Schlagwort: Emmanuel Macron

  • Comeback 2032? Macron hält die Tür zum Élysée offen

    Comeback 2032? Macron hält die Tür zum Élysée offen

    Ein Satz, ein Lächeln und plötzlich steht das Jahr 2032 im Raum. Emmanuel Macron hat Spekulationen über seine politische Zukunft neue Nahrung gegeben. In einem Ausschnitt aus einem Interview mit dem amerikanischen Magazin Variety, der am 25. September veröffentlicht wurde, schließt Frankreichs Präsident eine spätere Rückkehr in den Élysée Palast ausdrücklich nicht aus. Allerdings geht es dabei nicht um die Präsidentschaftswahl 2027. Das ist der entscheidende Unterschied. Macrons zweite Amtszeit endet im Mai 2027. Bei der anschließenden Wahl darf er nicht erneut antreten, denn Artikel 6 der französischen Verfassung begrenzt die Amtszeit eines Präsidenten auf höchstens zwei aufeinanderfolgende Mandate. Macron, 2017 erstmals gewählt und 2022 im Amt bestätigt, muss den Präsidentenpalast deshalb verlassen. Doch die Verfassung sagt eben nicht, dass ein Präsident insgesamt nur zweimal amtieren darf. Nach einer Unterbrechung wäre eine erneute Kandidatur grundsätzlich möglich. Für Macron öffnet…

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  • Macron widerspricht der CIA-Alarmmeldung – doch die russische Drohnengefahr bleibt

    Macron widerspricht der CIA-Alarmmeldung – doch die russische Drohnengefahr bleibt

    Eine angebliche Warnung der CIA vor russischen Drohnenangriffen auf Frankreich, Spanien und Italien sorgt in Europa für Unruhe. Der französische Präsident Emmanuel Macron hat nun einen entscheidenden Teil der Geschichte ausdrücklich zurückgewiesen: Die französischen Dienste hätten keine entsprechende Warnung der CIA erhalten. Die Möglichkeit russischer Angriffe auf französische Infrastruktur hält Macron jedoch keineswegs für ausgeschlossen. Damit wird aus einer vermeintlichen Geheimdienstenthüllung eine kompliziertere Geschichte über hybride Kriegführung, Abschreckung und die wachsende Verwundbarkeit Europas. Eine spektakuläre Meldung aus Spanien Ausgangspunkt der Kontroverse ist eine Recherche der spanischen Tageszeitung El Mundo. Demnach sollen amerikanische Nachrichtendienste Informationen über eine mögliche russische Operation gegen Ziele in Südeuropa gesammelt haben. Als potenzielle Zielländer wurden Frankreich, Spanien und Italien genannt. Das beschriebene Szenario ist militärisc…

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  • Frankreich schickt Soldaten nach Yanbu – und macht den Ölpreis zur Frage der nationalen Sicherheit

    Frankreich schickt Soldaten nach Yanbu – und macht den Ölpreis zur Frage der nationalen Sicherheit

    Frankreich will Soldaten, Radarsysteme und Luftabwehr nach Saudiarabien verlegen. Was auf den ersten Blick wie ein weiterer Schritt in den Nahostkonflikt aussieht, verfolgt ein eng umrissenes Ziel: Paris will eine der wichtigsten verbliebenen Ausweichrouten für saudisches Erdöl schützen. Hinter der Entscheidung Emmanuel Macrons steht damit auch eine innenpolitische Rechnung. Die Sicherung eines Hafens am Roten Meer soll helfen, die Versorgung der Weltmärkte zu stabilisieren – und damit indirekt den Druck auf die französischen Tankstellenpreise zu mindern. Yanbu wird zum strategischen Nadelöhr Am 24. September kündigte Macron an, Frankreich werde militärische Mittel nach Yanbu an der saudischen Westküste entsenden. Vorgesehen seien Soldaten, Radare und Verteidigungssysteme. Die Mission, so die französische Darstellung, solle defensiven Charakter haben. Französische Streitkräfte würden nicht in die Kämpfe zwischen Saudiarabien und den Huthi im Jemen eingreifen, sondern eine für den Energ…

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  • Papst Leo XIV. in Frankreich: Paris wird zur Bühne eines historischen Besuchs

    Papst Leo XIV. in Frankreich: Paris wird zur Bühne eines historischen Besuchs

    Paris steht an diesem Freitag im Zeichen eines außergewöhnlichen Besuchs. Papst Leo XIV. beginnt am 25. September seine viertägige Reise durch Frankreich – mit politischen Gesprächen, einer Fahrt im Papamobil, einem symbolträchtigen Besuch in Notre-Dame und einer großen Jugendveranstaltung im Stade …

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  • Trump gegen Macron: In New York prallen zwei Weltordnungen aufeinander

    Trump gegen Macron: In New York prallen zwei Weltordnungen aufeinander

    Selten lässt sich der Wandel der internationalen Ordnung so anschaulich beobachten wie an diesem Dienstag in New York. Im Abstand weniger Stunden traten Donald Trump und Emmanuel Macron vor die Generalversammlung der Vereinten Nationen. Beide sprachen über Frieden, Sicherheit und Souveränität. Doch hinter denselben Begriffen stehen zwei nahezu gegensätzliche Vorstellungen davon, wie die Welt im Jahr 2026 funktionieren soll. Trump setzt auf Macht, Abschreckung und nationale Handlungsfreiheit. Macron verteidigt eine Ordnung, in der Macht durch Recht eingehegt und nationale Souveränität durch internationale Zusammenarbeit ergänzt wird. Es ist mehr als ein rhetorischer Gegensatz zwischen einem amerikanischen und einem französischen Präsidenten. In New York standen sich zwei konkurrierende Antworten auf eine grundsätzliche Frage gegenüber: Was bleibt von der regelbasierten internationalen Ordnung, wenn ihre Regeln von den mächtigsten Staaten zunehmend nur noch dann akzeptiert werden, wenn s…

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  • Macrons Abrechnung in New York: Gaza wird zum Prüfstein der internationalen Ordnung

    Macrons Abrechnung in New York: Gaza wird zum Prüfstein der internationalen Ordnung

    Mit ungewöhnlich scharfen Worten hat Emmanuel Macron vor der Uno-Generalversammlung die Lage im Gazastreifen zum Symbol einer internationalen Ordnung erklärt, die an ihren eigenen Ansprüchen zu scheitern droht. Was sich dort vor den Augen der Weltöffentlichkeit abspiele, sei ein «Schauspiel, das uns alle beschämt», sagte der französische Präsident in New York. Hinter der moralischen Anklage steht jedoch mehr als Empörung über das Leiden der Zivilbevölkerung. Macron formulierte eine grundsätzliche Kritik an einer Diplomatie, deren Friedensversprechen nach französischer Auffassung zunehmend von der Realität vor Ort entkoppelt sind. Eine Rede mit ungewöhnlicher Schärfe Macrons Auftritt am 22. September vor der 81. Generalversammlung der Vereinten Nationen war in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Es handelte sich um seine letzte Rede vor der Uno-Generalversammlung vor dem Ende seiner zweiten Amtszeit im Frühjahr 2027. Entsprechend grundsätzlich fiel seine Botschaft aus. Der französische P…

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  • Frankreich rüstet sich für Leo XIV.: Ein Papstbesuch zwischen Glauben, Politik und Europas Krisen

    Frankreich rüstet sich für Leo XIV.: Ein Papstbesuch zwischen Glauben, Politik und Europas Krisen

    Nur noch wenige Tage, dann beginnt eine der politisch und kirchlich bedeutendsten Reisen des jungen Pontifikats von Leo XIV. Vom 25. bis 28. September besucht der Papst Frankreich. Paris, Lourdes und Metz markieren die drei Etappen einer Reise, die pastorale Begegnungen, internationale Diplomatie und zentrale gesellschaftspolitische Fragen miteinander verbindet. Für Frankreich ist es zugleich ein seltenes Ereignis: Seit dem Besuch Benedikts XVI. im Jahr 2008 hat kein Papst mehr eine vergleichbare offizielle Reise durch das Land unternommen.

    Die französischen Behörden, die betroffenen Diözesen und der Vatikan befinden sich inzwischen in der letzten Phase der Vorbereitungen. Sicherheitsmassnahmen, Verkehrsregelungen, Pilgerströme und liturgische Veranstaltungen müssen aufeinander abgestimmt werden. Besonders Paris und Lourdes stellen die Organisatoren angesichts der erwarteten Menschenmengen vor erhebliche logistische Herausforderungen.

    Paris zwischen Élysée, UNESCO und Notre-Dame

    Leo XIV. wird am Freitag, dem 25. September, um 10 Uhr auf dem Flughafen Paris-Orly erwartet. Bereits eine Stunde später steht der Besuch bei Staatspräsident Emmanuel Macron im Élysée-Palast auf dem Programm. Anschliessend begegnet der Papst Vertretern der staatlichen Institutionen, der Zivilgesellschaft und des diplomatischen Korps.

    Damit beginnt die Reise bewusst an der Schnittstelle zwischen Religion und Politik. Frankreich versteht sich seit dem Gesetz zur Trennung von Kirche und Staat von 1905 als laizistische Republik. Gerade deshalb besitzen Begegnungen zwischen einem Papst und der französischen Staatsspitze stets eine besondere symbolische Bedeutung.

    Am Nachmittag besucht Leo XIV. den Hauptsitz der UNESCO. Dieser Termin dürfte zu den politisch interessantesten Stationen der Reise gehören. Fragen von Bildung, Kultur und technologischer Entwicklung haben für den Papst erhebliches Gewicht. In seiner im Mai 2026 veröffentlichten Enzyklika «Magnifica Humanitas» widmete er sich ausführlich den Folgen der künstlichen Intelligenz und forderte, technische Innovation müsse dem Vorrang und der Würde des Menschen untergeordnet bleiben.

    Um 17.15 Uhr folgt die Vesper in Notre-Dame de Paris mit Bischöfen, Priestern, Diakonen, Ordensleuten und Seminaristen. Die 2019 durch einen Grossbrand schwer beschädigte und Ende 2024 wiedereröffnete Kathedrale bildet dabei eine symbolträchtige Kulisse: Sie steht zugleich für die christliche Geschichte Frankreichs und für die kulturelle Bedeutung des Katholizismus in einer zunehmend säkularisierten Gesellschaft.

    Der erste Besuchstag endet mit einer Gebetsvigil mit Jugendlichen im Stade de France in Saint-Denis.

    Messe auf der Place de la Concorde

    Auch der Samstag beginnt mit gesellschaftspolitischen Akzenten. Leo XIV. besucht zunächst die Maison Bakhita, ein Zentrum für soziale Begleitung und Integration. Danach trifft er am Institut Catholique de Paris Mitglieder einer synodalen Versammlung sowie Katechumenen und Neugetaufte.

    Gerade dieser Termin verweist auf eine bemerkenswerte Entwicklung innerhalb des französischen Katholizismus. Während die langfristige Bindung an die Kirche deutlich zurückgegangen ist, steigt seit einigen Jahren die Zahl der Erwachsenentaufen kräftig.

    Nach Angaben der französischen Bischofskonferenz wurden 2026 zu Ostern 13 234 Erwachsene getauft. Das waren 28 Prozent mehr als im Vorjahr. Innerhalb eines Jahrzehnts hat sich die Zahl damit mehr als verdreifacht: 2016 waren es noch 4124 Erwachsene gewesen. Besonders stark vertreten sind inzwischen die 18- bis 25-Jährigen, die 42 Prozent der erwachsenen Täuflinge ausmachen.

    Dieser Trend bedeutet keine generelle Rückkehr Frankreichs zum praktizierten Katholizismus. Er zeigt jedoch, dass sich parallel zur fortschreitenden Säkularisierung neue Formen religiöser Suche entwickeln.

    Am Samstagnachmittag folgt um 15 Uhr einer der öffentlichkeitswirksamsten Termine der Reise: eine grosse Messe auf der Place de la Concorde. Danach fliegt Leo XIV. nach Lourdes weiter.

    Lourdes erwartet einen aussergewöhnlichen Pilgerstrom

    Der südfranzösische Marienwallfahrtsort dürfte den spirituellen Mittelpunkt der Reise bilden. Unmittelbar nach seiner Ankunft am Samstagabend wird der Papst an der Grotte von Massabielle beten.

    Der Sonntag ist vollständig Lourdes gewidmet. Am Vormittag trifft Leo XIV. zunächst die Bischöfe der französischen Bischofskonferenz. Um 11 Uhr feiert er eine Messe auf der grossen Wiese des Heiligtums. Später folgen Begegnungen mit Mitarbeitern und betreuten Kranken des Accueil Notre-Dame sowie ein privater Besuch bei den Karmelitinnen.

    Den Abschluss bildet am Abend der Rosenkranz mit der traditionellen Lichterprozession.

    Für Lourdes ist der Papstbesuch eine organisatorische Ausnahmesituation. Pilgergruppen aus Frankreich und zahlreichen europäischen Ländern werden erwartet. Freiwillige, kirchliche Mitarbeiter, Sicherheitskräfte und medizinische Dienste müssen dabei insbesondere die Betreuung älterer, kranker und mobilitätseingeschränkter Besucher gewährleisten.

    Metz macht aus dem Papstbesuch ein europäisches Ereignis

    Die letzte Station der Reise besitzt eine besondere geopolitische Symbolik. Am Montagmorgen fliegt Leo XIV. von Lourdes nach Metz. Die Stadt liegt nur wenige Dutzend Kilometer von Luxemburg und dem Saarland entfernt und befindet sich in einer Region, deren Geschichte wie kaum eine andere von den Konflikten zwischen Frankreich und Deutschland geprägt wurde.

    Entsprechend europäisch ist das Programm gestaltet. Im Robert-Schuman-Kongresszentrum nimmt der Papst zunächst an einer interreligiösen Begegnung teil. Anschliessend folgt ein Treffen unter dem programmatischen Titel «An den Wurzeln Europas für Frieden und Einheit».

    Der Name Robert Schuman ist dabei selbst eine politische Botschaft. Der frühere französische Aussenminister und Mitbegründer der europäischen Integration stammte aus Lothringen. Die Wahl von Metz verbindet damit katholische Sozialtradition, deutsch-französische Versöhnung und die Entstehung des europäischen Einigungsprojekts.

    Auch aus Deutschland reisen zahlreiche Gläubige an. Besonders aus den Bistümern Trier, Speyer und Mainz wurden Busreisen organisiert; einzelne Angebote waren bereits vor dem Besuch ausgebucht. Die Nähe zu Deutschland, Luxemburg und Belgien macht die letzte Etappe der Reise damit zu einem grenzüberschreitenden katholischen Ereignis.

    Um 16 Uhr feiert Leo XIV. die Abschlussmesse in der Kathedrale Saint-Étienne. Am Abend fliegt er nach Rom zurück.

    Frankreichs gesellschaftspolitische Konflikte begleiten die Reise

    Der Papst kommt allerdings in ein Land, dessen gesellschaftspolitische Entwicklung in mehreren Punkten deutlich von der katholischen Morallehre abweicht. Frankreich nahm 2024 die Freiheit zum Schwangerschaftsabbruch ausdrücklich in seine Verfassung auf. Im August 2026 wurde zudem das Gesetz über das «Recht auf Hilfe zum Sterben» verkündet. Unter festgelegten Voraussetzungen ermöglicht es schwer und unheilbar Erkrankten den Zugang zu einer tödlichen Substanz.

    Damit dürfte die Frage nach dem Schutz menschlichen Lebens während des Besuchs zumindest indirekt präsent sein. Leo XIV. hat die Menschenwürde zu einem Leitmotiv seines Pontifikats gemacht. Dazu gehören für ihn neben bioethischen Fragen allerdings ebenso Migration, Armut, Krieg und Frieden sowie die gesellschaftlichen Folgen neuer Technologien.

    Gerade darin liegt eine mögliche Spannung des Besuchs. Der Papst trifft auf eine Republik, deren Laizität zu ihrem politischen Selbstverständnis gehört und deren Gesetzgebung in wichtigen ethischen Fragen Positionen vertritt, die der katholischen Lehre widersprechen. Gleichzeitig bleiben die historischen und kulturellen Verbindungen zwischen Frankreich und dem Katholizismus tief.

    Eine Kirche zwischen Krise und neuer religiöser Suche

    Auch innerhalb der französischen Kirche selbst ist die Lage widersprüchlich. Die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs hat das Vertrauen in die Institution schwer beschädigt. Die unabhängige Untersuchungskommission CIASE schätzte 2021, dass seit 1950 rund 216 000 Minderjährige Opfer sexueller Gewalt durch Priester oder Ordensleute geworden waren. Unter Einbeziehung von Laien, die in kirchlichen Einrichtungen tätig waren, lag die Schätzung bei rund 330 000 Betroffenen.

    Der Papst besucht somit keine Kirche, die lediglich unter rückläufigen Mitgliederzahlen leidet. Er trifft auf eine Institution, die ihre eigene Vergangenheit aufarbeiten, Glaubwürdigkeit zurückgewinnen und zugleich Antworten auf eine Gesellschaft finden muss, in der traditionelle religiöse Bindungen schwächer geworden sind.

    Umso bemerkenswerter erscheint der gleichzeitige Anstieg der Erwachsenentaufen. Er widerspricht nicht der Säkularisierung Frankreichs, ergänzt sie aber um eine zweite Entwicklung: Religion verliert ihre frühere gesellschaftliche Selbstverständlichkeit, kann für einzelne Menschen gerade dadurch jedoch wieder zu einer bewussten persönlichen Entscheidung werden.

    Drei Tage vor der Ankunft des Papstes sind die wesentlichen organisatorischen Entscheidungen gefallen. Nun beginnt die letzte Phase eines Besuchs, dessen Bedeutung weit über die katholische Kirche hinausreicht. Paris steht für das Verhältnis von Religion, Republik und moderner Gesellschaft; Lourdes für die spirituelle und soziale Dimension des Katholizismus; Metz für Versöhnung und europäische Einheit.

    Wenn Leo XIV. am 28. September Frankreich wieder verlässt, wird sich die Wirkung seiner Reise deshalb nicht allein an den Menschenmengen auf der Place de la Concorde, in Lourdes oder vor der Kathedrale von Metz messen lassen. Entscheidend wird sein, welche Sprache der Papst für ein Land findet, das zu den historischen Kernräumen des europäischen Katholizismus gehört und zugleich zu den konsequentesten säkularen Republiken Europas.

    C. Hatty

  • Trump und Macron treffen sich in New York – ein Gespräch im Schatten dreier Krisen

    Trump und Macron treffen sich in New York – ein Gespräch im Schatten dreier Krisen

    Donald Trump und Emmanuel Macron treffen sich am Montag, 21. September, in New York zu einem bilateralen Gespräch am Rande der hochrangigen Woche der Vereinten Nationen. Das Weisse Haus hat den Termin bestätigt; nach dem veröffentlichten Zeitplan des amerikanischen Präsidenten ist die Begegnung für 17.35 Uhr Ortszeit angesetzt. Sie findet damit unmittelbar vor Beginn der Generaldebatte der 81. UN-Generalversammlung statt, die am Dienstag eröffnet wird. Eine detaillierte Tagesordnung haben weder Washington noch Paris veröffentlicht. Doch der internationale Kontext lässt erkennen, welche Fragen das Treffen prägen dürften: der Krieg in der Ukraine und mögliche Sicherheitsgarantien für Kiew, die eskalierte Lage im Nahen Osten und die Energieversorgung Europas sowie die weiterhin störanfälligen Handelsbeziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union. Ein dicht gedrängter diplomatischer Kalender Für Trump ist das Gespräch mit Macron Teil eines eng getakteten diplomatis…

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  • Frankreich und Kanada machen den Nordatlantik zur strategischen Nahtstelle

    Frankreich und Kanada machen den Nordatlantik zur strategischen Nahtstelle

    Der Besuch des kanadischen Premierministers Mark Carney in Saint-Pierre-et-Miquelon ist mehr als eine diplomatische Geste an Frankreich. Er zeigt, wie sich die strategische Geografie des Nordatlantiks verändert. Frankreich und Kanada wollen ihre Zusammenarbeit bei Fischerei, Energie, Verteidigung, Raumfahrt und digitalen Technologien erheblich ausweiten. Das kleine französische Archipel vor der Küste Neufundlands soll dabei vom Randgebiet zu einem Bindeglied zwischen Kanada und Europa werden. Ein kleines Archipel mit neuer strategischer Bedeutung Saint-Pierre-et-Miquelon zählt nur wenige tausend Einwohner und liegt rund 25 Kilometer vor der kanadischen Provinz Neufundland und Labrador. Politisch gehört die Inselgruppe jedoch zu Frankreich. Damit besitzt die Europäische Union faktisch einen französischen Außenposten unmittelbar vor der kanadischen Atlantikküste. Dass Mark Carney am 20. September als erster kanadischer Premierminister zu einem offiziellen Besuch auf das Archipel reiste, …

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  • Macron setzt im Nordatlantik ein Zeichen französischer Souveränität

    Macron setzt im Nordatlantik ein Zeichen französischer Souveränität

    Auf einer Landkarte ist Saint-Pierre-et-Miquelon leicht zu übersehen. Politisch aber ist der französische Archipel vor der Küste Neufundlands plötzlich ins Zentrum einer grösseren Auseinandersetzung über Souveränität, strategische Einflusszonen und die Ordnung des Nordatlantiks gerückt. Bei seiner Ankunft am 19. September reagierte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron demonstrativ auf eine von Donald Trump veröffentlichte Karte, auf der weite Teile Nordamerikas einschliesslich des französischen Gebiets mit den Farben der Vereinigten Staaten überzogen waren. «Das ist selbstverständlich. Es gibt darüber keine Diskussion. Saint-Pierre-et-Miquelon ist französisch und mit Frankreich verbunden», erklärte Macron. Und er fügte hinzu: «Wir werden das nicht jeden Morgen bekräftigen, nur weil Leute seltsame Ideen haben oder seltsame Dinge sagen.» Eine kleine Inselgruppe in strategischer Lage Saint-Pierre-et-Miquelon liegt rund 25 Kilometer vor der kanadischen Insel Neufundland und ist das letzte…

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