Schlagwort: Frauenrechte

  • Paris: Verbot des „radikalen feministischen Nachtmarsches“ am 7. März

    Paris: Verbot des „radikalen feministischen Nachtmarsches“ am 7. März

    Der geplante „radikale feministische Nachtmarsch“ in Paris wurde von der Polizei verboten. Grund: mögliche Störungen der öffentlichen Ordnung. Vor allem die angekündigte Teilnahme propalästinensischer Gruppen sorgte für Bedenken. Ein Verbot mit politischer Brisanz Eigentlich sollte die Demonstration am 7. März abends von der Gare de l’Est zur Place de l’Hôtel de Ville ziehen. Die Veranstalter wollten damit auf die Bedrohung von Frauenrechten durch „einen faschistischen Staat und den Aufstieg der extremen Rechten“ aufmerksam machen. Doch das Pariser Polizeipräsidium und Präfekt Laurent Nuñez haben die Veranstaltung untersagt. Die Begründung: Die Demonstration könnte die öffentliche Ordnung gefährden. Insbesondere der Aufruf der propalästinensischen Gruppen Samidoun und Urgence Palestine, sich dem Protest anzuschließen, habe für Besorgnis gesorgt. Diese Gruppen planten einen eigenen Block innerhalb des Marsches mit dem Ziel, „die Befreiung Palästinas von der Küste bis zum Jordan“ zu ford…

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  • Heute in der Geschichte: Der 9. Februar

    Heute in der Geschichte: Der 9. Februar

    Der 9. Februar – ein Datum, das in den Geschichtsbüchern weltweit seine Spuren hinterlassen hat. Von politischen Umwälzungen über wissenschaftliche Errungenschaften bis hin zu dramatischen Ereignissen, die den Lauf der Geschichte veränderten, hat dieser Tag einiges zu bieten. Besonders in Frankreich spielte der 9. Februar mehrfach eine bedeutende Rolle. Doch bevor wir uns diesem Land widmen, werfen wir einen Blick auf weltweite Ereignisse, die an diesem Datum stattfanden.


    Weltweite Ereignisse am 9. Februar

    1825: Die USA wählen erstmals einen Präsidenten im Repräsentantenhaus

    Ein ungewöhnlicher Wahlausgang sorgt in den USA für Aufsehen: Bei der Präsidentschaftswahl 1824 erringt keiner der Kandidaten die erforderliche Mehrheit im Wahlmännerkollegium. Das Ergebnis? Das Repräsentantenhaus muss entscheiden – ein bislang einmaliger Vorgang. Schließlich setzt sich John Quincy Adams gegen Andrew Jackson durch, obwohl Jackson eigentlich die meisten Stimmen erhalten hatte. Dieses Ereignis prägt das amerikanische Wahlsystem bis heute und führt zu hitzigen Debatten über Demokratie und Wahlrecht.

    1943: Das Ende der Schlacht von Guadalcanal

    Der Zweite Weltkrieg tobt, und im Pazifik liefern sich die USA und Japan erbitterte Kämpfe. Die Schlacht um Guadalcanal, eine der wichtigsten Auseinandersetzungen im Pazifikkrieg, endet an diesem Tag. Nach monatelangen Gefechten ziehen sich die japanischen Truppen endgültig zurück. Dies markiert einen Wendepunkt im Krieg – die USA gewinnen die Oberhand im Pazifik.

    1964: The Beatles erobern Amerika

    Ein Tag, der Musikgeschichte schreibt: Am 9. Februar 1964 betreten die Beatles erstmals die Bühne der „Ed Sullivan Show“ in den USA. 73 Millionen Menschen sitzen vor den Fernsehern – eine absolute Rekordquote. Die „Beatlemania“ beginnt, und die britische Band wird zu einem weltweiten Phänomen. Ihr Auftritt verändert nicht nur die Musikindustrie, sondern auch die Jugendkultur einer ganzen Generation.

    1996: Der erste Computersieg gegen einen Schachweltmeister

    Der Supercomputer „Deep Blue“ von IBM besiegt erstmals einen amtierenden Schachweltmeister – Garri Kasparow. Zwar gewinnt Kasparow die Revanche später noch, doch dieser Moment zeigt: Die künstliche Intelligenz macht rasante Fortschritte. Heute, fast 30 Jahre später, sind Computer im Schach unschlagbar.


    Der 9. Februar in Frankreich

    Frankreich, ein Land mit reicher Geschichte, erlebt an diesem Tag mehrere bedeutende Ereignisse. Manche davon prägen das Land bis heute.

    1773: Ein Theater brennt – und Voltaire kehrt triumphal zurück

    An diesem Tag kehrt der berühmte Philosoph Voltaire nach fast 30 Jahren im Exil nach Paris zurück. Der Grund? Sein neuestes Theaterstück „Irene“ wird uraufgeführt – doch die Premiere nimmt eine dramatische Wendung. Während der Aufführung bricht im Theater ein Feuer aus. Glücklicherweise überlebt Voltaire, und seine Rückkehr in die Stadt wird zu einem Triumphzug. Tausende jubeln ihm zu – der einst verstoßene Philosoph wird als Held gefeiert.

    1830: Frankreich anerkennt die Unabhängigkeit Griechenlands

    Nach jahrelangen Kämpfen gegen die osmanische Herrschaft erlangt Griechenland seine Unabhängigkeit – und Frankreich ist eines der ersten Länder, das sie offiziell anerkennt. Der 9. Februar 1830 markiert somit einen wichtigen diplomatischen Schritt. Die Unterstützung Frankreichs für Griechenland zeigt, wie sehr sich europäische Mächte in die Angelegenheiten anderer Länder einmischten.

    1893: Eine der ersten Frauenrechtlerinnen im Parlament

    Ein historischer Moment für die Frauenbewegung in Frankreich: Am 9. Februar 1893 wird Marguerite Durand, eine der ersten feministischen Journalistinnen, in die Nationalversammlung eingeladen. Obwohl Frauen damals noch nicht wählen dürfen, sorgt sie mit ihren Reden für Aufsehen. Ihr Engagement für Gleichberechtigung ebnet den Weg für spätere Reformen.

    1950: McCarthyismus schwappt nach Frankreich

    In den USA hält Senator Joseph McCarthy eine Rede, in der er behauptet, die Regierung sei von Kommunisten unterwandert. Die „rote Angst“ greift bald auch auf Frankreich über. Die französische Regierung verschärft ihre Überwachung linker Parteien und Bewegungen – eine Zeit des Misstrauens beginnt.


    Fazit? Geschichte wiederholt sich

    Ob in Frankreich, den USA oder dem Pazifik – der 9. Februar zeigt, dass Geschichte voller Wendepunkte ist. Politische Intrigen, kulturelle Meilensteine und wissenschaftliche Durchbrüche haben diesen Tag geprägt. Und wer weiß, vielleicht schreibt der 9. Februar auch in der Zukunft noch Geschichte.

  • Tausende gegen die extreme Rechte: Frauen demonstrierten in Paris

    Tausende gegen die extreme Rechte: Frauen demonstrierten in Paris

    Ein Meer aus Lila: Feministinnen und Feministen zeigen Stärke Am Wochenende zogen laut Organisatoren 75.000 Menschen durch die Straßen von Paris, um ein klares Zeichen zu setzen. Über 200 Verbände, darunter die Fondation des femmes, Planning familial und die Bewegung #Noustoutes, sowie NGOs wie Oxfam und France Terre d’Asile und Gewerkschaften wie CGT und CFDT hatten zur Demonstration aufgerufen. Die Gefahr eines rechten Wahlsieges Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer warnen eine Woche vor den Parlamentswahlen eindringlich vor den potenziellen Folgen eines Wahlsieges des Rassemblement National (RN) für die Frauenrechte. In verschiedenen Regionen Frankreichs zählten die Behörden 14.000 Demonstranten in 41 Protestzügen. Feministische Gruppen, Gewerkschaften und NGOs kritisieren die vermeintlichen feministischen Werte der extremen Rechten als Trugbild. Der RN kontert mit Vorwürfen gegen die Linke. Jordan Bardella, Präsident des RN, beklagt in einer Videoansprache „Karikaturen“ und „Lügen“ s…

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  • Wahl gegen die extreme Rechte: Feministinnen und Gewerkschaften mobilisieren

    Wahl gegen die extreme Rechte: Feministinnen und Gewerkschaften mobilisieren

    In einer Zeit, in der die politischen Wellen hoch schlagen und die Extreme in Frankreich auf dem Vormarsch sind, hat die Linkspartei „La France insoumise“ (LFI) am Freitag eine klare Ansage gemacht: In Wahlkreisen, in denen die Linke in der zweiten Runde der Parlamentswahlen nicht vertreten ist, wird die LFI dazu aufrufen, gegen den Rassemblement National (RN) zu stimmen. Dies erklärte Mathilde Panot, die scheidende Fraktionsvorsitzende der LFI-Abgeordneten. Ein starkes Zeichen setzen Der politische Aufruf von LFI ist ein klares Zeichen gegen die extreme Rechte und ihre zunehmende Präsenz in der französischen Politiklandschaft. Die Aussage von Panot kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, an dem viele Bürgerinnen und Bürger die Rolle der Demokratie und die Werte, die sie vertreten soll, hinterfragen. Mobilisierung von Feministinnen und Gewerkschaften Gleichzeitig haben feministische Organisationen und Gewerkschaften zu einem landesweiten Protest gegen die extreme Rechte aufgerufen. Für si…

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  • Festival de Cannes: „Femme, vie, liberté“ – Die iranische Bewegung im Rampenlicht

    Festival de Cannes: „Femme, vie, liberté“ – Die iranische Bewegung im Rampenlicht

    Eine Hommage an iranische Künstler Dieses Jahr steht Iran erneut im Rampenlicht des renommierten Festivals von Cannes. Am Freitag, dem 24. Mai, präsentierte der in Europa im Exil lebende Filmemacher Mohammad Rasoulof persönlich seinen neuen Film „Les Graines du figuier sauvage“, der im Wettbewerb lä…

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  • Acht Jahrzehnte Frauenwahlrecht: Ein langer Weg seit der Französischen Revolution

    Acht Jahrzehnte Frauenwahlrecht: Ein langer Weg seit der Französischen Revolution

    Am 21. April 1944, noch während der Wirren des Zweiten Weltkriegs, erließ die provisorische Regierung des Generals Charles de Gaulle in Algier eine wegweisende Verordnung, die den Frauen in Frankreich das Wahlrecht zusprach. Dieser historische Schritt markierte den Höhepunkt eines mehr als hundertjä…

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  • Odette Roux: Eine Pionierin der Frauenrechte in Frankreich

    Odette Roux: Eine Pionierin der Frauenrechte in Frankreich

    Februar 1945 – ein Wendepunkt in der Geschichte Frankreichs und insbesondere für die französischen Frauen. Zum ersten Mal durften Frauen wählen und gewählt werden. Unter den ersten 19 weiblichen Bürgermeisterinnen Frankreichs befand sich auch Odette Roux, eine leidenschaftliche Kommunistin, die das Bürgermeisteramt in Les Sables-d’Olonne übernahm. Warum war ihre Wahl so bemerkenswert? Les Sables-d’Olonne, eine Stadt mit damals 18.000 Einwohnern, ist gelegen in der Vendée, einer Region, die für ihre konservativen Werte bekannt ist. Wie konnte eine Kommunistin hier Bürgermeisterin werden? Die Antwort liegt in Odettes Vergangenheit. Nach dem Tod ihres Ehemanns, eines Widerstandskämpfers, der 1943 von den Deutschen getötet wurde, setzte Odette Roux den Kampf um ihre politischen Überzeugungen und ihr Engagement fort. Ihr Mut und ihre Entschlossenheit, gepaart mit ihrer Vergangenheit in der Résistance, halfen ihr, die Herzen und Stimmen der Menschen zu gewinnen. Was ist aus ihr geworden? Ode…

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  • Begum TV: Eine Stimme für Afghanistans Frauen – aus Paris

    Begum TV: Eine Stimme für Afghanistans Frauen – aus Paris

    In Paris hat die französische NGO Begum Organization for Women einen mutigen Schritt unternommen, um die Bildung und das Wohlbefinden afghanischer Mädchen und Frauen zu unterstützen.

    Mit der Gründung von Begum TV, einem Satellitenfernsehsender, der sich gezielt an afghanische Schülerinnen und Studentinnen richtet, die von Bildung ausgeschlossen sind, setzt die Organisation ein starkes Zeichen der Solidarität und des Widerstands gegen die Unterdrückung.

    Eine Brücke des Wissens und der Hoffnung

    Sadaf, Marina und Diba, drei mutige Journalistinnen im Exil, stehen im Zentrum dieser Initiative. Sie bringen Bildungsinhalte, die den afghanischen Lehrplänen von der sechsten Klasse bis zum Abitur entsprechen, in Dari und Paschtu zu ihren „Schwestern“ in Afghanistan. Das Ziel ist klar: Bildung, Information und ein Hauch von Freude in das Leben afghanischer Frauen zu bringen, die unter den repressiven Maßnahmen der Taliban leiden.

    Seit der Machtübernahme durch die Taliban im August 2021 hat sich die Lage für Frauen in Afghanistan dramatisch verschlechtert. Die Taliban haben Frauen von weiterführender Bildung und Universitäten ausgeschlossen, Afghanistan zum einzigen Land gemacht, in dem Mädchen keine Schulbildung nach der Grundschule erhalten. Diese restriktiven Maßnahmen sind ein direkter Angriff auf die Rechte und die Freiheit von Frauen und Mädchen.

    Begum TV: Mehr als nur Bildung

    Neben Bildungsinhalten bietet Begum TV täglich eine Prime-Time-Sendung an, die sich mit medizinischen Themen und psychischer Gesundheit befasst. Speziell der Talkshow „Tabassoum“ (Dari für „Lächeln“) ist es ein Anliegen, ein Bewusstsein für die mentale Gesundheit zu schaffen und Frauen praktische Tipps zur Bewältigung ihres Alltags unter schwierigen Bedingungen zu geben.

    Die Initiative ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Medien genutzt werden können, um Bildung und Hoffnung in die entlegensten Winkel der Welt zu tragen. Indem sie aus Paris senden, genießen die Macherinnen von Begum TV eine Freiheit der Meinungsäußerung, die in ihrem Heimatland undenkbar wäre. Sie nutzen diese Freiheit, um Tabuthemen anzusprechen und Frauen eine Stimme zu geben.

    Die Situation der Frauen in Afghanistan

    Die Restriktionen, die die Taliban auferlegt haben, beschränken sich nicht nur auf die Bildung. Frauen sind auch von öffentlichen Plätzen, Schönheitssalons, Fitnessstudios und sogar Parks ausgeschlossen. Diese Maßnahmen isolieren Frauen und schränken ihre Freiheit in einem bereits von Konflikten gezeichneten Land ein.

    Begum TV ist daher mehr als ein Bildungskanal; es ist ein Fenster zur Welt für afghanische Frauen, die von der Außenwelt abgeschnitten sind. Es ist eine Plattform, die nicht nur Wissen und Bildung, sondern auch Hoffnung und Trost bietet. Durch ihre Programme vermittelt Begum TV den Frauen in Afghanistan, dass sie nicht vergessen sind und dass es Menschen gibt, die für ihre Rechte und ihre Freiheit kämpfen.

    Für die Journalistinnen und Moderatorinnen in Paris ist Begum TV eine Chance, ihre Berufung weiterzuleben und gleichzeitig ihren Landsfrauen in Afghanistan zu helfen. Es ist ein Beweis dafür, dass auch unter den schwierigsten Umständen Bildung und Aufklärung mächtige Werkzeuge des Widerstands und der Hoffnung sein können.

  • Frankreich: Frauen verdienen 15,4% weniger als Männer und arbeiten daher ab heute 11:25 Uhr „umsonst“

    Frankreich: Frauen verdienen 15,4% weniger als Männer und arbeiten daher ab heute 11:25 Uhr „umsonst“

    Frauen in Frankreich „könnten am 6. November um 11.25 Uhr aufhören zu arbeiten, wenn sie mit einem ähnlichen durchschnittlichen Stundensatz wie Männer bezahlt würden“, so der Newsletter „Les Glorieuses“.

    Eine eindringliche Berechnung, um die Lohnungleichheit in Frankreich deutlich zu machen. Aufgrund dieser Ungleichheit beginnen Frauen in Frankreich am Montag, dem 6. November, ab 11.25 Uhr „umsonst zu arbeiten“, und zwar bis zum Ende des Jahres, meint der feministische Informationsbrief „Les Glorieuses“. Konkret könnten sie „am 6. November um 11.25 Uhr mit der Arbeit aufhören, wenn sie mit einem ähnlichen durchschnittlichen Stundensatz wie Männer für sich ansetzen würden“, stellt das Online-Medium fest.

    Dieses symbolische Datum wurde auf der Grundlage europäischer Statistiken berechnet. In diesem Jahr verdienen Frauen in Frankreich im Durchschnitt 15,4 % weniger als Männer. Im letzten Jahr betrug die Lohnlücke 15,8 %, was „Les Glorieuses“ dazu veranlasste, das symbolische Datum auf den 3. November, 09:10 Uhr, festzulegen.

    „Es gibt eine echte Stagnation“
    Rebecca Amsellem, die Gründerin des Newsletters, hat eine Petition initiiert, um die Einführung von drei öffentlichen Maßnahmen zur Förderung der Lohngleichheit zu fordern. Sie sagte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP: „Seit acht Jahren machen wir diese Berechnung, sie variiert sehr wenig, es gibt eine echte Stagnation“.

    Cynthia Illouz, Gründerin der Informationswebsite „The Women’s Voices“,stellte am Sonntag als Gast auf dem Sender Franceinfo fest: „Wir liegen 2-3% unter dem europäischen Durchschnitt. (…) Man sieht, dass es ein Bewusstsein gibt, aber leider geht es nur sehr langsam voran“.

    Um die Lohndiskrepanz aufzuheben, fordern „Les Glorieuses“ insbesondere eine Aufwertung der Gehälter in Berufen, in denen mehr Frauen arbeiten, und plädieren für einen gleichwertigen Urlaub nach der Geburt für beide Elternteile.

    Sie fordern ausserdem, dass der Zugang von Firmen zu öffentlichen Aufträgen und der Erhalt von Zuschüssen und staatlich garantierten Krediten „von der Einhaltung der Lohngleichheit“ abhängig gemacht wird, um „sicherzustellen, dass das aus öffentlichen Mitteln zugewiesene Budget die Ungleichheiten nicht noch verstärkt“.

    Auch wenn „noch viel zu tun bleibt“, wurden in diesem Jahr „zwei bemerkenswerte Fortschritte“ in der Frage der Lohntransparenz erzielt, wie Rebecca Amsellem feststellt. Nach einem Urteil des Kassationsgerichts vom 8. März kann eine Arbeitnehmerin nun rechtmäßig verlangen, dass ihr die Gehaltsabrechnungen von männlichen Arbeitnehmern, die eine vergleichbare Position innehaben, vorgelegt werden.

    Außerdem wurde eine EU-Richtlinie verabschiedet, die Arbeitgeber in der EU zu Transparenz verpflichten soll, um gleiche Bezahlung für Frauen und Männer zu gewährleisten, und die von den Mitgliedsstaaten bis Juni 2026 in nationales Recht umgesetzt werden muss.

  • Die Renten von Frauen sind laut Rechnungshof in Frankreich 28% niedriger als die von Männern

    Die Renten von Frauen sind laut Rechnungshof in Frankreich 28% niedriger als die von Männern

    Im Durchschnitt erhielten Frauen in Frankreich im Jahr 2020, wenn man die Witwenrente und verschiedene Familienansprüche mit einbezieht, jeden Monat 1.400 Euro Rente, während Männer 1.955 Euro erhielten. Die Renten von Frauen in Frankreich sind um 28% niedriger als die von Männern. Dies berichtete der Rechnungshof am Mittwoch, dem 24. Mai, in seinem Jahresbericht über die Finanzierung der Sozialversicherung. Auf einer Pressekonferenz sprach Rechnungshof-Präsident Pierre Moscovici von einer „absolut schreienden Ungleichheit“. Dem Rechnungshof zufolge berücksichtigt dieser Unterschied von durchschnittlich 28 % die Witwenrenten. Ohne diese Summe, die nach dem Tod des Ehemannes oder Ex-Mannes ausgezahlt wird, vergrößert sich der Unterschied sogar auf 40%. „Die Rentenreform dürfte einen kleinen Effekt haben“, so der Präsident des Rechnungshofs, Pierre Moscovici, „aber nicht ausreichen, um diese beträchtlichen Unterschiede auszugleichen“. Frauen machen 90% der Empfänger von Witwenrenten aus….

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