Schlagwort: Fischerei

  • Schutz der Delfine: Gericht bestätigt vierwöchiges Fischereiverbot im Golf von Biskaya

    Schutz der Delfine: Gericht bestätigt vierwöchiges Fischereiverbot im Golf von Biskaya

    Ein weiterer Meilenstein für den Schutz der Meeresbewohner: Der Conseil d’État, das höchste Verwaltungsgericht Frankreichs, hat die Notwendigkeit eines vierwöchigen Fischereiverbots im Golf von Biskaya bestätigt. Die Entscheidung soll insbesondere dem Delfinbestand zugutekommen, der durch Beifang massiv gefährdet ist. Doch was steckt genau dahinter, und warum ist dieser Schutz so dringlich?


    Die Entscheidung des Conseil d’État im Überblick

    Am 30. Dezember bestätigte der Conseil d’État, dass das Fischereiverbot im Winter 2025, zwischen dem 22. Januar und dem 20. Februar, notwendig sei. Es handle sich um eine entscheidende Maßnahme, um den Erhaltungszustand von drei gefährdeten Arten zu sichern: dem Gemeinen Delfin, dem Großen Tümmler und dem Schweinswal. Bereits im März 2023 hatte das Gericht die französische Regierung angewiesen, wirksamere Maßnahmen gegen den Beifang dieser Meeressäuger zu ergreifen.

    Eine wichtige Ergänzung des aktuellen Urteils betrifft die sogenannten „pelagischen Schleppnetze“. Diese Netze, die bisher nicht verboten waren, wurden nun in die Liste der unerlaubten Fanggeräte aufgenommen – eine klare Reaktion auf wissenschaftliche Beobachtungen und anhaltenden Druck durch Umweltverbände.


    Warum gerade der Golf von Biskaya?

    Der Golf von Biskaya, ein artenreiches Meeresgebiet, ist nicht nur ein bedeutendes Fanggebiet für Fischer, sondern auch Heimat vieler Meeressäuger. Besonders in den Wintermonaten ziehen Gemeine Delfine und andere Arten durch diese Gewässer. Doch genau hier liegt das Problem: Viele Delfine sterben als Beifang in den Netzen der Fischer.

    Die Zahlen sind erschreckend. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass jedes Jahr Tausende Delfine verenden, gefangen in Netzen, die eigentlich für andere Fischarten ausgelegt sind. Vor allem größere Boote mit hochspezialisierten Fangtechniken wie Grundschleppnetzen oder pelagischen Netzen tragen zur hohen Beifangquote bei.


    Wirkung des Fischereiverbots

    Die vierwöchige Schließung der Fischerei in den Jahren 2024 und 2025 zeigt bereits erste Erfolge. Laut dem Conseil d’État sank die Sterberate von Delfinen in den Wintermonaten deutlich – ein hoffnungsvolles Zeichen.

    Doch reicht ein Monat wirklich aus, um langfristigen Schutz zu gewährleisten? Kritiker argumentieren, dass ein längerer Zeitraum nötig wäre, um die Populationen nachhaltig zu stabilisieren. Dennoch halten die Richter die vier Wochen für „ausreichend“ und „angepasst“, auch wenn Umweltschutzorganisationen wie Sea Shepherd und France Nature Environnement weitere Einschränkungen fordern.


    Eine Balance zwischen Umweltschutz und Fischerei

    Die Maßnahmen betreffen ausschließlich Schiffe über acht Meter Länge, was kleinere Fischerboote ausnimmt. Dies wurde bewusst so entschieden, um die wirtschaftlichen Auswirkungen auf lokale Fischereibetriebe zu minimieren. Trotzdem bleibt die Frage: Können wirtschaftliche Interessen mit dem dringenden Schutz von Arten vereinbart werden?

    Es gibt Stimmen, die sagen, dass nachhaltige Fischerei keine Option, sondern eine Verpflichtung ist. Doch wie weit darf man gehen, um das Gleichgewicht zwischen Ökonomie und Ökologie zu wahren? Die Einführung moderner Technologien, wie akustische Abschrecksysteme, könnte ein Mittelweg sein. Sie vertreiben Delfine von den Netzen, ohne die Fischerei völlig zu unterbinden.


    Ein europäisches Problem mit globaler Relevanz

    Die Entscheidung der französischen Gerichte steht nicht isoliert. Die Europäische Kommission hat ebenfalls ein Verbot für 2025 erlassen, das auch ausländische Schiffe betrifft. Damit sendet die EU ein klares Signal: Artenschutz endet nicht an nationalen Grenzen.

    Doch wie sieht es in anderen Meeresregionen aus? Wenn wir den Blick weiter schweifen lassen, wird klar, dass Beifang ein globales Problem ist – von den Küsten Afrikas bis in den Pazifik. Maßnahmen wie jene im Golf von Biskaya könnten also als Blaupause dienen.


    Was können wir tun?

    Der Schutz der Delfine geht uns alle an. Von bewussterem Konsum von Fischprodukten bis hin zur Unterstützung von Umweltorganisationen gibt es viele Möglichkeiten, aktiv zu werden. Letztendlich zeigt uns die Entscheidung des Conseil d’État, dass Veränderung möglich ist, wenn Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zusammenarbeiten.

    Und jetzt mal ehrlich: Wäre es nicht ein trauriger Verlust, wenn wir das fröhliche Spiel der Delfine eines Tages nur noch aus alten Dokumentarfilmen kennen würden?

  • Tradition und Innovation: Wie die Fischer der Loire ihre Leidenschaft am Leben halten

    Tradition und Innovation: Wie die Fischer der Loire ihre Leidenschaft am Leben halten

    Die Fischerei in der Loire steht vor Herausforderungen – aber anstatt aufzugeben, zeigen die verbliebenen Profis, wie man mit Kreativität und Tradition neue Wege geht. Dabei setzen sie nicht nur auf ihren Fang, sondern entdecken alte Rezepte neu, laden Neugierige zu Abenteuern ein und bringen längst vergessene Aromen zurück auf den Teller. Ein Beruf mit Geschichte – und Zukunft? In der Loire gibt es heute nur noch etwa 30 professionelle Fischer. Diese Zahl zeigt, wie selten ihr Handwerk geworden ist. Doch anstatt sich von wirtschaftlichem Druck entmutigen zu lassen, beweisen diese Menschen Einfallsreichtum. Einer von ihnen ist Romain Gadais. Er hat erkannt, dass die Verbindung von Tradition und Erlebnis ein Schlüssel sein kann, um das Interesse der Menschen zu wecken. Romain lädt neugierige Besucher ein, ihn auf seine Fischerboot-Touren zu begleiten. Dabei erklärt er nicht nur die Feinheiten seines Berufes, sondern lässt seine Gäste die Magie der Loire erleben – ein Fluss, der nicht nu…

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  • Großes Netzwerk illegaler Fischerei zerschlagen: 24 Tonnen Muscheln aus dem Étang de Berre entwendet

    Großes Netzwerk illegaler Fischerei zerschlagen: 24 Tonnen Muscheln aus dem Étang de Berre entwendet

    Am Montag, dem 18. November, haben Ermittler in den Bouches-du-Rhône ein bedeutendes Netzwerk illegaler Fischerei aufgedeckt. Insgesamt wurden 25 Personen, darunter mehrere Fischer, festgenommen oder vorgeladen. Sie stehen im Verdacht, seit Februar ein System illegaler Muschelfischerei im Étang de Berre westlich von Marseille betrieben und die geernteten Muscheln an eine Firma im Département Hérault verkauft zu haben. Ein schädliches Geschäft ohne Rücksicht auf Umwelt und Verbraucher Die betroffene Firma, die keine gesundheitliche Zulassung besitzt, soll die Muscheln anschließend an Restaurants und Verbraucher verkauft haben – ohne die Herkunft der Ware anzugeben. Insgesamt wurden 24 Tonnen Muscheln illegal gefischt. Der finanzielle Schaden wird auf 108.000 Euro geschätzt, hinzu kommt ein erheblicher Umweltschaden durch die Ausbeutung des sensiblen Ökosystems des Étang de Berre. Eine akribische Untersuchung seit Februar Die Ermittlungen, die bereits im Februar begonnen hatten, wurden v…

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  • Die mysteriöse Verknappung des Taschenkrebses: Rätsel in den französischen Gewässern

    Die mysteriöse Verknappung des Taschenkrebses: Rätsel in den französischen Gewässern

    In den letzten Jahren haben französische Fischer, die einst mit randvollen Körben heimkehrten, zunehmend leere Netze. Seit 2018 hat sich die Menge der gefangenen Taschenkrebse dramatisch verringert – die Fänge sind auf ein Viertel der früheren Erträge gesunken. Was ist passiert? Diese Frage beschäftigt sowohl die Fischer als auch die Wissenschaft, und bislang gibt es keine eindeutige Antwort.

    Ein unerwarteter Rückgang

    Gérard Thomine, ein erfahrener Fischer aus Cherbourg, kennt die Situation nur zu gut. Wenn er heute mit seinem Boot in die Gewässer der Normandie aufbricht, ist seine Hoffnung auf eine ertragreiche Ausbeute gering. Früher waren seine Körbe voll mit den begehrten Krustentieren, doch seit 2018 ist alles anders. „Es ist ein Schock, wie wenig wir fangen“, sagt Thomine, der sich diese drastische Veränderung nicht erklären kann. Für ihn und seine Kollegen ist die Lage prekär – die Taschenkrebs-Population scheint auf mysteriöse Weise zu schrumpfen, und das ohne ersichtlichen Grund.

    Ein wissenschaftliches Rätsel

    Woran könnte es liegen? Die Fangquoten und Regulierungen, die ohnehin schon streng sind, scheinen keine Rolle zu spielen. Fischer halten sich genau an die Vorschriften, doch die Krebse bleiben aus. Möglicherweise stecken Parasiten oder Krankheiten hinter dem Phänomen. Auffällig ist, dass die wenigen gefangenen Exemplare oft nicht gesund wirken. „Sie haben keine schöne Farbe, sind mit Flecken übersät“, beschreibt Thomine die auffällige Veränderung der Krebse. Dieser Zustand hat die Aufmerksamkeit der Wissenschaft geweckt.

    Forscher des französischen Meeresforschungsinstituts Ifremer haben eine Untersuchung eingeleitet, um den Ursachen dieser rätselhaften Entwicklung auf den Grund zu gehen. Ihre erste Hypothese: Der Klimawandel könnte eine entscheidende Rolle spielen. Die sich verändernden Wassertemperaturen und die Verschiebung von Meeresströmungen könnten den Lebensraum der Taschenkrebse beeinträchtigen und sie in andere, kühlere Regionen verdrängen. Doch bislang fehlen handfeste Beweise für diese Theorie.

    Norwegen: Ein sicherer Hafen für Taschenkrebse?

    Während die französischen Fischer von dieser Krise hart getroffen werden, scheint ein Land noch verschont zu bleiben: Norwegen. Die norwegischen Gewässer haben bisher keine Anzeichen eines Rückgangs der Krebsbestände gezeigt. Das weckt die Frage: Was läuft dort anders? Liegt es an den klimatischen Bedingungen, den Umweltvorschriften oder schlicht am Glück? Noch ist unklar, warum die Taschenkrebse in Norwegen weiter gedeihen, während sie in Frankreich zunehmend rar werden.

    Die Unsicherheit der Fischer

    Für Fischer wie Thomine ist diese Situation ein Dilemma. Der Taschenkrebs, einst eine verlässliche Einkommensquelle, ist heute ein seltener Fang. Viele Fischer in der Region teilen seine Frustration. „Die Fischer sind ratlos“, sagt er, „wir halten uns an alle Vorschriften, aber die Krebse bleiben aus.“ Die wirtschaftlichen Auswirkungen dieses Phänomens sind bereits spürbar. Für viele Fischer könnte es existenzbedrohend werden, wenn sich die Bestände nicht bald erholen.

    Die Frage ist: Was kann getan werden? Während die Wissenschaftler fieberhaft nach Antworten suchen, müssen die Fischer improvisieren. Einige haben bereits begonnen, auf andere Fangmethoden und Meeresfrüchte auszuweichen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Doch der Verlust des Taschenkrebses trifft die Region hart – sowohl ökonomisch als auch kulturell. Schließlich war der Taschenkrebs in diesen Gewässern lange Zeit eine wichtige Ressource.

    Hoffnung in der Forschung

    Die Untersuchung von Ifremer könnte in den kommenden Monaten neue Erkenntnisse bringen. Sollten sich Umweltveränderungen als Ursache herausstellen, wird es jedoch nicht einfach sein, eine schnelle Lösung zu finden. Klimatische Veränderungen sind schwer rückgängig zu machen, und die Wiederherstellung eines gesunden Ökosystems erfordert Zeit – Zeit, die viele Fischer vielleicht nicht haben.

    Doch vielleicht gibt es Hoffnung. Die Wissenschaftler untersuchen nicht nur klimatische Faktoren, sondern auch mögliche Krankheiten oder Parasiten, die die Krebspopulation geschwächt haben könnten. Sollte ein pathologischer Auslöser entdeckt werden, könnten gezielte Maßnahmen, wie beispielsweise Schutzgebiete oder die Einführung von Fangbeschränkungen, dazu beitragen, die Bestände zu regenerieren.

    Wie geht es weiter?

    Für Fischer wie Gérard Thomine bleibt die Zukunft ungewiss. Werden die Taschenkrebse eines Tages in die französischen Gewässer zurückkehren, oder müssen sich die Fischer dauerhaft auf andere Einnahmequellen verlassen? Diese Frage bleibt offen. Bis dahin bleibt die Hoffnung, dass die Wissenschaft eine Antwort auf das mysteriöse Verschwinden der Krebse findet – und dass die Fischer bald wieder mit vollen Körben zurückkehren können.

    Es ist wie ein Wettlauf gegen die Zeit – und das Meer gibt seine Geheimnisse nur langsam preis.

  • Schutz des Oktopus in der Bretagne: Ein Paradigmenwechsel

    Schutz des Oktopus in der Bretagne: Ein Paradigmenwechsel

    Vor drei Jahren waren Oktopusse an den Küsten der Bretagne eine regelrechte Plage, und Fischer hatten freie Hand, um ihre Vermehrung einzudämmen. Doch heute sind sie so selten geworden, dass ihre Fischerei den ganzen Sommer über im südlichen Finistère verboten ist.

    Ein unerwarteter Wandel

    Am Mittwoch, dem 17. Juli, zeigte sich das Wetter von seiner launischen Seite – kein ideales Szenario für die Oktopus-Fischerei, die ruhiges Wasser braucht. Trotzdem fanden sich die Tiere in den Fangnetzen der Fischer. „Seit zwei, drei Jahren machen wir das mindestens vier oder fünf Monate im Jahr problemlos“, erzählt Mathis Prono, ein Fischer aus Quiberon (Morbihan). Diese Oktopusse landen allerdings nicht auf bretonischen Tellern. Ihr Ziel sind Spanien und Italien, wo die Nachfrage stetig hoch ist und die Preise bei etwa 10 Euro pro Kilo liegen.

    Oktopusse: Von der Bedrohung zur geschützten Art

    Noch vor wenigen Jahren waren Oktopusse in der Bretagne praktisch unbekannt. Heute sind sie ein fester Bestandteil der maritimen Landschaft. Doch die Fangmengen sind rückläufig. Seit dem 1. Juli gilt im Finistère ein dreimonatiges Fangverbot. Einige Fischer sind gegen diese Maßnahme, da Oktopusse eine Bedrohung für heimische Hummer, Jakobsmuscheln und Fische darstellen. Der Fischereiausschuss orientiert sich an spanischen Vorgehensweisen, wo temporäre Fangverbote zu nachhaltigerer Fischerei führten.

    Ein zweischneidiges Schwert

    Warum dieses auf und ab? Die Antwort ist simpel und komplex zugleich. Oktopusse haben sich in den letzten Jahren rasant vermehrt und begannen, das Gleichgewicht des marinen Ökosystems zu stören. Sie vernichteten die heimischen Hummer und Jakobsmuscheln, was nicht nur die Bestände dieser Arten, sondern auch die wirtschaftliche Existenz vieler Fischer bedrohte. Doch was geschieht jetzt, wo der Oktopus selbst zu einer seltenen Spezies geworden ist?

    Ein Balanceakt

    Das vorübergehende Fangverbot zielt darauf ab, die Oktopusbestände zu stabilisieren und gleichzeitig das ökologische Gleichgewicht wiederherzustellen. Es ist ein Balanceakt zwischen Schutz und Nutzung, was auch den nachhaltigen Ansatz der spanischen Fischerei widerspiegelt. Dort haben solche Maßnahmen bereits Erfolge gezeigt, indem sie die Bestände geschont und gleichzeitig die Fischerei langfristig gesichert haben.

    Die Sicht der Fischer

    Die Fischer selbst sind in ihrer Meinung gespalten. Während einige das Verbot als notwendig erachten, um die Oktopuspopulation zu schützen, sehen andere ihre Existenz bedroht. Für viele ist der Oktopus ein wichtiger Teil ihres Einkommens, besonders in den Sommermonaten, wenn die Touristenströme zusätzliche Nachfrage generieren. „Wir verstehen die Notwendigkeit des Schutzes, aber es trifft uns hart,“ meint ein Fischer.

    Ein Blick nach vorn

    Die Zukunft der Oktopus-Fischerei in der Bretagne hängt von einer sorgfältigen Balance zwischen Schutzmaßnahmen und wirtschaftlichen Interessen ab. Wird der spanische Ansatz auch hier langfristig Erfolg haben? Nur die Zeit wird es zeigen. Fest steht, dass ohne nachhaltige Maßnahmen die Oktopusbestände weiter schrumpfen könnten – was weder den Fischern noch dem Ökosystem zugutekommt.

    Oktopusse haben in den letzten Jahren bewiesen, dass sie Überlebenskünstler sind. Doch auch diese faszinierenden Kreaturen sind nicht unverwundbar. Ihre Geschichte in der Bretagne ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie schnell sich ökologische und wirtschaftliche Realitäten ändern können und wie wichtig es ist, darauf flexibel zu reagieren.

    Ein Sprichwort besagt: „Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung.“ Vielleicht sollten wir uns das auch für die Fischerei zu Herzen nehmen. Denn nur durch Anpassung und nachhaltige Praktiken können wir sicherstellen, dass sowohl der Oktopus als auch die Fischer eine Zukunft haben.

  • Überraschungsfang in der Bretagne: Ein 100-Kilo-Fuchshai im Netz

    Überraschungsfang in der Bretagne: Ein 100-Kilo-Fuchshai im Netz

    In den Gewässern vor der bretonischen Insel Groix ging den Fischern ein unerwarteter Fang ins Netz: Ein Fuchshai, auch als Schaufelnasenhai bekannt, wurde am Donnerstag zufällig gefangen und in den Hafen von Lorient gebracht. Dieser Hai, der für seine beeindruckende Schwanzflosse bekannt ist, mit der er Beutefische betäubt, wiegt über 100 Kilogramm und wurde noch am Freitag auf dem Fischmarkt versteigert.

    Der Fuchshai, der normalerweise in tropischen und gemäßigten Gewässern lebt, zeigt sich auch in kühleren Gewässern und ist vor allem im Sommer an den Küsten der Bretagne anzutreffen, erklärte der Hai-Experte Samuel Iglésias von der Meeresstation in Concarneau. Trotz seiner gelegentlichen Präsenz in diesen Gewässern ist der Hai wegen Überfischung als gefährdete Art eingestuft. Das gezielte Fischen dieser Art ist zwar gesetzlich verboten, der Verkauf für den Verzehr ist jedoch erlaubt, wenn es sich um einen zufälligen Fang handelt.

    Dieser Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit, die Gesundheit unserer Meeresökosysteme ständig zu überwachen und den Schutz bedrohter Arten ernst zu nehmen, selbst wenn sie zufällig in Fischernetzen landen. Der Fang und die bevorstehende Versteigerung des Fuchshais in Lorient werfen erneut Fragen zur Nachhaltigkeit und Regulierung der Fischereipraktiken auf.

  • Frankreich: Landwirte und Fischer vereinen sich im Protest gegen Brüsseler Vorschriften

    Frankreich: Landwirte und Fischer vereinen sich im Protest gegen Brüsseler Vorschriften

    Am Samstag, dem 9. März, gingen sowohl Landwirte als auch Fischer in Frankreich auf die Straßen, um ihre Frustration über die als „Diktate aus Brüssel“ empfundenen Regelungen kundzutun. Ihre Beschwerden richten sich unter anderem gegen Fischfangquoten, die Anhäufung von Normen und technokratische Richtlinien, die sie als eine Belastung für ihre Arbeit sehen. In Boulogne-sur-Mer, im Departement Pas-de-Calais, wollten die Fischer, mit rund hundert Landwirten gemeinsam ein Zeichen setzen. Ein besonderer Dorn im Auge ist ihnen das Verbot des Grundschleppnetz-Fischfangs in dreizehn englischen Meeresgebieten durch das Vereinigte Königreich, welches ab dem 22. März in Kraft treten soll. Diese Fanggebiete sind von entscheidender Bedeutung für die Fischer des Pas-de-Calais. Olivier Leprêtre, Präsident des Regionalen Fischereiausschusses in Hauts-de-France, drückt gegenüber dem Sender Franceinfo seine Besorgnis aus: „Nur dreißig Minuten nachdem wir Boulogne-sur-Mer verlassen haben, befinden wir …

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  • Umwelt: In Saint-Malo bildet sich Widerstand gegen großes Fischfangschiff

    Umwelt: In Saint-Malo bildet sich Widerstand gegen großes Fischfangschiff

    Die „Annelies-Ilena“, ein 145 Meter langes Fabrikschiff, das täglich 400 Tonnen Fisch fangen und verarbeiten kann, bringt Fischer, Umweltschützer und Aktivisten auf die Barrikaden.

    Am Hafen bilden Fischer, Aktivisten, Umweltschützer und Abgeordnete eine Menschenkette aus Protest gegen die „Annelies-Ilena„, diesen Fabriktrawler, der zu groß ist, um in den Hafen von Saint-Malo (Departement Ille-et-Vilaine) einzufahren. Umweltschützer prangern die zerstörerischen Fischereipraktiken an. „Dieses Schiff ist ein Symbol sowohl für die Umweltzerstörung als auch für den Gigantismus, der die Ozeane zerstört und plündert. Es ist auch ein Symbol für die Zerstörung von Arbeitsplätzen in der Fischerei“, beklagte Marie Toussaint, Europaabgeordnete der Partei Europe Écologie-Les Verts.

    Mit einer Länge von 145 Metern ist das Schiff 13 Mal so groß wie ein durchschnittlicher französischer Trawler. „Das Schiff kann 400 Tonnen pro Tag fangen. Als ich Seemann war, konnte ich mit 10 Tonnen Fisch pro Jahr rentabel arbeiten und gut von meinem Beruf leben“, sagt Charles Braine von der Vereinigung Pleine mer gegenüber dem Sender Franceinfo. Die Demonstranten fordern die Rücknahme des aktuellen Fahrplans für die Fischerei, der am Freitag, dem 16. Februar im Regionalrat der Bretagne diskutiert wurde. Dieser begünstige für die industrielle Fischerei.

  • Bretagne: Europas größter Fisch-Trawler im Visier von Umwelt-NGOs und Fischern

    Bretagne: Europas größter Fisch-Trawler im Visier von Umwelt-NGOs und Fischern

    In Saint-Malo (Departement Ille-et-Vilaine) hat die örtliche Fischereigesellschaft kürzlich angekündigt, ein Fabrikschiff zu betreiben, das täglich 400.000 Kilogramm Fisch fangen und verarbeiten kann. „Eine Hölle auf See“, so Umweltverbände und Fischer.

    Der größte Trawler Europas kann alle 24 Stunden 400.000 Kilogramm Fisch fangen und verarbeiten. Die Fischereigesellschaft von Saint-Malo (Departement Ille-et-Vilaine) hat angekündigt, dass sie das Fabrikschiff „Annelies Ilena“ für 15 Millionen Euro kaufen und anschließend betreiben wird. Eine Ankündigung, die Umweltverbände und Fischer, die den Trawler als „Hölle auf See“ bezeichnen, empört.

    100 Tonnen in drei Tagen gegenüber 40 Tonnen in einem Jahr.
    Während die kleinen Trawler unter den Fangquoten ächzen, die ihnen auferlegt werden, um die Meeresfauna zu schützen, hält Quentin Yannet, Reeder in Port-en-Bessin-Huppain (Calvados), diese Ankündigung für inakzeptabel. „Das ist ein Boot, das Makrelen fischt. Und es wird vielleicht 100 Tonnen in drei Tagen fangen, während ich 40 Tonnen im Jahr fange“, erklärt der Fischer auf dem Sender France 2.

  • Klimawandel: Französische Fischer im Ärmelkanal fangen weniger Fische

    Klimawandel: Französische Fischer im Ärmelkanal fangen weniger Fische

    Die Folgen der globalen Erwärmung sind ausgerechnet im Ärmelkanal besonders deutlich. Der Ärmelkanal wird für Kaltwasserfische nach und nach unbewohnbar, und die Fischer sehen die Menge ihrer Fänge sinken.

    Wenig Wellengang, gutes Wetter: Im Ärmelkanal sind die Bedingungen für einen erfolgreichen Fischfang heute ideal. Dennoch sind die Reusen mit Wellhornschnecken, die die Fischer einholen, halb leer. Die Fangmengen sinken immer weiter. Die Wellhornschnecken werden genau sortiert, um die zu jungen Tiere zu schonen. Aber die Fischer müssen täglich mit ansehen, wie ihre Fänge zurückgehen. Sie beliefen sich im Jahr 2022 auf gerade mal 5.000 Tonnen, während sie vor zehn Jahren noch über 10.000 Tonnen betrugen. Für die Fischer hat das nichts mit Überfischung zu tun, sondern eher mit dem Klimawandel.

    Längere und früher einsetzende Hitzewellen.
    Die Hitze stört die Fortpflanzung und das Schlüpfen der Tiere aus ihren Eiern. In den letzten Jahren gab es an den Küsten des Ärmelkanals immer längere und frühere Hitzewellen. Die Durchschnittstemperatur ist seit 2007 einschließlich des Winters um 1,34 °C gestiegen. Es gibt auch extreme Hitze: Im Sommer 2022 wurden auf der Oberfläche 21°C gemessen. Für den Beruf des Fischers ist die Zukunft in dieser Region ungewiss. Für alle Kaltwasserarten wird der Ärmelkanal langsam aber sicher unbewohnbar.