Schlagwort: Frauenmord

  • Dordogne: 52-jährige Frau mit 20 Messerstichen getötet – Ehemann wegen Totschlags angeklagt

    Dordogne: 52-jährige Frau mit 20 Messerstichen getötet – Ehemann wegen Totschlags angeklagt

    Der 52-jährige Mann, ehemaliger Gendarm, hatte am Dienstagabend selbst die Rettungskräfte alarmiert, bevor er alkoholisiert den Tatort verließ. Er konnte kurz darauf festgenommen werden.

    Der Ehemann einer Frau, die in Boulazac (Dordogne) mit etwa 20 Messerstichen getötet wurde, wurde am Donnerstag, dem 1. September, wegen „vorsätzlicher Tötung“ angeklagt, wie die Staatsanwaltschaft von Périgueux am Freitag, dem 2. September, mitteilte. Der 52-jährige ehemalige Gendarm hatte am Dienstagabend selbst die Rettungskräfte alarmiert, bevor er den Ort des Geschehens verließ und stark kurz darauf festgenommen wurde.

    „Nach den ersten Anhörungen gibt der Betroffene zu, dass er seine Frau im Rahmen eines Streits absichtlich mit einem Messer verletzt hat“, erklärte die Staatsanwältin Solène Belaouar am Donnerstag. Das Paar war seit mehreren Jahren verheiratet. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft befanden sich zum Zeitpunkt der Tat keine Kinder in der Wohnung.

    Der Staatsanwaltschaft zufolge war der Beschuldigte 2014 nach rund 20 Dienstjahren aus dem Dienst bei der Gendarmerie ausgeschieden. Er wurde 2016 wegen eines Diebstahl verurteilt, war aber bisher nie wegen häuslicher Gewalt aufgefallen.

    Nach den jüngsten Zahlen des Innenministeriums wurden im Jahr 2021 122 Frauen von ihren Ehepartnern oder Ex-Ehepartnern getötet, eine Zahl, die im Vergleich zum Jahr 2020 um 20% gestiegen ist.

  • Feminizide in Frankreich: 122 getötete Frauen im Jahr 2021 – Anstieg um 20% in einem Jahr

    Feminizide in Frankreich: 122 getötete Frauen im Jahr 2021 – Anstieg um 20% in einem Jahr

    Hundertzweiundzwanzig Frauen verloren im Jahr 2021 ihr Leben durch Gewalt von Ehe- oder Lebenspartnern oder Ex-Partnern, ein Anstieg um 20% im Vergleich zum Vorjahr, wie aus der am Freitag vom Innenministerium veröffentlichten Bilanz der „gewaltsamen Todesfälle in der Ehe“ hervorgeht.

    Es sind schlimme Zahlen. Die Anzahl der Frauenmorde ist in Frankreich im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 20% gestiegen: 122 Frauen wurden durch die Schläge ihres Ehepartners oder Ex-Ehepartners getötet, gegenüber 102 im Jahr 2020. Dies geht aus einer am Freitag, dem 26. August vom Innenministerium veröffentlichten Bilanz hervor.

    Frauen machten 2021 85% aller Opfer von gewaltsamen Todesfällen in der Partnerschaft aus (143 Todesfälle, davon 122 Frauen und 21 Männer), gegenüber 82% im Jahr 2020, ein Anteil, der seit 2006 stabil geblieben ist.

    Diese Zahlen „entsprechen ungefähr dem Niveau der Zahl der gewaltsamen Todesfälle in der Ehe, die vor der Covid-19-Epidemie beobachtet wurden“, heißt es in der Studie des Innenministeriums.

    Unter diesem Link finden Sie unsere Artikel zum Thema „Frauenmord“…

    Das Jahr 2020 war mit „nur“ 102 getöteten Frauen gegenüber 146 im Jahr 2019 in der Tat außergewöhnlich, wobei nicht klar war, inwiefern dieser Rückgang durch die Lockdowns und Ausgangssperren erklärt werden kann.

    Für Isabelle Rome, die stellvertretende Ministerin für die Gleichstellung von Frauen und Männern, sind die Zahlen für 2021 erschreckend. „Trotz der beispiellosen Anstrengungen, die der Staat in den letzten fünf Jahren unternommen hat, bleiben die Frauenmorde auf einem zu hohen Niveau“, sagte sie gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

    Fast jede dritte getötete Frau (32%) ist bereits zuvor Opfer von Gewalt geworden, und 64% der weiblichen Opfer hatten die Gewalt mindestens einmal bei den Strafverfolgungsbehörden gemeldet. Von diesen hatten 84% eine formelle Anzeige erstattet…

    Gebrauch einer Stichwaffe
    „Wenn eine Frau Gewalt meldet, muss man die Gefahr, in der sie sich befindet, besser einschätzen. Aber man muss auch Fortschritte bei der Erkennung von Gewalt machen: den Frauen ermöglichen, sich auszudrücken, die erlittenen Tatsachen zu schildern“, fordert Françoise Brié, Generaldirektorin der Fédération nationale Solidarités femmes (FNSF), die die telefonische Anlaufstelle 3919 für Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind, betreibt.

    Wie in den vergangenen Jahren waren Streit (31 Fälle) und nicht akzeptierte Trennungen (27 Fälle) die Hauptgründe für die Taten (41%). Dicht gefolgt von Eifersucht (25 Fälle) und Krankheit des Opfers (21 Fälle).

    Bei einem Drittel der Todesfälle aller Geschlechter benutzte der Täter eine Stichwaffe: 37 Täter waren Männer und 13 Frauen. Bei Schusswaffen (46 Todesfälle) waren bis auf zwei alle Täter Männern.

    Bereits 85 Frauenmorde im Jahr 2022
    Etwa 43% der Täter begingen nach der Tat Selbstmord oder versuchten auch sich selbst zu töten. Im Jahr 2021 wurden 46 Selbstmorde und 15 Versuche gezählt, eine Zahl, die über die Jahre annähernd gleich bleibt und fast ausschließlich Männer betrifft (60 Männer auf eine Frau).

    Für Pauline Baron vom feministischen Kollektiv #NousToutes müsse man „die Prävention verbessern“: „Die Aufklärung über das Gefühls- und Sexualleben wird in der Schule nicht genügend umgesetzt, obwohl das das richtige Mittel ist, um die Wiederholung der Gewalt von Generation zu Generation zu durchbrechen“.

    Ernestine Ronai warnt davor, „eine kleine Gewalt“ zu definieren: „Eine Ohrfeige, man könnte sagen ‚das ist nicht schlimm‘, aber niemand weiß, wie weit das gehen kann“.

    Für das Jahr 2022 hat das Kollektiv #NousToutes bis zum 21. August, also in weniger als acht Monaten, bereits 85 Frauenmorde gezählt.

  • Yvelines: Junge Frau von ihrem Partner getötet – 83. Frauenmord dieses Jahr

    Yvelines: Junge Frau von ihrem Partner getötet – 83. Frauenmord dieses Jahr

    Das gerade volljährig gewordene Opfer wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Carrière-sur-Seine (Yvelines) von ihrem Freund getötet, der seitdem in Polizeigewahrsam ist. Damit steigt die Zahl der Frauenmorde in Frankreich seit Jahresbeginn auf 83.

    Einer jungen Frau wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Carrière-sur-Seine von ihrem 20-jährigen Lebensgefährten die Kehle durchgeschnitten. Nach Informationen der Zeitung Le Parisien ereignete sich die Tragödie gegen 3 Uhr morgens in einer kleinen Sozialwohnungssiedlung. Die Nachbarn hätten die Polizei gerufen, nachdem sie Geräusche eines Kampfes gehört hatten.

    Die Polizei war vor Ort und fand die Leiche der jungen Frau in der Küche. Der Tod der jungen Frau, die gerade erst volljährig geworden war, musste gegen 4 Uhr morgens trotz der Wiederbelebungsversuche der Rettungskräfte festgestellt werden.

    Der Polizei wegen häuslicher Gewalt im Jahr 2018 bekannt.
    Der am Tatort anwesende Partner der jungen Frau war alkoholisiert und soll beim Eintreffen der Polizei zugegeben haben, „eine große Dummheit gemacht“ zu haben. Ein weiterer 21-jähriger Mann war ebenfalls am Tatort anwesend. Die beiden Männer wurden in Polizeigewahrsam genommen.

    Das Paar war der Polizei nicht wegen häuslicher Gewalt bekannt, der mutmaßliche Täter jedoch war bereits wegen Gewalt gegen eine 15-jährige Minderjährige und wegen häuslicher Gewalt im Jahr 2018 auffällig geworden.

    113 Frauenmorde im Jahr 2021
    Nach der Zählung des Kollektivs Nous Toutes würde dieser Feminizid die Zahl der seit Anfang 2022 von ihren Partnern getöteten Frauen auf 83 erhöhen. Insgesamt wurden im Jahr 2021 in Frankreich 113 Frauenmorde gezählt, gegenüber 102 im Jahr 2020 laut den Zahlen des Innenministeriums.

    Seit 2020 scheint die Zahl der Partnermorde zu steigen, trotz der Maßnahmen, die 2019 im Rahmen einer Aktion gegen häusliche Gewalt ergriffen wurden.

  • Loire-Atlantique: 50-Jährige Frau ermordet – Lebensgefährte verhaftet

    Loire-Atlantique: 50-Jährige Frau ermordet – Lebensgefährte verhaftet

    Eine Frau wurde in ihrem Haus in Saint-Brévin-les-Pins, in der Nähe von Saint-Nazaire, tot aufgefunden. Ihr Lebensgefährte, ein 30-Jähriger, wurde wegen vorsätzlicher Tötung angeklagt.

    Eine Frau im Alter von etwa 50 Jahren wurde am Samstag in Saint-Brévin-les-Pins, in der Nähe von Saint-Nazaire im Département Loire-Atlantique, tot aufgefunden.

    Auf ihrem Gesicht und ihrem Körper wurden Spuren von schweren Schlägen festgestellt. Ihr Lebensgefährte, ein Mann in den Dreißigern, wurde wegen „vorsätzlicher Tötung“ angeklagt, wie die Staatsanwaltschaft von Nantes mitteilte.

    Nach den jüngsten Zahlen des Innenministeriums wurden im Jahr 2019 mindestens 146 Frauen und im Jahr 2020 mindestens 102 Frauen Opfer von Feminiziden. Das Kollektiv „Feminizide durch Lebensgefährten oder Ex-Freunde“ zählte 2021 mindestens 113 Frauenmorde.

    Insgesamt werden in Frankreich laut Innenministerium jedes Jahr mehr als 200.000 Frauen Opfer von Gewalt.

  • Frau an ihrem Arbeitsplatz getötet: Lebensgefährte angeklagt und in Haft genommen

    Frau an ihrem Arbeitsplatz getötet: Lebensgefährte angeklagt und in Haft genommen

    Im Polizeigewahrsam gab der 61-jährige Mann zu, der Urheber des tödlichen Angriffs auf seine 50-jährige Lebensgefährtin in Cavaillon gewesen zu sein.

    Der Lebensgefährte einer Frau, die am Montag auf dem Parkplatz ihres Arbeitsplatzes in Cavaillon (Vaucluse) erstochen wurde, wurde am Mittwoch, dem 27. Juli, wegen Mordes angeklagt und in Untersuchungshaft genommen, wie die Staatsanwältin von Avignon der Nachrichtenagentur AFP mitteilte.

    Der 61-jährige Mann, der kurz nach der Tat in seiner Wohnung festgenommen wurde, gab in Polizeigewahrsam zu, der Urheber des tödlichen Angriffs auf seine 50-jährige Lebensgefährtin gewesen zu sein, teilte die Staatsanwältin Florence Galtier mit. „Der Beschuldigte hatte keine Vorstrafen und war früher nie wegen ehelicher Gewalt aufgefallen“, sagte die Vertreterin der Staatsanwaltschaft. Der Mann sei in seiner Wohnung festgenommen worden, als er versucht habe, sich mit einer Schusswaffe, die aber eine Ladehemmung gehabt habe, das Leben zu nehmen.

    Die Gendarmerie war schon am Morgen des Tattages gegen 6 Uhr in die Wohnung des Opfers gerufen geworden, nachdem ein Nachbar Zeuge eines lauten Streits in der Wohnung geworden war. Offensichtlich wollte die Frau ihren Partner verlassen. Das Opfer wollte nach dieser Auseinandersetzung gegenüber der Gendarmerie keine Anzeige erstatten und hatte die Wohnung verlassen, um ihren Arbeitsplatz aufzususchen.

    37 Wunden, sechs davon tödlich
    Die Tat ereignete sich einige Stunden später in unmittelbarer Nähe des Unternehmens Sterne in Cavaillon, das auf die Herstellung von Silikon spezialisiert ist. Das Opfer hatte gerade ihre Mittagspause in ihrem Fahrzeug auf dem Parkplatz verbracht. Als sie „auf dem Beifahrersitz saß, kam der Angeklagte angerannt und versetzte ihr mehr als dreißig Stichwunden im Brustbereich und im Gesicht“, erklärte die Staatsanwältin von Avignon. Der Gerichtsmediziner stellte 37 Wunden fest, von denen sechs tödlich waren.

    Die Auswertung der Videoüberwachung zeigte, dass der Täter über einen Zaun auf das Firmengelände geklettert war und sich dann zwischen zwei Fahrzeugen versteckt hatte, um auf sein Opfer zu warten. Mehrerer Mitarbeiter des Unternehmens versuchten, sich einzumischen, konnte den Täter aber nicht überwältigen. Anschliessend floh der Mann mit seinem eigenen Fahrzeug.

  • Seine-Saint-Denis: Frau durch Messerstiche getötet – Partner in Polizeigewahrsam

    Seine-Saint-Denis: Frau durch Messerstiche getötet – Partner in Polizeigewahrsam

    Die Polizei wurde von den Nachbarn des Paares alarmiert und griff in der Nacht von Freitag auf Samstag gegen 1.30 Uhr ein. Die Beamten entdeckten eine junge Frau mit schweren Stichverletzungen.

    Schon wieder ei n Frauenmord in Frankreich. Eine 31-jährige Frau wurde in ihrem Haus in Noisy-le-Sec (Seine-Saint-Denis) mit einem Messer getötet und ihr 41-jähriger Ehepartner wurde festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft von Bobigny mitteilte. Der Verdächtige wurde wegen vorsätzlichen Mordes in Polizeigewahrsam genommen, wie Staatsanwalt Eric Mathais erklärte.

    Die Tat ereignete sich in der Nacht von Freitag auf Samstag, den 16. Juli. Die Polizei wurde von den Nachbarn des Paares alarmiert und griff gegen 1.30 Uhr ein. Sie brachen die Tür des Hauses auf und entdeckten die junge Frau mit  schweren Stichverletzungen, noch lebend. Trotz des schnellen Einsatzes der Rettungskräfte starb sie jedoch noch vor Ort. Ihr Begleiter wurde kurz darauf in einigen hundert Metern Entfernung festgenommen.

    Laut einer Bilanz des Innenministeriums wurden im Jahr 2019 insgesamt 146 Frauen und im Jahr 2020 insgesamt 102 Frauen Opfer von Feminiziden. Insgesamt werden in Frankreich jedes Jahr mehr als 200.000 Frauen Opfer von Gewalt.

  • In der Nähe von Toulouse wird eine 20-jährige Frau mit einem Messer getötet und ihr Partner schwer verletzt

    In der Nähe von Toulouse wird eine 20-jährige Frau mit einem Messer getötet und ihr Partner schwer verletzt

    Ein 27-jähriger Mann griff am Freitagabend in Saint-Orens (Haute-Garonne) ein junges Paar an. Eine 20-jährige Frau starb. Ihr 22-jähriger Begleiter wurde schwer verletzt. Der Angreifer konnte festgenommen werden.

    Am Freitag, dem 1. Juli, spielte sich ein blutiges Drama ab. Es war ungefähr 22:30 Uhr, als ein 27-jähriger Mann in Saint-Orens, südöstlich von Toulouse (Haute-Garonne), mit einem Messer auf eine junge Frau einstach. Der Angreifer verletzte die 20-jährige junge Frau tödlich. Anschließend griff er den 22-jährigen Lebensgefährten seines Opfers an.

    Als die Rettungskräfte am Tatort eintrafen, konnte nur noch der Tod der jungen Frau festgestellt werden. Ihr schwer verletzter Freund wurde versorgt und ins Krankenhaus Rangueil gebracht. Der Angreifer konnte festgenommen werden. Über die Hintergründe der Tat ist noch nichts bekannt.

  • Narbonne: 26-jährige Frau wahrscheinlich vom Ex-Freund erstochen

    Narbonne: 26-jährige Frau wahrscheinlich vom Ex-Freund erstochen

    Eine 26-jährige Frau wurde am Samstagabend in Narbonne mit einem Messer getötet. Ihr Ex-Freund wird gesucht.

    Eine 26-jährige Frau wurde in Narbonne im Departement Aude mit mehreren Messerstichen getötet, wie die Staatsanwaltschaft am Sonntag mitteilte. Ausserdem wurde bekannt, dass nach ihrem Ex-Partner gefahndet wird. „Es wurde eine Untersuchung wegen Mordes eingeleitet“, sagte die Staatsanwaltschaft gegenüber der Agentur AFP, ohne weitere Details zu den Todesumständen zu nennen.

    Die Frau, die durch mehrere Messerstiche in Arm und Hals schwer verletzt wurde, war am Samstag kurz vor Mitternacht direkt vor ihrem Wohnhaus entdeckt worden, bevor sie in der Nacht im Krankenhaus verstarb.

    Ihr Ex-Freund, der sich zum Zeitpunkt des Auffindens der jungen Frau nicht im Haus des Opfers aufhielt, wird von der Polizei aktiv gesucht.

  • 33 Jahre später gesteht ein Mann den Mord an seiner Frau

    33 Jahre später gesteht ein Mann den Mord an seiner Frau

    Es waren die Kinder, deren Mutter 1989 auf mysteriöse Weise verschwand, die den Fall wieder ins Rollen brachten.

    Im September 2021 melden sich zwei Personen bei der Gendarmerie von Bellême, einer Gemeinde mit 1.500 Einwohnern im Departement Orne. Es handelt sich um einen Bruder und eine Schwester, die das Verschwinden ihrer Mutter melden wollen.

    Die Besonderheit: Die Ereignisse liegen 32 Jahre zurück. Sie erzählen den Ermittlern, dass ihre Mutter 1989 auf mysteriöse Weise verschwand, als die Kinder gerade einmal sechs Monate und drei Jahre alt waren. Damals hatte ihr Vater ihnen erzählt, dass die Mutter aus freien Stücken die Familie verlassen habe.

    Angesichts des unerklärlichen Verschwindens leitete die Staatsanwaltschaft von Alençon im Oktober 2021 eine Voruntersuchung ein. Die ersten Elemente „weisen auf eine Reihe von Indizien hin, die darauf hindeuten, dass die junge Mutter damals nicht aus freien Stücken gegangen ist“, so eine Erklärung der Staatsanwaltschaft. Der Verdacht richtete sich auf ihren Mann, der heute 62 Jahre alt ist.

    Grabungen in der Region Perche
    Laut der Zeitung Ouest-France während ihrer Vernehmungen bei den Kindern Erinnerungen wieder hoch, in denen ihr Vater einege Male davon sprach, die Mutter getötet zu haben. Zum Zeitpunkt der Tat hatte der Ehepartner „jedem, der es hören wollte, erzählt“, dass seine Frau einen Liebhaber hatte und dass sie mit diesem abgehauen sei, so die Regionalzeitung.

    Am 30. Mai 2022 wurde der Mann nun festgenommen und in Polizeigewahrsam genommen. Bei seiner ersten Vernehmung gestand er die Tat und gab zu, seine Frau damals erwürgt zu haben, so die Staatsanwaltschaft. Bisher ist der Verbleib der Leiche jedoch noch unklar. In der vergangenen Woche begannen die Ermittler in der Gegend rund um die Orte Perche und Bêlleme Grabungen und Durchsuchungen, um die Leiche der Frau zu finden. Der 62-jährige Familienvater wurde 33 Jahre nach der Tat angeklagt.

  • Nizza: Mann tötet Lebensgefährtin unter den Augen des 9-jährigen Kindes

    Nizza: Mann tötet Lebensgefährtin unter den Augen des 9-jährigen Kindes

    Eine 35-jährige Mutter wurde am Mittwochmorgen in Nizza von ihrem Lebensgefährten getötet. Der kleine Sohn des Paares hatte den Streit beobachtet. Er war es auch, der die Polizei alarmierte.

    Erneut ein Frauenmord in Frankreich. Ein Mann wird verdächtigt, am Mittwoch, den 1. Juni, seine 35-jährige Lebensgefährtin, in einem Wohnhaus in Nizza mit einem Messer getötet zu haben. Der Mann, ein 52-jähriger Russe, konnte festgenommen werden. Die Polizei nahm ihn in den Gemeinschaftsräumen des Wohnhauses fest, wie die Zeitung Nice-Matin berichtet.

    Das Kind des Paares, ein neunjähriger Junge, hatte die Szene beobachtet. Es war dann auch das Kind, das die Rettungskräfte alarmierte, berichtet der Bürgermeister von Nizza, Christan Estrosi, auf Twitter. Der Politiker beklagt „ein schreckliches Drama, das mit äußerster Härte bestraft werden muss“.