eine Strafe zu verhängen, zeigen die Gendarmen Verständnis – schließlich hat der Bootsvermieter die Familie nicht über die Regelungen informiert. Freundlich, aber bestimmt wird auf die Vorschriften hingewiesen. Denn am Ende des Tages geht es darum, den See zu schützen und gleichzeitig den Touristen einen unvergesslichen Aufenthalt zu ermöglichen.

    Drei Millionen Besucher pro Jahr

    Die Zahlen sprechen für sich: Jedes Jahr zieht es rund drei Millionen Menschen an den Lac d’Annecy. Das ist nicht nur eine Herausforderung für die Infrastruktur der Region, sondern auch für die Sicherheitskräfte. 2023 verzeichnete die Gendarmerie etwa 150 gesetzliche Verwarnungen – ein Zeichen dafür, dass ihre Präsenz notwendig und effektiv ist.

    Die meisten Besucher kommen, um die Natur zu genießen und sich zu erholen. Doch mit der Entspannung darf die Sicherheit nicht in den Hintergrund geraten. Die Gendarmen sorgen dafür, dass sowohl die Natur als auch die Menschen geschützt werden.

    Ein Balanceakt zwischen Genuss und Verantwortung

    Das Gleichgewicht zu wahren – das ist die wahre Herausforderung am Lac d’Annecy. Es ist wie bei einem Seiltanz: Einerseits möchten die Behörden den Touristen ermöglichen, die Schönheit des Sees in vollen Zügen zu genießen. Andererseits müssen sie sicherstellen, dass dabei weder die Natur noch die Sicherheit der Menschen gefährdet werden.

    Die Gendarmerie leistet dabei einen unverzichtbaren Beitrag. Ihre Arbeit mag manchmal überflüssig oder lästig erscheinen, doch ohne sie wäre der See nicht derselbe. Wenn also das nächste Mal ein Boot von einem Gendarmerieboot kontrolliert wird, wissen die Insassen hoffentlich zu schätzen, dass es mehr ist als nur eine Kontrolle – es ist ein Dienst an der Gemeinschaft und der Natur.

    Der Lac d’Annecy bleibt dank dieser sorgfältigen Balance ein idyllischer Rückzugsort, der Jahr für Jahr Menschen aus aller Welt anzieht – ein Ort, an dem Sicherheit und Natur Hand in Hand gehen.

  • Europawahl: Der Aufreger um die Gendarmerie und den Rassemblement National

    Europawahl: Der Aufreger um die Gendarmerie und den Rassemblement National

    Ein Plakat sorgt für Wirbel in Frankreich: Eine Plakatwand zeigt eine Person von hinten in französischer Gendarmerike-Uniform mit der Botschaft: „Ich bin Gendarm, am 9. Juni wähle ich Bardella“. Diese Werbekampagne des Rassemblement National (RN) für die Europawahlen brachte Christian Rodriguez, den Direktor der Nationalgendarmerie, auf die Palme. „Offenbar ist Ihnen entgangen, dass der Militärstatus der Gendarmerie solche Aussagen verbietet“, schimpfte Rodriguez am Sonntag, dem 2. Juni, auf der Plattform X (ehemals Twitter). Der Militärchef bezeichnete die Botschaft als „inakzeptabel“. Öl ins Feuer Jordan Bardella, Spitzenkandidat des Rassemblement National, entzündete das Feuer weiter. Auf die Kontroverse angesprochen, vermied Bardella zunächst eine direkte Antwort. Stattdessen schoss er auf X zurück: „Die Gendarmen respektieren die Pflicht zur Zurückhaltung in ihren Funktionen“, schrieb Bardella und warf Rodriguez vor, sich selbst nicht daran zu halten und „einen politischen Bewegun…

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  • Neukaledonien: Zusätzlich 480 Gendarmen

    Neukaledonien: Zusätzlich 480 Gendarmen

    Das Ende des Ausnahmezustands und neue Herausforderungen Das Ende des Ausnahmezustands in Nouméa naht – am Dienstagmorgen um 5 Uhr Ortszeit (20 Uhr in Paris) wird dieser offiziell aufgehoben. Dies verkündete der Élysée-Palast in einer Mitteilung in der Nacht von Sonntag auf Montag. Gleichzeitig gab das französische Präsidialamt bekannt, dass „in den nächsten Stunden“ sieben zusätzliche Einheiten mobiler Einsatzkräfte entsandt werden, was 480 Gendarmen entspricht. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der im Archipel stationierten Sicherheitskräfte auf 3.500. Die Aufhebung des Ausnahmezustands erfolgt zu einem heiklen Zeitpunkt. Die Entscheidung wurde getroffen, um es den Politikern der Unabhängigkeitsbewegung FLNKS (Front de Libération Nationale Kanak et Socialiste) zu ermöglichen, Treffen abzuhalten und sich frei zu bewegen.

    Spannungen und Sicherheitslage in Nouméa Obwohl die Spannungen in Nouméa und Umgebung allmählich abklinge…

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  • Französische Polizei: 50-jähriges Bestehen der Einsatztruppe GIGN

    Französische Polizei: 50-jähriges Bestehen der Einsatztruppe GIGN

    Die Einsatzgruppe GIGN feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Vor ihrer Gründung im Jahr 1974 gab es in Frankreich keine mobile Eingreiftruppe, die auf die Befreiung von Geiseln spezialisiert war. In einem verlassenen Gebäude in der Nähe von Paris üben sie unermüdlich die Einsatztechniken für Geiselbefrei…

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  • Var: Gendarm verletzt einen Mann bei einem Einsatz tödlich

    Var: Gendarm verletzt einen Mann bei einem Einsatz tödlich

    Der Getötete habe ein „brennbares Produkt“ verspritzt und sei „mit einem Messer bewaffnet“ auf eine Gruppe von Gendarmen zugelaufen.

    Ein Gendarm wurde am Mittwoch, dem 21. Februar, in Gewahrsam genommen, nachdem ein Mann in Les Arcs (Var) gestorben war, wie die Staatsanwaltschaft Draguignan mitteilte. Die Tat ereignete sich während eines Einsatzes in der Wohnung der Person, die aufgrund ihrer „Vorstrafen bekannt war und möglicherweise psychische Probleme hatte“.

    Ein Überwachungs- und Einsatzzug der Gendarmerie hatte sich am späten Nachmittag auf Ersuchen der Stadtpolizei von Les Arcs zu dem Mann begeben, nachdem dieser „wegen Beleidigung von Personen, die Träger der öffentlichen Gewalt sind“, angezeigt worden war.

    Als die Gendarmen eintrafen, soll der Mann unter seiner Tür ein „entflammbares Produkt“ verspritzt haben, das sich in die Gemeinschaftsbereiche des Gebäudes ergoss. Da sie „für die Sicherheit der Anwohner“ befürchteten, dass der Mann das Produkt anzünden könnte, verschafften sich die Gendarmen Zutritt zu seiner Wohnung, daraufhin soll der Verdächtige „mit einem Messer bewaffnet“ auf sie losgegangen sein.

    Einer der Gendarmen eröffnete mit seiner Dienstwaffe das Feuer und verletzte den Mann tödlich. Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung wegen „vorsätzlicher Tötung durch eine Amtsperson“ ein und beauftragte die Generalinspektion der nationalen Gendarmerie und die Gendarmerie in Marseille mit der Durchführung der Untersuchung.

  • Loiret: 900.000 kinderpornografische Dateien von der Gendarmerie beschlagnahmt – 6 Männer inhaftiert

    Loiret: 900.000 kinderpornografische Dateien von der Gendarmerie beschlagnahmt – 6 Männer inhaftiert

    Nach Informationen des Senders France Inter wurden zwischen April 2023 und Anfang Februar 2024 in diesem Fall sechs Verdächtige festgenommen, angeklagt und in Untersuchungshaft genommen.

    Zwei verschlüsselte Netzwerke, die sich der Kinderpornographie widmeten, wurden in den letzten Tagen von den Gendarmen der Forschungsabteilung in Orléans (Departement Loiret) zerschlagen. Dabei fielen ihnen mehr als 900.000 kinderpornographische Dateien in die Hände, wie der Sender France Inter am Donnerstag, dem 22. Februar, von der Gendarmerie erfuhr. Nach Informationen von France Inter waren mindestens 120 Kinder und Jugendliche betroffen, darunter 22 französische Kinder.

    Zwischen April 2023 und Anfang Februar 2024 wurden in diesem Fall sechs Verdächtige festgenommen, angeklagt und in Untersuchungshaft genommen. Die Männer im Alter zwischen 36 und 61 Jahren werden verdächtigt, die auf einigen Bildern gezeigten Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffe begangen zu haben. Die Ermittlungen hatten bereits im August 2022 begonnen, nachdem den Gendarmen des Departements Loiret eine Internetseite mit Fotos von Minderjährigen gemeldet worden war, von denen einige in Badekleidung zu sehen waren.

    Die zunächst gemeldeten Bilder waren gerade noch legal, aber die Ermittler stellten bald fest, dass die Seite in Wirklichkeit das Vorzimmer zu weiteren Gruppen war. „Sobald wir anfingen, mit diesen Personen zu chatten, haben sie uns sehr schnell vorgeschlagen, auf andere, diskretere soziale Netzwerke oder gesicherte Messenger-Systeme umzusteigen“, erklärt der Ermittlungsleiter Adjutant Damien, ein Spezialist für digitale Ermittlungen, gegenüber France Inter. „Einige schlugen zum Beispiel vor, auf das russische Netzwerk ICQ umzuschalten, wo sich dann die illegalen Dateien befanden.

    Sechs Verdächtige wurden in Untersuchungshaft genommen.
    Die Gendarmen stellen anschliessend fest, dass viele dieser Bilder in keiner der bisher bekannten Datenbanken enthalten waren. Die Mitglieder der Gruppe werden daher verdächtigt, die auf einigen Bildern sichtbaren Gewalttaten selbst begangen und die Minderjährigen fotografiert zu haben. Insgesamt wurden 200 Straftaten von den Ermittlern erfasst. Bisher wurden 120 Opfer ausfindig gemacht, von denen 22 die französische Staatsangehörigkeit besitzen und zwischen 3 und 15 Jahre alt sind.

    Den Gendarmen fiel auf, dass der gesamte Austausch in dieser Gruppe auf Französisch stattfand und dass die Opfer alle französischsprachig sind. „In der Regel haben wir es eher mit Opfern aus Südostasien, Süd- und Mittelamerika zu tun; eine Zeit lang hatten wir viele Opfer aus Osteuropa“, so Adjutant Damien.

    Die ersten Festnahmen erfolgten bereits im April 2023 im Rahmen einer Untersuchung, die von der Jugendabteilung der Staatsanwaltschaft Orléans durchgeführt wurde. Insgesamt wurden bisher sechs Verdächtige in Untersuchungshaft genommen. Die Männer im Alter von 36 bis 61 Jahren haben unterschiedliche Profile: Einige sind Familienväter, mehrere waren bereits wegen ähnlicher Taten bekannt. Einer von ihnen sitzt wegen eines ähnlich gelagerten Falls in Belgien im Gefängnis. Einige der Angeklagten werden verdächtigt, sich an Kindern aus ihrem Umfeld vergangen zu haben, andere an minderjährigen Prostituierten, wieder andere gaben sich im Internet als Jugendliche aus, um ihre Opfer dazu zu veranlassen, freiwillig Nacktfotos von sich zu schicken. Anschliessend drohten sie den Kindern und Jugendlichen, diese Fotos zu veröffentlichen, wenn sie ihnen keine neuen Bilder lieferten. Die Ermittler sind noch immer damit beschäftigt, die Computerhardware der Verdächtigen zu analysieren. Bei der Analyse der digitalen Datenträger von drei der Festgenommenen wurden bereits über 930.000 kinderpornografische Dateien gefunden.